Blutsbande

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • Blutsbande - Prolog - Die weltliche Seite


    Man hatte den alten Ratsaal extra wegen des großen, öffentlichen Interesses an der Verhandlung umgebaut. Und es war ein wahrlich ungewöhnlicher Prozess. Nicht nur, wegen des Opfers selbst, welches in anderen Teilen des Landes wohl ohnehin eher die heilige Inquisition des Praios auf den Plan gerufen hätte. Wer auch immer befahl, dass diese Angelegenheit der weltlichen Gerichtsbarkeit zufalle entgegen der heftig insistierenden Praioskirche hat sich wahrlich weit aus dem Fenster gelehnt. Man munkelt, man habe den jungen Geweihten in einer dunklen Gasse im Ledererviertel gefunden. Ihm war die Haut gänzlich abgezogen, wie einem erlegten Wild. Der Angeklagte allerdings setzte dem ganzen endgültig die Krone auf. Das Wühlschwein einer jungen Zahori solle diese Schandtat begangen haben. Es soll Zeugen geben, die es in flagranti erwischten. Vermutlich hat es die Haut sogar noch gefressen. Eine Vorstellung, die selbst dem Hartgesottensten den Magen umdreht aber – wie sollte es anders sein – absolute Faszination auf die Menschen ausübte. So erstaunt es auch nicht, dass der für andergaster Verhältnisse prunkvolle Saal heute bis zum Bersten gefüllt ist. Vor dem Richterpult geht der alte Advocatus, der die Anklage vertritt auf und ab, als er schließlich stehen bleibt und gebannt auf die breite Flügeltür starrt. Für einen Moment ist es still wie auf einem Boronsacker, doch dann begleiten Schmährufe die rot gelockte, südländisch wirkende Frau, die man wohl mit keinem besseren Wort als „wunderschön“ bezeichnen kann, auf ihren Weg durch die Mittelgasse nach vorne. Doch ihre Schönheit nutzt ihr in diesen Herzschlägen genau so wenig wie der sie begleitende Mann besten Alters in seiner schwarzen Advocatsrobe, der sich schützend zwischen sie und einige all zu forsche Mißgunsbekundungen stellt. Man sagt, er komme ebenfalls nicht von hier. Nachdem die beiden Platz genommen haben beruhigt sich der Saal wieder unter den strengen Blicken des Advocatus, der nun wie zuvor vor dem Richterpult auf und abgeht. Lediglich kaum verständliches Gemurmel und Gezische unterbricht gelegentlich die Stille.


    @Nicolo de Machion
    Ehe ihr in der ersten Reihe Platz nehmt blickst du noch einmal in die weit geöffneten, braunen Augen von Layana. Mit einem kurzen Blick wollest du sie trösten, doch sie scheint wieder in ihren trotzigen Stolz verfallen zu sein und hat scheinbar dein Mitleid mal wieder nicht nötig. Immerhin hatte sie deine mahnenden Worte beherzigt und nicht wieder angefangen, die Schmähungen mit ihrem südländischen Temperament zu erwidern. In den Momenten des Wartens fragst du dich einen Moment, ob es eine wirklich so gute Idee war und vor allem, wie sie dich überhaupt dazu gebracht hat, diese Verteidigung anzunehmen. Doch Layana konnte wirklich sehr überzeugend sein, wenn sie wollte und die Nächte mit ihr willst du nicht gerne missen. Die ganze Anklage jedenfalls ist einfach lächerlich. Nie im Leben hat das Schwein den jungen Ucurian umgebracht. Wenn es nicht so ernst wäre und ausgerechnet du darin verwickelt wärst könntest du eher herzlich über das Ganze lachen als hier im Gerichtssaal die Verteidigung dieses mordlüsternen Schweines zu übernehmen. Diese Phrase lässt dich wirklich kurz lächeln. Ein mordlüsternes Schwein.


    Peradan Aberdan
    Du reckst ein wenig deinen Kopf um auch einen Blick auf die Hereinkommenden zu ergattern. Seffel Bodiak, ein junger Fallensteller aus der Umgebung hatte sich dir anvertraut. Er war zwar nicht häufig bei dir im Tempel, aber wenn, dann lag ihm meist etwas schweres auf dem Herzen. So war es auch vor zwei Tagen. Seffel war einer der Menschen, die ihre Gefühle nicht leicht verbergen konnte. Und schon gar nicht vor einem Seelsorger wie dir, der sich fast täglich mit den mehr oder weniger großen Problemen der sogenannten kleinen Leute auseinandersetzte. Nun, nach ungewöhnlich langem Drucksen hast du aus ihm herausbekommen, dass es sich bei seinem Problem wohl eben um diese Gerichtsverhandlung handle. Er wollte zwar nicht genau darüber reden, doch seine Fragen waren eindeutig. Sehen es die Götter, wenn ich vor Gericht lüge? Ist es unrecht? Werde ich bestraft? Und obwohl du immer noch nicht genau erfahren hast, was der genaue Hintergrund sei, konntest du ihn dennoch überzeugen, dass es der Herrin Peraine und allen anderen Göttern es wohl lieber sei, wenn man stets bei der Wahrheit bleibe. Jedenfalls hat dich diese Geschichte in so weit interessiert, dass du auch der heutigen Verhandlung beiwohnst. Die Gespräche der Leute, die du vor dem Ratsaal hören konntest haben jedenfalls deine Sorge noch vergrößert. Wo war Seffel hier nur hereingeraten?



    Kolkja Selinski
    In den letzten Tagen war Seffel immer sehr betrübt gewesen und hat nicht mehr als unbedingt nötig geredet. Eine Eigenschaft, die eigentlich unter Jägern und Fallenstellern recht verbreitet ist, aber auf Seffel selbst noch nie zutraf. Auf deine Nachfragen hin wimmelte er zwar immer ab, aber du konntest sehen, dass da etwas nicht stimmte. Seid er vor einer Woche in der Stadt war, um dem dicken Borkfried die Felle der erlegten Tiere zu bringen und euch den mühsam erarbeiteten Lohn dafür abzuholen fing es an. Er habe etwas gesehen und müsse dies nun offiziell bezeugen sagte er nur kurz. Damals hast du dir ja noch nichts dabei gedacht. Wenn du gewusst hättest, dass er so ein schweigsamer Brummbart werden würde hättest du es wohl aus ihm rausgeprügelt. Zu seinem eigenen Nutzen versteht sich. Seffel war ja schon immer ein Typ auf dem man etwas acht geben musste. Gestern jedenfalls sagte er, dass bald alles vorüber sei. Morgen müsse er vor Gericht erscheinen und dann würdet ihr beide in der Schenke Schwarz und Rot ein Bierchen trinken und über die ganze letzte Woche lachen. Es mag Schicksal sein, aber neben dir sitzt doch tatsächlich der Perianegeweihte, zu dem Seffel immer in unregelmäßigen Abständen ging. Er wollte ja nie auf dich hören, dass doch eher der Herr Firun seine besondere Aufmerksamkeit verdiene. Doch Seffel war in diesen Dingen schon immer etwas stur. Das hatte er wohl von seinem verstorbenen Vater.


    @Natzkar Tarma
    Obwohl du nun hier im Gerichtsaal sitzt kanst du es immer noch nicht so recht glauben:
    Diese einfältigen Idioten haben doch tatsächlich ein Schwein verhaftet. Und obwohl die Sau beinahe greifbar in einem Käfig unter der Decke baumelt kannst du es immer noch nicht fassen. Wenn du daheim in Fasar erzählen würdest, was du hier erlebt hast, dann würde dir wohl kaum jemand Glauben schenken. In den wenigen Monden, die du dich nun schon in Andergast aufgehalten hast sind es nun insgesamt schon vier Opfer gewesen, denen die Haut extrahiert wurde. Doch scheinbar soll dieser Fall separat behandelt werden und hat natürlich nichts mit den anderen zu tun. Natürlich nicht. Irgend jemand hatte es ja auch jedes Mal verstanden, die Sache klammheimlich zu vertuschen. Und das auch noch unter deinen Augen. Dies ist es auch, was dich am meisten stört. Dieser jemand hatte deinen Interlekt herausgefordert. Wer auch immer diese Leute umgebracht hatte … du hast das Gefühl er treibt ein Spiel mit dir. Doch dieses Spiel würdest du früher oder später gewinnen, denn jeder macht einmal einen Fehler. Und mit Sicherheit war es ein Fehler sich gerade einen Geweihten als Opfer auszusuchen. Es war natürlich von vorne herein klar, dass gerade bei einem Praiosgeweihten besonderer Wirbel gemacht wurde. Du hast es jedenfalls sehr genossen, dass die Praioskirche trotz ihrer Proteste in diesem Gerichtssaal einmal nicht die Fuchtel in der Hand hält. Je näher du von deinem Gefühl her jedoch dem Übeltäter kamst, desto unsicherer fühltest du dich und so wundert es denn nicht auch, dass erst die Anwesenheit von Grim dir das nötige Gefühl der Sicherheit zurückgab. Du hast den zwergischen Haudegen zu deinem Schutz engagiert. Ein Mann von hier aus der Stadt wäre für dich auf keinen Fall in Frage gekommen. Hier scheinen ohnehin alle unter einer Decke zu stecken. Jedenfalls ist es ein beruhigendes Gefühl, dass er jetzt in diesem Moment genau neben dir sitzt und gewohnt aufmerksam die Anwesenden mustert.


    @Grim
    Natzkar Tarma, ein Magier, nach seiner Auskunft aus Fasar, war im Moment derjenige, der dir dein Bier bezahlte und er bezahlte nicht schlecht. Er schien etwas paranoid und erzählte, er sei da an einer ganz großen Sache dran. Eine Tatsache, die du zunächst mal nicht hinterfragtest. Schließlich sollte dir diese Sache noch einige Bierchen garantieren. Es scheint jedenfalls für dich so, dass er sich das alles nur einbildet, aber du wirst einen Teufel tun, ihm das zu sagen. Du machst deine Arbeit und er bezahlt dich dafür. Mehr musstest du nicht wissen und mehr muss auch er nicht wissen. Und schließlich machst du deine Arbeit auch gut. Sorgfältig hast du die in unmittelbarer Nähe sitzenden nach versteckten Waffen abgesucht. Jedenfalls so gut man das nur mit den Augen sehen kann. Und wenn dich Natzkar davon abhält zumindest die Bauern noch mal näher abzutasten, so ist das sein Risiko und nicht dein Problem.


    @Livia von Derben
    Es war dir wirklich nicht schlecht ergangen am Hofe. Die verschiedensten „Kontakte“ zu der lokalen Oberschicht hier in Andergast bescherten dir ein mehr als erträgliches Auskommen. Dass sie alle irgendwie um drei Ecken verwandt zu sein schienen störte dich auch nicht weiter. Doch in den letzten Monden wurde alles anders. Ein dunkler Schatten schien über allem zu liegen. Die ausgelassene Heiterkeit, die sonst immer am Hofe herrschte war einem fast schon bedrückenden Schweigen gewichen. Du warst dir zunächst sicher, dass wieder mal nur ein bevorstehender Konflikt mit Nostria dafür verantwortlich sei, doch du hattest dich scheinbar gewaltig getäuscht. Deine Neugier ob dieser Geschehnisse war es schließlich auch, die dich in diese missliche Lage und damit in diesen Gerichtssaal brachte. “Dann sorge er einfach dafür, dass sie schweigen. Diese Sau wird jedenfalls sterben.“ klang es aus der Bibliothek, an der du spät am Abend auf dem Weg zum Abort unwillkürlich vorbeikamst. Neugierig hattest du damals gelauscht und unzählige male hast du dich bereits für deine Neugierde verflucht. “Aber Herr, es sind Frauen und Kinder“, tönte die zweite Stimme mit erschrockenem Unterton. “Er hat mich schon richtig verstanden. Nun gehe er und stelle nicht länger in Frage was ihm aufgetragen ward.“ Dann ging alles ganz schnell. Du hattest versucht dich irgendwie zu verstecken, doch der eine der Herren schien der Tür näher gewesen zu sein als du vermutetest. Du bist dir nicht vollkommen sicher, ob er dich erkannte, aber eins steht unumstößlich fest. Wenn dem so war, wärst du nirgendwo in Andergast sicher, bis diese Sache völlig aufgeklärt wäre. Dein Hirn hast du dir zermartert über das Gehörte und erst gestern vermochtest du es zu deuten, als du von dem Prozess gegen das Schwein hörtest. Ein Hoffnungsschimmer ist es nun, dass dieser junge Advocat aus dem fernen Horasreich diese Hintergründe aufklären kann und alles zu einem guten Ende für dich führen mag.

  • Obwohl er sich in einem Gebäude befindet, hat er die Kapuze die fast sein ganzes Gesicht verdeckt, nicht abgenommen. Seine schwarzen Augen mustern unter der Kapuze hervor misstrauisch die Anwesenden.
    Er murmelt einen kurzen Götter lästerlichen Fluch während er seine kleine, schmächtige Gestalt reckt um an der, für seine Bedürfnisse viel zu großen Person vor ihm, vorbei die Geschehnisse vorne verfolgen zu können.
    Seinen vollkommen schwarzen Magierstab mit der Glaskugel an der Spitze hat er an seinen Stuhl gelehnt und zieht sich hin und wieder an ihm hoch wenn er einen genaueren Blick nach vorne werfen wil.
    Nur Grim der direkt neben ihm sitzt kann unter der Kapuze seiner schwarzen Robe mehr erkennen als nur einen Schatten. Das Gesicht ist das eines Mannes der nicht mehr als 25 Sommer gesehen hat. Seine von der Tulamidischen Rasse geprägten Gesichtszüge könnte man fast edel nennen. Gelegentlich verzieht er herablassend das Gesicht, meist umspielt aber ein spöttisches Lächeln seine Mundwinkel.
    Nachdem er gestützt auf seinen Stab einen längeren Blick nach vorne geworfen hat beugt er sich leicht zu Grim rüber
    Wie kann man nur so dumm sein und Schwein des Mordes anklagen?

  • Kolkja rutscht unruhig auf seinem Platz hin und her. Muß er sich doch ganz schön strecken, bei seiner nur 168 HF großen und muskulösen Statur, um das Geschehen zu verfolgen. Er richtet nochmal seine braune Lederjacke zurecht und schaut kurz noch zur hübsch verzierten Scheide seines silbernen Dolches am Gürtel, den er gestern Abend extra nochmal poliert hat.


    Der Blick seiner grünen Augen wandern durch die Zuschauermenge und verharrt einige Sekunden auf Seffel, als er ihn erblickt. Er reißt seinen Arm hoch, um ihm zu zeigen wo er sitzt. Überlegt es sich aber plötzlich dann doch anders und läßt ihn auf halber Höhe wieder langsam sinken.


    Als er Peradan neben sich sieht, nickt er ihm mit einem höflichen Lächeln zu.

  • Nicolo läßt sich auf seinem Platz nieder, er scheint ein paar Worte mit der Angeklagten zu wechseln.
    Er schiebt ein paar Papiere vor sich her die er aus einer Tasche seines Gewandes gezogen hat.
    Er scheint überhaupt keinen Blick für das Publikum, dessen Anwesenheit nicht zu überhören ist, zu haben.

    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. (Matthias Claudius)

  • Grim beobachtet weiter die Umgebung, um eventuelle Angriffe gegen seinen Arbeitgeber schon im Vorfeld abzuwehren, und antwortet selbigen dabei:
    Das dürft Ihr mich nicht fragen. Meiner Meinung nach war es nicht das Schwein sondern ein Mensch oder anderes Wesen. Ich verweigere mich einfach davor, dass ein Schwein eine solche Tat vollbringen kann. Dafür ist es mir zu offensichtlich. Aber ich bin nur ein \"dummer\" Söldner, der sich sowieso nichts von solchen Dingen versteht. Dieser letzte Satz wurde mit einer bösartigen Ironie gesprochen.

  • Natürlich war es kein Schwein, aber es ist doch amüsant wie die hohe Weltliche Gerichtsbarkeit das sagt er mit einer vor Spott triefenden Stimme ein Schwein des Mordes anklagt. Wahrscheinlich war der Dackel sein Komplize und die Ratte hat sie angestiftet. Er lacht leise und spöttisch. Würde mich aber schon interessieren wer es wirklich war, der dem Praiosgeweihten das unterste zu oberst gekehrt hat. Werde mich damit beschäftigen.
    Nach diesen Worten versucht er dem Geschehen vorne weiter zu folgen. Nach einigen Minuten vergeblichen Versuchen vorne etwas zu erkennen wendet er sich an die Person vor ihm verzeiht aber wenn ich die ganze Zeit durch euch durch schauen soll schwächt das nur unnötig meine Kräfte, könntet ihr ein klein wenig rücken.

  • Grim verzieht sein Gesicht zu einem unterdrücktem Lachen und antwortet:
    Vermutlich habt Ihr Recht begleitet diesen Satz mit einem leichten Kopfschütteln und hält weiter ein Auge auf die Verhandlung, die nun hoffentlich bald los geht und das Andere die Umgebung, damit sein Arbeitgeber auch weiterhin sein Arbeitgeber bleibt.

  • Obwohl es ihr wohl nur recht Schwer gelingen wird, denn ein Junges Mädchen von solch einer Schönheit sieht man wohl nicht alle tage, versucht sie sich unauffällig zu verhalten und rutscht ein wenig tiefer um nicht unbedingt von jedem gesehen zu werden.
    Als sie neugierig die Anwesenden in ihrer nähern Umgebung mustert, bleibt ihr blick schließlich auf: „ Dem komischen Kauz“ stehen den sie schon einmal am Hof gesehen hat. Er sitzt zwei reihen vor ihr und ist eben so dunkel gekleidet wie an jenem Tag am Hof. Ein Kalterschauer läuft ihr über den rücken. Was der hier wohl verloren hat.... murmmel sie und sieht sich dann weiter um.

  • Als Peradan sich im Saal umblickt dauert es nicht lange bis der junge Geweihte Seffel, mit seinen blauen Augen, entdeckt hat. Auf Grund seiner Größe fiel ihm das auch nicht allzu schwer. Was war hier nur in der letzten Zeit los. Und wie konnte ein Schwein einem Geweihten des Praios die Haut abziehen. Und welche Rolle spielte Seffel in dieser ganzen Sachen. All diese Fragen schossen ihm in den ersten Minuten durch den Kopf. Nun hoffentlich wird dies alles schnell aufgeklärt und Seffel kann durch seine wahrheitsgetreue Aussage etwas zur Lösung beitragen. Obwohl Seffel nur unregelmäßig zu ihm kam, hatte er ihm doch, seit letztem Sommer als er hier ankam um der Herrin zu dienen, immer versucht zu helfen und ihm den rechten Weg zu zeigen. Doch dieses Mal wollte er trotz langem Redens von Seiten Peradans nicht mit der Sprache herausrücken. Er mahnte sich nicht ungeduldig zu sein, alles würde sich klären.


    Sein Blick streift währenddessen weiter über die Anwesenden, niemand Besonderen suchend, jedoch auf auffällige Merkmale achtend. Wenige Augenblicke später erkennt er neben sich ein ihm irgendwie vertrautes Gesicht, das ihm freundlich zunickt. Eingie Augenblicke braucht Peradan, bis ihm einfällt, dass dieser Mann ein Bekannter Seffel\'s sein müsse. Er hatte die beiden schon des öfteren zusammen gesehen bevor Seffel zu ihm in den Tempel gekommen war. Deshalb wendet er sich nun auch an seinen Nachbarn.


    \"Peraine zum Gruße werter Herr. Mein Name ist Peradan. Wenn ich mich recht erinnere seit ihr ein Bekannter von Seffel. Wisst ihr vielleicht warum er sich heute hier vor Gericht ist. Er ist des öfteren im Tempel der Herrin Peraine zugegen und erzählte mir auch von seinen Sorgen, doch dieses Mal wollte er mir nicht sagen was ihn bedrückte. Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen?\"

  • Peradan Aberdan
    Gerade als du dich an den Mann wenden willst, den du als guten Bekannten Seffels wiedererkanntest siehst du aus dem Augenwinkel, dass sich der junge Mann, den du für Seffel hältst umdreht und scheinbar etwas suchend im Saal umblickt. Da überkommt es dich wie ein Schlag. Es war nicht Seffel. Er sah ihm nur zum verwechseln ähnlich. Dieselbe Statur und dieselben, kurzen, braunen Haare. Wie konntest du dich nur so täuschen? Etwas besorgt blickst du dich erneut um, doch du kannst ihn nirgendwo hier im Saal ausmachen. Es ist wirklich beunruhigend. Du hattest zuletzt den Eindruck, Seffel wolle hier auf jeden Fall aussagen und die zwölfgöttergefällige Wahrheit sprechen.


    @Natzkar Tarma
    Der große Mann mit den breiten Schultern vor dir, der dir so viel Schweirigkeiten macht, das Geschehen richtig zu verfolgen dreht sich von dir angesprochen um. "Was zum ..." Er unterbricht seine zornig wirkenden Worte und schaut dich etwas irritiert an. "Ähmm ... nein Herr. Kein Problem. Ich will etwas tiefer in den Sitz rücken"; was ihm auch tatsächlich gelingt. Du hast nun einen deutlich besseren Blick auf das Geschehen am Richterstuhl.


    @Grim
    Bei den Leuten in deiner unmittelbaren Umgebung handelt es sich deinem Eindruck nach meist um einfacheres Volk. Es scheint, als würde versucht, deinen Herrn respektvoll zu meiden. Teilweise sind die Leute sehr aufgeregt und tuscheln miteinander. Du hast aber nicht den Eindruck, dass du oder Natzkar Gegenstand ihrer Gespräche sind. Insgesamt hast du aufgrund deiner geringen Größe aber sichtlich Schwierigkeiten, alles in der Umgebung adäquat zu erfassen, da alle dicht an dicht gedrängt sitzen. Es ist jedoch nichts, was dich aus der Ruhe bringen könnte.


    [#Ich darf noch mal daran erinnern, dass der Schreiber jederzeit auf Wunsch hin (Vorbesprechungs-Thread) auch NPC´s erfassen kann. Leute mit unvollständiger oder nicht vorhandener Charakterbeschreibung bitte ich diese in einen Ihrer Posts einfließen zu lassen. Darnok: Man kann durchaus wirklich mit den NPC´s reden ;-)#]

  • Weil Grim ansscheinend doch nichts erkennt was ihm in die Erwartung eines Angriffs gegen seinen \"Schützling\" bringt.
    Versucht er sich von seinem Verfolgungswahn loszusagen, behält trotzdem immer ein Auge offen, und der Verhandlung zu folgen.
    Auch wenn er nur wenig sieht hören kann er schon was gesprochen wird.
    Denkt bei sich:\"Ein Schwein als Angeklagter, sowas kann nur den Menschen einfallen\"
    Ist aber verwundert warum alle Angst vor seinem \"Schützling\" zu haben scheinen, so einen schrecklichen Endruck macht er garnicht.

  • Firun zum Gruße! steht auf und deutet eine Verbeugung an Ich bin Kolkja Selinski. Es ist mir eine Freude Euch, werter Herr einmal persönlich kennenzulernen. Ihr habt recht ich, ich kenne Seffel sehr gut. Wir gehen der gleichen Beschäftigung nach, der Jagd. Was er mit dieser Sache zu tun hat? Das kann ich Euch auch nicht sagen. Er war in letzter Zeit nicht sehr gesprächig. Tut mir leid, ich bin genauso ahnungslos wie Ihr Herr. Verbeugt sich leicht und setzt sich langsam wieder hin.

  • "Bei Praios, wann geht es denn endlich los?" murmelt Nicolo nur vor sich hin.
    Den Ankläger würdigt er ganz bewußt keines Blickes.
    Als er sich zu Layana umwendet und in ihre Augen schaut, muss er sich zwingen sich weiterhin auf die Sachlage zu konzentrieren. Trotzdem schafft er es nach außen weiterhin sicher und souverän zu wirken.
    "Nun, wir können ja die Zeit nutzen um alles noch einmal druchzugehen:
    "Also, als die Tat begangen wurde warst du zu Hause ich bin jederzeit bereit, dies zu bezeugen, und dafür gibt es auch noch mehr Zeugen.
    Dir persönlich können sie das ganz gewiß nicht anhängen."


    "Der nächste Punkt:
    Wie lange besitzt du dieses mordlüsterne Schwein jetzt schon?",
    als er sich diese Phrase gebrauchen hört, kann er es nicht verhindern, dass sich ein Lächeln auf sein Gesicht stiehlt.


    ###Könnten Layane und Seffel vom Schreiber erfaßt werden?
    ####@Septic: hätte ja sein können, dass das nicht jeder lesen soll.

    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. (Matthias Claudius)

  • [# Darnok ... Nur keine Scheu. Charakter und Spielerwissen werden streng getrennt. Näheres in der Vorbesprechung.#]


    @Nicolo de Machion
    Layana schaut dich mit feurigem Blick an. Schnell und ein wenig südländisch zornig kommen ihr die Worte über die Lippen: \"Natürlich war ich zu Hause. Ich bin es nicht, die ihr retten sollt. Mein Schwein ist es. Unser einziges Schwein. Es hat nichts getan und wir brauchen es zum leben.\" Sie ist wirklich süß, wenn ihr Temperament mal wieder mit ihr durchgeht. Als du auch noch die Phrase mit dem mordlüsternen Schwein über die Lippen bringst stubst sie dich zunächst zornig kurz vor deine Brust, um dann von deinem Lächeln angesteckt ebenfalls ihren Ärger einen Moment zu vergessen. Mit einem unterdrückten Lachen auf den Lippen: \"Jetzt fang du nicht auch noch an. Das Schwein haben wir schon seid vier Sommern.\"


    @all
    Die kleine Tür am Kopfende des Saals wird ziemlich schnell aufgeschlagen. Ein Ausrufer, in einem besonders prachtvoll gepflegten Wappenrock der Stadtgarde tritt heraus. Das silberne Wappen mit dem grünen Eichenast unter der roten Krone glänzt im Licht der durch die Fenster einfallenden Praiosstrahlen. Er geht nur ein paar Schritte in den Raum hinein, währen der alte Advocat, der bislang immer vor dem Richterpodest auf und ab schritt eiligst bemüht zu sein scheint, seinen Platz einzunehmen. \"Seine Excellenz, der ehrenwerte Richter Bernfried Boetmann!\", tönt es mit lauter Stimme aus dem Mund des Gardisten. Die Anwesenden im Saal erheben sich unter den Geräuschen dutzender, rückender Stühle.
    Ein weißhaariger Mann mit faltigem Gesicht in schwarzem Advocatstalar tritt nun ebenfalls aus der Tür. Ihm folgt ein jüngerer, der ein großes, schweres Buch unter den Arm geklemmt hat. Während der ältere Herr sich auf den Richterstuhl setzt, platziert der Mann mit dem Buch selbiges auf ein Pult unmittelbar neben dem Podest des Richters und setzt sich anschließend dahinter.
    \"Setzt euch.\" hört man die schüttere Stimme des Richters Boetmann durch den Raum klingen, indem man mittlerweile eine Stecknadel hätte fallen hören können. Selbst das angeklagte Schwein schien in diesem Moment ruhig auf das Geschehen zu achten. Nachdem sich der erneute Tumult durch die sich setzenden Zuschauer gelegt hat, deutet der Richter mit einer langsamen Bewegung mit der gesamten Hand auf den Advocaten, der die Anklage vertritt. Dieser erhebt sich sodann von seinem Stuhl und schreitet langsam auf das Richterpult zu, um sich dann in einer schnellen Drehbewegung, wie er sie wohl schon hunderte Male zuvor geradezu zelebriert hat, dem Zuschauerraum zuzuwenden.
    \"Verehrter Herr Richter, hohes Gericht, geschätzter Collegio.
    Das hohe Gericht hat sich hier in unserem schönen Städchen zusammengefunden, um über eine Freveltat ohne Vergleich zu richten. DIESES Schwein dort oben in dem Käfig ist schuldig!\"
    Er deutet dabei auf das Schwein. Seine Erregung scheint nicht gespielt, denn in den vorderen Reihen kann man deutlich seine Hand und seinen ausgestreckten Finger zittern sehen. \"Schuldig des Mordes an unserem geliebten Diener des Praios Ucurian Haubeiler!\"
    Ein Raunen geht durch den Saal, welches der Richter jedoch mit einem einzelnen Schlag seines Hammers wieder verstummen lässt. Mit sichtlich erschöpfter Stimme fährt der Advocat fort.
    \"Verehrter Herr Richter, hohes Gericht, geschätzter Collegio. Ich, Cornelius Welzinger werde heute beweisen, dass eine Anklage unabdingbar ist und das eurer, weiser Ratspruch hier nicht nur notwendig, sondern eine göttergefällige Pflicht ist. Es muss eine Anklage erhoben werden. Danke.\" Wieder erhebt sich ein murmelndes Stimmerngewirr im Saal und wieder wird es durch die Hammerschläge des Richters beendet während der Advocat in sichtlicher Selbstzufriedenheit seinen Platz einnimmt. Der Richter schaut nun zu Nicolo de Machion. Sein Blick verrät, dass es nun an ihm ist, das Wort zu ergreifen.

  • Grim hat der Anklage aufgeschlossen zugehört, aber ein Schwein!,
    kopfschüttelnd bleibt er auf seinem Sitz ohne ein Wort zu sprechen und hört weiter zu, was der Advokat der Verteidigung hervorzubringen hat.
    Er ist sich sicher, dass jeder Versuch, seinen Arbeitgeber auzugreifen deutlich zu hören sei, bei der Ruhe die im Saal einzug gehalten hat.
    Er tastet nochmal nach seiner Axt, überlegt sich daraufhin aber das er sie schon vorher am Engang abgegeben hat und fühlt sich etwas \"nackt\".

  • Kolkja schaut unruhig abwechselnd Rechts und links am Kopf seines Vordermannes vorbei. Dabei bearbeitet er mit seinen kräftigen Händen seine Lederkappe in seinem Schoß.

  • Nachdem er der Anklage gelauscht hat erhebt sich Nicolo wieder, er wendet sich zunächst nur an den Richter:
    "Euer Ehren, die Vorwürfe des Herren Kollegen, sind völlig haltlos.
    Ich, Nicolo de Machion, vertraue auf eure Weisheit die sicher erkennen wird, dass ein Schwein diesen Mord nicht begangen haben kann."
    Im Gegensatz zu seinem Kollegen bleibt er völlig ruhig und nüchtern,
    nun dreht er sich haöb seitwärts um auch zum Publikum zu sprechen:
    "Wie kann ein Schwein einen Menschen töten?
    Das gräuliche Verechen an dem Geweihten des herren Praios, Ucurian, ist mit Sicherheit nciht von diesem Schwein begangen worden."
    Nach diesem ersten Plädoyer nimmt Nicolo wieder seinen Platz ein.

    Sage nicht alles, was du weißt, aber wisse alles, was du sagst. (Matthias Claudius)

  • Während Grim auf das Plädoyer des Advokaten der Verteidigung wartet, drängt sich ihm der Gedanke auf, wie das Schwein des Geweihten überhaupt so extrem gut hätte häuten können.


    Nachdem er diesen Gedanken beendet hat dreht er sich zu Natzkar und flüstert:
    Was denkt Ihr, mein Herr, wozu die Haut des Geweihten verwendet wird? Das Schwein hat sie sicher nicht gefressen! Da ich denke ein Schwein würde niemals freiwillig Haut fressen, wenn es doch besseres gibt für ein Schwein, zumal es ein Hausschwein ist, wie es aussieht.
    Denn sonst wäre es schon längst geschlachtet worden,und das sicher ohne Gerichtsverhandlung.
    bei diesen Worten beginnt er ironisch zu grinsen.


    Ohne auf eine Antwort zu warten lehnt er sich wieder zurück und an seinem Gesichtsausdruck kann man erkennen, dass er dem Advokaten zustimmt.

  • Kolkja flüstert mit vorgehaltener Hand zu Peradan Natürlich kann ein Schwein einen Menschen töten. Der Advocatus stand wohl noch nie einem ausgewachsenem Eber gegenüber. Und fressen tun die eh alles.

  • Natzkar folgt der Anklage mit gerunzelter Stirn fängt dann leise an zu lachen. Ich habe noch nie viel von weltlichen Gerichten, und deren Verfahren gehalten aber das schlägt alles. sagt er mehr zu sich, aber so laut das auch Leute in seiner Nähe es hören können. Nach einem kurzen Seitenblick auf Grim fügt er hinzu,. was nicht heißen soll das ich von Kirchlichen mehr halte. Nachdem der Advokat der Verteidigung geendet hat nickt er beifällig vernünftiger Mann der Herr Verteidiger. Auf Grims flüstern reagiert er zuerst nicht, wendet sich ihm aber nach ein paar Minuten doch zu keine Ahnung wozu jemand die Haut eines Geweihten braucht, mir sind auf jedenfall keine magischen Formeln bekannt für die sie Voraussetzung wäre. Vielleicht war es auch einfach ein Borbradianer der sich mit der Haut eines Geweihten schmücken will. Dem letzten Satz ist eine große Portion Spott heraus zu hören. Das Wort Borbaradianer spuckt er regelrecht aus und verzieht dabei angeekelt das Gesicht.