Waffen(schmiede)regeln

  • Gibt es in S&H neue Regeln zum Schmieden von Waffen?


    Die aus MSZ sind grob unrealistisch, weil die Waffen in echt nicht einfach kaputt gehen.

  • Wozu gibt es ein Schwerter und Helden Forum?
    btw: Wenn du glaubst, Waffen gehen nicht leicht kaputt, täuscht du dich. In einem Kampf bzw in mehreren, am Besten ohen Ölen und Schleifen nach dem Kampf inklusiver Reinigung von Blut und sonstigen Oxidationsförderern, sind eigentlich alle Klingen ziemlich unverwendbar (diese gefürchtete Shogun-Klinge, die Seide trennt gibt es und es funktioniert - 1 Mal, auch bei Menschen... alleridngs lässt das Blut diese Klinge so schnell rosten, dass sie nicht weiter verwendbar ist; nachschleifen aufgrund Dünne nicht möglich) Ich schweife ab. Ind er Kürze: Waffen werden schnell stumpf und ist eine Waffe erstmal stumpf, so bricht sie auch leicht (ok, scharfe Waffen auch). Unterschätze nicht die kinetische Energie zweier aufeinander prallender Waffen!
    Beim Schmieden gehen die auch sehr leicht kaputt.

  • @Nico stimmt eigentlich was du über die waffen sagst . Im mittelalter waren schwerter meist nach einer schlacht unbrauchbar. Allerdings gibts außnahmen, Wenn ein schwert mehrfach beim schmieden gefaltet wurde wird es mit jedem Treffer schärfer bzw nicht stumpf. Trotzdem kommt es öfters vor das eine Waffe zerstört wird.
    Zum thema neue regeln : Wenn ich mich nicht irre sind die regeln nicht stark verändert worden.

  • Ich habe mich nicht auf die haltbarkeit bezogen, sondern auf die Wahrscheinlichkeit, das ein Schwert beim Schmieden in die Hose geht.


    Das ist einfach nicht realistisch!


    Ich habe einen Freund, der in seiner Lehre recht viel Schmiedet und ich bin auch schon in den Genuß gekommen, eine Woche lang zu schmieden, und es ist nicht so, das ein normales Kurzschwert so leicht daneben geht.

  • Abgesehen davon dass heutige Voraussetzungen für das Schmieden durchaus Erleichterungen erfahren haben ( Art des Feuers, Art des Eisens etc.) ist das Schmieden von Waffen durchaus sehr komplex. Und ob die Waffe die ihr geschmiedet habt auch taugt , sei mal dahingestellt.( Bruchfaktor 10 ? :D )


    Ja , die Regeln in S & H sind neu. Ich will hier nur mal die Anzahl der Proben wiedergeben. Die Regel sagt , die Anzahl der Proben hat mit den Trefferpunkten der Waffe zu tun. Dabei wird W6 durch die Zahl 4 ersetzt. Für jede Zahl die nun über 4 liegt ist eine Probe fällig.
    Beispiel: Die Waffe hat 2W6 + 2 dann gibt das nach Adam Riese 4 + 4 + 2 = 10; 10 liegt 6 Punkte über 4 also sind 6 Proben fällig.
    Warum ? Keine Ahnung.

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • ALSO:


    Schmieden ist immer noch ein Knochenjob.
    Daran hat sich nichts geändert, die Grundfertigen sind die Selben.


    Auch dar Stahl, den wir bearbeitet haben, ist nicht besser zu schmieden als der vor 500 Jahren.


    Die Art der Feuerstellen hat keine Auswirkungen.


    Meín Meister hat für ein Damaszenerschwert 2 Tage (davon einen zum Ätzen) geraucht, und das hält was aus!


    Er hat von einer Stange Baustahl Scheiben abgeschlagen, und konnte sich danach immer noch damit rassieren.


    Das Schwert hatte eine Klinge von ungefähr 50 cm, also wohl ein Langschwert.


    Bei meinen Messer:
    OK, Das hat 1w-2 TP
    Aber das, was mein Freund da zusammengeschmiedet hat...


    DAS möchte ich nicht im Magen haben!
    Es ist aus Gehärteten Werkzeugstahl, also durch Blech bis 4 mm geht es einfach durch...

  • Seht ihr die Probleme mit den Waffen könnt ihr euch alle ersparen. Werdet halt alle Magier und dann könnt ihr mit euren großen und unzerstörbaren Magierstäben das Land heimsuchen. Wie immer man das halt verstehen möchte nicht wahr *gg*

  • Deltka:
    Quatsch, werdet alle Geweihte! Dann könnt ihr mit unzerstörbaren Boronsicheln und Rondrakämmen metzeln gehn!

  • Schön, wie sehr das zum Thema passt


    btw: Wenn du sagst Werkzeugstahl, Baustahl usw. - du glaubst nciht im Ernst, dass es diesen Stahl in solcher Qualität damals schon überall gab und dass er, wenn es ihn gab, von jedem armen Schmied verwendet wurde, oder?

  • Zu bedenken ist nicht nur die aualität des stahls sondern auch die art des schmiedens .Wenn ich mich nicht irre wird im mitterlreich schwerter nicht gefaltet wodurch sie sehr brüchig sind, und schmiedefehler da noch stärker auffalen so das sie beim ersten test sofort kaputgehen oder starke kerben bekommen (also nicht benutzbar sind).
    Drego damaszenerschwert wahrscheinlich mehrlagig aus gehärtetem werkzeugstahl usw. klar das ist stabil aber ein nicht gefaltetes schwert aus Tschechischem stahl wird im kampf nach ein paar schlägen zerbrechen .

  • Also , mal noch was anderes zum Schmieden.
    Kann das wahr sein ? Hier sind besonders die Chemiker gefragt.
    Weiß nicht mehr ob ich s gelesen oder gehört habe:
    Der Schmied gibt seinen Gänsen vermischt im Futter , Eisenspäne zu fressen. Anschließend sammelt er die Gänsekacke ein und verwendet sie zum Schmieden. Das wäre nun besseres Eisen oder härter oder irgendwas, weiß nich mehr.
    Darf ich das glauben oder hat mich da jemand auf den Arm genommen ?

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • @Hathumil3korn
    >...Anschließend sammelt er die Gänsekacke ein und verwendet sie zum Schmieden. ...<


    Ob es nun Gänsekacke war weiß ich auch nicht mehr, aber sowas hab ich auch mal gehört. Es ging da um das Schmieden einer Glocke. Der Kot wurde für die Form benutzt... irgendwie...

  • Mit zu fressen geben u.ä. hat das nix zu tun... quais könnte man dafür auch Blut oder Urin nehmen, dass das Schwert tatsächlcih aufgrund gewisser Reaktionen weiter abhärtet. Nebenbei ist egal, von wem das Blut kommt - Menschenblut zur Herstellung von Wunderwaffen ist Aberglaube.
    Irgednwo hab ich nen netten Artikel gehabt; vielleicht finde ich ihn noch.


    hier die url: http://home.t-online.de/home/Martin.Marhei...ecke/ga-002.htm (html-dokument; beim pdf stand das Betreffende auf Seite 6 unten; aber auch so ist es ein interessanter Artikel)


    ich fand ihn damals über warp-online.de - dort dürfte er noch immer zum download angeboten sein (wie auch viele andere)

  • HathumilDreikorn
    Jup, Wieland der Schmied....
    Echt netter Kerl, hat die Söhne des Königs umgebracht und aus ihren Schädel für ihn Trinkbecher gemacht...
    Lange Geschichte, aber es lohnt sich sie zu lesen.
    Sie ist eine Vorgeschichte zum Niebelunglied.
    Chemisch gesehen:
    Klappt!
    Es wird Kohlenstoff eingebaut, der sich zu Perlit mit den Eisen verbindet, was das Schwert härter macht...


    @Konraduka


    Das war doch eine der Sagen über Avalon, oder?



    @Nico


    Werkzeugstahl: Natürlich nicht, wobei man bei Zwergen nie weis....
    Baustahl: Ja


    Baustahl ist unlegiert, kein Kohlenstoffeinlagerung, billig und niemand verwendet ihn zum schmieden, auser zum damastiziern.



    Sewerin
    Nein, es war zur Hälfte aus Werkzeugstahl, zur anderen Hälfte aus Baustahl.


    Im Prinzip \"schweißt\" man 20 Lagen BS(flexiebel, weich)) und WS(hart, spröde) aufeinander, hämmert es platt, faltet es und so weiter, bis man 200 Lagen hat und beginnt dann, das Schwert zu schmieden.


    Diese Technik ist 2500 Jahre Alt (damals hat man Kupfer und Bronze verwendet, glaube ich)


    Wenn man nur eine Sorte Stahl nimmt, bringt das nur wenig Vorteile...

  • Falls es hier einmal so etwas wie Forumswahlen geben sollte , nominiere ich bereits hier und heute einen gewissen DREGO zum kompetentesten und allumfassenden
    ......................Schmiedeexperten des Forums.


    Andererseits fällt mir doch ein Stein vom Herz, dass die Gänsekackenstory wahr ist und ich in meiner Gruppe keinen Bullshit erzählt habe .
    *ärger, ich hätte doch mit unserem Meister wetten sollen*

    Wir mischen uns , da `n bisschen ein - so soll es sein , so wird es sein .

  • Danke, du kannst auch noch Klugscheißer dahinter hängen 8)



    Irgendwas muss man doch in der Schule lernen....


    Auser wie Starcraft spielt....


    Und Artefakte erstellt...


    Hmmm, ich mag das byrische Schulsystem....

  • Ich habe da mal ne Frage, die am besten hier rein pass und ich will dafür nicht extra ein Forum öffnen.


    Also laut MBK haben Achaz-Stammeskrieger manchmal einen Schildkrötenpanzer als Rüstung. Hier würden mich mal die Werte interessieren. Vielleicht findet ihr was oder habt einige Ideen.



    Schonmal thx im voraus.

    Wissen ist Macht

  • Tut mir leid dass ich Deinen neuen Beitrag störe, Hanzou...
    Zurück zum Schmieden.
    Jeder der mal ein richtiges Schwert geführt hat zum Kampf, weiss dass es im Mittelalter KEINE scharfen Schwerter gab.
    Bei uns im Mittelalterlichen Schwertkampfverein wurde mit \'lebenden Klingen\' gearbeitet. Eines Tages hatte einer der Chefs sich ein Superschwert gekauft. Man konnte sich auf die Klinge hinstellen und draufrum federn... die Klinge zerbrach nicht, biegte nicht und blieb kerzengrade! Einfach genial, das Ding.
    Dann, der erste Trainingskampf... bis zu drei, vier Milimeter tiefe Scharten hatten sich in der Klinge gebildet, obgleich sie gar nicht mal richtig scharf war. Er hat das Schwert wegwerfen können... unbrauchbar.


    Und so war\'s im Mittelalter auch. Nicht scharf, war auch unerheblich. Einfach nur drauf hauen war perfekt... ob die Klinge jetzt einen oder drei Milimeter breit war, machte letztendlich auch kaum noch was aus.

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    Sinjoor Elegast Vandervenga, ehem. Kuslik-Galahan
    Oberst des Ordens des zweifach geheiligten Famerlors.


    DVD-Profiler

  • Hi Kennin, bin so ziemlich Deiner Meinung, die \"Gepanzerten\" haben so lange auf sich eingeschlagen, bis die Schwerter zerkloppt waren oder die Rüstung bis zur Unkanntlichkeit und Unbeweglichkeit verbeult war. :wink:


    Ich glaube auch nicht, dass der Stahl bzw. das Eisen im Mittelalter auch nur annährenderweise unsere heutige qualität erreicht (durch Kathodenraffination erreicht man ca 99.99% reines Eisen) und die Zuschläge (zu Teilen z.Bsp.Nickel) geben dem Stahl dann die gewünschten Eigenschaften, zum Beispiel Biegsamkeit, Schmiedebarkeit, Elastizität,...
    Es ist immer nicht alles zu erreichen, sodass man erst die Verwendung kennen muss und daraufhin dann die Zuschläge festlegt.
    Im Mittelalter gabs dieses Wissen definitiv nicht und Zuschläge wurden schon mitgeschürft und dann einfach mitverhüttet und somit \"automatisch\" im Stahl, ohne es beeinflussen zu können.
    Deswegen ist zum Beispiel Maraskanischer Staht besonders flexibel und fest. :lol:


    Drego:
    Meines erachtens macht Kohlenstoff in Stahl es brüchig, oder entsteht eine Art Legierung??? :shock:


    Danke für die ganze Lesezeit... :wink: und Kritik. Grumbrak

  • Erstmal, es gibt keinen Stahl ohne Kohlenstoff. Denn das wäre dann eine Eisenlegierung. Und Schmiedestahl bewegt sich, glaub ich, so bei 0,45 % Kohlenstoffanteil, kann natürlich variieren. Und ja, je höher der Anteil ist, desto härter wird das Material, aber umso spröder wird es auch. Desweitern wurden im MA nur wenige Schwerter wohl auch geschmiedet, denn die Technik, das Material auf die richtige Temperatur zu bringen, abzukühlen, usw. war sehr kompliziert. Daher wurden viele Klingen gegossen und angeschliffen, die billigste Methode. Über die Qualität sag ich mal lieber nix.


    Die Verhüttungsmethoden waren natürlich auch nicht die besten, daher kam es darauf an, wie rein das Eisenerz gewonnen werden konnte, denn es lag quasi ja als Stahl vor, mit anderen Elementen verschmutzt. Wenn da von Natur aus viel Kohlenstoff drin war, hatte man kaum die Möglichkeit und Technik, da was dran zu ändern.