Des Glückes Schmied

Orkenspalter zieht sich aus sozialen Netzwerken zurück

Die Ankündigung dazu könnt ihr gerne hier nachlesen.
  • Lynia hat das Gespräch schweigend verfolgt und nebenbei gegessen. Auf die Frage, ob sie noch etwas braucht, schüttelt sie nur kurz den Kopf. Ob sie noch etwas bleiben oder gleich aufbrechen, ist ihr egal. Ohne Regen zu laufen ist zwar angenehmer, aber der Regen stört sie auch nicht weiter. Und mit den Richtungsangaben kann sie den Weg auch im Regen ohne größere Schwierigkeiten finden. Der Straße zu folgen sollte sowieso nicht so schwierig werden.


    Weiterlaufen wäre mehr in ihrem Sinne, weil sie sich dann etwas besser von ihren düsteren Gedanken ablenken könnte. Viel haben die Dörfler nicht über diesen Traumhain erzählt, aber für sie klingt es nach dieser Lichtung. Auch die Goblins passen dazu, wenn es die denn wirklich gegeben hat. Wobei ihre persönlichen seltsamen Ereignisse ja schon ein gutes Stück vor diesem Traumhain angefangen haben. Noch ein Grund eher bald aufzubrechen, um diese Reise möglichst schnell hinter sich zu haben und dann zu hoffen, dass alles wieder normal wird. Dass jetzt Hane, Rowena und Miljan anscheinend noch etwas geheimes draußen besprechen wollen, macht die Sache für sie nicht gerade angenehmer. Wahrscheinlich erklären die drei sie gerade offiziell für verrückt oder so etwas in der Richtung.

  • Am Tisch

    Jonuri nickt Mascha zu. Mehr als ihre Hilfe anbieten kann sie im Moment nicht tun, und so lehnt sie sich zurück, faltet die Hände über ihrem ungewohnt vollen Bauch, gähnt verstohlen und lauscht mit einem halben Ohr den Gesprächen zwischen Safiye und dem Einheimischen. Die Südländerin schildert eine Welt, die sie selbst sich beim besten Willen nicht vorstellen kann. Es ist fremder für sie als Geschichten von sprechenden Wölfen und Baumgeistern.

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Am Tisch


    Die Pfeife lehnt die Tulamidin dankend ab. Sie muss schon bei den Wasserpfeifen zu Hause viel zu viel Husten und ist so gar nichts gewohnt. Hier rauchen sie den Tabak direkt, das macht es sicher nicht besser. Für Effis Fragen ist sie deshalb sehr dankbar.


    "Mangroven sind Bäume die im Delta wachsen, die haben lange Wurzeln und Stämme, die im Wasser selbst stehen und in welchen sich viele Fische verstecken, während sich im Astwerk die Vögel tummeln. Sie wachsen sehr dicht. Aligatoren sind wie... wie große Eidechsen."


    Die Arme der Tänzerin gehen weit auseinander.


    "Die haben ein riesiges Maul mit sehr scharfen Zähnen und warten völlig regungslos unter der Wasseroberfläche bis die plötzlich zu schnappen, um ihre Beute unter Wasser zu ziehen, damit sie ertrinkt, bevor sie sie auffressen."

    I ♡ Yakuban.

  • Am Tisch


    "Oooohh..." Effis Mund wird ganz rund, als sie sich die glitzernden Fische vorstellt, die zwischen den Baumwurzeln herum flitzen. Dann erschrickt sie, als sich die Alligatoren vor ihrem inneren Auge von harmosen Eidechsen in unheimliche, ersäufende Monster verwandeln.

    "Hast du... schon einmal so einen gesehen?", fragt sie atemlos.


    Safiyes Ablehnung der Pfeife wird mit einem Schulterzucken quittiert. Dann gibt der Junge das Angebot - oder die Pfeife - an Jonuri und danach an Lynia weiter.

  • Jonuri nimmt die Pfeife gern an, nickt dankend, zieht daran und reicht sie Lynia weiter.

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Auch Lynia folgt den Erzählungen der Tänzerin. Eine durchaus effektive Jagdmethode dieser Alligatoren, denkt sie sich. Nicht, dass sie solchen Wesen wirklich begegnen will. Da ist ihr ein Wald lieber, wo sie sich auch besser auskennt.


    Die Pfeife, die ihr gereicht wird, betrachtet sie zunächst skeptisch. Aber man soll ja auch etwas neues probieren, also nimmt sie einen guten Zug davon, was natürlich sofort zu einem massiven Hustenfall führt, dass sie es gerade noch schafft, die Pfeife weiter zu geben und nicht einfach fallen zu lassen. Und schlecht ist ihr natürlich auch danach.

  • Da Miljan jetzt nicht der hellste Stern am Himmel ist, dauert es eine Weile, bis er versteht. "Wem gehört das?", fragt er. Natürlich der Leiche, aber er erhofft sich, dass die anderen das Zeichen erkennen.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Jetzt ist der Geweihte etwas verwirrt. Er will es richtig stellen. Allerdings weiß er nicht wie. Bis ihm das einfällt, hält er die Klappe. Das macht er immer so. Hat immer geklappt.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Jonuri reicht Lynia ihren Becher, damit sie nach dem Hustenanfall was nachtrinken kann. In das Gelächter hat sie nicht eingestimmt, sondern sich zurückgehalten.

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Am Tisch


    "Ja, ich habe schon mal einen gesehen, aber nur von ganz weit weg. Eigentlich geht man nicht ins Delta, weil es da viel zu gefährlich ist, weißt Du?" antwortet Safiye dem Mädchen.


    Lynia bekommt einen bemitleidenswerten Blick geschenkt. Die Tulamidin weiß schon, warum sie abgelehnt hat.


    "Bei uns zu Hause vermischen wir den Rauch mit Wasserdampf, dann ist es nicht so kratzig, aber ich muss gestehen, das ist ebenso nicht meines."

    I ♡ Yakuban.

  • Dass sie Lacher ernten wird, war ihr im Moment des erstens Hustens schon klar. Wahrscheinlich hätte sie genauso reagiert, wenn sie an der Stelle der Dörfler wäre. Das stört sie daher nicht.

    Den Becher von Jonuri nimmt sie dankend an und tatsächlich wird es dann auch etwas besser. "Danke."


    Ob Wasserdampf das ganze wirklich besser machen würde, wagt sie zu bezweifeln. Das lässt sich ja nur noch einfacher einatmen und dadurch wahrscheinlich noch mehr Rauch abbekommen. Zumindest in ihrer Vorstellung. "Ich glaube ich werde in Zukunft grundsätzlich auf solche Dinge verzichten. Wieder etwas gelernt."

  • "Gerne." Jonuri nimmt den Becher zurück und trinkt ihn dann aus. "An Rauchen kann man sich auch gewöhnen. Es ist nur am Anfang etwas unangenehm, später mag man es nicht mehr missen. Meine Mutter hat öfters allerhand interessante Kräuter und auch Pilze in unsere Pfeife getan", erzählt sie Lynia.

    "Age is an issue of mind over matter: If you don't mind, it doesn't matter." (Mark Twain)

  • Außen

    Rowena hat einige Zeit gedankenverloren auf die Schatulle gestarrt. "Das es dem Toten gehört hat ist auch gar nicht klar, oder? Vielleicht hat der es selbst geraubt oder auch nur zufällig gefunden. Weist du denn was da drin ist, und was das für ein abgewetztes Zeichen darauf ist?

  • (Er meint wohl Miljan)


    Rowena war immer besser in solchen Dingen und Sachen von Toten zu nehmen ist vielleicht kein gutes Omen. Sie hat da sicher weniger Skrupel, aber das lässt er sich nicht anmerken. Also macht er die Taktik, die immer funktioniert: Still bleiben und warten, bis andere reden. Er nickt aber, weil er glaubt, das ist das richtige.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • "Na dann zeig mal her." Rowena schaut sich einmal unsicher um und greift vorsichtig nach der Schatulle. Dann stellt sie sie auf den Boden, schaut sie sich nochmal ganz genau und und sucht nach einem Öffnungsmechanismus.

  • Außen


    Die Bank hier unter dem Giebel ist vielleicht besser zum Abstellen geeignet als der Boden. Die Scharniere und die Köpfe der Nägel, die die Bretter zusammenhalten, sind aus Rost, unter dem wohl noch Metall sein muss. Das Holz ist morsch, aber hält noch zusammen. Die Box ist zwischen 20 und 30 Halbfinger breit, ein Spann tief und drei Fingerbreit hoch.

    Der Inhalt raschelt wie getrocknete Linsen, als Rowena die Schatulle bewegt. Statt eines Schlüssellochs hat diese Holzschatulle ein zerkratztes, kleines, ovales Schildchen, das in verblasstem Rot und abgewetztem Weiß ein Bildchen zeigt.


    (Hier nochmal die Beschreibung der Schatulle samt Bild der Plakette.)