Des Glückes Schmied

The forum is now multilingual! Please choose in your settings, from which languages you prefer to see posts.
  • Die Tulamidin beobachtet das Ganze zitternd. Lässt der alte Sack sie echt nicht rein? Sie haben in diesem Land der eisigen Kälte keine Gastfreundschaft? Paps hatte ihr doch immer von Travia erzählt, der gütige Mama, die Alle aufnimmt und er deshalb auch nur eine Frau hat, obwohl er sich mehr hätte leisten können.


    "Aber hier ist es kalt und nass", mischt Safiye sich ins Gespräch ein. "Verzeiht, oh weiser Vater der warmen Herdstatt. Wir wissen nichts von einem Fluch, wir sind nur müde und hungrig. Bitte gebt uns zumindest Auskunft, wo wir Travias Güte finden, um uns zu erholen. Wir werden uns mit Gastgeschenken auch nicht zurückhalten."

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

  • Die Furchen im Gesicht des Greisen lassen sich schwer lesen, zumal es im Schatten liegt. "Ju, kommt ihr nich vom... vom Traumhain?" Das letzte Wort flüstert er, und der gehobene Ausdruck aus seinem Mund klingt seltsam und unpassend. Dann krächzt er weiter: "Schafft euch fort, da lang ins Dorf oder zum Levthan! Is mir ejal, aber wech von miner Schwelle! Bei mir habt ihr eh kein' Platz!" Die scheuchende Bewegung zeigt wieder in die gleiche Richtung.

  • Miljan zuckt mit den Schultern. Ihm ist das Wetter ja herzlich egal. eigentlich ist es fast schon angenehm warm und herausfordernd. Er wird die Entscheidung, was zu tun ist in dieser angelegenheit nicht fällen. Das sollen die anderen machen. Er ist für den Schutz der Gruppe da und das wird er auch so in Angriff nehmen. Als aber die Sprahce zum Fluch kommt, zeichnet er das Zeichen Firuns und Ifirns in die Luft. Er küsst seine Hasenpfote und hofft, dass niemand seine Unruhe wahrnimmt.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Rowena brauchte einige Augenblicke um die Situation zu verarbeiten - weder haben den alten Köhler die Schmeicheleien beeindruckt noch hat der Spruch vom Mütterchen seine erhofte Wirkung gezeigt:

    "VERFLIXT UND ZUGENÄHT! Habt ihr schonmal was von Travias Geboten gehört? Wir sind nass und kalt und wir haben nur nach einer kleinen Aufwärmung gefragt. Aber wahrscheinlich ist dein stinkendes Loch wirklich nicht groß genug, aber bevor wir gehen sagst du uns wo das Dorf ist und wie weit weg das ist und außerdem erzählst du mir ganz schnell was das für ein Traumhain ist , ansonsten kannst du wirklich mit einem schrecklichen Fluch rechnen, der dir den Brei verdirbt, oder was Schlimmeres, was weiß ich. --- HAST DU MICH VERSTANDEN?"

    Rowena hat augenscheinlich etwas ihre Fassung verloren und blickt den Alten mit funklenden Augen an.


  • Jonuri fährt erschrocken zusammen und zieht instinktiv die Schultern eng und den Kopf ein. Glaubt sie wirklich, das führt zum Erfolg? fragt sie sich stumm, mit innerlichem Kopfschütteln. Der Alte ist garstig und abergläubisch, und wer auch immer hier Schamane ist, hat die Situation nicht im Griff. Aber das denkt sie nur, etwas besorgt.

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)

  • Und genau so hat Miljan sie kennengelernt. Direkt, launisch und viel zu laut. Aber anders will er sie auch nicht kennen. Das wäre nicht richtig, nicht das was er gwohnt wäre. Er nickt nur. Und stimmt dann innerlich etwas lauter zu.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Safiye hingegen kennt sie so nicht und starrt Rowena mit großen Augen an. Vielleicht muss man ja in diesem Land mit den Landbewohnern hier reden? Sie hat schon gehört, dass man die Bauern hier im Norden schlechter behandelt als Sklaven und nur was wert sind, wenn sie ihre Feldarbeit machen. Die Novadis auf dem Land also außerhalb der Städte haben ebenso einen raueren Umgangston. Ziehen erst einmal die Schädel und schreien sich an, bevor man sich gemeinsam an die Wasserpfeife setzt. Außerdem ist sie schließlich hier um Kämpfen zu lernen.


    "GENAU!" Pflichtet die Tänzerin der Hexe bei. "Da wettern die Traviapfaffen immer gegen den Harem, obwohl dort genügend Mädchen ein besseres Leben finden als zu Hause und Du alter Sack der Gebrechlichkeit hast nichts besseres zu tun, als uns im kalten Regen stehen zu lassen."

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

  • "Wa... wa..." An Lautstärke und Silben kann der Greis mit Rowena und Safiye nicht mithalten. Er zuckt zurück und versucht wieder, die Türe zwischen sich und den potentiellen Eindringlingen zu bringen. Aber Rowena hat sich immer noch nicht von ihrer vorteilhaften Position wegbewegt. So lässt er die Türe los und klammert die Hände vor der Brust zusammen.

    "Der... der Traumhain... Da lang nach Jekdisit! Nicht weit! Keine tausend Schritte!"

  • "Was?" Eher verwundert als wütend fragt die Tänzerin nach und wendet sich an den großen Firun-Geweihten


    "Ich verstehe fast kein Wort von dem was er sagt. Warum kann er nicht wie ein Mensch reden?"

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

  • Miljan zuckt mit den Schultern. "Ich auch nicht.", sagt er trocken. "Hört sich... schlecht an.", knurr er noch trockener. Dann nimmt er seine Hasenpfote vom Hals und drückt sie der Tulamidin in die Hände. Sie kann Glück am meisten brauchen.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Jonuri betrachtet die Auseinandersetzung von hinten, ausdruckslos und ungerührt.

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)

  • Verwundert nimmt Safiye die Hasenpfote an. Talismänner, Glücksbringer, Schutzamulette. Das kennt sie zumindest auch von zu Hause. Deshalb nickt sie freundlich entschlossen dem Geweihten zu, und behält das Geschenk fest in der Hand.

    Von meinem 104-Tasten Desktop PC gesendet.

    • Nuevo

    Lynia hat die Szene aus einer der hinteren Reihen beobachtet. In den Geschichten hatte es immer so geklungen, als ob die Menschen im Osten gastfreundlicher wären, aber irgendwie wirkt das hier nicht so. Aber wahrscheinlich hilft auch eine weitere Person, die auf den Alten einredet, nicht weiter.


    Sie hat keine Ahnung, was der Traumhainsein soll. Aber nach ihren Erlebnissen von vorher, hat sie keine Lust einen solchen Ort zu besuchen. Vielleicht sollten sie einfach versuchen die Nacht über weiter zu gehen, bis sie zu einer Ortschaft kommen.

    “Jekdisit hört sich nach einem Ort an, oder? Wir sollten versuchen dorthin zu kommen und dann meinetwegen den ganzen nächsten Tag dort verbringen“, schlägt sie den anderen vor.

  • "Ja, warum denn nicht", schliesst sich Jonuri Lynia an. "Ich möchte nicht die Jurte mit jemandem teilen, der mir misstraut und Böses wünscht."

    "Why shouldn't truth be stranger than fiction? Fiction, after all, has to make sense." (Mark Twain)