Des Glückes Schmied

Wiki Love 2020 Trophäe
Für die Wiki Aventurica läuft derzeit wieder die Wiki Love Aktion bis Ende Mai. Wer die Trophäe gerne beim Orkenspalter auch hätte, mag sich hier informieren .
Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • Grimjan hat eine grobe Idee woran der Firuni denkt: "Am wichtigsten ist es, dass wir keinen unnötigen Kampf nehmen. Seine Gnaden ist dann einem enormen Risiko ausgesetzt und das will ich nicht verantworten."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Die Wahl fällt auf das erstbeste Gasthaus, das des Weges kommt, das unter dem Namen "Grüner Busch" bekannt ist. Miljan stößt sich beim Eintreten zunächst einmal den Kopf am Türsturz und prallt, als er sich nach Grimjan und Safiye hinsetzen will, gegen die dralle Schankmagd, die erschrocken aufkreischt. Zu Bruch geht nichts, aber der Inhalt von zweien der Bierkrüge in ihrer Hand ergießt sich über den Gast am Nebentisch und über Miljan.

    Mit erzürntem Gesichtsausdruck steht der Mann auf, die teure, bestickte, goldbraune Samtweste dunkel vor Bier. "Schau diir das an! Kannst du nicht aufpassen!?", schnauzt er die Frau an und schießt auch einen wütenden Seitenblick zu Miljan. Die Schankmagd - vermutlich eine Leibeigene - ist da aber das naheliegende Opfer. Sie schrumpft zusammen, schielt aus angstvollen Rehaugen zu dem Firungeweihten, betupft die Weste mit einem Zipfel ihrer Schürze und beteuert weinerlich, wie leid ihr ihre Unachtsamkeit tut.

  • Safiye beobachtet die Szene und muss innerlich den Kopf schütteln. Sicher aus Khunchom kennt man Sklaverei. Aber es ist auch Tugend umsichtig damit umzugehen, besonders für den Herrn, nur weil dieser sich nicht traut den großen Mann im Bärenfellmantel an zuschimpfen. Feiger Sohn eines Kleingeistes.


    "Nein!" ruft sie deshalb schrill hervor und steht dabei wieder auf. "Seid ihr nicht Istav Kulibin? Nein, natürlich nicht, das könnt ihr nicht sein, der ist längst verstorben. Aber diese Ähnlichkeit! Unfassbar." Sanft, vielleicht auch etwas frech fahren ihre schlanken Finger über den Kopf des benetzten Gastes, heben kurz sein Kinn an. "Ihr steht dem Vater des Großfürsten Khunchoms wirklich wie aus dem Gesicht geschnitten. Habt Ihr vielleicht Verwandtschaft in der niemals schlafenden Stadt?" Umscheichelt sie ihn mit einem Lächeln und hofft, dass die Magd die Gunst der Stunde nutzt, um sich aus dem Staub zu machen.

  • Jonuri verfolgt das ganze mit sehr irritiertem Blick. Am Ende fragt sie Safiya. "Warum nennst du eine Stadt niemals schlafend? Keine Stadt schläft oder ist wach, das können nur Mensch und Tier."

  • "Wa-", beginnt der Mann sichtlich ungehalten, und fasst Safiye in den Blick. Bei ihrer Berührung vesteift sich seine Haltung und sie spürt, wie sich die Muskeln an seinen Kiefern anspannen - bis der Adelstitel fällt. Mit einem Mal erweichen sich seine Gesichtszüge und Safiye sieht aus den Augenwinkeln, dass sich die Schankmagd mit eingezogenem Kopf von dannen macht und durch die Türe hinter dem Tresen verschwindet.

    "Meine Familie lebt seit fünfzehn Generationen in Neersand, edles Frollein", verkündet er stolz und wirft sich in die Brust. "Es gibt einen Teil, der einmal nach Festum umgezogen ist, aber so weit gen Rahja wie Eure Heimat hat es uns ganz bestimmt nicht verschlagen. Es ist eine ganz herausragende Familiengeschichte. Wollt Ihr mir nicht Gesellschaft leisten?" Er deutet auf einen von drei freien Stühlen an seinem Tisch und wirft, ihre Antwort vorwegnehmend, auf der Suche nach jemandem, der ihr den Platz herrichtet, seinen Kopf herum.

  • Grimajn schaute zunächst unsicher hin und her und ist über das beherzte Eingreifen von Safiye mehr als dankbar. Er ist schnell an dem freien Stuhl und zieht ihn für die Tulamidin zurück. Sobald sie sich gesetzt hat, nimmt er die Schankmaid am Arm und führt sie vom Tisch weg: "Komm, zieh dir schnell was anderes an und bring uns was zu trinken, Brot und Schmalz. Alles gut."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Miljan nimmt es wie ein Stein zur Kenntnis was passierte. Auhalten, durchstehen, geduldig sein und einen Dickkopf beweisen. Das kann er. Dennoch will er das Amulett lieber früher als später seiner Bestimmung zuführen: In göttergefällige 12 Einzelteile zerschmettert werden.

    Aber offensichtlich traut sich auch niemand anders, das Unglück im wahrsten Sinne anzuziehen. Er wird es überstehen. Er übersteht alles. Vom Grimmfrostigen Sturm bis zum größten Bären den es gibt. Er schafft alles.... Außer vielleicht ordentliche Sätze sprechen.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Rowena war kurz davor, ob des groben Verhaltens des reichen Mannes selbst in Rage zu geraten, Safije hat aber schneller reagiert und somit versucht sie sich wieder zu beruhigen. Noch etwas angespannt setzt sie sich und nickt der Schankmaid zu: "Mir das selbe, Brot und Schmalz, vielleicht habt ihr auch einen Tee?"

  • Die eingeschüchterte Frau ruckt nur mit zitternden Lippen mit dem Kopf, als Grimjan und Rowena sie mit Bestellungen konfrontieren, und lässt sich von Grimjan wegführen. Sie hält auf die Türe zur Küche zu. Dort angekommen macht sie Halt und blickt Grimjans Knie an, als sie ihn anspricht. "Ihr seid furchtbar nett, Herr. Ihr bekommt gleich euer Essen, Herr. Mit Bier und Tee", sichert sie ihm mit unsicherer Stimme zu. Damit lässt sie ihn an der Türe stehen.

  • "Dabke.", Grimjan erinnert sich an seine Kindheit zurück, "Hat Mutter Perainie auf was bestellt? Das hat mein Vater mich immer gefragt, wenn ich bei uns im Brauhaus was verschüttet hab. Erst wenn's ein ganzes Fass war hat's was gesetzt. Dann aber auch richtig. Ist mir nur einmal passiert." Er zwinkert ihr nich einmal zu und geht dann zurück zum Tisch.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Die Tänzerin setzt sich anmutigst auf den Stuhl, den man ihr richtet. "Vielen Dank" und hofft, dass man ihr auch etwas Brot und Schmalz bringt. Auch wenn sie dieses Schmalz nicht so recht kennt. "Natürlich gerne. - Wir sind auf dem Weg nach Neersand, dann könnt Ihr uns sicher an Eurem Wissen teilhaben lassen? Und erklären, was man dort unbedingt gesehen haben muss. Ich wollte ja den Tempel der Peraine dort aufsuchen. Der in Khunchom ist doch sehr klein und schlecht besucht."


    Bei Jonuris Anmerkung muss sie lächeln. "Ja, genau. Aber in Khunchom ist immer irgendein Mensch oder Tier wach und zieht durch die Straßen. Irgendwo ist immer etwas los."

  • "Jaah, unser Tempel von Peraine, der Gebenden Göttin!", schwärmt er. "Ihr findet ihn, wenn ihr am großen Platz des Rathauses in die Ulmengasse einbiegt. Dort kommt Ihr übrigens auch an der Nordlandbank vorbei, aber passiert sie nur! Wenn Euer Ziel der Perainetempel ist, dann müsst Ihr bis ganz an das Ende der Gasse. Dort liegt ein alter Walnusshain und unter den Bäumen haben der Tempel und das Therbûniten-Spital ihre Häuser. Es ist ein sehr schöner und friedvoller Ort, schönes Frollein. Ich war selbst schon einmal da und habe das Tempelhaus gesehen. Es ist um diese Jahreszeit schon voller blühender Pflanzen, die sich neben Eurer Anmut aber alle was schämen müssen!" Er kichert und wird unterbrochen vom Herantreten eines Schankjungen. Der hagere junge Mann bringt Brot und blaue Tonschalen mit weichen, weißen Käse, kleinen Silberzwiebeln, Krüge mit Bier und auch jeweils ein Schälchen mit Schmalz an den Tisch des Kaufmanns und an Miljans Tisch. Der Neersander und Safiye erhalten außerdem rote, mit Paprika gewürzte Wurst. Dafür bekommt Rowena ihren Kräutertee.

    Safiye schließt nun Bekanntschaft mit Schmalz, dem weichen, salzigen, weißen Fett mit kleinsten Apfel- und knusprigen Griebenstückchen.

  • Grimjan setzt sich zu Miljan an den Tisch. Für Safiye ist er vermutlich keine HIlfe und sollte der Kaufmann sich daneben benehmen, ist er immer noch schnell genug vor Ort. Bei Schmalz, Bier und Brot greift er beherzt zu und genießt es die beine nach der Wanderung heute ruhen zu lassen. Nach einer Weile lehnt er sich ein Stück zu Miljan vor: "Euer Gnaden, Ich kann das verfluchte Amulett die nächsten Tage übernehmen. Es...", er schaut Miljan an und man sieht dem Ex-Soldaten an, dass er Probleme hat sich zu dem Angebot durchzuringen. Nicht nur wegen den zu erwartenden Effekten, sondern auch weil er sich etwas schwer damit tut dem bisher so unnahbaren Miljan so nahe zu treten.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Miljan schaut seinen Landsmann an. Das Angebot ist schon verlockend, aber er kann die Bürde nicht einfach so abtreten. Das geht nicht. Er tippt mit dem Zeigefinger auf dem Tisch rum. Da fällt ihm etwas ein, das er die ganze Zeit prüfen wollte. Er deutet auf Grimjans Bogen. "Wer schlechter ist.", knurrt er. Es hört sich sehr abweisend und wenig freundlich an, aber so ist er eben. "Kein Pech für den Sieger." Mehr muss er nicht sagen.

    Dennoch hat er geraten in dem was Grimjan sagen will. Vielleicht eine der seltenen Momente, in denen er auf der Höhe des Gesprächs ist.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Andere hätte es vielleicht abgeschreckt. Für Grimjan sind es acht einfache Worte, die ihm eine Einschätzung ermöglichen und ihm die Unsicherheit im Gespräch nehmen. Er streckt seine kräftige Hand aus: "Einverstanden."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Der Priester nickt. Damit wäre alles geklärt und das Gespräch zuende. Ein Stein fällt ihm vom Herzen. Er hasst es zu reden. Er schlägt ein. Handschläge sind viel mehr wert als jedes Wort das man sprechen könnte. Es versteht sich von selbst, dass dieses kleine Wettschießen am nächsten Morgen stattfinden soll. Heute nicht mehr.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Auch Grimjan lehnt sich wieder zurück. Im Gegensatz zu Miljan unterhält er sich schon gerne, doch der Priester ist nicht gerade der ideale Gesprächspartner und Grimajn respektiert das. Ein Abend mit einem Bier und vielleicht noch einem Meskinnes ohne ein Wort zu Wechseln kommt ihm gerade recht.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Für Miljan und Grimjan vergeht der Abend ruhig, während sie auf das Gespräch zwischen Safiye und dem Kauffahrer nebenan lauschen können.


    Safiyes Kaufmann, der sich als Leopjotrew Ilnow vorstellt, unterrichtet sie nicht nur über seine Familiengeschichte und seine besondere Rolle im Familiengeschäft, die vor allem seine bemerkenswerte Eignung als Kauffahrer und Händler für Leder, Pelze und die berühmten blauen Töpferwaren von Neersand herausstellt, sondern auch, dass es nur noch rund 20 Meilen bis nach Neersand sind, ohne weitere Abzweigung auf der Kronstraße entlang gen Osten. Er warnt vor einem Besuch in der Kneipe namens "Elender Schiffer" im Hafenviertel und vor der Herberge "Widderhorn". Wärmstens empfehlen kann er hingegen das "Haus Neersand" am Rathausplatz.

    An Sehenswürdigkeiten hat Neersand mit maritimen Besonderheiten aufzuwarten: Der namensgebende Neer etwa, der gefährliche Strudel vor dem Hafen. Im Tempel des Meeresgottes kann das "Frollein" mehr darüber erfahren. Der Hafen beherbergt auch die Kriegsflotte des Bornlandes - auch einen Blick wert. Und die alte Ordensburg der Theaterritter, in der sich nun die Rondragefällige und Theaterritterliche Kriegerschule der Bornischen Lande befindet. Dort findet sich auch ein Rondratempel, der aber kaum eines Besuches wert ist.


    Pjerow erkundigt sich nach Zimmern und kehrt mit der Nachricht zurück, dass es noch Zimmer in jeder gewünschten Bettenzahl gibt, vom Einzelzimmer für 4 Silbergroschen, über das Doppelzimmer für 7 Groschen bis hin zum Bett im Gemeinschaftszimmer für 8 Deut.

  • Grimjan überlässt die Entscheidung über den Schlafplatz Miljan. Er wurde angeheuert um die Gruppe, aber insbesondere das Amulett zu schützen und wird daher dort schlafen wo sich die meisten einquartieren.

    Das Leben ist ein Spiel!