Des Glückes Schmied

  • Safiye zuckt mit den Schultern zurück:


    "Bringt auf jeden Fall mehr als sie ungefragt abzuschlachten. Die Option bleibt uns ja noch..."


    Ein Lächeln, zuckersüß. Und dann... Richtung Wald. Der Sumpf ist ihr zu dreckig. Sie schlendert unbekümmert, auch wenn sie aufmerksam in die Richtung über die Weide geht in die Pjerow gezeigt hat. Erst als sie etwas näher an den Bäumen ist, ruft sie:


    "Hallo, ihr da. - Kann man euch helfen? Habt ihr euch vielleicht verlaufen?"

  • "Aber Novadi sind ja immer noch Menschen. Das hier sind Goblins....", doch Safiye ist schon losgelaufen. Grimjan will ihr noch etwas nachprüfen, doch schüttelt nur den Kopf, seufzt und spannt rasch die Sehne seines Langbogens. Dann läuft er ihr hinterher und holt sie kurz vor dem Wald ein: "Wartet das nächste Mal wenigstens auf mich...", brummt er.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Rowena ist mit dem Mirjans Fuß fertig. Als Safiye zu den Goblins aufbricht nimmt sie ihren Wanderstab und geht hinterher. "Ich kann ein bisschen die Sprache von denen, Vielleicht hilft das."

    Wenn die beiden auf ca. 40 Schritte bei den Bäumen angekommen sind, streicht sich Rowena über die Brust und murmelte einige Worte, vermutlich unbemerkt von allen anderen, die hinter ihr sind.

  • Das Rowena das kann, das weiß Miljan, er hat die Sprache der rotpelze auch gelernt. Jeder Bauernjunge auf dem Feld kann zumindest ihre obszönen Grunzer und Kraftausdrücke. Er begleitet sie, ist er doch für ihren Schutz zuständig.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

  • Während sich Safiye in Bewegung setzt bemerkt sie, dass nun ebenfalls Bewegung in die versteckten Rotpelze kommt: Zwei untersetzte Gestalten eilen im Zickzack tiefer in den Wald. Als sie sie dann anruft, gesellt sich Beeilung hinzu und das trockene Laub raschelt unter ihren hastenden Schritten, mit denen sie fortrennen.

    Die der Goblinsprache mächtig sind, verstehen "Sie haben uns entdeckt!", "Bleibt zusammen.", "Verdammt, die anderen!" - "Lauf, lauf!" und ein paar abgehackte Flüche.

  • Mit einem derben Fluch auf Nujuka rennt auch Jonuri hinterher. Dies war momentan ihr Rudel und man lässt niemanden aus dem Rudel im Stich.

  • Ein bisschen mulmig ist dem jungen Mädchen schon zumute, als sie den unbekannten Beobachter nähert. Zumindest hat der Trick gewirkt, den sie einst bei ihrer Tante gelernt hat. Auch die Begleitung von Mirjam bewirkt natürlich ein beruhigendes Gefühl.

    Nun gut, aber jetzt rennen die Rotpelze weg. Mist, verdammter.

    Also versucht sie die richtigen Wörter zu finden und grunzt den Weglaufenden in ihrer Sprache hinterher:

    "Ihr sippenlose Goblins? Wir reden euch, bleiben stehen!"

  • "Typisch, feiges Pack.", brummt Grimjan wenig überrascht. Seufzend dreht er sich zu Safiye: "Willst du es bei denen im Sumpf noch einmal versuchen? Oder ziehen wir weiter und halten die Augen auf, falls sie ihr letztes Bisschen Mut wiederfinden?"

    Das Leben ist ein Spiel!

  • "Hey! Lauft nicht weg."


    Seufzen. Die Sprache der Rotpelze versteht sie nicht, weshalb sie nach ein paar Schritt in den Wald stehen bleibt und sich Grimjan zu wendet.

    "Ja, Novadis laufen nicht weg, wenn man sie anspricht. Ein paar der jungen Männer werden rot und würden am liebsten im Boden versinken, aber vor einer Frau davon laufen wollen sie dann doch nicht."

    Schulterzucken.

    "In den Sumpf gehe ich nicht. Warten wir noch, ob Rowenas..." Worte? Nein, das kann man so nicht sagen. "...lautmalerische Ausrufe der Vertrautheit irgendeine Reaktion zeigen."

  • "Sieht nicht so aus.", meint Grimjan und enthakt seine Bogensehne, "Kommt, gehen wir weiter. Wir haben ja noch ein Stück Weg vor uns."

    Er bildet die Nachhut auf dem Rückweg, sicher ist sicher.

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Rowena blickt den Goblins noch so lange wie möglich nach, überlegt, ob sie sie vielleicht auf dem Luftwege noch verfolgen sollte, erachtet dies aber als nicht dringend notwendig und folgt den anderen auf den weiteren Weg.

  • "Ja, doof..."


    Sifiye bleibt allerdings noch eine ganze Weile stehen und schaut in den Wald, bevor sie irgendwann den anderen zurück auf den Weg folgt.

  • Stille breitet sich um Safiye aus, während sich die anderen entfernen - die relative Stille des frühlingshaften Waldes.

    Wenn sie zurück an der Straße ist, wandern sie weiter. Nach einiger Zeit zieht ein Schlehengebüsch Grimjans Aufmerksamkeit auf sich. Es begrenzt ein Stück lang den Waldrand, der an dieser Stelle oberhalb der Straße an einer unbewachsenen Böschung beginnt. Dahinter lässt ein Haselstrauch seine dünnfingrigen Blütenstände im Wind baumeln. Diesen Ort könnte für einen Hinterhalt genutzt werden... oder sie suchen weiter.

  • "Seht ihr die die Büsche dort am Hang? Nein, nicht stehen bleiben... Wenn wir selber einen Hinterhalt legen wollen ist das ein guter Platz. Wir opfern dafür wahrscheinlich aber den restlichen Tag.", er hat den Schritt etwas verlangsamt. Sie brauchen eine schnelle Entscheidung hier, aber er will auch nicht einfach das Kommando an sich reißen. "Ich denke wir reisen besser weiter. Wir haben den Biestern gezeigt, dass wir sie entdeckt haben. Das sollte sie erstmal vorsichtig machen."

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Sie setzen den Weg an der Küstenstraße fort. Das Verfolgungsgefühl lässt nach, auch während sie mittags rasten. Miljans Pechsträhne hingegen will ganz und gar nicht nachlassen, immer wieder stolpert er in matschige Pfützen, wird von lästigen Mücken umschwirrt und zerstochen und ein ekliger grauweißer Klecks Vogelkot trifft ihn, den eine Möwe im Flug mit hämischem Kreischen auf seine Schulter fallen lässt. Auch das Stechen in seinem Fuß ist lästig, aber für ihn auch nicht richtiggehend hinderlich. Und beim Essen muss er zu alledem auch noch feststellen, dass seine im Grunde haltbaren Essensvorräte grünen und weißen Flaum angesetzt haben.

    Am Nachmittag setzt das unterschwellige Gefühl der Beobachtung wieder ein. Immer wieder fallen Grimjan Stellen auf, an denen sich Goblins verbergen könnten - oder wo sie sich selbst auf die Lauer legen könnten: Eine hüfthohe Sandsteinmauer, die ein Stück den Weg entlangführt, aufgestapelte Baumstämme oder eine dichte Reihe Schilf auf der anderen Seite der Straße.

    Doch nichts passiert.


    Die Praiosscheibe senkt sich auf das baumdurchsetzte Weideland im Westen und lässt die Mosse im Süden glitzern, als würde jemand Goldmünzen hineinwerfen. Vor ihnen tauchen die Dächer der Ortschaft Puspereiken auf.

  • Irgendwie herrscht eine gedämpfte Stimmung. Niemand redet, man scheint beobachtet zu werden und abgesehen von Milans Missgeschicken passiert nichts. Gut, dass die nächste Ortschaft auftaucht. Rowena schlägt vor, gleich das nächste Gasthaus aufzusuchen.

  • Grimjan fällt die gedämpfte Stimmung weniger auf. Der Bornländer genießt die ruhige Reise sogar, trotz des ständigen Gefühls der Beobachtung. Auch er ist dafür, dass man das nächste Gasthaus aufsucht. Zumindest vor Goblins sind sie dort mit Sicherheit sicher und mit irgendwelchen Trunkenbolden wird er fertig, sollten sie überhaupt auftauchen. "Wer auch immer das Amulett trägt wird wohl vom Pech verfolgt. Zumindest glaube ich das. Wir könnten es testen, aber ich persönlich würde mich nur ungerne dafür zur Verfügung stellen.", meint er als sie drinnen am Tisch sitzen.



    (Falls das zu weit geht bitte Bescheid geben, dann mache ich langsamer)

    Das Leben ist ein Spiel!

  • Die Tulamidin muss dieser Vermutung zustimmen. "Ich hatte auch schon darüber nachgedacht, dass Amulett herum zu reichen, um die Last auf mehreren Schultern zu verteilen, aber... was nützt es, wenn uns allen die Ausrüstung kaputt geht oder der Proviant verschimmelt oder jeder einen verstauchten Knöchel hat? Ich denke nicht, dass wir weiter testen müssen. - Aber ich verstehen, wenn Seine Gnaden genug davon hat."

  • Unglück... Das wird Miljan nie wieder los. Aber besser er, als alle anderen. Er zuckt mit den Schultern. Seinem Knöchel gehts gut und bisher waren die kleinen Unglücke nicht wirklich schlimm. Richtig eklig wäre es, wenn ihm beim Schuss die Sehne reißt, er beim Rennen stolpert und sich den Kopf aufschlägt oder andere Dinge, die gefährlich sein könnten. Miljan hat zwar schon viel überstanden, aber jede Verletzung kann über Leben und Tod entscheiden, wie er weiß. Und einen Pfeil gegebenenfalls nicht abschießen zu können, wenn es darauf ankommt, ist so, als würde man ihm die Hände abhacken.

    Er grunzt einen Goblinfluch... Blöde Sache das.

    There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.