Des Glückes Schmied

  • "Ah wunderbar" bedankt sich Pjerow bei der Jägerin. Und zahlt dann lächelnd den Mann aus. "Sagt, ihr seid nicht von hier oder? Erlaubt ihr, dass ich euren Dienst mit einem Dienst vergelte? Ich kenne einige der Gastwirte der Stadt.


    Kurz schaut er in die Richtung des Gobelins, versucht seinen Blick aufzufangen, gelingt ihm dies, nickt er kurz und wenig merklich, fast mag man es für unwillkürlich halten. Er arbeitet zwar noch nicht lang mit diesem kleinen Kerl, aber dennoch hofft er, dass dieser versteht, dass er einfach Warten soll.

  • “Freut mich, dass ich Euch helfen konnte“, erwidert Lynia und ist eigentlich davon ausgegangen, dass das Gespräch damit auch sein Ende gefunden hätte. Aber da scheint sie sich geirrt zu haben, denn es nimmt eine für sie sehr angenehme Wendung. “Ich bin tatsächlich erst heute hier angekommen und derzeit noch auf der Suche nach einer Herberge“, antwortet sie ihm. “Für ein wenig Hilfe dabei wäre ich sehr dankbar.“

  • "Ah, das freut mich, ich helfe gern...in einem der Gasthäuser werde ich gegen Abend einkehren...vielleicht mögt ihr noch eine Sonnenstunde unseren Markt genießen? Ich bin noch mit einem Bekannten verabredet, was haltet ihr davon, wenn wir uns in einer Sonnenstunde hier wiedertreffen?"

  • Lynia nickt leicht. “Gerne. Das ist sehr freundlich von Euch. Dann sehen wir uns später wieder“, verabschiedet sie sich von dem Fremden. Mal sehen, ob er dann auch wirklich wieder da ist.

  • "Wunderbar...bis später" nickt Pjerow ihr zu. Aber nun hieß es erst einmal sich anderen Verabredungen zuzuwenden.


    Ohne wirklich in die Richtung des Goblins zu schauen nickt er ihm zu, und vollführt eine kleine Geste mit der Hand. Dann setzt er sich in die entgegengesetzte Richtung der Jägerin in Bewegung und verschwindet zwei Stände weiter in eine Seitengasse. Wo er, hinter einer großen Holzkiste lehnend, beginnt seine Pfeife zu stopfen.

  • Lynia

    Du schlenderst ohne direktes Ziel durch Festums Straßen. Häuserfronten von Fachwerkhäusern tauchen aus dem Nebel auf und verschwinden wieder hinter dir darin. Die zweistöckigen Gebäude sind in den Straßenzügen um den Marktplatz fast ausschließlich Wohnungen über Werkstätten und Läden im Erdgeschoss. Links hörst du das Kichern von Kindern und siehst zwei Jungen mit bunten Steinen in einem Hauseingang schussern. Du kommst auf eine größere Straße, die typisch für diese Stadt schnurgerade verläuft. Im rechten Winkel zweigen auf der rechten Seite in regelmäßigem Abstand die Seitenstraßen ab, zur Linken sind die Häuser kleiner und nicht so regelmäßig gebaut. Das Ende der Straße ist im schummrigen Neben nicht auszumachen. Hufgetrappel nähert sich von hinten und dir wird im tiefsten bornischen Dialekt etwas zugerufen, dann ist eine Gruppe Reiter heran und überholt dich. Aus einer Gasse kommen dir zwei Goblins entgegen, sie tragen ein Gestell zwischen sich, an dem ein totes Tier hängt – im Vorübergehen erkennst du, dass es ein Waschbär war.

    Du biegst gerade um eine Häuserecke, als dich plötzlich jemand mit einem erstickten Schrei anfällt.

  • Lynia genießt die relative Ruhe abseits des Marktes, auch wenn ihr ein Aufenthalt vor den Stadtmauern immer noch lieber wäre. Aber zumindest ist das Gedränge hier nicht mehr ganz so groß. Den Reitern weicht sie großzügig aus, denn Ärger ist nu wirklich das letzte, was sie hier brauchen kann. Aber anscheinend findet genau dieser Ärger sie, als sie um eine Ecke biegt. Etwas überrascht und überrumpelt versucht sie die Arme zur Abwehr hoch zu reißen und zurück zu weichen, um im Notfall ihr Jagdmesser ziehen zu können.

  • Lynia bringt sich mit zwei raschen Schritten nach hinten aus der Reichweite des Angreifers - der daraufhin der Länge nach auf dem Kopfsteinpflaster hinschlägt. Die Gestalt, ein Mann, liegt zu ihren Füßen und hat Mühe, sich unter Stöhnen hoch zu rappeln. Während er sich bemüht, wieder auf die Beine zu kommen, hat Lynia kurz Zeit ihn zu betrachten: Ende 40, ungepflegtes schwarz-und-grau meliertes Haar und ebensolcher Bart, fadenscheiniges Hemd, abgetragene speckige Weste - dieser Mann hat seine beste Zeit hinter sich.

  • Irgendwie hat Lynia nicht damit gerechnet, dass es so einfach sein würde, dem Angriff auszuweichen. Wenn es denn überhaupt ein Angriff hatte sein sollen. So ganz sicher ist sie noch nicht, was das hätte sein sollen. Sie bleibt deswegen einigermaßen angespannt stehen, eine Hand bereits an dem Jagdmesser. “Was sollte das?“ fragt sie den Mann, während sie sich umsieht, ob von irgendwoher vielleicht noch ein paar Freunde von ihm auftauchen.

  • „V--Verzeihung, ich wollte nicht... ausgerutscht...“ nuschelt der Bornländer in seinen Bartwuchs und weicht beschämt Lynias Blick aus. Er klopft sich den Straßenschmutz von der Hose, wobei etwas Dreck Lynia trifft. Fahrig tastet er seine Taschen ab, seine Hand krampft sich an seiner Weste fest, vermutlich über einer Innentasche, und will mit gesenktem Kopf an ihr vorbei huschen. Bis auf die beiden sieht der Straßenabschnitt menschenleer aus.

  • Was soll denn das jetzt? In solchen Momenten wünscht sich Lynia, dass sie irgendwo im Wald wäre. Dort kennt sie die Regeln und Gesetze deutlich besser hier in der Stadt. Sie tritt noch ein paar Schritte zurück, den Hand weiter an ihrem Jagdmesser. Sie entspannt sich erst wieder, wenn der Mann weiter weg ist. Vielleicht sollte sie doch wieder in etwas belebtere Gegenden gehen. Da fühlt sie sich zwar auch nicht wohl, aber vielleicht ist es dort etwas sicherer? Also lenkt sie ihre Schritte wieder in die Richtung des Marktplatzes. Sie sollte sowieso später wieder hierher kommen und in dieser Stadt kennt sie sich ja auch nicht aus.

  • Pjerow


    Der Rotpelz lässt ganz schön auf sich warten. In aller Ruhe kannst du an deiner Pfeife schmauchen, während du darauf wartest, dass er deinem aufforderndem Handzeichen nachkommt. Endlich sind seine tappsenden Schritte auf dem Pflaster zu hören, die sich in der Gasse nähern.


    „Psst, pssst“ zischt er in einer ansehnlichen Lautstärke. „Ja ja ja, lieber Mann. Der Wutz ist gekommen, du wolltest ihn doch!?“, raunt er halblaut in deine Richtung. Um sicherzugehen, dass du ihn auch verstehst, beugt er sich beim Sprechen zu dir. Der Gestank der Kanalisation schwappt zu dir herüber, er scheint in seinem Fell zu kleben wie Kletten an einem Jagdhund. Erwartungsvoll blickt er dir aus seinen großen grünen Augen entgegen.

  • "Ahh, ja das wollte ich, wo warst du so lange?" fragt Pjerow mehr aus Gewohnheit, denn aus Ärgernis.


    Er betrachtet den kleinen Kerl. "Ich denke ich habe eine Aufgabe für dich, du hast doch nicht etwa heute Abend schon etwas vor?"

  • Mit aufgeregtem Zappeln reagiert er auf deine erste Frage. „War hier, war dort...“, quietscht er unbestimmt. Als du weitersprichst, wird er schlagartig ruhig und kneift die Augen und Brauen zusammen. „Was vor? Der Wutz ist viel, vielbeschäftigt. Muss vieleviele Dinge tun. Böse Ratten jagen.“ Er grinst ein schelmisches Grinsen, das seine Eckzähne gut zur Geltung kommen lässt. „Aber wenn es sich für den Wutz lohnt, dass er seinen Abend für den guten Mann arbeitet, dann könnte er es sich nochmal überlegen. Hat er denn Ratten, he? Fiese fette Racker?“

  • "Ja" lacht Pjerow "wenn man so will geht es um eine wirklich große Ratte" lacht er...

  • Pjerow lächelt...."wenn du so schlau und geschickt und schlau bist schaffst du es auch einem Menschen etwas aus einer Tasche zu ziehen?"

  • Seine Augen werden groß, er erstarrt für einen Moment und starrt dich mit offenem Mund an. "Neinein, ein Dieb ist der Wutz nicht! Wir sind ehrliche Goblins, wir Bürger Festums! Wir haben die Rattenjagd. Ehrliche Arbeit..." Seine Bewegungen zeigen deutlich, wie unbehaglich er sich fühlt. Nervös schaut er zum Ende der Gasse, am liebsten wäre er jetzt nicht hier bei dir.

  • Pjerow fängt schallend an zu lachen: "Sehr gut mein Kleiner, dass wollte ich hören. Wie könnte ich auch mit jemand unehrlichem zusammenarbeiten. Wieviel nimmst du denn so die Stunde?Und wo fängst du denn deine Ratten so überall?"


    (Orkenspalter Würfelsystem Überreden 4/8/9 6TaP*)