Des Glückes Schmied

  • Lynia & Pjerow

    "Ich bin leider nur ein Bogenbauer, mein Herr. Wenn das Geschenk für Euren guten Freund aber noch ein paar Tage warten kann, so kann ich Euch echt nivesisch gegerbtes Leder und Felle feinster Verarbeitung anbieten. Euer Freund wird es zu schätzen wissen!"
    Er pafft an seiner Pfeife und wartet deine Antwort ab.
    Dann wendet er sich Lynia zu. "Ja, wenn du am nächsten Zinstag bei mir vorbeischaust... in der Straße zwischen Riemenschneidergasse und dem Hauptweg. Frag einfach nach dem Nivesen Rakjo." Er deutet mit dem Finger über die Schulter in eine Richtung, in der eine nebelverhangene Pflasterstraße den Platz verlässt.

  • Wutz ist eindeutig in einem Dilema ... pflichtbewusst sollte er nun genau hier an dieser Stelle eine Falle aufstellen, doch seine Neugier treibt ihn dazu erstmal genauer zu schauen, was es mit der seltsam verputzten Stellen auf dem Boden auf sich hat. Er weiß, dass unter Festum ein gigantisches Kanalisationsnetz existiert. Und er kennt es wie seine Westentasche. Doch immer wieder tauchen neue geheime Gänge auf. Er versucht sich ins Bewusstsein zu rufen, wo er sich gerade befindet. Dann tastet er die Stelle ab, die anscheind erst nachträglich mit anderen Ziegeln verschlossen wurde. Tastet man irgendwo ein Loch? Oder bewegt sie sich sogar?

  • Wutz


    Während deine Finger die Fugen abtasten überlegst du, welche Wege sich unter dir erstrecken. Du befindest dich in der Altstadt, wo es zahlreiche Einstiegsstellen gibt. Die nächste ist nur wenige hundert Schritt am Marktplatz entlang. Diese hier scheint lange nicht mehr benutzt worden zu sein, die Schmutzschicht unter den Gestellen, in denen die Fässer lagern, zeugt von Jahren, wenn nicht Jahrzehnten der Inaktivität. Es dauert, die passende Rinne vom Dreck zu befreien. Von oben ruft Wjeschek noch einmal, wo du bleibst und steigt die Trepper herunter. Du schaffst es, das Brett, auf das die Steine gemauert sind, anzuheben. Zumindest soweit es das Gerüst darüber, das die Fässer trägt, zulässt. Es reicht, um sich durchzuwinden, wenn man nicht gerade unter Zeitdruck stand.


    Bei dieser Überlegung fällt dir noch etwas ein... Was wollte eigentlich der Große vorhin? Die Münze, die er dir zugeschnippst hat... dort stand eine Schlangenlinie drauf und "std. Mrkt".

  • Der kleine Rotpelz öffnet die Luke nur soweit, als das er einen kurzen Blick hindurch werfen kann. Vielleicht sieht er eine markante Stelle der Kanalisation. Eine abgebrochene Fackelhalterung oder ein Gitter. Dann läßt er es vorichtig wieder zu fallen und verteilt wieder etwas Staub über der Öffnung.


    Wutz baut an einer anderen Stelle, aber ganz in der Nähe der braunen Rattenhärchen eine letzte Falle auf. Dem Wirt ruft er fast flüsternd zu: "Psst, psst, psst! Hier ist eine heiße Spur! Eine letzte Falle. Letzte, letzte, letzte." Nachdem er mit der Falle fertig ist, schnappt er sich zum Beweis eines der Rattenhaare und kriecht zwischen den Fäßern zur anderen Seite des Kellers. Dort kommt er hervor und präsentiert dem Wirt stolz das Rattenhaar, als dieser die Treppe herunter kommt. Er schnüffelt daran. Zufrieden schaut er zu dem Wirt herüber: "Das riecht nach einer grooooooßen Ratte. Riecht ihr das nicht auch?" Er hält das Rattenhaar nun dem Wirt entgegen. "Bald habt ihr hier kein Problem mehr. Nein, nein, nein."

  • Wutz


    Das kleine Stück des gemauerten Tunnels, das du durch den Spalt einsehen kannst, bietet keine besonderen Wiedererkennungsmerkmale. Es geht nochmal ein Stück an ein paar rostigen Sprossen nach unten, danach schließt sich vermutlich ein größerer Raum an, der sich im selben Ausmaß und in der gleichen Ausrichtung wie der Keller erstreckt. Aber du weißt, in welcher Richtung sich oberirdisch der nächste Zugang befindet und bist zuversichtlich, dich unten soweit orientieren zu können, dass du den Raum unter dem Keller und damit auch eben diese Luke wiederfindest.


    Der Wirt weicht schon zurück so weit es im beengten Kellerraum geht, als du so nah auf ihn zu trittst, und wehrt vehement deine Hand ab, die du ihm unter die Nase halten willst. "Igitt, tu das weg! Weg!" Er wischt seine Hand am Geschirrtuch ab und schaut sich nach der Falle um.
    "Also, was haste denn geschafft, Kleiner?"
    Dann führt er dich wieder nach oben und will offensichtlich das Geschäft vorerst abschließen, bis sich die ersten Ergebnisse - die ersten toten Ratten - einstellen.

  • Lynia blickt kurz in die Richtung, in die der Nivese zeigt und nickt dann. Das sollte sie sich eigentlich merken können. “Vielen Dank. Sollte sich da etwas ergeben, verspreche ich dir auch, meinen Pfeilvorrat, falls nötig, bei dir aufzufrischen“, meint sie mit einem Lächeln und geht nun ebenfalls zum Du über. “Dann wünsche ich dir noch ein gutes Geschäft. Wir sehen uns dann ja demnächst wieder.“
    Sie würde noch die Antwort des Nivesen abwarten und sich dann zum Gehen wenden.

  • Lynia


    Ein schiefes Grinsen zeigt sich auf seinem Gesicht. "Freut mich, das zu hören. Dann wünsche ich dir Firuns Heil bis dahin!"
    So schnell haben sich Pläne für die nähere Zukunft ergeben. In der unmittelbaren Zukunft wirst du jedoch erst einmal eine Unterkunft bis dahin finden müssen.


    Pjerow


    "Er ist kein Jäger, nein? Oder möchte er vielleicht einer werden? Hmm... Habt Ihr bereits meine kunstvollen Tiere gesehen? Daran kann sich ein Pelzhändler erfreuen!" Er deutet auf eine Sammlung kleiner Holz- und weniger Beinfiguren, die Bären, Karene, Greifvögel, Biber und allerhand einheimische Tiere darstellen. Ein Bär hat eine besonders schöne Maserung, ein Hirsch aus Mammuton fällt dir ins Auge.

  • "Ah vielleicht ja...leider ist die Tierwelt nun nicht meine Spezialität..." kurz schaut Pjerow auf die Tiere...dann zeigt sich ein Lächeln in seinem Gesicht als er sich an die Jägerin wendet, die gerade gehen wollte.


    "Mögt ihr nicht vielleicht einen kleinen Moment eurer Zeit noch spenden, und mir bei der Auswahl helfen? Ihr kennt euch mit Tieren sicher viel besser aus als ich...was haltet ihr von, sagen wir, diesem Fuchs da?"

  • Wutz läßt das Rattenahaar fallen und folgt dem Wirt zurück nach oben. "Hab ein paar schicke Stellen gefunden. Ja ja ja. Die kleinen Racker werden, einer nach dem anderen, in meine Fallen laufen. Und der Große auch. Ja ja ja. Ja ja ja.". Nachdem der Wirt die Tür zum Keller hinter ihnen verschlossen hat, flüstert Wutz mit dem dünnen haarigen Finger vor dem Mund: "Aber ihr müsst die Tür geschlossen halt, lieber Wirt. Holt euch jetzt alles was ihr braucht. Die Racker sollen sich sicher fühlen. Ganz sicher sicher sicher. Dann laufen sie in Wutz' Fallen. Eins Zwei Drei.".


    Höfflich, oder zumindest so höfflich, wie er sein kein, verabschiedet sich der Rotpelz aus der Gaststätte. So langsam sollte er sich zum Treffpunkt begeben. Auf dem Weg dorthin grübelt er darüber nach, was wohl auf ihn zukommt.

  • Eigentlich schon im gehen, wendet sich Lynia noch einmal um, als sie plötzlich von dem anderen Kunden angesprochen wird. “Nun, ich kann es gerne versuchen. Ich habe Euer Gespräch vorhin nicht so genau verfolgt. Es soll ein Geschenk werden? Für wen, wenn ich fragen darf?“

  • Der gute Mann handelt mit Fellen und Jagdgütern...ein fröhliches Lächeln umspielt Pjerows Lippen. Er scheint sich über diese unverhoffte Hilfe ernsthaft zu freuen.

  • Das sind nicht gerade viele Informationen. Hatte der Mann vorher nicht gesagt, dass es sich um einen Freund handelt? Naja, es ist ja nicht in ihr so etwas zu beurteilen.
    “Hmm… wenn er mit Fellen und Jagdgütern aus dieser Gegend handelt, dann ist ein Fuchs für ihn wahrscheinlich nicht so interessant. Dann sollte es wohl entweder etwas exotischeres sein, das man hier nicht findet. Oder ein ganz typisches Tier für diese Gegend. Und ich glaube nicht, dass ein Fuchs da die erste Wahl wäre“, meint sie dann schließlich.

  • Wutz


    Wjeschek brummelt unverständlich vor sich hin, während er Armvoll um Armvoll Flaschen nach oben trägt und ein paar kleinere Fässer die Stiege hinauf wuchtet. "Bis dann, wennste in deinen Fallen nachschaun willst, net.", verabschiedet er dich und schließt die Türe hinter dir.
    Du marschierst los zum Treffpunkt.


    [Wohin gehst du?]

  • "Ah, seht ihr, schon ist es ein Glück, dass ich euch zurück gehalten habe...da hätte ich mich doch tatsächlich falsch entschieden" fast scheint diese Situation den Mann zu freuen "Was würdet ihr mir denn empfehlen?"

  • Lynia lächelt leicht, als der Mann meint, dass es schon jetzt ein Glück sei, dass er sie aufgehalten hat. “Vielleicht liege ich mit meinen Vermutungen ja auch völlig falsch.“ Dann betrachtet sie erneut die Figuren. “Ich denke, ich würde Euch zu einem der Greifvögel raten.“

  • Pjerow überlegt einen kurzen Moment, dann lächelt er einnehmend. "Eine wunderbare Idee, was haltet ihr von diesem?" Er greift nach einem schönen Abbild eines der Vögel, nicht einen der mit gespreizten Flügeln dargestellt ist, sondern einen der wenigen, die eng in ihr Gefieder geschlungen da zu hocken schienen und die Umgebung beobachten. Kurz bevor er die Figur berührt und als seine Intention klar sein musste schaut er kurz zu dem Händler auf. Nickt dieser, nimmt er die Figur und hält sie der jungen Frau entgegen.

  • Mittlerweile war wohl mehr als eine Stunde vergangen. Trotzdem schlendert Wutz wieder zurück zum Markt um Pjerow zu treffen. Er schaut sich um. Ein wenig hier, ein wenig dort. Kauft einen Apfel an einem Stand, dessen Besitzer eher an einen Gerber erinnert - oder zumindest danach riecht. Und verhandelt an einem Stand mit Lederwaren über einen neuen Lederriemen, den er als Gürtel benutzen will. Während ihm noch die Spucke der wild gestikulierenden Lederwarenhändlerin, mit offensichtlich zu feuchter Aussprache, um die Ohren fliegt, entdeckt er zwischen den Lederhosen und -vesten in einiger Entfernung Pjerow an einem weiteren Stand. Er scheint gerade mit einer jungen Frau im Gespräch zu sein. "Wen schleppt er denn nun dieses Mal an?" denkt sich der kleine Rotpelz. Mit einer genervten Handgeste, lehnt er das jüngste Angebot der geizigen Händlerin ab und läßt sie im feinen Nebel ihres Speichels stehen. Vorsichtig nähert er sich Pjerow um einen besseren Blick auf seine Freundin zu erhaschen.

  • Lynia wartet einen Moment lang ab, ehe der Mann ihr den Vogel entgegenstreckt. Kurz betrachtet sie die Figur und wiegt sie in der Hand. “Ich könnte mir vorstellen, dass diese Figur eurem Freund gefallen könnte“, bestätigt sie schließlich und gibt ihm die Figur zurück.