Gutaussehender Halbork?

  • EDIT Schattenkatze: Diese Diskussion wurde aus den Kleinigkeiten ausgegliedert.


    DSA ist ja eine Welt der Vorurteile - meint ihr, dass es trotzdem möglich ist einen gutaussehenden Halbork mit Wohlklang zu spielen - etwas stinken kann er ja trotzdem?

  • Klar. Er sieht halt dann für einen Halbork gut aus, und er klingt für einen Halbork auch gut =)
    Riechen wird er ganz normal nach Pflege, außer er hat Übler Geruch oder Raubtiergeruch, je nach dem.

    *IIRC oder IMO je nach Kontext; ich beziehe mich da auf pers./subj. Erfahrung
    "The fatal flaw in every plan is the assumption that you know more than your enemy."

  • Du weißt was ich meine - so das der auch größere Chancen hat von seiner Umwelt akzeptiert zu werden.

  • Es sind ungeeignete Vorteile, keine verbotenen, demnach: Meisterabsprache und dann passt das. Ich denke da sofort an "Der menschliche Makel", wo in Amerika eine Afroamerikanerin mit einem Weißen einen Sohn bekommen hat und dieser Weiß ist. Das verheimlicht der Sohn dann sein Leben lang aus Angst vor Diskriminierung. Wenn du also bereit bist 15 GP (oder war Gutaussehend sogar 7 wert?) dafür auszugeben, würde ich als Meister sagen: Randgruppe weg und man sieht dem Halbork nicht an, dass er ein Halbork ist.


    Da er automatisch weder Unansehnlich, noch unangenehme Stimme, noch Raubtiergeruch hat, sehe ich da kein Problem (durch ungeeigneter Vorteil aber eben nur mit Meisterabsprache).

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Man muss dabei im Hinterkopf behalten, dass das gute Aussehen die Randgruppe nicht ersetzt. Und wegkaufen (wie von Ehny vorgeschlagen, daher auch die Gesamtkosten von dann 10 GP) halte ich für keine gute Idee. Denn dann spielt man keinen Halbork sondern einen dummen Mensch mit besonders hoher KO und KK.


    Im übrigen finde ich nicht, dass der Vorteil zu einem Rassenmodifikator von CH-2 passt. Natürlich verbietet es keine Regel, einem Backstein-Alrik mit CH 9 den Vorteil zu geben, es verfehlt aber in meinen Augen irgendwie den Geist des Vorteils. Das ist wie KO 15 und Glasknochen oder Herausragender Tastsinn bei FF 8.

  • Paris Hilton und nicht wenige 10-Meter-geh-Frauen haben 0 Charisma...vor allem, wenn sie den Mund aufmachen, trotzdem würden viele sie als Gutaussehend bezeichnen...ich finde das muss nicht zwingend zusammen gehören :zwinker: . Dann ist man halt das dumme Blondchen, wird damit aber niemals ein guter Anführer oder auch nur Verführer, weil's dafür halt einfach an Ausstrahlung fehlt.


    Zum Wegkaufen würde ich dagegenhalten, dass "normale" Spieler einen Halbork wahrscheinlich eher nehmen, wenn sie einen starken Charakter wollen, also entweder Haudrauf oder einsamer, gequälter Charakter, dem nur die Wildnis als Zufluchtsort blieb, bla bla. Wer dagegen 15 GP für im Prinzip für den Charakter sinnlose Vorteile (wie du sagst: CH-2 wird auch bei den entsprechenden Erleichterungen immer ein großes Hindernis bleiben) ausgibt, da wäre ich als Meister zu so etwas bereit (aber daher ja auch der Verweis auf den Meisterentscheid, ist eben Geschmackssache)

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Es wäre auf jeden Fall auch die Frage, was man da eigentlich genau will. Mal meine Gedanken dazu:


    1. Man möchte einen Helden spielen, der von seinem HINTERGRUND her ein "dunkles Geheimnis" in Form eines orkischen Elternteils hat, die Wertemodifikationen des Halborks sind eher unwichtig, dann kann man ihn auch regeltechnisch als Mensch erstellen. Ihm selbst sieht man es gar nicht mal so deutlich an (keine Randgruppe), er hat aber vielleicht den einen oder anderen Charakterzug seines orkischen Elternteils (z.B. Jähzorn, Zäher Hund, hohe KK). Unter Umständen ist er sogar auf eine recht animalische Art und Weise attraktiv. Man denke hier beispielsweise an Hugh Jackman wie er als Wolverine rumläuft. Etwas stärkere Körperbehaarung, Temperament aus der orkischen Linie, aber ja nun auch nicht hässlich.


    2. Man möchte einen echten Halbork haben (also wirklich offensichtlich ein Mischling, daher auch Randguppe), der aber aufgrund anderer Vorteile (eben Gutaussehend, Wohlklang) trotzdem unter Menschen irgendwie klar kommt. Hier wie schon zuvor glaube ich von Ehny gesagt: es sind keine empfohlenen Vorteile, aber Verboten sind sie nicht. Als Mitglied einer Randgruppe wird er sicherlich trotz allem für einen Halbork guten Aussehen z.B. keine Audienz beim örtlichen Baron bekommen, aber aufgrund seines relativ guten Aussehens und gewinnenden Baritons durchaus in der Lage sein mit der Schankmagd zu flirten.

    Noctum Triumphat

  • Angedacht war die von die aufgeführte Nr. 2, Pyro. :D


    Eine Diskussion zu einem 1/4-Ork hatten wir ja vor kurzem in einem anderen Thread. :)


    ...was ist mit Herausragendem Aussehen?

  • Klar geht auch herausragendes Aussehen, aber würde ich nicht machen.
    Der Vorteil bezieht sich stets auf die eigene Rasse, da ist sowas eher quatsch...

    *IIRC oder IMO je nach Kontext; ich beziehe mich da auf pers./subj. Erfahrung
    "The fatal flaw in every plan is the assumption that you know more than your enemy."

  • ...was ist mit Herausragendem Aussehen?


    Ist das in der Kombination wie mit einem Trollzacker Gaukler, der zwar gut aussehend auf Grund der Rasse nicht nehmen sollte, aber von Herausragendem Aussehen keiner etwas dagegen erwähnt?


    Vielleicht spiele ich auch zu viel Myranor, aber jede Rasse darf irgendwo gut aussehend oder herausragend Aussehend sein. Ich sehe gut aussehend nicht als "sieht für einen Menschen mit unserem Schönheitsideal gut aus", sondern eben etwas universeller. Ein gut aussehender Halbork sollte deshalb auf Menschen, als auch auf Orks oder auch Achaz gut aussehend wirken (schließlich ist es ein echter Vorteil). Die schwarze gut aussehende Moha gefällt dem Nivesen, auch wenn der eher auf blase Rothaarige abfährt. Ein herausragend gutaussehner Achaz sollte ebenso eine wenn auch seltsame Anziehungskraft ausstrahlen. Das geht zwar auch wieder in Charisma, aber 12 GPs sollten Wirkung zeigen und es in keinem Fall nur auf die eigene Rasse beschränken.


    Ich sehe auch zwischen Randgruppe und gutem Äußerem keinen Konflikt. Die rahjagefällige Zahori-Tänzerin mag Atem-Beraubend schön sein und trotzdem in der ihrer Randgruppe bleiben.

    I ♡ Yakuban.

  • Hab mir lange dazu meine Gedanken gemacht....


    Zunächst stand ich dem ganzen als "EXOT! NEIN" sehr ablehnend gegenüber und hab eine Einmischung erst mal verweigert.


    Aber die Gedanken schweifen .... Mittlerweile könnte ich in einer entsprechend funktionierenden Runde an Spielern (Vss.!) mir gut vorstellen, daß das sogar Sinn macht.
    Auf Basis von folgendem Beitrag hier mal meine Einschätzung dazu


    Es wäre auf jeden Fall auch die Frage, was man da eigentlich genau will. Mal meine Gedanken dazu:


    1. Man möchte einen Helden spielen, der von seinem HINTERGRUND her ein "dunkles Geheimnis" in Form eines orkischen Elternteils hat, die Wertemodifikationen des Halborks sind eher unwichtig, dann kann man ihn auch regeltechnisch als Mensch erstellen. Ihm selbst sieht man es gar nicht mal so deutlich an (keine Randgruppe), er hat aber vielleicht den einen oder anderen Charakterzug seines orkischen Elternteils (z.B. Jähzorn, Zäher Hund, hohe KK). Unter Umständen ist er sogar auf eine recht animalische Art und Weise attraktiv. Man denke hier beispielsweise an Hugh Jackman wie er als Wolverine rumläuft. Etwas stärkere Körperbehaarung, Temperament aus der orkischen Linie, aber ja nun auch nicht hässlich.


    Für den Fall könnte man'S auch einfach umdrehen und z.B. zu einem Svelttaler Menschen einfach ein paar "orkische" Hintergründe NT/Schlechte Eigenschaften hinzufügen, wie Randgruppe (Halborkische Herkunft bekannt) evtl. auch Stigma oder Vorurteile, ...
    Da würden außer einer wunderschönen Stimme wohl kein "Gutaussehend" oder so mit reinkommen...



    2. Man möchte einen echten Halbork haben (also wirklich offensichtlich ein Mischling, daher auch Randguppe), der aber aufgrund anderer Vorteile (eben Gutaussehend, Wohlklang) trotzdem unter Menschen irgendwie klar kommt. Hier wie schon zuvor glaube ich von Ehny gesagt: es sind keine empfohlenen Vorteile, aber Verboten sind sie nicht. Als Mitglied einer Randgruppe wird er sicherlich trotz allem für einen Halbork guten Aussehen z.B. keine Audienz beim örtlichen Baron bekommen, aber aufgrund seines relativ guten Aussehens und gewinnenden Baritons durchaus in der Lage sein mit der Schankmagd zu flirten.


    Mittlerweile kann ich mir das sogar richtig gut vorstellen, m.E "gefällt" mir die Idee sogar.
    Der Char hätte im Bereich Orkischer Regionen eine Art "Zwischenposition", z.B. den Idealen Vermittler zwischen den Rassen/Kulturen, da er von bieden Seiten als (relativ) "Gutaussehend" und mit einer angenehmen Stimme gesegnet ist.


    Das müßte auch außerhalb dieser Kulturen einen potentiellen "Vorteile" (im Vergleich zum normalen Ork/Hlabork) geben, denn dieser Ork wirkt auf die Bewohner anderer Regionen weniger bedrohlich, bis hin zu "kultiviert" und dürfte daher zwar als Exot angesehen werden, nicht jedoch als Gefahr, Barbar usw. ....


    Ich stelle mir das ein wenig wie die Orks aus Oblivion, SR oder ArCane Codex vor....

    Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet, denn ihr könnt nur Euere Meinung akzeptieren, aber ich werde noch existieren wenn ihr längst an Euch selbst verbrannt seid.


    "Wer seid Ihr, daß ihr das wagt!" fragte der Herzog. "Der Herr der Welt" antwortet eine weibliche Stimme...

  • Zumal man denke ich bei der Interpretation von Gutaussehend und Wohlklang auch etwas Raum hat. Letztlich sind es Vorteile mit einem gewissen Vorteil zu GP Verhältnis. Solange das gewahrt bleibt, ist es in meinen Augen OK. Wir haben es z.B. in unserer Runde auch so gemacht, dass ein Achaz-Kristallomant den ich erstellt habe Wohlklang nahm (besser gesagt einen 10 GP-Vorteil auf seine Stimme bezogen nahm) und dafür die bei Achaz seltene Fähigkeit erhielt Menschliche Sprachen mit emotionaler Betonung auszusprechen. Es bringt mir also bei Menschen keinen Vorteil, reduziert aber den Nachteil aus Randgruppe bei "gesprochenen" Gesellschaftstalenten.

    Noctum Triumphat

  • Hab es da nicht die Staffelung was das Aussehen angeht?


    Herausragendes Aussehen
    Gutes Aussehen
    Normales Aussehen
    Unansehnlich
    Widerwärtiges Aussehen


    Ich habe das immer so verstanden, dass der Vorteil "gut ausehend" das ganze um eine Kategorie nach oben schiebt.
    Ergo wäre ein "gut aussehender" Halbork ein normal aussehender Char.
    Im Spiel würde ich von einem Halbork ausgehen bei dem eben nicht das orkische Erbe dominant ist und man es erst auf den 3. Blick erkennt.

  • Nein, ein gutaussehender Halbork wäre ein gutaussehender Charakter :zwinker: . Halborks haben kein Unansehnlich. Die haben nur Jähzorn und Randgruppe als Nachteile. Ihr Aussehen ist, was das angeht, normal. Sie haben eben nur ein Charismamalus und da ist es eine Glaubensfrage, ob man sagt, dass nur ein hohes Charisma auch an ein Gutaussehend gekoppelt sein kann oder ob das voneinander unabhängige Komponenten sind.


    @Pyro: Nachdenklich: Wobei dein Achaz aber mit seinem Elcor-Sprech wesentlich stylischer ist. Da müssen wir den Wohlklang noch mal umdefinieren. Der braucht da keine menschlichen Emotionen reinpacken. :zwinker:

    Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


    - Immanuel Kant

  • Ich finde was hier erwähnt wurde geht alles. Die Vor- und Nachteile sind halt nur ein abstraktes Konstrukt, je genauer und individueller man einen Vorteil direkt für den SC interpretiert, desto mehr Tiefe bekommt der SC.


    Gerade weil man es bei einem Halbork dank niedriger CH mit einem SC zu tun hat, der ohnehin nicht prädestiniert für gesellschaftliche Talente ist, kann man hier auch kaum von PG oder MinMaxing sprechen.


    Man kann auch Lesarten kombinieren:
    A) der gutaussehende Halbork sieht in den Augen von anderen (Halb-)orks besonders gut aus ("besonders", weil diese Gruppe im Spielalltag so selten ist, deshalb würde ich da als Meister den Effekt unter Orks nochmals besonders betonen), wobei das in der archaischen und männlich dominierten Gesellschaft der Orks etwas fraglich ist, wie viel gutes Aussehen da bringt.


    B ) Aber er sieht auch grundsätzlich - für einen Halbork - gut aus. Hier hat man wiederum mindestens zwei Varianten: B1) entweder hat er "das gewisse etwas", ansehnliche Proportionen, schöne Augen oder was auch immer, ist aber relativ klar als Halbork zu erkennen. B2) Oder aber man nutzt den Vorteil, um den Halbork menschlicher zu machen, also menschlichen Schönheitsidealen entsprechend. Dann würde ich allerdings den oben unter A) als "besonders" beschriebenen Effekt als SL bei anderen (Halb-)Orks nicht geltend machen.