[DSA] In der Wildnis

Orkenspalter Downloads - Rezensionswettbewerb
Derzeit läuft ein Rezensionswettbewerb bis Ende Mai. Zu gewinnen gibt es eine Hardcover-Vollfarb-Variante des "Großen Orkenspalter Kochbuchs Band II". Details gibt es hier. Wer nicht weiß, was er bewerten soll: im Download-Bereich sind rechts Infoboxen, was zuletzt bewertet wurde, aber auch wo noch Rezensionen fehlen!
  • Es ist ein unwirtlicher Ort, an den es ihn verschlagen hat. Umgeben von Bäumen in alle Richtungen, soweit das Auge reicht. Schließlich handelt es sich bei diesem Wald um einen der südlichen Ausläufern des Bornwaldes - oder einem nördlichen Ausläufer der Drachensteine, je nachdem, wie man es sehen will. Doch das ist ihm egal, hauptsache abseits von Städten, Dörfern oder genutzten Straßen. Auch abseits von üblichen Jagdgebieten, soweit er das beurteilen kann. Die einzigen Wege, die es innerhalb einer Meile Umkreis gibt, stammen von Wildwechseln. Die nächste Ortschaft ist Karkriwen, etwa vier Stunden zu Fuß von hier in nördlicher Richtung oder Drachenzwinge in westlicher Richtung, durch den Wald sicherlich eine ganze Tagesreise oder mehr, obwohl es nur 15 Meilen sind. Die Grenze nach Tobrien ist gen Süden auch relativ schnell erreichbar.


    Unter einem Felsvorsprung, dem sich eine kleine Höhle anschließt, hat er sein Lager aufgeschlagen. Ursprünglich wollte er noch garnicht lagern, schließlich ist es erst zur Mittagszeit. Doch das Wetter hat ihm kaum eine Wahl gelassen. Bei dem Regen hätte selbst der beste Mantel nicht dicht gehalten und es war eigentlich nur Glück, dass er diesen Unterschlupf gefunden hat, bevor er gänzlich durchnässt gewesen wäre. Wenigstens war der Regen warm. Das macht ihn zwar noch nicht angenehm, aber doch erträglicher. An einem solchen Sommertag kann man Efferd nur verfluchen und hoffen, dass der Gott schnell seinen Spaß am Regenguss verliert oder dass Praios wieder die Oberhand gewinnt.


    Der Mann etwa 9 Spann groß, kräftig und schlank. Sein schwarzes Haar ist etwa Handbreit lang und sein Dreitagebart zeigt, dass er sich zwar gelegentlich rasiert, es damit aber nicht so genau nimmt. Braune Augen blicken wachsam aus seinem ernsten Gesicht heraus und man kann leicht erahnen, dass es wenig zu Lachen in den letzten Jahren gab. Durch seine harten Gesichtszüge könnte man ihn leicht auf etwa 30 schätzen, doch tatsächlich wird er noch nichtmal 20 Götterläufe zählen oder dies erst seit kurzem. Man sieht ihm an, dass er seine Kleidung nach Funktion gewählt hat. Er trägt eine braune Wildlederhose, die am rechten Oberschenkel auch schonmal geflickt worden ist sowie leichte, aber stabile braune Lederstiefel. Der Oberkörper wird von einer Krötenhaut verdeckt. Auf ein Hemd hat er wohl aufgrund der Temperaturen verzichtet. Die Kleidung muss, als sie neu gewesen ist, eine bessere Wahl gewesen sein, doch eine längere Zeit, die er sich in der Wildnis aufgehalten hat, hat ihre Spuren hinterlassen und das braun stellenweise grünlich verfärbt. An den Unterarmen trägt er jeweils noch lederne Armschienen. Das auffälligste ist wohl, dass er trotz der Temperaturen am rechten Arm einen ledernen Handschuh trägt, der bis zum Ellenbogen reicht. An seinem Gürtel findet sich links ein Säbel und rechts ein Dolch. Bei beiden Waffen hat er mit Stofffetzen dafür gesorgt, dass kein Metall der Griffe verräterisch Licht reflektiert. Kurzum: Wenn er es darauf anlegt, könnte es verdammt schwierig werden, ihn im Wald zu finden. An seinem Gürtel befindet sich links ein Säbel und rechts ein Dolch. Dabei handelt es sich wohl um Standardware, allerdings wurden alle metallenen Teile des Griffes mit Leder eingewickelt, sodass sich an ihnen kein Licht reflektieren kann.


    Momentan kniet er vor der Felswand und mustert einen Gegenstand, den er vor sich auf dem Boden liegen hat. Wenn man näher kommt, kann man sehen, dass er dort auf einem Öltuch liegend einen Kurzbogen sowie einen Langbogen liegen hat, die er auf Schäden durch den Regen prüft. Der Langbogen ist für das kundige Auge leicht als Sonderanfertigung zu erkennen, da seine Form angepasst ist gegenüber den Bögen, die man sonst in breiter Masse finden kann. Neben sich hat er die zugehörigen Köcher abgelegt: Einen Rückenköcher für die Langbogenpfeile, wobei zwischen den zwei Dutzend Pfeilen zweie herausstechen, die statt der üblichen braun-weißen Federn rabenschwarze Federn haben und dazu einen Finger länger zu sein scheinen. Daneben liegt noch ein Hüftköcher, der noch anderthalb Dutzend Kurzbogenpfeile beinhaltet. Neben ihm steht sein Rucksack, in dem er seine restliche Habe verstaut hat, auch ein Schlafsack und ein Zelt sind daran befestigt. Auf einem Stock, den er an die Felswand gelehnt hat, hängt sein Kaputzenumhang; ein zweifelhafter Versuch, ihn ein wenig zu trocknen.

  • Schon viele Schritt entfernt von ebendiesem Felsvorsprung hört man ein brummelndes, wütendes Grummeln, so als würde jemand versuchen die Geräusche von fallenden Felsen nachahmen, augenscheinlich spricht dort jemand zwergische Verwünschungen aus.
    Zuerst kann man einen Esel mit Packsattel welcher ein kleines Fass und andere unter bunten Decken verborgene Wahren trägt, wobei ein kleiner Spaten und eine Pfanne an der Seite herausragen und erst später den Schimpfer, welcher nur etwa 6 1/2 Spann groß ist, und den Esel am Frühstrick hält.


    Von der Größe her wirkt er wie ein Kind, jedoch irritiert der blonde, vor längerer Zeit mal kunstvoll geflochtene Bart, der zwar weniger der Pflege entbehrt sondern einfach durch die längere Zeit in der Natur zerzaust wurde, dieses Bild.
    Gekleidet mit einer einfachen hellbraunen Lederweste mit einigen Taschen daran, einer dunkleren Lederhose und einem durchnässten vielleicht mal blaugrauem Hemd, stößt der blauäugige Zwerg, welcher am Gürtel einen Dolch und eine Axt, an der Koppel viele leere Halterungen, und in den Händen eine Flasche und den Strick hällt, weitere Verwünschungen, vermutlich auf das Wetter aus.
    Seine Kleidung hat in den letzten Tagen unter vielfachen Beanspruchungen gelitten. Sein Gesicht lässt erahnen, dass er noch relativ Jung ist, (für einen Zwerg) aber es zeigen einige kleinere Narben und Furchen, dass er anscheinend seinen Helm, einen Tellerhelm der Schützenkompanien, der Bergfreiheit Lorgolosch nicht zu Unrecht trägt.


    [Garethi mit zwegischem Akzent: ]
    "Das unbedingt jetzt der Wolkenbruch kommen musste, seit 9 Tagen bin ich unterwegs, und hoffte nun endlich meinem Meister Gorlim all die Planzen die er benötigt zu bringen, da spielt die Natur nicht mit."

    Murmelt der Zwerg vor sich hin, als er endlich den Felsvorsprung erreicht und erscheckt den anderen, und sein Lager dort bemerkt,


    [Garethi mit zwegischem Akzent: ] "Verzeiht, Garoschem, Herr Waidmann, ich hoffe ich störe euch nicht, wenn ich mit meinem Tier ebenfalls hier Schutz vor dem hässlichem Wetter suche ..."

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

  • Der Zwerg ist nur schwer zu übersehen bzw. zu überhören, sodass der Mann unter dem Felsvorsprung diesen schon länger beobachtet. Bis der Zwerg bei ihm eintrifft, hat er bereits mit routinierten Handgriffen und ohne wirklich hinzuschauen die Sehne des Kurzbogens wieder aufgelegt, jedoch sie an einer Seite noch nicht eingehängt. Doch das würde nun wohl nicht mehr lange dauern.


    Auf die Frage des Zwerges zuckt er mit den Schultern. "Mich störts nicht und noch ist hier Platz. Als mach es dir bequem."

  • Unauffällig und leise gleitet eine Gestalt durch das Unterholz und zwischen den Bäumen hindurch. Das Gegrummel des Zwergen, das Getrappel des Esel und die Schritte, die ohne mit der Intention auf lautloses Bewegen durch den Wald knacken und knirschen sind trotz des niederfallenden Regen für die scharfen Sinne des Schleichers gut zu vernehmen, da es nicht zu weit von seinem Kurs zu vernehmen ist. Und die Instinkte und die Erfahrungen von ihm raten ihm an, im Land - nun, nicht des Feindes, aber der Anderen und wenn nicht bekannt ist, was von dieser lauten Person zu erwarten, erst einmal einen Eindruck zu gewinnen und dann weiter zu sehen.


    Er sieht den Felsvorsprung, den Jäger und den Zwerg mit seinem Esel. Kurz sieht er in Erwägung, einfach weiter zu gehen, aber allzu viele der kleinen Männer hat er noch nie gesehen und er bemerkt die beiden Bögen. Südländer, die wie er zwei Bögen tragen, hat er noch nie getroffen und nach kurzem abwägen ist er bereit, seiner Neugier diesbezüglich nachzugeben.


    Nun ohne sonderlichen Aufwand betreibend, leise zu sein, was ihn dennoch nicht tatsächlich laut macht, tritt er zwischen Bäumen und Büschen hervor, erst einmal stehen bleibend, statt das letzt Stück zu gehen, und die kleine Ansammlung interessiert betrachtend.


    "Ist noch Platz?" fragt er knapp, die beiden Männer offen aufmerksam musternd. Diese wenigen Worte legen es noch nicht nahe, aber wenn man ihn etwas mehr reden hört, kann man heraushören, dass Garethi, so fließend und weitestgehend akzentlos er es auch spricht, wohl nicht seine Muttersprache ist.


    Der Mann, der zwischen den Bäumen hervortritt, ist von schlanker und recht hoher, aber nicht übermäßig großer Gestalt, mit verhältnismäßig breiten Schultern, schmaler Hüfte und langen Beinen. Insgesamt misst er in seinen Stiefeln etwa einen Schritt und viereinhalb Spann. Auch wenn seine nicht gerade schmalen Schultern das Vorhandensein von Kraft verraten, wirkt er insgesamt doch eher sehnig denn wirklich muskulös auf einen ersten Blick. Hellblondes, glattes Haar fällt bis auf die Schultern herab, im Moment von der Nässe an den Kopf gedrückt, Gesicht, Hände und sonstige Hautpartien, die zu sehen sind, fallen durch einen kupfer-braunen-bronzefarbenen Hautton auf. In diesem schmalen, harten Gesicht, das scharfgeschnittene, falkenhafte aber Züge hat, auf denen Wind und Wetter Spuren hinterlassen haben, stechen die bernsteingelben, etwas mandelförmigen Augen hervor, Augen in der Farbe, wie sie Wölfe haben. Nicht ein Hauch eines Barthaares, so schwer blonde Stoppeln auch zu erkennen sind, sind auf diesem durchaus gutaussehenden, wenn auch irgendwie alterslos anmutenden Gesicht auszumachen. Leicht spitzzulaufende Ohren ragen durch die hellen Haare und er hat eine durchaus wahrnehmbare Ausstrahlung, wenn sie ihn keineswegs aus einer Menge herausheben würde.
    Dieser Mann ist gewiss kein Elf, wenn man einen solchen schon mal gesehen hat (sonst reichen die Ohren allein vielleicht doch, einen Elfen anzunehmen), das verraten verschiedene Zeichen wie die Augen, die leicht größer sind als die von Menschen und die Form der Ohren, auch ist seine Statur selbst für einen Halbelfen doch recht kräftig, schlank zwar, aber eben nicht so fragil, wie es häufig Elfen und auch Menschelfen sind.


    Gekleidet ist der Mann komplett in Leder, das von der Nässe gerade dunkel verfärbt ist, Hemd und Hose sind abgenutzt und nicht mehr ganz sauber, werden aber sichtlich doch in einem Zustand gehalten, der ihre Lebensdauer verlängert. Die legginsartigen Stiefel sind aus weichem Leder und bis zu den Knien hochgeschnürt, in der braunen Elfenbauschschärpe um die Hüften stecken ein Jagdmesser mit einem Griff aus Bein in einer Scheide, ein Kurzschwert, eine Gürteltasche ist dort befestigt, zwei ebenfalls handgefertigte Lederbeutel und ein Wasserschlauch hängen dort des weiteren. Über die Schulter ist ein anderes, diesmal geknotetes Elfenbauschtuch geschlungen, in dem sich weiteres Hab und Gut zu befinden scheint, wenn auch nicht übermäßig viel.
    An der rechten Hüfte hängt ein gut bestückter Hüftköcher - etwa die Hälfte der Pfeile trägt gleiche Befiederung, die anderen Pfeile haben unterschiedliche Befiederungen - mit einem Kurzbogen, der ein auffälliges Stück ist. Nicht unbedingt ungewöhnlich für einen Kurzbogen, ist er doppelt geschwungen, doch wirkt das Holz auf einen ersten Blick so, als wäre die Borke noch darauf, so rissig und braun-grünlich sieht es aus.
    Das aus dem Köcher ragenden Ende, an dem die Sehne auch jetzt eingehakt ist - jedoch ist der Bogen nicht gespannt - sieht so aus, als würde das Holz dort knospen und das obere Ende ist mit einem fest daran geknüpften schwarzen Stein versehen. In die Borke sind Schnitzereien eingeritzt, aber in der Rinde sind sie schwer zu erkennen.
    Für mehr Details müsste ein näherer Blick auf den Bogen geworfen werden.
    Auf seinem Rücken hat neben dem Tuch ein Rückenköcher mit weiteren Pfeilen Platz gefunden, Pfeile, die ihrer Länge nach ohne Zweifel zu dem Langbogen gehören, den er mit sich führt und die ebenfalls sehr unterschiedliche Befiederungen führen. Dieser ist aus Horn gefertigt, aber dabei einen weniger ungewöhnlichen Eindruck machend als der Kurzbogen: glänzend poliert und mit einigen eingeschnitzten Jagdszenen verziert, verrät er hohe Handwerkskunst, doch eben auch 'nur' dies. Der Griff ist mit Leder umwickelt und auch an seiner oberen Spitze ist ein kleiner schwarzer Stein mit Lederriemen festgeschnürt. Die Enden des Bogens sind durch ein loses Stück Seil verbunden und so kann er über der Schulter getragen werden.
    Um seinen Hals hängen einige Lederriemen, doch was für Anhänger an ihnen befestigt sind, lässt sich nicht erkennen, da sie unter dem Lederhemd sich befinden.


    [Falls von Relevanz für ein vorheriges entdecken: 10 TaP* beim schleichen übrig]

  • "Habt Dank." Der Zwerg stellt sich vor den Esel, lädt den Packsattel ab und auch das Fass, und beginnt kurz den Esel zu Brüsten.
    kurze Zeit später setzt er sich dann zum ersten "Höhlenbewohner" nimmt eine Flasche aus seinem Lederranzen und bietet diese dem Anderen an: "Wollt Ihr auch einen Schluck Waskirer ? Ich bin übrigens Morlasch, Sohn des Morglim, Alchemistenlehrling, "
    Jäh wird er durch die Worte des 3. Herankommenden unterbrochen, sieht nach dem anderen ob er nichts einzuwenden hat, und meint, mit freundlicher dunkler Stimme:
    "Von mir aus könnt Ihr ruhig herankommen, Biunfeatosch, solange Ihr mit nicht den Bart grün hext, ho ho ho. "

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

  • "Zu einem guten Schluck sage ich nicht nein", antwortet der Mann und nimmt die Flasche entgegen, aus der er einen großzügigen Schluck nimmt und sie dem Zwerg dann zurück reicht. "Ich bin Yann. Kundschafter, Schütze, Jäger, ... Was sich gerade anbietet."


    Als schließlich die Stimme aus dem Wald erklingt, dreht sich Yann erschrocken in diese Richtung um, während seine rechte Hand bereits zu seinem Säbel gleitet. "Verflucht", murmelt er vor sich in. Offensichtlich ist er überrascht von der Anwesenheit der weiteren Person, ohne sie vorher schon bemerkt zu haben. Er ist wohl zu sehr vom Zwerg abgelenkt gewesen, doch nun sollte er die Augen und Ohren wieder weiter auf machen. Denn ganz so abgeschieden, wie er den Platz ursprünglich eingeschätzt hat, ist er ganz und gar nicht.


    Yann nimmt die Hand wieder vom Säbel, da wohl keine Gefahr droht. "Sicher, hier ist noch genug Platz. Mach es dir bequem, aber du solltest davon absehen, hier zu zaubern", schließt er sich dann Morlasch an, nachdem er den Halbelfen gründlich gemustert hat.


    [Sinnenschärfe +10: 8 / 4 / 18 -> Es scheitert immer am letzten Wurf... ]

  • Bei dem ihm unbekannten Wort und dann auch dem nachfolgenden Lachen legt der Mann kurz den Kopf schief, ähnlich, wie es wohl ein skeptisch-interessiert drein schauender Wolf tun mag.
    Wie man einen Bart grün hexen soll, weiß er gar nicht, erklärt sich das aber mit einer weiteren Südländer-Gepflogenheit. Die hat er noch nie verstanden. Dann sagt auch der andere Mann, den der Blonde gründlicher mustert als den Zwerg - besonders, auch, weil er zur Waffe griff , was ihn selber aufmerken ließ - dass er nicht zaubern soll. Dafür, dass die Südländer selber so viele Nutzer des Mandra haben, und das auf so völlig andere Art, als er es gelernt hat, sind sie erstaunlich oft dabei, es bei anderen nicht einsetzen zu lassen. Aber das gilt dann auch für die Leute von Dundanas Haerad, die nicht einmal einsehen wollen, dass einige von ihnen selber über Mandra verfügen.


    Noch einmal betrachtet er die beiden, dann die beiden Bögen, und leichtfüßig legt er das letzte kleine Stück zum dem Felsvorsprung zurück. Er nimmt den Langbogen von der Schulter und legt ihn hinter sich, möglichst nah an den Fels, auf dem Boden, bevor er sich davor hockt.
    "Was ist Biufätosch?" fragt er Morlasch, das Wort relativ gut, wenn auch nicht ganz richtig, wieder gebend.

  • Der Zwerg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, anscheinend hatte er einen guten Grund, nicht mit Ärger zu rechnen, oder es war ihm schlicht egal was ihm passierte.
    Morlasch beschaut sich ebenfalls den Halbelfen, welchem er einen Platz neben sich zu weißt und sagt: [Gar]
    " Biunfeatosch, naja das bedeutet Gigrim, äm Großling mit Spitzenohren, ein - - Elf, Elf ist das Wort, Ihr seit doch ein Elf, ein Kind des Waldes oder ?
    U- Und bei Euch Elfen ist es doch so dass Ihr ständig zaubern müsst , und bevor mein Bart daran glauben muss, weil Ihr meint das grün schöner wäre ich mag nämlich blond ..."
    Sorgenvoll besieht Morlasch seinen Bart, aus Angst das er tatsächlich verzaubert würde.
    "Naja aber nun setzt euch, bei dem Wetter muss doch keiner draußen bleiben, möchtet Ihr auch einen Schluck Waskirer oder etwas Wasser ?" fragt er während er auf die halbleer plätschernde Flasche und das kleine Fass, was nun neben dem Esel, der immer wieder nach draußen auf die jungen Treibe sieht, steht deutet.
    "Wie gesagt, Morlasch, bin ich und Ihr ?"

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

  • "Chay'renne", erwidert der Andere auf die letzte Frage, zumindest ist es aus seiner Warte auf diese bezogen. Zu dem Trinkangebot, aus dem es alkoholisch riecht, schüttelt er ablehnend den Kopf und wendet leicht angewidert den Kopf ab.
    "Ich bin kein Grin'fey, ich bin ein Frundengar", stellt er mit einem Selbstverständnis richtig, das andere womöglich so nicht eindeutig erkennen können. So etwas wie ein belustigtes Glimmen leuchtet in sein Wolfsaugen auf. "Ich mache keine Bärte grün."

  • "Dann verzeit, ich dachte, dass Ihr einer wärt, kann ich Euch denn Wasser anbieten ?" Fragt der Zwerg während er das kleine Fass herholt, und unter den unter Decken verstauten Dingen im Sattel zu kramen beginnt, wobei er eine in Leder gewickelte Windenarmbrust und einen großen mit Leinen und Leder auf Holz bespannten, mit bunten Feldbannern bemalten, ovalen Schild, welcher einen großen teil des Sattels eingenommen hat, beiseite legt und einen Becher hervorzaubert, diesen mit dem Inhalt des Fasses füllt und diesen Chay'renne entgegenhällt. Offenbar ist tatsächlich ganz normales Wasser, welches vor einigen Stunden abgefüllt wurde im Fass.

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

  • Der Regen stroehmt immer noch wie Bindfaeden vom Himmel herab, Die drei Gestalte unter dem Felsvorsprung koennen sich gluecklich schaetzen, dass sie im trockenen sitzen.

    Der Wald wirkt leer, nicht ausser Pflanzen und Baeumen ist zu sehen.

  • Nachdem nun schon zwei Personen außer Yann hier lagern, räumt der Mittelländer seine Sachen ein wenig zusammen und zur Seite. Hätte er vorher schon damit gerechnet, dass so viele Leute genau jetzt genau hier Unterschlupf suchen wollten, hätte er sich garnicht erst so breit gemacht. Trotz dass der Zwerg und der Halbelf gerade reden und der Regen immernoch laut auf die Bäume prasselt, ist da ein Geräusch, das nicht da sein sollte. Er lässt den Blick schweifen in die Richtung, aus der er das Geräusch gehört hat. Auf den ersten Blick ist nichts zu sehen, aber Yann schaut genauer hin und tatsächlich, kann er dort jemanden sehen.


    "Sind wir hier denn auf der Reichsstraße?", meint er zu niemandem bestimmten, mehr verwundert als verärgert. "Wenn du im Regen bleiben willst, nur zu, aber hier wäre noch etwas Platz für dich", ruft er der versteckten Person zu.

  • Stillschweigend ist Chay'renne etwas überrascht, dass ihm hier Wasser angeboten wird, da er ja, gut sichtbar, selber welches hat.
    Da nehmen seine Ohren ein Geräusch wahr und seine Augen etwas, was sich nicht nahtlos in den Wald einfügt. Er wendet den Kopf nicht gänzlich in die Richtung, weil er den anderen nicht wissen lassen möchte, dass er ihn bemerkt hat, aber beobachtet dennoch aufmerksam, bereit zu reagieren und versucht zu erkennen, ob da noch mehr sind oder die Person eine Waffe bereit hält.
    Doch ist er nicht der einzige, der die Person bemerkt. Seine Hand liegt wie zufällig auf der oberen Spitze des Kurzbogens, während er abwartet, wie die Reaktion auf Yanns Worte ausfallen wird.

  • Eine dunkel gewandte Gestalt erhebt sich aus dem Gebuesch und macht einige Schritte auf die Gruppe zu. Unter einer tief ins Gesicht gezogenen Kapuze knurrt der Neuankoemmling: "N'Tag, die Herren."


    Jetzt, wo er das Gebuesch verlassen hat, kann man ihn genauer erkennen. Es handelt sich offenkundlich um einen maennliche Person, was sich unschwer an der Stimme erkenne laesst, das Gesicht ist allerdings noch unter der Kapuze verborgen. Die Gestalt ist relativ gross [OT: etwas ueber 1,80 m] und eher sehnig als kraeftig gebaut. Er traegt einen dunklen Lederpanzer, welcher sich gut an den Koerper anzupassen scheint und die Gestalt nicht gross behindert. An den Armen traegt er lederne Armschienen und darunter duenne Lederhandschuhe. Die beine werden von einer dunklen Lederhose gescheutzt, an den Oberschenkeln sind ausserdem noch duenne Lederschienen angebracht. An den Fuessen traegt er stabile, aber leichte Lederschuhe, welche schon sichtbar abgenutzt sind, so wie seine gesamte Kleidung. Trotz diesen Gebrauchsspuren scheint alles gut in Schuss zu sein.


    Am Guertel traegt er links zwei Scheiden, einer laengere und eine kuerzere. In der ersten Scheide, welche sich innen, nah am Koerper bedindet, steckt ein kurzes Schwert, an dessen Griff die Hand der Gestalt momentan liegt. Davor, in der kleineren Scheide, steckt ein Jagdmesser. Soweit man es erkennen kann sind die Waffen gut gefertigte ware, wie man sie bei den meisten Waffenschmieden im Land, oder in der Armee, bekommen kann.


    Ueber seiner (von ihm aus gesehen) rechten Schulter ragt ein Koecher hervor, in dem einige Pfeile mit weisser Befederung steckten. Den dazugehoerigen Bogen sieht man auch gleich, er haengt am Ruecken der Gestalt. Genauer gesagt ist es nicht nur ein Bogen, sondern zwei, ein relativ normal aussehender Kurzbogen und ein Langbogen. Eine Person, welche etwas von Boegen versteht sieht, dass dieser Langbogen nicht etwa eine haufig gefertigte Massenware ist, dieser Bogen hat eine etwas andere Form und ist massgefertigt.


    Nun, als er sich den drei Personen unter dem Felsvorsprung weiter angenaehert hat, schlaegt er die Kapuze zurueck und sein Gesicht wird erkennbar.
    Das Gesicht ist menschlich und wirkt schon aelter, auch wenn es das nicht ist. Das Auffaelligste am Gesicht ist wohl eine heftige Narbe, welche sich quer ueber die linke Gesichtshaelfte zieht. Die Person hat einen Kurzhaarschnitt und einen Dreitagebart, sieht aber ansonsten einigermassen gepflegt aus.


    Die Hand von seiner Waffe nehmend, gesellt er sich zu den anderen unter den Felsvorsprung. Sogleich wendet er sich an Yann: "Hast gute Ohren und gute Augen, dass du mich entdecken konntet. Wer bist du?"

  • Chay'renne fand es es nun nicht so schwer, den Mann auszumachen, auch wenn er von den Südländern oft genug schlechteres gewohnt ist.
    Nachgerade faszinierend findet er es jedoch, das auch dieser Mann einen Kurz- und einen Langbogen trägt und hier ebenfalls der Langbogen, wie auch seine beiden Bögen, von besonderer Machart ist.
    Doch immer ist ein Teil seiner Aufmerksamkeit auch auf die Hand an der Waffe gerichtet, wenn der Halbelf auch nicht merklich angespannt wirkt, eher allgemein bereit.


    Er wendet sich dem Zwerg zu, der ihm das Wasser angeboten hatte. Kurz mustert er Becher und Zwerg, denn er hat ja nun in der Tat selber etwas zu trinken. Da Morlasch jedoch ihm den Becher entgegenhält, nimmt er ihn an und trinkt von dem Wasser.

  • Morlasch, ist sichtlich überrascht über den weiteren Neuankömmling, den er bis er an die Höhle trat, nicht bemerkt hatte, da er eignetlich Chay'rene noch Zuprosten wollte, nun fängt er sich und meint etwas spöttisch :" Seltsam, so viele Leute in der tiefsten bornischen Wildnis, vielleicht sollte man hier eine Kneipe auf machen. Nun Seit Gegrüßt, ich bin Morlasch, Sohn des Morglim, " er sieht sich erneut um, " Bin ich hier unter die Waidmänner geraten ? Wenn Ihr möchtet, könnte ich versuchen Feuer zu machen und wenn einer von euch etwas Beute mit hat, könnte man etwas schönes braten... und gemeinsam auf das Ende des Unwetters warten, ich hab' mir mal sagen lassen, dass so viel Wasser auch für Bögen nicht so gut wäre. "

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.

  • Yanns Blick mustert auch den dritten Fremdling, der zu ihm unter den Vorsprung tritt. Ein Lagerplatz, der wohl noch nie so stark besucht gewesen ist. "Ich bin Yann", meint er dann zu dem Neuen. "Wenn ich dich nicht entdeckt hätte, wäre ich ein schlechter Kundschafter", fügt er noch hinzu. Zwar hatte Yann ihn nur auf dem zweiten Blick gesehen, aber das muss er ja niemanden auf die Nase binden.


    Dann setzt er sich wieder an die Felswand und richtet den Blick wieder auf die Umgebung. Es ist nicht wahrscheinlich, dass da draußen noch jemand ist, dem er nicht schon in den letzten Stunden hätte begegnen müssen, aber man weiß ja nie... "Wenn du ein Feuer willst, wirst du wohl erst Holz sammeln müssen", meint Yann zum Zwerg und deutet mit einem Nicken nach draußen in den Regen. "Wie viel Wasser ein Bogen aushält, hängt davon ab, wie gut man ihn pflegt." Yanns Bögen zumindest sind in einem sehr guten Zustand.

  • "Sei gegruesst Herr Zwerg, mein Name ist Darian. Sagt, was verschlaegt dich hier soweit in die Wildnis?" Darian mustert den Zwerg interessiert und abschaetzend. Dann wendet er sich Chay'renne zu und fragt: "Und du bist wer? Du schaust auch so aus als koenntest du mit dem Bogen umgehen."


    Waehrend einer Antwort macht Darian es sich "gemuetlich", er schnallt einen kleinen Rucksack, welchen er auf dem Ruecken getragen hatte, ab und legt ihn neben sich, das gleiche tut er mit seinen zwei Boegen und seinem Koecher. Man sieht, dass an seinem Rucksack weitere Pfeile in einem Buendel in einer Lederhuelle stecken.


    Auch er schaut, wie Yann, in den Regen hinaus.

  • Ja, auch Chay'renne findet, dass sich hier unerwartet viele Leute treffen. In diesen Regionen kennt er das so gar nicht. Aber eine Kneipe würde er hier gar nicht betreten, denkt er sich.
    "Chay'renne", erwidert er auf die Frage nach seinem Namen zu Darian. Dass er nicht extra bestätigen muss, wenn er schon zwei Bögen trägt, dass er schießen kann, hält er für überflüssig zu bestätigen.
    Er hockt noch immer nahe der Felswand, mit dem Langbogen hinter sich, hatte aber darauf geachtet, den dort liegenden Bögen nicht tatsächlich zu nahe zu kommen oder gar darauf zu treten. Nun lässt er sich auf Knie nieder und streift mit der einen Hand den Tuchbeutel ab, der damit auch hinter ihm liegt. Abseits von denjenigen, die vor ihm stehen oder sitzen, hat er recht gute Sicht, mit dem Rücken zum Felds, auf das Umland.
    "Ihr habt gute Bögen", sagt er feststellend. "Woher?"

  • "Ich bin Alchemistenlehrling, also muss ich auch die Kräuter und Pilze zusammensuchen, welche für die verschiedenen Tränke und Pulver benötigt werden. Mit dem Feuer kann es etwas Dauern, wartet",

    langsam, so als hoffte er, das der Regen so ihn weniger störte geht der Kurze vor den Unterstand und kommt mit einigen nassen Ästen zurück. Morlasch legt diese an den Rand der Höhle und geht dann an den Sattel und beginnt erneut zu kramen.

    Etwas später kommt er mit einem kleine Beutel und einem Messingfläschchen und dünnen Anzündspähnen zurück .

    Er versucht diese "professionell" auf zu schichten und begießt vorsichtig etwas Holz mit der nach verbrannten Öl riechenden Flüssigkeit, öffnet vorsichtig den Beutel auf dem in kantigen Zwergenrunen etwas eingebrannt steht:

    Morlasch schüttelt vorsichtig etwas vom Pulver aus dem Beutel jedoch passiert erst einmal nichts.

    Er beginnt etwas entschlossener zu schütteln und endlich kommt etwas von einem Farblosen Pulver, welches kurz nachdem es aus dem Beutel kommt in kleine Flämmchen verwandelt und die mitgebrachten trockeneren Anzündspähne entzündet. Mit etwas Hilfe, gelingt es dem Zwergen auch die getränkten Scheite darüber zu legen und so langsam aber sicher ein Feuer auf dem steinig, erdigen Höhlenboden zu entfachen. Er schließt wieder den Beutel und betrachtet stolz sein Werk. Alchemie geschafft 7*

    Ὦ ξεῖν᾿, ἀγγέλλειν νάννοις ὅτι τῇδε κείμεθα τοῖς κείνων ῥήμασι πειθόμενοι.