Chimärologin auf Basis der Schwesternschaft der Wissenden

  • Das Problem bei dem Ganzen sind die begrenzten Fähigkeitne von Chimären. Liest man sich die Regeln dafür in WdZ (S. 196) genau durch merkt man, dass das Ergebnis in den meisten Fällen... naja, von dem Menschen bleibt nicht viel übrig. Um das zu schaffen ist die Erschwernis einfach zu hoch.

    Laut o.g. Abschnitt ist die Erschaffungsprobe neben Magieresistenz, Größenunterschied und Verwandschaft ja noch um einige andere Faktoren erschwert, wenn das Ergebnis halbwegs menschlich bleiben soll.

    Die KL des Wesen ist die niedrigste KL der beteiligten Wesen -1. Selbst wenn wir jetzt optimistisch die KL einer Eidechse auf 2 setzen (entspricht der KL von Reit- und Flugechsen), hätte der arme mit einer Echse vereinet Fischer also eine KL von 1. Natürlich könnte man diese wieder erhöhen, bis auf die höchste beteiligte KL. Sagen wir, der Fischer hatte ursprünglich KL 9, dann müsste die KL also um 8 Punkte erhöht werden. Bei einer Erschwernis von 2 Punkten pro KL-Punkt bedeutet allein das also schon mal einen Malus von 16 Punkten.

    Der zweite Haken sind die Talentwerte: das erschaffene Wesen hat in allen Talenten den Durchschnittwesrt aller Wesen. Da Eidechsen vermutlich keine sonderlich hohen Werte in den Bereichen Gesellschaft, Wissen, Sprachen und Handwerk haben werden also alle Talente in diesen Bereichen halbiert. Jede Erhöhung eines Talentwertes um 3 TaP erschwert die Probe wiederum um 1 Punkt (maximal die Werte des höchsten Beteiligten). Da auch ein Fischer einige Talente besitzen, wird es schwer bis unmöglich alle Ursprungswerte wieder zu erreichen.

    Und dabei sind die oben genannten Modifikatoren wie Magieresistenz, Größenunterschied etc. nicht berücksichtigt, genausowenig wie eventuelle besonderen Eigenschaften (wie z.B. die Regenration). Und nicht zu vergessen die möglichen Dienste: freier Wille befindet sich irgendwie nicht darunter, scheint also für Chimären nicht wirklich vorgesehen.

    Das Ergebnis wäre also ein grenzdebiler, mehr oder weniger unfähiger Fischer, der abgesehen von leicht instinktgesteuertem Verhalten keinen nennenswerten freien Willen mehr hat.

  • ich dachte höchste klugheit -1, da sieht man mal.Die Methode der Heilug is somit hinnfällig. Wäre eher etwas für den raddgierigen magier aus Elburun, der sich strikt an den Vertrag hällt, seine "Patienten" aber halt immer als (vollkommen intakte) sabbernde, vor sich hinwegetierende Wesen zurücklässt...

    Man müsset also eher die Ritualidee aufgreifen. Laut WdG haben einige der archaisch lebenden Achazprister magische, sowie karmale Fähigkeiten. Auch von Göttern, die Normalerweise keinen karmalenergie zur verfügung stellen , zB Saturia. Hier könnte man doch leicht ein Ritual kreieren, dass man zB am ende einer kampagne in einer alten Echsenruine finden/entschlüsseln könnte.

    :zwerghautelf:

  • Dafür mußt du gar nicht bei den alten Echsen suchen. Die Tsa- und (in geringerem Umfang) Rahja-Kirchen verfügen über einige Regenerationsliturgien. Details kann ich dazu ohne WdG nicht sagen, aber ein neuer Arm ist durchaus möglich. Ist allerdings die Ausnahme, keine "karmalzauberische" Heilung auf Bestellung, und mit dem jeweiligen Glauben verknüpft. Das sich ein Söldner eben im Tsa-Tempel den Arm für die nächste Schlacht ersetzen läßt ist definitiv nicht drin, wenn er nicht aus voller Überzeugung sein ganzes Leben ändern will (und selbst dann ist so eine göttliche Heilung wohl selten).

    Ich fürchte für magische Regeneration verlorener Körperteile, die für den BALSAM zu lange ab sind, müßt ihr Hausregeln für Savertins Methoden schreiben oder so etwas. Vielleicht kann man den Zeitraum etwas dehnen, der seit dem Verlust vergangen sein darf, wenn man statt Balsam den Dschinnendienst Heilung in Anspruch nimmt. Das ist meines Wissens nirgendwo eindeutig geregelt und damit eine Frage von Gruppenkonsens bzw. Meisterentscheid. :zwinker:

    „Ich habe ja durchaus Verständnis dafür, daß die Beschwörung eines Humus-Elementars nicht ganz so funktioniert, wie man sich das vorstellt. Aber wie, bei allen Zwölfen, kann man versehentlich einen Elefanten beschwören?“ (aus dem DSA4 Forum)

  • @Edorians Dschinne
    Stimmt. Ein freizaubernder Elementarer Meister kann sicher Arme nachwachsen lassen.

    Quote

    Die KL des Wesen ist die niedrigste KL der beteiligten Wesen -1.

    Mit Zurbarans Tinktur nach WdA nicht. Durch sie werden (bei Qualität F) die höchsten KL- und TaW-Werte verwendet.

    Non serviam!

    Beherrscher des Kophtanischen Imperavi nach Zant...
    und lobet Thargunithread, die Herrin der Threadnekromantie!


  • Zurbarans Tinktur wäre also die Lösung...aber das Zeug is meines Wissens sehr selten...lernen könnte man das Rezept nur aus "Chimären und Hybrieden" und von wenigen Privatpersohnen, ist auf jeden fall mit hohen Kosten verbunden.

    Ja, peraine und Tsa wäre eine Lösung, aber sicher keine, die für eine Hexe in frage kähme, duie bereit ist den Chimärform zu benutzen, aber zu den Ritualen gibt es leider keine Regeln, nur ein paar Anspielungen in der G7.

    :zwerghautelf:

  • @Edorians Dschinne
    Stimmt. Ein freizaubernder Elementarer Meister kann sicher Arme nachwachsen lassen.

    Mit Zurbarans Tinktur nach WdA nicht. Durch sie werden (bei Qualität F) die höchsten KL- und TaW-Werte verwendet.


    Nur die KL, nicht aber die TaW. Zumindest nicht laut Wege der Alchemie.

    Unabhängig davon bleibt, streng genommen, das Fehlen des freien Willens ein Problem. Der Chimaeroform ist schlicht nicht dazu gedacht, das zu bezwecken, was der Thread-Ersteller wünscht. Mit dem Chimaeroform schafft man sich für spezielle Aufgaben zurechgeschnittene Dienerwesen.