Robert E. Howard, Bücher von und über den Träumer aus Texas

  • ch tue mich extrem schwer mit Verfilmungen von von mir geschätzten Stoffen, bei denen dann nur der Name als Zugpferd genommen wird, und der Rest komplett erfunden. Von daher hatte ich mich nur durch den Film gehievt, die Haare gerauft und mich gefragt, wie man dazu kommt, dass als Solomon Kane-Verfilmung anzusetzen.^^

    Aber bei Howard-Verfilmungen bin ich eh ganz furchtbar penibel, und bislang ist jede einzelne bei mir durchgefallen.

    Ich habe mir da generell ein dickes Fell angewöhnt. Und was mir halt besonders gefällt, das Verfilmungen oft dafür sorgen, das altes und neues Material zum Autor und vom Autor in deutscher Sprache erscheint. Eine wunderbare Nebenwirkung.

    Letztes Jahr hatte ich einige der Abenteuer-Geschichten im und um das Heilige Land gelesen:

    "Und weil ich gerade so eine Ritter- und Kreuzzug-Phase haben, habe ich einige von Robert E. Howards Geschichten zum Thema gelesen (darunter Das Blut Belsazars, Der Herr von Samarkand, Der Löwe von Tiberias, Die Straße Azraels, Rote Klingen in Schwarz-Cathay).

    Das ist lange her, das ich sie gelesen habe. Ich habe sie hier in den uralten Terra Fantasy Bänden. Kürzlich habe ich mir die Neuauflage bei Festa im Hardcover gekauft. Könnte ich jetzt über Ostern eigentlich endlich lesen...

  • Ich habe sie ebenfalls in den Terra Fantasy-Ausgaben (außer Rote Klingen in Schwarz-Cathay, das ist ja erst viel später auf Deutsch erschienen).^^

    Die Geschichten haben ich teilweise schon sehr oft gelesen, weil ich bei denen auch noch das Setting mag.


    Erwähne nicht den Festa-Verlag, ich stehe dann immer kurz davor, über diese wundervollen Ausgaben (die ich nicht habe) in Tränen auszubrechen. :D

  • Ohne die Verbindung zu Lovecraft hätte ich nie etwas von Conan-R.E.-Howard gelesen; bin kein Fan von diesen Sword & Sorcerer-Geschichten.

    Dank FESTA hab ich den Band Volk der Finsternis gekauft, aber so richtig warm werde ich nicht mit diesem "rauhen" Schriftsteller.

    Robert E. Howard – Wikipedia

    Sein Tod ging den von Lovecraft ein Jahr voraus ... die beide Clark A. Smith gut kannte.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Erwähne nicht den Festa-Verlag, ich stehe dann immer kurz davor, über diese wundervollen Ausgaben (die ich nicht habe) in Tränen auszubrechen. :D

    Gräm dich nicht. Sie sind noch zu kaufen ;)

    Ohne die Verbindung zu Lovecraft hätte ich nie etwas von Conan-R.E.-Howard gelesen; bin kein Fan von diesen Sword & Sorcerer-Geschichten.

    Dank FESTA hab ich den Band Volk der Finsternis gekauft, aber so richtig warm werde ich nicht mit diesem "rauhen" Schriftsteller.

    Ok, das kann ich nachvollziehen. Ich hatte schon immer eine Schwäche für Schwert & Magie Geschichten. Und da ist er wahrlich ein Meister. Außerdem habe ich ihn gleich nach Tolkien für mich entdeckt. Deshalb stehen beide in meiner persönlichen Fantasygalerie ganz oben nebeneinander.


    Liest eigentlich von euch jemand die Comics aus dem Splitter Verlag? Oder die von Panini?

  • Ich fand die comic-reihe, die im Original bei Dark Horse erschienen war, ganz gut. Aber leider hat jetzt Marvel wieder die Lizenz ...

  • Gräm dich nicht. Sie sind noch zu kaufen ;)

    Ich weiß.^^ Aber ich habe sie doch schon, warum noch mal kaufen, oder ersetzen, schlussendlich geht es um den Inhalt und nicht um diese (wundervollen) Cover.


    Zu Comics habe ich keine Affinität. Da muss ich passen.^^

  • Ich fand die comic-reihe, die im Original bei Dark Horse erschienen war, ganz gut. Aber leider hat jetzt Marvel wieder die Lizenz ...

    Kennst du auch die Reihe bei Splitter? Das sind französische Künstler, die Howards Conan Erzählungen interpretieren, mit sehr ausführlichen Nachworten. Die Zeichenstile sind sehr unterschiedlich. Mir gefallen die Umsetzungen sehr.

  • Kennst du auch die Reihe bei Splitter? Das sind französische Künstler, die Howards Conan Erzählungen interpretieren, mit sehr ausführlichen Nachworten. Die Zeichenstile sind sehr unterschiedlich. Mir gefallen die Umsetzungen sehr.

    Leider nicht. Ich kenne neben den beiden Marvel-Versionen und der Dark Horse-Version nur noch eine Reihe namens "The Cimmerian", in der nur die einzelnen Kurzgeschichten erzählt werden. Jede Ausgabe enthält auch die jeweilige Originalfassung. Bisher sind "Queen of the Black Coast", "Red Nails", "People of the Black Circle" und "The Frost Giant's Daughter" erschienen. Und ab April ist "Iron Shadows in the Moon" an der Reihe.

    ABLAZE Publishing

    Da REH schon lange nicht mehr lebt, kann eigentlich jeder seine Geschichten übersetzen und veröffentlichen.

  • Leider nicht. Ich kenne neben den beiden Marvel-Versionen und der Dark Horse-Version nur noch eine Reihe namens "The Cimmerian", in der nur die einzelnen Kurzgeschichten erzählt werden. Jede Ausgabe enthält auch die jeweilige Originalfassung. Bisher sind "Queen of the Black Coast", "Red Nails", "People of the Black Circle" und "The Frost Giant's Daughter" erschienen. Und ab April ist "Iron Shadows in the Moon" an der Reihe.

    ABLAZE Publishing

    Soweit ich das sehe, sind das die Comics die im deutschen bei Splitter erscheinen. Zumindestens hat ich beim Suchen gerade einen Treffen.

    Heißt das in den englischen Ausgaben, ist die Howardstory drin und die Comicadaption?

  • Weil Lust auf Western und hier über Howard geschrieben wird, habe ich das kombiniert und "Im Schatten der Geier" (der übrigens vor 2 Jahren im Apex-Verlag neu aufgelegt wurde, ich habe die Heyne-Ausgabe) gelesen, bzw. die letzten 24 Seiten stehen gerade noch an.

    Howards ständige Tiervergleiche sind zweifellos eine Vorliebe von ihm und die ganzen Panther- (am häufigsten), Tiger-, Jaguar-Assoziationen bei all seinen Figuren und damit auch bei der Hauptfigur Corcoran und Geschichten können in der Menge schon mal etwas arg viel sein. Im Falle dieses Buches werden auch die elitären Voraussetzungen eines Revolvermannes sehr oft betont, was ich auch etwas anstrengend finde. Dafür wird man mit einem Western der eher etwas ungewöhnlichen Handlung belohnt, der nicht den Helden nach Western-Schema in die Gefahr schickt, um am Ende die Bösen rechtschaffen über den Haufen zu schießen und ins Happy End zu reiten.

    Es fängt recht typisch an: Goldgräber-Stadt, die von der Geier-Bande terrorisiert und ausgeraubt wird und der entschlossene Sheriff holt sich einen Revolvermann zur Unterstützung, um die Sache endlich in den Griff zu kriegen. Bereits früh im Buch zeigt sich dann, dass die Dinge eigentlich ganz anders sind, und das ist dann das Interessante, wie sich das entwickelt oder wo das hinführt.

  • Heißt das in den englischen Ausgaben, ist die Howardstory drin und die Comicadaption?

    Ja, wobei die Originalstory immer auf alle Ausgaben verteilt wurde.

  • Ich lese gerade dieses Buch:

    Howard: Conan der Legendäre Jenseits des Schwarzen Flusses


    Es gibt noch vier weitere Titel in der Reihe: Der schwarze Zirkel; Eine Hexe wird geboren; Rote Nägel; Der schwarze Koloss.

    Mal abgesehen davaon, das die Titelbilder ganz schlechte Computerkunst sind, kommt mir die Übersetzung sehr ungelenk und holprig vor. Nun ist es schon eine Weile her, das ich die entsprechende Geschichte in einer anderen deutschen Übersetzung gelesen habe.

    Kennt jemand von euch diese Reihe? Was haltet ihr von den Übersetzungen?

  • Ich habe "Jenseits des Schwarzen Flusses" kürzlich gelesen, weil es in "Conan der Krieger" enthalten ist. Ich finde es merkwürdig und uneinheitlich übersetzt, wenn einige Flussnamen (Scalp Creek, Thunder River) auf Englisch sind, der Schwarze Fluss jedoch in deutscher Übersetzung daher kommt. Da im Hyborischen Zeitalter ohnehin kein Englisch gesprochen wurde, finde ich Übersetzungen besser und passender. Ein "handverlesenes Team" in der Inhaltsangabe finde ich dann auch viel zu Englisch und zu modern als Begrifflichkeit. "Kimmerier" und "Aquilona", wenn ich Cimmerier mit C kenne und mir das als "Aquilonien" (was ja auch eine Übersetzung ist, aber auch "Aquilonia" klingt besser) besser geläufig ist, gefällt mir dann nicht, weil's zu ungewohnt ist. Das Cover finde ich nicht gelungen und das gefällt mir gar nicht.

    Spricht so tatsächlich nicht an.

  • Wenn ich mir das Impressum dieses Buches in der Vorschau anschaue, bekomme ich das Gefühl, dass man es mit einem Amateur zu tun hat, der einen Ein-Mann-Verlag leitet. Und die Übersetzung ist wirklich nicht gut. Ich frage mich, ob er die Bücher hätte übersetzen dürfen. REHs Geschichten bestimmt, aber so weit ich es erkennen kann, hat er die Pastiges übersetzt, und die sind noch lange nicht Public Domain.

  • Ich habe in einer Western-Anthologie eine Geschichte gelesen, die ich bislang noch nicht kannte: Das Urteil der Wüste/The Judgement of the Desert, auch schon unter Showdown at Hell's Gate veröffentlicht.

    Ich war ganz überrascht, keine Raubtier-Analogie zu finden, keine Bezüge auf die Flinkheit und Sinne von Panthern, Pumas oder sonstigen Tieren.^^ Es gibt einen irischen Namen, ganz von seinen Vorlieben konnte er halt nicht immer weg. Lässt sich gut und spannend lesen. Mit Happy-Endings hatte es Howard ja auch nicht so immer, daher ist auch dies eine Geschichte über alte Sühne.