Fjarninger als Charakter

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  • Hello there...


    Ich fand Fjarninger schon immer toll, konnte sie aber bisher nicht spielen, weil mir ihre Art als Spieler zu heftig ist. Nun will ich aber unbedingt mal und habe mir daher folgendes ausgedacht:


    (in kurz)
    Bei der "Reifeprüfung" wird mein Charakter irgendwie schwer am Kopf verletzt und weiss nicht mehr wer er ist und wo er herkommt. Durch zufall findet ihn eine Gruppe Händler/Reisende/Abenteurer. Von ihnen lernt er halbwegs normales Verhalten, wobei das natürlich ein langsamer Prozess ist.


    Ich finde das es schöner Stoff für einen SL ist, wenn sich mein Held auf die Suche nach seiner Herkunft macht. Oder findet ihr das ein bisschen zu sehr an den Haaren herbeigezogen?

    funktionless art is simply tolerated vandalism - [br]i am a vandal.

  • Ich finde Fjarniger, die Fjarninger sind und nicht etwas anderes, toll.
    Was findest Du an Fjarningern toll, wenn ihre Denk- und Lebensweise (also das "Fjarninger-sein") Dir nicht so gefällt? Was bleibt für Dich da noch Interessantes übrig (außer ein Hüne mit tollen Attributsbni zu sein in Fellkleidung)?


    Für meinen Teil entsteht auch erst der Reiz aus solch einem Barbaren, ganz egal ob Gjalsker, Fjarninger, Trollzacker oder Ferkina (wobei ich persönlich die beiden letzten mit ihren Kulturen gar nicht mag) aus dem Kontext zu ihren heimatlichen Kulturen und ihren Lebensweisen, Traditionen und Überzeugungen, und weniger, die Rasse in eine andere Kultur zu pflanzen. Daher: überlege es Dir doch noch mal, ob nicht die eigene Kultur mit allem drum und dran erst den "echten" Fjarninger ergibt. :)


    Der Elf, der unter Menschen aufwuchs, der Thorwaler im mittelreichischen Addelshaus, der Trollzacker bei mittelreichischen Bauern ... das sind doch gar keine Thorwaler, Elfen und Trollzacker in dem Sinne mehr, sondern Menschen (vermutlich in Magierrobe) mit spitzen Ohren oder einfach nur sehr muskulöse Kerle in Rüstung oder Kutte.


    "Halbwegs normales Verhalten" finde ich dabei auch sehr pauschal. Für Fjarninger ist ihr Verhalten sehr normal und das der Mittelreicher eben nicht. Ihre Umwelt zwingt sie dazu und formt sie und das, finde ich, kann und sollte man nicht so wegnehmen.


    (Kurzweiliger) Gedächtnisschwund finde ich sehr spannend und interessant, würde aber vielleicht besser kommen, wenn die anderen SC ihn vorher schon kannten. Dann können sie ihm zwar sagen: Du heißt, Du bist, Du kommst, aber das zu hören gibt ja noch keinen echten Bezug dazu. Vor allem eigentlich wäre der Kontrast größer, wenn man erst einmal die fjarningsche Art etwas kennt und dann der raue Kerl unschuldig wie ein Kind da ist, den man gewissermaßen neu formen kann, oder es wenigstens versuchen.
    Vielleicht reicht das ja auch, wenn das Gedächtnis wieder da ist, eine etwas "sanftere" Ader mit hinein zubringen?


    Bei Deiner Story sehe ich das Problem: da, wo Fjarninger leben, ziehen zufällig weder Händlerkarawanen oder SC Gruppen daher, schon gar nicht, ohne dass die dort lebenden Fjarninger davon nicht schneller erfahren, als die Südländer papp sagen können. Und was macht man, wenn man in fremder, gefährlicher Umgebung einen Verletzten findet? Statt ihn mitzunehmen ("Ich sehe, eure Gruppe hat noch keinen Barbaren dabei."- "Möchtest du uns auf unserer noblen Queste begleiten?"- "Ja, möchte ich gerne." :lach: Überspitzt dargestellt.) bringt man ihn zu seinen Leuten zurück, das macht dann auch gleich einen guten Eindruck, wenn man sich mit den hiesigen Einheimischen, die gefährlich sein sollen, gut stellen möchte (und wird öfter mal in AB aufgegriffen als Thematik). Ich glaube auch nicht, dass ein Fjarninger auf Reifeprüfung so weit nach Süden geht, denn nur in den heimatlichen Nebelzinnen sind die Herausforderungen zu finden, nicht da im flachen Süden, in dem nur Nulpen leben.
    Und ein Fjarninger, der sich auf der Suche nach seiner Herkunft und Familie begibt, bestreitet nicht AB, die in der Regel weit, weit entfernt von der Heimat angesiedelt sind, sondern geht dahin, wo man ihn gefunden hat, bedankt sich noch dafür, dass man ihn erst aus seiner Heimat mitgenommen hat, statt einfach zu Hause abzugeben und ist dann bald wieder zu Hause. EDIT: Es sei denn, man macht das mit der Lebensschuld ... aber da stellt sich trotzdem die Frage, warum sie ihn mitnehmen, statt seine Leute, die in der Nähe sein müssen, zu suchen. EDIT Ende


    Warum nicht so machen, wie es die Beschreibung der Fjarninger schon für einen SC vorschlägt, dass er tatsächlich etwas zu weich für sein Volk ist und daher gehen musste? Das erklärt, warum er als Stammeskrieger nicht seinen Stamm verteidigt, wie es nun mal seine Aufgabe wäre, statt im Süden herumzustrolchen. Das macht ihn ohnehin etwas gruppenkompatibler, ohne ihm seine fjarningschen Denkweisen komplett auszumerzen und es würde immer noch interessante Szenen geben, wenn seine Sichtweisen gegen die der Gruppe stehen. Aber da die Gruppe nun seine neue Sippe ist und er ohnehin aus Fjarninger-Sicht ein Weichei ist (auch wenn das die anderen erst mal so nicht sehen würden) gibt das genügend Grund, dann eben doch nach und nach etwas anzunehmen und ein wenig umzudenken.