Leichen plündern

  • Gehört es nicht dem Kaiserhaus und das gibt den Zehnt an die jeweiligen Kirchen auch in Enduriumform, und das gilt nur für das Endurium von Maraskan? Die Mine selber gehört jedenfalls weder der Boron-Kirche, noch hat sie die Aufsicht darüber. Und das gilt auch nur für das geschürfte Endurium seit der Besatzung, nicht für jenes, das vor der Besatzungszeit geschürft und weiter verarbeitet wurde (Silpion, Antworter, Vergelter ...).


    Die andere Mine gehört den Nachtalben, von der weiß eigentlich eh keiner was, geschweige denn, dass da jemand Besitzansprüche gelten machen kann, und wenn man auf Nachtalben stößt (es gibt einige wenige offizielle AB, die eine solche Begegnung außerhalb des Ewigen Eises vorsehen), kann man da mitnehmen, ohne dass irgendwer Besitzanrecht drauf hat, außer verfolgende Nachtalben, aber das kann natürlich auch jeden potentiellen Dieb einladen.


    Wenn also irgendwer mit Endurium auftaucht, kann es gut sein, dass er den Dusel hatte, eine Begegnung mit einem Nachtalben zu überleben, güldenländisches Endurium gekauft oder geschenkt bekommen zu haben (selten, aber gibt es), oder aventurisches Endurium käuflich erworben oder als Geschenk erhalten zu haben, in Reinform oder als Waffe (da gibt es auch eine offizielle Kampagne). Nur weil einer eine Enduriumwaffe/-gegenstand trägt, würde ich den IT nicht gleich wegen Diebstahls festsetzen lassen, aber je nach Auftreten könnte man je nach Autorität mal nachfragen, wo das Herkunft (falls Name des Trägers nicht schon Erklärung genug ist).


    Ja, ein enormer Wert, daher schrieb ich ja, dass man schon mit relativ geringen verkauften Mengen Enduriums oder auch nur einer Legierung viel Geld zu machen ist. Wenn 1 Stein 6000/12.000 D bringt, dann würden kleine 10 Unzen schon 3000/1500 D bringen, wenn man nicht scheuen muss, es offen zu verkaufen und sich Zeit zu nehmen.

  • Habs nur grob überflogen, ABER:



    ist es nicht so, daß das eine oder andere Teil, das so beim Filzen (ich verwehre mich gegen das WORt "looten") auftaucht schlicht und ergreifend verboten ist, oder den Charakter in arge Erklärungsnot stürzt. Wenn ich da an diverse gifte denke, die mal im falschen Augenblick auftauchen, den mengbillar, der "versehentlich" in die Decke eingewickelt wurde. Schlagringe, Dietriche. Mann, da kann man seine Gruppe ganz fix einnorden, wenn man mal einen Spielabend mit Gefangennahme, haft, gerichtsverhandlung und Geldstrafe verbringt.



    Ich habe nichts dagegen, das man besiegte gegner um Ihre Weltliche habe erleichtert, aber mit Maß und ziel. macht sich auch besser, wenn man "Bedrohliche" Sachen bei Kirchen oder magierakademienabgibt. Daergeben sich auch gerne mal Freundschaften, die man später nutzen kann:).

  • Quote

    Ergo: der vorausschauende Meister schickt keine Nachtalben mit Endurium-Rüstung als Gegner ins Feld, wenn es nicht auch einfache Wegelagerer mit speckigem Lederzeug und schartigen Äxten tun. Oder er überlegt sich eben die Konsequenzen davon, seinen SCs qualitativ hochwertige Ausrüstung zugänglich zu machen.

    Sollte klar sein. Aber im Verlauf der Phileasson trift man nun einmal auf Nachtalben. Und natürlich passt eine an elfische Proportionen angepasste Rüstung keinem Menschen. Aber der Materialwert ist nichtsdestotrotz gewaltig, selbst bei einem (wahrscheinlich) geringen Enduriumanteil. Wie viel Endurium wirklich enthalten ist, ist unklar, aber ich meine mich zu erinnern, dass schon wenig Endurium die magiehemmenden Eingenschaften von Eisen dämpft und eine solche Legierung tiefschwarz färbt.

    Non serviam!


    Beherrscher des Kophtanischen Imperavi nach Zant...
    und lobet Thargunithread, die Herrin der Threadnekromantie!




  • Quote

    Solche Spieler sagen oft „Die Zwölfe sind uns eh egal, wir verehren nur Angrosch“ aber wenn sie einen anderen Glauben Kennenlernen und vielleicht ein wenig Respekt davor bekommen, dann kann sich das ändern.


    Das ist gar nicht notwendig; Angrosch dient den Zwergen auch für Selbstbeherrschung. Ich nehme mal an, dein Zwerg ist der Klischee-zwerg :zwerghautelf: ,sprich Söldner oder Krieger. Gerade denen müsste es wichtig sein, dass sie nach ihrem (erwartungsgemäß gewaltsam endenden) Leben nicht in Angrosch aufgehen, wenn sie ihm freveln

    Du meinst es gibt bei den Achaz keinen Sexismus oder Diskriminierung? Kein Ablenkung durch Unterhaltungsmedien? Keine Gewalt aufgrund von übermäßigen Alkoholkonsum oder gar Fortpflanzungstrieb? Aber dafür ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das über leibliche Verwandte hinausgeht?? Ja, klingt schon schrecklich. Da sind Säugetierschweinereien sicher besser. -hexe
    #hexenfanclub :thumbsup:


    Achaz tragen keine schönen Schuhe. Sie sind schöne Schuhe. -Sanyadriell

  • [infobox]Schattenkatze: Aus den Kleinigkeiten her ausgelagert.[/infobox]


    Gilt es als moralisch verwerflich sich die Habseligkeiten getöteter Gegner anzueignen? Etwa die Waffen von Banditen welche die Gruppe angriffen. Mich würde vor allem die Meinung der Boron-Kirche interessieren.

  • Die Boronkirche ist damit sicherlich ziemlich unglücklich. das ist Leichenfledderei.

    Unter korgläubigen Söldnern dagegen dürfte es sehr üblich sein, gehört vllt sogar zum Plünderrecht nach dem Khunchomer Kodex.


    Die Antwort dürfte hier also tatsächlich sehr variabel nach Herkunft und Glauben sein ^^

  • Wenn du danach deine (menschlichen) Gegner begräbst, wäre das vielleicht ein Kompromiß. Bereits sie tot rumliegen zu lassen wäre in den Augen eines Boroni schon ein Frevel.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die Boron-Kirche hat als Feindbild "Totenschändung, Entweihung der Totenruhe, Grabraub," (WdG, S. 74).

    Ob Leichenfleddern gleichzusetzen ist, einen Toten zu schänden, sei mal dahin gestellt, und wenn er nicht bestattet ist. ist es auch kein Grabraub. Aber eine Leiche außerhalb eines Grabes oder innerhalb eines Grabes plündern ist jetzt auch nicht unbedingt der große Unterschied.

    Da sollte man sich in der Gruppe einigen, ob ein Boron-Geweihter bei so etwas wie Felde zieht, oder nur schief guckt und vielleicht ein mahnendes Wort spricht.


    Es dürfte auch mir hineinspielen, was man warum an sich nimmt. Hinweise auf die Identität und etwas, an dem potenzielle Erbe Interesse haben (Siegelring, etwas Wertvolles, etc.), um es tatsächlich bei Erben oder der nächsten Autorität, die nach Angehörigen sucht, zu übergeben, finde ich sehr vorausschauend.


    Der Rondrianer, der einem eindrucksvollen Gegner (nicht dem 08/15 Straßenräuber) die Waffe nimmt, um sie im nächsten Tempel Rondra zu Ehren spendet, finde ich auch passend.


    Themen mit Diskussionen dazu:

    -Leichen durchsuchen - Frevel oder nicht?

    -Leichen plündern

    -Leichenfledderei

  • Das ist jetzt schon wieder alles sehr durch die 2022 Moralbrille geguckt.

    Im Mittelalter und der frühen Neuzeit hätte niemand etwas bei einem getöteten liegen lassen. Das hat nichts mit Leichenfledderei zu tun, das ist Nachhaltigkeit (würde man heute sagen). Der Tote braucht es nicht mehr, warum sollte man es also liegen lassen?

    Was anderes ist es natürlich den großen Krieger mit seinen Waffen zu bestatten, der braucht im Jenseits aber zB kein Geld.

    Ist jetzt keine Moralische Zwickmühle, einfach nur eine Betrachtung dessen der da erschlagen liegt.

    C‘est La guerre sagt der Franzose.

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Ich sehe das aus der Sicht einer Welt, die schlussendlich in vielen Belangen nicht so ist wie unsere Erde zu irgendeiner Zeit, und in der er es Kirchen (und zuweilen auch Götter) gibt, die auf gewisse Dingen achten, und in der Götter und göttliches Wirken tatsächlich auch existieren.

    (Wenn die Boron-Kirche Grabräuber lebendig begräbt als Strafe, kann das sicherlich auch Handeln beeinflussen, wenn einen Toten plündern wie den Toten im Grab plündern betrachtet wird.)

  • Dachte immer DSA sei eine Mittelaltersimulation mit ein bisschen Magie.. 😉


    Aber da haben wir doch wieder das große Problem von DSA. Dutzende von Autoren haben Sachen zusammengeschrieben die gar nicht zusammen passen. Jeder nach seinem Geschmack und seinem Gutdünken.

    Gibt nix wofür es nicht reichlich Gegenargumente gibt. Also, macht’s wie Pippi, macht euch euere Welt wie sie euch gefällt!


    Wie uns wird seit fast 30 Jahren geplündert, bei uns wird nix weggeworfen.


    Und mal so ein kleiner Gedankengang.. wenn deine Heldin bei einem Schuhmacher (gilt für Waffen, Rüstungen, Kleidung usw.) ein paar Stiefel kauft die passen, ist mit 99% Wahrscheinlichkeit darin einer oder eine gestorben. Wenn man da moralische Bedenken hat, muß man auf so ein paar Stiefel mal 4-6 Wochen warten. Welcher Handwerker fertigt was auf Lager wo er gar nicht weiß das er es jemals verkauft? Diese Überproduktion geht nur in industrieller Fertigung, für eine Wegwerfgesellschaft. (Nachhaltigkeit!!!!)


    Und die Archäologie lehrt uns, das auch unsere Altvorderen gar nicht so davon überzeugt waren dass der ganze Plunder im jenseits benötigt wurde und haben das zumeist fix wieder ausgebuddelt..

    Überführte, kleptomanische Witze-Diebin

  • Hollywood-Mittelalterlichartige-Simulation, bitte. Es gibt eine nette Kurzgeschichte über Grabräuber und wie ein Boroni damit umgeht; so etwas hätte es auf Erde nirgends gegeben. ;)

    Die Goblins lassen ihre Toten ja auch liegen, arum sollte man diese leblosen Körper eingraben?

    Ist also eher eine Moralvorstellung - im Hinblick des Zwölfgötterglaubens. Rondra ein Schwert (zum opfern), und Phex paar Münzen (davon welche abzugeben) ist alles denkbar.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

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    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Die armen Thorwaler die niemanden leben lassen welche die Waffe gegen einen ziehen... Dann gibt's auch nichts zu plündern 😓

    Also Grabschändung und einen Toten Gegner zu plündern sind schon zwei Paar Schuhe.

    Sobald man jemanden begraben hat, übergibt man diesen ja an Boron und spricht vielleicht noch einen Grabsegen.

    Leichenfledderei wäre bspw. der Klau der Münzen für den Fährmann Styx. So meine Interpretation der Sachlage.

  • Du kennst ja komische T§horwaler - mit Rondrakodex? Plündern heißt nicht ermorden; wäre es anders, hätte mna Thorwal keinen "horasischen Höflichkeitsbesuch" abgestatten sondern ausgemerzt.

    (Aber das wäre irdischer Realismus, und keine aventurische Fantasy - sollte man daher gut trennen. ;) )

    Styx?? Golgari möchte so nicht gennant werden. ^^

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    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Und mal so ein kleiner Gedankengang.. wenn deine Heldin bei einem Schuhmacher (gilt für Waffen, Rüstungen, Kleidung usw.) ein paar Stiefel kauft die passen, ist mit 99% Wahrscheinlichkeit darin einer oder eine gestorben.

    Kann gut sein, bei gebrauchter Ware kann das sein*. Es hat jemand aussortiert, oder ist gestorben. Aber wahrscheinlich wurden der verstorbenen Person nicht die Stiefel von den warmen Füßen gezogen und eingesackt von der Person, die ihn/sie gerade getötet hat, um beim nächsten Händler ein paar Münzen zu kriegen, sondern Erben haben die Schuhe, die nun nicht mehr benötigt werden, und andere Besitztümer verkauft, für die nun zu Hause kein Bedarf besteht.


    Also Grabschändung und einen Toten Gegner zu plündern sind schon zwei Paar Schuhe.

    Ich sehe es nicht so zwingend, dass Schmuck oder Schuhe von dem Toten, der da liegt, zu nehmen, oder aus dem Grab zu nehmen, so unterschiedlich ist. Der Grabsegen gilt dem Toten und seiner Seele, damit die Seele den rechten Weg findet, und die verstorbene Person nicht erhoben wird.


    Wenn jemand stirbt, wird die Person vor der Bestattung im zwölfgöttlichen Gebiet gewaschen, in Kleidung (WdG, S. 30 erwähnt in einem Fallbeispiel lediglich ein Hemd) gesteckt und begraben, und Angehörige können noch Grabbeigaben machen, in dem Beispiel werden Tuch, Figur oder ein Bild erwähnt. Explizit wertvolle Besitztümer oder Münzen mitzugeben gehört so nicht unbedingt zum Ritus (und nach dem Glauben muss auch niemand bezahlt werden - Golgari fliegt kostenlos).


    EDIT:

    *(Wobei eine alte Preisliste besagt, die günstigere Kleidung ist gebraucht oder Einheitsgrößenanfertigung, und die DSA-Preisliste besagt, dass der Preis für "von der Stange" ist, und gebraucht 3/4 davon kostet - das bedeutet, dass man durchaus üblicherweise eben doch Standardware in Einheitsgröße neu kaufen kann, und gebraucht sehr wohl möglich ist, aber nicht Standard.

  • Wenn ich für ide Lieche - sprich denjenigen geöttet habe - ist es eine frische Leiche. Ob und wie ich diese "untersuche" kommt auf den Grund des Kampfes an., und ob die Zeit dazu reicht.

    Da die meisten Gegner eher Monster sind, bleibt es da oft nur bei einer Trophäe.

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    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)

  • Du kennst ja komische T§horwaler - mit Rondrakodex?

    Glaube du hast meinen Satz fehlinterpretiert. Thorwaler lassen ja niemanden leben, welcher eine Waffe gegen sie zieht. ( Steht in der Spielhilfe) die Foltern auch nicht, aber die verstehten hält auch keinen Spaß. Daher ist ja jeder Gegner theoretisch wertlos da man diese dann ja nicht "plündern" darf, etc.

    Bin ja kein Mittelalterexperte, aber wie war das im Mittelalter?

    Ich sehe es nicht so zwingend, dass Schmuck oder Schuhe von dem Toten, der da liegt, zu nehmen, oder aus dem Grab zu nehmen, so unterschiedlich ist.

    Man sagt ja man bettet jemanden zur letzten Ruhe. Ab dann ist es für mich erst eine "Grabschändung" ist das nicht auch heute so, dass ich eine Leiche untersuchen kann, aber wenn sie im Grab liegt ich eine Genehmigung bräuchte. Leichenschändung, dann bspw. einer Leiche den Arm klauen, so in der Art 😬

    Also ich denke Boron drückt da ein Auge zu

    Allein für die armen Thorwaler

  • (Welche Spielhilfe, etwa der Neuen? Machen das nicht alle Piraten, Plünderer, Banditen, Soldaten im Krieg etc. - so wars unter Karl dem Großen, unter dem mehr geplündert/versklavt und gemordet wurde als unter den Wikingern - nur stand das Christentum hinter ihm, während die Wikinger auch Köster plünderten.)

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    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

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  • Eine Grabschändung ist es laut Wortlaut, wenn das Grab geplündert wird.


    Totenschändung, Entweihung der Totenruhe, Grabraub," (WdG, S. 74).

    deckt, finde ich, je nach Interpretation einiges ab, was gehen mag, oder auch nicht.

    Das kann man, das schrieb ich auch, je nach Aventurien, so auslegen (oder auch ganz anders halten), wie man möchte.

    Ich persönlich finde die Auslegung, dass der Tote, noch nicht begraben, quasi legitimes Freiwild ist, im Grab dann aber nicht mehr, nicht so passend. Aber das ist meine Interpretation und dass man das, streng, bzw. wortwörtlich gelesen, auch legitim ganz anders verstehen kann, ist unbestreitbar.


    Ich war überrascht, festzustellen, dass das Vademecum sich gar nicht mit diesen Belangen beschäftigt. Die Worte "Grabraub, Totenruhe und Totenschändung kommen gar nicht drin vor, oder nur wenige Male.


    Nur im Kontext des Grabsegens wird beschrieben: "Zur Bestattung selbst verfahre wie örtlich üblich oder von den Hinterbliebenen gewünscht. Seinen irdischen Besitzt [sic!] braucht der Dahingeschiedene sicher nicht mehr. Aber auch wenn solch Zierrat meist nur Grabräuber anlockt, so wünschen sich doch viele Angehörige, dem Toten seine Habe auf seine letzte Reise mitzugeben. Entscheide also selbst, ob er mit Prunk und weltlichem Tand begraben werden soll oder nicht." (Vademecum, S. 66).


    Bei den Geboten ist von diesen Stichworten gar nichts mehr zu lesen, da heißt es nur, alle Toten sollen bestattet werden, auch, wenn man nur einige alte Knochen findet.

  • Das mag die Aufgabe der Boronis erklären, die ja für Begräbnisse verantwortlich sind, anstatt die Toten (für finstere Zwecke dann greifbar) liegen zu lassen.

    So lange ein toter Köprer nicht beerdigt ist, ist er sozusagen nicht geschützt.

    Das wurde früher gern mit der TA ausgespielt, wenn jemand eine Liche untersuchen wollte - so könnte sich ja wieder erheben etc.

    Tot bedeutet ja auch in Aventurien nicht glecih tot. ;)

    Daher ist es eher eine moralische Frage - aber nicht für zwölfer Geweihte.


    PS: Nach der Ogerschlacht hatten viele Familien einen Ogerschädel über den Kamin stehen.

    Pflicht des Historikers:
    das Wahre vom Falschen, das Gewisse vom Ungewissen, das Zweifelhafte vom Verwerflichen zu unterscheiden.

    (nach Johann W. von Goethe)


    Kinder deuten ohne Furcht in die Sterne, während andere, nach dem Volksglauben, die Engel damit beleidigen.

    (Vorrede der Grimms Märchen 1819)