Die letzte Bastion

  • "Die letzte Bastion" ist ein Abenteuer von Michael Johann, das 1998 bei FanPro erschienen ist.
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    Punin, Ingerimm 1008 BF


    Ob man das erste Mal in Punin ist, oder schon einen oder gar mehrere Besuche dort hinter sich hat: Punin ist groß und bunt genug, um wieder etwas Neues zu entdecken.
    Im Goldacker leben die Reichen, Sereno bietet etwas mehr Ruhe von der Lebendigkeit der Stadt, der Yaquirhafen lebt vom Handel und jenen, die ihn betreiben, während in Unter-Punin Dreck und Verbrechertum vorherrschen. Magier- und Kriegerakademie, gleich zwei Haupttempel und Tempel der anderen Kirchen (außer Firun), Theater und Sport, Handel und Politik, selbst einen Basar ... Punin, die mittelreichische Stadt im Herzen des südländischen Almadas mit einigen tulamidischen Anleihen, hat all dies und noch mehr zu bieten.
    Zu seinen zahlreichen Bewohnern gehören Tulamiden und gar auch Novadis, der aufmerksame und kundige Besucher wird gar Zwerge und Elfen ausfindig machen können, die Punin ihre Heimat nennen.


    Doch unser Augenmerk richtet sich an diesem Ingerimmtag auf das Theaterviertel.
    Hier stehen mit die ältesten Häuser der Stadt, auch die über die Grenzen Punins hinaus bekannte und angesehene Yaquirbühne, die neben dem Schauspielhaus auch noch eine daneben liegende Freilichtbühne bieten kann. Verschiedene Schulen, sei es für Schreiber, angehende Magier, Philosophie, zukünftige Krieger oder Barden, sind hier ansässig. So verwundert es nicht, dass das Theaterviertel mit eine der lebhaftesten Gegenden Punins ist.


    Auch die "Yaquiroase" ist hier zu finden, ein Haus, das im oberen Geschoss einige Zimmer vermietet und unten eine Gaststube hat, in der neben den Hausgästen vor allem auch andere Kundschaft sich einfindet.
    Von außen ein großer, lehmverputzter Steinbau, gibt es innen frei gelegte Deckenbalken und Fachwerk und im Kontrast dazu Wasserpfeifen und Wandteppiche für den tulamidischen Flair. In (vom Eingang her) rechten hinteren Ecke gibt es eine kleine Bühne, bei der man säuberlich und gut angepasst Bretter über Balken gelegt hat. Der Eingang zur "Yaquiroase" ist mit einer bunten Stoffmarkise versehen, das Namensschild ist nicht etwas das verbreitete Stück Holz, sondern in Lettern aus metallenen Schnörkeln steht dort "Yaquiroase".
    Das Innere ist des weiteren mit Tischen und Stühlen und Bänken versehen, die Tische, die an den Wänden stehen, sind durch Balkenwerk zumindest symbolisch voneinander getrennt, was zumindest den Eindruck von Séparées erweckt. Dazu gibt es natürlich auch noch eine Theke und diverse Tische, die im Raum verteilt stehen. Ein Mann und Frau, beide Tulamiden, führen derzeitig den Betrieb und wechseln sich damit ab, Thekendienst zu machen oder Bestellungen an die Tische auszutragen.
    An diesem derzeitig noch späten Nachmittag ist die "Yaquiroase" eher mäßig Besuch, die große Betrieblichkeit wird erst mit den Abendstunden zu erwarten sein.


    Seit dem Vortag hat ein Ausrufer dreimal täglich bekannt gegeben, dass der Händler Yazim ibn Yasgarod noch Begleiter für seine Karawane sucht, die in (ab dem heutigen Tag) zwei Tagen nach Kannemünde aufbrechen wird. Auch schriftliche Anschläge mit dieser Botschaft sind an entsprechenden Plätzen angenagelt.
    Interessenten sollen ab dem heutigen Nachmittag in der "Yaquiroase" bei Yazim ibn Yasgarod vorsprechen.


    So besagte Interessenten sich an diesem Tage dann auch einfinden und nach dem Händler fragen, werden sie an einen der Tische an der Seite, nahe der Bühne, geschickt, an dem ein Mann Mitte der 30 Götterläufe sitzt. Mit knapp über einem Schritt und vier Spann ist er als durchschnittlich groß zu betrachten. Er ist schlank, sonst lässt sich unter seiner Kleidung wenig von seiner Statur erkennen. Die Kleidung jedoch spricht davon, es hier mit einem erfolgreichen Händler zu tun zu haben, denn das Kusliker Leinen ist gut geschnitten, wenn auch in tulamidischem Stil mit Pluderhose und Turban. Das schwarze Haar ist kurz geschnitten und ein ordentlicher gepflegter schwarzer Bart ziert seine untere Gesichtshälfte. Er trägt zwei goldene Ringe und auch eine Kette ist unter seiner Kleidung ab und an zu erkennen, nichts davon protzig oder prunkvoll, aber ebenfalls auf Vermögen und Erfolg verweisend.
    Neben ihm sitzt ein schlanker und drahtiger Mann, vielleicht ein paar Halbfinger kleiner, und mit tief gebräuntem Gesicht unter dem Turban und in einen Kaftan gekleidet. Seine Kleidung ist aus robusten und einfachem Stoff. Seine Augen sind so dunkelbraun, dass sie fast als schwarz gelten können, sein Alter ist etwas schwer zu schätzen, da die Fältchen in seinem Gesicht ihn wohl etwas älter wirken lassen dürften, als er tatsächlich ist, aber irgendwo zwischen Anfang und Mitte 30 dürfte es wohl liegen.
    Vor beiden Männern stehen Tassen mit Tee, dazu etwas Zucker zum süßen.

  • Ein Mann von durchschnittlicher Größe und schlanker Statur kommt in den Raum. "Phex zum Gruße." ruft er in den Raum, nickt dem Wirt zu und geht dann direkt zu dem Tisch an dem die beiden Männer sitzen. Auch den Beiden nickt er zu und setzt sich dann ebenfalls an den Tisch.
    "Herr Wirt, für mich bitte ebenfalls Tee mit Zucker." ruft er freundlich zu dem Mann hinter dem Tresen.
    Raimundo ist in grau-brauner Kleidung gekleidet, die nicht eben billig ist, dem Anschein nach. Mit seinen kurzen dunkelblonden Haaren und den stechend blauen Augen macht er einen verwegenen Eindruck, jedoch kann er seine akademische und auch adelige Abstammung nicht verhehlen. Genauso wenig wie seine almadanische Herkunft.
    Sein frisch rasierter Bart glänzt noch. Raimundo hat nichts dabei, kein Gepäck und auch eine Waffe ist nicht zu sehen.
    Nachdem der Wirt ihm eine Tasche Tee gebracht hat, schüttet er sich zwei Löffel Zucker hinein und riecht dann an dem aromatischen Tee. "Schreibt es bitte auf die Rechnung." ruft er dem Wirt hinterher.


    Nun sitzt er hier, lange hat er auf diesen Tag gewartet. Soviel hängt ab von dieser Reise. Gedankenversunken sitzt Raimundo auf seinem Stuhl. Ihm geht viel durch den Kopf. Werden genügend Bewerber kommen ? Kommen die richtigen Leute um alle wichtigen Posten zu besetzen ? Wird man sich auf die Leute verlassen können ? Hat er an alles gedacht ? Wird alles gut gehen auf der Reise ? Wird bei seiner Expedition alles gut gehen ?
    Raimundo bekommt gerade nichts mit um sich herum und merkt auch nicht wie aus den zwei Löffeln Zucker, plötzlich sechs werden...



    Edit : Post von gestern abend vervollständigt

  • Ein Mann in einem großen, weißen Umhang betritt die Yaquiroase. Er schlägt die Kapuze seines Umhanges zurück und blickt sich erst einmal im Raum um. Seine dunkelblonden Haare sind frisch geschnitten und eher kurz. Seine Hautfarbe würde Tulamiden eher als blass beschreiben, doch er selber ist froh, dass sich seine Hautfarbe mittlerweile an die oft scheinende Sonne gewöhnt hat und die unnatürliche Röte nicht mehr sein Gesicht ziert. Dafür schmückt seine Haut jetzt eine gesunde, braune Hautfarbe. Sein Bart ist ebenfalls kurzgeschnitten. Als sich seine Augen daran gewöhnt haben, nicht mehr im hellen Sonnenlicht zu stehen, geht er zu dem Wirt der Schenke. „Ich suche Yazim ibn Yasgorad, wo kann ich ihn finden?“
    Der Wirt hört auf die Theke aufzuräumen und blickt den Fremden an, dann deutete er mit einem Finger auf einen Tisch an der Seite einer Bühne.
    „Danke sehr.“ Der Mann legt eine Münze auf den Tresen und schaut in die angegebene Ecke. Der Wirt steckt derweilen zufrieden grinsend die Münze in seine Tasche.


    An dem Tisch sieht er drei Männer sitzen. Offenbar hat sich schon ein Bewerber eingefunden. Also entschließt sich der Bornländer erst einmal etwas zu trinken. Er schaut wieder zu dem Wirt. „Habt ihr ein Bier, Herr Wirt?“


    „Bier?“ Der Wirt schüttelt den Kopf. „Ich kann euch Tee anbieten, oder wenn es lieber etwas alkoholisches sein soll, dann einen Wein.“


    Wulfhart schüttelt mit dem Kopf. Mit dem schweren Rotwein hat er schon unliebsame Erfahrungen gemacht. Vor allem die Hitze führt dazu, das einem der schwere Wein schnell zu Kopf steigt und für das anstehende Gespräch hätte er gerne einen unvernebelten Geist. „Dann gebt mir einen Tee.“


    Der Wirt nickt und stellt ihm einen Tee hin. „Vorsicht, er ist heiß!“

  • Ein stattlicher Mann, dem es, selbst wenn er es versuchte schwer fallen würde seine aristokratischen Züge zu verdecken, betritt die Yaquiroase und schaut sich ein wenig abschätzig um. Bei Rahja, wohin hatte ihn die Göttin der Leidenschaft und Liebe nun hingeführt?, dachte er in sich hinein und sehnte sich bereits nach dem gewohnten Luxus des fernen Horasia.
    Der jüngere Mann trägt wie für jemanden seines Standes angemessen, perfekte frisierte, halblang geschnittene Haare und auch sein letzter Badehausbesuch scheint nicht länger als ein paar Stunden her zu sein. Gekleidet ist er in edelste Seide, die perfekt auf seinen Körper zugeschnitten wurde. Auffällig sind neben mehreren Ringen, die er an den Fingern trägt und zwei großen Amuletten, die seinen Hals zieren auch die beiden Waffen, die links und rechts an seinem Gürtel hängen. Er scheint also erst kürzlich in der Stadt angekommen und zu sein und wohl auch nicht unter die Waffengesetze Punins zu fallen.


    Er marschiert entschlossen auf den Wirt zu und weckt mit einem kurz angebundene "Rahja zum Gruße" dessen Aufmerksamkeit nur um danach in forschem Ton "Einen Becher Wein und zwar nicht so einen Fussel, bringt mir den besten den ihr habt" zu bestellen.


    Währen Timor darauf wartet, was der Wirt ihm wohl vorsetzten wird mustert er noch einmal die Leute die bereits jetzt in der Gaststube sitzen.
    Neben den üblichen Leuten sticht ein reich gekleideter Händler, der mit 2 anderen Leuten am Tisch sitzt ein wenig heraus. Allein seine prächtige Kleidung und sein Schmuck zeigen, dass man es mit jemandem zu tun hat, der sehr wohl über Geld verfügen muss. Neugierig mustert Timor die 4 und entschließt sich auf einen weiteren Fingerzeug seiner Göttin zu warten, nachdem sie ihn ja schließlich dazu gebracht hatte nach Punin zu reisen, um nach Spuren der totgeglaubten Vantessa Calleano zu suchen, während er weiterhin auf den Wirt wartet.

  • "Seid gegrüßt, Euer Wohlgeboren", grüßt Yazim ibn Yasgarod Raimundo zurück, als dieser an den Tisch kommt. Der Mann neben ihn beschränkt sich auf ein grüßendes Nicken und lässt dann wieder seinen Blick gemächlich durch den Raum schweifen. Er bemerkt wohl die beiden nacheinander kurz nach Raimundo eintreffenden Männer, doch diese suchen sich andere Plätze. Da Yazim und Raimundo das Geschäftliche bereits besprochen haben, gibt es aktuell gerade auch nichts zu bereden, zumal Yazim ja darauf wartet, dass sich Leute melden, die von seinem Gesuch gehört haben.

  • Seit einigen Tagen verweilte sie nun in dieser Stadt, die durchaus beeindruckend groß, nein, zu groß war, als das es Cazira auf lange Sicht gefallen würde. Auf der einen Seite bot es viel Raum für Gelegenheit unterschiedlichster Natur. Die meisten waren leider Missverständnisse, und die wenigsten wirklich anregender und angenehmer Natur, wenn man es mal gegeneinander aufwog. Anders ausgedrückt, es war Zeit zu gehen. Somit kommt ihr der Ausrufer ganz recht, welcher einen Handelsreisenden anpreist. Sie würde nicht allein reisen müssen, das war ohnehin langweilig, und vielleicht fielen dabei noch ein paar der ach so wichtigen Silbermünzen ab.

    Sie öffnet die Tür zur Yaquiroase, und tritt ein. Viel fehlt der großen, schlanken und durchaus athletischen Frau nicht zu den neuneinhalb Spann Größe, ihre Haare scheinen dunkelbraun im gedämpften Licht des Gasthauses, und fallen offen bis zu den Hüften, sind am Pony jedoch gerade geschnitten. Braune Augen mustern das Interieur aus einem wirklich wunderschönen Gesicht, dessen scharfe Gesichtszüge und geschwungene Augenbrauen wohl den meisten Menschen im Gedächtnis bleibt, wie auch der schöne Mund, welcher mit Schminke dunkel rot gefärbt ist. Sie hat einen etwas dunklen Teint, der ihre tulamisidsche Herkunft noch für den letzten bestätigt, der bis dahin Zweifel gehabt haben mag.

    Sie trägt nicht viel am Leib, einen Rock, welcher bis zur Mitte der Oberschenkel fällt, und so hoch geschlitzt ist, das man vielleicht doch eher von einem Schurz reden mag, sowie ein breites Band, das sich zweimal um ihren Oberkörper schlingt, und unter ihren fast üppigen Busen zusammen geknotet ist. Der Leinenstoff beider Teile ist dunkelrot gefärbt, ebenso wie das Leder ihrer hochgeschnürten Sandalen, welches von Straßenstaub der Jahre jedoch an Intensität eingebüßt hat. Ab sticht vielleicht der schwarze Gürtel, an dessen Seite ein Reitersäbel samt Scheide baumelt. Ihre ganze Erscheinung spiegelt ein Leben in Ausbildung von Waffenkunft und Körperformung wieder, ohne dass sie dabei bemerkenswerte Narben davon getragen hätte, welchen ihren Leiben hätten verunstalten können, der wahrlich Rahjas wohlwollen erwecken dürfte. Abseits davon, zieren große, silberne Creolen ihre Ohren, und eben so silberne, mit schnörkeln verzierte Bänder ihre Oberarme und Handgelenke. Sie trägt einen Ringt mit einem Amethyst am Ringfinger der rechten Hand, sowie eine Halskette, an deren Ende ebenfalls ein geschliffener Amethyst zu sehen ist.

    Derzeit halten sich einige Leute in der Taverne auf, so das ihr Ziel nicht eindeutig ist. Also wendet sie sich an den Wirt des Hauses. „Rahja mit dir, guter Mann. Wo finde ich Yazim ibn Yasgarod?“, fragt sie freundlich.

    „Travia und Rahja mit Euch. Dort“, erwidert der Wirt und deutet an den Tisch, an dem sich drei Leute aufhalten. Da diese sich nicht zu unterhalten scheinen, sondern eher warten, geht sie direkt zum Tisch. „Rahja mit euch“, grüßt sie die Anwesenden, „Ich suche Yazim ibn Yasgarod.“

    Of course she's gay!


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  • Timor


    "Was darf es denn sein?" erkundigt sich der Wirt bei Timor. "Yaquirtaler Madawein?" bietet er er gleich einen namhaften, viel gepriesenen Weißwein an. "Oder einen Rosé? Wir haben Yaquirblume da. Oder ein Strammer Muktur, ein Roter?" Hier im Herzen Almadas lässt man sich natürlich in Sachen Weine nicht lumpen und wer es bezahlen kann, kann auch einen der Weine, für die Almada weithin berühmt ist, bestellen. Hier im Theaterviertel gibt es keine billigen Spelunken.



    Cazira


    Cazira ist wohl nicht ganz das, was Yazim ibn Yasgorod erwartet hat, denn sein Blick gleitet verwundert an ihrer offenherzigen, ja aufreizenden "Bekleidung" auf und ab. "Phex und seine elf Geschwister mit Euch", fängt er sich aber schnell wieder, nun in Caziras Gesicht aufblickend. Er spricht fließendes Garethi, aber mit merklichen tulamidischen Akzent. "Ich bin Yazim ibn Yasgarod. Bitte, nehmt Platz." Er macht eine einladende Handbewegung auf die freien Plätze am Tisch.
    Den drahtigen Mann neben sich stellt er (vorerst) nicht vor und dieser selber sagt auch nichts, aber seine dunklen Augen mustern Cazira kurz.

  • "Danke", erwidert Cazira freundlich, und nimmt platz. "(tul) Ich hörte, das du nach Kannemünde zu reisen gedenkst, und Begleiter für deine Karawane suchst. Ich biete dir meine Kunstfertigkeit im Säbelkampf, so du sie begehrst", kommt sie direkt zum Punkt. Ihr Tulamidya ist wesentlich besser als ihr Garethie, was darauf schließen läßt, das es sich hier um ihre Muttersprache handelt. Sie blickt den gut gekleideten Wortführer aufmerksam an, und ein leichtes Lächeln ziert stets ihre Zünge.

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  • Cazira


    Yazim entgeht nicht, dass Cazira ihn duzt. Ihr direktes zur Sache kommen ringt ihm ein leichtes Schmunzeln ab, auch wenn das eher untypisch für Tulamiden ist.
    ~tul~"Sei willkommen, Blume des Südens", spricht er nun auch in seiner Muttersprache Tulamidya. "In der Tat, ich stelle gerade, recht kurzfristig, eine Karawane nach Kannemünde zusammen, für die ich noch fähige Leute suche. Kamelführer, aber auch Personen mit Kampfkraft, um die Karawane gegen Räuber im Ernstfall verteidigen zu können. Bereits Erfahrungen mit Karawanen wären natürlich sehr vorteilhaft, denn die Reise führt quer durch die Khom, das weite Sandmeer.
    Doch verratet mir zuvor noch Euren Namen, Quell des Liebreizes", fordert er sie auf.

  • Vielleicht würde dieser Händler mich aus dieser Stadt mit hinaus nehmen, dachte sich Bardo, als er den Ausrufer hörte. Dafür würde er sogar durch die Wüste gehen.
    Also macht er sich auf zu diesem Gasthaus, um mit dem Händler zu sprechen und vielleicht einen guten Lohn auszuhandeln.
    Dort angekommen öffnet er die Tür und tritt hinein.
    Es ist nicht zu übersehen, dass der Neuankömmling ein Kind des Schmieds ist. Seinen Bart trägt er zu acht Zöpfen geflochten, zu jedem kann er, wenn man ihn danach fragen würde, eine Geschichte erzählen. Die feuerroten Haare sind zu einem Zopf nach hinten gebunden. Anlässlich seines Ersuchens hat Bardo darauf verzichtet, sich
    Gekleidet ist er in eine Lederrüstung, den passenden Helm trägt er unter den Arm geklemmt bei sich. An seiner rechten Seite baumelt eine Zwergenskraja an seinem Gürtel, die linke Seite ziert ein Drachenzahn. Über der Schulter hängt eine Armbrust, für die Sachkundigen eine Eisenwalder, für die anderen eine Armbrust mit einem komischen Kasten oben darauf.
    Diese wirkt im Gegensatz zum restlichen Erscheinungsbild sehr gepflegt. Ihren Schaft zieren einige Runen, welche sich jedoch nur bei genauerem Hinsehen entziffern lassen.


    Er tritt direkt auf den Wirt zu:"Angrosch zum Gruße, ich suche den Händler Yazim ibn Yasgarod. Er soll hier Leute für eine Karawane suchen?"


    Als der Wirt auf einen Tisch deutet, um welchen sich schon einige Leute versammelt hatten, dreht sich Bardo wieder um:"Nun, dann warte ich ein wenig. Ein Bier bitte, Herr Wirt."

  • Der Hinweis darauf, das sie vergessen hat, sich vorzustellen, läßt sie kurz peinlich berührt aussehen. "Cazira Azilasunya as’sujala ay Nasir Malkid. Bisher bin ich nur über die Straßen gereist, doch das Meer von Sand schreckt mich nicht. Allerdings kann ich nur kämpfen, Effendi, von Kamelen weis ich nichts, ausser das sie riechen und spucken", erwidert sie ungemindert lächelnd, "sag mir, wie ich mich vorbereiten soll, und so wird es geschehen."

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  • Wulfhart mustert den reichen Mann neben sich. Er verzieht etwas missbilligend das Gesicht, so zur Schau gestellter Reichtum schlägt ihm immer auf den Magen. Andererseits weiß er, dass man das hier im Süden ganz anders sieht. Trotzdem merkt er immer wieder, wie es in ihm brodelt, wenn er einerseits den Reichtum und andererseits die Armut oder auch die Sklaverei sieht. Gespannt verfolgt er, wie dem neuen Gast die Weine vorgestellt werden und er fragt sich auch, wie viel Geld der Mann für einen Wein hinlegen wird. In seinen Mitteln eher beschränkt, da die Schulden seiner Ausbildung ihn immer noch drücken, weiß der Borne, dass es besser ist, erst einmal noch einen Sparkurs zu fahren und die eigenen Ausgaben niedrig zu halten.


    Als die Frau die Taverne betritt zieht er anerkennend eine Augenbraue nach oben. Er setzt sich etwas aufrechter an den Tresen und schnippt eine imaginäre Staubfluse von seinem Umhang. Ein ordentliches Bild abzugeben ist dem Mann sehr wichtig und so achtet er immer wieder auf gepflegte Kleidung und auch ein ansprechendes äußeres Erscheinen. Bewundernd folgt er mit seinen Blicken der Frau und als sie sich an den Tisch setzt, der auch Wulfharts ausgemachtes Ziel ist, liegt ein leichtes Grinsen auf seinem schönen Gesicht. Seine grauen Augen funkeln vergnügt und er weiß, dass er sich jetzt noch mehr anstrengen wird, um diese Karawane begleiten zu können.

  • Raimundo schreckt durch die Ankunft der ersten Bewerber hoch. Und als ihn dann noch Yazim anspricht, schaut er diesen total verdattert an. „Entschuldigt bitte werter ibn Yasgorad, aber ich war schon beim reinkommen in Gedanken versunken.“ man sieht ihm deutlich an, dass ihm dies etwas peinlich ist. Doch er fängt sich recht schnell wieder, als er den Händler mit strenger Stimme, aber einem freundlichen Gesicht sagt „Und ich sagte euch doch bereits in unseren Vorgesprächen, dass ihr mich nicht mit Euer Wohlgeboren anzureden braucht.“ mit einem Schmunzeln fügt er hinzu „Für seine Herkunft kann schließlich niemand etwas.“
    Dann schaut er sich die Leute an die inzwischen, nach und nach, an die angrenzenden Tische gekommen sind und begrüßt jeden mit einem freundlichen Nicken.
    Ein Mann in einem weißen Umhang, ordentliche Aufmachung. Dann ein Mann, unverkennbar aus dem Horasreich, reich gekleidet und geschmückt. Hmmm, in der Wüste sollte er diesen Klimmbimms aber abnehmen.
    Und dann…oh, was ist das ? Eine Frau in einer sehr übersichtlichen Kleidung. Bei Rahja, was will diese Frau anziehen bzw. ausziehen wenn es erst richtig heiß wird. Unbewusst lüftet Raimundo etwas seinen Kragen und verzieht dann das Gesicht als er seinen völlig versüßten Tee trinkt. Er stellt die Tasse wieder weg, lehnt sich wieder an und beobachtet weiter still das Geschehen um ihn herum.




    Edit : Satz geändert bezügl. der Leute die er beobachtet

  • Punin. Heimat. Verdammte Heimat. Dabei war er erst vor kurzem wieder in die Stadt gekommen, doch unter den Umständen reichte es völlig. Es wurde wieder Zeit zum gehen und dieser Ausruf, welcher Ihm gestern zu hören kam, war genau die richtige Möglichkeit, insbesondere wenn er an seine nahezu leere Geldkatze dachte.


    Kurz vor dem Eingang zu "Yaquieroase" bleibt er stehen. Nein, das war wirklich nicht seine bevorzugte Gegend, zu teuer, viel zu hochgestochen, aber ein gutes Zeichen wenn ein möglicher Arbeitgeber von einem solchen Ort einstellt, riecht es doch nach Geld. Er klopft seine Kleidung noch einmal ab, will er sich doch von seiner besten Seite zeigen, obgleich er weiß das die Einfachheit seiner Kleidung, das schwarze Hemd,die schwarze Hose sowie sein Barett, dafür sorgen tragen werden, das er nicht in diese "Oase" gehört. Er musste für einen kurzen Moment grinsen, nein, das was den Personen immer als erstes auffiel war nicht seine Kleidung, es war sein Schwert, ein schlichter, aber sehr gepflegter Anderthalbhänder. Das lächeln verschwand und er nahm sein Barett vom Kopf in die linke Hand und trat ein.


    Die Gaststätte war etwas voller als er erwartet hatte, zumindest zu dieser Tageszeit. Noch während er zu der Theke, wo auch der Wirt war, ging, prägte er sich den Standpunkt der verschiedenen Personen hier ein, eine alte Angewohnheit, welche ihm einerseits ärgerte, andererseits auch schon das Leben rettete.


    Mit einem lächeln auf dem durchaus schönen Gesicht Dartans, welches mit einem schmalen schwarzen Spitzbart und seinem grünen Augen durchaus verwogen aussah, sprach er: "Seid gegrüsst Wirt, wäret Ihr wohl so freundlich mir zu sagen wer von Euren Gästen der Händler Yazim ibn Yasgarod ist?" Der Wirt zeigt auf den Händler mit seinem Finger und irgendwie hatt Dartan das Gefühl als ob er dieses heute schon häufiger gemacht hat. Er nickt dem Wirt dankend zu und sieht rüber.


    Er würde sich erst mal ein Bild machen von dem Händler und seinem derzeitigen... Gefolge, einem Moment gedulden und beobachten kann einem doch eine ganze Menge Ärger ersparen, das hatte bitter lernen müssen. Eine seltsame Schar ist es, welche er hier beobachten konnte, das versprach förmlich interessant zu werden. "Ach, herr Wirt, bringt mir doch bitte ein Wein." Konnte man noch hören, das flüstern das es ein möglichst billiger sein soll, das war nur für den Wirt bestimmt. So blieb er erst mal am Tresen, setzt sich auf einen der freien Höcker und beobachtet das Geschehen. Er war sich sicher das er dies auf eine Art und Weise tut, welche für die üblichen Gäste als ein einfaches umschauen aussehen würde, doch ob gekonnte Augen mehr sehen, wer weiß.

    Volpo Furlani, seines Zeichens Schwertgeselle nach Fedorino

  • "Nun für die frühe Stunde sollte ein Rosé genügen. Bringt mir also ein Glas Yaquirblume. Aber ich will auch hoffen, dass es sich dabei um einen guten Jahrgang handelt."
    Nur beiläufig bemerkt er die Gestalt, die neben ihm am Thresen steht und ihn wohl mustert; sind doch viele zuerst einmal gebannt wenn sie seine aristokratische Erscheinung zum ersten mal warnehmen.


    Als eine hübsche, äußerst reizvoll bekleidete junge Tulamidin den Schankraum betritt folgt er ihr mit interessiertem Blick. Doch als sie sich ebenfalls an den Tisch mit dem gut gekleideten Mann setzt wird seine Neugier geweckt und Timor winkt den Wirt noch einmal heran.
    "Auf ein Wort noch. Sagt, was ist das für eine Gruppe an diesem Tisch dort? Und wieviel schulde ich euch für den Wein? Sofern er denn meinen Ansprüchen genügt."

  • [ Monta : Von den SC sitzen nur Raimundo und Cazira derzeitig an eurem Tisch. Ich glaube, ich ändere das bald mal, damit das nicht ständig zu Verwirrungen führt.^^]


    Cazira


    "So wisst Ihr schon das Wichtigste, kühne Rose, was es über Kamele zu wissen gibt", lächelt Yazim. "Nun, es gibt natürlich noch mehr, aber das kann man wohl lernen. Ich hoffe auch nicht, dass irgendwelcher Abschaum der Wüste sich erdreistet, meine Karawane angreifen zu wollen, aber dass sie dann verteidigt wird, ist mir sehr wichtig. Ebenso ist es natürlich unumgänglich, dass ein jeder seinen Aufgaben und Pflichten nachkommt, zu denen nicht nur das Führen der Kamele gehört, sondern auch Versorgung der Tiere, Lager Auf- und Abbau. Mit anfassen, wo es halt nötig ist, denn alle sind wir aufeinander angewiesen."
    Yazim entgeht nicht, dass wiederholt auf seinen Tisch gewiesen wurde, also sind die nach und nach hier Eintreffenden wohl weitere Bewerber. Nun, keiner sieht so als wie ein erfahrener Karawanenbegleiter, aber man würde sehen ...
    "Verratet Ihr mir, süße Kämpferin, was Euch bewegt, Euch meiner Karawane anschließen zu wollen?" erkundigt er sich zuletzt bei Cazira.



    An der Theke


    Der Wirt muss sich tatsächlich etwas vorbeugen, um Bardo vor seiner Theke besser sehen zu können, da des Zwergen Kopf etwa auf Höhe der Thekenkante liegt, oder vielmehr knapp drunter. Bei der Frage nach einem Bier verzieht sich sich kein Muskel seines tulamidischen Gesichtes.
    "Ein helles oder ein dunkles?" fragt er nur.


    Und als Herzschläge später ein anderer Gast [Dartan] eintritt, wohl ein Almadaner, wie Sprache und Aussehen nahelegen - wenn auch nicht der der Zusatz nach einem billigen Wein, fragt er zurück: "Seid auch Ihr gegrüßt. Was darf es sein, ein roter, weißer oder ein Rosé?" Seine Stimme hält eine gewisse Nonchalance, auch wenn es für ihn fraglich ist, ob sein günstigster Wein wohl auch als billig genug angesehen wird.


    Timors Zusatz nach einem guten Jahrgang bewirkt tatsächlich eine Reaktion auf dem Gesicht des Wirtes, denn das verzieht sich nun doch leicht unangenehm berührt. "Selbstverständlich führen wir gute Jahrgänge!
    Die Yaquirblume unseres besten Jahrganges kostet Euch 9 Silberlinge.
    Das ist der Händler Yazim ibn Yasgorod, der derzeitig eine Handelskarawane durch die Khom zusammen stellt und noch Begleiter und Wächter dafür sucht."

  • "Habt dank.", murmelt Timor geistesabwesend, legt dem Wirt ein glitzerndes Goldstück auf die Theke und nimmt gedankenverloren einen Schluck aus dem Becher dem ihm der Wirt hingestellt hatte. Es scheint der Wirt hatte nicht gelogen, der Wein umspielte seinen Gaumen und entfaltete ein wahres Feuerwerk in seinem Rachen. Doch selbst das nahm er nur halb wahr. Viel zu aufgebracht war er. Bei Rahja, die Schöne Göttin hatte also doch recht, als sie mich hier her nach Punin schickte. Zu unrecht hatte ich an meinem Traum gezweifelt. Eine Karawane durch die Khom! Eine bessere Möglichkeit gibt es gar nicht, um durch die Wüste zu kommen und so zu sehen, ob der zweite Teil seines Traumes ebenso wahr ist, wie der erste. Vielleicht sollte ich mich bewerben.. Die dreckige Arbeit werden schon andere erledigen. Diesen Fingerzeig der Berauschenden darf ich nicht ungenutzt lassen


    Mit einem kurzen Blick auf den mittlerweile vollen Thresen erhebt sich Timor und schreitet zum Tisch mit dem Händler.
    "Verzeiht meine Herren und natürlich meine Dame, ich hoffe ich störe ihre angeregte Unterhaltung nicht zu sehr, aber wer von ihnen ist Yazim ibn Yasgorod?"

  • Dartan schaut den Wirt einen Moment genau an, nur um Ihn dann anzulächeln und sagt dabei überschwinglich "Natürlich einen Roten, wie es sich für Almadaner Blut gehört!" und murmelt leise dazu "Solange er nur nicht zu teuer ist..." Verdammt aber auch das ich mein letzten Sold so schnell verprasst habe...

    Volpo Furlani, seines Zeichens Schwertgeselle nach Fedorino

  • (tul) "In meinem Kloster gehört es dazu, das alle mit anfassen, und am gleichen Strang ziehen. Der Wind trug manche Geschichte über den Todbringenden Sand der Wüste an meine Ohren, Effendi, ich werde mich einfügen, so gut es geht. Ich kenne mich mit Pferden aus, ich hoffe, das Kamele sich ähnlich pflegen lassen", erwidert Cazira ungerührt von den ihr dargelegten Unannehmlichkeiten.
    "Auch wird mich kein Gesindel schrecken. Warum ich also mit dir ziehen will. Die Bint-el-chandjarr hat mir aufgetragen, zu reisen und zu lernen, um meine Kampfkunst und mein Gemüt in Einklang zu bringen. Zwei Götterläufe soll die reise dauern, ehe ich Heimkehren soll. Also reise ich, und wähle für meinen nächsten Schritt deine Seite", erklärt sie hilfsbereit.

    Of course she's gay!


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  • Die Tür des Gasthauses öffnet sich ein weiteres Mal und herein tritt eine weitere, ohne Zweifel auffällige Person. Eine junge Frau, offensichtlich Magierin. Sie misst fast 9 Spann und ist von schlanker, zierlicher Gestalt. Schulterlanges, silbrig schimmerndes Haar umrahmt ihr fein geschnittenes Gesicht, aus welchem ein Paar große, leicht schräg gestellte, dunkelviolette Augen das Innere des Raumes interessiert mustern.

    Gekleidet ist die Halbelfe in eine fast knöchellange Kutte aus feinem weißen Leinen, welche von einem ledernen Gürtel gehalten wird. Dazu trägt sie einen recht luftigen, dunkelblauen Bauschmantel, bestickt mit arkanen Symbolen, sowie einen, ebenfalls dunkelblauen, spitzen Hut mit schmaler Krempe. Die Füße stecken in stabilen Stiefeln aus weichem Wildleder. Am Gürtel trägt sie, neben einer Wasserflasche derzeit nur einen einfachen Dolch; über der rechten Schulter hängt eine mit Elementarsymbolen bestickte Umhängetasche. In der Rechten hält sie ihren, mit Runen und Zeichen verzierten Magierstab (Bosparanienholz), in dessen oberer Fassung ein kleiner grüner Edelstein (Achat) eingearbeitet wurde.


    Nachdem ihre Augen sich an die veränderten Lichtverhältnisse gewöhnt haben, tritt die Maga an die Theke: "Hesinde zum Gruße", spricht sie den Wirt mit ruhiger Stimme an, "Ihr könnt mir sicherlich sagen wo ich den Herrn Yazim ibn Yasgarod finden kann?" Nachdem der Mann ihr den Tisch gewiesen hat und Rowinja festgestellt hat, dass dort bereits ein Gespräch am laufen ist, bestellt sie einen frischen Tee und sucht sich erstmal einen freien Tisch, von dem aus sie erkennen kann, wann der Händler sein Gespräch beendet hat. Dort stellt sie ihren Stab ab, hängt den Mantel sorgsam über die Lehne des Stuhls und setzt sich. Aus ihrer Tasche holt sie ein kleines Buch in dem sie zu lesen beginnt.

    "Who saves a man, saves the world"