Basis-Regelwerk und Wege der Helden (4.1)

  • Na gut ,
    ich kann das wahrscheinlich nicht beurteilen wenn ich in DSA 4.x noch lauter niedrigstufige Helden habe .
    Ich setze normalerweise auf den Gezielten Schlag .
    Und ich stelle mir das ästhetisch gesehen auch nicht so toll vor .
    Jedenfalls ist mir Halbschwert seit gerade eben doch eine Überlegung wert .


    LG Sany

    Sanyasala fey'ama


    #hexenfanclub ^^:love::saint:

  • Quote

    Schon mal einen realen AHH im "Hlalbschwert" gehalten?


    Ja. Ein normales Einhandschwert ebenso.
    Aber ich habe weder jemals eine DSA 3 noch eine DSA 4 Finte in Natura gesehen. Binden ist eine wundervolle und sehr praktische Sache, einen echten Wuchtschlag zu parieren erfordert mehr Kraft als einen weniger starken Schlag zu parieren und ein richtiger Knaufschlag würde mehr als nur Ausdauerschaden machen.
    DSA ist wie jedes Rollenspiel halt nicht in der Lage, Realität umfassend und "realistisch" über Zahlen auszudrücken (außerdem will man ja auch ein spannendes Spiel haben und auch deshalb werden ein paar Zugeständnisse gemacht). Das gilt für DSA 3 genauso wie DSA 4, denn beiden gelingt das in der Kampfdarstellung nur bestenfalls ansatzweise, aber DSA 4 Kämpfe sind zumindest interessanter.


    Aber Threads über DSA 3 contra DSA 4 oder warum DSA 3 gut ist haben wir bereits und in diesem geht es darum nicht.

  • Schon mal einen realen AHH im "Hlalbschwert" gehalten?
    Das Ding mal in einer mittelalterlichen Burg durch die Räumlichkeiten getragen?

    Ja, dafür ist die Fehlschärfe da - guckst du hier http://de.wikipedia.org/wiki/Halbschwert
    Durch eine mittelalterliche Burg getragen habe ich ihn nicht, aber viele tausen andere Menschen - im Mittelalter.



    Dann kann ich nicht verstehen, wie man DSA4-Manöver noch gut finden kann ^^
    Das geht nicht mal mit LARP-Waffen vernünftig...

    Ist eigentlich einfach zu verstehen: Sie machen den Kampf abwechslungsreicher und spannender. Ansonsten schließe ich mich Schattenkatze beinahe einschränkungsfrei an. Auch wenn ich nicht verstehe, was das Problem mit den Finten sein soll.

    Hexenfanclub
    Splittermond - das beste Regelwerk

  • Ja, dafür ist die Fehlschärfe da - guckst du hier http://de.wikipedia.org/wiki/Halbschwert
    Durch eine mittelalterliche Burg getragen habe ich ihn nicht, aber viele tausen andere Menschen - im Mittelalter.



    Ist eigentlich einfach zu verstehen: Sie machen den Kampf abwechslungsreicher und spannender. Ansonsten schließe ich mich Schattenkatze beinahe einschränkungsfrei an. Auch wenn ich nicht verstehe, was das Problem mit den Finten sein soll.


    Wie man auf den Bildern eindeutig sieht, stehen die Kämpfer im P2P-Kampf sich gegenüber.
    Es handelt sich um "einen Halbschwertstoß", also keine "Fertigkeit" permanent in dieser Handhaltung zu kämpfen.
    Im Sinne von "Besondere Angriffsaktion" (wie Todesstoß o.ä.) mags ja noch angehen.


    Ich war lange geung als MA-Darsteller und Stab-/Stangenwaffen-/2Hnd-Waffen-/Bogen-Träger in diesen "Gefidlen" unterwegs

    Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet, denn ihr könnt nur Euere Meinung akzeptieren, aber ich werde noch existieren wenn ihr längst an Euch selbst verbrannt seid.


    "Wer seid Ihr, daß ihr das wagt!" fragte der Herzog. "Der Herr der Welt" antwortet eine weibliche Stimme...

  • Man mag mich korrigieren, aber im Kampf gegen Feinde mit Platte war das doch eher die Grundhaltung, oder?
    Ich wüsste auch nicht, warum man mit einem Schwert auf jemanden mit einer Plattenrüstung einschlagen sollte. Da machen nur gezielte Stiche Sinn, für die man im Halbschwert deutlich mehr Kraft aufbringen kann.

    Hexenfanclub
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  • Man mag mich korrigieren, aber im Kampf gegen Feinde mit Platte war das doch eher die Grundhaltung, oder?
    Ich wüsste auch nicht, warum man mit einem Schwert auf jemanden mit einer Plattenrüstung einschlagen sollte. Da machen nur gezielte Stiche Sinn, für die man im Halbschwert deutlich mehr Kraft aufbringen kann.


    Weil Schwerter ursprünglich Hiebwaffen waren, die z.B. bei nicht steifen Rüstugnen die Knochen drunter brechen sollten (und nebenbei evtl. durch die Schneide Schaden erzeugen sollten)
    Weil man damit recht einfach auch die Steife Rüstung so verbiegen kann, daß der Gegner behindert ist und dann im Halbschwertstoß an der behinderten und schlecht geschützen Seite des Gegners die Siegsaktion durchführt.
    Weil Schwerter eigentlich viel zu teuer waren um sie in einem Kampf zu verlieren, mehr Statussymbol und Prestige-Objekt. Ich hab mal gelesen, daß die Turnierausrüstung eines Ritters im (frühen) MA vergleichbar viel gekostet hat wie heute drei EFH - je eines für Streitroß, Rüstung, Waffen (Schwert, Lanzen, Schilde).
    Selbst wenn ein Schwert "nur" ein halbes EFH wert wäre, würde kein vernünftiger Kämpfer diese Waffe primär einsetzen.

    Ich bin nicht der, für den ihr mich haltet, denn ihr könnt nur Euere Meinung akzeptieren, aber ich werde noch existieren wenn ihr längst an Euch selbst verbrannt seid.


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  • Weil Schwerter ursprünglich Hiebwaffen waren, die z.B. bei nicht steifen Rüstugnen die Knochen drunter brechen sollten (und nebenbei evtl. durch die Schneide Schaden erzeugen sollten)


    Schwerter können zwar durchaus diesen Effekt haben, aber gedacht sind sie dafür nicht - denn dazu sind sie a) zu leicht und b) falsch ausgewuchtet. Die primäre Wirkung eines Schwerts besteht darin, ungeschütztes* Gewebe zu spalten, zu zerschneiden (wozu es übrigens nicht annähernd Hollywood-Katana-scharf sein muß) oder zu durchbohren.


    Quote

    Weil man damit recht einfach auch die Steife Rüstung so verbiegen kann


    Einfach ist relativ; im falschen Winkel prallt ein Schwert schnell von einer steifen Metallrüstung ab, während kopflastige und eventuell auch etwas schwerere Wuchtwaffen immer noch einen gewissen Effekt erzielen.


    Quote

    daß der Gegner behindert ist und dann im Halbschwertstoß an der behinderten und schlecht geschützen Seite des Gegners die Siegsaktion durchführt.


    Das ist eine Möglichkeit. Eine andere ist z.B. das Verwenden von Schwertknauf oder Parierstange als improvisierter Hammer - damit hat man schon eher Chancen, eine Plattenrüstung zu verbeulen. Oder aber der Gebrauch im Infight, falls jemand versuchen will Dich zu unterlaufen. Genau dafür ist die SF in DSA ja gedacht, und da funktioniert sie auch einigermaßen - zumindest gut genug um der Maxime "einen kompetenten Schwertkämpfer unterläuft man nicht" gerecht zu werden. Ob man das nicht auch irgendwie eleganter lösen kann steht auf einem anderen Blatt.


    Quote

    Weil Schwerter eigentlich viel zu teuer waren um sie in einem Kampf zu verlieren, mehr Statussymbol und Prestige-Objekt. Ich hab mal gelesen, daß die Turnierausrüstung eines Ritters im (frühen) MA vergleichbar viel gekostet hat wie heute drei EFH - je eines für Streitroß, Rüstung, Waffen (Schwert, Lanzen, Schilde).


    Zunächst einmal ist ein direkte Vergleich zwischen damaliger und heutiger Ökonomie meistens eh eine Farce, weil die Bezugspunkte fehlen. Aber daß ein Schwert vergleichbar teuer wie eine gute** Plattenrüstung sein soll, das haut einfach nicht hin, Da steht mindestens eine Größenordnung dazwischen; eher zwei***. Neben dem Unterschied in der Materialmenge (25+ kg für eine Volldose, ca. 1kg für das Schwert) ist das auch ein ganz anderer Arbeitsaufwand.


    Quote

    Selbst wenn ein Schwert "nur" ein halbes EFH wert wäre, würde kein vernünftiger Kämpfer diese Waffe primär einsetzen.


    Wurde es ja auch kaum - aber eben weniger aus Kostengründen, sondern wegen seiner begrenzten Wirkung gegen Rüstungen.


    * Hinweis: Leder oder nicht-viellagiger Stoff stellen gegen scharfkantiges Metall keinen nennenswerten Schutz dar


    ** ich gehe von einer vernünftigen Rüstung aus, also maßgefertigt und aus getempertem Stahl, deren Brustpartie auch Projektile oder Lanzentreffer stoppen kann - 2mm Eisenblech "von der Stange" ist natürlich um einiges billiger


    *** Fun Fact: heute ist ein einfaches EFH mindestens zwei Größenordnungen teurer als ein vernünftiges Schwert - und das obwohl das Schwertschmieden praktisch LosTech ist, die Dinger nur in Kleinstserie gefertigt werden und der Absatzmarkt auch eher eine Randgruppe darstellt


    *mit zumindest ein bisserl Gespür für Größenordnungen*
    Darastin

  • Wo ist mein Post hin?
    Da Darastin nun schon das meiste gesagt hat nur noch ein Nachtrag: Im Kampf setzt du das beste ein, was du hast. Völlig egal vom Preis, denn in einem Kampf um Leben und Tod hast du mehr zu verlieren als schnöden Besitz - egal was der nun wert ist. Zumindest halte ich das für eine "vernünftige" Vorgehensweise.

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