Das Licht im Bornwald 1.0.0

Aventurisches Märchen

Der Schnee knirschte unter Filyinas Füßen. Seit dem vorigen Tag schneite es unaufhörlich, und es schien auch in nächster Zeit nicht aufhören zu wollen. Längst schon war der Abend, mit all seiner schrecklichen Kälte, angebrochen und das Mädchen sah mitfühlend auf ihren kleinen Bruder herab, den sie fest an der Hand hielt. Noch wollte Filyina sich nicht eingestehen, dass sie sich verlaufen hatten und so gingen sie ohne zu sprechen weiter. Den Mund zu einem schmalen Strich verzogen, kämpfte sie sich mit zusammengekniffenen Augen durch das dichter werdende Schneetreiben und stellte für ihren Bruder, Alrik, einen Schutzschild dar.


Ist auch im Wunderwerk Online erschienen.

Images

  • Oh, wie schööön! *SCHLUCHZ* Und somit haben wir eine weitere dieser niedlich kleinen und guten Geschichtchen jener Autorin, welche schon mit DELANNAS REISE angenehm auffiel. Hatte ich bei den ersten Zeilen noch den Verdacht, ich würde mich hier lediglich in einer weiteren Hänsel-und-Brezel-Adaption befinden (was auch nicht unbedingt schlecht gewesen sein müßte) so wurde ich durch den herzergreifenden Schreibstil an die Hand genommen und durch bornische Eiseskälte zur Wärme eines gemütlich knisternden Kaminfeuers geführt. Hinreißend schöne Geschichte: Moralisch, auf die eine Art traurig machend und zugleich einem die Hoffnung vermittelnd, daß es am Ende aller Dinge schon irgendwie gut werden würde, sich zumindest aber die Götter insgesamt darum sorgen werden, daß die Summe aller Dinge, Tragisches und Glückliches, irgendwo ausgleichen... Hach! Bin immer noch ergriffen! Anhand dieser beiden Geschichten sehe ich hier sowas wie die Konstruktion einer Marke, einen Wiedererkennungswert, der mich beim Entdecken des nächsten Uploads dieser Autorin schon ahnen läßt, was ich da zu lesen vorfinden werde - und das ist mal richtig gut so! (Gewisse andere Autoren hier - mindestens einer - scheinen ja geradezu zwanghaft davon besessen zu sein, sich hier das Image eines total durchgeknallten, unberechenbaren, möglicherweise sogar irgendwie gefährlichen Irren, der irgendwo entflohen sein muß und ein Laptop erbeutet hat, aufzubauen - was mag ein solcher Psychopath damit wohl bezwecken? Und warum trägt er dieses Papierschiffchen auf dem Kopf?) Hab grade das Bild eines Schaukelstuhls nahe eines Kaminfeuers vor mir, und in diesem Schaukelstuhl sitzt eine Frau mit einem Buch. Sie blickt zu mir und sagt: Na gut, mein Junge, ein Geschichtchen gebe ich dir noch mit für diese Nacht, aber dann mußt du schlafen, damit du groß und stark wirst... Tihi, zu süß! Ich hatte es schon zu DELANNAS REISE erwähnt: Ich mag dieses herrlich Unspektakuläre, die Welt nicht aus den Fugen reißende an deinen Geschichten, die durchaus packend sind, ohne daß es um Wohl und Weh von all jenem geht, welches sich mit der Zahl 42 ausdrücken ließe (Damit meine ich das Leben, das Universum und den ganzen Rest, falls du das nicht wissen solltest - zur Vertiefung: Buchreihe von Douglas Adams, Per Anhalter durch die Galaxis, 1979 - 1992 erschienen). Natürlich werde ich auch weiterhin solches von dir beim Orkenspalter zu lesen kriegen, nicht wahr? Ich werde dafür auch Holz im Kamin nachlegen und wenn nötig den Schaukelstuhl dann und wann abstauben, versprochen, ist doch klar! (Das ist jetzt ganz ohne irgendeinen Druck gemeint. Und natürlich soll dies auch keine Aufforderung zu Fließbandproduktion sein - GUTE Belletristik läßt sich nicht in Fabriken herstellen, sie wächst eher wie ein Baum oder eine Blume heran: Das meiste geschieht scheinbar ganz von allein, man braucht es nur gelegentlich ernten, kurz einlagern, aufbereiten und dann in Körben zum Markt bringen - das Wunder der Fotosynthese bzw. des Unbewußten, des Tagtraums. Na, vielleicht sind es auch aus den Steckdosen kommende, kichernde Stimmen, die einen inspirieren, ganz egal! Man sollte jedenfalls nicht versuchen, es womöglich mit lärmend lauten Sound aus dem Kopf heraus zu pressen, man sollte es nicht ERZWINGEN wollen, denn dann laufen zumindest sonst eher intuitive Wesen - wie mutmaßlich du eines bist - Gefahr, sowas wie dieses völlig neben der Spur vorbeijagende Ka-Shi-Mer-Zeug zu PRODUZIEREN; wofür der Autor, wie ich finde, noch nicht zu Genüge abgestraft wurde. *LAUTER PEITSCHENKNALL*) Was hat es eigentlich mit deinen variierenden Namen auf sich? Bist du letztlich gar auch ein Chamäleon? Oder eine auf der Flucht befindliche Hex, äh, Kräuterfrau mit warziger Nase und Buckel? Ach so, lediglich Namensänderung bei Traviabund, irgendwo zwischen 2007 und 2014, na dann! Kann ich ja einmal mehr beruhigt und lächelnd einschlafen.

    Like 1
    • Hallo C.HAMAELEON, danke fürs lesen meiner Geschichte. Du hast ja wieder viele liebe und nette Dinge geschrieben :) Deinen Geschmack scheine ich ja zu treffen, was mich sehr freut. Ich schreibe ganz, ganz sicher wieder was DSA-iges ;) Wenn du immer schön Holz im Kamin nachlegst, dann sowieso. Dann erzähle ich dir eine Geschichte, damit du gut einschlafen kannst :) Woher weißt du das mit den Namen? In der Geschichte steht doch auch Hubmann? Oder hast du bei Wunderwerk Online geschaut? Aber du hast schon richtig vermutet, mit dem Traviabund :) Obwohl ich auch ein bisschen hexen und Zaubertränke brauen kann. Also danke nochmal für deinen freundlichen Kommentar. Du bringst das echt sympathisch rüber. (So ungewohnt, weil man alles nur in einer Wurscht schreiben kann.)

    • Daß es etwas namens Wunderwerk Online gibt bzw. gab hab ich erst nach diesem Kommentar erfahren, als mir da dieser kleine Hinweis oben in der Beschreibung aufgefallen ist (die wesentlichen Dinge im Leben übersehe ich grundsätzlich immer erstmal). Tja, woher weiß ich das mit dem Namen? Ahm, hm, muß wohl was damit zu tun haben, daß ich als Chamäleon in verschiedene Richtungen gleichzeitig sehen kann oder so. Zudem bin ich sehr, SEHR intuitiv! Dumm ist immer wieder nur, daß ein Chamäleon so ein miserables Gedächtnis hat! Kann mich echt nicht mehr erinnern, woher das also war! Könnte schon wieder jammern und klagen, aber - HA! - die Vorteile eines Chamäleons überwiegen letztlich: Vier Beine, Kletterfähigkeit, sehr bunte, extravagante Kleidung - oh, eine Libelle, ich muß los!

    • Und, Libelle gefangen?

    • Nee, ja, doch. Hab sie aber wieder fliegen lassen - ich habs nicht mehr so mit diesem Fressen oder Gefressen Werden - bin wohl zu weich für diese Welt geworden. Zu weich für JEDE Welt wahrscheinlich. Achem. Betrefflich deines Namens: Ich versuch das jetzt mal auszulagern, indem ich dir eine Mail schicke. Habe scheinbar endlich herausgefunden, wie man es hier zustande bringt, eine Persönliche Nachricht zu versenden. Schau also mal in dein E-Mail-Konto. Alles weitere dort!

    • Ich hab dir geantwortet :) Hast was bekommen?