Das Erntefest 1.0.0

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Ein DSA Gruppenabenteuer für 3-5 Helden der Stufen 4-7

Im weidenschen Auen sollen die Helden gegen eine Ghulplage vorgehen. Doch diese existiert gar nicht. Stattdessen will die Baronin sich an der Bevölkerung rächen, was es zu verhindern gilt.


Ein DSA Gruppenabenteuer für 3-5 Helden der Stufen 4-7


Dieser Beitrag erreichte beim Gänsekiel und Tastenschlag Wettbewerb 2007 den siebzehnten Platz.


Regelwerk: DSA 4
Umfang: 24 Seiten
Ort und Zeit der Handlung: Auen im Herzogtum Weiden, Erntezeit
Komplexität (Meister/Helden): mittel
Erfahrung (Helden): Mittel (Stufe 4-7)
Anforderung (Helden): Detektivischer Spürsinn, Interaktion, Talenteinsatz, Kampffertigkeiten


© Volker Raffelsbauer 2007

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  • Lancelot: Zunächst einmal ein Kompliment für die originelle Grundidee. Rache an der eigenen Dorfbevölkerung, indem man ihnen heimlich das Korn stehlen lässt, gewinnbringend verkauft und sich dann noch als Retter feiern und nebenbei Sondersteuern zahlen lässt, während man die Bevölkerung mit angeblich “gekauftem” Korn versorgt – genial. Daraus hätte man wirklich was machen können. Bei der Durchführung mangelt es aber ein wenig an der Logik. Die Baronin wirbt (unbemerkt?) genug Söldner an, um 200 Flüchtlinge gefangen zu nehmen und noch bei der nächtlichen Zwangsarbeit auf den Feldern zu beaufsichtigen, ohne dass dabei auch nur ein einziger entkommen darf (Das müssen doch ca. 100 Söldner sein, keinesfalls weniger als 50). Diese 200 Flüchtlinge will sie dann skrupellos in die Sklaverei verkaufen. Aber die Dorfjägerin als einzige schlafmittelresistente Zeugin muss mit einer aufwändig inszenierten falschen Ghulplage weggelockt werden, anstatt sie einfach umbringen zu lassen. Die Ghulplage scheint ja im Übrigen von der Dorfbevölkerung (mit Ausnahme der Jägerin und der verzweifelten Auftraggeberin) nicht sonderlich ernst genommen zu werden, wenn die so fröhlich und unbefangen das Erntefest feiern. Der Abschuss ist dann aber, dass es den Helden ohne weiteres gelingt, in die Burg zu spazieren und die Baronin einzeln zum Kampf zu stellen während die Bevölkerung von Auen (stattliche 17 Häuser !) – notfalls ohne Zutun der Helden angeführt vom Perainegeweihten (!) den Burghof stürmt. Was ist denn da mit den ganzen Söldnern passiert, die vorher 200 Leute mühelos gefangen genommen und in Schach gehalten haben? Angesichts dieser groben Unstimmigkeiten ist es ja schon fast nicht mehr erwähnenswert, dass es auch mit 200 Leuten kaum möglich sein dürfte, während einer einzigen Nacht, und zwar einer Gewitternacht, die Getreidefelder eines ganzen Dorfes abzuernten, das Getreide zu dreschen, zu trocknen (Gewitter!) um es dann schon in den nächsten Tagen heimlich zu verkaufen. Wesentlich logischer wäre es gewesen, die Bauern erstmal die Ernte einfahren zu lassen und dann den Kornspeicher plündern zu lassen (zumal man ein Erntefest typischerweise NACH Einbringen der Ernte feiert). Für den Endkampf hätte man den Helden mindestens abverlangen müssen, dass sie die Bevölkerung selbst überzeugen und auf einen koordinierten Angriff einschwören und sich noch eine ordentliche Kriegslist einfallen lassen müssen (z.B. durch Geheimgang Waffen in den Kerker schmuggeln um die Gefangenen als Verbündete zu gewinnen). So wie es hier gelöst ist leider nur 3 von 10 Punkten.

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