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Im Herzen der Finsternis

  • Minerva Ragana
  • September 11, 2024 at 2:41 PM
  • 430 times read

Der Tempel war erfüllt von Finsternis – einer dichten, greifbaren Schwärze, die mich umfing, als ich durch die riesigen, knarrenden Türen trat. Selbst ohne Farben konnte ich die drückende Atmosphäre spüren. Die Luft war modrig, schwer vor Verwesung und Verdammnis. Vor mir erhob sich der Altar, ein bedrückendes Monstrum aus schwarzem Stein, und davor kniete Guntian Todesherr, der Hohepriester Thargunitoths. Ich sah es nicht, doch ich wusste, dass sich seine aufgedunsenen Lippen in einem stummen Gebet bewegten. Ein hinkender Junge, kaum mehr als ein Schatten in der Dunkelheit, stand neben ihm - sein Messdiener. Guntian schickte ihn fort, um einen Kraftspeicher zu holen, und befahl ihm, Paraphernalia als Opfergabe zu bringen. Opfer an seine verderbte Herrin, um ihn in seiner Not beizustehen.

Ist es nicht seltsam, dass ich in Zeiten der Not genauso handeln würde? Doch die, die er anbetete, ist nicht auf das Wohl der Menschen und ihrer Seelen aus.

Unsere Gruppe fächerte sich leise auf. Trotz der drückenden Stille konnte ich kaum den Atem meiner Gefährten hören, nur das Rauschen des Blutes in meinen Ohren. Alondro spannte abermals seinen Bogen, sein Ziel war klar. Ich hielt mich bereit. Der Moment dehnte sich in die Länge. Dann hörte ich es – das leise Zischen der Sehne und den Aufschlag auf dem Holz des Bogens. Alondro hatte geschossen. Ich ließ ebenfalls meinen Pfeil los, instinktiv.

Guntian stürzte zu Boden, aber sein aufgedunsener Körper zuckte plötzlich mit einem schrillen Kreischen wieder in die Luft. Panik durchzuckte mich, als er sich hastig zu einer Tür im hinteren Bereich des Unheiligtums wandte. Über dem Durchgang hing ein Skelett, dessen knochige Hände den Eingang wie ein Wächter verschlossen. Doch als der Hohepriester sich näherte, ließ das Skelett ihn passieren. Mich aber nicht.

Ich spürte nur kalte Entschlossenheit in meinem Inneren. Ohne zu zögern hoch ich meine Arme schützend vor mein Gesicht und über meinen Kopf und brach durch den Widerstand. Knochensplitter zerkratzten meine Haut und rissen meine Kleidung auf, aber ich ignorierte den Schmerz. Ich musste weiter. Ein niedriger Gang lag vor mir, bedrückend und eng, übersät mit Knochenfragmenten. Mehr Schnitte an meinen Armen und am Körper.

Nach wenigen Schritten erreichte ich eine kleine Kammer. Der Gestank von Verwesung hing hier noch schwerer in der Luft. Arme und Hände ragten aus der Erde, als ob sie aus den Niederhöllen selbst kämen. Guntian Todesherr lehnte an einem Altar, erschöpft, doch noch nicht besiegt. Eine dunkle Flüssigkeit tropfte von dem Altar in eine kleine Schale. Dann löste sich ein Schatten von der Wand – groß, bedrohlich. Ein Kämpfer, mit einem Schwert gerüstet, in geschwärzter Garether Platte gewappnet. Ich erstarrte. "Oh, oh!", schoss es mir durch den Kopf. Es war der Geist eines Golgariten. Ausgerechnet ein Ritter Golgaris an diesem unheiligen Ort unserer schrecklichsten Widersacherin! Er würde zu kämpfen wissen.

Neben dem Altar krächzte ein Vogel in einem rostigen Käfig, umgeben von unheiligen Gaben: eine zertrümmerte Grabtafel, zerbrochene Knochen. Es blieb keine Zeit zum Nachdenken. Plötzlich brachen Hände aus der Erde und Skelettmäuler schnappten nach mir. Ich erkannte den Zauber - Guntian hatte das Pandämonium über uns gerufen.

Mit vorsichtigen Schritten versuchte ich, zwischen den scharfen Klauen und Fängen zum Altar vorzudringen, während Paske gegen den Golgariten kämpfte. Ich achtete kaum auf den Kampf, doch aus den Augenwinkeln sah ich, dass der schattenhafte Ritter Golgaris aufschimmerte. Dann verschwand er plötzlich. Ich wollte Paske rufen, doch in diesem Moment donnerte ein Felsblock hinter uns herab. Paske war nicht mehr zu sehen. Angst durchfuhr mich. Er konnte dies unmöglich überlebt haben, nicht einmal durch ein Wunder. Ein neuer Schmerz zuckte durch meine Brust, sengend heiß, und diesmal war es keine körperliche Pein.

Keine Zeit, dem nachzuspüren. Der Raum schien mehr und mehr lebendig zu werden, Knochenhände griffen nach mir, zogen an meiner Kleidung und kratzten meine Haut auf. Ich musste in die Mitte des Raumes gelangen. Dort wollte ich einen Schutzsegen wirken, der uns vor den pandämonischen Angreifern bewahren würde. Jeder Schritt kostete Kraft und ich zahlte mit Blut. Doch aufgeben war keine Option.

Inmitten dieses Alptraums hörte ich plötzlich Rahjadis‘ panische Stimme. "Transversalis!" Und im nächsten Augenblick - ich musste einfach meinen Kopf nach diesem Ruf umwenden - war sie verschwunden. Seltsam. Sie hatte doch vorher behauptet, keine astrale Kraft mehr zu besitzen. Ein magisches Artefakt? In diesem Moment war es egal.

Ich kämpfte mich weiter, vorwärts, immer weiter.

Egilsheim: Zuhause. In mehr als einer Welt.

"'Die Nacht ist finster', sagte die Angst. - 'Die Nacht leuchtet', sagte die Tapferkeit." I Muvrini

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