Die Gespräche der Tauben Gelehrten

Die „Gespräche“ mit den Bewohners des Stillhauses im Bruchwall-Distrikt sind etwas schwierig. Die hier waltenden Gelehrten werden ja nicht umsonst die „Tauben Weisen“ genannt. Sie bestehen naturgemäß vor allem aus Spezies, die kein physischen Gehörsinn haben oder aus Personen, die ihren Gehörsinn verloren haben.

Ihr Gebäude steht unauffällig und still an einem kleinen Platz, so unpassend zur umliegenden, diskutierenden Geschäftigkeit. Die ständigen Gespräche an jeder Ecke und über Straßen hinweg können ungemein inspirierend sein. Diese Konfrontationen von Ideen, Idealen und Ansichten, ein Labyrinth von Wissen…

Im Gegensatz dazu herrscht bei den Tauben Weisen eine vibrierende Ruhe vor, denn man unterhält sich beinahe ausschließlich über Wachstafeln. Man dürfte ja jetzt Fragen, warum man keine Zeichensprache verwendet. Das ist einfach damit erklärt, dass die Spezies (wie beinahe überall in Eintracht und der Drachschaft) körperlich oft zu divers sind, als das eine gemeinsame Symbolik mit ihren Extremitäten gebildet werden könnte. Es gibt zwar eine offizielle Handsprache, welche aber eben dann zum Beispiel von einem Homnar oder einem Oktaidai nicht verwendet werden kann. Deshalb zieht man die bereits erwähnten Wachstafeln vor. Ähnlich verhält es sich mit Lippenlesen. Und sollte man eine Spezies sein, die in Gedanken kommunizieren kann, wird um Ruhe gebeten.

Diese erzwungene Stille kommt wohl aus Tradition, denn ihr das eigentliche Zentrum der Tauben Weisen liegt in den Westlichen Schreien, jenen roten Wiesen, über denen die Farr-Vögel fliegen. Und jene feurigen Federträger sind der Hauptgrund, warum nur Gehörlose sich dort sammeln. Denn der schreiende Gesang der Vögel soll bei Zuhörenden eine Art Wahnsinn auslösen. Dieser hängt immer irgendwie immer mit einem der Sinne zusammen, zum Beispiel glaubt man, man schmecke überall Gift oder hört ständig ein Flüstern und dergleichen mehr.

Aber warum haben diese Gelehrten ihr Zentrum dort, wird man jetzt weiter Fragen. Nun, in den Hügel erheben sich in Regelmäßigkeit große Steinstelen mit komplexen Beschriftungen, welche die Weisen erforschen und übersetzen. Oder meist eher archivieren, denn zum Übersetzen kommen sie vor Ort kaum, weil sich die Schriften in unregelmäßigen Abständen ändern. Deshalb schreiben sie alles vor Ort nur nieder.


Danke an Dreifach20 für seine Kontrolle des Textes

Besser, es trifft jemand eine Bärin an, die ihrer Jungen beraubt ist, als einen Narren in seiner Torheit!

Die Bibel, Sprüche 17,12


Wer will, hier gibt es (quasi) eine Version für den Wilden Hexenmeister für PF1 von mir und Ju-mo

Comments 2

  • Ich hab den Eindruck, das in einigen Fällen Nebensätze grammatikalisch nicht mehr in den Satzbau passen. Da ist wohl beim Überarbeiten die eine oder andere Lücke entstanden.

    Thanks 1
    • Danke dir, Habe ein paar Dinge korrigiert.