Der Besuch

Partach wirkt unglücklich, als er den Barbaren aufsucht. Er klagt:

„Mit meiner Frau und den Kindern ist es jetzt schon anstrengend, so eng unter einem Dach zusammen zu leben, und jetzt findet auch noch das Palenkel statt!“

„Wo liegt das Problem?“, fragt der Barbar.

„Wie du ja weißt, strömen die Gjalsker aus allen Ecken unseres Landes nach Niellyn, um der Spiele beizuwohnen. Unter anderem kommt auch Brynhild, eine Freundin meiner Frau, mit Mann und Kindern.“

„Hört sich nett an.“

„Nett? Meine Frau hat sie für die Zeit des Palenkels zu uns nach Hause eingeladen. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das aushalten soll. Was soll ich tun, Ifrunndoch?“

Der Barbar denkt einen Augenblick nach. Dann antwortet er:

„Anchas hat doch eine Mammutkuh, die gerade gekalbt hat. Geh‘ hin, und bemühe dich, noch heute Kuh und Kalb unter deinem Dach zu beherbergen.“

Am nächsten Morgen fragt Ifrunndoch den Yalding nach seinem Wohlbefinden.

„Was hast du erwartet?“, raunt Partach. „Es ist noch schlimmer als zuvor.“

„Dann bringe Anchas seine Kuh und ihr Junges zurück.“

„Und dann?“

„Ich habe dir alles gesagt, Yalding.“

Wieder einen Tag später fragt Ifrunndoch den Yalding erneut.

Dieses Mal ist Partach begeistert.

„Du glaubst es gar nicht, wie viel Platz wir auf einmal zu Hause haben, Ifrunndoch. Ich bin vollauf begeistert.“

Der Barbar erklärt: „Du siehst richtig, Yalding. Platz zu haben ist keine Frage der Größe. Es ist eine Frage des Blickwinkels. Lerne zufrieden zu sein mit dem, was du hast, bemühe dich voll und ganz darum, und du wirst schneller glücklich sein als du denkst.“