Auf der Spur des Wolfes (Abenteuerbericht #19)

Es wurde das Abenteuer Auf der Spur des Wolfes von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor ein von mir selbstgeschriebenes Abenteuer erlebt.


Am nächsten Tag erfuhren sie das Phileasson mit seiner Ottajasko in der Stadt angekommen war. Zidaine schaffte es ein Date mit einem Thorwaler aus seiner Ottajasko auszumachen. Beorn meinte sie solle versuchen so viele Informationen wie möglich zu besorgen. Er wollte wissen wieviel sie über den Himmelsturm herausgefunden hatten und was ihre letzte Aufgabe der Wettfahrt war.


Die Helden fanden heraus das Phileasson eine Karenenherde verkaufen wollte. Woher er die hatte, konnten sie nicht erfahren. Danach hörten sie sich nach potenziellen neuen Mitgliedern für die Ottajasko um.


In der Magierakademie Halle des Quecksilbers trafen sie auf Belasca Jannerloff die sie auch schon in der Villa von Stoerrebrandt gesehen hatten. Dexter sah etwas Dunkles in ihr und den Drang nach mehr Macht. Die Helden mussten sie nicht lange zum Mitkommen überreden.


Am Abend lernten die Helden Eilif Sigridsdottir, welche auch Donnerfaust genannt wurde, kennen. Beorn hatte sie in einer Kneipe kennengelernt und nach einem mittelgroßen Intermezzo warb er sie für seine Ottajasko an. Noch am gleichen Abend schworen Eilif und Belasca den Eid vor Beorn und der falschen Lenya, um offiziell in die Ottajasko aufgenommen zu werden.


Nach dem Abendessen verkündete Karra das sie die Ottajasko am nächsten Tag verlassen würde. Alle verabschiedeten sich von ihr und Beorn gab ihr einen stattlichen Lohn für ihre Hilfe. Danach gingen die fünf Helden zum Meer, um ungestört reden zu können. Nachdem sie sich alle ihre Narbe an der Schulter nochmal gezeigt hatten und ihr Bekenntnis zum Namenlosen offenbarten, erzählte Dorlin von ihrer Vergangenheit. Sie war eine Werwölfin und ein Waisenkind. Sie wurde von einer bornländischen Adelsfamilie großgezogen, welche sie aber schlecht behandelte und einem Magier Experimente an ihr durchführen ließen wegen ihren Verwandlungen. Nachdem sie die ganze Familie und den Magier getötet hatte, kam sie bei einem Namenlosen Geweihten als Novizin unter. Dieser bildete sie aus, bis sie geweiht wurde. Seitdem reise sie im Bornland umher. Die anderen Helden erzählten Dorlin von ihren Gaben und was sie bis jetzt erlebt hatten.


Daleone, Dexter und Dorlin merkten gleichzeitig das jemand den Strand entlang ging. Sie alle versteckten sich hinter einer verfallenen Mauer. Daleone erkannte das es ein Thorwaler aus Phileassons Ottajasko war. Anschließen kam Zidaine auch zum Strand. Die Beiden redeten etwas was jedoch keiner der Helden verstehen konnte. Plötzlich küssten sie sich und währenddessen zog Zidaine einen Dolch und stach dem Thorwaler in den Hals. Er gab keinen Laut von sich und sie fesselte ihn an einen Pfahl der nahe am Meer lag, um Boote anzubinden. Zidaine machte dann irgendetwas mit ihm und schließlich saß sie lange daneben bis er sich anfing Ruckartig zu bewegen. Die Zuckungen wurden immer schlimmer, bis sie nach einer Zeit abnahmen. Dann stand sie auf und ging.


Die Helden schauten sich den Thorwaler genauer an und sahen das er mit Sirup eingerieben wurde und hunderte kleine Krebse auf ihm krabbelten. Diese krabbelten jedoch nicht nur auf ihm, sondern sie aßen ihn regelrecht auf. Er lebte noch und Draco erinnerte sich das es so einen Mord auch schon in Thorwal gegeben hatte. Die Helden wussten nun das Zidaine dahinter steckte. Ohne etwas zu tun gingen sie zurück zur Villa und legten sich schlafen.


Am nächsten Tag erzählte Zidaine von ihrem Date und das Phileasson nicht so tief im Himmelsturm war wie sie. Ihre letzte Aufgabe war den Nivesen bei einer Seuche zu Helfen. Die Ottajasko stritt sich kurz darüber, warum Phileassons Aufgabe eine andere war als ihre. Beorn beendete den Streit dann damit das es nie geheißen habe ihre 12 Aufgaben würden exakt die gleichen sein. Lenya drehte plötzlich die Augen über und sprach mit einer anderen Stimme:


In der Stadt, in der Ingerimm Efferd trotzt, konnten selbst

die Stürme der Zeit die Spur des Steppenwolfs nicht löschen.

Zerreißt den Schleier der Vergangenheit,

und ihr werdet eine silberne Flamme finden!

Sie ist der eine Schlüssel zu Orima der Allsehenden,

der ihr dereinst begegnen werdet.


Gleich darauf beratschlagten sie sich was das bedeuten konnte und schnell fanden sie heraus das die Stadt nur Vallusa sein konnte. Die Ottajasko brach noch am selben Tag auf.


Die Reise nach Vallusa im verregneten Frühling war beschwerlich. Vor allem die Misasümpfe hätten sie nicht ohne Führer geschafft. Ein Pferd mit Proviant hatten sie im Sumpf verloren. In Vallusa angekommen mieteten sie sich sofort im Hotel „Haus Drachenstein“ ein.


Der ganzen Ottajasko fielen die vier mannshohen Wolfstatuen am Zwergenplatz auf. Sie untersuchten sie und bei einem fanden sie eine Inschrift auf der rechten Schulter. Die Inschrift war auf Isdira und Daleone übersetzte für die anderen: „Gewidmet meinem gemordeten Bruder. Die Letzte die Schande zu überwinden, im Blutturm den Frevler zu finden, die Letzte im Kampf den Dieb zu bezwingen, das Schwert des Bewahrers nach Tie’Shianna zu bringen. Möge dein Licht den Weg nach Gontarin gefunden haben!“.


Bei Nachforschungen im Rathaus erfuhren die Helden das es einen Meisterfechter Namens Erm Sen gegeben hatte, den alle auch Wolfsritter nannten, weil ihn ein großer Wolf begleitete. Er war ein Held aus den Kriegen in der Khom vor über 250 Göttenläufen. Seine Vergangenheit hatte ihn hier eingeholt und ein verschleierter Krieger kam in die Stadt und forderte ihn am Zwergenplatz zum Duell. Der Wolfsritter besiegte ihn aber der Krieger zerfiel nur zu Staub. Danach musste Erm Sen die Stadt verlassen, weil öffentliche Duelle verboten waren.


Am Abend im Hotel erzählten die Helden den anderen was sie herausgefunden hatten. Eimnir erzählte das er Geschichten gehört hatte von einem Schattenmann, der die Menschen am Zwergenplatz heimsuchte. Dabei soll es sich um den Wüstenkriger handeln der nach dem Duell zu Staub zerfiel. Der Schattenmann versprach seinen Opfern sie zu einem Schatz zu führen. Alle waren sich einig das die Spur des Steppenwolfs wohl Erm Sen war. Beorn hatte auch drei neue Mitglieder für die Ottajasko angeworben. Garad Avason, ein Thorwaler den Beorn aus dem Gefängnis freigekauft hatte, und zwei Söldner namens Baldur und Childwig.


Am nächsten Tag konnte die Ottajasko herausfinden das Erm Sen nach Ysilia gegangen war. Sofort machten sie sich auf den Weg. Nachdem sie das Sumpfgebiet der Misa hinter sich gelassen hatten, kamen sie durch ein hügeliges Grasland. Immer wieder stießen sie auf Überreste des Ogerzuges. Zerstörte Gehöfte und ausgebrannte Dörfer wo die Natur schon längst wieder die Überhand gewonnen hatte.


Nach sechs Reisetagen kam die Ottajasko in Ysilia an. Von der Stadt war nicht mehr viel übrig und einige Menschen waren dabei sie neu aufzubauen. Eines der wenigen fertigen Gebäude war die Schenke „Graf Hagen“ in die sich die Ottajasko niederließ.


Schnell konnten sie in Erfahrung bringen das es in einem der zwei Türme, welche aus rotem Sandstein gebaut waren, der Stadt eine Fechtschule gegeben hatte. Diesen nannte man auch Blutturm. Daleone erinnerte alle daran, dass dies auch auf der Schulter der Wolfsstatue gestanden hatte.


Sie kamen beim Blutturm an und fanden nur den Namen Erm Sen an einer Steintafel mit vielen anderen Namen. Als alle anderen weg waren sprach Dexter den Zauber „Hartes schmelze!“ um die Tafel unleserlich zu machen.


Am Abend in der Schenke kamen plötzlich Baldur und Childwig mit einem Bettler zur Ottajasko. Stolz erzählten sie das der Bettler namens Assel wüsste, wo der Schatz lag, von dem der Schattenmann in Vallusa sprach. Assel war ein kleiner Mann, dem wohl ein Bär das Gesicht zerfetzt hatte. Drei große Narben verliefen quer über sein Gesicht und ihm fehlte seine halbe Nase. Beorn befragte ihn, aber Assel war so betrunken, dass man nichts verstehen konnte.


Am nächsten Morgen befragte Dexter den halbwegs ausgenüchterten Assel nochmal und er hatte dabei wieder diesen grauenerregenden Blick. Assel verriet ihnen das Erm Sen sein Grab in den Drachensteinen war. Er und seine zwei Freunde wären dort gewesen aber das Grab wurde von Wolfsmenschen bewacht. Er habe die Narben von dort und seine beiden Freunde hatten es nicht überlebt. Dexter überredete ihn dann auch noch sie zum Grab zu führen. Die Ottajasko machte sich noch am selben Tag auf den Weg in die Drachensteine.


Sie folgten einer Passstraße, die wohl schon lange nicht mehr benutzt wurde. Ein Steinschlag verletzte eines ihrer Pferde. Als sie endlich über den Pass kamen sahen sie im Tal vier Türme, die jeweils in einem eigenen Dorf standen. Assel meinte sie sollten zu dem Dorf Wollhus gehen. Von dort wäre es nicht mehr weit zum Schatz. Auf dem Weg dorthin sahen sie einige Hirten mit Ziegen. Diese flüchteten jedoch immer vor ihnen.


In Wollhus wurden sie nicht gerade freundlich begrüßt. Es war schon Abend und alle Dorfbewohner kamen gerade von den Feldern zurück. Erst die dritte Familie, welche sie fragten, ließ sie in ihrem Stall schlafen. Am nächsten Tag wollten sie zur Ruine gehen, aber Assel weigerte sich. Er wurde schnell hysterisch und meinte sie würden den Schatz auch allein finden. Als das die Dorfbewohner hörten nahmen sie Assel in Schutz und wollten die Ottajasko daran hindern zur Ruine zu gehen.


Die Helden schätzten das es im Dorf nur zwei Dutzend erwachsene Männer gab die kämpfen würde. Diese kamen bedrohlich auf sie zu mit ihren Werkzeugen. Beorn gab den Befehl zum Schildwall. Langsam rückten sie vor und als der erste Dorfbewohne mit einem Schlägel zuschlug begann der Kampf. Schnell waren die ersten fünf der Dorfbewohner tot. Dann lösten sie den Schildwall auf und kämpften einzeln gegen die Dorfbewohner. Dexter und Daleone tranken reichlich Sikaryan. Draco rettete einmal seine Iryanrüstung vor schwereren Verletzungen. Diana schlitzte zwei Dorfbewohner den Hals auf mit ihren Klauen. Als alle erwachsenen Männer tot waren wagte keiner mehr aus dem Dorf sich ihnen in den Weg zu stellen. Beorn nahm Assel und sie gingen los zur Ruine.


Assel führte sie jedoch weg vom normalen Weg zur Ruine, weil er eine Abkürzung wusste. Diese führte in eine kleine Schlucht und dort zeigte Assel ihnen die beiden Freunde welche damals gestorben waren. Ihre Skelette lagen hier einfach herum und Assel sagte: „Ich konnte sie nicht begraben und so wurde die Schlucht zu ihrem Grab so wie sie zu unserem werden wird!“. Bevor die Helden ihn Fragen konnten, was er damit meinte sahen sie Wölfe, welche auf zwei Beinen liefen, auf sie zukommen. Sie wurden eingekreist und der größte von ihnen brüllte sie an. Sie wollten gerade zum Angriff übergehen als Dorlin sich plötzlich in einen Werwolf verwandelte. Sie war einen Kopf größer als der Leitwolf und sie sprangen sich direkt an. Es war ein erbitterter Kampf, aber Dorlin gewann ihn. Die anderen Wölfe wichen zurück und Dorlin verwandelte sich zurück. Während sie ihre Kleidung wieder anzog, fragte Beorn Assel, wo der Schatz genau war. Dieser erklärte das es in der Ruine ein Höhlensystem gab und wie sie zur Grabkammer kommen würden. Anschließend tötete Beorn ihn mit einem Axthieb.


Sie kamen nicht direkt zur Ruine, sondern zu einem Höhleneingang, der etwas darunter im Felsen lag. Sie ließen Baldur und Childwig mit den Pferden zurück. Nach etwa 20 Schritt kamen sie zu einem Spalt, der sich von der Oberfläche nach unten zog. Dort seilten sie sich ab wie Assel es beschrieben hatte. Dann gingen sie nur um eine Ecke und sahen die Grabkammer. Darin lagen zwei Skelette und einen toten Wolf. Eines der Skelette hatte ein wunderschönes Schwert. Beorn zog es aus der Scheide und es züngelten Flammen aus silbernem Licht um die Klinge. Als er es zurück steckte hörten sie andere Stimmen aus dem Gang.


Als sie aus der Grabkammer kamen trafen sie auf Phileassons Ottajasko und Beorn sagte: “Ihr seid zu spät!”. Als diese nichts erwiderten sprach er weiter, dass sie bei der ersten Aufgabe, einen größeren zweizahnigen Kopfschwänzler gefangen hatte und auch mehr über den Himmelsturm wüsste als sie. Bei der dritten Aufgabe mussten sie völlig verschiedene Dinge lösen aber die vierte habe er wieder klar gewonnen. Somit wäre er in Führung. Phileasson erwiderte das es nie geheißen habe das nur einer bei jeder Aufgabe gewinnen könne. Laut seiner Rechnung war Beorn nur einen Punkt vorne. Sie fingen alle an zu lachen und gingen zurück in den Gang, aus dem sie gekommen waren.


Durch das Seil stiegen sie wieder nach oben und verließen das Tal.


Weiter geht es im nächsten Abenteur H'rangas Kinder.

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