Das Totenmoor (Abenteuerbericht #18)

Es wurde ein, von mir selbstgeschriebenes Abenteuer basierend auf den Roman Die Wölfin von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Der Himmelsturm erlebt.


Alle Helden außer Draco wachten nach wenigen Minuten wieder auf. Lenya die noch immer die goldenen Augen von Pardona hatte wob gerade einen Zauber. Plötzlich tauchte ein 3 Schritt durchmessendes Portal auf. Es war rund und waberte schwarz mit purpurnen Schlieren darin. Als die falsche Lenya die munteren Helden erblickte wirkte sie überhaupt nicht überrascht, sondern sagte nur: „Steht hier nicht so rum. Helft mir die Ottajasko durch das Portal zu tragen.“. Die Helden gehorchten und zogen die andern durch das Portal. Beim Durschreiten fühlte es sich so an, als ob sie fallen würden. Auf der anderen Seite erblickten die Helden ein Meer aus Nebel. Soweit das Auge reichte sahen sie nur den Nebel und ansonsten schwarze Leere. Ihre Beine verschwanden bis zu den Knien im Neben und vor ihnen stand ein Boot, das auf diesem zu schweben schien. Als die ganze Ottajasko an Bord war fuhren sie wie von Geisterhand los und wenig später kamen sie bei einem weiteren Portal an.


Dexter fragten die falsche Lenya, wo sie hier waren und sie antwortete das dies das Nirgendmeer sei. Daleone erinnerte sich daran, dass dies eine Ebene im Limbus war. Sie brachten die ganze Ottajasko aus dem Limbus wieder ins Diesseits. Schließlich kam die falsche Lenya mit dem letzten durch das Portal, welches sich hinter ihr schloss.


Dexter, Daleone und Diana schauten sich um und standen auf braunem Gras. In der Ferne sahen sie ein paar dürre Bäume. Draco wachte nun auch auf und fragte sofort, wo sie waren. Pardona antwortete das dieser Ort Totenmoor genannt wird. Er liege im Norden des Bornlandes. Diana erklärte Draco wie sie hierhergekommen waren und er löcherte Pardona mit mehreren Fragen. Pardona unterbrach ihn jedoch und befahl ihnen sich wieder schlafend zu stellen.


Nur kurze Zeit nachdem sich die Helden hingelegt hatten wachte Beorn auf. Die Helden konnten hören, wie die falsche Lenya ihn begrüßte. Beorn wusste wohl sofort, dass dies Pardona war. Sie konnten mitanhören wie Beorn sich noch immer dagegen wehrte Pardona in seine Ottajasko aufzunehmen. Schlussendlich sagte Pardona jedoch: „Ich bewundere deine Willenskraft Beorn. Obwohl ich dir zwei Liebesnächte geschenkt habe bist du mir noch immer nicht ganz verfallen. Ich werde dieses Gespräch abkürzen. Entweder nimmst du mich in der Gestalt von Lenya mit, um durch mich die nächsten Aufgaben zu erfahren oder dein Traum, König der Meere zu werden endet hier und jetzt!“.


Die Helden erlebten zum ersten Mal das Beorn für kurze Zeit Sprachlos war. Dann ergriff er jedoch mit fester Stimme das Wort und sagte: „Ich weiß, wann ein Kampf verloren ist aber lass dir eines gesagt sein du Hranngargezücht! Als Lenya hast du dich meinen Befehlen zu fügen und meine Ottajasko darf nichts von unserer Abmachung mitbekommen.“. Pardona lachte kurz und willigte dann ein.


Langsam wachte die gesamte Ottajasko auf und so standen auch die Helden wieder auf. Beorn und Lenya gaben allen etwas Wasser zu trinken. Ursa fing sofort an zu meckern in welcher Götterverlassenen Gegend sie nun gelandet seien. Lenya antwortete darauf das die gütige Peraine sie alle hierher entrückt habe, weil dies die dritte Aufgabe sei. Dann erzählte sie allen von der Vision, die sie hatte. Sie habe dieses Gebiet hier gesehen und das immer wieder Geister einer Armee auftauchten. Manchmal würden einige Krieger davon ihre komplette Gestalt annehmen und für kurze Zeit in der Wirklichkeit existieren. Der Anführer dieser Armee war ein Elf mit zwei besonderen Armreifen. Während der Vision habe Lenya immer wieder folgende Prophezeiung gehört:


Findet das göttliche Geschenk,

umringt vom Dunkel, behütet vom Licht, dort,

wo die Zwölf Borons Anger behüten.

Steigt hinab durch das dunkle Auge,

und entreißt es seinem äonenalten Schlaf.


Das göttliche Geschenk mussten die beiden Armreifen sein. Noch bevor Ursa weiter meckern konnte tauchten in der Ferne einige Gestalten auf. Sie kamen immer Nähe und langsam konnten die Helden erkennen das es Trolle waren. Mit riesigen Keulen an denen Stacheln angebracht waren liefen sie auf die Ottajasko zu. Beorn befahl einen Schildwall und in Windeseile nahm jeder seine Position ein. Dexter und Daleone konnten kein Sikaryan wahrnehmen und trotzdem spannten sie die Muskeln an, um den erwarteten Zusammenstoß mit den Trollen abzuwehren.


Die Trolle liefen jedoch einfach durch sie hindurch und die Ottajasko spürte nichts außer einen kalten Lufthauch. Kampfbereit zogen sie weiter in die Richtung, welche die falsche Lenya vorgab. Der Boden wurde sumpfiger und immer wieder kamen sie an dunklen Lacken vorbei aus denen glucksend Blasen aufstiegen. Nach einer Weile konnten sie in der Ferne eine Festung ausmachen.


Es war eine riesige weiße Festung. Erst als die Ottajasko näher kam sahen sie das an den weißen Mauern die Zeit ihre Spuren hinterlassen hatte. Kränkliches Buschwerk, Moose und Dreck hatten sich dort festgesetzt wie Schimmel auf einem Laib Brot. Diana schlug vor ihren Schattenraben fliegen zu lassen, um die Festung zu erkunden. Beorn stimmte zu und Diana legte sich hin und sprach die Zauberformel.


Als sie wieder zu Sinnen kam erzählte Diana das die Festung wie ein Stern von oben aussah. Beorn meinte daraufhin, dass sie solche Bollwerke seit kurzem auch im Lieblichen Feld bauen würden. Diese seien so gut wie uneinnehmbar, weil als Angreifer sei man immer dem Flankenbeschuss der Verteidiger ausgesetzt. Diana erzählte dann noch das es auf der anderen Seite ein eingerissenes Tor gab, welches in den Vorhof der Festung führte. Im Vorhof sei ein kleiner See jedoch würden sie von dort aus überall in der Festung hinkommen.


Vorsichtig gingen sie auf die andere Seite der Festung. Plötzlich hörten sie alle in der Ferne unnatürliche Schreie. Das Tor in der Festung, welches zerstört war, wurde auf einmal wieder ganz. Die Ottajasko nahm sofort wieder ihre Kampfformation als Igel ein und kurz darauf öffneten sich das Tor der Festung.


Heraus kam eine Armee von Hochelfen auf wunderschönen Schlachtrössern. Ihre Helme schillerten im fahlen Licht und bunte Seidenbanner flatterten über ihnen. Noch etwas Größeres als die Hochelfen brachten den Boden zum Beben. Von der anderen Seite kamen drei Riesen. Diese waren sogar noch größer als der Riese Neunfinger, dem die Helden im Orkland begegnet waren. Bewaffnet mit Keulen, die so groß waren wie Stämme von Steineichen, schlugen sie auf die reitenden Hochelfen ein. Die Schlachtreihen der Hochelfen zerstoben in Chaos.


Von den Festungsmauern wurden hunderte Pfeile abgeschossen. Plötzlich brach einer der Riesen zusammen. Ein anderer machte einen Satz zur Seite und begrub einen Reiter unter seinem Fuß. Auch die Hochelfen auf den Pferden beschossen die Riesen mit Pfeilen. Einige der Geschossen welche die Riesen verfehlten flogen in die Richtung der Ottajasko. Sie prasselten auf ihre Schilde ein und einer durchschlug sogar Ursas Schild und schlitze ihre Wange auf.


Plötzlich war es wieder totenstill. Die Erscheinungen waren wieder fort. Beorn befahl in die Festung zu gehen. Daleone ergriff beim Tor eine Angst. Der Tortunnel erschien ihr plötzlich wie der Schlund eines Ungeheuers. Dort wartete etwas das ihren Tod wollte. Dexter bemerkte das sie zögerte und nahm sie an der Hand. Im Vorhof lies das Gefühl bei Daleone schnell nach. Der See in der Mitte war schwarz und ließ nur zwei Schritt Platz am Rand, um weiter zu gehen.


Es gab nur ein weiteres Tor, welches auf der anderen Seite lag. Über ihnen erschienen geisterhafte Gestalten. Elfenkrieger mit schmalen, abgezehrten Gesichtern. Die Ottajasko lief schneller auf die andere Seite. Kurz vor dem zweiten Tor hielt die falsche Lenya die Helden auf und deutete mit ihren Augen auf den Torbogen. Dort waren Runen in den Stein geschnitten die keiner der Helden lesen konnte. Allein sie anzuschauen schmerzte in den Augen von Dexter, Daleone und Diana. Nur Draco konnte sie ohne Probleme länger begutachten.


Die falsche Lenya sagte: „Wir bleiben hier! Travia wird mir helfen dieses Tor zu halten und falls doch gekämpft werde muss können die vier mir helfen.“. Dabei zeigte sie auf die vier Helden. Eine Zornesfalte erschien steil zwischen Beorns Brauen und er sagte: „Durch Lenya spricht die Göttin also vertraue ich ihrem Urteil aber ein Zauberkundiger soll mich begleiten! Ich möchte da drinnen auf alles Vorbereitet sein.“. Die falsche Lenya deutete auf Draco und er ging mit Beorn in die Festung.


Die anderen Helden schauten Draco und der Ottajasko lange nach, bis ihre Schritte in der Festung nicht mehr zu hören waren. Dann fragte Dexter warum sie hier draußen blieben und warum Pardona diese Armreifen brauche. Pardona antwortete: „Dieser Torbogen würde euch töten. Er duldet nichts, was mit dem Mal der Dunkelheit behaftet ist, in seinem Inneren. Er würde auch mich angreifen, vielleicht sogar verletzen. Die Macht der vergangenen Hochelfen rechtfertigt beinahe ihre Arroganz und Selbstgefälligkeit.“. Aus Diana platze es dann heraus: „Und Draco lässt du dann da reingehen? Wird ihm nichts passieren, weil er noch nicht aufgestiegen ist?“. „Das habe ich zumindest vermutet, nachdem ihm nicht wie euch die Augen gebrannt haben als ihr alle den Torbogen angeschaut habt.“ Erwiderte Pardona. Diana war empört, weil Pardona dies nur vermutet hatte. Dexter fragte dann nochmal nach den Armreifen. Pardona antwortete das ihre Artefakte aus dem Orkenhort ihr wahres Wesen verschleierten. Die Armreifen würde sie brauchen, um den gleichen Effekt zu erzielen.


Daleone fragte dann Diana nach ihrem Geschenk aus dem Orkenhort. Da sie nun ihre Erinnerungen zurück hatte dachte sie sich das die kleine schwarze Box vielleicht nun aufging. Diana wandte ihren Zauber an, um Gegenstände in ihrem Zauberbeutel zu finden und gab die schwarze Box Daleone. Als sie die Box in die Hände nahm durchlief sie ein warmes Gefühl. Sachte probierte sie den Deckel der Box zu heben und sie ging tatsächlich auf. Darin befand sich eine schwarze Sehne, eine Knochenflöte und eine Pergamentrolle. Daleone fand schnell heraus das die Sehne für einen Bogen war. Sie nahm die alte Sehne von ihrem Bogen ab und spannte die schwarze darauf. Pardona meinte das sie diese Sehne kannte. Sie sei laut der Legende aus den Haaren den Güldenen Gottes selbst gemacht und jeder Pfeil, der von dieser Sehne abgeschossen wird, schlug Wunden, die nicht aufhörten zu Bluten. Daleone freute sich schon darauf die neue Sehne auszuprobieren und rollte dann das Pergament auf. Dieses war in Asdharia beschrieben und darauf war auch eine Zeichnung der Knochenflöte. Damit würde sich Daleone später beschäftigen.


Die Helden fragten dann Pardona was sie noch über diesen Ort wusste und warum hier ein alter Krieg zum Leben erwachte. Pardona holte eine Kette hervor an der ein Smaragd hing. Sie erzählte das dies Niamhs Kette sei und dass diese einen seltsamen Einfluss auf Orte wie den hier habe. Die Vergangenheit dränge sich in die Gegenwart und alte Sagen erwachen wieder zum Leben. Hier habe der Güldene Gott gegen die Hochelfen gekämpft. Auf Seiten der Hochelfen kämpfte der Anführer Anvarion dem-stets-Siegreichen der heute als Anvarion der-in-den-Schatten-ging bekannt sein sollte. Die Horde des Güldenen wurde von dem Nachtalben Feyangola Finsterblick angeführt. Pardona erzählte das Feyangola einer ihrer liebsten Geschöpfe war und wie die Schlacht damals ausging. Feyangola sein Leichnam mit den Armreifen musste irgendwo in dieser Festung, welche die Hochelfen Morgenstern nannten, liegen.


Dexter fragte dann noch woher die Prophezeiung kam. Pardona antwortete das dies alles war was sie aus Anvarion der-in-den-Schatten-ging heraus bekommen konnte in den Gefilden des Güldenen Gottes. Diana fragte dann wo Pardona noch überall war und sie antwortete mit einem Lächeln: „Ich war schon an vielen Orten, die ihr euch nicht vorzustellen vermögt.“.


Währenddessen durchsuchte die restliche Ottajasko die Festung. Draco stand bis zu den Hüften in einem der vielen gefluteten Gewölbe. Warum musste gerade er mit hier rein gehen? Die Festung war ein Labyrinth und umso tiefer sie vordrangen desto mehr verlor er den Überblick. Immer wieder wurden sie Zeugen verzweifelter Kämpfe geisterhafter Erscheinungen. Einmal hatten diese Gestalten dann auch fleischliche Gestalt angenommen. Karra und ein Thorwaler waren schon verletzt. Beorn befahl das sie wieder nach oben gehen würden. Es wäre zu gefährlich, wenn sie sich hier verlaufen.


Sie kamen wieder in einen der Hauptgänge, die von den Kugeln an der Decke beleuchtet wurden, welche sie schon aus dem Himmelsturm kannten. Sie wollten gerade eine weitere Treppe nach oben gehen als sie schwere Stiefeltritte hörten. Die Ottajasko lief von den Schritten weg in einen Seitengang. Plötzlich kam hinter ihnen eine durchsichtige Truppe von Hochelfen. Voran ging ein wunderschöner Elf mit zerschlagenem Schild und einem wallenden, roten Umhang. Die Truppe ging einfach durch sie hindurch und in den Hauptgang hinaus. Draco und Beorn schauten dem Trupp nach und sahen das von der Treppe her noch ein Trupp kam, der jedoch real war. Auch dieser Trupp wurde von einem Elfen mit wallendem, rotem Umhang angeführt. Die beiden glichen sich als wären sie Zwillinge!


Ein wilder Kampf entbrannte zwischen den beiden Truppen. Der Truppenführer der realen Gestalten wurde von seinen Mitstreitern verraten und so wurde er besiegt. Obwohl er mehrere Stiche von Speeren in den Rücken abbekam brachte er trotzdem noch drei weitere Elfen um. Schließlich fiel er jedoch und sie trugen seinen Leichnam direkt an der Ottajasko vorbei. Ursa sprang plötzlich aus dem Seitengang mitten in die Geistertruppe und zeigte auf die Unterarme des Leichnams: „Seht dieser hier trägt Armreifen über seinen Handschuhen!“.


Draco zog sie zurück, weil diese Erscheinungen jederzeit real werden konnten. Die Ottajasko folgte dem Trupp eine andere Treppe hinunter. In diesem Teil der Festung waren sie noch nicht und hier stand ihnen das eisige, schwarze Wasser sogar bis zur Brust. Der Geistertrupp war verschwunden und es war kein weiterer Gang aus diesem Raum zu sehen. Draco sah einen Hebel auf der anderen Seite des Raumes. Er berichtete den anderen von seiner Entdeckung und Beorn machte sich sofort auf den Weg zum Hebel.


Plötzlich Bewegte sich etwas im Wasser von hinten auf Beorn zu. Draco warnte ihn und Beorn konnte sich gerade noch umdrehen und sein Schild hochreißen. Ein riesiger Wurm mit Ringen aus messerscharfen Zähnen griff Beorn an. Draco zauberte einen Ignifaxius und traf den Wurm mit seinem Flammenstrahl. Der Wurm tauchte wieder ab und Beorn watete die letzten Schritte zum Hebel.


Als er den Hebel umlegte gab es ein dumpfes Geräusch in den Mauern und langsam begann das Wasser weniger zu werden. In der Mitte des Raumes hatte sich im Boden ein Loch geöffnet, in welches das ganze Wasser und auch der Wurm gezogen wurden. Auch die Wand hinter ihnen öffnete sich und gab den Blick auf einen weiteren Raum frei, in dem mehrere Skelette in goldenen Rüstungen lagen.


Plötzlich hörten die drei Helden und Pardona ein dumpfes Geräusch unter ihnen. Kurz darauf fing der See im Vorhof an abzufließen. In der Mitte des Sees kam eine Öffnung zum Vorschein. Es sah aus wie ein riesiges Auge im Boden in das eine Wendeltreppe nach unten eingelassen war. Als sie alle hinabstiegen sahen sie wie eine Horde Orks gerade den Vorhof stürmte.


Unten angekommen sahen sie eine größere Kammer mit einem goldenen Tor. Pardona sprach ein Wort, das keiner von ihnen verstand und das Tor ging wie von Geisterhand auf. Dahinter sahen sie den Rest der Ottajasko die gerade gegen Orks kämpften. Schnell kamen sie ihnen zur Hilfe. Es war ein hektischer Kampf in den beengenden Räumen mit all den Leichen am Boden. Die Ottajasko musste viel einstecken und nur die Iryanrüstung verhinderte das Draco eine schwere Verletzung davontrug.


Egal wieviel sie umbrachten es kamen immer mehr Orks nach. Plötzlich wurden diese jedoch wieder durchsichtig, bis sie schlussendlich ganz verschwanden. Sofort sammelte sich die Ottajasko jedoch fehlten einige. Vier aus der Ottajasko hatten ihr Leben in diesem Kampf verloren. Nur Beorn, die vier Helden, die falsche Lenya, Zidaine, Asleif, Karra und Ursa waren noch übrig. Ursa kauerte über ihren zwei toten Schwestern. Sie hatte eine tiefe Wunde am Unterarm.


Draco erzählte den anderen davon das die Leiche mit den Armreifen irgendwo hier in diesem Raum sein musste. Beorn befahl den Raum zu durchsuchen und auch andere Schätze mitzunehmen. Viele der Elfenleichen hatten außer den goldenen Rüstungen auch noch Schmuck bei sich. Daleone fand schließlich eine schwarze Rüstung der Nachtalben. Gleich darauf fanden sie zwei schlanke mit grüner Patina bedeckte Armreifen. Daleone gab diese der falschen Lenya welche sie langsam anlegte, während sie die Wand dahinter anschaute. Darin steckten waagrecht eine Reihe vierkantiger Nägel. Darunter waren Streifen dunklen Blutes zu sehen. Die falsche Lenya flüsterte: „Sie haben ihn mit ausgestreckten Armen an diese Wand genagelt. Das Eisen muss ihm niederhöllische Qualen bereitet haben.“.


Beorn befahl zu gehen und die gefallenen Kameraden mitzunehmen. Alle machten sich Bereit und als sie gerade gehen wollten brach Ursa zusammen. Ihre Wunde am Arm blutete stark. Die falsche Lenya untersuchte sie und meinte das sie den Unterarm amputieren müsse. Mit letzter Kraft protestierte Ursa dagegen. Kurz entbrannte eine wilde Diskussion, doch dann waren wieder durchsichtige Orks zu sehen.


Beorn befahl sofort den Rückzug aus der Festung. Die gefallenen Kameraden nahmen sie mit. Als sie endlich einige Meilen zwischen sich und die Festung gebracht hatten machten sie eine Pause. Die Helden fragten, wo es nun hin ging und die falsche Lenya sagte das ihr nächstes Ziel Festum sei.


Als die Ottajasko endlich aus dem Totenmoor kam begruben sie ihre gefallenen Kameraden an einem kleinen Hügel. Die Ottajasko folgte so schnell sie konnte der Bornstraße weiter nach Festum. Sie kamen durch mehrere Dörfer jedoch konnte dort niemand Ursa helfen. Ihr Arm verfaulte langsam, aber sie wollte noch immer keine Amputation.


In Firunen übernachteten sie in der Herberge Zalpuk. Auch hier konnte niemand Ursa helfen und sie bekam hohes Fieber. Die falsche Lenya sagte zu Beorn das er nun entweder die Amputation zu ließ oder sie würden am nächsten Morgen Ursa begraben. Beorn stimmte zu und half ihr persönlich bei der Amputation.


Der Rest der Ottajasko ging daweil in das Gasthaus „Zum lustigen Fuhrmann“. Bei einem Bier erzählte Karra das sie die Ottajasko in Festum verlassen würde, um zurück zu ihrer Sippe zu gehen. Sie hätte gar nie vorgehabt so lange mit ihnen zu reisen aber die Gefangenschaft im Himmelsturm konnte niemand vorahnen. Dann wären sie nur mehr zu Neunt in der Ottajasko denn Ursa würde nicht mehr weiterreisen können. Die Helden fragten sich ob auch Phileasson schon so viele Leute verloren hatte.


Plötzlich gab es zwei Tische weiter Krawalle. Zwei große Kerle bedrohten eine Frau, die jedoch überhaupt nicht verängstigt aussah. Die Kerle beschuldigten sie einen Handel nicht eingehalten zu haben. Sie griffen die Frau an und mit einer unglaublichen Geschwindigkeit zog die Frau eine komisch geformte Axt und brachte beider Männer um. Dann setzte sie sich wieder hin und zählte die Münze, welche sie von den Kerlen zuvor bekommen hatte. Dexter musterte die Axt, welche ansonsten nur von Orks geführt wurde. Es war eine Molokdeschnaja und er konnte es nicht fassen als er die zwei Fratzen darauf erkennen konnte.


Er erzählte den anderen Helden davon und sie setzen sich zu der Frau an den Tisch. Es kamen ein paar andere auch an den Tisch die wohl das Töten der zwei Kerle nicht guthießen. Draco sagte das er jedem hier zwei Dukaten zahlen würde, wenn sie die Leichen zum nächsten Boronanger brachten. Schnell war der Groll verflogen und die Leichen wurden weggebracht.


Die Frau bedankte sich bei den Helden aber sagte das dies nicht nötig gewesen wäre. Die Helden erwiderten das sie es gerne taten. Die Frau war nun endlich fertig mit dem Zählen und schaute die Helden zum ersten Mal genauer an. Schnell erkannte sie die Symbole der zwei Fratzen auf ihren Gewändern und Waffen. Mit großen Augen sagte sie: „Ich heiße Dorlin und es ist mir eine Freude euch endlich zu treffen Brüder und Schwestern!“.


Die Helden schauten sich verdutzt an. Dexter sagte dann sofort: „Wir sind doch keine Geschwister, oder?“. Dorlin lachte und antwortete: „Natürlich nur im übertragenen Sinne. Wäre es denn so schlimm, wenn es wirklich so wäre?“. Daleone sagte darauf: „Nein, aber dann würden es um einiges weniger Spaß geben in der Gruppe.“ dann zwinkerte sie Dexter zu. Dorlin verstand was sie meinten und alle lachten.


Dann fragte Diana nach dem Mal an der Schulter und Dorlin zog ihren Pelzmantel zur Seite und zeigte es ihnen. Die Helden erzählten Dorlin von der Wettfahrt und fragten, ob sie mitkommen würde. Sie stimmte zu und Draco meinte dann das sie noch Beorn davon überzeugen mussten. Dorlin sagte das sie hier ein Quartier habe und das sie auf die Antwort warten würde.


Die Helden verließen mit den anderen aus der Ottajasko das Gasthaus und gingen zurück zu ihrer Herberge. Die falsche Lenya und Beorn waren mit der Amputation schon fertig, aber sie mussten Ursa den ganzen Arm abnehmen, weil der Wundbrand schon so weit fortgeschritten war. Selbst wenn Ursa Gesund werden würde, so könnte sie nie mehr in einem Schildwall stehen.


Die Helden erzählten Beorn am Abend von Dorlin und er meinte das er ihrem Urteil vertraue, aber er wolle sie am nächsten Tag selbst einmal sehen, bevor er zusage. Am nächsten Morgen traf sich die ganze Ottajasko mit Dorlin außerhalb der Stadt. Beorn plauderte kurz mit ihr und dann musste sie gegen ihn kämpfen. Es war ein harter Übungskampf, aber Dorlin zeigte keine Schwäche. Die falsche Lenya sagte zu den Helden das sie nun wohl endlich vollzählig seien.


Beorn entschied schlussendlich das Dorlin in die Ottajasko aufgenommen wird und die falsche Lenya nahm ihr den Schwur ab. Noch am selben Tag reisten sie mit Ursa auf einer Trage weiter. An ihrem 129. Reisetag dieser Wettfahrt kamen sie in Festum an. Die Helden meinten das sie eine gute Verbindung zum Handelshaus Stoerrebrandt hätten und dort sicher unterkommen konnten. Beorn willigte ein und Stover Regolan Stoerrebrandt empfing sie persönlich in seiner Villa.


Stoerrebrandt half ihnen auch dabei Hilfe für Ursa zu bekommen. Durch die Schätze aus der Festung Morgenstern hatten sie alle derzeit ein kleines Vermögen. Nach zwei Tagen war Ursa schon wieder auf den Beinen. Beorn wollte ihr eine Hafenkaschemme kaufen damit sie weiterhin unter Seeleuten war denn mit ihnen konnte sie nicht weiterreisen. Ursa wollte jedoch nichts davon wissen. Man sah ihr an das der Verlust der Schwestern schwerer auf ihr lastete als der Verlust ihres Arms.


Am nächsten Tag kaufte Ursa sich ein Kettenhemd. Es sah lächerlich aus, wie sie so dastand und der eine Ärmel herabhing, wo ihr der Arm fehlte. Am gleichen Tag noch schlich sich Ursa davon und ging zur Zollbrücke im Hafen. Dort stürzte sie sich mit dem Kettenhemd bekleidet in den Born, der dort in das Perlenmeer mündete. Ein Turmwächter der Hafenmeisterei hatte sie springen gesehen.


Fischer hatten sie wieder herausgeholt und die Ottajasko hatte ihr dann ein Swafnirgefälliges Begräbnis gewehrt. Lange schauten sie alle dem brennenden Boot mit Ursa noch nach als es aus dem Hafen trieb. Dann ergriff Beorn das Wort und meinte das es noch viel zu tun gab. Er rechne bald mit der Vision der neuen Aufgabe und bis dorthin wolle er die Ottajasko nachbesetzt haben.


Weiter geht es im nächsten Abenteur Auf der Spur des Wolfes.

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