Der Himmelsturm (Abenteuerbericht #17)

Es wurde das Abenteuer Der Himmelsturm von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Gen Norden erlebt.


Mit drei Eisseglern waren die Helden nun mit Beorn Richtung Norden unterwegs. Nach ein paar Tagen sahen sie in der Ferne einen starken Lichtstrahl. Sein Ursprung war in einem Gebäude auf einem Felsen. Dexter konnte noch Spuren von der anderen Ottajasko finden. Er schätzte das sie einen Tag Vorsprung hatten. Im Gebäude standen vier Statuen. Im Osten eine Elfe mit verbundenen Augen, Schwert und Füllhorn. Von ihr ging der Lichtstrahl aus. Daneben stand ein Elf mit Luchskopf und einem Diamanten darin. Daneben ein riesiger Drachen mit einem Smaragd im Kopf und als letztes wieder eine Elfe, diesmal mit einem Edelstein im Kopf. Draco notierte alle Informationen in sein Buch. Daleone kamen diese Statuen komisch vertraut vor. So als ob sie vor sehr langer Zeit einmal etwas darüber gewusst haben muss.


Beorn entschied das sie sich nicht länger damit aufhalten würden. Anscheinend folgte Phileasson diesem Lichtstrahl und das würden sie auch tun. Nach zwei Tagen stieß ihre Ottajasko auf einen Hügel, der von Eismonolithen umringt war. Zidaine fand auf der anderen Seite einen Eingang. Als die Helden ankamen sahen sie ein Tor, in das ein großes Loch gerissen wurde. Hier musste etwas Schlimmes passiert sein. Draco meinte das dieses Loch durch magische Weiße gerissen worden sein muss.


Die Ottajasko ging durch das Loch in den Hügel hinein und nach einem kurzen Gang kamen sie in einen größeren Raum. Die Decke war durch mehrere unförmige Eissäulen mit dem Boden verbunden. In der Mitte des Raumes stand ein Pult, auf dem die verbrannten Reste eines Buches lagen. An den Wenden waren Malereien, die jedoch nur mehr kaum zu erkennen waren. Draco machte nur ein paar Notizen und Dexter untersuchte den Raum. Es scheint so als ob es hier eine Explosion oder Feuersturm gegeben habe. Die Eissäulen waren sicher nicht gewollt.


Am anderen Ende des Raumes war eine weitere Tür die offen stand. Dort war es jedoch stockdunkel und ein paar machten eine Fackel an. Nach einem kurzen Gang kamen sie in einen weiteren Raum. Draco erleuchtete den Ram mit einem Zauber. Sie fanden vier Altarsteine und drei tote Elfen. Die toten Elfen waren wohl Grabräuber. Einer wurde nahe der Tür von Eiszapfen durchbohrt. Ein weiterer scheint im Weglaufen eingefroren worden zu sein. Der dritte ist auch eingefroren als er gerade mit einem Streitkoben gegen einen der Altarsteine schlägt. Draco erkannte sofort das die dunklen Wände, welche Löcher hatte, verschiedene Sternenbilder des nördlichen Nachthimmels darstellten. Daleone erkannte das auf jedem der Altarsteine ein Bild der Statuen, die sie irgendwoher kannte, abgebildet waren.


Beorn meinte das niemand etwas anfassen solle und langsam gingen sie tiefer in den Hügel. Die Ottajasko kam in eine riesige halbkuppelförmige Kammer. In der Mitte stand ein schlanker Eissegler der von Elfen gemacht worden sein muss. Auf dem Eissegler war eine Leiche aufgebahrt. Der Rundung entlang waren Dutzende Thronsessel aus dem Eis geschnitten worden auf denen erstarrte Gestalten saßen. Mit Ausnahme der Rückwand waren alle Wände der Kammer vollständig bemalt. Hinter den Thronsesseln waren mehrere Nischen mit weiteren Toten.


Die Helden untersuchten zuerst den Eissegler. Der tote Elf darauf hielt ein Schwert in den Händen. Es war ein richtig schönes Schwert und anscheinend hatte es schon jemand bewegt. An seiner Seite lehnt ein Schild und ein Bogen. Im Bug des Seglers stand ein mit Schriftzeichen bedeckter Eisblock. Daleone konnte die Schrift lesen und übersetzte sie für alle: „Sein Bruder wagte vom Himmelsturm den Himmels-Sturm. Uns alle traf dafür der Götter Fluch. Jetzt sind die Herzen derer, die hier liegen, zu Eis geworden, doch haben sie das Glück, in die Obhut der Zerzal eingegangen zu sein und nicht mehr weiterleben zu müssen, wie jene, die ihre Herzen dem Kult des Leuchtenden Geistes geopfert haben.“. Draco schrieb die Übersetzung wieder in sein Buch.


Plötzlich ruft Lenya alle zu sich. Sie untersuchte gerade das Wandbild und meinte das auch Phileasson mit seiner Ottajasko abgebildet war. Bei genauerem hinschauen konnte man wirklich Phileasson in diesem Raum stehen sehen. Die Helden gingen zum Anfang des Bildes und schauten es genauer an. Die ersten Szenen zeigen prächtige Gärten und Paläste. Die nächste Szene zeigte eine Regatta mit Eisseglern. Einer davon war besonders groß und gewann mit deutlichem Vorsprung. An einer anderer Stelle begegnete ein Elf, der auch in weiteren Szenen zu sehen war und dem Toten auf dem Eissegler ähnelte, einer wunderschönen Elfe, die aus einem der südlichen Wälder zu kommen scheint. Wenig später war diese Elfe in einem Gewand, geschmückt mit der geflügelten Sonne, beim Bau eines unterirdischen Tempels zu sehen. Dann wurden die beiden gefangen genommen. In der nächsten Szene stürmte die Elfe an der Spitze einer Schar Bewaffneter in einen großen Saal. Das folgende Bild zeigte einige Eissegler, die durch die Luft glitten, wobei sie von anderen verfolgt wurden. Dann kam es zu einer Schlacht, in die sich ein goldener Drache einmischte und die Kämpfer mit dem Sonnensymbol vertrieb. In einer der letzten Szenen sahen die Helden, wie die überlebenden Elfen einen großen Grabhügel im Eis errichteten und dort die Gefallenen bestatteten. In der folgenden Szene schließlich zog eine kleine Schar Überlebender Richtung Süden. Daneben sahen die Helden ein Abbild der drei Grabräuber, die gerade in den Hügel eindringen. Die nächste Szene war schon Phileasson mit seiner Ottajasko aber auf der freien Fläche daneben entstand ein neues Bild!


Langsam wurden neue Charaktere sichtbar. Die ganze Ottajasko starrte gespannt auf die Wand und tatsächlich, es entstand eine neue Szene, in der sie zu sehen waren. Plötzlich wurde Beorn lauter und befahl Ursa ein prunkvolles Schild zurück zu legen. Mit sichtbaren Wiederwillen legte sie es zurück. Die Helden erklärten Beorn, dass die Wandbilder wohl Szenen aus dem Himmelsturm zeigten. Wenn sie es richtig deuteten dann Leben dort eventuell noch immer die Elfen mit dem Symbol der geflügelten Sonne. Beorn wollte keine weitere Zeit mehr verlieren und so verließ die Ottajasko den Grabhügel.


Nach weiteren drei Tage kamen ihnen plötzlich Phileasson und seine Ottajasko entgegen. Ohne anzuhalten fuhren sie aneinander vorbei und warfen sich nur finstere Blicke zu. Die Helden fragten sich ob Phileasson den Himmelsturm wirklich schon gefunden und erforscht hatte. Nach kurzer Zeit erblickte Diana einen Drachen. Er schien tot zu sein und sie fuhren zu dem Ungetüm. Einer der Thorwaler sprang vom Eissegler und lief sofort zu ihm. Plötzlich öffnete der Drache sein Maul und biss dem Thorwaler den Kopf ab. Dexter kam hinterher und sprang auf den Drachen. Er rammte eines seiner Schwerter durch das Auge tief in den Kopf des Drachen.


Die Ottajasko nahm den Dachen aus. Schuppen, Klauen und Zähne wurden mitgenommen. Draco und Diana interessierten sich am meisten für den Karfunkel des Drachen. Sie entnahmen ihn tief aus dem Gehirn des Drachen. Danach befahl Beorn die sofortige weiterreise. Draco und Diana hätten so gerne noch mehr vom Drachen mitgenommen.


Spät am Abend passierte plötzlich etwas Unheimliches. Die Eissegler fingen an zu schweben. In der Ferne entdeckten sie die Spitze eines flammenförmigen Felsen. In der Spitze dieses Felsen endete der Lichtstrahl. Das musste der Himmelsturm sein!


Als sie immer weiter zur Spitze aufstiegen sahen die Helden das dort weitere Eissegler vertäut waren. Einer sah aus wie ihrer aber die anderen waren wohl von Elfenhand gemacht. Draco meinte dies müsse ein gewaltiger Solidirid sein und tatsächlich konnte man aus dem Eissegler steigen und stand auf einer unsichtbaren Plattform. Langsam betraten sie alle den Himmelsturm.


Die Ottajasko betrat einen Saal der wie ein Theater aufgebaut war. Es waren 13 Thronsessel zu sehen und eine Menge toter Elfen. Draco meinte das diese Elfen schon länger tot waren. Sie untersuchten die oberen beiden Stockwerke. Im obersten waren alle Seiten offen und dienten wohl zur Wache. Im Raum darunter ließ Beorn das Nachtlager aufschlagen. Es war eine natürliche Höhle in die hunderte Kristalle eingelassen waren. Einige der Kristalle fehlten schon und auch die Thorwaler brachen mehrere aus den Wänden, um sie mitzunehmen.


Lenya machte ein Abendessen und die Helden waren in der Früh zur Wache eingeteilt also gingen sie schlafen nach dem Essen. Mitten in der Nacht wurden sie von Geschrei wach. Um sie herum standen Reihenweise Elfen in dunklen Rüstungen. Die Helden wussten das Ursa und eine ihrer Schwester wache gehalten hatten und anscheinend hatten sie Säcke voller Kristalle gesammelt, anstatt richtig aufmerksam zu sein. Dexter sah keinen Ausweg aus dieser Situation, ohne dabei alle aus der Ottajasko zu verlieren. Beorn musste am Leben bleiben damit sich ihre Prophezeiung erfüllen konnte.


Auf jedes Mitglied in der Ottajasko kamen 10 der Himmelsturmbewohner. Daleone sah den Blick von Beorn der sich wohl nicht ergeben wollte. Bevor sie etwas tun konnte steckte schon die erste Axt im Kopf eines Elfen. Ein wirrer Kampf entbrannte und es waren einfach zu viele Gegner. Einem der Thorwaler aus der Ottajasko wurde die Hand neben Dexter abgeschlagen. Er rächte ihn indem er den Elfen den Kopf abschlug. Nach und nach wurden aber alle um die Helden Kampfunfähig und so ließen auch sie sich niederschlagen. Dexter und Daleone kosteten davor jedoch noch eine ordentliche Portion Sikaryan von ihnen.


Die Ottajasko wurde tief in den Himmelsturm gebracht und in Gefängnisse gesteckt. Völlige Dunkelheit umgab sie. Erst am nächsten Tag wurden die Helden wieder herausgeholt. Vor ihnen stand eine zierliche Elfe mit goldenen Augen und silberweißen langem Haar. Ihr Blick fesselte alle und als sie Daleone sah lächelte sie kurz. Anmut und Macht vereinten sich in ihr in vollkommener Harmonie. Sie sprach direkt Daleone an: „Willkommen zuhause mein Kind.“. Daleone sah verwundert aus woraufhin die wunderschöne Elfe erwiderte: „Du kannst dich nicht an dein früheres Leben Erinnern. Lass mich dir helfen.“. Langsam trat sie an Daleone heran und legte ihre Hände an ihre Wangen. Dann küsste sie Daleone sanft.


Daleone sah unendlich viele Bilder in ihrem Kopf. Bilder von einem Leben das sie vergessen hatte. Dies war ihre Mutter. Keine richtige Mutter, denn sie wurde nicht geboren. Pardona war ihre Mutter, weil sie ihre Schöpferin war. Daleone war etwas Besonderes zwischen all den Nachtalben. Einst war sie eine der Günstlinge von Pardona gewesen, aber die anderen Kinder zürnten ihr und so wurde sie in Ketten geschlagen und im Meer versenkt. Dies war Jahrhunderte her, aber nun konnte sie sich erinnern. Sie erinnerte sich an alles!


Die unvergleichliche Elfe löste sich von ihr und die anderen Helden konnten sehen das sich etwas im Blick von Daleone geändert hatte. Sie fragte: „Warum hast du mich nie gesucht Pardona?“. Die Elfe deren Name wohl Pardona war antwortete: „Es wurde mir berichtet du seiest von uns gegangen. Die Prophezeiung sagte schon immer das du nicht im Himmelsturm bleiben würdest. Ich habe dich für größeres Erschaffen! Kommt mit mir Gezeichnete.“.


Die Helden konnte nicht ganz deuten warum Pardona sie als Gezeichnete anredete, aber sie folgten ihr. Sie gingen durch einen langen gläsernen Gang und waren anscheinend unter Wasser! Sie kamen durch ein großes Portal wo zwei Wachen standen. Es waren wieder Elfen in schwarzen Rüstungen, aber diese hatten keinen Helm auf. Sie hatten blaue Augen ohne Pupillen! Sie alle fanden diesen Ort hier außerordentlich interessant.


Hinter ihnen wurde das Tor geschlossen und sie waren in einem Speisesaal, der unter einen großen Glaskuppel war. In der Ferne sahen die Helden zwei Kuppeln in denen ganze Städte standen! Nie zuvor hatten sie etwas Vergleichbares gesehen. Pardona sagte das dies ihre Städte Ryl’Arc und Tieaha’Mhagra waren. Sie erwähnte eine dritte Stadt Ti’Kharma die noch gebaut wurde. Diese soll die anderen beiden weit übertreffen. Sie seien die ersten Menschen, die ihr Reich sehen durften.


Draco fragte was sie mit Gezeichnete meinte. Pardona blickte ihm tief in die Augen und meinte: „Ihr müsst euch nicht vor mir verstecken. Wir stehen alle auf der gleichen Seite. Der Güldene hat euch Gezeichnet und das macht euch zu seiner rechten Hand. Ihr seid seine Vollstrecker. Wobei ich sehen muss das noch nicht alle von euch Aufgestiegen sind.“. Als Daleone die verwunderten Blicke der andere sah ergriff sie das Wort: „Ich stelle euch am besten einmal vor. Dies ist Pardona, Legatin des Dreizehnten.“. Nun stellten sich die Helden vor und setzten sich. Pardona meinte das hinter dieser Wettfahrt mehr stecken würde. Die Götter selbst verfolgen diese wohl und der Güldene möchte wissen warum.


Nach einer kurzen Diskussion erklärte ihnen Pardona, dass die Wettfahrt weiter gehen müsse. Sie würde dafür sorgen, dass sie als Ottajasko entkommen konnten, um den Schein zu wahren. Sie wolle sogar selbst auf die Reise mitkommen. Dann wurde Pardonas Stimme sehr eindringlich und sie meinte das niemals jemand von ihren Städten erfahren dürfe. Die andere Ottajasko wäre zwar weit vorgedrungen, aber sie hätte keine wichtigen Informationen erbeuten können. Die Helden stimmten ihr zu.


Mit einem Lächeln meinte Pardona zu ihnen das es etwas dauern würde, um alle Figuren dieses Spiels in Position zu bringen. Sie dürften sich hier aber frei bewegen. Dann stand sie auf und sagte das sie mitkommen könnten, wenn sie sehen wollten wie sie dem Thorwaler dem die Hand abgeschlagen wurde helfen würde. Die Helden folgten ihr.


Nach dem gläsernen Gang gingen sie eine Treppe hinauf. Es wurde sehr warm und schließlich kamen sie in eine natürliche Höhle. Die Helden konnten kurz einige Zwerge sehen, die aus einem dunkeln Schacht einen Wagon auf Schienen voll mit Gestein zogen. Sie fragten was hier abgebaut wurde und Pardona antwortete das es hier Endurium gab. Die Helden dachten sofort an die Vorteile solch einer Rüstung oder Waffen.


Pardona führte sie eine weitere Treppe hinauf und nun gingen sie durch eine größere Höhle wo wohl Glas hergestellt wurde. Dies brauchte sie wohl für ihre Unterwasserstädte. Sie sahen Geysire und mehrere Lavabecken. Anschließend kamen sie zu einer großen Wendeltreppe, die so aussah wie an der Spitze des Himmelsturms. Sie gingen zwei Stockwerke nach oben und nach einem langen Gang kamen sie in einen Thronsaal. Durch eine Seitentür gingen sie wieder eine Treppe hinunter und kamen in einen Raum mit vier großen Tischen. An einem war der bewusstlose Thorwaler, welcher seine Hand verloren hat, gebunden. An einem anderen war einer der Nachtalben gebunden gegen den sie gekämpft hatten.


Pardona nahm eines der vielen feinen Messer, die auf einem kleinen Beistelltisch lagen und ging zu dem Nachtalben. Sie sagten zu ihm: „Ihr habt mich in meiner Abwesenheit wirklich enttäuscht Kayil’yanka. Ihr habt nicht nur die erste Gruppe Menschen hier herumschnüffeln lassen, sondern sie konnten auch mit einer kompletten Schicht an Sklaven entkommen. Dann habt ihr auch noch die zweite Gruppe Menschen angegriffen wo jedoch eine deiner Schwestern dabei war!“. Kayil’yanka bettelte um Vergebung und den Helden fiel dabei auf das er Pardona dabei immer Göttin nannte. Ohne zu zögern schnitt Pardona ihm jedoch eine Hand ab. Mit dieser ging sie dann zum Thorwaler und nähte sie fein säuberlichst an. Danach widmete sie sich wieder Kayil’yanka und sagte: „Du hast mich maßlos enttäuscht. Deine Hand zu verlieren gleicht dies nicht aus.“. Kayil’yanka Augen weiteten sich, aber er unterdrückte noch immer aufzuschreien als Pardona ihm den Brustkorb aufschnitt. Danach nahm sie eine Zange und trennte wohl ein paar Rippen ab. Mit ihrer bloßen Hand fuhr sie hinein und holte sein Herz heraus. Kayil’yanka lebte wohl noch lange genug, um sein eigenes Herz kurz sehen zu können bevor er aufhörte zu atmen. Pardona legte sein Herz in eine Schale und führte ein Ritual durch. Draco konnte nur bestimmen das es ein dämonisches Ritual war. Anschließend tauschte sie das Herz des Thorwalers gegen das von Kayil’yanka, wobei sie hier nicht so grob vorging wie beim Entfernen.


Anschließend wusch sie sich die Hände und sagte zu den Helden das sie nun zum ersten Mal mit Beorn reden würde. Dies würde sie jedoch gerne allein tun da er nicht mitbekommen solle das sie zusammenarbeiten. Sie betonte nochmal, dass sie sich hier frei bewegen konnten und dann ging sie. Die Helden konnten danach beobachten wie eine monströse Chimäre die Leiche von Kayil’yanka los machte und dann in ein Loch im Boden warf.


Die Helden schauten sich um und kamen in einen weiteren Raum. Hier gab es mehrere Zellen, die jedoch alle leer waren. In der Mitte des Raumes standen acht Zylinder in denen weitere Chimären in einer Flüssigkeit schwebten. Sie schienen am Leben zu sein. Einen Raum weiter fanden sie einen magischen Zirkel, von dem eine dämonische Aura ausging. Draco kam nach einer kurzen Analyse zu dem Entschluss das dies eine permanente Pforte des Grauens in die Niederhöllen sein musste. Diana fand in der Zwischenzeit einige interessante Aufzeichnungen. Es gab hier mehrere Abschriften von Lehrbüchern wovon sich die meisten mit der Domäne der Asfaloth beschäftigten. Asfaloth die Erzdämonin die Freude daran hatte pervertierte Formen des Lebens zu erschaffen. Es war klar, dass Pardona die Nachtalben kreiert hatte und somit auch Daleone. Draco und Diana gingen einige Schriftrollen durch und machten einige Abschriften. Am meisten interessierte sich Draco für eine Schriftrolle, die neben einigen chaotisch anmutenden echsischen Schriftzeichen auch ein grauenerregendes Bild einer riesigen gekrönten Kröte zeigte.


Als die Helden die Räumlichkeiten verließen wartete auf sie schon eine andere der Nachtalben. Diese hatte jedoch violette Augen ohne Pupillen. Sie stellte sich als Khydaka Eisblüte vor und bat ihnen an sie zu ihren Schlafgemachen zu führen. Die Helden willigten ein und Dexter fragte auf dem Weg was hier im Himmelsturm geschehen war. Khydaka schaute ihn zuerst nur ausdruckslos an jedoch begann sie dann zu erzählen. Ometheon und sein Bruder Emetiel hätten mit 700 Elfen vor über 5000 Jahren den Himmelsturm erschaffen. Viele sahen den Turm als Geschenk des Pyr’Dakon, den sie als Gott der Magie und Elemente verehrten. Hier im Felsen vereinigten sich alle Elemente in Harmonie. Luft und Wasser wurden eins in den Dampfschwaden der Geysire. Feuer und Erz umarmten einander am Sockel des Berges. Außerdem war kaum zu übersehen, dass ewiges Eis den Turm umschloss. Nur der Humus fehlten und diesen brachten die zwei Brüder von ihrer Heimat mit, um wunderschöne Gärten im Herzen des Felsen anzulegen. Aber anstatt den Turm nach dem göttlichen Drachen zu benennen, gaben sie der Stadt den Namen Ometheon. Mittlerweile nennt man ihn nur noch mehr den Himmelsturm. In den folgenden Jahrzehnten schufen die Elfen im Turm ein Wunder nach dem anderen. Es war jedoch ein einsames Leben im Turm.


Als Khydaka länger nichts sagte fing Daleone an zu reden. Sie meinte das es Geschichten gäbe in denen Ometheon immer mehr dem Gedanken verfiel das auch Sterbliche zu Göttern werden könnten. Es müsse einem Sterblichen nur gelingen genug Anhänger zu bekommen die ihn anbeteten. So könne auch die Göttlichkeit verloren gehen indem keiner mehr diese Gottheit anbetete. Getrieben von seiner These wollte er diese umsetzen. Sein Symbol war die geflügelte Sonne. Pardona wurde seine Hohepriesterin und Geliebte. Viele der Himmelsturmbewohner wurden seine Anhänger. Dann gab es jedoch einen Krieg im Himmelsturm.


Die Helden waren nun schon mit Khydaka in den gläsernen Gängen unter Wasser. Pardona tauchte plötzlich hinter ihnen auf und meinte das Khydaka und Daleone alles richtig bis jetzt erzählt hatten. Dann führte Pardona die Erzählung fort und meinte das Ometheon allein zur Gottheit aufsteigen wollte. Sie habe danach die zwei Brüder gegeneinander ausgespielt und es kam zur Blutnacht im Himmelsturm. Die Überreste davon hätten die Helden am Eingang des Himmelsturms gesehen.


Es war ein Massaker und den Göttern habe dies gar nicht gefallen. Sie selbst habe Ometheons Pläne fortgeführt und in den tiefen hier ihr eigenes Volk erschaffen. Hier unten war sie sicher vor den Blicken der Götter selbst. Seither wuchs ihr Reich immer mehr. Ihre Zeit würde bald kommen aber umso vorsichtiger musste sie nun sein. Das diese Wettfahrt genau hierher geführt hatte war kein gutes Zeichen. Sie musste erfahren worum es dabei ging. Dann warf sie Khydaka einen vielsagenden Blick zu.


Schließlich waren sie in der Stadt Ryl’Arc welche als Erste von den Dreien erbaut wurde. Pardona verabschiedete sich von ihnen und Khydaka führte sie in einen atemberaubenden Turm. Dort bekamen sie eigene Zimmer. In den nächsten zwei Tagen durchforsteten sie die Bibliothek von Ryl’Arc. Dabei fanden sie heraus, dass es mehrere Generationen der Nachtalben gab. Eigentlich hießen sie Shakagra'e und die älteren Generationen hatten nachtschwarze, tiefblaue oder violette Augen ohne Pupillen. Sie reagieren empfindlich auf Sonnenlicht und können keine Kinder zeugen. Die jüngere Generation hatte diese Nachteile nicht mehr jedoch fanden die Helden keine Hinweise auf Feylamias wie Daleone. Anscheinend war Daleone eine ganz besondere Schöpfung von Pardona.


Dexter fragte wie alt Daleone nun sei und sie antwortete das sie am ersten Namenlosen Tag 0 BF erschaffen wurde. Sie sei aus einem Kessel der Urkräfte entstiegen und sah direkt so aus wie heute. Daleone hatte keine Kindheit, sondern war direkt Erwachsen gewesen. Die Helden staunten nicht schlecht. Daleone erwähnte dann, dass sie nun endlich ich Geschenk des namenlosen aus dem Orkenhort öffnen können müsste. Dies war jedoch im Zauberbeutel von Diana verstaut und lag irgendwo bei den anderen Sachen der Ottajasko.


Am zweiten Tag kam Pardona wieder auf sie zu und berichtete das sie sich nun wieder in Gefangenschaft mit den anderen begeben müssten. Die Helden fragten warum und Pardona antwortete mit: „Beorn ist Widerspenstiger als ich dachte. Nicht mal mit mir das Bett zu teilen konnte ihn umstimmen mich in seiner Ottajasko aufzunehmen. Dieser Mensch gefällt mir. Das können nicht viele Menschen von sich behaupten, aber schlussendlich wird auch er mir unterliegen. Ich werde seine gesamte Ottajasko in der Glaserei schuften lassen. Um den Schein zu wahren müsst auch ihr dabei sein. Er muss lernen das der einzige Weg hier raus nur möglich ist, wenn er meinen Bedingungen zustimmt.“. Die Helden stimmten zu und fragten noch nach ihren Sachen. Pardona meinte das sie sich keine Sorgen machen müssten. Ihre Sachen wären so platziert worden das sie diese bei einer Flucht mitnehmen können. Nur den Karfunkel des Gletscherwurms hätte sie an sich genommen da dies auch eines ihrer Kinder war.


Am nächsten Tag wurden sie grob aus ihren Zweimannzellen gezogen. Sie sahen nun die anderen aus der Ottajasko wieder und der Thorwaler mit dem neuen Herzen und einer neuen Hand schien schon wieder auf den Beinen zu sein. Er hieß Eimnir Hermson. Ansonsten schauten alle noch fit aus. Jedoch wurden sie nun in der Glaserei als Sklaven zum Arbeiten eingesetzt. Schon nach wenigen Tagen verloren selbst die Helden den Überblick ob es Tag oder Nacht war. Sie hatten verschiedene Schichten und wurden immer anders eingeteilt. Der Nachtalb Zerzyl war ein gnadenloser Sklaventreiber und „motivierte“ sie mit seiner Peitsche schneller zu Arbeiten. Dexter und Daleone wagten es nicht von anderen aus der Ottajasko zu trinken und auch nicht von den Nachtalben. Sie wussten nicht ob dies Pardona verärgern würde und das wollten sie auf keinen Fall.


So wurden auch sie immer schwächer, aber Beorn hielt immer wieder aufmunternde Reden, das er an einem Plan für die Flucht arbeite. Das größte Problem war, das sie nicht oft gemeinsam Schicht hatten. Es gab noch andere Sklaven, mit denen sie vermischt wurden. Wo ihre Ausrüstung lag hatten die Helden der Ottajasko schon berichtet nachdem sie einmal an dem Raum vorbeigeführt wurden als dort die Tür offenstand.


Nach einer gefühlten Ewigkeit hatten sie alle endlich wieder miteinander eine Schicht. Zerzyl überspannte den Bogen diesmal und reizen Beorn so viel, dass dieser auf ihn losging. Eimnir stieß dabei seinen Eisenstab, den sie immer zum Bearbeiten des Glases benutzen, in Zerzyls Hals. Der Nachtalb würde dies nicht überleben und so tranken Dexter und Daleone genüsslich von ihm.


Gemeinsam flohen sie zu dem Raum wo ihre Ausrüstung lag und Dexter trat die Tür ein. Sie waren zu schwach, um Beute mitzunehmen. Es war wichtiger warme Kleidung dabei zu haben, wenn sie da draußen Überleben wollten. Auf dem Weg zur Treppe nach oben töteten sie einen der Chimären Wächter. Beorn führte sie dann jedoch in den Thronsaal. Anstatt aber hinunter zu Pardonas Versuchszimmer zu gehen führte er sie in einen Seitengang. Die Ottajasko kam in ein prunkvolles Zimmer wo ein großes Bett und Kleiderschränke standen. Beorn ging in einen der Kleiderschränke und darin war ein Geheimgang. Die Helden fragten sich woher Beorn diesen wohl kannte.


Der Aufstieg durch die engen Treppen war beschwerlich. Als sie endlich aus dem Geheimgang raus kamen erschreckte sie ein Geist. Dieser wurde vor ihren Augen von einem schwebenden Messer umgebracht. Beorn meinte das dies Ometheon sein musste. Auch hier fragten sich die Helden woher Beorn das wusste. Anschließend kämpften sie sich durch das Stockwerk bis zur großen Wendeltreppe in der Mitte des Turmes vor. Schnell liefen sie weiter nach oben zum Ausgang wobei sie über riesige Glassplitter steigen mussten. Hier war anscheinen einmal ein großes Aquarium in der Mitte des Turms gewesen. Am Ausgang angekommen machten sie eine Schreckliche Entdeckung. Alle Eissegler waren zerstört. Daleone meinte das sie Geräusche von der Wendeltreppe hörte. Lenya bot an das sie die gütige Travia um Hilfe bitten könnte. Beorn schickte sie mit Eimnir und Karra einen Stock höher, weil sie am schwächsten waren und nicht mehr kämpfen konnten.


Der Rest der Ottajasko bereitete dem Suchtrupp einen würdigen empfang. Es war ein kurzes Gemetzel, in dem sie fünf der Nachtalben töteten. Einer jedoch, der nur von hinten mit dem Bogen geschossen hatte, konnte fliehen. Allen war klar, dass mehr Nachtalben kommen würden und sie hatten keinen Plan wie sie von hier schnell genug wegkommen konnten. Als sie nach oben kamen sahen sie das Eimnir und Karra schliefen. Lenya hatte einen kleinen Honigtiegel in der Hand und sagte: „Ich habe die Göttin um Entrückung gebeten.“. Alle schauten sich nervös an. Lenya Strich mit der Hand über den Tiegel und sagte das der nächste sich hier am Boden hinlegen solle. Als sich keiner bewegte befahl Beorn das Ursa als nächste drankommt. Widerwillig legte sie sich hin und Lenya steckte ihr die Finger mit dem Honig in den Mund. Die Helden fanden das etwas obszön für eine Geweihte. Schnell schlief Ursa ein und einer nach dem anderen tat es ihr gleich. Als einer der letzten kam Daleone dran. Sie hatte Angst davor das sie bei dem Wunder von Travia entlarvt werden könnte. Erst als sie Lenyas Augen golden aufleuchten sah legte sie sich hin. Denn sie wusste das Ihre Schöpferin nun in der Gestalt von Lenya mit ihnen Reisen würde.


Weiter geht es im nächsten Abenteur Das Totenmoor.

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