Kapitel 8 - Würste, Brötchen und leichter Wein

Soll man Arbeit un Vergnügen wirklich trennen? Und wie wirkt sich das gegebenenfalls auf Thalio aus? 6

  1. Schafft Thalio es noch zurück in seine eigene Bleibe um sich für ein paar Stunden aufs Ohr zu hauen? (2) 33%
  2. Oder verbringt er den kurzen Rest der Nacht vielleicht in Janeras Gesellschaft? (4) 67%

Nun, gegen eine Kleinigkeit zum Essen war eigentlich nichts einzuwenden. Ein all zu ausgiebiges Gelage würde es schon nicht werden. Schließlich wartete noch Arbeit auf die Schwestern. Ein Blick zum Regal mit den Lettern verriet zwar, dass der Satz für die andere Seite der Papierbögen schon erledigt war, aber die Presse druckte trotzdem nicht von alleine. Thalio nickte zustimmend. „Die kleine Garküche am Ende der Straße?“


Die drahtigere der beiden Schwestern sah kurz auf, während sie sich noch etwas Druckerschwärze von den Händen wusch. „Ja. Genau. Da schauen wir um diese Zeit öfter mal vorbei.“ Sie zwinkerte ihm zu. „Da ist fast immer was los, egal wie spät es ist. Und die Bratwürste mit Senf im Brötchen sind auch richtig praktisch, wenn man mal Eile hat. Aber heute können wir uns ruhig etwas Zeit lassen und vielleicht auch einen Becher trinken.“


Die molligere der Beiden hatte sich währenddessen schon fertig gemacht und wartete an der Tür. „Von mir aus auch zwei. Ich bin mir nämlich ziemlich sicher, dass die den Wein strecken. Eigentlich fast ein Frevel, aber wenn man sich nicht berauschen will sondern was gegen den Durst braucht doch genau das richtige.“ Sie bot Thalio an sich bei ihr einzuhängen. „Wollen wir? Sperrst du dann noch ab, Schwesterchen?“


Thalio nahm das Angebot an und gemeinsam stiegen sie die Treppe hinauf, was sich als gar nicht so triviales unterfangen erwies, musste sich seine Begleiterin doch leidlich eng an ihn schmiegen, damit sie hier zu zweit Platz hatten. Sein Herzschlag beschleunigte sich etwas, als er sie so an seiner Seite spürte. Konnte es sein, dass sie auch Pläne hatte, die sich um ihn drehten, obwohl ja bereits die Andeutung im Raum stand, das er diese Piara umgarnen wollte?


Noch während er so darüber nachdachte erreichten sie die kleine Garküche. Eigentlich war es kaum mehr als eine Kombination von Grill und Tresen über der ein Tuch so aufgespannt war, dass es wohl gleichermaßen vor all zu viel Sonne als auch leichten Regen schützen mochte. Trotzdem strahlte das kleine Geschäft am Straßenrand eine gewisse Behaglichkeit aus. Der Koch schien die Schwestern auf jeden Fall zu kennen und grüßte die Frau an Thalios Seite mit einem Lächeln. „Donna Janera! Das Übliche für Euch und auch eine Portion Euren Begleiter?“


Janera überlegte kurz und nickte dann. „Mach auch gleich noch ein Brötchen für Daria. Die kommt auch gleich.“ Noch während der Koch sich an die Arbeit machte, angelte sie sich einen Weinkrug und drei Becher. Offenbar kannte sie den Koch gut genug sich so etwas erlauben zu können. Ohne Umschweife schenkte sie sich und Thalio ein. „Zum Wohl!“, prostete sie Thalio zu während ihnen der Geruch der am Grill brutzelnden Würste in die Nase stieg.


Kapitel 9 - Schweiß, Druckerschwärze und flüchtige Gedanken

Comments 2

  • Welcher Unmensch klickt hier die öde "Held-schläft-allein" Option?!

    Das muss ich sofort kippen!

    Haha 1
  • So, diesmal etwas später, etwas kürzer und nur mit zwei Auswahlmöglichkeiten. Diese alberne Uhrendreherei wirft mich wieder mal total aus der Bahn. ;)