Zwischensequenz Devensberg (Abenteuerbericht #6)

Es wurde ein, von mir selbstgeschriebenes Abenteuer von der Spielgruppe mit guter Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Mehr als 1000 Oger erlebt.


Devensberg ist eine Baronie in der Rabenmark. Die gleichnamige Hauptstadt liegt nahe der Ogermauer und hat ca. 600 Einwohner sowie das Marktrecht. Die Ogermauer, auch Trollpforte genannt, ist eine ca. 4 Meilen lange, massive Befestigungsanlage im Trogtal zwischen Schwarzer Sichel und Trollzacken. Außerdem gibt es noch die Burg Devendoch. Sie kann ca. 500 Personen beherbergen. Der Name Devendoch geht auf seinen ehemaligen Besitzer zurück, Baron Deven von Forsthawellingen zurück. Dieser hatte seine Feste schon vor einigen hundert Jahren und gegen alle Widerstände auf dem Gipfel des nach ihm benannten Bergs errichtet, die im Volksmund schnell Devendoch geheißen wurde, weil der Baron fast jede Widerrede mit dem Satz "Und ick bau sie doch!" beantwortete. Außerdem gibt es noch die kleineren Dörfer Poppenricht und Anderstett mit jeweils ca. 200 Einwohnern.


Nach einer Woche sind auch die letzten Truppen abgezogen und die Helden werden den Burgbewohner vorgestellt. Der Lehensvogt Geron Trollstirn ist der Erste und wichtigste Bewohner für die Helden. Die Familie Trollstirn arbeitet schon seit Generationen auf der Burg Devendoch. Geron kümmert sich als Lehensvogt um die Umsetzung aller Entscheidungen über die Burg und Ländereien der Baronie, welche die Helden treffen. Er hat einen Sohn, Geron Junior, mit seiner bereits verstorbenen Frau. Geron weiß alles über die Baronie, in der er sein ganzes Leben verbracht hat. Er ist jedoch leicht schwerhörig und etwas tollpatschig.


Geron bringt die Helden in einen Raum wo ein großer runder Tisch steht. Am Tisch lag eine Karte der Baronie, die wohl erst frisch gezeichnet wurde, denn die Auswirkungen der Ogerschlacht waren schon berücksichtigt. Außerdem standen sechs Kelche und eine Weinfalsche am Tisch. Geron bat die Helden Platz zu nehmen und sagte: „Ditt is die erste offizielle Versammlung der neuen Lehensherren und Damen. Kostens den vorzüglichen Wein oder dafs sonst no watt sein?“ Jeder der Helden schenkte sich was ein und sie brauchten nichts weiter. Geron fuhr fort: „Wia sind nich janz vollzählig. Es suit ouch der Hauptmann oder Frau der Garnison anwesend sein oba derzeit gibt es koanen. Dittwegen würd ick Vorschlagen wia beginnen mit da Wahl eines neuen Hauptmanns oder einer neuen Hauptfrau! Ick bring Mal den ersten Anwärter rein.“


Herein kam ein junger Schnösel der einen etwas zu großen Helm trug. Er stellte sich vor als Jost Jolen und er fing an seine Familiengeschichte zu erzählen. Grimsbart würgte seine Ansprache ab und fragte ihn wieviel Erfahren er mit dem Leiten von Truppen hätte. Er sagte er habe eine Rotte von 10 tapfere Männer und Frauen in die Ogerschlacht geführt und alle hätten überlebt. Die Helden dankten ihn für diesen Dienst und fragten ob er davor schon andere Truppen geführt habe. Er verneinte und wollte wieder mit der Familiengeschichte fortfahren aber die Helden sagten zu Geron das sie den nächten Bewerber sehen wollten.


Geron begleitete Jost nach draußen der selbst beim Rausgehen noch die Familiengeschichte erzählte und dass er über 13 Ecken mit dem Kaiserhaus verwandt sei. Herein kam eine große, streng dreinblickende, Frau, die mit festen Schritten bis zu den Helden kam. Sie stellte sich vor als Gertrude Steinhauerin. Auch sie fragten die Helden wegen Erfahrungswerten. Gertrude erzählte ihnen das sie 20 Jahre Erfahrung habe und seit 9 Jahren war sie Ausbildnerin in der Garnison in Devensberg. Sie habe ein Banner in die Ogerschlacht geführt und war maßgeblich beim Ausfall zum Ogerlöffen beteiligt. Die Helden bedankten sich bei ihr und trugen Geron auf den letzten Bewerber rein zu bringen.


Geron machte die Tür für Gertrude auf und bevor sie raus gehen konnte kam schon ein älterer Herr in einer Rüstung rein. Er ging direkt zur Wache, die neben der Tür stand und wischte mit seinem Handschuh über dessen Rüstung. Dann begutachtete er seinen Handschuh und bemängelte das er Staub gefunden habe. Dann blickte er im Raum umher und seufzte. Die Helden fragte ihn was nicht stimme und er antwortete, dass hier viel auf Vordermann gebracht werden muss. Es sollten sofort neue Gardisten angeworben werden. Die Garnison und Burgwache sollten aufgestockt werden. Frenya fragte ihn dann wie er überhaupt heißt und welche Erfahrungen er den mitbrächte. Er stellte sich als Fredo Babek vor und dass er 40 Jahre Erfahrung mit dem Führen von Truppen habe. Valandriel fragte ihn was er in der Ogerschlacht gemacht hätte und Fredo antwortete das er leider nicht früh genug angekommen war, um mitzukämpfen. Aber er habe in der letzten Woche fast nicht geschlafen, weil er mit einer kleinen Truppe nach Überlebenden vor der Mauer gesucht habe. Die Helden bedankten sich und schickten ihn raus um sich zu Beraten.


Für die Helden kam nur die Wahl zwischen Gertrude und Fredo in Frage. Nach einer kurzen Diskussion waren alle Einstimmig für Gertrude. Geron holte sie wieder rein und die Helden sagten ihr die freudige Nachricht. Sie dankte ihnen und nachdem Geron einen weiteren Stuhl an den Tisch stellte nahm sie Platz.


Bevor Geron zum nächsten Punkt kommen konnte schlugen die Helden vor den 10. Praios in Devensberg zum Gedenktag für die Ogerschlacht zu machen. Geron schrieb das in ein großes Buch, das auf einem kleinen Beistelltisch lag und meinte er würde dafür alles in die Wege leiten. Dann fuhr er mit dem nächsten Thema fort. Die Umgebung sein völlig Verwüstet. Viele der Zelte und Ausrüstung der Soldaten, die gefallen waren, standen noch in der Umgebung. Er schlug vor alles einsammeln zu lassen, um es weiter zu verwenden oder um es Gewinnbringen zu verkaufen. Die Helden jedoch wollten das die Bewohner von Devensberg die Ausrüstung bekommen. Die Zelte und Stoffen können sie Verwenden wie sie wollen und mit der Ausrüstung sollen sie Trainieren. Geron schrieb ihre Entscheidung wieder in das Buch.


Geron fragte als nächster ob die Ogermauer repariert werden solle. Der Ogerlöffel hatte eine große Bresche in die Mauer geschlagen. Die Helden waren dafür bis Geron die Kosten erwähnte. Ihnen blieb vor Schreck der Mund offen und sie fragten ob es nicht auch billiger ginge. Geron sagte ihnen, dass er euch ein Angebot von mehreren Bauern habe, die es für 1/100 des Preises machen würde. Die Helden waren skeptisch und Geron sagte: „Ohne Moos nix los.“. Sie berieten sich kurz und nachdem aus dieser Richtung keine wirkliche Bedrohung kam entschieden sie sich die Mauer so zu lassen.


Als nächster Punkt musste sie entscheiden ob sie die Burg- und Stadtmauer reparieren ließen und nachdem dies nur einen Bruchteil von der Ogermauerreparatur kostete stimmten sie hier zu. Dies Schütze sie vor kleineren Angriffen, die durchaus vorkamen.


Geron wurde kurz bleich als er den nächsten Punkt vorlas. Es ging darum ob die Ogerleichen vor den Mauern auch entfernt und begraben werden sollten. Das die gefallenen Mittelreicher geborgen wurden sei schon im vollen Gange. Auch hier entschieden sich die Helden dagegen als sie die Kosten dafür hörten. Für die gefallenen Mittelreicher wollten sie jedoch eine Gedenkstätte bauen lassen. Dort sollen auch alle Begraben werden, die gerade geborgen wurden.


Geron gefiel diese Idee und er bekam wieder ein bisschen Farbe im Gesicht. Als nächster trug er vor das eine gewisse Goblinbande deren Anführerin Shiuz hieß in Devensberg um Asyl ansuchte. Sie seine aus ihrer alten Heimat von aufständischen Bauern vertrieben worden. Sie hätten angegeben euch zu kennen. Die Helden besprachen dies kurz und entschieden sich dann dafür die Goblinbande im Wald neben der Burg anzusiedeln. Geron schlug dann noch vor das es in der Nähe der Mauer an der Schwarzen Sichel eine alte Silbermine gab die leer stand. Diese könnten die Goblins bewohnen. Die Helden nahmen diesen Vorschlag an.


Schlussendlich hatte Geron keine weiteren anliegen mehr. Er zeigte ihnen auf der Karte von Devensberg welche Häuser und Geschäfte leer standen. Es waren sehr viele und die Helden könnten sich dieser Geschäfte annehmen, um sie wieder zum Laufen zu bringen. Quen entschied sich dazu das Gasthaus „Zur engen Schlucht“ zu übernehmen. Er ließ ein Hinterzimmer für Glücksspiele bauen. Sylandriel übernahm die Apotheke und legte einen eigenen Kräutergarten an. Außerdem beschäftigte sie sich viel mit Holzbearbeitung und Bogenbau. Frenya entschied sich für die Pferdezucht in Devensberg. Die Devenspferde waren schon sehr groß und sie wollte die Zucht in diese Richtung weiterführen. Domingov übernahm einen kleinen Bauernhof etwas außerhalb von den Stadtmauern. Es stellte sich heraus das er ein grünes Däumchen hatte und er bewirtschaftete viele Äcker. Valandriel heilte die Menschen und machte ein kleines Siechenhaus auf. Gemeinsam mit Sylandriel konnte er den Lebensstandard in Devensberg anheben. Grimsbart eröffnete die einzige Schmiede in Devensberg und holte sich Alrik aus Trackenborn als Unterstützung. Er trieb den Import von Erz an und stellte viele Waffen und Rüstungen her.


Ein Götterlauf verging und Devensberg florierte prächtig. Die Helden kamen wieder zu einer Besprechung zusammen und Geron begrüßte sie freundlich: „Moin, ick hab mir wieder die Anliegen der Bürger angehöat und für euch zusammengefasst.“. Der erste Punkt war das durch die Gedenkstätte nun auch viele Pilger nach Devensberg kommen. Die Helden sollen entscheiden ob dies ignoriert oder gefördert werden soll, wie zum Beispiel durch den Ausbau der Reichstraße. Vor allem auf der anderen Seite der Ogermauer war die Straße so gut wie nicht mehr vorhanden. Die Helden entschieden die Straße zu sanieren und die Gasthäuser zu vergrößern damit mehr Pilger dort schlafen konnten.


Als nächstes ging es darum ob der Hexenzirkel mit Ninella und Madalea aus Trackenborn aufgenommen werden sollte. Sie wurden von den wütenden Trackenbornbewohnern vertrieben. Die Helden beschlossen sie in der Burg als Hofhexen anzustellen. Fast 20 Hexen mit Katzen wurden aufgenommen. Zu diesem Punkt fügte Geron noch hinzu das es derzeit keinen einzigen Magier in der Baronie gab. Es soll Vorfälle gegeben haben wo Jugendliche Magische Kräfte entwickelten, aber niemand konnte sich ihnen annehmen. Sie entschieden die Magie zu fördern und in der Burg einen Magierturm einzurichten.


Geron erklärte dann den Helden das es in der Silbermine mehrere Unfälle gab. Die Stollen seien schon sehr alt und Baufällig. Grimsbart schlug vor die Miene von ein paar Zwergen renovieren zu lassen. Die anderen Stimmten ihm zu und die Kosten hielten sich in Grenzen.


Danach fasste Geron die finanzielle Lage der Baronie zusammen und dass sie sehr gut war. Die Helden griffen danach die Reparatur der Ogermauer nochmal auf und ordneten diese nun doch an. Sie sollte nicht nur repariert, sondern auch dauerhaft besetzt werden. Hauptfrau Gertrude wurde mit dieser Aufgabe betraut.


Die Helden ordneten auch an Halsketten mit dem Boronsrad als Anhänger herzustellen. Die sollten dann an die Pilger verkauft werden. Außerdem sollten, wenn die Reichsstraße jenseits der Mauer wieder gebaut wird ein paar Bäume gepflanzt werden. Auch das Flüchtlingslager sollte unterstützt werden und Arbeitslose von dort sollten vermehrt von Hauptfrau Gertrude angeworben werden.


Als letzten Punkt hatte Geron eine unerfreuliche Nachricht für die Helden. Durch die liegengelassenen Ogerleichen ist eine Rattenplage entstanden. Eine riesen Schar davon soll sich in der Kanalisation von Devensberg rumtreiben. Geron meinte dazu lachend: „Ditt is der erste Rattenzuch wo sich mehr als 1000 zusammengerottet haben.“ Niemand im Raum lacht. Grimsbart erwidert: „Zu früh Geron, viel zu früh!“. Die Helden schlagen vor das die Katzen der Hexen und die Goblins ihnen bei der Bekämpfung der Rattenplage behilflich sein sollen.


Ein weiteres Jahr vergeht und Devensberg erstrahlt langsam wieder im alten Glanz. Die Bewohner von Devensberg sind sehr zufrieden nur die Ratten nerven ein bisschen. Die Helden treffen sich zum drittel Mal zur großen Versammlung. Geron berichtet wie das letzte Jahr gelaufen ist und das ihre Entscheidungen fruchten. Die Arbeitslosigkeit ging stark zurück und die Bewohner fühlten sich noch nie so sicher. Durch das Pilgern verdient die Baronie so viel wie noch nie. Es könnte sogar mehr Einbringen wie die Silbermine und der Trollbirnenschnaps!


Gerons erster Punkt war eine Trollfamilie aus dem Silberbachtal die um Asyl bat. Die Helden konnten sich an Krschtonn und seine Eltern erinnern. Sie gewährten ihnen Asyl und wollten sie auch im Wald neben der Burg ansiedeln.


Dieses Mal brachte auch die Hauptfrau zwei Punkte ein. Es gehen Gerüchte um das illegales Glückspiel irgendwo hier in Devensberg betrieben wird. Sie fragt die Helden ob sie dem genauer nachgehen soll. Quen ist strickt dagegen und meint das es wichtigere Dinge gebe. Die anderen stimmten zu und Gertrude kommt zum zweiten Punkt. Ihre Gardisten beschlagnahmen immer mehr Rauschkraut in Devensberg. Entweder es kommt durch die vielen Pilger in die Stadt oder es wird sogar hier angebaut. Domingov hält daraufhin eine bewegende Rede das sie es weiterhin verbieten könnten und damit viele Kosten hätten und viele andere Nachteile oder sie legalisieren es und würden dadurch eine Zusätzliche Steuereinnahme schaffen. Sie könnten dadurch Vorreiter im Mittelreich sein und als gutes Beispiel voran gehen. Quen war zuerst nicht davon überzeugt aber stimmte, wie alle anderen auch, Domingov nach einer kurzen Diskussion zu.


Zum Abschluss entschieden sie auch noch, da genug Geld übriggeblieben war, das die Burg ausgebaut werden sollte und dass sie ein weiteres Banner einstellen würden. 2 Rotten sollten im Dorf stationiert werden, 2 weitere Rotten auf der Ogermauer und 1 Rotte auf der Burg. Außerdem sollten auf der Ogermauer mehrere Ballistas und Drachenzungen errichtet werden. Nachdem alles beschlossen war sagte Geron er habe noch einen Besucher für die Helden. Als er die Tür aufmachte kam Helme Haffax herein und begrüßte die Helden überschwänglich.


Weiter geht es im nächsten Abenteur Das große Donnersturm-Rennen.

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Comments 2

  • Das ist Mal eine coole Idee um ein paar Jahre eines Heldenlebens zu überspringen😂

    • Ja es hat den Spielern und mir wirklich Spaß gemacht und ihre Entscheidungen werden noch weitreichende Folgen haben (Stichwort 7G).