Mehr als 1000 Oger (Abenteuerbericht #10)

Es wurde das Abenteuer Mehr als 1000 Oger von der Spielgruppe mit zwielichtiger Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Die Seelen den Magier erlebt.


Die Helden waren gerade auf den Weg zu ihrem Turm als Fitz mit einer Nachricht von Answin bei ihnen auftauchte. Es war erstaunlich aber der Kobold überbrachte ihnen wichtige Mitteilungen, die sie im Schädelturm erhielten und egal wo sie waren, Fitz fand sie und war in Windeseile zur Stelle. Answin lud sie ein ihn auf der Feenburg nahe des Ochsenwassers zu treffen. Natürlich machten die Helden sich auf den Weg zu ihm.


Als die Helden bei der Burg ankamen beteuerte Answin gegenüber Dexter sein Beileid zu dem tragischen Vorfall in Greifenfurt. Dann stellte er ihnen Paske von Rosshagen vor. Er war der Graf von Ochsenwasser und ein enger Freund von Answin. Sie aßen alle gemeinsam in der Burg und am Abend saßen sie vor dem Kaminfeuer zusammen und plauderten. Als nur mehr Answin und Paske mit den Helden im Raum war fragten sie ihn was der Grund für die Einladung sei. Aus Paske platzte es sofort heraus: „Hal bereitet uns Sorgen. Entschuldigt unsere Allergöttlichste Magnifizenz bereitet uns Sorgen!“. Answin sprach ruhig weiter: „Uns werden beunruhigende Geschichten aus der Hauptstadt zugetragen. Hals dekadente Lebensweise wird immer ausschweifender.“, Paske unterbricht ihn: „Ausschweifender? Seine Lebensweise kommt die der kaiserlichen Zwillinge gefährlich nahe!“. Answin war sichtlich genervt von der Aufbrausenden Art Paskes. Gefasst sprach er weiter: „Nun, ihr müsst wissen, ich war als Knappe an Retos Seite als die kaiserlichen Zwillinge gestürzt wurden. Das Reich drohte zu zerfallen unter der rücksichtlosen Art der Beiden. Reto brachte das Reiche wieder auf Kurs, aber Hal droht sein Vermächtnis zu zerstören. Ich ahnte dies schon damals und wollte ihn beim großen Turnier mit Dollsaft dazu bringen sich völlig daneben zu benehmen. Im Besten Fall wäre er abgesetzt worden und ich hätte als Vormund von Brin Einspringen können. Der junge Prinz scheint vielversprechend zu sein. In ihm sehe ich alle guten Wesenszüge von Reto.“. Paske unterbrach ihn wieder: „Blödsinn, du solltest das Reich führen. Immerhin wärst du direkt nach Hal in der Thronfolge!“. Answin wurde nun zum ersten Mal lauter: „Das steht nicht zur Debatte! Reto hatte damals den gesamten Adel hinter sich vereint. Davon bin ich weit entfernt!“, dann wandte er sich wieder an die Helden: „Ihr stimmt mir doch zu das Hal das Reich in eine falsche Richtung lenkt, oder? Ihr habt am eigenen Leib erfahren wie er aus einer Laune heraus Truppen aus Greifenfurt abzieht so dass sie bei dem kleinsten Orkangriff nicht mehr standhalten konnten.“. Dexter stimmte ihm zu fragte aber auch was dies alles mit ihnen zu tun habe. Answin bat sie dann darum sein verlängerter Arm nach Gareth zu werden. Er bräuchte dort enge Verbündete, die auch das Wohl des Reiches im Sinne hatten, so wie er.


Die Helden schmunzelten kurz, dann erklärten sie Answin, dass sie nichts mit Politik zu tun haben wollten. Sie wollten die entlegensten Ort Deres erkunden und nicht hinter Verschlossenen Türen das Reich lenken. Answin hatte dies schon geahnt und fragte dann noch ob sie hinter ihm stehen würden, wenn es darauf ankäme. Die Helden schworen das sie ihn unterstützen würden.


Am nächsten Tag schüttete es wie aus Eimern. Die Helden beschlossen deswegen noch nicht abzureisen und hatten weitere anregende Diskussionen mit Answin und Paske. Answin beeindruckte sie immer weiter durch seine Ansichten und Pläne. Mittlerweile fänden sie es wirklich Besser wen Answin das Reich leiten würde und nicht Hal. Aber dies sollte nicht ihre Sorge sein. Unter wahrer Macht verstanden die Helden etwas anderes. Politik wäre hier nur Zeitverschwendung. Trotzdem sahen sie in Answin mittlerweile einen engen Freund und er anscheinend auch in ihnen.


Plötzlich wurde die Tür aufgestoßen und zwei Wachen brachten eine durchnässte Gestalt in den Raum. Paske stand sofort auf und ging zu ihnen. Die Wachen berichteten das sie diesen Bettler in seinem Stall gefunden haben. Er habe sich dort selbst verstümmelt. Paske schickte die Wachen raus. Er sprach den Bettler an, aber dieser gab ihm keine Antwort. Answin und die Helden gingen nun auch zu ihm rüber. Die Gestalt hatte eine Kutte an und die Kapuze hatte er tief ins Gesicht gezogen. Als der Bettler Paske anschaute erkannten Answin und die Helden das es Galotta war. Paske schickte sofort alle außer Answin und die Helden aus dem Raum. Dann ging er zurück zu Galotta und zog ihm die Kapuze vom Kopf.


Der Anblick war ekelerregend. Der komplette Kopf des kaiserlichen Hofmagiers war verätzt. Alles war Rot gefärbt aber nicht von Blut, sondern von etwas anderem. Answin fragte ihn was passiert sei und ob er sich wirklich selbst verstümmelt habe. Galotta antwortete ihm das er nur die Scharlachwurzelbrühe wegätzen wollte. Nahema habe ihm gesagt diese würde Wurzeln in seinen Schädel schlagen. Draco gab Galotta ein Glas Wasser und fragte wo er Nahema getroffen habe. Galotta antwortete das sie am Kaiserhof ihr Unwesen treibt und Hal zu Unfug anstiftete. Dann erzählte er ihnen von einer Missglückten Dämonenbeschwörung bei einer Feier des Kaisers. Nahema habe die Beschwörung sabotiert und so kam eine Dienerin um. Danach habe Nahema dem Kaiser vorgeschlagen Galotta mit dem Scharlachkappentanz zu bestrafen. Galottas Kopf wurde dabei kahlgeschoren und mit roter Farbe aus Scharlachwurzelbrühe übergossen. Anschließend wurde er auf einen glühenden Untergrund gestellt, auf dem er bis zum Zusammenbruch tanzen musste.


Answin sagte darauf: „Du hast also die ‚Gerechtigkeit‘ des Kaisers zu spüren bekommen.“. Paske meinte dann das sie diese auch gleich wieder zu spüren bekämen, wenn sie Galotta nicht loswurden, denn es war hinter ihm sicher schon die Kaiserliche Garde her. Galottas Augen blitzten auf und er fauchte ihnen entgegen: „Ja! Vollbringt nur das Werk, das dem Kaiser noch nicht gelungen ist!“. Answin antwortete darauf bitter: „Was ist dem Kaiser schon je gelungen. Ich bin nicht mehr des Kaisers Knecht, der hinter ihm aufräumt. Das tun nun andere.“.


Die Helden konnten nicht fassen was sie da sahen. Galotta war nur mehr ein Schatten seiner selbst. Was hatte Hal ihm da nur angetan. Galotta fragte was Answin hier überhaupt mache. Er sei doch auf seine Burg Rabenmund verbannt worden. Answin meinte darauf nur: „Ich wurde bloß vom Hof verbannt, wenn ich euch korrigieren darf. Aber ist es wirklich das, was euch nun am meisten bekümmert, Cordovan? Wie ist es dem kleinen Kaiser gelungen euren Hass gegen mich so zu schüren, dass er noch immer stärker lodert als alle Feindschaft, die ihr für ihn Empfinden müsst, nachdem was er euch angetan hat?“. Galotta musterte Answin ganz genau, aber er sagte nichts. Dann brach er zusammen und Daleone sprach einen Heilzauber über ihn.


Am nächsten Morgen weckte Answin Galotta auf. Er fragte wie es ihm ging und Galotta stöhnte nur. Sein Kopf sah nicht besser aus als gestern. Daleone hatte nicht viel tun können. Die Wunden waren zu alt. Answin fragte nach Galottas Turm. Dieser fragte verwundert woher er von seinem Turm wusste. Er antwortete darauf: „Ich hatte es nur vermutet. Reto hat einmal etwas in der Art angedeutet. Jetzt weiß ich, dass es einen Turm gibt. Wir werden euch dorthin bringen lassen!“.


Answin organisierte alles mit Paske, um Galotta zu seinem Turm im Ochsenwasser bringen zu lassen. Auch die Helden verabschiedeten sich von ihnen und reisten zurück zu ihrem Turm. Die Helden sprachen noch oft darüber wie viele unter den Launen des Kaisers leiden mussten.


Der neue Götterlauf hatte gerade begonnen und Diana erhielt einen Brief von ihrer Mutter. Sie solle auf schnellstem Wege zu ihr kommen. Etwas schreckliches Braue sich hier zusammen. Die Helden packten alles zusammen und machten sich auf den Weg.


Im Süden der Schwarzen Sichel führe Diana die anderen zu einer verfallenen alhanischen Festung. Einige Teile waren wiederaufgebaut und hier lebten zwei Dutzend Hexen. Die Oberhexe des Zirkels war Dianas Mutter Selime. Sie hieß die Helden herzlich willkommen und stellte sie dem Zirkel vor. Selime war eine wunderschöne Frau, der man ansah, dass sie eine Anführerin war. Sie erzählte den Helden das eine Menge Oger auf dem Weg nach Gareth waren. Sie würden zwischen der Schwarzen Sichel und den Trollzacken durchkommen und alles Verwüsten, das ihnen im Weg war. Selime meinte das ihr Zuhause hier sicher sei aber ohne die Dörfer wie Devensberg, Poppenricht oder Anderstett würde ihnen die Lebensgrundlage fehlen. Die Helden fragten wie viele Oger es seinen und sie meinte sicher mehrere Hundert.


In Devensberg sammelten sich die Truppen des Kaiserreiches erzählte Selime und sie wolle mit ihrem Zirkel auch kämpfen. Die Trollpforte sei bereits geschlossen. Sie müssten also den längeren Weg durch das Gebirge nach Devensberg nehmen. Selime fragte die Helden ob sie auch Kämpfen würden und die Helden sagten zu.


Gemeinsam mit dem Zirkel wanderten die Helden durch das unwegsame Gelände der Schwarzen Sichel. Diana sah man an das sie hier aufgewachsen war. Sie war trittsicher und dennoch flott unterwegs. Als sie über eine Anhöhe kamen trauten sie ihren Augen nicht. Vor ihnen im Tal erblickten sie eine Zeltstadt die mindestens Zehntausend Menschen Platz bot. Das Dorf Devensberg war klein in der Mitte davon zu erkennen. Sie kamen zwischen der Burg Devendoch und der Trollpforte aus dem Gebirge heraus.


Am Weg zur Burg waren noch Flächen frei und der Zirkel stellte mit den Helden ihre Zelte dort auf. Als sie damit fertig waren neigte sich der Tag schon dem Ende und die Helden hörten sich bei einem Lagerfeuer etwas um. Ein paar Söldner erzählten das es wieder einen „Zug der Oger“ gibt so wie vor 1875 Götterläufen. Ysilia soll komplett zerstört worden sein.


Die letzten Sonnenstrahlen fielen gerade auf die Zeltstadt als die Helden sich auf den Weg zurück zu ihren machten. Am breiten Weg zur Burg kam eine große Schar Reiter angaloppiert. Die Helden erkannten den Kaiser mit Raidri und Cuanu. Sie winkten ihnen zu aber keiner von ihnen blieb stehen. Dexter sah genau das Cuanu ihn gesehen hatte aber den Blick dann sofort wieder abwendete.


In der Nacht wachten die Helden immer wieder auf von Schreien und Kampfgeräuschen. Anscheinend brachen einige Oger der Vorhut durch die Verteidigung und schafften es bis in die Zeltstadt. Am Morgen lernten sie beim Frühstück die Drillinge Tarxes, Tirxes und Torxes kennen. Später kam auch Torxes Frau Aske dazu und erzählte das die Oger wohl ein riesiges Katapult haben. Dagegen würde die Trollpforte nicht lange standhalten. Aske und die Drillinge waren Schelme und gemeinsam mit einem ganzen Gauklertrupp hier. So gab es neben den ernüchternden Informationen auch jede Menge zu lachen bei ihren Zelten.


Später ritt Helme Haffax auf einem Pferd zur Burg. Als er die Helden sah blieb er stehen und stieg ab, um mit ihnen zu reden. Er fragte sie warum sie nicht auf der Burg waren und die Helden erzählten ihm das sie nichts von einem Treffen auf der Burg wussten. Helme meinte dann das dies daran liegen könnte, weil sie bei vielen in Gareth in Ungnade gefallen sind. Es sei gar nicht gut angekommen das sie ihre Aussage beim großen Turnier gegen Answin geändert haben obwohl es das einzig Richtige war. Außerdem habe es sich herumgesprochen, dass sie Answin auch auf seiner Burg Rabenmund besucht hätten. Jeder der es in Gareth zu etwas bringen wollte würde sie Meiden. Die Helden schüttelten nur den Kopf und fragten Helme ob er auch Bescheid wusste was mit Galotta geschehen war. Überrascht davon das die Helden von Galottas Schicksal wussten sagte Helme ihnen das er nur davon gehört hatte aber selbst nicht anwesend war als es passiert sei. Helme lud die Helden dann ein doch noch zur Burg zu kommen, um bei der Ansprache des Kaisers dabei zu sein. Sie sagten ihm das sie es sich noch überlegen würden.


Nun wussten die Helden woher der Wind weht. Sie hatten damals das richtige getan und trotzdem zürnten ihnen viele Adlige. Dexter war dagegen zur Versammlung auf der Burg zu gehen jedoch die anderen konnten ihn dazu überreden.


Die Helden gingen den schmalen Weg zur Burg Devendoch hinauf. Im Hof waren nur ranghohe Offiziere und viele Helden so wie sie. Sie schnappten von einem Gespräch, auf das es beim letzten Zug der Oger nur 150 waren. Diesmal sollen mehr als 1000 Oger auf dem Weg hierher sein. Nach einer kurzen Wartezeit wurden alle in die Burg gerufen. Ein Gaukler kündigte die Allergöttlichste Magnifizenz Hal von Gareth an.


Hal kam herein und war prunkvoll gekleidet. Die Helden dachten sich nur was für eine Witzfigur hier regierte. Mit heller Stimme sprach er vom Verteidigen der Trollpforte, da es ansonsten nicht zwischen den Bewohnern des Mittelreichs gab was diesen zweiten Ogerzug aufhalten konnte. Er bat alle die Reichstruppen zu Unterstützen und alles Menschenerdenkliche zu tun, um die Oger hier an der Mauer aufzuhalten. Noch nie hat man Oger so organisiert Kämpfen gesehen. Hal machte allen Anwesenden klar das der Gegner nicht unterschätzt werden durfte. Zum Abschluss sagte er noch: „Mögen die Zwölfe mit uns sein!“ Dann verschwand er wieder durch die Tür, durch die er gekommen war.


Die Helden beobachteten wie Helme mit einigen Leuten im Schlepptau dem Kaiser in den Raum nachging. Auch Ungolf vom Berg sah Dexter und kurz überlegte er ob er nicht von seinem Sikaryan trinken sollte. Dexter ließ es bleiben da auch andere Magier anwesend waren und es zu riskant war. Sie beschlossen zurück zu ihren Zelten zu gehen. Die Helden kämpften nur in dieser Schlacht, um dem Hexenzirkel zu helfen.


Sie beschlossen mit dem Hexenzirkel und Gauklertrupp als eine Einheit zu kämpfen. Gemeinsam waren sie fast ein ganzes Banner. Sie wurden von Helme eingeteilt vor der Mauer aber hinter den Reichstruppen zu kämpfen. Sie sollten die Oger zur Strecke bringen, die bis zur Mauer durchkamen, um den Nachschub aufrechtzuerhalten. Dexter fand es ungewöhnlich das die Truppen vor der Mauer Aufstellung nahmen. Die Trollpforte hatte jedoch keine ausreichend großen Tore durch welche Ausfälle der Truppen möglich gewesen wären. Raidri hatte auch schon den himmlischen Donnersturm gerufen. Rondras Quadriga mit den wilden, in rotem Feuer leuchtenden Pferden. Dexter hasste den Anblick dieser Göttlichen Waffe.


Plötzlich bebte der Boden. Kampfschreie und Waffenklirren war in der Ferne zu hören. Es standen sicher drei Banner vor ihnen und so dauerte es eine Zeit bis die ersten Oger zu ihnen durchkamen. Die mehr als 3 Schritt großen Monster hatten eine enorme Kraft. Zu ihren Schrecken sahen sie das einige der Oger Menschenleiber unter dem Arm oder über die Schulter trugen. Sie schlugen nicht nur einfach mit ihren primitiven Keulen zu, sondern packten auch einfach Menschen und bissen ihnen Gliedmaßen ab.


Dexter traf eine Keule mitten ins Gesicht und er spürte wie sein Kiefer brach. Er spuckte einige Zähne aus, die sofort wieder nachwuchsen. Die Wucht des Schlags hatte ihn zu Boden geworfen. Er sah wie auch einer der Drillinge niedergestreckt wurde. Die anderen Schelme kämpften erbittert. Als Dexter wieder aufstand hörte er wieder die Stimmen der Schwerter in seinem Kopf: „Mehr! Wir brauchen mehr Blut! Umso mehr wir trinken umso besser lassen wir uns Führen!“. Dexter sprang auf den Oger zu, der ihn getroffen hatte. Er rammte beide Schwerter in die Brust des Gegners und rutschte nach unten. Dabei schlitze er dem Oger die ganze Brust und Bauchdecke auf. Stöhnend fiel der Oger um. Dahinter kam schon der nächste. Daleone schoss ihm gezielt einen Pfeil genau zwischen die Augen. Der Oger überdrehte die Augen und fiel nach hinten um wo er zwei Kämpfer unter sich begrub. Diana und die anderen Hexen riefen eine riesige Schar von Krähen herbei die einigen der Oger ihre Augen auspickten. Draco steckte einige Oger mit einem „Ignifaxius Flammenstrahl“ in Brand. Er rettete auch oft ihr Banner indem er eine Illusionsmauer vor sie zauberte vor der die Oger verdutzt stehen blieben.


Sie kämpften erbittert und plötzlich fegte es sie fast von den Beinen als hinter ihnen ein großer Teil der Mauer herausbrach. Die Oger hatten das Katapult in Stellung gebracht und feuerten riesige Felsen auf die Mauer und die Reichstruppen. Ihr Banner bekam den Befehl zurück hinter die Mauer zu kommen, um sich neu zu formieren.


Hinter der Mauer kam Helme auf sie zu und fragte ob die Helden bei einem Ausfall zum Ogerlöffen, so nannten sie das riesige Katapult, mitmachen würden, um ihn zu zerstören. Diana schaute zu ihrer Mutter und diese meinte sie sollten das machen. Der Ogerlöffel sei eine zu große Gefahr für die Truppen und die Mauer.


Sie sollten einen berittenen Ausfall zum Ogerlöffel machen. Helme bot ihnen Pferde an aber die Helden lehnten ab. Jeder von ihnen zog einen Erzbrocken heraus der gerade noch so in der Faust Platz hatte. Sie warfen diesen auf den Boden und schlagartig Stand ein prächtiges Schlachtross dort wo der Erzbrocken aufgekommen ist. Ihr schwarzes Fell schimmerte metallisch glänzend. Helme schaute sie erstaunt an. Die Helden saßen auf und ritten mit zwei Dutzend anderen Reitern zurück in die Schlacht.


Ihr berittener Trupp mied den direkten Kampf. Sie versuchten schnell durch die Lücken der Oger zum Katapult vorzudringen. Gekämpft wurde nur wenn sie die Oger eingeschlossen hatten. Es war ein erbitterter Kampf. Dracos Pferd traf einmal der wuchtige Schlag einer Keule. Der Oger schaute verdutzt als seine Keule am Pferd zerbrach. Dann war auch schon Dexter zur Stelle und schlitze dem Oger die Kehle auf. Draco konnte sehen wie in seinen Augen die Mordlust nach jedem Leben, das er nahm, wuchs. Nach einer Ewigkeit kamen sie endlich beim Ogerlöffel an jedoch war von ihrer Truppe nur mehr die Hälfte übrig. Draco schaffte es direkt zum Katapult und sprach einen „Brenne, toter Stoff!“. Das Holz fing Feuer und die Oger versuchten es auszuklopfen aber schafften es nicht. Draco schoss dann noch einen „Ignifaxius Flammenstrahl“ nach. Langsam fraß sich das Feuer am Katapult hoch und plötzlich kam Raidri am Donnersturm angefahren. Er rammte mit seiner Quadriga den Ogerlöffel und es brach zusammen. Genervt kämpften die Helden sich mit dem übrigen Trupp zurück zur Mauer. Dabei verloren sie nochmal einige Männer und Frauen.


Zurück bei der Mauer machten sie sich sofort wieder auf den Weg zu ihrem Banner. Helme sagte ihnen das dieses am rechten Rand der Trollpforte kämpfte. Als die Helden dort ankamen sahen sie nur wie die schwere Reiterei zurückgetrieben wurde. Diana schrie auf als sie die ersten Hexen vom Zirkel zwischen Ogerleichen entdeckte. Erbittert kämpften sie sich durch. Dexter war in einem Blutrausch und Daleone streckte einen Oger nach dem anderen mit gezielten Pfeilschüssen nieder. Sie waren umringt von Feinden, aber Diana interessierte das nicht. Sie fiel auf ihre Knie als sie ihre Mutter unter einem Pferd eingeklemmt sah. Selime sah Diana mit glasigen Augen an. Blut ran aus ihrem Mundwinkel. Draco sprach sofort einen Heilzauber, dieser wirkte aber anscheinend nicht. Daleone hievte das Pferd von Selime und dann sahen die Helden ein schreckliches Bild. Selimes Beine und ein Teil der Hüfte fehlten komplett. Es grenzte an ein Wunder, das sie überhaupt noch lebte. Diana flehte Satuaria um Hilfe an. Selime flüsterte ihr jedoch nur mehr ins Ohr: „Ich liebe dich mein Kind“ und schloss dann die Augen. Diana brach in Tränen aus was jedoch schnell in Hass umschlug.


Diana sprach einen „Höllenpein zerreiße dich!“ in die Richtung wo die meistens Oger waren. Knapp ein Dutzend brach unter Krämpfen zusammen. Dazwischen waren auch zwei mittelreichische Reiter. Dexter schlitze einen nach dem anderen die Kehle auf. Auch vor den Reitern machte er keinen Halt. Daleone lief zu Dexter und fast hätte er auch sie aufgeschlitzt in seinem Blutrausch. Sie blickte ihm lange in die Augen und langsam kam er wieder zu Sinnen. Gemeinsam borgen sie Selime und machten sich auf den Weg zurück hinter die Mauer.


Auf dem Weg zum Tor sahen sie in der Ferne wie Torxes seiner eigenen Frau Aske, welche unter einem Oger eingeklemmt war, Lebewohl sagte und ihr seinen Degen in die Brust rammte. Es war Mittlerweile schon viel Zeit vergangen und die Helden kamen am Lazarett vorbei. Das einzige, das sich mehr stapelte wie die Verletzten waren die Toten. Die Helden brachten Selime zurück zu ihrem Zelt und Diana deckte sie mit ihrem Lieblingsseidentuch zu. Dann brach Diana in Tränen aus und Draco stand ihr bei. Dexter sah vom Zelt aus, das sich der Kaiser mit seiner Leibgarde zum ersten Mal in dieser Schlacht vor die Mauer traute. Wütend spie er aus: „Was für ein Feigling!“.


Nach einer kurzen Zeit kamen Diana und Draco wieder aus dem Zelt und die Helden machten sich wieder auf in die Schlacht. Der Heerwurm der Oger versiegte aber auch die Reichstruppen dünnten aus. Die Helden sahen wie an der linken Flanke der Kaiser mit seinen Truppen war. Hals Schwert hatte noch nicht einen Bluttropfen abbekommen! Es schien aber so als ob alle Oger sich in diese Richtung bewegen würden. Mit Donnern als würde ein Gewitter im vollen Gange sein riss Raidri mit seinem Gefährt eine Presche zur linken Flanke. Plötzlich kam Helme mit einem kleinen Trupp angeritten. Es war wieder diese Gruppe dabei welche nach Hals Ansprache mit Helme in den Hinterraum gegangen ist. Die Helden konnten beobachten wie sie angeregt mit Hal diskutierten. Dann stellten sich Hals Truppen eng um ihn auf sodass man ihn gar nicht mehr sehen konnte. Nach kurzer Zeit kam er wieder hervor und übergab dieser Gruppe ein Kettenhemd.


Sie ritten mit dem Kettenhemd auf die rechte Flanke und alle Oger verfolgten sie. Die Helden hatten genug von diesem Spektakel. Es musste zu Ende gebracht werden und so stürmten sie wieder in die Schlacht. Diana kämpfte am erbittertsten und Dexter und Daleone konnten sie gerade noch so mit genug Astralkraft versorgen. Plötzlich kam hinter dem Hügel eine Amazonenarmee hervor.


Von der einen Seite stieß die restliche Reichsarmee vor und von der anderen die Amazonenarmee. Als die Oger so in die Zange genommen wurde hielten sie nicht länger durch. Langsam fing es an zu regnen und auch der letzte Oger wurde noch erschlagen. Ein Jubeln ging durch die verbliebenen Reihen als es endlich vorbei war. Die Augenscheinliche Amazonenkönigin kam zu Helme und schüttelte ihm die Hand. Dexter kannte die Amazone Ojas vom großen Turnier in Gareth. Umso überraschter war er als Helme sie als Yppolita von Kurkum vorstellte.


Die Freude über den Sieg verging schnell denn der hatte einen großen Preis gefordert. Von vielen der Toten konnte man nur mehr einen Arm oder ein Bein aus dem schlammigen Boden ragen sehen. Es Regnete noch immer und die Helden beteiligten sich nicht an der Suche nach Überlebenten. Stattdessen gingen sie zurück zu ihren Zelten. Als sie die Mauer passierten sahen sie Torxes darauf weinend sitzen. Die Helden hörten das er beide Drillingsbrüder und seine Frau verloren hatte. Als sie bei den Zelten ankamen sahen sie das nur zwei Hexen vom Zirkel überlebt hatten.


Todmüde wollten die Helden nur mehr schlafen gehen und Diana suchte in ihren Sachen nach einer Schüssel und einem Lappen, um dich das Blut vom Körper waschen zu können. Dabei berührte sie die Kiste mit den zwei Fratzen aus dem Orkenhort. Kurz leuchteten die Fratzen auf und dann sprang der Deckel der Kiste auf. Die anderen schauten sie verwundert an. Diana zog einige Schriftrollen aus der Kiste. Dann war noch eine schlichte schwarze Halskette darin und ein Reisebeutel. Keiner von ihnen war in der Lage noch klar zu denken und so legte Diana alles zurück in die Kiste. Dann gingen sie sich waschen und legten sich schlafen.


Am nächsten Tag gab Hal wieder eine große Ansprache. Er Lobte alle Mitstreiter für die erfolgreiche Verteidigung des Mittelreichs. Jeder von ihnen erhielt einen Adelstitel und ein Verdienstabzeichen. Verbittert mussten die Helden mit ansehen wie Raidri ausgezeichnet wurde für die Zerstörung des Ogerlöffels. Die andere Gruppe, welche dem Kaiser das Kettenhemd abgenommen hatte, wurden sogar Barone von Devensberg, weil die alte Adelsfamilie in der Schlacht gefallen ist! Die Helden ließen das große Festessen ausfallen. Mit der gesiegelten Urkunde des Adelstitels und dem Verdienstabzeichen in der Hand standen sie bei der Trollpforte die jeder seit gestern Ogermauer nannte. Sie blickten über das Schlachtfeld wo noch immer Krieger mit Speeren und Äxten halbtoten Oger den Garaus machten.


Diana sagte zu den anderen das sie ihre Mutter Zuhause in der Schwarzen Sichel begraben wolle. Dann warf sie ihr Verdienstabzeichen in den Dreck vor die Mauer und die anderen taten es ihr gleich. Die Helden bauten ihre Zelte ab und machten sich auf den Weg zur alhanischen Festung. Die Verbliebenen beiden Hexen des Zirkels begleiteten sie nicht sondern machten sich auf den Weg Richtung Gareth. Auch vom Gauklertrupp war wohl keiner mehr übrig außer Torxes den sie zuletzt auf der Ogermauer sitzen gesehen haben.


Als die Helden bei der Festung ankamen begruben sie Selime. Sie verbrachten einige Tage dort und Diana fand heraus das der Reisebeutel anscheinend unendlich großen Stauraum hatte aber nicht Schwerer wurde. Bei den Schriftrollen war ein Zauber dabei mit dem sie dann Dinge im Beutel wiederfinden konnte. Als Diana die Halskette anlegte merkte sie zuerst nichts Ungewöhnliches. Schnell jedoch erkannte sie das ihre Zauber mächtiger als zuvor waren und sie musste nicht mehr Sumu berühren um Zaubern zu können.


Schweren Herzens verließ Diana mit den anderen Helden die alhanischen Festung, in der sie aufgewachsen war mit dem Wissen, das dies keiner mehr sein Zuhause nannte. Im Schädelturm zurück studierte Diana die Schriftrollen aus der Kiste mit den zwei Fratzen und fand heraus das die Halskette enorme Kräfte in sich barg. Jegliche Verletzungen von Diana wurden von dem mächtigen Artefakt gespeichert und konnten von ihr durch einen Zauber auf Gegner geschleudert werden. Diana dankte dem Namenlosen. Alle anderen Götter hatten sie verlassen, sogar Satuaria, aber der Namenlose nahm sich ihrer an, ohne etwas zu fordern.


Weiter geht es mit einer Zwischensequenz in Darpatien.

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