Livan, Dritter der Laterne (NPC)

Andere Namen

Gelber Laternenmann (vor allem von Kindern); Wandernder Heiler; Alsirpran (Mensch Heilgeruch, Elfen); Irixdror (Feuersänger; Zwerge)


Hintergrund

Livans Urgroßvater gleichen namens war der legendäre Heiler, der die Hundertaugen-Seuche von Eintracht besiegte und danach zu so großem Ruhm erlangte. Er wurde zum Leibheiler des Fürsten des Roten Schwertes. An dieser Position bekam er sehr viel Einfluss, was viele andere der Mächtigen störte, weil dieser es auch für viel Luxus missbrauchte. Da sprach man plötzlich davon, dass er für den Ursprung der Seuche verantwortlich gewesen war, um sich daran zu bereichern. Eigentlich sollte zur „Ewigen Marter“ verurteilt werden, aber er floh erfolgreich durch die knöchernen Katakomben der Stadt in die Freiheit.

Tief in seiner Ehre verletzt und noch immer dem Schwur seiner Heilerschule anhängend, gab er seinem Sohn den Auftrag seinen Ruf wieder her zu stellen. Außerdem lehrte er ihn alles, was er über Heilung und Beschwörung wusste und wies ihn auch darin ein, die Singende Laterne zu bauen. Der Urgroßvater war der Meinung, dass wenn er und seine Nachfahren genügend Leute selbstlos heilen würden, könnten Sie nach Eintracht zurückkehren. Dieser Irrglaube hatte vor allem etwas damit zu tun, dass er in einer komplett anderen Kultur aufgewachsen war, wo man die Schuld mit Taten (auch mit denen von Anverwandten) wieder auszugleichen vermochte. Zwar war er ziemlich lange in Eintracht gewesen und hatte dessen Vorteile genutzt, aber er hatte dennoch immer das Rechtssystem der Bestrafung nie richtig begriffen.

Als schließlich vor hunderte Jahren Livan von seinem Vater Livan die gleichen Dinge erklärt und gelehrt bekam, wurde er der Träger der Singende Laterne.


Aussehen

Das Gesicht dieses uralten Menschen, scheint nur aus lauter kleinen Gräben zu bestehen. Alle Haare sind komplett ausgefallen, sodass sein Schädel, trotz des roten Kopftuches, ungewöhnlich groß aussieht. Sein Körper ist zwar extrem dürr, wirkt aber auf seltsame Weise dennoch stark. Er trägt alte, gelbe Kleidung, die eng um seinen Körper gewickelt scheint. Außerdem trägt er eine Kapute, die er oft tief ins Gesicht gezogen hat. Er geht barfuß, egal auf welchem Untergrund.

Vielen magischen Bannsymbole sind überall auf seiner Haut und Kleidung verteilt. DIese sind zum Teil Tattoos, zum Teil mit Tinte, zum Teil mit Naturprodukten, zum Teil eingewoben. Wenn ein entsprechender Wurf gelingt kann man feststellen, dass es vor allem Feuermagie und Feuerwesen abwehren soll. Zum Teil sind diese funktionstüchtig, andere entspringen aber nur aus Aberglauben.

Das seltsamste an ihm ist aber, dass die Laterne die er mit sich trägt über ein dünnes Kettchen auch an seinem Hals angebracht ist. Für die Beschreibung der Lampe siehe den letzten Blogartikel, gegen Schluss. An diesem langen Kettechen sind außerdem lauter Glückchen zu hören.


Charakter

Man mag es kaum glauben, aber die Anweisungen des Urgroßvaters haben sich nach nur nach diesen wenigen Generationen bereits verändert. Zwar haben sind die wichtigsten Elemente noch enthalten, aber zum Beispiel ist er der Meinung, dass er auch bewusst in Armut leben muss.

Die Anweisungen haben den Charakter des dritten Livan so sehr geformt, dass es für ihn beinahe schon zwanghaft ist.

So denkt er zum Beispiel gar nicht mehr darüber nach, dass er umher zieht. Deshalb sieht er es gar nicht ein, dass er von jemandem das Angebot annimmt zu rasten und wird nur großem Widerwillen mehr als einen Tag am gleichen Ort zu verbringen. Ungewöhnlich erscheint es dem Außenstehenden hier auch, dass er niemals in Gebäuden übernachtet, sondern sich immer in der Nähe seiner Laterne sich irgendwo in die Wildnis zurückzieht. Was ihn noch ungesellschaftlicher Aussehen lässt ist, dass er (außer wenn er jemanden mit Tüchern behandelt) sich von jeder Person fern hält.

Dabei ist Livan ein sehr empathischer Mann. Er hat das Problem damit, dass er jedem Kranken helfen will und wenn er auch nur eine Krankheit vermutet. Dabei kümmert er sich nicht um Konventionen, sodass es auch schon zu Vorfällen kam, bei denen er wütend aus einem Dorf gejagt wurde. Interessant wurde die Situation aber dann, wenn er an einen Ort mit sehr vielen Kranken kam. Weil er sich nicht lange dort aufhalten wollte, reiste er fort und kam nach zwei Tagen wieder. Oder nach mehr, wenn es sich nicht so schnell lösen ließ. Daraus hat sich ergeben, dass es im Grunde einer sehr weiter Runde reist, in der immer wieder die gleichen Orte abklappert, wo seine Hilfe gebraucht wird. Sollten sich neue Orte ergeben, so erweitert er seine Runde. Diese Runde nennt er selbst "seinen sabenden Pfad". Er sagt das gerne auf diese ominöse Art, um die Leute neugierig zu machen.

Es kommt auch vor, dass er bestimmte Leute in den Örtlichkeiten als Schüler nimmt. Diese müssen sich aber auf eine seltsame Lehre vorbereiten, denn im Grunde besucht er seine Schüler nur hin und wieder an einem Tag und fordert sie außerdem immer wieder auf selbst weiter zu forschen. Des weiteren wird er ihnen nie seine Laterne geben oder ihnen erklären wie man sie baut.

Auch wenn man das bei seinem ständigen Wandern und mühevollen Helfen nicht denken mag: Abgesehen davon ist Livan ein stinkfauler Kerl. Er kümmert sich nicht um den Zustand seiner Kleidung, schläft viel und spricht, wenn er nicht muss, nur das Nötigste.

Des weiteren ist er sich auf seinen Reisen auch nicht zu fein sich auf Wägen mitnehmen zu lassen. Dabei ist nur wichtig, dass es Nichts kostet und er weit genug weg von anderen Menschen ist.

Er kommt mit sehr wenig aus. Seine Kleidung sind im Grunde nur einige gelbe Stoffbänder, die um seinen Körper gewickelt sind sind (die er sehr selten auszieht und deshalb entsprechen riecht). Er ist es gewohnt im Freien zu schlafen, auch deshalb weil die Lampe ihn immer mit angenehmer Temperatur versorgt. Dass er beim Essen und Trinken oft nur zu den einfachsten Mahlzeiten nimmt hat aber nicht nur etwas mit diesem Charakterzug der Bescheidenheit zu tun. In einer Geschichte, die etwas mit einer Schlange, etwas Zucker und zu großem Hunger zu tun hat, hat er seinen Geschmackssinn verloren. Da aber sein Geruchssinn noch existiert, gibt es einen einzigen Luxus, den er sich leistet und von dem er sich immer etwas in den den großen Städten ersteht: Parfum. Dieses bringt er aber nicht an sich selbst an. Er sprüht es oft in ein kleines Kissen und riecht daran. Dieses Kissen ist außerdem die Erinnerung an ein Abenteuer, von dem er den Helden Nichts erzählen wird. Dabei wäre diese Geschichte intererssant, denn das Kissen ist aus weißer Seide und in Gold ist darauf ein Gebirge bestickt, unter dem ein Drache schläft.

Interessant ist auch seine massive Phobie vor Feuer. Bei einem normalen Feuer bis zur größer einer Kerze wird er nur sehr nervös sein und die Flamme ständig anstarren und hin und wieder murmeln "Eis und Wasser schwemmen über mich." Bei größerem Feuer oder jeder noch zu kleinen magischen Flamme gerät er in Panik und lässt bei seiner Flucht, sogar Leute zurück, die eigentlich Heilung brauchen. Eine Ausnahme bilden natürlich die Flammen seiner eigenen Laterne, aber warum das so ist, weiß niemand so genau...

Er hat sein ganzes Leben, den weiter unten genannten Zielen verschrieben. Zwar will er den Leuten bzw. der Ehre seiner Familie wirklich helfen, aber es spielt darin auch ein sehr leichte Gottkomplex mit, dass er quasi glaubt er sei derjenige der allen am Besten helfen könnte. Schüler nimmt er nur deshalb an, weil er eben nicht überall gleichzeitig sein kann. So kann er trotz ehrlicher Güte und großer Empathie sehr herrisch sein und wird Meinungen, die seiner widersprechen sehr wütend entgegentreten.


Zitate

Diese Lampe...an hier hängen so viele Geschichten und sie könnte von dem Lachen vieler Geheilter erzählen.

Ihr seid ein närrischer Halbhund, wenn ihr glaubt Hellenblätter würden bei dieser Wunde helfen! Verschwindet ehe ich...


Motivation und Ziele

Die Motivation, die er vor sich selbst (und anderen) behauptet ist, dass er seinen Ungerecht vertriebenen Großvater wieder zum Ruhm bringen will, indem er möglichst viele Leute heilt. Das mag auch wahr sein, aber inzwischen geht es ihm doch hauptsächlich darum sich zu beweisen, dass er besser gewesen wäre, als sein Großvater. Denn sein Vater hat die Geschichte der Vertreibung so oft erzählt, dass der dritte Livan es diese Erzählungen allmählich als Übertreibung ansieht. In seinen sehr schlechten Momenten glaubt er sogar tatsächlich, dass sein Großvater für die Seuche verantwortlich gewesen ist.

Seine Ziele sind natürlich in erster Linie die Anweisungen, sein Großvater an seinen Vater und dieser wiederum an ihn weiter gab. In der Folgenden List wird auch vermerkt ob und wie sich das bei ihm verändert hat:

  • „Heile viele, auf dass meine Unschuld wieder hergestellt sei.“

    • Das macht er noch, bezieht sich das aber auch auf sich und glaubt mit seinen Taten auch eigene Schuld ausgleichen zu können. Wenn ihn also jemand zurecht wegen etwas anklagt, wird er die vielen Heilungen aufzählen die er vollbracht hat.

  • „Halte das Geheimnis der Laterne und halte sie immer bei dir.“

    • Daran hält er sich. Er hat sie sogar an einem langen Kettchen an seinem Hals befestigt. Die Glöcken an diesem Kettechen sollen ihn aufwecken, wenn jemand versucht die Laterne zu stehlen.

  • „Hasse jene aus der Stadt, bis sie mich von meiner Schuld befreien.“

    • Damit meinte der Großvater ursprünglich, speziell die Stadt Eintracht und dass man besagter Stadt (abgesehen von Heilungen) eben nicht beachten sollte. Livan selbst meidet diese Stadt inzwischen komplett und heilt Bewohner aus dieser Stadt auch nicht, was ihm nicht leicht fällt. Ersteres, weil es in Eintracht die besten Parfums gibt, Zweiteres weil seine zwanghaftes Helfenwollen sich eben auf alle bezieht. Diese hassende Angst vor dieser Stadt wurde, vor allem seinem Vater geschürt, der die Flucht als Jugendlicher mit erlebte.

Als persönliche Ziele hat er vor allem:

  • die Schuld seines Großvaters entweder beweisen oder widerlegen. Dieser Wunsch ist nur sehr unterbewusst, vor allem weil er in beiden Fällen nicht mehr wüsste, was er mit seinem Leben anfangen sollte.

  • Ein weiteres Ziel, das er aber schon aufgegeben hat, ist das finden „einer Braut“. Das aber weniger aus Liebe, sondern um sich einen legitimen Nachkommen zu zeugen, an den er die Aufgabe weiterreichen kann. Dass das bisher noch nicht passiert ist, hat vor allem etwas damit zu tun, dass er jahrelange glaubte, dass er es schon schaffen würde. Aber die Zeichen, dass sich die Stadt Eintracht in ihrer Meinung zu seinem Urgroßvater ändert sind nicht gut… Ein Schüler kommt dafür nicht in Frage, weil er nicht "vom Blute" ist.

Rollenspiel

Wenn du ihn spielst, lächele oft breit und zieh oft lange Luft durch die Nase ein. Erzähle viel von diversen Heilungen und sei dabei aufrichtig fröhlich. Werde aber sehr zornig, wenn jemand wagt dich zu korrigieren.




Mich würde sehr interessieren, wenn ihr diese Figur in euren Abenteuern benutzt. Schreibt mir dich bitte, was den hier mit unserem Freund passiert ist. Würde mich sehr interessieren.

Listen to your heart, listen to your brain, listen to the voices in your brain!


Alle Pahtfinder-Spieler bitte mal hier (ganz kurz) vorbeischauen. :)