Ideenschmiede - Der blinde Hexer

Kaum komme ich dazu an meiner jüngsten Idee für eine Kurzgeschichte regelmäßig zu arbeiten und jeden Tag zumindest ein halbes Kapitel in die Tasten zu klopfen, kommt mir natürlich wieder ein neuer Gedanke. Wie so oft handelt es sich dabei um ein Charakterkonzept. Ganz grob gesagt und ohne ins Detail zu gehen, einen blinden Hexer.


Nun soll der Blinde aber nicht einfach nur mit einer Bettelschale an der nächsten Ecke in Fasar oder so sitzen. Daraus ließe sich zwar sicher auch irgendwie eine Geschichte stricken, aber mir schwebt anderes vor. Welche Möglichkeiten hätte der Hexer also mit seinem Tagwerk zurecht zu kommen, wenn man mächtigeres göttliches Wirken, das sein Augenlicht wiederherstellen könnte einmal außer acht lässt?


Ich hatte erst einmal an andere herausragende Sinne als VT gedacht (Gehör und Tastsinn?). Dazu vielleicht noch der VT Richtungssinn und vielleicht könnte er im kleinen Laden für Abenteurerausrüstung aus zweiter Hand zurecht kommen? Eventuell könnte er auch über die Sinne seines Vertrauten arbeiten (AsP intensiv?)? Was gäbe es sonst noch?


Dann bin ich natürlich auch noch am überlegen, wie er sein Augenlicht verloren haben könnte. Schwere Verletzung durch Unfall oder Kampf? Teclador Effekt gepaart mit einer dreifach Zwanzig beim ODEM? Schlechter Fusel? Ein permanenter Hexenfluch? Je mehr Ideen (zu denen man dann alle möglichen Varianten entwickeln kann) desto besser. Damit er seinen geschätzten Kunden alle möglichen unterschiedlichen Geschichten aufschwatzen kann ...8o

Comments 1

  • Einen Blinden zu spielen ist sicher spannend (auch wenn vermutlich kaum jemand mit diesem Nachteil lange spielen will).

    Also munter ein paar Ideen für das Alltagsleben:

    - Jemanden bezahlen (alternativ ein Schüler) der dem Hexer zur Hand geht

    - Per "Tiersinne" die Augen des Vertrautentieres mitbenutzen (dummerweise kann der Hexer währenddessen selber nichts tun)

    - Sich den Druidenzauber "Blick durch fremde Augen" aneignen

    - Ich könnte mir vorstellen, dass ein blinder Hexer mit der Zeit (je früher die Blindheit, desto besser) lernt Sikaryan (die Essenz Sumus) in der Umgebung zu erkennen (Vampire können das in 19 von 20 Fällen auch). Damit könnte er zumindest Lebewesen in seiner näheren Umgebung wahrnehmen (quasi permanenter Exposami).

    - Der Hexer verfügt über ein extremes Magiegespür, das er wie eine Sicht nutzen kann (quasi ein Oculus Astralis). Die ausufernde Benutzung dieser Fähigkeit hat leider nach und nach sein normales Augenlicht abgetötet/ersetzt.


    Hier noch ein paar Ideen für den Verlust des Augenlichts:

    - Geburtsfehler

    - Gezieltes Blenden mit Reizüberflutung oder Ähnliches durch Praiosgeweihte (ergänze halbwegs glaubwürdige Motivation des Geweihten)

    - Augen mechanisch zerstören (zerstechen, herausholen, etc.). Als Täter können z.B. Banditen, selbstherrliche Richter, ein wütender Mob oder ein feindlicher Kämpfer in Frage kommen.

    - Auge magisch verletzen. Hier kommen die Überbenutzung diverser Hellsichtzauber und eben der Teclador Effekt in Frage

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