Letternmanufaktur - Das FAB als Schreibwerkstatt

Im letzten Beitrag der Reihe habe ich ja die Idee des kooperativen Schreibens aufgegriffen und dazu gab es ja auch schon einige Kommentare. Nun habe ich neulich an das Kampagnen-Tagebuch meiner Tischrunde gedacht und kam auch nicht umhin an die Forenabenteuer zu denken mit denen ich hier erste Erfahrungen sammeln durfte. All diese Gedanken sind dann eher zufällig zu der Idee verschmolzen, welcher dieser Beitrag den Titel verdankt.


Grundsätzlich könnte soetwas ja durchaus funktionieren. Die Beteiligten könnten so die Ereignisse je aus dem Blickwinkel ihrer Charaktere beschreiben (während der oder die SL eben Hintergrund und die Sicht von NSCs, speziell die der Antagonisten liefert). Gleichzeitig bietet das FAB ja auch ein gewisses Maß an Koordination ohne all zu Einschränkend zu werden (Spielleiter und Spielleiterinnen müssen die Runde in gewissen Maße ja ohnehin lenken).


Um ehrlich zu sein bin ich durchaus versucht es auszuprobieren. Nur müsste ich mir erst einmal eine passende Abenteueridee ausdenken und dann ein paar Mitspieler suchen, die nichts dagegen hätten das FAB (eventuell in leicht überarbeiteter Form, damit es sich leichter liest) als Geschichte in den Downloadbereich zu packen. :/

Comments 7

  • Ich wäre dabei, falls du magst. Finde das ein interessantes Projekt.

    Schriftstellerische Erfahrungen und Kenntnisse der Schreibtheorie bringe ich mit. Und Sitzfleisch auch. Ich schreibe schon seit mehr als einem Jahr an einem Fantasyepos. Veröffentlicht habe ich allerdings noch nix. ;)

  • Sag Bescheid, wenn du eine passende Idee hast! :D

    • Ein erster Gedanke dreht sich um ein Schiffsbau-Projekt in Belhanka. Wundert mich schon lange warum gerade dort niemand versucht ein Zauberschiff ähnliches wie die Sulman al'Nassori zu bauen (nur vielleicht billiger im Bau und Unterhalt, die Sponsoren wollen schließlich, dass es sich rechnet ;) ).


      Also vielleicht etwas für Handwerkliche und Gesellschaftscharaktere mit einem Hauch Mantel und Degen (allerlei Werkspionage & Sabotage etc.).

    • Klingt doch nach ner coolen Idee! Müsste ich mir zwar nen neuen Char erstellen, aber das ist ja kein Problem :)

    • Kearnaun müsste sich erstmal Gedanken machen, wie er die Sache eigentlich genau angehen will. Es würde sich ja ein äußerer Plot anbieten, d.h. es steht die Handlung im Vordergrund. Eine tiefgründige Entwicklung (edit:) der Charaktere (Ende edit) im Sinne einer Prämisse bei solch einem Projekt halte ich für nicht machbar. Außer man gibt den Spielern ihre Prämisse vor und weist auf Trigger im AB hin, die eine Entwicklung im Sinne der Prämisse anstoßen. Würde ich von abraten, aber offen wäre ich für alles.

      Dennoch sollten die Charaktere ja auch für den Leser interessant sein und nicht nur für den Spieler. Das erfordert vermutlich eine enge Absprache. Interesse bekommt man durch Konflikt. Der übliche Rollenspiel-Small-Talk am Schenkentisch ist als Leser ultra langweilig. Vermutlich wird Kearnaun seeeehr viel aus dem FAB herausstreichen müssen, damit da ein dichter Plot herauskommt. Je mehr die Spieler schon während des FABs darauf achten, desto besser.

    • Vorrangign ginge es wohl darum ein Ziel zu erreichen oder auch auf dem Weg dorthin zu scheitern, auch das kann intressant sein. Charakterentwicklung müsste sich also vermutlich hinter dem Plot anstellen, was aber nicht heißen muss, dass es keine geben kann. Bei Einzelabenteuern, wenn man also keine Kampagne spielt, ist das aber nicht unbedingt ungewöhnlich.


      Von Charakterentwicklung auf Stichwort halte ich da aber eher nichts. Damit würde man sich als SL finde ich zu viel in die SC einmischen. Vielmehr ginge es darum möglichkeiten anzubieten den Charakter weiterzuentwickeln. Die muss man aber nicht annehmen.


      Auch der Small-Talk am Schenkentisch kann seinen Platz haben, etwa wenn sich etwas später herausstellt, dass das Subjekt der Unterhaltung doch sehr relevant war. ;) Aber vermutlich muss man hier etwas steuern. Aber gerade wenn es ein klar ersichtliches ziel gibt, das erreicht werden sollte, kann etwas Müßiggang womöglich auch helfen erst richtig ein Gefühl der Dringlichkeit zu erzeugen.

    • Ich sag mal so: Da muss am Ende sowieso gründlich durchgewischt und nachgearbeitet werden. Sonst wird daraus keine Geschichte, die irgendwer lesen mag.