Ankunft in Gareth

Ich überspringe mal die Irrungen und Wirrungen der Charaktererstellung und berichte aus der Sicht von meinem Charakter, Khazim al-Fessir.


Seit einiger Zeit bin ich auf der Flucht. Ein misslungener Phexensdienst reicht, damit man sich nicht mehr blickenlassen darf. Meine Heimat Fasar musste ich zurücklassen und nun stand ich vor den Toren Gareths. Auch wenn die Stadt wirklich so groß war, wie man es ihr nachsagte, fand ich, dass die Straßen voller sein könnten. An den Häusern sehe ich auch schadhafte Stellen, obwohl ich wahrlich kein geübtes Handwerkerauge habe. Als zu einem etwas belebteren Marktplatz komme, spüre ich die greifenden Finger eines Diebes, der sich nun wirklich kein leichtes Ziel ausgesucht hatte, an meiner Geldkatze und bevor er sie mitnehmen kann, entschwinde ich schon.

Ich bin auf der Suche nach einem Ort, wo ich unterkommen kann. Geld habe ich -Phex sei dank- immer genug und dabei verschlägt es mich in einen Laden, der alchimistische Gegenstände anbietet. Wie konnte es nur dazu kommen? Alchimie ist nicht gut, das musste ich selbst erfahren. Das sieht mir nicht ähnlich,so traumwandlerisch durch die Straßen zu schreiten. Mit mir sind ein Elf, ein ELF! und ein etwa zwanzigjähriger Mann, den ich aber nicht einordnen kann und zwei Zwerge im Laden. Der Besitzer ist offensichtlich der männliche Zwerg, denn er steht hinter dem Tresen. Die Zwergin scheint ihn zu kennen.

Während ich eigentlich hinausgehen möchte, kommen drei Gardisten hinein und stellen sich vor den Tresen.

"Barbosch, wenn du nicht sofort aus der Stadt verschwindest, dann weißt du, was dich erwartet!", brüllt der Mittlere der Gardisten.

"Nein, ich werde nicht gehen. Ich weiß, dass meine alchimistischen Erzeugnisse gut sind und ich werde mich deswegen nicht vertreiben lassen!", brüllt der Zwerg zurück.

Der Mittlere tritt zurück und seine beiden Begleiter ziehen ihre Waffen, Stäbe mit scharfem Eisen an der Spitze, aber das sind keine Speere.Diese Hüter der Gesetze von Praios würden auch nicht bei Phex Schutz finden. Sie denken, dass sie leichtes Spiel haben, aber die Zwergin und der Unbekannte ziehen ihre Waffen. Der Elf scheint auch in den beginnenden Kampf einzusteigen.

Ich lasse meine Waffen stecken, stattdessen versuche ich, ein Blutbad zu verhindern. Ich halte mein Medaillon hoch, das Abzeichen, das bestätigt, dass ich ein Geweihter des Spielers, des Fuchses, des Herrn der Schatten bin. Meine moralische Autorität mag vielleicht nicht so hoch sein, aber ich hoffe darauf, dass meine Anwesenheit sie alle einhalten lässt. Ich halte ihnen einen Vortrag über die Verdammnis, die sie erwartet, wenn sie einen Mord begehen. Bringt nichts.

Nun gut. Ich lasse weiterhin die Waffen stecken, aber ich lenke die Gardisten ab und nachdem alle außer mir schon Verletzungen davongetragen haben, beschließen diese Hüter des Gesetzes (HA) davonzulaufen.


Ich kann zwar nicht beurteilen, was der Zwerg getan hat (und wieso er sich mit der schrecklichen Kunst der Alchemie umgibt!), aber er steckt in Schwierigkeiten und ich frage ihn: "Weshalb haben sie euch angegriffen?"

"Seit ein paar Monaten bin ich hier, um meine grandiosen Waren - er deutet auf die Tränke - zu verkaufen und das gefällt offenbar einem hier ansässigen Alchimisten nicht. Dabei belebt Konkurrenz das Geschäft! Ich sehe, dass ihr alle geholfen habt, auch ihr, wenngleich ihr nicht die Waffen gezogen habt. Bleibt bei mir, denn ich möchte, dass ihr den Alchimisten dazu bringt, mich in Ruhe zu lassen. Und jetzt feiern wir erst mal!"
Außer dem Elf sind alle begeistert, die Möglichkeit auf Alkohol zu haben und das Zwergenbier ist so stark, dass mir recht schnell schwummerig wird. Bevor ich noch am Tisch einschlafe, gehe ich zu Bett. Das stört mich, denn sonst ist die Nacht meine Zeit, aber ich muss nun mal schlafcchhh zzzzzz ronnnnfff....