Ein Töpferkurs bei einer Arbeitskollegin. Wir sind in einem abgelegenen Dorf, im Hinterland des Hinterlandes. Es ist sehr idyllisch.
Wir - das sind neben einer weiteren meiner Arbeitskolleginnen noch ungefähr acht weitere Frauen. Ich erfahre, dass das ganz typisch ist. Männeranwesenheit ist bei den Töpferkursen, die sie zweimal im Jahr anbietet, eine Rarität.
Die anderen Frauen beginnen, Tassen und Schälchen und Schüsselchen und Seifenschalen zu töpfern. Zum Beispiel mit Stempeln und Mustern verziert. Das ist keines meiner Ziele. Ich will keine Tasse. Und auch kein Schälchen. Stattdessen denke ich mir, als ich meinen Tonklumpen ausgerollt und mit einem spitzen Messer meine Form ausgeschnitten habe: Warum sieht mein Boronrad so sch... aus? Mein Frust lockt die anleitende Arbeitskollegin herbei. Sie schlägt vor, dass ich doch stattdessen eine Tasse töpfern soll.
Ich zügle meinen Blick, damit ich sie damit nicht in Flammen aufgehen lasse.
Und probiere weiter.
Dann kommt die Lösung zu mir: Ich brauche keinen Halbkreis, sondern etwas, das nach oben hin höher ist. Sobald damit die Grundform stimmt und steht... bzw. liegt... gehen mir die Verzierungen leicht von der Hand: Zwei Federn und eine Mohnblüte.