
Es wurde das Abenteuer Alte Freunde, Alte Feinde der Phileasson-Saga von der Spielgruppe mit guter Gesinnung gespielt. Die Helden haben davor das Abenteuer Der Alte König erlebt.
Gemeinsam hatten Phileassons und Beorns Ottajasko ein Lager aufgebaut. Es wurde immer zu zweit wache gehalten mit jeweils einem aus jeder Ottajasko. Keiner vertraute dem anderen. Während Grimsbart seinem Wachdienst sah er einigen Bäumen beim schnellen wachsen zu. Anschließend übergab er Frenya den Wachdienst die gemeinsam mit Belasca am Feuer saß. Plötzlich ging Shaya im Lager umher. Sie ging zu einem Feuer und nahm ein abgebranntes Holzscheit mit. Gemeinsam folgten sie ihr und versuchten sie anzusprechen. Shaya reagierte aber nicht auf sie und ging zu einem Felsen. Dort fing sie an etwas mit dem verkohlten Enden der Holzscheite zu schreiben. Frenya konnte noch die Wörter “Welch ein Ge...” erkennen als ihr schwarz vor Augen wurde.
Als es schon Hell war, weckte Phileasson Frenya auf. Ihr erklärte ihm alles und konnte sich nicht erklären, wie sie einschlafen konnte. Beorn war mit seiner ganzen Ottajasko und Fenvarien verschwunden. Als sie die Felswand anschauten, wussten sie warum. Dort stand die letzte Aufgabe der Wettfahrt:
Welch ein Geschenk ist ein Lied!
Es vermag Kummer zu heilen, wo Worte allein nutzlos bleiben.
Es vermag die Wogen des krausen Verstandes zu glätten und schenkt Vergessen,
wo Erinnerung Qual bedeutet.
Dort, wo die Nivesen in einer Nacht eine Woche gewinnen,
mag der Bann gebrochen werden.
Bringt die Herrin des Waldes zum leidenden Freund und ihm wird geholfen sein.
Valandriel wusste sofort das sie zu Niamh gehen mussten. Der letzte Satz gab ihnen Hoffnung, dass sie diese Wettfahrt doch noch gewinnen konnten. Schnell packten sie alles zusammen und machten sich auf den Weg zurück.
Zuerst waren sie zu Fuß unterwegs. Dann Flussabwärts mit den Kanus, bis sie wieder bei ihrem Drachenschiff Seeadler waren. Die anderen die beim Drachenschiff geblieben waren erzählten das Beorn schon vorbeigekommen sei. Schnell fuhren sie nach Enqui. Spät in der Nacht kamen sie dort an und keine Herberge wollte sie aufnehmen. So übernachteten sie außerhalb der Stadt und als in der Nacht die Wache Alarm schlug, weil einige Bewohner sie ausrauben wollten, da Platze Phileasson der Kragen. Er befahl Enqui zu überfallen. Nicht alle aus der Ottajasko waren damit einverstanden aber die große Mehrheit machte mit. Alle Gebäude, die zum Walfang dienten, wurden angezündet. Die restlichen hatten sie geplündert. Die Beute war gar nicht so klein und sie hatten nun genug Kanus.
Quer durch den Golf von Riva steuerte Phileasson die Mündung des Oblomon an. Nach mehreren Tagen trafen sie kurz nach Anaavi alte Bekannte. Nirka mit ihrer Sippe Oblong, Phanta, Tse Kal, Hern’sen und Crottet! Nirka hatte inzwischen Sven Gabelbart geheiratet. Sven war ein Kopfgeldjäger und er kannte Grimsbart und Valandriel von einem Steckbrief aus Norburg. Sie tauschten noch viele Geschichten aus und bekamen von den Nivesen Ratschläge wie sie schneller vorankommen würden.
Am nächsten Tag ging es weiter nach Oblarasim. Am Flussrand steckten einige Abenteurer Gebiete ab. Die Helden konnte erfahren das hier nach Gold gesucht wurde. Oblarasim war geprägt von schlammigen Wegen, schmuddeligen Zelten und rasch gezimmerten Hütten. Sie bekamen einige Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Elfen mit. Nachdem Phileasson mit Quen keine Pferde zu vernünftigen Preisen finden, konnte ließen sie das Drachenschiff hier und fuhren mit den Kanus weiter. Einige aus der Ottajasko blieben zurück, um auf die Seeadler aufzupassen.
Phileasson machte im Dörfchen Kirma keinen Halt, obwohl ihnen Thorwaler zuwinkten, denn sie kamen mit den Kanus gut voran. Nach mehreren Tagen kamen sie endlich am 19. Rahja sehr früh in Gerasim an. Dort wurden sie direkt von einigen mit Elfenbögen bewaffneten Menschen und Elfen empfangen. Barsch fragten sie, warum sie hier waren. Schnell wurden sie freundlicher als klar wurde, dass sie keine Goldsucher waren, sondern nur auf der Durchreise. Phileasson konnte von ihnen erfahren das momentan eine Sippe der Steppenelfen südlich des Dorfes lagerte die vielleicht Pferde verkauften. Beeindruckt von den Wohnbäumen, deren Wachstum über Generationen von den Elfen magisch beeinflusst wurde, durchquerten sie diese besondere Siedlung. Hier lebten Menschen und Elfen friedlich zusammen.
Schnell fanden sie die Silberhuf-Sippe, welche viele schöne Pferde hatte. Diese wollten sie aber auf keinen Fall verkaufen und ihr Anführer Alarion Manadha sagte zu ihnen: “Es sind keine gewöhnlichen Reittiere – telora – sondern Nachkommen der Nebelrösser, die einst, beim Fall von Tie’Shianna, unseren Urahnen Lariel Sturm-in-den-Zweigen und seinen Gefährten durch die Reihen der zara trugen!”. Valandriel erklärte ihnen, dass sie ihren König Fenvarien zurückbringen wollten und dafür die Pferde brauchten. Alarion glaubte ihm zuerst nicht, aber dann sangen sie gemeinsam. Er stimmte zu ihnen so viele Pferde zu borgen, wie sie benötigten. Da es noch nicht mal Mittag war zogen sie weiter.
Auf der Karawanenroute ritten sie durch den Rabenpass und die Grüne Ebene, bis sie schließlich kurz vor Norburg standen. Durch die Informationen, die sie von Sven hatten, entschieden sie Norburg südlich zu umgehen und direkt zum Zauberwald zu reiten. Grimsbart, Valandriel und Elissa welche ihren Helm aufsetzte banden alle anderen an sich fest und gingen in den Wald. Viele wollten umdrehen vor Angst aber durch das Seil wurden sie mitgezogen. Als sie durch die magische Barriere gekommen waren, folgten sie einem Pfad. Grimsbart erkannte Satyr Palvenus sofort als sie diesen auf ihrem Weg trafen. Er meinte heute gäbe es kein Flötenspiel. Grimsbart ging traurig weiter. Sie marschierten wieder über moosige Hügel, wo sie Wurzelbolde mit roten Zipfelmützen beschimpften. Schlussendlich kamen sie beim See an wo Niamh am Wasserrand saß, und ihre Harfe spielte, während einige Glühwürmchen sie umtanzten.
Valandriel erklärte ihr alles und sie war überglücklich das Fenvarien noch lebte aber auch betrübt über das tragische Schicksal, das der König Fenvar erlitten hatte. Niamh willigte ein sie zu begleiten, um Fenvarien zu helfen. Da es schon spät war übernachteten sie im Zauberwald. Am nächsten Tag erwachten die Helden und sahen, wie Niamh ein längeres Zwiegespräch mit einem milchweißen Einhorn führte.
Nachdem Phileassons Ottajasko den Zauberwald mit Niamh verlassen hatten konnten sie von norbardischen Händlern auf der Kornstraße erfahren das eine Gruppe Reisender, auf welche die Beschreibung von Beorns Ottajasko passte, in Norburg gefangen genommen wurde. Die Thorwaler wurden angeklagt, vor über einem Götterlauf verurteilte Verbrecher befreit zu haben. Alle wussten das dies eigentlich sie gewesen waren und kurz mussten die Helden schmunzeln. Dies hieß aber auch das Fenvarien dort gefangen war. Grimsbart rief: “Kommt, lasst uns nochmal Gefangene aus Norburg befreien!”.
Als Norburg schon in Sichtweite war kamen sie zu einem einsamen Baum, auf dem ein Käfig hing. Darin befand sich eine Gestalt. Die Helden benötigten einen Augenblick, bis sie erkannten, wer das war. Es handelte sich dabei um Belasca aus Beorn Ottajasko der die Siegelhand abgehackt und eine Eisenmaske aufgesetzt wurde damit sie nicht mehr Zaubern konnte. Sie befreiten sie und von ihr konnten sie mehr über die Gefangennahme erfahren. Eine gewisse Yadwinja Rodensen aus dem Stadtrat hatte dafür gesorgt, dass sie alle schnellstmöglich Verurteilt wurden. Sie war auch diejenige die sie alle Verhört hatte. Sie stellte jedoch keine Fragen zur eigentlichen Anklage, sondern nur zu den Inseln im Nebel und zur Befreiung Fenvarien. Dann brach Belasca zusammen und murmelte nur mehr etwas von goldenen Augen.
Die Namenlosen Tage waren schon angebrochen und deswegen die Tore von Norburg auch verschlossen. Valandriel und Domingov kundschafteten den Schuldturm aus. Es waren von außen keine Wachen zu sehen. Quen warf einen Hacken mit Seil auf die Stadtmauer und kletterte hinauf. Er konnte vor dem Schuldturm einige Wachen sehen. Er stieg in den Turm ein und konnte aus dem ersten Obergeschoss erkennen, das die Gefangenen mit drei Wachen im Erdgeschoss waren. Schnell gab er den anderen Bescheid. Frenya und Grimsbart kletterten zu Quen hinauf und hielten Ausschau. Quen beobachtete die Wachen im Erdgeschoss und als diese aus dem Raum gingen, gab er das Signal. Elissa hatte bereits einen Djinn beschworen und Valandriel wirkte einen Silentium. Quen gab die Gefangenen im Schuldturm die Anweisung von der Mauer wegzugehen und verbarrikadierte die Eingangstür. Sofort klopfte es an der Tür, weil die Wachen wieder hineinwollten. Abdul sprengte dann die Mauer von außen und Steine flogen umher. Einige der Gefangene wurden dadurch verletzt aber die Explosion hatte kein Geräusch verursacht. Schnell öffnete Quen die Zellen und alle flohen gemeinsam durch das große Loch in der Wand. Gleichzeitig brachen die Wachen die Eingangstür auf, aber Elissa befahl dem Djinn diese zu attackieren.
Als sich alle sammelten, gab es nicht genug Pferde für alle, um zu fliehen und viele aus Beorn Ottajasko waren verletzt. Fenvarien wurde zuerst auf ein Pferd gesetzt und Phileasson wollte nur ein paar aus Beorns Ottajasko mitnehmen. Beorn sagte jedoch: „Entweder alle oder keiner!“ und Valandriel antwortete darauf: „Dann keiner!“. Phileassons Ottajasko ritt mit Fenvarien davon und ließ Beorns Ottajasko zurück.
Niamh meinte zu Phileasson das sie Fenvarien nur an einem besonderen Ort heilen konnte, wo sich sogenannte Kraftlinien kreuzten. Also machten sie sich auf den Weg und Naimh führte sie an. Am Abend machten sie nur kurz halt am Rabenpass in den Ruinen eines verlassenen Boronklosters, um zu schlafen. Laut Niamh sollte es nicht mehr weit sein. Einige Thorwaler aus Phileassons Ottajasko erklärten sich bereit hier wache zu halten. Sollte sie jemand verfolgen konnten sie diese Stelle hier gut verteidigen. Phileasson willigte ein und war sehr gerührt das so viele ihr Leben für diese Aufgabe riskierten.
Am nächsten Morgen ritten sie sehr früh wieder weiter. Schließlich kamen sie an der Stelle an wo Niamh hin wollte. Sofort bauten sie ein Lager auf wo Naimh begann auf ihrer Harfe zu spielen und zu singen. Es vergingen Stunden, in denen die Elfe mit durchdringender Stimme und den verträumten Klängen ihrer Harfe die warme Sommernacht erfüllte. Langsam erkannten die Helden weißen Nebel, der aufzog. Fenvarien wachte langsam wieder auf und der Wald veränderte sich wieder. Während die Umgebung durch die weißen Schwaden immer diffuser wurde, warf das Lagerfeuer Fenvarien und die singende Niamh in ein goldenes Licht. Plötzlich kamen einige Elfen auf Pferden aus dem Nebel angeritten. Die Helden wollten diese schon angreifen, aber dann lösten sie sich wieder in weißen Nebel auf. Später flog ein großer Drache über sie hinweg und Grimsbart musste sich zusammenreisen. Aber auch dies war nur eine Nebelgestallt. Als Ohm wieder einem Elfen, der aus dem Nebel kam mit einem Stein bewarf prallte dieser jedoch ab!
Bevor sie sich alle auf den Feind stürzen konnten, hörten sie eine schneidende Stimme, die aus dem Nebel drang. Aus den weißen Schwaden schälte sich eine in vornehme Kleidung gehüllte Frau, die die Amtskette eines Stadtrats um den Hals trug. Flankiert wurde sie von etwa einem Dutzend abgekämpfter, teilweise stark verwundeter Norburger Stadtgardisten, Söldlingen und in schwarze Plattenrüstungen gewandete Nachtalben! Viel mehr als die restlichen Details ihrer Erscheinung nahm die Helden aber die vom Fackelschein golden leuchtenden Augen der Dame ein, die sagte: „Hierher hast du dich also verkrochen Niamh biangala. Dachtest du wirklich, ihr könntet mir entkommen?“.
Während sie diese Worte sprach, begann sich ihre Gestalt zu wandeln und innerhalb kürzester Zeit stand die blonde Travia-Geweihte Lenya vor ihnen und starrt sie verächtlich aus ihren golden funkelnden Augen an. In Lenyas Stimme sprach sie weiter: „Dachtest du wirklich, ich würde es zulassen, dass du, die du dich schon seit Jahrtausenden in deinem jämmerlichen Wald verkrochen hast, mich davon abhalten könntest, Seinen Plan zu vollenden?“. Niamh antwortete nicht sondern sang weiter. Die falsche Lenya sprach weiter: „Ich sehe schon. Du klammerst dich also immer noch an die perfide Hoffnung, dass deine ach so harmonische Melodie dieses sabbernde Häuflein Elend heilt, bevor ich seiner habhaft werden kann.”. Während sie mit ihren Händen purpurne Blitze aus dem Nichts auffing, zerriss auch ihre letzte Maskerade und vor den Helden stand die schmerzhaft schöne Elfe, die ihnen aus den Geschichten des Himmelsturmes wohlbekannt war. Wie auch dem neben Shaya aus Verzweiflung aufschreienden Abdul wurde ihnen bewusst, dies war Pardona!
Blitze flogen hin und her zwischen Niamh und Pardona. Beide hatten wohl eine magische Schutzkuppel. Der weiße Nebel wurde noch dichter und die Helden teilten sich in Gruppen auf. Ein wilder Kampf entbrannte. Valandirel spielte auf der Flöte und rief damit den Drachen Teclador. Auch Olaf verwandelte sich in einen Drachen. Schnell waren die angeschlagenen Stadtgardisten und Söldner besiegt doch die Nachtalben waren zäh. Plötzlich tauchten auch Ivashim auf. Dies waren Dämonen in der Gestalt einer vagen menschenähnlichen Flamme mit zuckender Feuerzunge. Olaf musste als Drache sogar gegen einen Grakvaloth, ein schwarzgeflügelter Löwe mit glühenden Krallen, kämpfen. Erbittert kämpften sie alle und warfen sich Vierblättrige Einbeeren ein. Grimsbart wurde so hart zugesetzt das er auch seinen letzten Heiltrank zu sich nehmen musste.
Eine plötzliche Windböe brachte Ruhe in das Chaos. Die Blitze hörten schlagartig auf. Auch die Dämonen sahen sich um und verschwanden dann. Vorsichtig tasteten die Helden sich durch die dichten Nebel- und Rauchschwaden. Neben dem leisen Lied Niamhs drang nur noch vereinzelt Kampfeslärm zu den Helden durch. Plötzlich hörten sie ein Lachen. Die Helden kannten die Stimme, es war die von Fenvarien! Seltsamerweise musste Valandriel nicht wie sonst immer die zweistimmige Elfensprache übersetzen, sondern alle verstanden ihn: “Alles zerbricht oder ist es bereits zerbrochen? Die Flut kommt oder ist es die Ebbe?“ Fenvarien lachte leicht irre: „Es endet heute, es endet jetzt, so oder so. Ja ja, ganz klar. So muss es laufen. Kein Weg führt dran vorbei. Ein Spiel. Ein Ringen um ihn. Um mich? Wer siegt? Nun? Nein, Pyrdona! Dies kann dir hier nichts nützen!“. Die Helden hörten einen weiteren Blitz einschlagen und einen unterdrückten Schmerzensschrei bevor Fenvarien weitersprach: „Alle die gleichen Waffen, nun ja, fast! Und der Verlierer? Naja!”.
Wieder hörten sie dieses irre Lachen. Dann war wieder Pardona zu hören: „Du willst spielen, kranker König? Willst, dass ich mich mit der da messe? Denkst du wirklich, dass deine alte Beraterin dir noch Hoffnung geben kann? Erinnere dich an dein Versagen in Tie’Shianna! Kannst du dich denn nicht daran erinnern, wohin dich dein Stolz getrieben hat? All die Toten, all das Leid! Willst du all dies noch einmal durchleben? Erinnere dich!“. Diesmal antwortete Niamh: „Aber es hätte auch anders verlaufen können, die einzigen Grenzen, die uns binden, sind die, welche wir uns selbst auferlegen, Pardona!“. Schnippisch antwortete diese: „Wir werden ja sehen!“.
Die Helden bewegten sich langsam durch den Nebel. Quen stolperte über einen abgeschlagenen Arm eines Trolls, samt riesiger Kriegsaxt. Der Nebel lichtete sich und wurde langsam rot. Plötzlich flogen ihnen Sandkörner in die Augen. Das war gar kein Nebel mehr, sondern feiner Wüstensand! Die Umrisse einer gigantischen Stadtmauer aus rotem Sandstein und einem prächtigen, von zwei mit kunstfertigen Löwenreliefs verzierten Türmen flankierten Tor tauchten auf. Die Helden standen einigen in der Abenddämmerung umher eilenden Einheiten elfischer Bogenschützen gegenüber. Dann erblickten sie Fenvarien, der in voller Rüstung in der Nähe des Tors über einigen Karten der Stadt brütete. Hinter ihnen wurde ein Nachtalb von drei Hochelfen hingerichtet. Wenn dies eine Traumwelt war, dann konnte man darin sterben!
Ein abgekämpfter Hochelf Namens Oisin sprach einer Truppe Mut zu. Fenvarien sah auch aus, als ob er seit einer Woche durchgekämpft hatte. Dann sprach Fenvarien völlig klar: „Dieser Abwehrkampf gegen Dhaza hat keinen Sinn mehr. Er wird uns Elfen vollkommen von Dere tilgen. Wenn welche überleben sollten dann müssen diese als Sklaven leben. Das hat doch alles keinen Sinn mehr!“. Sofort ging Valandriel zu ihm hin und fragte, ob es ihm gut ging. Fenvarien sah ihn verwirrt an, aber blickte dann hinter ihn und antwortete: „Zwei Drachen? Wir können jede Unterstützung brauchen!“.
Plötzlich öffnete sich das Löwentor und Kazak-watet-in-Blut kam hindurch! Alle Elfen liefen in das innere der Stadt. Die Helden folgten Fenvarien der zu einem anderen Elfen sagte: „Es ist vorbei! Wir wurden überlistet.“. Valandriel erwiderte: „Ihr besiegt Kazak-watet-in-Blut! Ich habe es gesehen wir er besiegt am Boden lag mit einem Holzpflock im Herzen. Die Stadt ist verloren, aber ihr müsst die Elfen zur ‘Welt hinter den Nebeln’ führen!“.
Sie liefen durch eine weitere Stadtmauer und hinter ihnen wurde das Tor geschlossen. Die Mauer bebte, als Kazak-watet-in-Blut dagegen schlug. Fenvarien sah Valandriel forschend an und meinte: „Warum seid ihr so positiv gestimmt?“. Frenya antwortete, weil sie alles verstehen konnte: „Sagen wir einfach wir kennen die Zukunft.“. Fenvariens Gesicht wurde freundlicher und er nickte ihnen entschlossen zu. Er drehte sich um und fing an zu singen. Plötzlich öffnete sich ein Sphärentor vor ihnen. Verwundert über sein eigenes können schaute Fenvarien die Helden an. Domingov schrie: „Nun lauft schon durch das Portal!“.
Plötzlich ertönte wieder Pardonas Stimme: “Das kann nicht sein… so ist es nicht geschehen! Lüge!“ Mit den aufgebrachten, schrillen Worten Pardonas zog erneut dichter Nebel und roter Staub auf, schließlich verloren die Helden auch den müden, aber Hoffnung schöpfenden Fenvarien aus den Augen. Die Helden fragten sich, ob er nun geheilt war als Niamhs Stimme zu hören war: “So war es nicht… Pardona, aber so hätte es geschehen können. Fenvarien, sieh doch, was dein Volk… was du erreichen kannst, wenn du nicht zögerst, zu hoffen und deine Träume zu leben? Erinnere dich… schon in jungen Jahren war es gerade dir möglich, den Einflüsterungen des Dhaza Stand zu halten und neuen Mut zu schöpfen, wo andere schon alles verloren sahen. Damals, als unsere Brüder und Schwestern am Himmelsgebirge von den Scharen aus dem Osten überrascht worden waren. Erinnerst du dich noch an das erste Mal, als es uns gelungen war, einen der ihren zu schlagen und zu zeigen, dass auch sie bluten konnten?“.
Mit Niamhs Worten lichtete sich der Nebel erneut. Die Helden standen nun inmitten eines dunklen Mischwaldes, umringt von riesigen, mit grün-braunen Moosen und Flechten bewachsenen Firunsföhren, Tannen und Eichen. Schnell suchten sie die Umgebung aus fast mannsgroßen Farnen, über dem ein kühler, feuchter Dunst schwebte, nach potentiellen Gefahren ab, als ihnen eine wohlbekannte Stimme herumfahren ließ.
“Ihr habt lange auf euch warten lassen, wir dachten schon, ihr hättet es nicht geschafft!“ sagte ein junger Fenvarien von nicht mal 1000 Jahren. Die Helden waren sprachlos. Bevor sie sich mehr Gedanken darüber machen konnte, wo sie hier gelandet waren, sprach Fenvarien weiter: „Ihr seid also die zweite Gruppe, die es in das Lager des Feindes geschafft hat. Kommt wir erledigen das, wofür wir hergekommen sind!“.
Schnell folgten sie Fenvarien durch ein Lager voller Orks und Trolle. Sogar an einem Riesen schlichen sie vorbei. Schließlich gelangten sie zu einem Feldherrenhügel, wo in einem äußerst makaber eingerichteten Zelt aus gegerbten Elfenhäuten der Kommandant, ein einbeiniger Troll, schlief. Gleich mehrere der Helden stießen etwas im Zelt um was ordentlich Lärm verursachte. Über dem ganzen Lärm war plötzlich Niamhs Stimme zu hören: “Nein … das ist falsch, so war es nicht!“
Schnell rannten die Helden wieder hinaus wo jedoch schon mehr als zwei Dutzend Orks zu den Waffen griffen. Hinter ihnen kam der einbeinige Troll aus dem Zelt. Nur Olaf der noch ein Drache war versteckte sich hinter dem Zelt. Der einbeinige Troll sprach irgendetwas, aber keiner konnte ihn verstehen. Plötzlich schoss Olafs Drachenkopf hinter dem Zelt hervor und biss dem einbeinigen Troll den Kopf ab. Es war völlig ruhig und Olaf spie einen Feuerstrahl auf die Feinde. Die anderen nutzen den Moment, um zu flüchten. Gemeinsam mit Fenvarien und den anderen Elfen liefen sie durch das erwachende Lager und wichen immer wieder feindlichen Schlägen aus.
Als sie endlich wieder im tiefen Wald waren, schnauften sie durch und Fenvarien sagte zu ihnen: „Wir haben es geschafft! Ab jetzt werden sie sich in ihren eigenen Lagern nicht mehr sicher fühlen. Wir müssen schnellstens zu Orima und Niamh und ihnen die frohe Kunde überreichen!”.
Das Lied Niamhs erklang jetzt sehr klar und laut als sie sagte: “Und so trafen wir uns das erste Mal. Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, alter Freund. So vieles lag noch vor uns… so viele Träume ungeträumt.”.
Mit den Worten der Harfnerin umfing sie die dumpfen, weißen Schwaden und führte die Helden fort von den nördlichen Wäldern. Pardona antwortete verächtlich: “Ja... eine große Zukunft hatte er noch vor sich, dein edler König. Zu ungeahnten Höhen sollte er sein Volk führen. Doch hast du dir auch schon mal darüber Gedanken gemacht, warum seine Welt hinter den Nebeln zerbrach, welch Verbrechen… welch Wahnsinn sein Volk dazu trieb, Blut und Schande über sich zu bringen? Pass gut auf…“
Schon während Pardona sprach, verflüchtigte sich der Nebel. Noch bevor die Helden etwas erkennen konnten, stieg ihnen ein beißender Fäkaliengestank in ihre Nasen und sie versanken bis zu den Knöcheln im Schlamm. Die Gerippe und verwesenden Leichen in den Wandnischen bestätigten ihre Vermutungen, sie waren im Kerker des Tals der Träume! Doch dann hörte Valandriel eine Melodie, die ihm bekannt vorkam. Dieses Lied hatte er oft gesummt als Adernath noch in seinem Körper war.
Er schaute sich um und tatsächlich saß Adernath einen Raum weiter. In der anderen Ecke lag der in Lumpen gehüllte und vor Dreck starrende Hochkönig. Seine in tiefen Höhlen liegenden Augen waren geschlossen, er versucht offenbar einzuschlafen. Dieses Bestreben Fenvariens war jedoch zum Scheitern verurteilt, da Adernath nur wenige Schritte von ihm entfernt vor eine Wand saß und beständig eine monotone, disharmonische Variante seiner Melodie summt. Erst aus der Nähe ließ sich erkennen, dass der Elf in seinem Wahn eine Spirale in die Wand hineinschabte. Dabei nutzt er seinen rechten Daumen, der nur noch aus einem blutigeitrigen Stumpf bestand und bis auf den Knochen hinuntergeschliffen war. Grimsbart musste sich übergeben, als er dies sah.
Erschrocken schrie Niamh auf: “Beim Großen Licht! Davon wusste ich nichts!“. Verwesende Essensreste und Fäkalien, die um ihn herum verstreut waren, deuteten darauf hin, dass er diesen Platz schon seit langem nicht mehr verlassen hatte. Plötzlich fuhr Fenvarien ihn an, als ob die Helden gar nicht da waren: „Schweig still! Nur für einen Moment! Wie sehr wünschte ich mir du würdest verstummen wie die anderen! Ich will doch nur einen Moment schlafen!“.
Plötzlich stand er auf und stieß Adernath in den Dreck. Dieser richtet sich aber gleich wieder auf und summte weiter. Dann rastete Fenvarien aus und schleuderte seinen Freund, quer durch den Raum gegen den Basaltblock. Es gab ein knackendes Geräusch und Fenvarien sagte: „Endlich Stille.“. Zufrieden lächelte er und schloss die Augen.
Als er diese jedoch wieder öffnete und bemerkte, dass Adernath inzwischen vornübergekippt war, hastet er panisch zu seinem Freund. Verzweifelt und mit Tränen in den Augen redete er auf den leblosen Körper Adernaths ein und schüttelte ihn, wie um ihn aufzuwecken. Als er versuchte, den Kopf seines Freundes wieder aufzurichten, waren seine Hände voller Blut. Mit Schrecken erkannte Fenvarien, dass Adernaths Hinterkopf gegen eine Kante des Basaltblocks geprallt und sein Schädel so zertrümmert wurde. Die blutigen Hände vors Gesicht schlagend umarmte Fenvarien vollends der Wahnsinn und er schrie seinen Seelen-Schmerz heraus. Mit nassen Augen begann er den toten Adernath wie ein Neugeborenes in seinen Armen zu wiegen und dessen schrille Melodie nachzusingen.
Das Lied Niamhs wurde immer leiser, erste Disharmonien schlichen sich ein. Endlich umfing die Helden der Nebel wieder damit sie dies nicht weiter mitansehen mussten. Pardona antwortete selbstgefällig: “Siehst du… das ist dein wahres Ich. Wehre dich nicht, empfange das Vergessen, den Wahnsinn wie eine sich um dich sorgende Mutter. In ihrem Schoß musst du diese Bilder nie wieder sehen. Nie wieder diese Verantwortung tragen. Du bist schwach… und du weißt es. Und diese, deine sogenannte Freundin, sie will dich all dies noch einmal durchmachen lassen.”.
Niamh sagte mit bebender Stimme: “Das wusste ich nicht… mein Freund… das wusste ich nicht.”. Nun mischte sich Schluchzen in Niamhs Lied: “Aber trotz alledem besteht noch Hoffnung. Dein Volk ist zerbrochen, nur du kannst es heilen, du musst, es zählt auf dich.”.
Pardona spie verächtlich aus: “Du musst scherzen. Sein Volk ist zersplittert, es wächst nicht mehr zusammen! Es liegt in Scherben, in seinen letzten mickrigen Atemzügen. Willst du sein Leiden jetzt noch verlängern?“.
Niamh antwortete nun wieder gefasster: “Nein! Fenvarien, hör mir zu! Streif deine Ketten ab und kehre zu den deinen zurück. Tausende zählen auf dich!“. Das Lied gewann wieder an Kraft und etwas war anders. Die Melodie machte den Eindruck, als ob sie ihrem Höhepunkt nahekam. Nur noch wenige Takte, nur noch wenige Töne und es wäre vorbei.
Plötzlich nahmen die Helden einen salzigen Geschmack in der Luft und das leise Gluckern niedriger Wellen war. Eine frische Brise enthüllte die kohlschwarzen Ruinen der ihnen wohl bekannten Hafenstadt, ein weites, blaues Meer, weiße Galeassen, elegante Drachenboote und die Taubralir! Sie waren in Djanilla auf den Inseln im Nebel.
Die Helden gingen zur Taubralir, wo sie auf Fenvarien mit seinem Beraterstab traf. Sie sahen Urdiriel, die Anführerin der Wüstenelfen und die Clanältesten der Meeres-Elfen. Sie alle warteten auf die Delegationen der ‘Wilden’ und ‘Alten’. Diese hatten vor kurzem mit ihren Schiffen an gegenüberliegenden Enden des Hafens angelegt. Die den Schiffen entsteigenden prachtvollen Prozessionen beider Parteien trafen in der Mitte des Hafens aufeinander, wo sie bereits von Fenvarien und den Clanältesten erwartet wurden. Gemeinsam zog die prächtige Schar nun über den großen Steg und ging an Bord des Zauberschiffs. Dort war bereits alles für die Unterzeichnung des Friedensvertrages vorbereitet. Nachdem Orristani und Shadruel den Bruderkrieg somit offiziell für beendet erklärten, folgten ausgelassene Feierlichkeiten im Hafen und an Bord der Taubralir.
Im Hafen sah Frenya einen jungen ‘Wilden’, der nach Jahrzehnten das erste Mal wieder auf seine ‘alten’ Eltern traf, die sich umarmten. Veteranen beider Seiten sangen zusammen, währenddessen freuten sich die Kinder beider Seiten einfach nur über die neuen Spielkameraden und nahmen die Unterschiede in den Lebensphilosophien kaum war.
Bei dem Gespräch konnten die Helden jedoch vernehmen, dass es auf beiden Seiten immer noch kleine Fraktionen gab, die den bereits geschlossenen Waffenstillstand nicht anerkennen wollten. So berichtete Orristani von einer Gruppe, die sich die Jünger Ometheons nannten und seit einigen Monaten immer wieder blutige Anschläge auf Beteiligte der Friedensverhandlungen verübten. In Flugblättern forderten diese Extremisten die komplette Auslöschung der ‘Götzendiener’ durch eine Allianz all derer, die Ometheons Lehre anhängen. Um den Radikalen den Wind aus den Segeln zu nehmen, bat Orristani den Elfenkönig darum, die Wiederaufbaumaßnamen des Pyr Dakra-Tempels in Bardibrig vorerst zu stoppen.
Die Helden gingen wieder auf die Taubralir um sich zu beraten. Valandriel blickte dabei auf das Meer und sah wie plötzlich Skrechu daraus auftauchten. Zum anderen schlugen auf ein Kommando hin viele der Prozessionsteilnehmer der ‘Alten’ ihre Ornate zurück und erwiesen sich als die oben genannten, bis an die Zähne bewaffneten Extremisten. Das Bündnis aus Echsen und Jüngern Ometheons wollte unter den anwesenden Elfen ein Massaker anrichten und den Friedensschluss dadurch verhindern.
Ein wilder Kampf entbrannte. Ersten Schutzzauber wurden auf beiden Seiten gesprochen. Die Helden kämpften sich durch bis zu Fenvarien. Gemeinsam konnten sie viele der Extremisten erledigen und Valandriel überredete die ‚Alten‘ und ‚Wilden‘, die nicht zu den Jüngern Ometheons gehörten, zusammen zu kämpfen.
Gerade als es den Helden gelungen war, die Elfen zusammen zu halten und gegenüber den Echsen an Boden zu gewinnen, nähert sich über das Meer der Schlangenkönig auf seiner Flugsänfte mit einem guten Dutzend Geflügelter. Sehr schnell kam er auf sie zu und schon fielen die ersten Elfen unter seinen Zaubern, als Niamhs Lied plötzlich verstummte!
Mit jedem Schwerthieb und Zauber der Helden, der ihre Feinde sonst nur leicht verletzt hätte, konnten sie nun einen Feind zur Strecke bringen, während deren Attacken immer weniger und schließlich gar keinen Schaden mehr anrichteten. Auch die Zauber des Schlangenkönigs, die dieser den Helden und Fenvarien nun in Panik entgegen schleuderte, prallen einfach von ihnen ab. Mitten im Kampfgetümmel fixierte Fenvarien den Schlangenkönig und sprach mit lauter Stimme: “Bis hierher, twel‘zara, und nicht weiter… niemals wieder sollst du Fuß auf unseren Boden setzen… bis hierher und nicht weiter!“.
Die Helden sahen, wie der Schlangenkönig zurückwich und sich dann auflöste. Um sie herum verlor die Welt an Konturen, Farbe und Gestalt. Stattdessen machte sie einer sternenlosen Dunkelheit Platz. Inmitten der Finsternis standen Pardona die Schweißperlen auf ihrem makellosen Gesicht, die steile Zornesfalte und ihr schwerer Atem zeugten davon, wie viel Kraft sie dies alles gekostet hatte. Wie magisch wurden die Helden von ihren goldenen Augen angezogen. Valandriel konnte in ihren Augen einen Anflug von Unsicherheit und ein Fünkchen Angst erkennen. Plötzlich schwanden allen die Sinne und dennoch konnten sie kurz bevor sie das Bewusstsein verloren, die Schmerzensschreie Pardonas vernehmen.
Als die Helden wieder etwas wahrnehmen konnten hörten sie Olaf vor Schmerzen schreien. Von der Drachengestalt löste sich Olaf heraus und sie fingen an sich zu bekämpfen. Der Drache sprach mit einer dämonischen Stimme: “Wenn ich gehen muss, nehme ich dich mit!”. Dann biss der Drache in Olafs Schulter. Grimsbart schlug auf den Drachen ein. Es sah aber so aus, als ob jede Wunde, die dem einen beigebracht wurde, auch den anderen verletzte. Plötzlich krümmten sich beide vor Schmerzen. Eine Welle von heilender Kraft durchfuhr alle anwesenden. Sie ging von Niamh aus aber während die Helden sich besser fühlten schien es dem Drachen und Olaf zu schaden! Beide hatten am ganzen Körper Wunden und die Helden wussten nicht, was sie tun sollten. Frenya und Elissa rannten zu Olaf, als dieser zusammenbrach. Elissa betete seinen Kopf in ihrem Schoß und langsam atmete er seinen letzten Atemzug und sagte noch: “Es war schön an eurer Seite zu kämpfen.”. Dann löste sich Olaf und auch der Drache in Asche auf und es roch nach Schwefel.
Fenvarien sah sehr viel besser aus und schlief neben Niamh im Gras. Die Helden waren erleichtert das es endlich vorbei war, aber auch traurig darüber das so viele zu bestatten gab welche den Kampf nicht überlebt hatten. Olaf seine Asche sammelten sie ein und wollten diese mit nach Devensberg nehmen. Tote Gegner fanden sie nur 2 Nachtalben, wobei Domingov dem einen, welcher fast die gleiche Statur hatte wie er, die Rüstung abnahm. Nach einiger Zeit kam eine Karawane vorbei die ihnen Hilfe anbot. Als endlich Fenvarien und auch Abdul aus ihrem Schlaf erwachten konnten sie sich an nichts erinnern. Die Helden erklärten ihnen alles mit der Hilfe von Niamh. Diese verabschiedete sich von ihnen und ging wieder zurück in ihren Zauberwald Silvanden Fae’den Karen. Fenvarien wollte aber so schnell wie möglich zu den Inseln im Nebel fahren. So machten sie sich auf die lange Reise zurück nach Thorwal.
Am 23. Praios kamen sie endlich in Thorwal an. Jeder der noch gehen konnte war auf den Straßen, um Phileassons Ottajasko zu bejubeln. Jeder wollte die Geschichte hören und Fenvarien sehen, denn er war der Beweis das Phileasson die Wettfahrt gewonnen hatte. Hetmann Tronde verkündete das sie noch bis zur Nacht des 26. Praios auf Beorn warten würden. Am 26., nach Ablauf der 80 Wochen, würde dann der König der Meere gekrönt werden.
Die Helden genossen die Aufmerksamkeit. Jeder wollte mit ihnen etwas trinken und die Geschichten hören. Ohm sang immer wieder die fertige Phileasson Saga. So vergingen die Tage und Beorn tauchte nicht auf. Niemand aus seiner Ottajasko kam zurück nach Thorwal bis zum 26. Praios. So wurde Phileasson bei einer großen Feier in der Ottaskin der Hetleute zum König der Meere gekrönt. Phileasson machte die Helden in seiner Dankesrede zu Ehrenmitgliedern der Glutströhm-Ottajasko. Außerdem übergab er jedem Einzelnen, wie es sich gehörte, einen Teil der Beute. Auch Tronde ließ sich nicht lumpen und verbriefte den Helden das Recht, sich “von Swafnir gesegnet” nennen zu dürfen. Dann wurde bis tief in die Nacht gefeiert.
Am nächsten Tag ließ sich Frenya gerade einen stilisierten Pottwal vom besten Tätowierer Thorwals stechen als Shadruel mit der Taubralir im Hafen ankam. Es freute die Helden das die Beni Geraut Schie auch an Bord waren. Die Elfen wollten nicht lange bleiben und so wurde eine weitere Feier organisiert. Hoch oben auf den windumtosten Klippen Thorwals wurden die Helden Zeuge, wie Urdiriel ihrem König feierlich das Schwert Selflanatil übergab. Mit der ‘Silberflamme’ in der Hand wandte Fenvarien sich nun seinen Rettern zu. Während die Elfen um sie herum einen schmerzhaft schönen Choral anstimmten, der von Abschied und Aufbruch kündete, schlug der Hochkönig Phileasson und die Helden zu Ehrenmitgliedern seiner Leibgarde und bot ihnen an, ihn zur ‘Welt hinter den Nebeln’ zu begleiten. Alle aus der Ottajasko lehnten dankend ab außer Abdul. Er trat nach vorne und stellte sich zu den Elfen.
Dann gingen alle wieder in den Hafen und bevor Fenvarien endgültig zur ‘Welt hinter den Nebeln’ segelte, bittet er Ohm noch einmal eindringlich, die Geschichte seines Volkes in der Welt zu verbreiten: “Auf dass das Volk der telora aus den Verfehlungen der fenvar lerne!”. Dann besprach er noch etwas mit Phileasson, was die Helden nicht hören konnten, weil sie sich von Abdul verabschiedeten. Dann gingen der Hochkönig und Abdul als letzte an Bord der Taubralir und fuhren davon.
Weiter geht es mit einer Zwischensequenz in Devensberg.