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    • Morena

      kommt erst spät am vereinbarten Tag ins Lager zurück. Die Stelle im Wald war nicht ganz einfach zu finden, besonders nicht wenn man auch noch versucht keine Spuren zu hinterlassen.


      Müde betritt sie das Haupthaus des Lagers, wo sich die meisten um ein Feuer versammelt hatten. Dankbar nimmt sie eine Schale heisser Suppe entgegen und zieht sich die schneenassen Stiefel aus.


      "Phu, ist das eine Saukälte draussen. Immerhin sind nicht viele Leute unterwegs. In Richtung Traviarim sind mir nur 2 Leute auf dem Weg hin und zurück begegnet. Auch sonst gibt es kaum Reisende dort durch. Immerhin müssen wir uns so keine Sorgen machen in ungebeten Gäste zu laufen. Aber ich denke nicht dass sich ein hoher Herr aus seiner Burg wagt wenn er nicht unbedingt muss. Wenn wir also da mit einer Geisel arbeiten wollen müssten wir schon selbst jemanden auf die Strasse bringen.

      Wie liefs bei euch?"

    • Arwyn und Siona


      Siona nickt bei Morenas Worten "Ja eisig, ich hoffe der Winter bleibt nicht so streng, sonst gehen den gebeutelten Bauern noch die Vorräte aus..." man hört ihr die Sorge dabei deutlich an. "Wir haben leider auch nicht so viel herausgefunden. Rodaschmund ist recht ruhig um die Jahreszeit. Ab und an sind ein paar Soldaten in den Fährmann eingekehrt und haben ihren freien Tag gehörig mit Bier aufgewertet. Innerhalb des Ortes und auf den umliegenden Wegen sind ab und an Patrouillen unterwegs, entweder zu Pferd oder zu Fuße. Eine Regelmäßigkeit konnte ich dabei leider nicht entdecken."


      Arwyn beißt sich bei den Berichten von Morena und Siona die ganze Zeit nervös auf der Lippe herum und berichtet dann stockend "Geschlafen habe ich beim Gesinde, die alle echt lieb waren. Die Soldaten, naja, die waren eigentlich auch alle nett, sie dienen zwar den hohen Herrschaften, aber was sollen sie auch sonst machen, es bringt Lohn und Brot ein... Die Soldaten und das Gesinde haben sich sehr über unsere Auftritte gefreut. In der Hauptburg war ich selten, da waren wir nur erwünscht, wenn wir Auftritt hatten und da hatte ich kaum Zeit mich umzusehen, ich musste ja tanzen und jonglieren. Ich glaube ich hab bei einem der Gänge in die Hauptburg eine Kutsche im Stall stehen sehen, aber sicher bin ich mir nicht. Ach ja einer der Soldaten, der junge Meron, der hat mir mal erzählt, dass er die ewig langen Wachen auf den Türmen immer öde findet und es hasst den halben Tag mit dem nichtsnutzigen Alrik dort zu stehen, er meinte dann doch lieber die Wache auf den Mauern, da kann man sich bewegen und kann dem Alrik aus dem Weg gehen. Ich weiß nicht ob das was nutzt. Zum Speicher bin ich auch mal gegangen, hab so getan als ob ich den Platz zum Üben brauchte. Die Wache dort hat mich aber wieder weggeschickt..."  

      Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

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    • Samjon und Sefira treffen am Nachmittag des siebten Tages wieder im Lager ein. "Wir waren erfolgreich", vermeldet Sefira sogleich. "Aber lasst uns erst einmal frische, trockene Kleidung anziehen und uns aufwärmen, bevor wir berichten." "Mit vollem Bauch erzählt es sich besser", fügt Samjon hinzu. "Ich schlage vor, wir erzählen euch alles nach dem Abendessen."


      Nach dem Essen, als alle in der Nähe des Feuers im Haupthaus sitzen, holt Samjon einen Krug Albernischen Haferschnaps hervor. "Selbstgebrannter von den Fingorns, denen gehört ein Bauernhof nicht weit von hier. Der wärmt von innen." Wie selbstverständlich lässt Samjon den Krug herumgehen, so dass sich jeder, der möchte, einen Schluck einschenke kann. "Shatesh soria na buru!" Den norbardischen Trinkspruch hat schon der eine oder andere von Samjon gehört. So ist es recht, wenn die Meschpoche beisammen sitzt und berät, denkt Samjon zufrieden, Mokoscha ist mit uns.


      "Sefira hatte die gute Idee, dass wir bei den umliegenden Bauernhöfen nach Schlitten und Zugtieren fragen könnten", ergreift Samjon das Wort und vergewissert sich mit einem Blick zu Sefira, ob sie vielleicht lieber selber erzählen möchte. Die Tulamidin nickt bestätigend und bedeutet dem Norbarden, fortzufahren.


      "Wir sind in der letzten Siebenspanne zu einigen Höfen gegangen. Da wir schlecht mit der Tür ins Haus fallen und den Bauern die Wahrheit erzählen konnten, und haben wir eine kleine Geschichte zum Besten gegeben. Wir als Fremde hätten den Albernischen Winter unterschätzt und würden mit unseren Karren und Waren nur bis Cailin kommen. Dort würden wir noch einige Dinge regeln wollen und anschließend für den Rest unseres Weges mit einen Schlitten benötigen."


      "Hilfsbereit sind sie, die albernischen Bauern, das kann ich euch wohl sagen. In den meisten Höfen wurde uns zwar kein Schlitten, aber immerhin etwas zu essen oder gar ein Obdach für die Nacht angeboten. Und das, obwohl die Leute selber keinen Überfluss in den Vorratskammern haben! Beim Hof der Fingorns und noch bei einem weiteren hatten wir Glück. Die Leute würden uns tatsächlich Lastschlitten und Zugpferde für eine bis zwei Siebenspannen ausleihen. Wir müssten wohl ein entsprechend großes Pfand hinterlegen. Über den Preis fürs Ausleihen haben wir auch schon verhandelt - die Leute waren wirklich nett und hilfsbereit und haben keine Unsummen verlangt."


      "Ja, ich denke, Samjon hat alles Wichtige erzählt", schließt Sefira den Bericht der beiden ab. "Wir können also in den nächsten ein, zwei Siebenspannen bei den beiden Höfen je einen Schlitten und zwei Pferde leihen."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Daswadan ()

    • Leyra hört aufmerksam den jeweiligen Berichten zu, in ihrem Kopf entsteht bereits ein Bild von der Gesamtsituation. Zu Imions Bericht fügt sie noch hinzu: "Der Ort eignet sich, um nach dem Überfall Verfolger abzuschütteln. Da sonst niemand unterwegs zu sein scheint, können wir auch relativ direkt in diese Richtung aufbrechen", meint sie, und bezieht dabei direkt Morenas Bericht mit ein. "Doch wir brauchen noch einen anderen, strategisch günstigen Ort, um den ersten Köder auszuwerfen. Wenn wir das am selben Ort machen, wissen sie beim zweiten und entscheidenden Mal bereits vom Gelände und unseren Möglichkeiten."


      Sionas Bericht nimmt sie mit einem nachdenklichen Nicken entgegen. Patroullien ohne Regelmäßigkeit sind immer ein Problem. "Wenn sie unseren Köder schlucken, werden sie wohl jeden freien Soldaten zum Dienst rufen. Wir sollten die Kneipe aber auf der Flucht trotzdem möglichst vermeiden."


      Als schließlich Arwyn ihren... Bericht vorträgt, runzelt Leyra die Stirn und zieht skeptisch eine Augenbraue hoch. Das sind keine Informationen, mit denen sie irgendetwas planen können. Sie wirft einen Blick zu Will, ob der noch etwas ergänzen möchte.


      Zu Samjons Bericht nickt sie wieder. "Wir sollten genügend Gold und Schmuck, um den Pfand aufbringen zu können."


      An dem Schnaps, den Samjon herumgehen lässt, bedient sie sich und reicht ihn dann weiter. Nach einem ersten Schluck nickt sie Samjon anerkennend zu.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Sorcerer ()

    • Loxlay ist nicht nur froh, wieder im lager zu sein, er ist auch froh, Arwyn wieder zu sehen. Misstrauisch äugt er zu Will hinüber und versucht auszumachen, ob sich etwas zwischen den beiden geändert haben mag.

      Er nimmt einen kleinen Schluck aus dem Krug.


      Den Besuch in Rodaschmund mit dem Auftrag, dort Informationen zu beschaffen, fanden Morgana und Friedwart sehr aufregend. Morgana war durchaus enttäuscht, dass Siona so kurz angebunden war. Beide Geschwister sind noch immer etwas enttäuscht, dass sie gar nichts Besonderes herausfinden konnten, obwohl sie doch darauf gehofft hatten.

      "Womöglich hält das Wetter sie auch manchmal drin", steuert Friedwart zu Sionas Worten noch bei.

      Nach dem gestrengen Blick Esmaldas nippen sie nur kurz von dem Haferschnaps.


      "Wir haben uns aufgeteilt, um so alle Wege und Straßen ein Stück weit abzugehen", erzählt Gilia. "Aber es war überall wenig los. Bei dem Schnee wird wenig gereist. Ab und an mal Reisende, weil man ja zuweilen doch wohin muss, aber vielen Leuten begegnet man nicht." Jorge nickt dazu.

      Gilia nimmt einen Schluck, Jorge nippt nach nur kurzem Zögern und verzieht selbst darauf kurz das Gesicht.


      "Danke", brummt Brendan, als der Krug Samjons bei ihm ankommt und nimmt einen tiefen Schluck. "Meinen Dank an die Fingorns!", erklärt er.

      Auch Cait nimmt einen zünftigen Schluck.


      Wills Augenbrauen wandern gutmütig belustigt auf und ab, als Arwyn ihre Zusammenfassung abgibt. Auch er nimmt gerne einen Schluck vom Schnaps.

      "Arwyn hat sehr schön getanzt und jongliert", sagt er lobend, "die waren alle ganz angetan von ihr.

      Untergebracht waren wir im Gesindehaus in der Vorburg, in der Hauptburg waren wir nur im Rittersaal, wenn wir da für die Ritter und Offiziere aufgetreten sind.

      Aber das ist ja nicht weiter schlimm, der Getreidespeicher steht ja in der Vorburg.

      Also." Er zupft kurz an seinem blonden Spitzbart, als er gedanklich noch mal kurz die zu gebenden Informationen sammelt.

      "Es gibt insgesamt fünf Türme und dazu den Bergfried in der Hauptburg. Auf jedem stehen zwei Wachen. Es gibt vier Mauerstücke, auf jedem sind auch je zwei Wachen. Vor dem Haupttor stehen zwei, vor der Tür zur Hauptburg ebenfalls. Wie Arwyn schon sagte, vor dem Kornspeicher steht einer. Wachwechsel ist alle vier Stunden.

      Was noch ... Ein Leiterwagen steht unter einem Vordach neben den Stallungen in der Vorburg. Wagen haben sie deshalb nur den Leiterwagen, weil halt Proviant, Versorgung für die Pferde, Bier und Schnaps und alles sonstige von den Zulieferern gebracht werden. Die Vögtin hat eine Reisekutsche, aber die steht in der geschlossenen Remise in der Hauptburg."

    • "Sind die Tore abends geschlossen? Wenn ja, müssen wir dich wieder in die Burg bringen Will, damit du von innen helfen kannst."

      sagt Siona nachdenklich.

      Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

    • "Leider ja", erwidert Will auf die Frage hin. "Es ist ja eine Burg, die machen nachts schon alles zu. Und um da etwas zu öffnen, müssten dies geschehen, ohne dass es die Wachen auf den Mauern und den Türmen merken. Zu erklären, warum, ich oder wir wieder dort einkehren dürfte noch angehen. Wir sind ja angeblich weiter gezogen, könnten es aber wohl auf's Wetter schieben, wenn wir unsere Runde vorzeitig abbrechen."

    • Verlegen schaut Siona bei der Antwort Will an "Ich war noch nie in einer Burg, ich kenne mich da leider gar nicht aus..."

      Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

    • "Das sind wohl die ersten beiden Knackpunkte die wir zu überwinden haben. Wie bekommen wir das Tor auf und wie gelangen die Schlitten in die Burg ohne gesehen zu werden. Leider habe ich da keine wirklich guten Ideen. Die Dunkelheit wird uns weniger Schützen wegen dem Schnee. Wir könnten warten bis es scheit, dann kommen wir bestimmt ohne entdeckt zu werden bis an die Burg, aber laufen gefahr dass wir feststecken. Dafür würde der fallende Schnee auch helfen spuren zu verwischen."siniert Morena.

    • "Die Schlitten werden wir nicht in die Burg bekommen können, ohne dass sie gesehen werden", antwortet Samjon auf Morenas Frage. "Entweder wir fahren offiziell mit den Schlitten hinein - da müssten wir irgendwas liefern oder anbieten, sonst bekommen wir keinen Einlass - oder wir fahren mit den Schlitten erst genau dann rein, wenn alles Weitere schon unter Kontrolle ist, also rein, aufladen, raus."

    • Leyra schüttelt den Kopf. "Wir werden nicht bei Nacht zuschlagen. Eine verriegelte Burg zu überwinden, ist für uns nicht ohne monatelange Vorbereitung möglich. Eine Lieferung erscheint mir ebenfalls am Besten und wir können die meisten von uns auch in den Schlitten verstecken. Allerdings müssen wir die Wachen davon überzeugen,

      nicht zu genau hinzuschauen mittels Bestechung oder Bedrohung. Daher auch die Idee einer adligen Geisel."


      Sie sieht wieder zu Will: "Habt ihr sehen können, ob immer die gleichen Wachen am Tor eingesetzt wurden oder ob diese mit den Mauern wechseln? Und wie viele verschiedene Wachschichten gab es? Wenn sie alle 4 Stunden Wachwechsel haben, sind es zwei Gruppen, die sich immer abwechseln oder gar drei?"


      "Wir sollten versuchen herauszufinden, ob eine der Torwachen Familie hat. Eine Haarlocke des Kindes könnte für manche Wachen ein gutes Argument sein, uns ein und wieder hinaus zu lassen."

    • Als der Krug von Samjon bei Imion angelangt ist, riecht er kurz daran und verzieht dann etwas gequält aber dennoch lächelnd das Gesicht. Verlegen und ohne davon getrunken zu haben, reicht er den Krug weiter an den Nächsten in der Reihe. Dann lauscht er weiter den Vorschlägen und Berichten der Anderen. Alles war mehr oder weniger nachvollziehbar. Und jeder brachte seine Sicht der Dinge vor. Aber sls der Vorschlag von Leyra kommt, die Wache mit einer Haarsträhne seines Kindes zu erpressen, ist er sichtlich erschrocken und schockiert. Müsste man schließlich zuerst einmal an diese heran kommen. Sicherlich würde Leyra einem Kind nichts zu leide tun, aber der Gedanke daran, dem Kind gegen seinen Willen eine Strähne ab zu schneiden, lies seinen Magen etwas zusammen krampfen. Dann jedoch fasst er für sich und die Anderen das offensichtlich Beste vorgehen zusammen.


      "Ich denke auch, das wir nur ohne Gewalt in die Burg kommen. Und am Besten mit den Schlitten. Wenn wir wüssten, welche Waren demnächst in die Burg geliefert werden würden, könnten wir diese ja überfallen. Den Händler könnten wir dann zur Ladung und den ganzen Fomalitäten in der Burg befragen um nicht allzu auffällig zu wirken. Und eventuell könnten wir etwas von der Ladung durch einige Kämpfer von uns ersetzen. Arwyn und Will schaffen es womöglich vorher schon wieder in die Burg. Sollten wir es tatsächlich bis in die Burg schaffen, und es bis dahin keine Probleme gegeben haben, könnten wir draußen eine Ablenkung gebrauchen, damit wir die Zeit und die wenigste Gegenwehr haben um den Schlitten so unbemerkt wie Möglich mit dem Korn und den Vorräten zu beladen. Und dann müssen wir nur wieder raus aus der Burg." 

    • Siona nickt und schaut Will an "Kennst Du einige der Händler, die sonst so die Burg beliefern, dann können wir diesen ja mal genauer auf den Zahn fühlen..."

      Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

    • Lukas nickt still beipflichtend, als sich Leyra gegen ein nächtliches Zuschlagen ausspricht. Schnell, möglichst leise und unblutig zuschlagen, das bevorzugt er auch.

      Bei dem Vorschlag mit der Erpressung über einen Angehörigen wiegt er bedenklich den Kopf.


      Auch Brendan macht sich dahingehend Gedanken. "Soll das dann nur 'ne Drohung sein?", erkundigt er sich. "Denn wenn nicht, müssten wir auch da was herausfinden, ob die Soldaten überhaupt Familien in Rodaschmund haben, und würde von uns ein, zwei Leute abziehen."


      Leyras Frage lässt Will einige Herzschläge nachdenken. Militärisch irgendwie geschult ist er nicht und auf solche Aspekte hat er gar nicht geachtet, da er sich über so etwas noch nie Gedanken gemacht hat. "Hm, nun, ich glaube nicht, dass sie nur vier Stunden Pause zwischen den Wachdiensten haben. Ich kann es nicht beschwören, würde aber drei Schichten annehmen. Aber sie wechseln durch, wer wo steht, das weiß ich sicher.

      Ich glaube allerdings nicht, dass die Soldaten Familie dort haben. Die sind ja aus den Nordmarken her geschickt worden, und Familien nimmt man da nicht mit, oder? Womöglich macht das Balg eines Soldaten auch nicht so viel Eindruck auf die Vögtin und die Ritter?"

      Der Barde nickt Imion dann zu, ihm gefällt der Vorschlag.

      "Und was die Zulieferer angeht ... nun, Einzelheiten weiß ich da nicht, aber ich habe durchaus schon das eine oder andere mal mit der Köchin und den Gehilfen geplaudert. Sie bekommen ihre Vorräte durch die Bauern, wenn die ihre Steuern und Abgaben zahlen, was nun im Winter natürlich nicht der Fall sein wird, aber alles bekommen sie darüber auch nicht. Es gibt noch Händler von jenseits des Flusses, die kommen, und manchmal wird auch aus weiter nördlich geliefert. Das Bier in Fässern gibt es hier ja überall, das hat keinen weiteren Weg."


      "Wenn das Zeug mit den Schlitten abgefahren wird", meldet sich Cait zu Wort, "sollten die Leute lenken, die das können. Für mich ist ein Schlitten kein Thema", sagt die ehemalige Fuhrfrau.

    • "Ein Fuhrwerk lenken kann ich, egal ob eine Kaleschka oder einen Schlitten", ergänzt Samjon das eben Gesagte. "Vielleicht nicht ganz so gut wie Cait, aber gut genug, denke ich." Für den Fall der Fälle wäre es sicher gut, wenn noch jemand den Schlitten und die Pferde lenken könnte, daher fragt der Norbarde, die andedren anblickend: "Wer kann das denn außer uns beiden noch?"

    • "Hab ich noch nie gemacht." Verneint Morena. "Ist das denn schwer? Oder könnte man bis dahin üben? Es dauert ja noch etwas bis alles in die Wege geleitet ist." Ihr kam gerade noch eine Idee bezüglich der Ablenkung, aber im Moment will sie die Diskussion nicht ablenken.

    • Imion wiegt den Kopf hin und her. "Ein ganz kleines bischen. Habe es jedoch nicht oft gemacht und es ist schon lange her." Spricht er an Samjon gewandt.

      Auf Wills Erzählugen zu den möglichen Lieferungen denkt er kurz nach bevor er antwortet. "Sollten wir dann in eines der anderen Dörfer und uns dort nach möglichen Lieferungen umhören? Oder weiß zufällig jemand wann die letzte Lieferung gekommen ist und was sie enthalten hat? Solche Informationen wäre wichtig damit wir nicht vor dem Tor stehen und nicht hinein gelassen werden, weil wir die 2 Lieferung von Bier in 3 Tagen bringen wollen."

    • Arwyn schaut traurig "darauf habe ich nicht geachtet, tut mir leid... vielleicht sollten wir doch noch einmal zurückkehren und all die Sachen, die wir jetzt noch offen haben dann noch beobachten..."

      Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

    • Leyra nickt zu Imions Vorschlag einer Ablenkung. "Wir hoffen, dass die zweite, diesmal falsche, Sichtung von uns etwas entfernt von der Burg die Anzahl der Wachen drastisch reduziert. Eine weitere Ablenkung in unmittelbarer Nähe sollte die Aufmerksamkeit der Restlichen auf sich ziehen und uns die Flucht erleichtern."


      Zu Will antwortet sie: "Wenn die Situation als sicher angesehen wird, holen zumindest manche Soldaten ihre Familien nach. Aber selbst wenn nicht, reden sie vielleicht in der Taverne darüber oder gar, ob eines der Kinder im Ort sie an das eigene erinnert. Es reicht, wenn wir plausibel machen können, dass wir sie in unserer Gewalt haben. Und es geht nicht darum, die Vögtin zu bestechen, sondern die Wache dazu zu verleiten, nichts zu sagen und uns einfach durchzuwinken. Wir könnten auch versuchen, einen von ihnen mit Geld zu überzeugen, doch das wird schwieriger."


      Auf die Frage, ob noch jemand einen Wagen oder Schlitten lenken kann, schüttelt Leyra nur den Kopf.