Frei wie ein Vogel

  • Dieses FAB basiert auf auf dem Szenario-Vorschlag "Frei wie ein Vogel" von Stephanie von Ribbeck aus der Anthologie "Stromschnellen", erschienen 2006 bei FanPro.
    DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet.


    Nach Möglichkeit halte ich mich an offizielle Setzungen und Beschreibungen, aber zuweilen bleibt es nicht aus, dass ich mich auch davon abwende. (Also nicht wundern, wenn z.B. Graf Cullyn ui Niamad doch nicht als Widerstandskämpfer im Gundelwald sitzt - zwei Freischärlertruppen in einem Wald wären zuviel des Guten. ;))


    Für Informationen zu Albernia, Land und Leute und den Hintergründen bezüglich des Settings empfehlen sich "Am Großen Fluss", die offizielle Regionalbeschreibung zu Albernia, Das Königreich Albernia (das eine sehr albernisch gefärbte Sichtweise vertritt, die für das Setting vorteilhaft ist, allerdings sollte beachtet werden, dass wenigstens die Städtebeschreibungen auf dem Stand von vor der nordmärkischen Besatzung sind) und die Albernia-Wiki, doch diese nur mit Bedacht, da dort auch steht, was in den Jahren nach FAB-Beginn passieren wird und womöglich halte ich mich nicht an alle dortigen Entwicklungen und Setzungen (und sollte so oder so nicht gelesen werden ;).



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    Horch! Denn die Nacht wird kommen,
    Horch! Hör die Pfeifen Schallen.
    Laut und stolz hallen sie über die Ebenen,
    Dort wo die Hügel schlafen.
    Auf! Fühl' dein Blut nun wallen,
    Aufrecht wie der Geist der Ahnen, Albernia.
    Thronend in edlen Ruhme,
    Albernia, stolzes Heim.
    Aufrecht mögen deine bunten Banner weh'n.
    Land meines frohen Mutes,
    Land des Großen Fluss,
    Land meines Herzens immer, Albernia.


    Ob im Seenland
    oder grüner Heide,
    tapfer ist das Herz, das schlägt nur für dich.
    Mild wird der Wind dich streifen,
    herzlich die Freunde grüßen,
    freundlich wie die Liebe einer schönen Maid.*
    (albernische Hymne, AGF, S. 47)


    "... Kronprinzessin Rohaja musste nach der verheerenden Niederlage vor Wehrheim als tot gelten, die Reichsregentin war in Gareth gefallen. Doch kaum noch waren die niederschmetternden Nachrichten verhallt, die eilige Boten aus Gareth zum Reichskongress in Elenvina brachten, da war auch schon ein neuer Regent gewählt, und kein anderer als der machtgierige Herzog der Nordmarken, Jast Gorsam vom Großen Fluss war es, den die Reichserzämter kürten.
    Schon kniete Provinz um Provinz zum Treueeid nieder. Alle beugten sich - bis auf eine. Königin Invher ni Bennain stand allein, aber stolz.
    "Nein", sprach sie. "Albernia wird Euch nicht folgen! Wir werden uns keinem Reich von Nordmärker Gnaden beugen. Albernia hat sich in der Vergangenheit selbst geholfen, es wird sich auch in Zukunft selbst zu helfen wissen."
    Doch nicht alle Hohen und Edlen unseres Landes standen auf der Seite der Königin. Der 'grausame Graf' Jast Irian von Crumold gab seine Grafschaft Bredenhag bereitwillig in die Hände der Nordmärker, und der Verrat der Gräfin Rhianna Conchobair von Winhall sollte bald folgen. Seitdem ist das Königreich Albernia ein geteiltes Land, und der Osten ächzt unter der Knute der Nordmärker Besatzer. Doch nehmen sie uns auch Land, Vieh und Leben, der Geist Albernias ist unbezwungen und frei wie ehedem."** (Aus der Einleitung des XI. Kapitels der königlichen Chronica Albernica, 1028 BF
    OT: AGF, S. 46)



    Albernia - ein stolzes Land, dessen Bewohner ihre Freiheit und Eigenständigkeit lieben und in Ehren halten.
    Albernia - ein Land, in dessen Wäldern Feen leben und respektvoll und mit Ehrfurcht behandelt werden.
    Albernia - ein Land, dessen Osten und Südosten von nordmärkischen Truppen besetzt ist.


    Seit jeher Nachbarn, die mal recht, mal schlecht miteinander auskamen, grenzen die Nordmarken und Albernia aneinander, getrennt vom Großen Fluss. Der nordmärkische Herrscher, Herzog Jast Gorsam vom Großen Fluss, Bruder des Boten des Lichts und die albernische Königin Invher ni Bennain, Tochter Cuanu ui Bennains, standen noch zusätzlich im Konflikt miteinander.


    Im Rondra 1026 (33 Hal) lief der drei Götterläufe zuvor geschlossene Friedensvertrag zwischen Orks und Mittelreichern ab und unerwartet stand der ‚Schwarze Marshal’ Sadrak Whassoi mit seinen Schwarzpelzen, nachdem kurz zuvor noch vereinzelte orkische Übergriffe auf Weiden stattgefunden hatten, in Albernia. Andergast, wie beim letzten Marsch der Orks, hatte ihnen freien Durchmarsch gewährt, während Albernia mit hastigen Aushebungen begann, denn die albernischen Truppe standen an der Ostfront gegen die dräuende Gefahr der Schwarzen Lande.
    Viele albernische Soldaten desertierten jedoch, nachdem den Truppen die Erlaubnis verweigert worden war, nach Albernia zurückzukehren und Heimat und Familien gegen die Orks beizustehen. Sie wurden als Deserteure und Fahnenflüchtlinge gefolgt und bestraft, so man ihrer Habhaft wurde.
    Im Travia 1026 BF siegte eine orkische Streitmacht, die gut zehnmal so viele Kämpfer aufweisen konnte wie die albernischen Truppen, über die Gräfin Rhianna Conchobairs von Winhall, am 1. Hesinde eroberten die Orks Winhall und stießen anschließend in den albernischen Süden vor, bis hin zum südöstlichen Rand des düsteren und geheimnisumwitterten Gundelwaldes. Dort suchten sie ein altes orkisches Heiligtum und albernische Streiter konnten sie nur knapp zurückschlagen, bevor sie fündig wurden. Daraufhin zog die orkische Streitmacht gen Havena. Am 3. Firun kam es zur entscheidenden Schlacht am Großen Fluss, die nur deshalb knapp gewonnen wurde, weil thorwalsche Truppen in den Rücken der Schwarzpelze fielen.
    Aus Albernia waren die Orks zurückgeschlagen.


    Doch schon im folgenden Götterlauf, 1027 BF (34 Hal), brachen die zerstörerischen Ereignisse, die man heute als Jahr des Feuers bezeichnet, über das Mittelreich herein und in dessen Zuge galt Reichsregentin Emer als von Rhazzazor getötet und Kronprinzessin Rohaja zeitweilig als verschollen. Ein führerloses Mittelreich durfte nicht sein und der Herzog vom Großen Fluss wurde im Ingerimm auf dem Reichskongress als Reichsregent gewählt. Königin Invher (seit 1022 BF (=29 Hal) Königin Albernias) wollte sich dem nicht beugen, Albernia würde einem nordmärkisch geführtem Mittelreich nicht folgen. Ihr wurde auf dem Reichskongress vom Herzog vorgeworfen, sie würde dem früher geschworenen Treueeid nicht folgen, wenn sie ihn nicht gegenüber dem neuen Reichsregenten erneuern würde, doch sie bestand darauf, dass der Eid früher Reichsregenten Brin von Gareth geschworen worden sei, und dass das Mittelreich seinerseits seinen Teil des Schwures nicht eingehalten habe, Albernia zu schützen. Ihren Worten nach war nun das Mittelreich selber eine Gefahr für Albernia.
    Die ihr treuen albernischen Adeligen verweigerten ebenfalls den Treueeid - der Herzog ächtete daraufhin Königin Invher als Reichsverräterin und ernannte ihre Tante, Isora von Elenvina, als Fürstin Albernias.
    Isora, die Schwester Idra ni Bennains (und Mutter der Gräfin Rhianna Conchobair von Winhall, was weitestgehend unbekannt ist), war vor langer Zeit die Verlobte König (damals noch Fürst) Cuanus gewesen und hatte sein Vorziehen ihrer Schwester weder ihm, noch seiner Familie und dem Land vergessen. Die einstige Baronin Elenvinas hatte beständig intrigiert und war die Verantwortliche für den Bürgerkrieg in Albernia, der 1011-1013 BF (18-21 Hal) das Land erschütterte, als sie in der Abwesenheit Cuanus die Fürstenkrone für sich proklamierte.
    Sie erklärte sich zur letzten Erbin des früheren albernischen Herrscherhauses, der Ulamans, und damit zu einzig legitimen Erbin der albernischen Herrscherkrone, so dass sie vom Herzog vom Großen Fluss entsprechend 1027 BF (34 Hal) zur Fürstin Albernias ernannt wurde, nachdem die rechtmäßige Königin Invhers geächtet worden war.


    Königin Invher begann von Havena aus, Truppen auf- und zusammenzustellen, die unter drei silbernen Kronen auf blauem Grund kämpfen, während die Nordmärker, unter einem gekröntem Barsch vor blau-grün geteiltem Grund, Abilacht und Honingen besetzten, es gab kleinere Schlachten und Getümmel.
    In der Schlacht von Honingen am 21. Ingerimm fiel Honingen, in dem 4 Tage zuvor die Kaisertreuen überwältigt worden waren, an die Nordmärker. Im Zuge des Massakers von Calladun im Rahja 1027 BF richteten die albernischen Truppe unter Gräfin Franka Salva Galahan ein Blutbad unter den Nordmärkern an. Im gleichen Madamallauf kam es zur Schlacht am Großen Fluss nahe Burg Crumold zwischen den Truppen Invhers und Isoras, es gab jedoch kein eindeutiges Ergebnis, wenn sich auch Fürstin Isora zurückziehen musste.
    Im Praios des folgenden Götterlaufes trafen die Adelstruppen der Nordmärker und Reichstruppen, verstärkt durch das Söldnerherr Isoras, unter der Führung vom Herzog vom Großen Fluss persönlich auf die invhertreuen Truppen unter der albernischen Königin.
    Die Schlacht auf Crumolds Auen, ebenfalls bei Burg Crumold, endete mit einer katastrophalen Niederlage der Albernier, denn das Heer wurde weitestgehend aufgerieben und die Königin selbst konnte mit nur wenigen Getreuen in und durch den großen Gundelwald entkommen.
    Erst im Phex des Götterlaufes, nach Ende eines ungewöhnlich harten Winters mit starken Schneeschmelzen und einem entsprechenden Hochwasser des Großen Flusses, konnte Königin Invher ihre noch bestehenden Truppen mit denen ihres Mannes vereinigen und so das Heer Isora von Elenvinas zurückschlagen.
    So haben sich dann die ‚Grenzen’ in Albernia gefestigt: die Marken Havena, Winhall und Teile Bredenhags konnten unter albernischer Herrschaft gesichert werden, während der Osten und Südosten in fester nordmärkischer sind und nur einige wenige Grenzregionen unter unsicher wechselnden Herrschaften wechseln.
    Link zur Karte [Ist leider nicht mehr auf der Albernia-Seite zu finden.]


    Mit Beginn des folgenden Götterlaufes wurde Rohaja, die lebend wieder gefunden worden war, am 1. Praios 1029 BF (36 Hal) zur Kaiserin des Mittelreiches gekrönt.
    Es kam zu Verhandlungen zwischen ihr und Königin Invher, Rohajas Tante: Die Kaiserin wollte nicht ohne Unterwerfung verzeihen, dass Albernias Truppen die Ostgrenze verlassen hatten, als sie bitter benötigt worden waren, Invher wollte sich jedoch nicht unterwerfen, da sie ihr Handeln und das ihres Landes für richtig hält und weiterhin an der Freiheit Albernias festhalten wollte.
    Königin Invher von Albernia steht weiterhin unter Reichsacht, die nordmärkische Besetzung Albernias gilt für den Rest Deres als rechtmäßig.


    Früh in dem Konflikt zeigte sich auch, dass es keine klar differenzierte Teilung zwischen Nordmarken und Alberniern sein würde: Die Winhaller Gräfin Rhianna Conchobair, die keine zwei Götterläufe zuvor Albernia gegen die Orks verteidigt hatte, schloss sich umgehend Fürstin Isora und den Nordmärkern an. Ihr Versuch, Winhall für sich zu erobern, schlug jedoch fehl, woraufhin sie von Herzog Jast Gorsam zur Gräfin von Honingen gemacht wurde (da die albernische Gräfin Franka Salva von Galahan im Widerstand kämpft).
    Der albernische Graf Jast Irian Crumold von Bredenhag, ein Schwiegersohn gar des nordmärkischen Herzogs, ist wohl zu Recht als meistgehasster Mann Albernias einzuschätzen. Den Beinamen ‚der grausame Graf’ hatte er sich schon früher verdient, als er einen Honinger Bauernaufstand blutig niederschlagen ließ. Sein Haus ist seit jeher mit Feen im Bunde, auch wenn sich seine übrige Familie nach der Schlacht am Großen Fluss von ihm abgewandt hat und als landlose Adelige selber am Widerstand gegen die Nordmärker beteiligt sind. Seine Stammburg ist Burg Crumold, doch seit das Abagund unter nordmärkischer Herrschaft von drei auf zwei Grafschaften (Bredenhag und Honingen) zusammengelegt wurde, hat er seinen Hauptsitz in Bredenhag, von wo er mit überaus harter und brutaler Hand herrscht.
    Baron Muiradh von Niamor-Jasalin hat sich ebenfalls den Nordmärkern angeschlossen und mit einer List (oder auch Verrat - je nach Betrachtungsweise) konnte er Honingen für die Nordmärker sichern. Seine Frau Laille, invhertreu, steht in tiefer Feindschaft auf ihrem eigenen Lehen zu ihm.


    In den besetzten Gebieten ist der Widerstandswille der Albernier steter Stein im nordmärkischen Schuh.
    In Albernia gibt und gab es nur wenige Leibeigene, dafür jedoch sehr viele Freibauern, die zwar ihren Lehnsherren den Zehnt und im Krieg Gefolgschaft schuldig sind, jedoch wenig mehr - und darauf sind die Albernier stolz. Jeder Stand ist für seine eigenen Belange zuständig und man will es nicht anders. Weniger Gesetze als vielmehr die alten Traditionen und Bräuche geben in den entlegenden Gegenden vor, wonach man sich richtet und gerichtet wird.
    Waffen und Rüstungen zu tragen steht daher den meisten Alberniern zu, auch wenn es in den von Nordmärkern besetzten Gebieten verboten ist oder wenigstens sehr eingeschränkt.
    Diejenigen, die offen im Widerstand kämpfen, allein oder in Gruppen, haben eine notgedrungen nur schlechte Bewaffnung und sind oft undiszipliniert, können jedoch auf Unterstützung durch die Bevölkerung rechnen und auf Ortskenntnis bauen, verfolgen bevorzugt die Strategie durch Attacken aus dem Hinterhalt und haben die bessere Motivation, während die Nordmärker die größeren und disziplinierten Truppen und beständigen Nachschub haben.
    Viele Albernier werden nicht nur durch ihre Freiheitsliebe und Patriotismus, oder schlicht Treue zu Königin Invher in den Widerstand getrieben, sondern zum Teil auch aus der Not heraus: seit der Seehandel, ein wichtiges Standbein Albernias, auf das Liebliche Feld, Nostria und Thorwal beschränkt ist, der Binnenlandhandel über den Großen Fluss und der Handel über die Reichsstraßen von den Nordmärkern kontrolliert wird, ist Albernias wirtschaftliche Lage sehr schlecht. Arbeitskräfte sind kaum zu finden, da viele Menschen in Kriegsdienst berufen sind. Dazu werden durch die Kämpfe und gegenseitigen Übergriffe Felder und Gehöfte verwüstet, so dass Ernten ausfallen, und zuletzt lastet in den nordmärkisch besetzten Gebieten auch noch die hohe Kriegssteuer auf den Menschen.
    Der Widerstand hat unterschiedliche Formen: diejenigen, die ihn offen an die Nordmärker herantragen (wie etwa die Gräfin Franka Salva Galahan von Honingen und ihre Blauen Füchse), diejenigen, die vorgeblich vor ihnen das Haupt beugen, aber in der einen oder anderen Nacht maskiert einen Überfall durchführen und so (vorerst) unerkannt bleiben können, oder in dem sie erstere heimlich unterstützen.





    *AGF, S. 47, Aventurisierung von "Scotland The Brave" (Bei Wiki gibt es die Melodie (ohne Text) zu hören: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.wiki-aventurica.de/index.php?title=Datei:Albernia.mid">http://www.wiki-aventurica.de/index.php ... bernia.mid ) [Scheint es leider nicht mehr zu geben.]




    1. Kapitel: Wie es beginnt ...


    Burg Crumold und Rodaschmund, Rondra 1029 BF (36 Hal)


    Die trutzige Burg Crumold, in ihrer über 1000 Götterläufen alten Geschichte auf so manches Ereignis zurückblickend, erhebt sich auf einem Hügel oberhalb des Dorfes Rodaschmund am Großen Fluss, direkt an der Grenze zu den Nordmarken. Seit sie erbaut wurde, war sie der Stammsitz des albernischen Hauses Crumold.
    Nun, da das derzeitige Familienoberhaupt, Graf Jast Irian von Crumold, auf nordmärkischer Seite steht, Herr über die Grafschaft Bredenhag ist und seinen Sitz in der Stadt Bredenhag hat, und sich seine Familie daher von ihm abgewandt hat, steht die Burg erstmals unter anderer Herrschaft.
    Sigrid von Nordmarken, eine Cousine zweiten Grades des nordmärkischen Herzogs, ist als Vögtin der Baronie Crumold eingesetzt und somit die nordmärkische Flagge, ein gekrönter Barsch vor blau-grün geteiltem Feld, über Burg Crumold und Rodaschmund.


    Groß ist die Burg nicht, doch tut sie ihre Pflicht. Die Hauptburg besteht aus einem Bergfried, einem Pallas, Torgebäude und Stallungen (alle aus verschiedenen Epochen stammend), umgeben von starken Mauern und alles errichtet aus harten Felsblöcken. Darum herum befindet sich die Vorburg, in der sich Kasernen befinden. Einst waren sie gebaut worden für ein albernisches Regiment, doch dieses zog an die tobrische Front, und wurde nach der Schlacht an der Trollpforte, der 3. Dämonenschlacht, aufgelöst. Durch den Einfall der Orks wurden die Kasernen stark beschädigt, wurden aber soweit wieder aufgebaut, so dass nun die nordmärkischen Soldaten, die der Vögtin unterstehen, darin untergebracht sind.


    Doch nicht nur die Vorburg, auch der Ort Rodaschmund wurde durch die Plünderungen der Orks stark in Mitleidenschaft gezogen. Erreichtet nahe der Stelle, an der der Rodasch in den Großen Fluss mündet, besteht hier eine Möglichkeit, mittels der Fähre Richtung Kyndoch überzusetzen.
    Zwischen 400 und 500 Menschen leben in Rodaschmund, dessen Zentrum der Marktplatz im Herzen des Ortes ist, an dem das Wirtshaus (kein Hotel) „Fährmanns Inn“ ist, in dem meist viel Betrieblichkeit herrscht, auch der Peraine-Schrein ist nicht weit entfernt zu finden. Rodaschmund ist von einer fast 5 Schritt hohen Palisade umgeben, durch ein mächtiges zweiflügeliges Tor gelangt man hinein oder hinaus.
    Während die meisten der zerstörten Häuser – die Schwarzpelzen haben gerade mal eine Siebenspanne nördlich des Ortes am Rande des Gundelwaldes gelagert - schon wieder neu erbaut wurden, sind einige Ruinen sich selber überlassen worden, soweit ihre Überreste nicht dem Neuaufbau anderer Häuser dienten.


    Die Stimmung ist düsterer geworden, wie überall im Land, seit die Nordmärker die Herrscherknute halten – und auch einsetzen, so nötig, und das scheint ihrer Meinung nach häufiger der Fall zu sein. Steuern werden eingetragen. Steuern auf die Erträge, auf die Ernten, die zum Teil gar nicht eingebracht werden können, weil die Felder zerstört wurden, Kriegssteuern, mit denen die Nordmärker ihren Krieg gegen die albernischen Widerständler finanzieren. Durch die Präsenz durch Soldaten und Ritter sollen die Albernier eingeschüchtert werden, doch zum Verdruß der Nordmärker ist das nicht immer so einfach, wie gedacht. In ihren Augen sind es die Albernier, die gegen die praiosgerfällige Ordnung rebellieren, die mit Feen im Bunde stehen, und denen einfach nicht zu trauen ist.
    Die Albernier dagegen sind überzeugt, dass die Nordmärker herrschsüchtig sind, habgierig und missgünstig und dass die Besetzung nichts mit Recht zu tun hat. Sie glauben durchaus an die praiosgewollte Ordnung, nur hat diese für sie nichts damit zu tun, sich zu beugen und zu Füßen zu kriechen.


    Man sieht nun weniger die Menschen offen lachen, doch wenn so mancher nun weniger offen auf seine Rechte und seine Freiheit besteht, so sind sie nicht vergessen. So gut es geht, gehen die Menschen von Rodaschmund und anderen Orten im besetzten Albernia ihren Tätigkeiten nach.




    An diesem lauen Rondraabend ist das "Fährmanns Inn" trotz allen Unbequemlichkeiten und Missbehagen wie fast immer gut besucht. Hier trifft man sich gerne, um - halbwegs - ungestört zu reden. Wände haben Ohren, das gilt auch hier. Zuweilen schauen die nordmärkischen Patruillen herein, doch die Wirtsleute wissen dafür zu sorgen, dass noch nie Grund zur Beanstandung bestand, was nur zum Vorteil ihrer selbst als auch ihrer Gäste ist.
    Reisende kommen selten her, aber sind nun auch nicht völlig selten, dennoch erkennen die Einheimischen diese natürlich.


    So hat Leyra einen Platz für sich, wenn sie das mag, und wird weiter nicht behelligt, während sie abendliches Mahl und Trank zu sich nimmt. Da im "Fährmanns Inn" nicht übernachtet werden kann, hat sie sich bereits vorher ein Zimmer in einem kleinen Hotel genommen, so dass für alles vorgesorgt ist.
    Nach dem Essen bezahlt sie ihre Zeche und verlässt das "Fährmanns Inn", um den Weg Richtung ihrer Unterkunft einzuschlagen.

  • Leyra ist eine Frau von durchschnittlichem Aussehen und Figur und anfang, mitte zwanzig. Sie ist knappe 9 Spann groß und trägt ihr braunes schulterlanges Haar in einem Zopf. Die etwas dunkleren Hautfarbe lässt vermuten, dass sie ihren Ursprung wohl im Süden Aventuriens hat. Ihre schwarzen Augen sorgen dafür, dass ihr überwiegend ernster Blick für manchen noch gefährlicher aussieht. Dieser Eindruck mag allerdings auch von ihrem Lederharnisch und dem Langschwert, das sie an der einen Seite und dem Dolch an der anderen Seite gestärkt werden, welche in Ledernen Scheiden an ihrem Gürtel befestigt sind. Dazu trägt sie eine einfache Schuhe sowie eine lederne Hose.


    Während ihrer Mahlzeit war sie für sich geblieben. Nun, nachdem sie das Gasthaus verlassen hat, streckt sie sich erst einmal und atmen die frischere Luft tief ein, bevor sie sich einmal umsieht und sich dann auf den Weg zu ihrer Unterkunft macht.

  • Während Leyra kurz ihren Blick schweifen lässt und dann los geht, bemerkt sie nicht, dass kaum 3 Herzschläge, nachdem sie den "Fährmanns Inn" verlassen hat, um dessen andere Ecke ein noch dunkelhäutigeres Gesicht als das ihre, was auf eine noch etwas südlichere Herkunft schließen lässt, blickt. Einen Moment schiebt sich der dazu gehörige Mann etwas mehr um die Ecke, schaut Leyra nach und winkt dann hinter sich. Nach ihm kommen noch drei andere Gestalten hervor, zwei Männer und eine Frau, in albernische Tracht gekleidet, ungefärbte Wolle, eine weite Hose und darüber eine Cotte. Einer der Männer ist von kräftiger, bulliger Gestalt mit Fäusten wie Schinken, der andere versteckt einen nicht besonders dicken, aber stabilen Ast in einem Ärmel und die Frau trägt ein Messer an ihrem Gürtel. Der südländische Fremde trägt einen fremdartig geschwungenen Säbel an der Seite, da er als nicht-Einheimischer wohl ebenso wie Leyra durchsetzen konnte, seine Waffen zu behalten.
    Die drei Schläger folgen ihm in kurzen Abstand, während er in wiederum größeren Abstand erst einmal Leyra folgt.

  • Scanlail Braelghan, eine fast 9 Spann große, hübsche Frau in den frühen Zwanzigern, schlurft in ihren leichten Stiefeln etwas gebeugt, gekleidet in einem langen Kapuzenumhang, der Cotte, Gugel und Lederhose verbirgt, durch die Straßen Rodaschmunds. Ihre kastanienfarbenen Haare werden durch die Kapuze jedoch verborgen. Sie trägt ein dickes Bündel Reisig auf den Rücken, und seufzt immer wieder schwer und bleibt einige Herzschläge stehen. So auch vor dem 'Fährmanns Inn', zu ihrem Glück, sonst wäre sie glatt in die fremde Frau hinein gelaufen, die gerade das Gasthaus verläßt.
    Scanlail ist nicht unaufmerksam, denn unerwünschte Gesellschaft ist Zahlreich dieser Tage. So fallen ihren grünen Augen jene Gestalten durchaus auf, die der Frau sicherlich ärger machen werden. Sie zögert kurz, dann schlurft sie doch schon etwas schneller, hinter der Gruppe her.

    Of course she's gay!


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  • Lange dauert die mehrfache Verfolgung nicht. Rodaschmund ist nicht groß, und die drei Schläger kennen sich hier im Gegensatz zu Leyra aus. Während sich also Leyra ihrer Verfolger nicht gewahr wird, bemerken die vier Verfolger auch nicht die vorgebliche alte Frau, oder schenken ihr wenigstens keine weitere Aufmerksamkeit. Allein sind sie alle nicht auf den Straßen und Gassen. Der Abend senkt sich noch herab, das Tageswerk ist soweit vorüber, die Geschäfte werden geschlossen, man ist auf dem Rückweg von der Arbeit oder auf dem Weg zu ein wenig rarer Entspannung, so man sich dies leisten kann. Ein einzelner Karren mit einem davor gespannten Esel rumpelt langsam vorbei.
    Die Frau macht einige wenige lange Sätze, so dass sie neben dem Südländer ist und flüstert ihm hastig etwas ins Ohr, dieser nickt, sie nickt wiederum den beiden Männern zu, die schnell in einer abzweigenden Gasse verschwinden, während der Südländer mit der Frau Leyra weiter in Abstand folgt.


    Kurz darauf führt Leyras Weg sie von der Straße (von Pflaster kann hier nicht die Rede sein, aber der Boden ist festgespamft und breit genug für Fahrzeuge) in eine Gasse. In diese zweigt in einiger Entfernung eine andere hinein, dort muss Leyra nicht hinein, aber ihr Weg wird sie dort vorbei führen.
    Und aus dieser Gassen treten plötzlich zwei Gestalten, knapp 5 Schritt vor ihr, ein bulliger Mann mit großen Fäusten und ein nicht so breiter Mann, der einen recht stabil aussehenden Ast in Händen hält. Diese versperren ihr den Weg weiter gerade aus und es sieht nicht so aus, als geschähe das zufällig ... sie stehen weit genug auseinander, um den Weg zu versperren und ganz leicht versetzt, so dass sie sich nicht gegenseitig behindern würden. Der Mann it dem Ast lässt dessen eines Ende aussagekräftig in die andere offenen Hand fallen.

  • Als die beiden Kerle so offensichtlich auf die Straße treten, bleibt Leyra stehen. Ihre Absicht ist ziemlich offensichtlich. Sie zieht ihr Schwert, während sie einen Fluch murmelt. Sie hat wenig Lust auf einen Kampf hier im Ort, aber ausrauben lassen wollte sie sich natürlich nicht. Sie wirft einen raschen Blick hinter sich, um sich der Gesamtsituation bewusst zu werden. Sind es nur die zwei? Bestand noch die Möglichkeit, zu fliehen?

  • Leyras Blick nach hinten kommt gerade rechtzeitig und angebracht. Auch hinter ihr - derzeitig etwa 10 Schritt entfernt - treten zwei Gestalten die Gasse und dadurch diesen und damit letzten Ausweg versperrend. Das eine ist eine Frau, ebenfalls in albernische Tracht gekleidet und ungepflegt wirkend wie die beiden Männer vor ihr, die ein Messer in der Hand hält, der andere ein Mann mit hageren Gesichtszügen, dunklen Augen, schwarzem Haar und dunkler, sonnengebräunter Haut. Kein Novadi, wie sie erkennen könnte, aber zweifellos ein Mann aus südlichen Gefilden, den Tulamidenlanden. Er zieht gerade einen Säbel, den Leyra als Khunchomer kennen kann.
    "Haben wir das Vögelchen in der Falle", sagt er zufrieden, aber nicht ganz entspannt wirkend, denn das Schwert in Leyras Hand ist nicht zu übersehen. "Lass das Schwert fallen und ergib dich!" fordert er sie daher barsch auf. Er spicht Garethi fließend, aber mit einem leichten Akzent, der ebenfalls verrät, dass seine Heimat nicht im Mittelreich ist.

  • Scanlaila verfolgt die Gruppe weiter, und als sich die Gruppe auftrennt, bleibt auch Scanlail an der Gasse stehen, und stellt ihr Reisig ab. Verstohlen blickt sie sich um, und zieht ihren Kurzbogen im Halbschatten heraus. Mit geübten Griffen hängt sie die Sehne ein. Sie zieht ein paar Pfeile aus dem Bündel, und alles verschwindet unter ihrem Umhang. Dann schultert sie das Bündel wieder, und beeilt sich, wieder etwas aufzuschließen.

    Of course she's gay!


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  • Leyra funkelt den dunkelhäutigen Mann finster an, als dieser spricht. Dass sie sie nicht einfach ausrauben wollten, ist nun offensichtlich. Anstatt zu antworten, festigt sie den Griff um ihr Schwert und begibt sich in den Angriff auf die ihr näherliegenden - und schlechter bewaffneten - zwei Kerle vor ihr. Ihr ist bewusst, dass sie wohl kaum gegen 4 Gegner siegen kann, aber sie wird sich möglichst teuer verkaufen.

  • "Achtung!" ruft der südländische Mann den beiden Männern zu, als Leyra kurz entschlossen auf diese zusetzt. Er hebt seinen Säbel, fordert die Frau neben sich mit einem "Los!" auf und will dann selber auf Leyra zulaufen, da er mit seinem Säbel noch die besten Chancen gegen eine Frau mit einem Schwert haben dürfte.

  • Noch im Laufschritt legt sie einen Pfeil auf die Sehne, wohl gewahr, das es hier jemand sehen könnte, und bleibt dann kurz vor der Ecke stehen. Sie hört noch das "Los", und die Schritte, offenbar gab es keine Zeit zu verlieren.


    "Erklärt Euch, Gesindel!", ruft Scanlail in die Gasse. Sie hatte zwar nur das letzte Wort gehört, aber das schien ihr Eindeutig genug zu sein. Sie tritt in die Gasse, dabei den Bogen hebend und spannend. Sie zieht auf den Kopf des Südländers.

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  • Der plötzliche Anruf hinter ihm lässt den Südländer unwillkürlich den Kopf drehen, die Frau zuckt zusammen und bleibt stehen, um sich umzuschauen. Nordmärkische Patrouillen sind auch das Geld, das ihnen bezahlt wurde, nicht unbedingt wert.
    Es ist keine Patrouille, aber ein gespannter Bogen mit aufgelegtem Pfeil ist jetzt auch kein viel besser Anblick.
    Auch die beiden Männer an der gegenüberliegenden Einmündung schauen alarmiert auf. Leyra mit dem Schwert in der Hand, die offenbar sich den Weg frei kämpfen möchte, dahinter eine Bogenschützin - die Überzahl liegt zwar bei ihnen, aber bloße Hände, ein Knüttel und Messer sind keine Waffen, die gegen ein Schwert viel hermachen. Sie zaudern einen Augenblick.

  • Der plötzliche Ruf hinter sich, lässt auch Leyra stocken und erneut einen Blick hinter sich zu werfen. Wer auch immer diese Schützin ist, sie gehörte wohl nicht zur Stadtwache und zielte wohl auch nicht auf sie. Ihren Vorstoß lässt sie vorerst bleiben, stattdessen dreht sie sich leicht, um beide Seiten der Straße im Auge behalten zu können. Nun wartet sie die Reaktion der Angreifer ab.

  • Der Tulamide bleibt stehen, als ihm gewahr wird, dass da ein Pfeil auf ihn gerichtet ist, und dass seine Schläger die Moral zu entfleuchen droht.
    "Mischt Euch nicht ein, dies geht euch nichts an!" sagt er zu Scanlail. Wie Leyra stellt er sich seitlich, nur mit dem Rücken zu anderen Walnd, um beide Frauen sehen zu können. Die Frau tritt unbehaglich auf der Stelle, ihre Augen suchen nach einem Ausweg, ein Ausweg, der den beiden Männern immerhin zur Verfügung steht, da diese relativ schnell in der Gasse, aus der sie kamen, verschwinden können. Noch haben sie diesen Rückweg aber nicht angetreten, doch eine merkliche Unsicherheit über die Sitation und ihre eigenen Verhaltensweise streht ihnen uns Gesicht geschrieben.

  • "Hm, gedenke ich, dieser höflichen Aufforderung folge zu leisten? Last mich mal scharf nachdenken... Nein", erwidert Scanlail selbstsicher. "Damit stehen Eure Chancen, hier mit zwei gesunden Augen heraus zukommen sogar noch schlechter als zuvor. Erklärt euch!", fordert sie nochmals auf. "Oder muss ich meine Kunstfertigkeit erst an Eurer Freundin unter Beweis stellen?", fügt sie hinzu, um die Moral noch ein wenig zu schwächen. Sie unterstreicht ihre Worte mit einem Schwenk zum Kopf der Frau.

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  • Die Frau starrt auch Scanlail bei ihren Worten entsetzt an. Für sie ist die Sache klar, und sie lässt ihr Messer fallen.
    "Sie wird gesucht, und ich will sie mitnehmen, um das Kopfgeld zu bekommen", erklärt der Südländer auch ohne zu Zögern, wähnt er sich doch in seinem Fall durchaus gerechtfertigt und auf der Seite des Gesetzes. "Die hier", er macht eine Kopfbewegung zu den seinen Schlägern hin, "sollten mir nur helfen, um das ganze sicherer zu machen."


    "Ich will da nichts weiter mit zu tun haben", sagt die Albernierin und hebt ihre Hände, während die beiden Männer noch immer unentschlossen wirken. Einerseits tun sie ja ihrer Auffassung nach nichts wirklich Falsches, eine gesuchte Fremde festzusetzen, andererseits gefällt ihnen die Situation nicht so recht, aber noch scheint sie einigermaßen offen.

  • Somit stand es vorerst drei zu zwei. Langsam, aber sicher, wurden die Chancen besser. Sie richtet ihren Blick auf die zwei auf ihrer Seite der Straße. "Dies ist nicht euer Kampf. Verschwindet, wenn ihr weiterleben wollt." Sie spricht nicht unbedingt laut, aber die beiden sollten es auf jeden Fall gehört haben. Wie um ihre Worte zu untermauern, nimmt sie das Schwert wieder in Angriffsposition, welches sie vorher etwas gesenkt hatte.

  • "In Eurer Heimat mag ihr Kopf Gold wert sein, hier aber, bekommt Ihr für diese mehr Ärger, als euch lieb ist", erwidert Scanlail, und zielt nun wieder auf den Kopf des Mannes. "Glaubt mir, meine Pfeile werden euch allen ein Dorn im Auge sein. Liebe Landsleute, ist es euch das Wert?"

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  • Zwei Argumente, die durchaus bedenkswert sind, zusammen mit dem erhobenen Schwert in Leyras Faust und ihrer Drohung und der gerade aufliegenden Pfeilspitze Scanlails.
    Zwei Herzschläge vergehen, drei.
    Dann ist es der Mann ohne Waffe, der die Entscheidung fällt. "Ich geh'", brummt er. Fast so etwas wie einen entschuldigenden Blick wirft er zu dem Südländer. "Tut mir Leid", murmelt er, "aber das ist es nich' wert." Er dreht sich um, um eiligst durch die Gasse, durch die er kam, zu entschwinden und sein Kamerad mit dem Ast tut es ihm nach einem flinken Blick zu Leyra und Scanlail wortlos nach.


    Die Frau würde wohl auch gerne verschwinden, aber sie befindet sich zwischen Leyra und Scanlail, zu ihrem größten Unbehagen.


    Bleibt der Tulamide mit dem Khunchomer, der einsieht, dass er allein gegen Schwert vor sich und Pfeilen im Rücken (oder wahlweise umgekehrt) keine allzugroße Chance hat. "Charal", murmelt er ärgerlich, es klingt wie ein Fluch.
    Sein Blick wandert flink zwischen den beiden Frauen einmal hin und her. "In Ordnung", willigt er dann ein und will mit einer langsamen Bewegung seine Waffe in die offene Halterung am Gürtel zurückstecken.

  • Leyra sieht den beiden noch kurz nach, um sicherzugehen, dass sie wirklich verschwinden, bevor sie sich den verbleibenden zuwendet und langsamen Schrittes auf sie zugeht. Sie macht keinerlei Anstalten, ihr Schwert wegzustecken. "Wie habt ihr mich gefunden?" fragt sie mir forscher Stimme.