Die Pferdeweide

  • Ein Teil der Kuhweide, die in diesen Tage als Standort des Turniers dient, wurde für die Pferde der Teilnehmer durch einen aus Seilen geschaffenen Zaun abgetrennt. Ein Gatter wurde zwischen in den Boden getriebenen Pfählen eingehängt und dient als Ein- und Ausgang. Der Unterstand, der den Rindern Schutz gegen Unwetter bietet, ist nun der Futterplatz für die Pferde.
    Die Pferdeweide liegt am Rande der jetzigen Festwiese.

  • Eine geduckte Person in einem langen Umhang schleicht am Gatter herum. Es scheint als beobachte er die Pferde, allerdings ist er immer darauf bedacht nicht entdeckt zu werden. Da anscheinend alle Aufmerksamkeit der Festwiese gilt, wird er einen Augenblick unaufmerksam, als er sich einem der Pferde nähert und man kann ihn selbst von der Festwiese aus sehen, wnn man gerade zu der Weide sieht, dann jedoch verschwindet er wieder zwischen den Tieren.

  • Messana geht geraden Schrittes auf das Gatter der Pferdeweide zu und hindurch. Offensichtlich ist schon einer der Besitzer dabei, sich um sein Pferd zu kümmern, denn eine Gestalt bewegt sich gerade auf der Weide.
    Ihre Augen suchen Feuergeist und als sie sieht, stößt sie einen leisen Pfiff aus. Feuergeist hebt den Kopf, spitzt die Ohren und trabt ihrer Reiterin mit weitausholenden Schritten, gehobenem Schweif und gewölbtem Hals entgegen. Ihr helles Fell glänzt seidig auf in der Sonne.
    Auf der Wiese stoßen sie zusammen, und während die Nase der Stute an Messanas geschlossener Hand schnuppert, tätschelt die freie Hand den Hals Feuergeists und zupft ein wenig am schwarzen Schopf herum. Die weichen Lippen der Falbstute knabbern an der Hand und stupsen dagegen, und mit einem leichten Lächeln und einem äußerst entspanntem Gesichtsausdruck öffnet Messana die Faust und reicht das Bällchen, daß sie im Pferdebedarfszelt am gestrigen Tag gekauft hatte.

  • Als Messana das Gatter betritt versucht der Mann sich zwischen den Pferden zu verstecken. Da er nicht sicher ist, ob die augenscheinliche Kriegsmaid ihn gesehen hat, verharrt er einen Augenblick und kommt dann hervor.
    Der Kerl scheint um die 30 Lenzen zu zählen und trägt schulterlanges, recht fettiges Haar. Er ist bekleidet in Lederkleidung, die ihre besten Tage lange hinter sich gelassen hat. An dem braunen Schnürhemd, fehlen die Schnüre, so dass man bräunlichen Flaum auf der Brust erkennen kann. Sein Gesicht ist wettergegerbt und ebenfalls von einer feinen Dreckschicht überzogen. Seine Nase weist einen deutlichen Huckel auf und die Augen liegen tief in den Höhlen. Der Unhang, den er trägt scheint ihm etwas zu klein zu sein, doch da der Mann selbst nicht besonders groß ist, vielleicht 80 Finger, fällt dies nicht sonderlich ins Gewicht.


    Er geht ein paar Schritt und hält einen dünnen Strick fest, der um den Hals eines der Pferde geschlungen ist und das etwas unruhig wiehert und läuft in Richtung Ausgang der Pferdekoppel. Beiläufig pfeift er eine Melodie vor sich her.

  • Unwillkürlich schaut Messana von Feuergeist auf, als sich Schritte und Huftritte leise auf der Wiese ankündigen. Ihre Augen verengen sich, als sie den Mann sieht, der einen Rappen mit sich führt. Noch bevor der Mann auf ihrer Höhe ist und etwas sagen kann, spricht sie ihn harsch mit erhobener Stimme an: "Halt! Was macht Ihr da mit dem Pferd!", während sie um Feuergeist herum- und auf ihn zu geht. "Es ist nicht das Eure!"

  • Der Mann stutzt und hält inne. Als Messana auf ihn zukommt, drückt er sich um das Pferd herum, so dass dieses nun zwischen ihm und Messana steht. Die Hälfte seines Körpers wird nun durch das Pferd verdeckt. Dann grinst er und die Worte bekommen eine völlig neue Bedeutung, denn diesem Mann fehlen mehrere Zähne, dafür sind die gebliebenen von undefinierbarer Färbung.


    "Eine schöne Pferd, du hast! Gute Zähne. Das meine Pferd, ist gutes Pferd. Ich hier wegen Zweikampf, doch jetzt vorbei!"


    Der Mann beobachtet Messanas Reaktionen ganz genau. Seine Augen wandern unruhig umher, während seine rechte Hand hinter dem Pferd verschwindet.

  • Dela geht mit weiten zielstrebigen Schritten auf das Gatter der Pferdeweide zu und als sie Messana erblickt beschleunigt sie noch ein weiteres mal ihre Schritte. Wenige Augenblicke später fällt auch ihr Blick allerdings auf eine weitere Gestalt zwischen den Pferden, die einen unruhig wirkenden Rappen an einem Seil von der Wiese führen will und deren ungepflegtes Äußeres nicht gerade vertrauenserweckend wirkt.


    Für einen kurzen Moment bilden sich einige kleine Fältchen auf ihrer Stirn und ihr Blick schweift noch einmal auf die Festwiese zurück, doch noch während sie sich umdreht durchschneidet Messanas Stimme, das stetige Gemurmel das noch von der Festwiese herüberdröhnt. Schnell wendet sie ihre Aufmerksamkeit wieder der Weide zu und tritt ebenfalls durch das Gatter hindurch, um auf Messana und die Gestalt zuzuhalten, die in einem arg gebrochenen Dialekt anscheinend gerade etwas erwidert.


    Der etwas verwirrte Ausdruck ist inzwischen von ihrem hübschen Gesicht gewichen, doch noch immer scheint sie konzentriert.

  • "Ich kenne dieses Pferd - und seine Besitzerin!" Noch immer steht Messana vor dem Mann und dem Rappen und versperrt ihnen den Weg. Feuergeist ist ihr gefolgt und steht nun zu ihrer rechten Seite. Ihre Ohren spielen, liegen einmal flach an, spitzen sich dann wieder, während sie nervös mit einem Vorderhuf aufstampft.
    "Laßt dieses Pferd los. Sofort!" Eine eindeutige Drohung liegt in ihrer Stimme. Ihre Hände hängen locker an ihren Seiten herab, doch ihre Entschlossenheit und ihre Sicherheit sind unübersehbar.

  • Die Augen des Mannes verengen sich zu Schlitzen und er schaut nervös hin und her. Sein Blick schweift einen kurzen Moment über das Koppelgelände und er sieht Dela. Jetzt schaut er wieder zu MEssana, während seine Hand immer noch hinter dem Pferd verborgen liegt. Erneut öffnet sich sein Mund und entblöst faulende, mannigfaltig gefärbte Zähne. Er redet so leise, das Messana es gerade verstehen kann.


    "Du kämpfen bei Zweikampf! Wäre schade, wenn du morgen nicht kämpfen könntest. Du kümmern um eigene Kram und lassen mich in Ruhe, ansonsten vielleicht du kleine Unfall. Du nehmen schöne Pferd und gehen aus Weg, das besser!"


    Der Mann scheint sich seiner Sache fast ein bisschen zu sicher, dennoch geht eine gewisse Kälte von ihm aus. Seine Schulter bewegt sich, was Messana zeigt, das er wohl gerade dabei ist, etwas aus seinem Umhang zu ziehen, doch es scheint keine Waffe oder ähnliches zu sein, da keinerlei metallisches Geräusch zu vernehmen ist. Sein Blick flattert leicht und zeigt der Kundigen, dass dieser Kerl zu allem fähig ist.

  • Messana schaut den Mann unverwandt an, ihre Augen folgen seinen Bewegungen. Sie steht ruhig da, doch ist eine gewisse Körperspannung, wie ein gespannter Bogen, kurz bevor der Pfeil fliegt, unübersehbar.
    "Nehmt Eure Hand nach vorne und laßt endlich dieses Pferd los! Und droht mir nicht." Ihrem Tonfall ist anzuhören, daß sie dies keinesfalls dulden wird.
    Feuergeist, die die Stimmung ihrer Reiterin spürt, hat mittlerweile ihre Ohren flach an den Schädel gelegt. Vereinzelt stampft sie mit ihrem Vorderhuf auf, daß kleine Grasbrocken sich aus der Wiese lösen und kurz auffliegen.

  • Der Mann zuckt unmerklich zusammen, als Messana die Stimme erhebt. Er grinst nun nicht mehr, denn sein Gesicht verkrampft sich etwas. Die Wangenknochen treten leicht hervor und sein Blick wird noch schmaler. Er hebt den Arm noch ein wenig, dennoch verbleibt er hinter dem Pferd und damit nicht einsehbar.


    "Ganz ruhig. Nix wird passieren, wenn du gehst aus Weg. Du nicht vergessen, Pferd morgen ganze Tag alleine hier, wenn du kämpfen, schöne Ach'mad Sunni. Viel kann passieren, wenn nicht da bist."


    Einen Moment herrscht angespannte Stimmung, dann zuckt der Arm des Mannes vor und ein kleines Fläschen fliegt auf Messana zu. Im selben Moment wiehert das Pferd auf und will loslaufen, der MAnn versucht allerdings noch auf den Rücken des Pferdes zu springen, da er ja noch das Seil in der Hand hält.


    #Natürlich ist jederzeit noch Interaktion möglich, deshalb will, könnte und versuchen der Kerl und das Pferd auch nur!

  • Falk begibt sich zum Gatter, da er es den ganzen Tag bisher versäumt hatte, sein Treues Roß zu füttern, will er es jetzt nach holen. Mit müsigem Gang schreitet er über die Wiese zu Rabenfeder seinem Stolzem Roß. " Hallo Mein Freund, verzeih mir, das ich erst jetzt kommen, aber es hat ein wenig gedauert" spricht Falk zu Rabenfeder. Das Pferd scheit jedes seiner Worte zu verstehen und stupst Falk zertlich an. Falk beginnt damit Rabenfeder eine Hafertrog um zu hängen und sie Sauber zu machen. Falk ist sehr Stolz auf seine Stute, da er auf ihrem Rücken schon viele Schlachten und Abenteur bestanden hat. Doch Plötzlich vernimmt Falk einige Laute, er dreht sich um er erblickt eine Kriegerin die sich wie erglaubt mit einem Mann um ein Pferd streiten. Erst stört er sich nicht daran und macht Rabenfeder weiter sauber, aber dann scheint ihn das Streitgespräch doch zu stören und entschlossen das seine Ohren bald wieder Ruhe bekommen, geht er zu den beiden Streithähne hin, dabei hält er seine Schwerthand immer nahe am Schwertgriffs. " Verzeit aber ich habe euer Gespräch mit bekommen und ich finde das es andere Ort zum Streiten gibt und nicht zwischen den Pferden hier, tut mir doch bitte eingefallen und für euer Streitgespräch wo anderes fort, ich glaube die Pferde stört es ein wenig, ich wäre euch sehr verbunden." sagt Falk und wartet auf ihre Antworten.

  • Dela geht weiter zielstrebigen Schrittes auf Messana und die andere Gestalt zu und als sie die ersten Worte vernehmen kann scheint innerhalb von Bruchteilen eines Herzschlages sich ihr Körper anzuspannen, während die linke auf den Griff der Waffe wandert, ohne sie jedoch zu umgreifen. Auch ein weiterer Krieger, den sie noch nicht gesehen und der sich bis gerade um sein Pferd gekümmert hatte, nähert sich nun und noch bevor Dela ihrerseits das Wort ergreifen kann, vernimmt sie seine Stimme und mustert ihn für einen kurzen Augenblick leicht den Kopf schüttelnd.


    "Der Grund dieses Streites duldet keinen Aufschub." bringt sie bestimmt hervor, aber noch während ihrer Worte zuckt die Hand des Mannes, die bisher hinter dem Rappen verborgen war, hervor. Doch beinahe im selben Augenblick reagiert Messana schon und dem Unbekannten gelingt es nur knapp wieder zurückzuweichen, bevor er seinen Plan vollstrecken kann. Geschwind und durchaus geschickt versucht er unter dem Pferd wegzutauchen...

  • Falk wartet immer noch auf die Antwort der beiden Streithähne und merkt das diese Zwar ihn bemerkt haben aber ihn nicht richtig zur Kenntnis nehmen. Etwas verägert dadrüber, will er erneut sprechen, bricht dies aber doch ab als er eine weitere Person, eine junge Frau erblickt die auch auf sie zukommt, Falk bemerkt das sie wie er die Schwerthand nahe des Schaftes hält und er ist sich nicht ganz sich was hier gespielt wird, will man ihn berauben oder gar um bringen oder ist die Frau nur vorsichtig wie Falk selber da, auch sie vielleicht gemerkt hat, das etwas mit dem man hinter dem Pferd nicht stimmt? Falk entschließt sich ab zu warten und die Frau lieber anzusprechen: " Verzeit holde Maid aber wer seit ihr und was wollt ihr hier auf der Pferdeweide? " spricht er und wartet gespannt auf die Antwort der schönen jungen Frau.

  • Missmutig ist der etwa 40 Götterläufe alte Zornbold, seines Zeichens humorloser, erzkonservativer, großgewachsener und spitzbärtiger Priester des Herrn PRAios, der bereits zu den Zeiten seines Noviziates nie weiter als eine Tagesreise von seinem Tempel entfernt war, über das Gelände gestapft. Zu sehr nagt noch der Ärger über das verlorene Rededuell gegen diese freche junge Praiadne an ihm.


    Als er in die Nähe der Pferdeweide kommt, fällt ihm eine merkwürdige Szene auf. Diese unsittlich gekleidete Kämpferin da vorne und ein sehr fragwürdig aussehender Zeitgenosse scheinen sich gerade über ein Pferd zu streiten.
    Eine andere Frau, Dela, die Zornbold vorhin noch in der Arena gesehen hatte, geht auf die Streithähne zu. Auch ein anderer Mann ist da uns scheint dort eingreifen zu wollen. Plötzlich zückt dieser merkwürdige Mensch eine Flasche und versucht, sich auf das Pferd zu schwingen und loszureiten.


    "Das geht doch nicht mit rechten Dingen zu.", sagt Zornbold und nähert sich entschlossenen Schrittes dieser Szene. Inzwischen ist auch Dela bei dem zweifelhaften Subjekt angekommen und versucht, ihn vom Pferd zu ziehen.
    Was man auch gegen Zornbolds Charakter sagen kann, feige ist er sicherlich nicht.


    'Der Herr PRAios ist bei mir, und selbst wenn er von Dela und der unsittlichen Kämpferin wegkommt, wird er es nicht wagen, mich niederzureiten', denkt er sich. So schnell er kann, nähert er sich der Szene, stellt sich dem offensichtlichen Pferdedieb in den Weg und donnert:


    "HALT, SCHURKE, BLEIBE ER STEHEN IM NAMEN PRAIOS', WENN ER NICHT DEN ZORN DES GÖTTERFÜRSTEN SPÜREN WILL!"


    Zornbolds Augen sind von flammendem Feuer erfüllt, als er sein Sonnenszepter hebt und dem Schurken die andere Hand gebieterisch entgegenstreckt.

    Feldwebel Colon - Stadtwache Ankh-Morpork

  • [Selbstverständlich wird Messana reagieren.]


    Als die Augen des Mannes sich verengen, sein verdeckter Arm sich erneut bewegt und er wieder ansetzt zu sprechen, ist Messana mit zwei, drei schnellen Schritten auf ihn zu und an dem schwarzen Pferdekopf herum gegangen, um ihn zu packen.

  • Geschwind gleitet der Mann unter dem Rappen hindurch, zumindest versucht er es. Messana jedoch reagiert und handelt schnell und bekommt einen Fetzen seines Umhanges zu packen, aber der Schwung des Mannes und die entgegengesetzten Bewegungen führen dazu, daß der Stoff reißt und Messana nur einen Fetzen in der Hand behält, während der Pferdedieb schon fast unter dem Pferdebauch hindurch ist
    Doch das Pferd, von vorneherein nervös und unruhig, durch Messanas laute Stimme und dann der plötzlichen Bewegung des Mannes noch viel nervöser geworden, macht eine rasche Bewegung nach vorne und wirft den Mann um, so daß er vor Delas Füßen stürzt.
    Gleichzeitig brüllt eine laute, zornige Stimme, er solle stehenbleiben im Namen Praios.
    Messanas Hand klatscht auf die Kruppe des sich bereits zur Seite bewegenden Rappen. "Lauf, Vinborn!"
    Erschrocken springt das Pferd davon.

  • Als das Pferd sich bewegt hört man einen lesien Fluch und der Kerl stolpert nach vorne. Er landet direkt vor Delas Füssen und versucht sich aufzurappeln. Seine Hand schnellt vor und eine kleine Flasche kommt zum Vorschein, die er gegen Dela werfen will. Doch plötzlich erschallt der Ruf Zornbolds und der Mann erstarrt. Seine Augen weiten sich vor Schrecken und er bricht in sich zusammen. Zitternd hockt er auf dem Boden, beide Hände vor das Gesicht geshclagen und die kleine Flasche rollt auf dem Boden von ihm weg.

  • Als die ungepflegte Gestalt unter dem Rappen hervorstolpert und hastig aufzustehen versucht, geht Dela gedankenschnell in die Knie und versucht ihn zu ergreifen. Doch anscheinend ist er trotz seiner misslungenen Flucht nicht aus dem Konzept gebracht und Dela weicht ein kleines Stück zur Seite aus, als seine Hand mitsamt einer kleine Flasche auf sie zuschießt. Plötzlich ertönt ein Ruf und auch ohne ihre Ausweichbewegung ist die Gefahr gebannt, denn der Mann verharrt auf einmal und fängt beinahe apathisch an zu zittern.


    Dela ergreift, die kleine Flasche, die nun leise klickernd über den Boden rollt schnell mit der rechten Hand und nur Bruchteile eines Herzschlages später hat ihre Linke den Kragen des Mannes gepackt. Ruppig und mit großer Kraft zieht sie ihn herauf „Was ist das?“ fragt sie äußerst ungehalten mit fester Stimme, während sie die Flasche langsam ebenfalls auf Gesichthöhe anhebt. Ihr Gesicht zeigt erstaunlicherweise allerdings keinen Zorn und sie wirkt noch recht gefasst.