Einkünfte und Löhne

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  • Teilweise wird die Vorstellung eines geldloses Handel etwas übertrieben. Ein Krämer oder Hausier tauschen vielleicht auch mal, wollen aber nicht wirklich Hühner haben. Meistens bezahlt man sie mit Münzen, aber ein Bauer macht das auch nur ein paar Mal im Jahr. Deswegen will ein Bauer auf dem Markt, wenn er Überschüsse verkauft auch nicht immer tauschen.


    Was die Abgaben an den Lehnsherr an geht, so ist es vermutlich eine Mischung aus Naturalien, Arbeit und Münzen. Wobei auch der Müller hier eine wichtige Rolle spielt, der Korn bekommt, aber den Lehnsherr in den meisten Fall bar bezahlt.

  • Woher hat der Müller das Bargeld? Dann müssten die Bauern, die Korn anbauen den Müller auch in Bargeld bezahlen... das dürften sie aber nicht immer wuppen können... Außer sie fahren wie gesagt 1-2 Mal im Jahr zu Markt....


    Was aber wenn Bauer Alrik mehr Korn erntet, als er das mahlen bezahlen kann?


    Tasucht er das mit einem zweiten Bauern gegen Vieh, dieser läßt das Korn dann mahlen?

    Nietsche und Amazeroth - Also sprach Zarathustra (zweiter Teil):


    Was erschrak ich doch so in meinem Traume, dass ich aufwachte? Trat nicht ein Kind zu mir, das einen Spiegel trug?

    "Oh Zarathustra - sprach das Kind zu mir - schaue Dich an im Spiegel!"

    Aber als ich in den Spiegel schaute, da schrie ich auf, und mein Herz war erschüttert: denn nicht mich sahe ich darin, sondern eines Teufels Fratze und Hohnlachen.

  • Der Müller bekommt einen Teil des Korns/Mehls als Bezahlung. Er kann das dann (natürlich abzüglich des Zehnts und eines guten Teils für den Eigenbedarf) weiterverkauen, entweder selbst auf dem Markt, an einen Bäcker (in Städten) oder an den Bauern "zurück" (womit dieser dann letztendlich doch Geld für das Mahlen bezahlt), so dass dieser den Weiterverkauf übernimmt. Das kommt natürlich auf die Örtlichkeit an. Ist es eine Mühle im Junkergut Kleinhinterdemkosch, wird er keine Lust haben auf den Markt zu fahren, daher will er es wahrscheinlich dem Bauern zurück verkaufen, damit er das Problem los ist. Natürlich kann er auch einen Teil dem Tischler aus dem Nachbardorf dafür geben, dass der ihm das Mühlrad erneuert. Von einem anderen bäckt er Brot, für das drei Tagelöhner ihm den Mühlenteich entschlammen. Und das Mühlenschrot verkauft er dieser seltsamen Gruppe aus einem Elfen, einem Zwergen, einem geck gekleideten Magier mit Akzent aus fernen Landen und dem ehrenhaften Herrn Ritter als Pferdefutter.

  • Es gibt auch einfach Zwischenhändler, die Korn von den Mühlen ankaufen und in der nächsten Stadt verkaufen.


    Bauern sollten im besten Fall ja kein Korn/Mehl zurück kaufen müssen, da sie ja eigentlich einen Überschuss produzieren. Das zeigt aber auch, warum es das Monopol auf Mühlen gab und den Bauern auch Handmühlen (eigentlich) verboten sind.

  • Das stimmt natürlich, die Möglichkeit hab ich komplett vergessen. Je nach Region ist der Überschuss aber auch in Aventurien sicherlich recht gering, während andere Gegenden, bspw. Garethien, eben durchaus "Kornkammern" sind und ganze Metropolen versorgen, sind andere (Tobrien) eher wenig produktiv was Überschüsse angeht.