Charakter aus verweltlichter Firnelfensippe

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  • Moin,


    Da ich in absehbarer Zeit die Chance habe einen neuen Charakter zu spielen, habe ich mir schon mal Gedanken zum Hintergrund gemacht und wäre dazu über etwas Feedback dankbar. Regelsystem wird DSA 5, sollte aber hier keine Rolle spielen.


    Das Konzept ist ein Firnelf aus einer verweltlichten Sippe.


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    Hintergrund:

    Gegen 400 v. BF schickt der oberste Hetmann der Thorwaler ein Schiff gen Norden um einen Weg durch die Eismeere zu finden und die Länder dahinter zu erkunden. Jedoch wird das Schiff nahe der Bernsteinbucht vom Eis eingeschlossen und schließlich zerdrückt (vgl. Shackleton Expedition).

    Die Überlebenden retten sich an die Küste der Bernsteinbucht, wo Sie auf die Sturmsänger Elfensippe treffen, welche sich entschließt den Überlebenden zu helfen. Über die folgenden Jahrhunderte sind Menschen und Elfen schließlich immer mehr zu einem gemeinsamen Sippenverband zusammengewachsen.


    Gedanken zu der Sippe und inwiefern es das „normale“ Elfenbild ändert:


    Religion:

    Bei den Thorwalern der Sippe spielt vor allem die Ahnenverehrung eine große Rolle. Spiritueller Anführer ist der Behüter des Logbuchs, welcher neben dem Logbuch alle Schriften verwahrt. Als Götter sind Swafnir und Firun weiter bekannt, werden jedoch eher als Prinzipien gesehen und dort analog zu Nudra und Zerza. Swafnir, verkörpert dass Wasser, welches Leben spendet, Firun hingegen das Eis und die Jagt und somit den notwendigen Tod.

    Die Firnelfen lehnen Götterverehrung weiterhin ab, in der Ahnenverehrung sehen Sie aber keine Gefahr. Weltfremd (Religion) bleibt also grundsätzlich.


    Geld/Besitz:

    Analog zu normalen Sippen. Man kennt den persönlichen Besitz aber das Anhäufen von Dinge zu denen man keine Bindung hat, ist dem Elfen fremd, da es in der Eiswüste keinen Platz hat.


    Recht/Hierachie:

    Hier sind die größten Unterschiede zur klassischen Sippe, durch das Wegfallen des Salansandra als Problemlösung/Entscheidungsfindung bedingt ist.

    Da die Menschen nicht am Salasandra teilhaben können haben sich die Elfen über die Jahre an die menschlichen Entscheidungsfindung durch ein Hjalding angepasst. Dabei darf jeder sprechen, aber die Entscheidungen werden von 4 gewählten Vertretern getroffen. Die Vertreter der Elfen werden noch im Salansandra bestimmt, dieses wird aber sonst nur noch selten durchgeführt.

    Auch wurden einige Gesetze festgeschrieben um das Zusammenleben zu vereinfachen. Weltfremd gegenüber Adelsherrschaft/Leibeigenentum etc. bleibt jedoch.


    Bleibt also regeltechnisch: Weltfremd (Adel, Besitz, Geld, Götterverehrung)


    Der Charakter:

    Lorion ist ein Elf, welcher ¼ Menschenblut in sich trägt und anscheinend kommt das Erbe seines Großvaters bei ihm besonders zum Tragen. So ist er für einen Elfen viel zu neugierig und verspürt immer den Wunsch mehr zu sehen, als die Eiswüste in der er aufgewachsen ist. Sein Seelentier ist das Hermelin. Er ist sich vor einiger Zeit seines wahren Namens bewusst geworden und seither überzeugt, dass seine Bestimmung südlich des ewigen Eises zu finden ist, würde jedoch seine Sippe nie im Stich lassen.


    Grund für das Verlassen der Sippe:

    Selbst im ewigen Eis war es deutlich zu merken, dass sich die Welt in den letzten Jahren im Wandel befindet. Die Legendensänger der Sippe träumten von der Bedrohung durch Borbarad und auch hier war das Verklingen des Friedenlieds spürbar. Auch die Feinde haben zugenommen ganz gleich ob Yetis, Gloranas Schergen, Schneeorks oder die Shakagra und so wurde jeder Elf und Mensch der Sippe zum Kämpfen gebraucht.

    1039 BF beruhigt sich die Lage wieder, da sich Gloranas Schergen anscheinen zurückgezogen haben. Im selben Jahr kommt es zum Sternenfall und gerade unter den Menschen der Sippe gibt es viele die wissen wollen, was die Ereignisse zu bedeuten haben, während viele Elfen damit zufrieden sind den Sturm überstanden zu haben.


    Als dieses Thema im Hjalding besprochen wird, meldet sich Lorion freiwillig um die Lande jenseits des ewigen Eises aufzusuchen und in Erfahrung zu bringen, was die Ereignisse zu bedeuten haben. Da die Sippe den jungen Elfen entbehren kann und Dank des Druckes der menschlichen Fraktion, wird seinem Wunsch stattgegeben. Er erhält zudem noch ein Pergament von dem Behüter des Logbuchs, welches dem Hetmann/-frau der Hetleute übergeben werden soll und von dem Schicksal der Expedition berichtet, für den Fall, dass er nach Thorwal kommt.

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    Haltet Ihr das Konzept für stimmig? Ich habe eine große Lücke im Hintergrundwissen bei DSA von 1020 BF-1040 BF, da wir bei DSA 4.1 immer noch sehr früh spielen, abgesehen von einer Charyptik Runde, daher kann es durchaus sein, dass irgendwas nicht mit dem Hintergrund zusammenpasst.


    Ansonsten wäre ich auch über andere Anregungen was man noch interessantes machen könnte dankbar. Ich wollte dem Charakter möglicht einen guten Grund geben seine Sippe für einige Jahre zu verlassen, ohne das er sich dafür schuldig fühlen muss (Anders als Sippe wurde ausgelöscht).

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  • Hey, schön das du hier bist! :)


    Ich finde den Grundgedanken nicht schlecht, aber wenn du ehrliches Feedback möchtest fürchte ich das ich so ehrlich sein muss zu sagen das ich es für exorbitant unwahrscheinlich halte. Eine Verkettung von mehreren one in a million.

    Jedoch wird das Schiff nahe der Bernsteinbucht vom Eiseingeschlossen und schließlich zerdrückt (vgl. Shackleton Expedition).

    Ein Langboot kann nicht so leicht zerdrückt werden, weil die Mannschaft es aus dem Wasser ziehen kann. Außerdem würde die Rumpfform dafür sorgen das es einfach nur hochgedrückt wird. Die Dinger haben einen Tiefgang von etwa einem Meter. Aber eingeschlossen werden kann es. Dann zieht man es auf das Eis, notfalls bis an Land und wartet bis es taut.


    Die Überlebenden retten sich an die Küste derBernsteinbucht, wo Sie auf die Sturmsänger Elfensippe treffen, welche sichentschließt den Überlebenden zu helfen. Über die folgenden Jahrhunderte sindMenschen und Elfen schließlich immer mehr zu einem gemeinsamen Sippenverbandzusammengewachsen.

    Der Golf von Riva ist doch nur ein paar Tage Fußmarsch von der Bernsteinbucht entfernt. Einfach den Frisung entlang ins Landesinnere und dann nach Westen bis man den Golf von Riva erreicht. Da baut man dann ein kleines Boot und schippert die Küste entlang heimwärts. Oder man läuft. Man muss nur auf den Sommer warten. Hunderte von Jahren hält einen das nicht fest. Zumal ab dem Golf von Riva überall Thorwalercamps sein müssten. Die Thorwaler können schließlich keine mutigen Jäger und Seeleute sein, wenn sie nicht jagen und zur See fahren. Der Golf von Riva bietet sich für beides an.


    Das beides sind Dinge die man vielleicht irgendwie umgehen kann, oder man ignoriert das Problem. Dann bleibt aber die Problematik das es sich hier um eines der xenophobsten Völker Aventuriens überhaupt handelt. Warum sollten die Elfen sich mit den Thorwalern mischen wollen? Bereits ihnen zu helfen ist völlig atypisch. Die meisten Firnelfen würden wohl schlicht zuschauen wie sie sterben. Oder gehen. Keiner von unserem Volk? Keiner von unserer Sippe? Offenbar schwach und unwürdig? Meh...


    Ich fände es bereits unwahrscheinlich wenn sich mehr als ein Pärchen findet. Wenn Firnelfen unbedingt mit Menschen poppen wollen und ihre Kultur mit ihnen teilen möchten, dann haben sie Nivesen in Steinwurfreichweite. Das scheint aber eher nicht so oft zu passieren. Sonst gäbe es diese Population nämlich nicht mehr.


    Zuletzt bleibt vor allem anderen noch das für mich gravierendste Problem, nämlich das kulturelle Vermischung so nicht funktioniert. Nach Jahrhunderten hast du nicht Typen die ein paar Sachen wie Thorwaler machen und ein paar wie Firnelfen und ein paar mehr gemischt und ein paar von denen haben etwas spitzere Ohren und ein paar etwas rundere. Nach Jahrhunderten entsteht eine neue, lokale Kultur. Und da die offenbar bereits sehr vermischungsfreudig und offen für Neues ist wird die sich wohl auch gleich noch, dank Thorwaler Diplomatie-Verständnis, die ein oder andere Nivesensippe einverleiben. Aber selbst wenn das nicht passiert. Jahrhunderte der Vermischung erschaffen etwas völlig eigenes. Zumal die in der Zeit eben auch nicht in einer Stasisröhre sitzen. Die können sich ja bewegen. Was hindert sie daran?


    Meine Vermutung wäre das die Thorwaler dort innerhalb einer Generation max. ausgestorben sind.


    Aber vielleicht hat ja jemand ein paar Ideen wie man eine Gruppe abenteuerlustiger junger Menschen davon abhalten könnte einfach das zu tun was am naheliegendsten ist und diesen garstigen, kalten Ort zu verlassen. Nur werden ein paar Eisbären und die Kälte im Winter dazu nicht ausreichen.


    Wenn man einfach nur einen Firnelfen spielen will ist ja die einfachste Möglichkeit einen Halbelfen zu nehmen. Dann heißt es "Mutter? Freunde? Ich will meinen Vater kennenlernen." Die Mutter kann es ja nicht sein. Die ist schließlich immer bei der Geburt anwesend.

    Kein Zitat ist so genial, dass man es jeden Tag wieder und wieder lesen müsste.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Rattazustra ()

  • Wenn nun die Thorwaler dort etwas gefunden haben, was sie zum bleiben bewegt hat? Bodenschätze? Eine für sie heilige Grotte die es zu bewahren/beschützen gilt (wobei dann wieder die Frage ist wovor, dort am A**** Deres...)? Sie haben festgestellt, dass in genau dieser Bucht sich mehrere Schulen Wale vermehren und sie sind geblieben um diese vor Bejagung durch Walfänger zu schützen (gibt es sowas in Aventurien?). Ich denke Religion kann da ein starker Motivator sein. Und aufgrund der Abgeschiedenheit hat sich dann im Laufe der Zeit ein ganz eigener Kult mit Ahnenverehrung etc pp gebildet. Aus diesem Schutzgedanken heraus dann auch die Immobilität bzw. das eher unter sich bleiben der Gemeinschaft. Bleibt nur die Frage, wie sich Reibereien mit den Firnelfen vermeiden lassen, die ja wahrscheinlich die Wale durchaus als Nahrungs- und Werkzeugquelle nutzen dürften.

    Wie wäre es anders herum: Die Thorwalersippe hat es geschafft sich dort einzurichten und nimmt eine verletzte/ausgestoßene/Sippenlose Firnelfin auf. Diese bringt schließlich deinen Helden (Dann allerdings mit deutlich höherem menschlichen Anteil) zur Welt, womit man dann wieder bei der/dem Halbelf/e wäre.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Wie wäre es anders herum: Die Thorwalersippe hat es geschafft sich dort einzurichten und nimmt eine verletzte/ausgestoßene/Sippenlose Firnelfin auf. Diese bringt schließlich deinen Helden (Dann allerdings mit deutlich höherem menschlichen Anteil) zur Welt, womit man dann wieder bei der/dem Halbelf/e wäre.

    Oder man geht noch eine Generation weiter und diese Firnelfin (oder auch Firnelf) ist einer der Großeltern. Dann hätte man wieder den Viertelanteil im Blut.


    Die Sache mit der Walbucht finde ich auch am stimmigsten. Es kommt dabei auch zu einem Konflikt mit den ansässigen Firnelfen (Waljagt), auf der erde gibt es das durchaus, also kann es das auch in (eurem) Aventurien geben ;)


    Zwar ist das Schicksal dieser Expedition in der Heimat bekannt, aber aufgrund der Einflussname der bösen Mächte ist eben der Kontakt auf dem Seeweg im laufe einer Generation abgebrochen, weswegen eben nun einer auf dem Landweg losgeschickt wird.

    Meine Charaktere:




    Phelix Lassan, ein kleiner Dieb aus Albenhus


    [OT]Wenn ich denke das etwas nicht ganz zum aktuellen Thema passt[/OT]


    Der Einstieg in eine kleine Geschichte von mir

  • EDIT: Ich tippe zu langsam. Das untenstehende bezieht sich auf Rattazustra's Post, EDIT 2: Ich habe das ganze Mal mit Überschriften versehen, da es so ungeordnet war.


    Hey, danke für die Antwort. Ehrliches Feedback ist auf jeden Fall erwünscht, trotzdem will ich erstmal meine Idee noch verteidigen ;)


    Das ein Langboot wegen dem geringen Tiefgang nicht zerdrückt werden kann hatte ich so gar nicht bedacht, sollte allerdings kein allzu großes Problem sein. In dem Fall mag das Schiff in einem Sturm gegen das Eis geworfen worden sein und die Mannschaft konnte sich gerade noch retten aufs Packeis bevor das Schiff ins Meer sank.


    Warum helfen die Firnelfen den Menschen?

    Zu der Xenophobie der Firnelfen. Ja das ist ein Problem. Wobei es ja aus dem Grundgedanken kommt, dass allein das Überleben der Sippe zählt und alles andere erst einmal eine potentielle Bedrohung ist. Ich hatte es mir so überlegt, dass die Menschen erst einmal ignoriert wurden in der Hoffnung, dass sich das Problem von selbst erledigt. Erst als die Menschen dann der Sippe immer näher kamen mussten sie sich entscheiden diese entweder gleich niederzumachen, Sie abzuweisen (wobei hier die Gefahr ist das die Menschen nahe dem Erfrieren aus Verzweiflung angreifen) oder Ihnen zu helfen. Ich finde es nicht zu abwegig, dass die Sippe dort hilft. Wenn sich jemand gegen die Sippe stellt sind die Elfen erbarmungslos, aber ansonsten haben die Firnelfen auch immer wieder menschliche Siedler unterstützt (z.B. Olport).


    Warum verlassen die Thorwaler das ewige Eis nicht?

    Die geringen Distanzen sind natürlich in Aventurien immer ein Problem. Ich war vom Nord-Osten der Bernsteinbucht ausgegangen. Das sind dann ca. 250 Meilen bis zum Golf von Riva. Eher länger, da man ja Gletscherspalten etc. umgehen muss. Im ersten Moment ist das unüberwindbar für die Menschen ohne Ausrüstung. Das diese in 1400 Jahren jedoch keine Expedition nach Süden geschickt haben mag in der Tat merkwürdig sein und vielleicht haben Sie es getan und diese ist nicht zurückgekehrt. Das ewige Eis ist ja voll mit Gefahren. Neben den Firunseisbären sind da noch die Fjarninger, Eisorks, Gletscherwürmer, andere Firnelfen, Yetis und natürlich das Eis selbst. Ich könnte die Sippe zur Not auch ins Yeti Land verfrachten, dann wird es aber selbst für einen Firnelfen mit viel Glück irgendwann unwahrscheinlich, den Weg in den Süden zu finden.


    Der Hauptunterschied warum ein Firnelf das schaffen kann, was eine Expedition dern Menschen in so langer Zeit nicht schafft wird da einfach die elfische Magie sein. Nur mit dem Firnlauf kann man sicher dünnes Eis oder Neuschnee überqueren und nur der einzelne Firnelf vermag sich mit dem Chamaelioni vor dem Gletscherwurm/oder anderem zu verbergen.


    Warum entwickelt sich nicht eine komplett eigene Mischkultur wenn die Völker so lange zusammen leben?

    Sehr vermischungsfreudig hätte ich jetzt nicht gesagt, aber 1400 Jahre sind eine sehr lange Zeit, selbst für Elfen heißt dies in der Regel einen oder mehr Generationswechsel. Ich bin davon ausgegangen, dass dies mit einer starken Trennung beginnt, bei der die Elfen die Thorwaler unterstützen, aber von diesen getrennt leben und eben keine kulturelle Vermischung wollen. Mit den jüngeren Generationen mag dies dann langsam abnehmen, während die Thorwaler immer besser im Überleben im ewigen Eis werden. In dieser Zeit (sagen wir rund 0 BF ) kann es denke ich auch zu ersten Verbindungen zwischen den Elfen und Menschen gekommen sein.


    Ich kenne mit mit historischen Beispielen jetzt nicht allzu sehr aus, aber in meinen Augen machte ein Zusammenschluss Sinn in denen beide Seiten noch Aspekte Ihrer Kultur erhalten. Gerade dadurch, dass die Thorwaler einen Ahnenkult entwickeln, sind Ihnen diese Dinge sehr wichtig auch wenn Sie im großen und ganzen die Lebensweise der Firnelfen übernehmen. Sie klammern sich an den wenigen Schriften die Sie von Ihrem Schiff haben und wenn der Hetmann in seinem Logbuch nur Swafnir und Firun erwähnt geraten andere Götter in Vergessenheit und selbst diesen wird über die Jahrhunderte eine andere Bedeutung zugewiesen.

    Bei den Firnelfen hingegen vollzieht sich ein Wandel hingegen einfach langsamer Aufgrund der hohen Lebenszeit. Das Salansandra war der einzige Punk, bei dem ich überlegt hatte, dass es Sinn macht, dass dieses in den Hintergrund getreten ist, weil es an Bedeutung verliert.


    Warum nicht ein Halb-Elf aus einer Sippe mit Kontakt zu Menschen?

    Erstmal finde ich, dass bei Firnelfen der Grund erfahren zu wollen was das Erbe seines Vaters ausmacht nicht unbedingt als Motivation reicht. Da der Sippenverbund so eng ist und die Sippe meistens auf jeden angewiesen ist, sollte Ausziehen eines jungen Elfen möglichst auch im Interesse der Sippe sein, wenn man dem Helden nicht noch Schuldgefühle in die Wiege legen will. Oder man löscht doch noch eine weitere Firnelfen Sippe aus, was ich definitiv nicht will.


    Ursprünglich ist dies aber ein DSA 4.1 Konzept gewesen, als ich überlegt habe wie eine verweltlichte Sippe aussehen könnte, da ich den Regelteil von "Elfische Weltsicht" nicht leiden kann. In DSA 5 wäre das überhaupt kein Problem, aber mit gefällt inzwischen das Konzept.


    Zudem fand ich den Gedanken ganz spannend einen Charakter zu haben, dessen Erfahrung mit Menschen gemacht hat, die sich aber 1400 Jahre lang separat entwickelt haben und somit einige vollkommen falsche Vorstellungen hat. Wie zum Beispiel, dass Firun und Swafnir Analoga zu Nurdra und Zerza sind. Bei meinem ursprünglichem Konzept waren es übrigens eine horasische Expedition, nur fand ich es da dann selbst unwahrscheinlich, dass diese 1. an den verfeindeten Thorwalern vorbei eine Expedition entsenden und 2. diese dann im Eis überleben. Da bietet aber natürlich noch mehr Raum für falsche Vorstellungen von der Lebensweise der Menschen.


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    Sahadriel und Ursus Van Draco


    Danke auch euch beiden für das Feedback.


    Die Idee von der Walbucht finde ich interessant. Generell jagen Firnelfen Wale, mit Ausnahme der Wogentanz Sippe, welche im Nordwesten der Bernsteinbucht beheimatet ist. Beide Anworten gehen auf jeden Fall in die Richtung, dass es mehr Sinn machen würde die Thorwaler komplett separat anzusiedeln. Ich mache mir dazu mal ein paar Gedanken.

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  • So ich habe mir jetzt ein Paar Gedanken gemacht und ich finde die Walbucht Idee hat auf jeden Fall Potenzial. Gerade wenn man das Konzept Retter/Gerettete Komplett umdreht.


    Die Thorwaler erleiden also Schiffbruch und retten sich mit letzter Not über an die Küste. Dort entdecken Sie einen Ort, welcher Ihnen Unterschlupf (z.B. Gletscherhöhle) bietet und den Sie für ein Heiligtum Swafnirs halten, auch da sich in der Bucht davor die Wale zur Paarung treffen. Die Frage hier ist natürlich, ob es Sinn macht, dass die Thorwaler ohne Hilfe im ewigen Eis überleben. Aber wenn es tatsächlich ein Heiligtum ist, klingt das noch halbwegs glaubwürdig.


    Das Verhältnis zu Firnelfen sollte auf jeden Fall gespannt sein, aufgrund deren Tendenz zur Waljagt aber nicht unbedingt feindselig. Die Firnelfen werden schlau genug sein, die Wale heimlich zu jagen, nachdem Sie bemerken, dass die Menschen das nicht gerne sehen. Ich würde von einem Misstrauischem Verhältnis ausgehen bei dem man durchaus Handel treibt aber auch immer wieder Konflikte auftreten.


    Diese könnten dann Jahrhunderte später Firnelfen aufnehmen, welche Ihre Siedlung verlassen mussten (Gletschwerwurm, Schneeorks ...). Ich denke hier kann es ruhig mehr als eine Firnelfe sein, allein schon um nicht wieder ins das alleiniger Überlebender Klischee zu verfallen. Es reicht ja eine Handvoll Elfen die zusammen fliehen.


    Hier stellt sich dann natürlich wieder die Frage, warum bleiben die Firnelfen? Mit Ihrer Magie sollte es ja relativ unproblematisch sein zu einer anderen Elfensippe zu gelangen, welche Sie auch aufnehmen würde, da Elfen untereinander eigentlich stets helfen. Ein Verlängerter Aufenthalt durch Verletzung fällt dank Heilzauberei weg und mir fällt es schwer einen Grund zu finden, warum ein Firnelf länger als eine Woche dort bleiben sollte.


    Denkbar wäre auf jeden Fall die Firnelfe, welche verletzt von der Sippe gefunden wird und versorgt wird und da die Elfen nicht wissen, dass die Geburtskontrolle bei Menschen nicht funktioniert, kann hier ein Halb-Elf entstehen, welche dann nach der Rückkehr in eine Elfensippe zur Welt kommt. Nur bei dieser Version ist es eben "nur" ein Halb-Elf in einer Elfensippe. Ob er nun Thorwaler oder Nivesen Blut hat ist egal. Damit das Konzept funktioniert muss er aus irgendwelchen Gründen in einer Sippe mit den Menschen aufwachsen.


    Ob der Charakter 1/4, 1/2 oder 3/4 Elfenblut hat ist dabei eher egal.

  • zu dem Gespanten Verhältnis fällt mir spontan die Zwischenmenschliche Beziehungsentwickllung des Filmes Pocahontas ein.


    Die Entsprechende Ummünzung

    Die Thorwaler siedeln, eine einzelne Firnelfe (späherin) wird von ihnen aufgegriffen und ersteinmal gefangen gehalten. Die Firnelfen wollen sich das nicht gefallen lassen und belagern die Thorwaler in ihrer Höhle (ausräuchern geht wegen fehlendem Brennmaterial nicht) und dann kommen aber die Wale in die Bucht und etwas was als Wunder Swafnirs von den Thorwalern angesehen wird geschieht, die Firnelfe wird freigelassen und alle Missverständnisse können geklärt werden. die ursprünglich gefangene Firnelfe wird aber wegen ihrer Erfahrungen bei den "Wilden Menschen" als geschwächt betrachtet und verstoßen...


    Oder eine Firnelfe hatte eine Begegnung mit irgendwas extrem giftigem, wurde von den Thorwalern (die keine ahnung/möglichkeit von Heilmagie haben) gepflegt und weil die Sippe sie für tot / verschollen hält und deshalb nicht mehr da ist (weitergezogen, suchen gegangen) als die Firnelfe zurück will, kehrt sie zu den Thorwalern zurück.

    Jahre später kommen die Firnelfen auf ihrer Wanderschaft wieder vorbei und finden die Siedlung mit dem verlorenem Mitglied darin

    Meine Charaktere:




    Phelix Lassan, ein kleiner Dieb aus Albenhus


    [OT]Wenn ich denke das etwas nicht ganz zum aktuellen Thema passt[/OT]


    Der Einstieg in eine kleine Geschichte von mir

  • Die Thorwaler erleiden also Schiffbruch und retten sich mit letzter Not über an die Küste. Dort entdecken Sie einen Ort, welcher Ihnen Unterschlupf (z.B. Gletscherhöhle) bietet und den Sie für ein Heiligtum Swafnirs halten, auch da sich in der Bucht davor die Wale zur Paarung treffen. Die Frage hier ist natürlich, ob es Sinn macht, dass die Thorwaler ohne Hilfe im ewigen Eis überleben. Aber wenn es tatsächlich ein Heiligtum ist, klingt das noch halbwegs glaubwürdig.

    Nicht ohne Hilfe. In den Sommermonaten können sie ja durchaus ein paar Leute mit dem Schiff wegschicken um bitter benötigte Gegenstände einzutauschen, da sie ja jetzt eine Motivation haben zu bleiben und nicht durch äußere Umstande dazu gezwungen werden müssen.

    Hier stellt sich dann natürlich wieder die Frage, warum bleiben die Firnelfen? Mit Ihrer Magie sollte es ja relativ unproblematisch sein zu einer anderen Elfensippe zu gelangen, welche Sie auch aufnehmen würde, da Elfen untereinander eigentlich stets helfen. Ein Verlängerter Aufenthalt durch Verletzung fällt dank Heilzauberei weg und mir fällt es schwer einen Grund zu finden, warum ein Firnelf länger als eine Woche dort bleiben sollte.

    Die Menschen finden eine schwer Verletzte, bewusstlose Firnelfe der meinetwegen ein Arm/ein Bein abgerissen wurde. Als sie zu sich kommt ist es zu spät, das mit Magie wieder zu flicken. Diese weiß, dass sie keine Firnelfensippe aufnehmen wird mit dieser Verletzung und ihre eigene will sie damit nicht belasten. Schließlich muss jeder seinen Beitrag zum Überleben leisten. Aber diese verrückten Tala scheinen aus welchen Gründen auch immer gewillt zu sein ihr Obdach zu bieten... Da diese über keinerlei magische Fähigkeiten verfügen, entdeckt sie, dass sie trotz ihrer Behinderung einen nützlichen Beitrag für ihr Überleben leisten kann... Oder so ähnlich.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Die Entsprechende Ummünzung

    Die Thorwaler siedeln, eine einzelne Firnelfe (späherin) wird von ihnen aufgegriffen und ersteinmal gefangen gehalten. Die Firnelfen wollen sich das nicht gefallen lassen und belagern die Thorwaler in ihrer Höhle (ausräuchern geht wegen fehlendem Brennmaterial nicht) und dann kommen aber die Wale in die Bucht und etwas was als Wunder Swafnirs von den Thorwalern angesehen wird geschieht, die Firnelfe wird freigelassen und alle Missverständnisse können geklärt werden. die ursprünglich gefangene Firnelfe wird aber wegen ihrer Erfahrungen bei den "Wilden Menschen" als geschwächt betrachtet und verstoßen...

    Das beißt sich mit meinem Firnelfenbild. Bei Waldelfen könnte ich mir vorstellen, dass Sie jemanden verstoßen der zu viel Kontakt mit Menschen hatte, aber Firnelfen sind für mich der Begriff des Sippenzusammenhaltes. Solange die Firnelfe keine akute Gefahr für das Überleben der Sippe darstellt sollte Sie nicht verstoßen werden.


    Nicht ohne Hilfe. In den Sommermonaten können sie ja durchaus ein paar Leute mit dem Schiff wegschicken um bitter benötigte Gegenstände einzutauschen, da sie ja jetzt eine Motivation haben zu bleiben und nicht durch äußere Umstande dazu gezwungen werden müssen.

    Ok, ja wenn das Schiff in diesem Fall nicht versinkt ist das eine Möglichkeit, das stimmt. Das Schiff könnte dann erst in den letzten Jahren untergehen und daher muss jemand den Landweg nehmen.


    Die Menschen finden eine schwer Verletzte, bewusstlose Firnelfe der meinetwegen ein Arm/ein Bein abgerissen wurde. Als sie zu sich kommt ist es zu spät, das mit Magie wieder zu flicken. Diese weiß, dass sie keine Firnelfensippe aufnehmen wird mit dieser Verletzung und ihre eigene will sie damit nicht belasten. Schließlich muss jeder seinen Beitrag zum Überleben leisten. Aber diese verrückten Tala scheinen aus welchen Gründen auch immer gewillt zu sein ihr Obdach zu bieten... Da diese über keinerlei magische Fähigkeiten verfügen, entdeckt sie, dass sie trotz ihrer Behinderung einen nützlichen Beitrag für ihr Überleben leisten kann... Oder so ähnlich.

    Hm, auch hier tendenziell eher eine Darstellung wie ich Sie bei den Fjarningern sehen würde als bei den Firnelfen. Eine verkrüppelte Elfe würde eher den Schutz Ihrer Sippe suchen und dort auch aufgenommen werden, da man die seinigen Schützt. Dieser Glaube an Stärke und die Ablehnung von Schwachem ist in meinen Augen nichts Firnelfisches.


    Diese sind nur extrem auf den Überlebenskampf ausgerichtet und daher nach Außen abweisend und häufig feindlich, aber in der Sippe selbst ist man warmherzig und würde nie einen Elfen ausstoßen nur weil dieser nicht mehr an der Jagt teilnehmen kann. Die Elfe könnte sich ja immer noch um die Kinder kümmern oder als Formerin Gegenstände herstellen.

  • Hm, auch hier tendenziell eher eine Darstellung wie ich Sie bei den Fjarningern sehen würde als bei den Firnelfen. Eine verkrüppelte Elfe würde eher den Schutz Ihrer Sippe suchen und dort auch aufgenommen werden, da man die seinigen Schützt.

    Das setzt natürlich voraus, dass sie in ihrem Zustand überhaupt eine Chance hat, den Rückweg zu ihrer Sippe zu überleben... Ein Alternative wäre, dass sie zunächst bei den Menschen bleibt um Kraft für den Rückweg zu sammeln oder auf eine günstige Gelegenheit zu warten. Dabei kommt es dann zu dem Kind.

    Variante A: Die Mutter bleibt des Kindes/der Verletzung wegen, wird aber immer eine gewisse Sehnsucht ausstrahlen. Das färbt ab. Zwar weiß das Kind dieses Gefühl nicht so genau einzuordnen, entwickelt aber selbst ein unbestimmtes, immer stärker werdendes Fernweh. Als die Gemeinschaft dann jemanden braucht, der nach einem Landweg sucht, ist das die Gelegenheit...

    Variante B: Die Mutter verschwindet eines Tages Spurlos, kurz nachdem eine (ihre?) Elfensippe durchgereist ist und lässt das Kind zurück (-> Verlustängste, Bindungsängste etc. massiv Raum für interessantes Rollenspiel später). Dieses wächst unter Menschen auf. Wird sich jedoch immer nach seiner Mutter sehnen und nutzt die erste sich bietende Gelegenheit um aufzubrechen (s.o.)

    Variante C: Die Mutter nimmt das Kind mit. Dieses ist aber nach menschlichen Maßstäben schon recht alt und hat so schon einiges von der Kultur dieses Ortes mitbekommen. Vielleicht kann es sich deswegen nie wirklich in die elfische Gemeinschaft eingliedern. Oder es liegt einfach an seinem aufbrausenden Thorwaler Temperament, das die Gruppenharmonie stört? Auf jeden Fall zieht es irgendwann auf eigene Faust los...

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Die drei Varianten klingen alle stimmig das stimmt. Generell würde für mich allerdings nur Variante A in Frage kommen. Das "Problem" dabei und der Grund, warum ich in dem Fall lieber mehrere Elfen gehabt hätte, die zu der Thorwaler Sippe stoßen ist, dass hierdurch natürlich der Einfluss der "Thorwaler"-Kultur deutlich größer sein wird als beim ursprünglichen Gedanken.

    Der junge Halbelf würde ja noch in der Magie von seiner Mutter unterrichtet werden können und hört da dann auch die Sage von Emetiel und dem Untergang seines Volkes. Trotzdem wäre das kulturell eher thorwalisch geprägter Charakter. Was auch seinen Reiz hat. Im Gegensatz dazu war der Charakter der Ursprungsidee aber eher firnelfisch geprägt.


    Ich behalte das Mal im Hinterkopf würde aber gerne nochmal auf das ursprüngliche Konzept zurückkommen. Ist das wirklich so unwahrscheinlich?


    Passen wir es noch etwas an:


    - Die Sippe lebt im Yeti Land und geht auf gemeinsame Vorfahren mit der Wogentanz Sippe zurück, welche weiter südlich leben. Genau wie diese hegen Sie ein freundschaftliches Verhältnis zu Walen.

    - Die Thorwaler stranden dort und und Ihnen wird von der Sippe geholfen. Schiffbrüchigen zu helfen ist zumindest laut ALuT typisch für Firnelfen, auch wenn Sie diese dann schnell wieder loswerden wollen. Die Thorwaler erkennen jedoch eine Gletschergrotte mit einem Geysir (oder ähnliches) als Swafnirheiligtum und lassen sich dort nieder.

    - Über die Zeit arrangieren sich beide Sippen miteinander und treffen sich auch regelmäßig um große Probleme gemeinsam zu besprechen. Im Gegensatz zum 1. Entwurf würden die Sippen getrennt leben aber durchaus in Kontakt stehen.

  • Willkommen auf dem Orki, N0cturn. :)


    Das Verhältnis zu Firnelfen sollte auf jeden Fall gespannt sein, aufgrund deren Tendenz zur Waljagt aber nicht unbedingt feindselig. Die Firnelfen werden schlau genug sein, die Wale heimlich zu jagen, nachdem Sie bemerken, dass die Menschen das nicht gerne sehen.

    Man soll ja niemals alle Angehörige einer Gruppe oder Volkes oder Sippe oder Glaubensgmeinschaft über einen Kamm scheren, doch die Verfolgung von Waldjägern und Ahndung von Waljagd ist bei den Thorwalern religiös begründet. Im Laufe der aventurischen Geschichte gab es eine Menge blutiger Kämpfe zwischen Thorwalern und Waljägern. Die haben keine Rücksicht für Waljäger. Enqui haben z.B. besetzt (und vorher geplündert) und Todesstrafe für Waljagd verhängt.

    Die Firnelfen wiederum müssen alles in ihrem Lebensraum nutzen und ich kann mir nicht vorstellen, dass sie da Abstriche machen, weil fremde Menschen da sind, denen etwas nicht gefällt, schon gar nicht, weil das ihrem Gott zuwider ist, der den Firnelfen aufrecht egal und wohl unbekannt ist. Zumal die Menschen in den Siedlungsraum der Elfen eindringen, erwarte ich da keine Rücksicht oder Gnade für menschen, die ungefragt das Überleben der Sippe in Gefahr bringen, in dem sie eine Form der Nahrungsbeschaffung verbieten wollen.

    Dazu glaube ich nicht, dass eine kleine Gruppe Thorwaler da im Falle eines Kampfes Erfolg haben dürfte.

    Es kann sicherlich Einzelne geben, die ein Miteinander anstreben und Kompromissbereitschaft bevorzugen, ich würde das nur nicht als erste Regung auf beiden Seiten als Standard ansehen.


    Im Gegensatz zum 1. Entwurf würden die Sippen getrennt leben aber durchaus in Kontakt stehen.

    Gefällt mir besser, da in meinen Augen plausibler, als der erste Entwurf der Vermischung. :)

  • Warum keine Thorwalersippe, die eine Firnelfensippe zum Glauben an Swafnir bekehrt hat? Das mag auf den ersten Blick unlogisch erscheinen. Aber Regeltechnisch mit KL, CH und IN auf 15 und Bekehren/Überzeugen 15 mit mehr als 90% Wahrscheinlichkeit möglich. Und damit ist es eigentlich sogar unwahrscheinlich, dass es diese bekehrte Firnelfensippe nicht gibt :P


    Zumindest bezweifelt bei einem swafnirgläubigen Firnelfen niemand mehr die "Verweltlichung".


    "Nichts dringt in mein Hirn vor! Meine Reflexe sind zu schnell!"

    Drax, Guardians of the Galaxy

  • Schattenkatze

    Danke für das Willkommen heißen.


    Vermutlich würde es wirklich nicht so einfach gehen. Ich meine so etwas ähnliches von der Olporter Sippe gelesen zu haben, die auch manchmal noch Wale jagt, aber vielleicht macht es sich die Redax da auch ein wenig einfach. Sinnvoller ist es vermutlich wenn die Firnelfen mit der Wogentanz Sippe verwandt sind, damit sich die Elfen und Thorwaler nicht zerfleischen. Da diese am Nord-West Rand der Bersteinbucht leben, wäre eine Verwandte Sippe in den Yeti Landen bestimmt denkbar.


    Thorbe

    Eine Firnelfensippe davon zu überzeugen einen Gott zu verehren dürfte saftige Erschwernisse (+21? Immerhin gibt es wohl kein zweites Volk, dass die Götterverehrung so stark ablehnt) erhalten :D. Aber da es bei DSA 5 die Elfsiche Weltsicht als solche nicht mehr gibt, muss die Sippe auch nicht zwingend verweltlicht sein.

  • Also ein paar Eckpfeiler würde ich tatsächlich auch anders setzen:

    -Elfische Sippe jagt keine Wale (muss ja nicht die Wogentanz-Sippe sein, es gibt bestimmt noch kleinere Sippen, die ebenfalls keine Wale jagen)

    -Der Schiffbruch liegt noch nicht allzu lang zurück (einige wenige Jahrzehnte)

    -Es haben wesentlich weniger Menschen überlebt; die Überlebenden wurden in die Sippe aufgenommen, weil sie sich bei der Jagd bewährt haben


    Generell: Eine Otta zur See ist nicht sonderlich groß. Selbst wenn alle Mitglieder den Schiffbruch überleben, sind das wieviele Leute? 40? Nur wenn da das Geschlechterverhältnis recht ausgeglichen ist und in der Otta nicht sonderlich viele Mitglieder miteinander verwandt sind, kann sich daraus eine Gesellschaft entwickeln, die nicht nach kürzester Zeit einen IQ von Weißbrot besitzt. Ansonsten wird das schwierig.


    Thorwaler schreiben übrigens nicht sonderlich viel oder gerne. Die Skalden überbringen sämtliche Sagen nur von Mund zu Ohr, es gibt nur wenige schriftliche Aufzeichnungen. Das mag in letzter Zeit besser geworden sein, aber Pergamente aus einer Zeit von vor über 1400 Jahren halte ich gerade bei Thorwalern für unrealistisch.


    Es ist auch eher anzunehmen, dass die Thorwaler nach und nach ihren Glauben verlieren und sich eher den Elfen annähern als anders herum. Wie schon gesagt, Firnelfen lehnen das Konzept der Götterverehrung ab (sie wissen zwar, dass Götter existieren, sind darüber aber nicht sonderlich begeistert), Thorwaler glauben an Swafnir, Ifirn und Travia (vermutlich vergesse ich hier noch einen weiteren Gott, bitte hinzudenken), die restlichen Götter sind ihnen größtenteils egal und werden eher als Prinzipien beachtet, an denen man aber nichts ändern kann. Selbst Swafnir wird nicht auf einen hohen Sockel gestellt, sondern er ist eher der große Bruder für die Thorwaler. Daher sind sie von der Idee her nicht soooo weit weg von den Firnelfen, die ja nur nurdra und zerza als allgemeine Prinzipien anerkennen.


    Dass sich Thorwaler und Elfen vermischen, halte ich nicht für allzu weit her geholt. Während die Elfen am Anfang vermutlich vorsichtig gegenüber den Fremden eingestellt sind, mag die Neugier aber bei einigen jüngere Elfen überwiegen. Und aus Freundschaft wird dann vielleicht mal Liebe. Hier kann evtl. ein Skalde der Punkt sein, an dem sich Elfen und Menschen treffen. Der Skalde spielt auf seinem Instrument und die Elfe fühlt sich davon angezogen oder eben gerade nicht und bringt dem ungebildeten Rohling mal bei, wie man wirklich Musik macht.


    Weitere Ideen:

    -Die Elfensippe hatte selbst Verluste erlitten und die Thorwaler konnten das in einer schweren Phase für die Sippe ausgleichen (durch ihre Fähigkeit auf der Jagd)

    -Es haben nur wenige Thorwaler überlebt, die in einer guten Phase für die Elfensippe wieder gesund gepflegt und ernährt wurden. Dadurch sind die Thorwaler damit konfrontiert worden, wie die Elfen alles zu Nahrung machen, was lebt. Zunächst waren sie schockiert, haben aber die Notwendigkeit eingesehen und sich in die Gesellschaft eingefügt.

    -Es haben fast alle Thorwaler überlebt und die Elfen haben angeboten, sie in den Süden zu bringen. Elfen können durchaus in größeren Verbänden mittels Unitatio ein Boot aus Eis formen, das dazu in der Lage ist, in den Süden zu fahren, bis zum Beispiel Riva erreicht ist. Evtl. sind ein paar Elfen mitgegangen und/oder das Boot war zu klein, um alle Thorwaler mitzunehmen, sodass einige wenige Thorwaler zurückblieben (und sich dann evtl. nach einigen Jahren / Jahrzehnten mit den Elfen vermischten).

    -Der Großvater / die Großmutter des Elfen stirbt und der Dreiviertelelf zieht nun aus, seine thorwalschen Wurzeln zu ergründen.

  • Danke Mentharion, das sind einige sehr gute Punkte, die einige Schwächen aufdecken.


    Ich habe danach noch einmal drüber nachgedacht, was ich eigentlich hauptsächlich erreichen will:


    -Der Elf soll nicht nur selbst einen Grund haben die Eiswüste zu verlassen sondern im Idealfall im Einklang und zum Nutzen seiner Sippe, allerdings auch ohne so konkretes Ziel, welches er eigentlich zielstrebig verfolgen und dann zurückkehren müsste. Hier bietet sich meiner Meinung nach schon der Wechsel der Zeitalter an. Die Elfen merken, dass die Welt im Wandel ist, aber nicht was das für die Sippe bedeuten wird. Das ein Elf auszieht mehr über diese Ereignisse zu erfahren finde ich nachvollziehbar und wird sicherlich einige Jahre dauern in denen man einige Abenteuer erleben kann.

    - Einen Grund warum die Sippe verweltlicht ist. Ich hatte Zwischenzeitlich überlegt, dass dies in DSA5 kein Problem sein, aber da DSA5 bisher auf gemischte Gefühle bei uns trifft mag es sein, dass ich den Charakter irgendwann auf DSA4 konvertiere. Abgesehen von Regeltechnischen ist das Salasandra zudem einfach eine Sache die ich am DSA-Elfenbild nicht sonderlich schätze und Firnelfen die Schiffbrüchige aufgenommen haben sind ja ein explizites Beispiel aus ALuT für eine Sippe die verweltlicht ist.


    Die Idee mit einer Thorwalersippe die im hohen Norden ein Swafnir-Heiligtum schützen und eine Firnelfe aufgenommen haben finde ich interessant, aber das wäre ein anderer Charakter als mir vorschwebt.


    Ich denke es ist einfacher und sinniger, wenn nur wenige Menschen überlegt haben, welche komplett in die Sippe aufgenommen wurden, wie es Mentharion vorgeschlagen hat. Auch den Zeitraum zu verkürzen scheint in diesem Fall sinnvoll, wobei ich schon einige Jahrhunderte im Auge hätte, da ja für die Sippe genug Zeit bleiben sollte weltlicher zu werden. Ich habe jetzt Mal in Efferds Wogen geschaut in welchen Epochen es am besten passen könnte und um das ganze vielleicht etwas im Hintergrund des offiziellen Aventurien zu verankern. Muss nicht, aber wenns passt ist es ja nett.


    - 800 v. BF Admiral Sanin der Jüngere verstirbt an der Bernsteinbucht, wo heute noch sein Schiff zu finden sein soll. Schicksal der Mannschaft ungeklärt.

    - 608 -585 v. BF die Thorwaler senden Expeditionen in den hohen Norden die bis an den Rand des ehernen Schwert kommen.

    - 247 BF Eine Jahrhundertwelle trifft den Gold von Riva und zerstört die Stadt Swelt. Eine Expedition die ausgeschickt wurde den Ursprung der Welle zu finden kehrt nicht zurück.

    - ab 431 BF nach der Befreiung Thorwals von den Priesterkaisern schicken die Thorwaler viele Expeditionen um den Ifirnspfeiler zu finden. Viele Schiffe bleiben auf See.

    - 602 -645 BF Einem Thorwaler gelingt die Nordumsegelung des Yeti Landes. Da dabei Vögel beobachtet wurden die nach Norden flogen ist eine folgende Expedition vielleicht aufgebrochen dies zu ergründen und nicht zurückgekehrt.


    Ich denke grundsätzlich kommen da alle in Frage. Thorwaler passen aber vermutlich besser, da Sie die wenigsten Probleme damit haben dürften sich im hohen Norden nützlich zu machen. Eine Expedition, die vor 400-600 Jahren auf der Suche nach dem Ifirnspfeiler verschollen ist, klingt also stimmig, auch wenn Nachfahren von Admiral Sanins Manschaft sicherlich Ihren Reiz hätten.


    Warum bleiben die Thorwaler/dürfen bleiben? Kurz nachdem die Thorwaler von den Elfen aufgenommen wurden werden Sie von Schneeorks/Fjarningern/Yetis angegriffen. Vielleicht weil diese in den Neuankommlingen ein schlechtes Omen sahen, vielleicht nur ein Zufall. Auf jeden Fall sterben genug Menschen und Elfen, dass es keine Alternative mehr ist diese zurückzubringen, da jeder Erwachsene zum Erhalt der Sippe gebraucht wird. Das ewige Eis ist ja kein Ponyhof wo jeder kommen und gehen kann wie er will.


    Als Resultat bleibt dann eine Sippe mit hohem Menschenblutanteil. Die reinblütigen Elfen sind eher in der Minderheit, während es reinblütige Menschen überhaupt nicht mehr gibt. Inwiefern der Glaube und die Sagen der Thorwaler überlebt haben müsste ich nochmal überlegen, ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Ankunft der Menschen in Liedform überdauert hat. Und da eine Sippe die ein freundschaftliches Verhältnis zu Walen pflegt macht es auch Sinn wenn der Swafnir Glaube in der einen oder anderen Art noch zu finden ist.

  • Das klingt für mich zumindest wesentlich "realistischer" als der erste Ansatz. Und ich denke, mit diesem Ansatz wirst du auch mehr Spaß haben, wenn dein Elf auf die Menschheit trifft und einen Teil des Sippenlieds in Form des Glaubens der Thorwaler wiederfindet. :)