Lanzenangriff

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Zum Orkenspalter Jubiläum habe ich eine kleine Aktion gestartet, an der ihr hier teilnehmen könnt.
  • ja natürlich entschuldigung hatte ich auch wieder vergessen dass da noch "zu Pferd" bei stand. Und die SUFU im Regelwiki lässt ja leider auch zu wünschen übrig :D

    "Nie. Ohne. Seife... Nie. Ohne. Seife... Nie. Ohne. Seife..."
    "WESTEN IST LINKS, MANN!"

  • Alle bisher in DSA5 enthaltenen Ritter-Professionen (Ritter, Ritter der Streitenden Königreiche, Distelritter) haben FW 8 in Reiten, obwohl FW 10 die Voraussetzung für Berittener Kampf sind. Dies wird deshalb so gehalten, da durch bestimmte Kulturpakete sich der FW des Talent Reiten noch erhöhen kann.

    Sehe gerade die Fertigkeitsspezialisierung Reiten beim Ritter der Streitenden Königreiche stehen. Die erhöht den Wert bei der Probe um zwei. Aber ich kann diese SF nicht nutzen um das Minimum für eine andere SF zu erfüllen, oder?

  • Die erhöht den Wert bei der Probe um zwei.

    Falsch. Also im Grunde korrekt, aber die + 2 sind nicht! auf den Grundwert des Talentes zu veranschlagen. Du musst beim Talent Reiten ein Anwendungsgebiet auswählen. GRW Seite 190, da hast du einige Anwendungsgebiete aufgelistet. Lanzenangriff ist Kampfmanöver. Das heißt, wenn du auf das Talent Reiten im Anwendungsgebiet Kampfmanöver eine Probe würfelst, hast du + 2 FW. Du brauchst aber vorher FW 10 in Reiten, sonst kannst du den Beritten Kampf und somit Lanzenangriff nicht erlernen. Du hättest dann auf eine Lanzenangriffsprobe Talent Reiten 10 + 2 durch Anwendungsgebiet Kampfmanöver.

    Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

    ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.


  • Ah, danke. Dachte ich mir schon, aber ich dachte ich frage vorsichtshalber nochmal nach.


    Was mir gestern abend noch auffiel, sind die kleinen Unterschiede von Niederreiten zu Sturmangriff zu Pferd oder Lanzenangriff.


    Zunächst:

    Lanzenangriff wird genau so durchgeführt wie Sturmangriff zu Pferd, aber die verwendete Kampftechnik ist ausschließlich Lanzen (mit dem Zusatz, dass die Lanze nach einem erfolgreichen Angriff fallengelassen wird).

    Ergo: Sturmangriff zu Pferd = Lanzenangriff


    Ein unausgebildeter Reiter kann also entweder im Galopp umreiten (Niederreiten), oder stehen und schlagen. Erst mit der SF Berittener Kampf ist man in der Lage beides zeitgleich zu tun: Galopp und hieben/stechen (=Sturmangriff zu Pferd).

    Aber jetzt verstehe ich nicht die Unterschiede.

    Niederreiten verlangt mindestens 4 Schritt Abstand (Anlauf?), das Reittier rennt seine volle GS runter und das Wendemanöver dauert eine Aktion.
    (Dass man nur Ausweichen kann ist logisch. Beim Niederreiten hält man voll auf den Fußkämpfer zu, bei den anderen Manövern reitet man daran vorbei.)

    Den anderen Manövern fehlen diese drei Einträge. Heißt das die fallen tatsächlich einfach weg oder wurden sie weggelassen, da der Autor es als selbstverständlich hielt, dass die "erweiterten" Manöver wie das "Einfache Manöver" funktionieren?

  • Für den Sturmangriff zu Pferd und den Lanzenangriff würde ich dieselben Vorraussetzungen annehmen wie für das Niederreiten (also min. 4 Schritt Abstand, volle GS des Reittieres, Wenden 1 Aktion).

    Der Unterschied zwischen diesen drei Angriffsarten ist, meiner Ansicht nach:

    Lanzenangriff - Voller Gallopp richtung Gegner und mit der Lanze aufspießen (KT Lanzen), Schaden der Lanze

    Sturmangriff - Voller Gallopp richtung Gegner und Hieb mit Schwert/ Hammer/ etc. (außer Lanzen), Schaden der verwendeten Waffe + Bonusschaden durch Geschwindigkeit des Reittieres

    Niederreiten - Voller Gallopp auf den Gegner und Treffer mit dem Pferd, Schaden je nach Reittier

  • Lanzenangriff - Voller Gallopp richtung Gegner und mit der Lanze aufspießen (KT Lanzen), Schaden der Lanze

    +Bonusschaden durch Geschwindigkeit, steht beim Lanzenangriff ja auch dabei, deswegen auch @Ricordis'

    Ergo: Sturmangriff zu Pferd = Lanzenangriff

    .


    Niederreiten verlangt mindestens 4 Schritt Abstand (Anlauf?), das Reittier rennt seine volle GS runter und das Wendemanöver dauert eine Aktion.
    (Dass man nur Ausweichen kann ist logisch. Beim Niederreiten hält man voll auf den Fußkämpfer zu, bei den anderen Manövern reitet man daran vorbei.)

    Den anderen Manövern fehlen diese drei Einträge. Heißt das die fallen tatsächlich einfach weg oder wurden sie weggelassen, da der Autor es als selbstverständlich hielt, dass die "erweiterten" Manöver wie das "Einfache Manöver" funktionieren?

    Also ich würde erstmal laut Regelwerk sagen, diese Vorraussetzungen fallen weg, denn sie stehen nicht drin und Sturmangriff und Lanzenangriff sind quasi Copy+Paste also warum sollte der Autor an der einen Stelle Dopplung vermeiden ohne es zu kennzeichnen und an anderer Stelle voll reinkloppen. Zudem gibt es beim Sturmangriff am Ende die Passage "Pferd und Reiter verringern ihre Geschwindigkeit nach erfolgtem Angriff nicht automatisch", was ja durchaus etwas anderes ist als "Das Pferd rennt seine gesamte GS runter".


    Also im Grunde will ich nur sagen da gibs ne Menge Baustellen und man regelt sich das am Besten so hin wie mans selber am liebsten hat, weil der Text doch sehr schwammig ist und auch nen paar Sachen fehlen (Schritt -> Trab braucht freie Aktion, Trab -> Schritt ist nicht definert).

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  • Ah ja, stimmt. Das hatte ich grade nicht mehr im Gedächtnis :saint:

    Dann ist Lanzenangriff natürlich wie der Sturmangriff, nur mit KT Lanzen. Allerdings gibt es auch weiterführende Sonderfertigkeiten für Lanzen, die die SF Lanzenangriff voraussetzen (z.B. Frontalangriff, mächtiger Lanzenangriff, Durchbohrung). Inwieweit das die Sonderfertigkeit rechtfertigt sei mal dahingestellt. Ich könnte mir noch vorstellen der Lanzenangriff als eigene Sonderfertigkeit wurde aus Balancing Gründen mit eingeführt.

  • Jetzt habe ich eine Woche lang das Thema ruhen lassen und gerade meine eigene Zusammenfassung oben gelesen.

    *facepalm*

    Eigentlich ist das logisch, dass die wegfallen:

    Beim Niederreiten muss das Pferd maximale Geschwindigkeit haben. Beide Hände an den Zügeln. Das Reittier wird zum Rammbock.

    Die anderen Manöver hingegen verlangen mindestens eine freie Hand des Reiters und stellen eine parallele Handlung dar.

    Das ist eher so ein angaloppieren anstelle von vollem Sprint vorwärts.

    Daher kein Anlauf nötig sowie frühzeitiges Bremsen und Wenden möglich.


    Klingt das logisch und nachvollziehbar? O_o

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Ricordis () aus folgendem Grund: Korrekte Grammatik du sollst verwenden.

  • Ja das ergibt Sinn.

    Beim Niederreiten muss sich das Pferd im Galopp befinden und 4 Schritt Anlauf haben, also kurzzeitiger Sprint aus dem Galopp.

    Beim Sturmangriff zu Pferd muss sich das Pferd ebenfalls im Galopp befinden, allerdings ist keine weitere Beschleunigung nötig/ möglich.

  • So wie ich das lese ist der Frontalangriff ein Niederreiten auf das ein Lanzenangriff folgt. Alles in einer Aktion. Somit gilt hier auch 4 Schritt Anlauf, volle GS weiterreiten, Wendeaktion (da Niederreiten als erstes ausgeführt wird). Der Lanzenangriff kommt dann noch als "Schmankerl" mit dazu.

    Springt der Gegner zur Seite (das Ausweichen gegen das Niederreiten gelingt) kann der Reiter noch mit der Lanze nachsetzen (2. AT mit dem Lanzenangriff).

    Im Idealfall treffen beide Attacken (Niederreiten + Lanzenangriff) und der Reiter hat Matsch am Spieß. Trifft keine der Attacken steht man ein gutes Stück weiter, kann in 1 Aktion wenden und zum erneuten Angriff ansetzen.

  • Das müsste sich dann aber auch jemand ausgedacht haben der ein Pferd noch nie aus der Nähe gesehen hat, die bewegungsdynamische Vorstellungskraft einer Koralle hat und glaubt das ein Handspann 30cm wären. 8o


    Wenn das ernsthaft so gemeint ist sollte man mal einen Kickstarter starten mit dem Zweck dem der sich das ausgedacht hat ein "WAS ist WAS" Buch über Ritter zu kaufen und ihn mal auf ein Mittelalterfest mit Schaukampf und Tjost zu schicken.


    Ich hoffe schwer das zwei verschiedene Ziele gemeint sind und der Schreiber lediglich betrunken war. Ich kann mir jedenfalls keinen vernünftigen Grund vorstellen warum ein Ritter so dumm sein sollte seinen eigenen Erfolg derart zu minimieren und dabei gleichzeitig die Gefahr für sein eigenes Leben und das seines Reittiers derart absurd in die Höhe zu treiben.

    Kein Zitat ist so genial, dass man es jeden Tag wieder und wieder lesen müsste.

  • Du beschreibst den typischen DSA Regel-Schreiber.

    Es sind so unglaublich viele Dinge derartig abstrakt ausgedrückt, dass man den Realitätsgrad gänzlich außen vor lassen kann.

    Jagd, Herstellung, Binden und Windmühle, etc.

    Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich denke dieser Thread kann erfolgreich geschlossen werden.

    Vielen Dank an alle Partizipanten :)

  • Das müsste sich dann aber auch jemand ausgedacht haben der ein Pferd noch nie aus der Nähe gesehen hat, die bewegungsdynamische Vorstellungskraft einer Koralle hat und glaubt das ein Handspann 30cm wären. 8o


    Wenn das ernsthaft so gemeint ist sollte man mal einen Kickstarter starten mit dem Zweck dem der sich das ausgedacht hat ein "WAS ist WAS" Buch über Ritter zu kaufen und ihn mal auf ein Mittelalterfest mit Schaukampf und Tjost zu schicken.


    Ich hoffe schwer das zwei verschiedene Ziele gemeint sind und der Schreiber lediglich betrunken war. Ich kann mir jedenfalls keinen vernünftigen Grund vorstellen warum ein Ritter so dumm sein sollte seinen eigenen Erfolg derart zu minimieren und dabei gleichzeitig die Gefahr für sein eigenes Leben und das seines Reittiers derart absurd in die Höhe zu treiben.

    Leider ist es wohl so gemeint wie von mir beschrieben. Laut Regelwiki:

    "Der ausgewählte Gegner muss sich sowohl gegen die Attacke durch das Niederreiten des Pferds als auch anschließend mit der Attacke durch den Lanzenangriff des Reiters auseinandersetzen." Frontalangriff

    Wie das dann aussehen soll ohne komplett lächerlich zu klingen kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen.


    Aber schön das wir Ricordis helfen konnten. Und auch bei mir wurde durch diesen Thread noch die ein oder andere Lücke im Lanzengang geschlossen;)


    Also ebenfalls von mir vielen Dank :thumbsup:

  • Nur um das nochmal aufzuzeigen, weil es so schön anschaulich ist.


    Das ist ein Ritter mit einer Lanze:


    holender++kopijnik1.jpeg


    Das ist jetzt nicht einmal eine besonders lange Lanze.


    Frage an Billy Quizboy: Was trifft zuerst? Lanze oder Pferd?

    Antwort: eznaL


    Um gleichzeitig mit Lanze UND Pferd das GLEICHE Ziel treffen zu können müsste ich die Lanze direkt am Hals meines Pferdes vorbeiführen, oder auf links führen. Der Winkel ist in beiden Varianten äußerst unvorteilhaft, sowohl für mein Pferd, als auch für mich selbst. Er maximiert das Risiko das Lanzensplitter mein Pferd verletzen und es maximiert mein Risiko aus dem Sattel gerissen zu werden. Zumal ich auf Links die Lanze nicht loslassen kann. Sie muss dann um mich herum gerissen werden. Keine schöne Sache.

    Zumal ich bei der völlig unnötigen Kollision mein Pferd zusätzlich verletzen kann und mein Momentum verliere. Bei einer Schlacht mit Kavellerie im Sturmangriff ist es schlicht unvermeidbar das es Kollisionen gibt, aber in einer solchen Schlacht würde ich auch einen Teufel tun das GLEICHE Ziel derartig zu übertöten. Und bei größeren Zielen wäre es der helle Wahnsinn. Einen Oger (oder ein beliebiges anderes Pferdegroßes Ziel) würde ich zum Beispiel NICHT Lanz-Rammen wollen. Überhaupt ist es eine dumme Idee ohne besondere Not mein Pferd in Kollisionen zu steuern. Dabei wird schließlich mein Pferd verletzt.

    Die meisten SC Ritter kämpfen vermutlich eher selten in großen Schlachten, so das der Angriff auf ein einzelnes Ziel oder ein Ziel als Teil einer sehr kleinen Gruppe sehr viel eher die zu erwartende Anwendung derartiger Attacken ist.


    Und was ist wenn das Ziel weiß was rechts und links sind und... dann nach rechts ausweicht? Was dann mein links ist. Wo meine Lanze nicht ist. Ich meine das wäre ein echt guter Trick, was? Und die Lanze auf links wechseln geht zwar (theoretisch), aber nicht innerhalb von vielleicht 1-1,5 Viertelsekunden. Lanze auf Links macht man im Tjost mit einer Turnierlanze. Im Kampf mit einer Kriegslanze ist das ziemlich gefährlich.


    Ich würde es ja als erschwerten Lanzenangriff führen und wenn der Lanzenangriff nicht trifft darf ein ebenfalls erschwertes Niederreiten direkt nachgeschoben werden. Allerdings nicht Ablauf-simulationistisch, sondern Ergebnis-simulationistisch gedacht. Erhöhte Chance auf EINEN Treffer durch reduzierte Einzelchance. Alternativ würde ich erlauben beide Angriffe gegen unterschiedliche Ziele durchzuführen, was ich als die eigentliche Normalform eines solchen Angriffs betrachte. Dann hat man eine geringere Chance pro Angriff, aber dafür die Chance auf zwei Treffer gegen zwei Ziele.

    Kein Zitat ist so genial, dass man es jeden Tag wieder und wieder lesen müsste.

  • Ich würde es ja als erschwerten Lanzenangriff führen und wenn der Lanzenangriff nicht trifft darf ein ebenfalls erschwertes Niederreiten direkt nachgeschoben werden. Allerdings nicht Ablauf-simulationistisch, sondern Ergebnis-simulationistisch gedacht. Erhöhte Chance auf EINEN Treffer durch reduzierte Einzelchance. Alternativ würde ich erlauben beide Angriffe gegen unterschiedliche Ziele durchzuführen, was ich als die eigentliche Normalform eines solchen Angriffs betrachte. Dann hat man eine geringere Chance pro Angriff, aber dafür die Chance auf zwei Treffer gegen zwei Ziele.

    Eine sehr gute Lösung, das werde ich wohl so als Hausregel übernehmen. Ergibt viel mehr Sinn als der Stuss der im Regelwiki steht.

    Falls irgendwann mal einer meiner Spieler auf die Idee kommen sollte den Frontalangriff lernen zu wollen. Mein Ritter wird dankend ablehnen und weiter mit Lanzenangriff und Sturmangriff zu Pferd kämpfen. Die 25AP sind woanders besser investiert.