Das Vergessene Tal

Neues Newsletter-System
Der Orkenspalter Newsletter informiert unregelmäßig zu u.a. folgenden Themen:
  • Orkenspalter-Community mit News, Downloads, Events uvm.
  • Das Schwarze Auge
  • Themen aus dem Nerd & Fantasy-Segment
  • Veranstaltungen
    • Beteiligte Personen

      Spielercharaktere:

      ________________________________________________________________________

      NSCs


                                                                                                                        

      DISCLAIMER:

      "DAS SCHWARZE AUGE, AVENTURIEN, DERE, MYRANOR, THARUN, UTHURIA und RIESLAND sind eingetragene Marken der Significant Fantasy Medienrechte GbR. Ohne vorherige schriftliche Genehmigung der Ulisses Medien und Spiel Distribution GmbH ist eine Verwendung der genannten Markenzeichen nicht gestattet. "

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 Mal editiert, zuletzt von Sahadriel () aus folgendem Grund: Weitere Person(en) eingefügt

    • Orte und Gebäude

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Sahadriel ()

    • Dieser ewige Regen! Schon seit Stunden scheint Dere nur noch aus fallendem Wasser zu bestehen. Es findet seinen Weg durch jede noch so kleine Schwachstelle in eurem Regenzeug, sodass auch die Kleidung darunter mittlerweile unangenehm feucht ist. Schon nach kurzer Zeit hatte sich das, was man in dieser Gegend hochtrabend Straße nennt, in eine einzige Schlammpiste verwandelt. Das Vorankommen wird dadurch nicht gerade leichter und längst sind Stiefel und Beinkleid bis zu den Knien schlammverschmiert. Wahrlich, der Sommer macht seinem Namen heute keine Ehre.


      Die fernen Gipfel des Finsterkamms, die sonst den Horizont begrenzen sind hinter dichten grauen Wolken verschwunden. Selbst die Bäume am Wegrand bieten längst keinen Schutz mehr vor dem herabströmenden Wasser. Auf der anderen Seite des Weges wälzen sich die trüben Fluten des Svellts träge dahin. Hier und da steht ein Reiher am durchweichten Ufer und beäugt missgelaunt die aufgewühlte Wasseroberfläche. Ansonsten scheinen sich selbst die Vögel verkrochen zu haben und kein Laut ist zu hören, außer dem unablässigen Prasseln des Regens, dem gelegentlichen Glucksen der Strömung und dem leisen Schmatzen, mit dem der Schlamm bei jedem Schritt euer Schuhwerk wieder freigibt.


      Arakne

      Während du in den strömenden Regen hinausschaust, freust du dich wieder einmal über das Glück, auf die beiden Wagen der norbardischen Händler gestoßen zu sein. Auf der Ladefläche des Planwagens ist es zwar nicht wirklich bequem, aber wenigstens trocken. Und bei dem Gedanken durch den Schlamm waten zu müssen schaudert dir. Plötzlich ertönen Rufe von vorne und der Wagen wird langsamer und schert zur Seite aus. Nach einer Weile siehst du einen Ochsenkarren vorbeifahren, der ohne anzuhalten hinter der Biegung verschwindet, die ihr gerade hinter euch gelassen habt. Als die Fahrerin versucht den Wagen zurück auf die Straße zu lenken geschieht es: Mit einem Ruck kommt das Gefährt zum Stehen und rutscht in eine bedenkliche Schieflage, sodass du gut durchgeschüttelt wirst. Von vorne erklingt verhaltenes Fluchen. Die Norbardin dreht sich zu dir um: „Wie’s ausschaut hoben wir uns festgefahren.“


      Sumudai&Janka

      Die meisten anderen Menschen scheinen das Wetter vorausgeahnt zu haben. Zumindest habt ihr den Weg fast ganz für euch alleine. Da ist der von einem Ochsen gezogene Wagen, der euch in Richtung Lowangen entgegenkommt schon ein seltenes Ereignis. Der darauf sitzende Bauer nimmt das Wetter offenbar ebenso stoisch hin wie sein Zugtier. Lediglich die Waren auf dem Wagen sind mit Öltuch abgedeckt, in dessen Falten sich das Wasser sammelt. Als er euch passiert, nickt er euch kurz zu, was einen Schwall Wasser von seinem Hut niedergehen lässt, während ihr euch ins Gebüsch drückt, um ihn vorbeizulassen.


      Gesine

      Eigentlich hattest du ja gehofft, diesen verregneten Tag in Ruhe mit deinen Büchern auf deinem Zimmer im Kupferkessel verbringen zu können. Am morgen hattest du noch einmal nach dem gebrochenen Bein des Händlers gesehen und zufrieden festgestellt, dass er bereits auf dem Wege der Besserung ist. Dann hast du dich zurückgezogen. Doch wie so oft kommt es anders. Kaum dass du deine Notizen vor dir ausgebreitet und dich in deine Lektüre vertieft hast, erklingt ein schüchternes Klopfen an deiner Zimmertür.


      Werkfried

      Dein Schlachtross hat schlechte Laune, eben hat es sogar nach Sahel geschnappt. Verdenken kann man es ihm eigentlich nicht bei diesem Wetter. Auch dir schlägt dieser ewig prasselnde Regen so langsam aufs Gemüt. Insofern bist du ganz froh, früh aufgebrochen zu sein. So konntest du wenigstens einen Großteil der Strecke trockenen Hufes zurücklegen. Nun endlich schält sich vor die Erkenstedt aus den Regenschleiern. Zumindest vermutest du, dass es sich bei dem Haufen einfacher Holzhütten um die „Stadt“ handelt, von der dir der Bauer auf dem Ochsenkarren vor zwei Stunden erzählt hat. Lediglich wenige Gebäude stechen aus der Ansammlung ärmlicher Holzhütten hervor, die sich um die Schlammpiste drängt: Das zweistöckige Haus mit dem verwitterten Schild über der Tür, welches einen Kessel auf einem Dreibein in abgeblätterter roter Farbe zeigt, wird wohl das Wirtshaus sein. Ein Stückchen davor steht ein ebenfalls zweistöckiges Holzhaus. Dessen in kräftiger Farbe gestrichene Fensterläden und die mit Schnitzereien versehene Tür lassen erahnen, dass hier wohl jemand wichtiges wohnt. Ein Stück weiter die Straße herunter ist ein langgezogenes Gebäude mit einem Strohbedeckten Giebeldach. Und das einzige steinerne Gebäude in zweiter Reihe wird wohl die Schmiede sein. Soeben verlässt eine junge Frau das Strohhaus und verschwindet im Wirtshaus. Ein paar blonde Strähnen schauen unter ihrer Kapuze hervor und unter dem hastig übergeworfenen Mantel lässt sich einfache, aber saubere Dienstbotenkleidung erahnen.


      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Sumudai zieht sich ihren breitkrempigen Hut tiefer in die Stirn und ihren (angeblich!) wasserdichten Regenmantel dichter um sich. Durch die Nähte sickert Feuchtigkeit. An sich ist das Wetter trübsinnig, doch sie schwelgt in nostalgischen Erinnerungen. "Spasiba,dass du mich mitgenommen hast, Janka. Auf so einem Wagen bin ich aufgewachsen, naja, jedenfalls bis ich 9 Sommer alt war..."


      (Beschreibung von Sumudai im Spoiler im 1. Post)

    • Werkfried hält den großen dunkelbraunen Tralloper vor dem Wirtshaus an, befestigt die Zügel des zweiten Pferdes am Sattel und springt herab, was der schlammige Dorfweg mit einem Schmatzen würdigt.


      Der Ritter ist fast 2 Schritt groß, breitschultrig und - wohl als Folge des langen Rittes - auch gerade etwas breitbeinig. Die dunkelblonden Haare sind zwar durchnässt, man erahnt jedoch eine Frisur. Das Gesicht ist glattrasiert und trotz der durch den Regen zusammengekniffenen Augen attraktiv. Er trägt einen Gambeson und darüber einen weißen Wappenrock, der beidseitig bis zu den Knien reicht. Dieser zeigt das den Schweif eines Fuchses neben einer Weinrebe. Das Wappen wird von der Corona der Praioskirche umrandet. Das gleiche Wappen mit Korona ist auf dem Weißen Umhang abgebildet welcher jedoch das Schicksal der übrigen Oberkleidung und der Lederhose teilt: er ist vollständig durchnäßt. Am Gürtel trägt er ein Schwert welches (aufgrund der Proportionen) nur dem geübten Auge als Anderthalbhänder auffällt. Der Knauf ist schlicht, ebenso wie der mit schwarzem Leder umwickelte Griff.

      Sein Reitpferd, ein dunkelbrauner Tralloper Riese trägt eine Schabracke passend zum Wappenrock des Ritters. An der Hand - und nun am Sattelknauf befestigt - wurde ein weiteres Pferd geführt, ein gescheckter Warunker. Dieser ist mit einem Packsattel beschallt auf welchem sich neben Satteltaschen, einem Holzschild mit passendem Wappen und einem (gefüllten) Axtgehänge auch in Öltuch gehülltes weiteres Gepäck befindet.


      Die Zügel fallen lassend - und in der Überzeugung, dass sich hier niemand am Pferd oder Gepäck zu vergreifen wagt - betritt der Ritter den Schankraum. Währenddessen hat er mit der linken zwei Silbertaler aus dem Beutel gefischt, welche er der ersten zu diesem Etablissement gehörenden Person zuwirft.

      "Werkfried von Fuchsbach, Travias Segen auf euer Haus." ertönt die tiefe Stimme des Mittzwanzigers. "Ein kräftiger Knecht für meine Pferde, ein weiterer der mein Gepäck auf das Zimmer bringt." Dabei tritt er weiter in den Raum hinein und löst den Schwertgürtel. "Für mich ein einen Zuber mit heißem Wasser und einen Platz am Kamin für meine Kleidung." Trotz der fordernden Worte klingt die Stimme freundlich. Er scheint gewohnt, dass ihm Folge geleistet wird. Werkfried scheint sich ebenso wenig Gedanken zu machen, ob es ein freies Zimmer gibt und welches das beste ist.

      "Und ein dunkles Bier, bis das Bad fertig ist!"




      "Nichts dringt in mein Hirn vor! Meine Reflexe sind zu schnell!"

      Drax, Guardians of the Galaxy

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Thorbe ()

    • Janka führt ihren Esel und stapft stoisch durch den Matsch, den der Regen aus der Straße gemacht hat. Um zwei Leute auf dem Wagen zu ziehen, ist ihr Tier zwar nicht stark genug, doch bei den freundlichen Worten ihrer Mitfahrerin schaut sie über die Schulter und grinst. "Da,niemals würde ich eine Schwester in diesem Regen einfach stehenlassen! Obwohl mein kleines Gestell nichts ist gegen die Gastlichkeit eines richtigen Wagens..." Sie seufzt. "Gegen eine warme Mahlzeit hätte ich zumindest gerade nichts einzuwenden." Geradeaus verschwindet die menschenleere Straße irgendwann zwischen den Regenfäden. "Du bist schon früh fortgezogen, Sumudai. Ich nehme an, damals hattest du besseres Glück mit dem Wetter..."

    • "Njet. Nicht wirklich. Ich bin in die Lehre zu einem Magier gekommen. Das war in Riva, am Nordmeer - da war das Wetter meistens noch schlimmer. Viel kälter. Aber ein festes Dach über dem Kopf. Dennoch, ich habe die Straße vermisst", erzählt Sumudai. "Wenn du willst, kann ich auch laufen, dann kannst du dich ausruhen", schlägt sie Janka vor.

    • Janka schüttelt den Kopf und lacht, dabei verteilt sie Regentropfen auf dem Esel, der sie strafend ansieht.

      "Mein Eschor hat seinen eigenen Kopf, ich fürchte, der würde auch zubeißen. Seine Laune ist sowieso mies heute!"

      "Dann warst du gar nicht an einer Akademie? Nun, ich schätze, das wäre auch nichts für unsereins..."

    • "Nein, das wäre viel zu teuer gewesen für meine Mutter." Sumudai lächelt etwas bemüht. "Nun, ich wäre schon gerne... du weißt schon, mit anderen Kindern und so, aber ist ja egal, jetzt ist es wie es ist, und ich muss nach Süden reisen, um mein Examen zu machen. - Und was treibt dich so in diese Richtung?"

    • Die Zeit in Lowangen war überaus lehrreich, aber allmählich waren ihr gerade die Schwarzmagier etwas auf den Nerv gefallen, außerdem hatten sich die Lowanger als nicht besonders unterhaltsames Volk erwiesen, ganz im Gegenteil. Als es also Zeit wurde, die Stadt zu verlassen, hat sie die Kiste mit dem Großteil ihres Besitzes zusammen mit einem Geleitschreiben der Spektabilität vorgeschickt. Mit Blick auf das Wetter eine vorausschauende Maßnahme. Nur eine Reisekutsche hat es nicht mehr gegeben, aber dann hat sie es geschafft, bei den Norbarden unterzukommen. Nicht besonders bequem oder standesgemäß, aber zumindest halbwegs trocken. Als der Wagen in die Schieflage gerät, poltern Arakne und ihr restliches Gepäck durcheinander. Mit einem leisen Fluch setzt sie sich auf, streicht den Mantel glatt und setzt den Hut auf, bevor sie den Kopf nach draußen steckt, um sich die Bescherung einmal anzusehen.

      Was sie sieht gefällt ihr nicht. Natürlich hat sie schon Dinge gesehen, vor denen sie sich deutlich stärker ekelt als vor nassem, kalten Schlamm, aber sie hat bereits leidige Erfahrungen damit, wie diffizil der schweren Brei wieder restlos aus der Kleidung zu bekommen ist. Sie hat also die Wahl, sich entweder den Efferds Unmut auszusetzen, oder aber trocken zu bleiben und die Arbeit den Norbarden zu überlassen.

      "Verwünscht ! Und nun ?"

    • "Ah! Ja, das verstehe ich. Ich habe Ähnliches erlebt und meine Familie lange nicht gesehen," Sie lächelt Richtung Sumudai, "und hatte eine zeitlang nicht gerade viel Glück mit meinem Handel... Ich hoffe auf neue Güter in dieser Gegend. Vielleicht sind die Zwölfe mir auf dieser Reise noch besser gesonnen."


      Sie behält noch für sich, dass sie in Lowangen vage Gerüchte von leichtem Reichtum gehört hat und schämt sich tatsächlich ein wenig, so verzweifelt zu sein und diesen Gerüchten auch noch wie ein grünes Mädchen in diese Gegend zu folgen. Darüber grübelt sie ein wenig und merkt dann, dass sie lange geschwiegen hat.

    • Arakne

      "Ho Jenko, wart mol kurz. Wir hoben uns festgefahren", ruft die Norbardin in Richtung des vorderen Wagens. Während dieser zum Stehen kommt, wendet sie sich mit einem grimmigen Lächeln wieder dir zu: "Der Vogn muss leichter werden. Wir steigen ab und schieben. Wenn uns Mokoscha und hold ist kommen wir frei und müssen nicht die Waren abladen. Minka, du führst Urjel", wendet sie sich an ihre Tochter, die neben ihr auf dem Kutschbock sitzt. Dann springt sie in den Schlamm und verschwindet hinter der Plane aus deinem Sichtfeld. Du hörst einige schmatzende Schritte, dann erklingt nach einem kurzen Moment der Stille wieder ihre Stimme: "Drek! Die Achse liegt auf. Dos wird ein hartes Stück Arbeit. Na, wenigstens ist sie nicht gebrochen."


      Janka&Sumudai

      Eine Weile folgt ihr schweigend dem Pfad, jede hängt ihren eigenen Gedanken nach, da erklingen plötzlich Stimmen hinter einer Wegbiegung. Als ihr diese umrundet bemerkt ihr, dass der Weg versperrt ist: Ein Planwagen scheint halb von der Straße abgekommen und dabei in ein Schlammloch geraten zu sein: Das rechte hintere Rad ist bis zur Narbe eingesunken, sodass er in beängstigender Schräglage steht. Eine gedrungene Gestalt in dunklem Ölzeug hat wohl gerade unter den Wagen geschaut und richtet sich nun wieder auf. Neben dem Esel, der vor den Wagen gespannt ist steht eine kleinere, zierliche Gestalt und hält die mit kleinen Glöckchen behängten Zügel - vielleicht ein Kind? Gerade zieht sich ein Kopf mit Hut wieder ins Innere des Wagens zurück. Ein zweiter Wagen steht ein kleines Stück weiter vorne auf dem Weg. Soeben bahnen sich ein weiterer Erwachsener und ein Kind den Weg durch den Schlamm zum steckengebliebenen Wagen.


      Gesine

      Vor der Tür steht die junge Schankmagd des Kupferkessels - Leta, wenn du dich richtig erinnerst. Von dem langen Mantel, den sie noch immer trägt tropft Wasser auf die Dielen des Flurs. Einige blonde Strähnen hängen ihr nass in das blasse Gesicht, das restliche Haar scheint jedoch unter der Kaputze, die sie jetzt zurückgeschlagen hat, trockengeblieben zu sein. Sie versucht sich an einem Knicks, der jedoch ein wenig missglückt. "Bitte verzeiht die Störung, gelehrte Dame." Bevor du antworten kannst, fährt sie auch schon fort: "Es geht um Pferde-Falk. Ihr müsst ihm helfen. Schnell!" Als sie deinen fragenden Blick bemerkt, errötet sie und beißt sich auf die Lippen. "Also, ich meine, er ist gestürzt. Im Stall. Also von der Leiter. Und jetzt kann er den Arm nicht mehr bewegen", ergänzt sie aufgeregt.


      Werkfried

      In dem recht sauberen Schankraum ist zu dieser Tageszeit recht wenig los. Nur drei der insgesammt acht Tische sind besetzt: Rechts neben der Schwingtür sitzt ein recht verlottert aussehender, grauhaariger Mann und starrt sinnend auf den Becher in seinen Händen. Zur Linken sitzen in einer Ecke vier wettergegerbte Gestalten mittleren Alters. Alle tragen sie funktionelle, solide Kleidung, unter der du stellenweise Metall durchschimmern siehst und haben wahlweise Schwerter oder Äxte an ihren Grüteln hängen. Als du eintrittst mustern sie dich kurz prüfend, einige nicken dir anerkennend zu, dann widmen sie sich wieder ihrem Würfelspiel. Am dritten besetzten Tisch, in der Nähe des Tresens sitzen zwei recht kostbar gekleidete Männer vor einen Krug Wein und scheinen in ein ernstes Gespräch vertieft zu sein.

      Das einzige Personal, das du erkennen kannst, ist die Wirtin hinter dem Tresen, eine etwa 40-Jährige Frau. Die grau melierten Haare sind kurz geschnitten und stehen wie eine Bürste von ihrem Kopf ab. In ihrer Jugend mag sie vielleicht einmal eine Schönheit gewesen sein, doch diese Tage sind vorbei. Heute verschwinden Mund und Nase beinahe vollständig unter üppigen Fettpolstern, die das Gesicht ziemlich unförmig wirken lassen. Massiv und wuchtig sind die Begriffe die dir am ehesten in den Sinn kommen würden, solltest du ihre Statur jemandem beschreiben müssen. Die Kleidung unter der speckigen Schürze besteht aus fein gewebter Wolle, die großzügig bunt gefärbt wurde. Sie mustert dich mit einem professionell-prüfenden Blick, dann teilt ein Lächeln ihr massiges Gesicht. "Möge Praios stets euern Weg erhellen, edler Herr. Udha Unckendragh, zu Euren Diensten. Ich werde umgehend alles veranlassen. Bitte nehmt doch erst einmal Platz." Ihre Stimme ist angenehm tief. Überraschend geschickt fängt sie die beiden Taler aus der Luft und lässt sie in ihrer Schürze verschwinden. Dann wendet sie sich zur Treppe im hinteren Bereich des Raumes um und ruft mit schmetternder Stimme: "Leta, wo steckst du wieder? Hier gibt es Gäste!"

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Werkfrieds Augen bleiben kurz bei den vier Gestalten und sucht nach Wappen oder Abzeichen. Das Nicken erwidert er, dann folgt er der Einladung Udha's und nimmt Platz, der Anderthalbhänder samt Gehänge wird an den Tisch gelehnt. Bis sein Bier kommt nutzt Werkfried die Zeit und zieht seine Stiefel aus, deren Inhalt (etwa 2 Unzen Wasser) landet dabei auf dem Boden.


      "Nichts dringt in mein Hirn vor! Meine Reflexe sind zu schnell!"

      Drax, Guardians of the Galaxy

    • "Du hast recht! Eine beeindruckende Schieflage."

      Janka leitet den Wagen an eine sicher erscheinende Stelle und bedeutet ihrem Esel, zu warten. Meist versteht er diese Geste, aber momentan ist die Straße sowieso versperrt von den Wägen, die zusammen zu reisen scheinen. Sumudai ist mittlerweile bereits abgesprungen.

      "Hej, Fahrer! Braucht Ihr Hilfe?!" ruft Janka, sie muss sich anstrengen, um den Regen zu übertönen.

      Dabei winkt sie in Richtung einer dunklen Gestalt. Diese hat den hinteren Wagen anscheinend gerade inspiziert.

    • So durchnässt wie das Mädchen aussieht, geht Gesine davon aus, dass der Stall nicht direkt zum Haus gehört. Ihre Stiefel hat sie noch an, sie nimmt ihren Umhang und legt ihn an. Den Hut setzt sie auf und sie hängt ihre Tasche um.

      "Zeig mir wo er jetzt ist Leta, ich werde nachsehen wie ich ihm helfen kann".

      Sie schließt die Zimmertür und folgt Leta.

    • Sumudai schließt sich Janka an. Sie wartet jedoch erstmal ab und ist auf der Hut - so etwas kann auch einmal eine Falle von Wegelagerern sein, die die Hilfsbereitschaft gutmütiger Reisender ausbeuten. Daher hält sie Janka kurz am Arm fest. "Warte erst, was sie sagen", meint sie leise zu ihrer neuen Freundin.

    • Arakne ringt eine Zeit mit sich. Wirklich hilfreich kann sie wohl nicht mitwirken, aber daß der Wagen leichter werden muß, liegt auf der Hand. Also schürzt sie ihre Robe und den Mantel so gut es eben geht, damit beides wenigstens nicht in voller Länge im Schlamm hängt und steigt von der Ladefläche. Sie verzieht schmerzlich das Gesicht, als sie spürt und vor allem hört, wie der Schlamm sich an ihren Stiefeln festsaugt. Ihr Gepäck und ihren Stab läßt sie auf der Ladefläche zurück, damit kann sie in der momentanen Lage nichts anfangen... Die beiden sich nähernden Gestalten sieht sie wegen des Regens nur undeutlich. So orientiert sie sich erst einmal und wartet ab, was man von den Neuzugängen zu erwarten hat.