Halbelfische Jägerin - Nutzlos im Rollenspiel

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  • Firun zum Gruße!

    Ich spiele seit über einem Jahr mit meiner halbelfischen Jägerin Fiana DSA 4. Sie ist ein typischer Wildnischarakter, der aber (u.a. durch immenses Würfelpech) durch einen schwarzmagischen Veteran in allem, außer Bogenschießen, ausgestochen wird. Nun hat unsere Gruppe, bestehend aus besagtem Schwarzmagier, einem Ritter und meiner Jägerin, die "Herrschaft" und Verwaltung über eine Stadt übernommen. Wild im Umland gibt es kaum noch, die Stadt hat bereits ihren eigenen Jäger und einige Wilderer, um die sich noch gekümmert werden muss.

    Jetzt zu meinem eigentlichen Problem: mein Charakter hat kaum gesellschaftliche Talente und kann absolut gar nichts zur Verwaltung der Stadt beitragen - kurz meine Jägerin ist momentan ziemlich nutzlos, was auch für mich Rollenspieletechnisch etwas langweilig wird, da wir wahrscheinlich noch eine Weile in der Stadt bleiben werden.


    Ich habe mit einem Mitspieler über dieses Problem gesprochen, wobei zur Sprache kam, dass mein Charakter sich dazu entscheiden könnte, sich zu ändern, quasi eine 180 Grad Drehung zu machen. Ich habe die Möglichkeiten, die Zeit und die AP meinen Char viele gesellschaftliche Talente lernen zu lassen. Es kam die Idee auf, meine Jägerin in der Wildnis Jägerin sein zu lassen und in der Stadt wird sie aufeinmal zur "feinen" Dame.

    Um dies Rollenspieltechnisch umzusetzen hatten wir ersteinmal 3 Ideen:


    1. meine Halbelfe trifft eine vermummte Gestalt, die ihr Antworten auf ihre Fragen und Macht verspricht, am Ende soll sich herauststellen, dass es ein Anhänger des namenlosen ist


    2. mein Cha wird von einem Dämon besessen, über den sie an die gesellschaftlichen Talente herankommt und soetwas wie Macht erlangt


    3. sie freundet sich mit der Tochter eines reichen, nichtadligen Bürgers an und lernt über diese Beziehungen dann alle möglichen gesellschaftstalente (sie hat normal SOZ 4, in der Stadt, in der sie "mitherrscht" allerdings 7)

    Ehrlich gesagt würde ich von 1. und 2. gerne absehen, weil das Ende vom Lied garantiert sein wird, dass die anderen beiden Charaktere meine Jägerin wieder aus der Sch**** ziehen müssen, was nicht Sinn der Sache sein soll.

    Hat jemand noch eine andere Idee, in welche Richtung ich mit meiner Jägerin gehen könnte, bzw wie ich ihren "Sinneswandel" gestalten könnte?

    Als Aufhänger für ihre Veränderung könnte eine Szene mit dem Schwarzmagier dienen. Wir haben OT die Absprache, dass wenn er meiner Fiana 12 mal das Leben gerettet hat, sie seine Leibeigene wird (momentan sind wir bei 8 - bei Nr. 9 haben wir uns gegenseitig das Leben gerettet). Durch diese Schuld hing meine Halbelfe bisher ziemlich an dem Schwarzmagierveteran. Nun hat er ihr aber ein Sklavenhalsband geschenkt, was sie sich nicht gefallen lassen möchte. Leider hat sie als 18 jährige Halbelfe einem Veteran nichts entgegenzusetzen.

    Ich bin leider ziemlich unkreativ und hoffe auf ein paar Tipps von euch, was ich aus der Situation noch machen könnte oder in welche Richtung ich den Charakter weiterentwickeln könnte, so dass ich Rollenspieltechnisch etwas zu tun habe und mein Char für die Gruppe halbwegs nützlich wird. Mein Mitspieler meinte, dass meiner Jägerin auch das gewisse etwas fehlt, irgendeinen Tick oder ein Hobby oder soetwas. Wie gesagt, ich habe genug Zeit und AP um gewisse Dinge zu lernen. Allerdings habe ich momentan wahrscheinlich auch die Möglichkeit, meine Jägerin Meisterschütze für 300 AP lernen zu lassen. Darauf arbeite ich eigentlich schon seit Monaten hin, nur wenn ich diese 300 AP ausgebe, dann reicht es kaum noch für irgendwelche anderen Talente. Das bringt mich auch etwas in eine Zwickmühle, einerseits ist etwas, was ich schon seit Monaten möchte, in greifbarer Näher, andererseits könnten dann die fehlenden AP die Charakterentwicklung behindern.

    Ich hoffe ich habe nicht zu sehr wirres Zeug geschrieben und hoffe auf ein paar Tipps oder Ideen von euch, da ich wie schon geschrieben, recht unkreativ bin.

    Vielleicht wäre es noch wichtig zu wissen, dass meine Jägerin u.a. die Nachteile Tollpatsch und Aberglaube hat, und ich aus irgendeinem Grund ganz ganz ganz viele 19 Würfel (2 x 19 = Patzer beim Tollpatsch).

    Vielen Dank schonmal im Voraus für eure Ideen

    Liebe Grüße Siluna

  • Die Abkehr vom der Wildnis hin zur Gesellschaft finde ich persönlich unpassend. Zumal, nur weil ein SC genug AP hat sich Talente/SF zukaufen so sollte es dennoch mit dem eigentlich ursprünglichem SC Konzept kongruent sein. Du hast es ja selbst als 180° Wende tituliert. Wenn ich das korrekt interpretiere, stört dich die Unterlegenheit deiner Halbelfe gegenüber dem Magier. Nun stellt sich als erstes die Frage: würdest du ihn den überhaupt "schlagen" können in der gesellschaftlichen Sparte oder wäre er trotz deines AP Investments weiterhin "besser"? Weiterhin sagtest du selber, du hast lange auf Meisterschütze gespart, ergo war/ist es für dich ja wichtig, dass deine Elfe diesen auch erlernt. Warum also davon abweichen nur weil der Magier ab und zu "besser" ist wie du? Auch der würfelt mal daneben und deine Würfel fallen auch nicht immer auf die 19 ;) Ich würde genau den umgekehrten Weg beschreiten, mach die Jägern zur besten Jägerin überhaupt. Klar, du kannst dann in weiten Teilen der Talente nichts wirklich herausragend, aber dafür kann dir in Sachen Wildnis und Fernkampf keiner das Wasser reichen. Dazu kommt noch, kannst du deinen SC denn auch derart redegewandt etc. ausspielen? Nur weil die Talentwerte dann besser sind, so solltest du trotzdem noch diese auch entsprechend umsetzen/darstellen können. Ein SC besteht weniger aus seinen (Zahlen)Werten, sondern viel mehr aus sich selbst, quasi wie er gespielt wird. Einen wichtigen Punkt hast du selbst erwähnt: ein womöglich seltenes Hobby/Steckenpferd. Dadurch kann man in der Tat viel Roleplay einbringen und somit das "Versagen" in anderen Bereichen vergessen machen. Gerade das "Versagen" macht doch DSA mit aus, wenn immer alle Proben gelingen dann ist es gähnend langweilig. Gerade eben in Situationen des Scheitern entfaltet ein Rollenspiel doch erst seine ganzen Reize, du bist gezwungen um zudenken, neue Wege und Möglichkeiten ausloten, unbekannte Pfade beschreiten.

    Sorry für die WallOfText ;) Hoffe es war halbwegs hilfreich und willkommen auf dem Orkenspalter!

    Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

    ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.


  • Hallo Ringgeist,


    vielen Dank für den Willkommengruß und Deine Antwort.

    Nein, meine Halbelfe könnte auch dann dem Schwarzmagier nichteinmal im Ansatz das Wasser reichen, dem Ritter aber wahrscheinlich schon. Bei mir geht grundsätzlich jeder 2. Wurf daneben und beim Spieler des Magiers fast gar keiner. Ich habe so ein extremes Würfelpech, das kann man sich kaum Vorstellen :D Außerdem stört mich momentan hauptsächlich, dass ich IT einfach nichts zu tun habe. Gegen die Unterlegenheit zum Magier kann ich eh nichts ausrichten, aber meine Halbelfe soll in Zukunft unabhängiger von ihm werden und ihm nicht mehr am Rockzipfel hängen. Sie etwas Sprachgewandter und "Damenhafter" zu spielen, wäre absolut kein Problem. Sie ist, was gesellschaftliche Dinge angeht, recht unbeholfen.

    Wenn ich meine Jägerin jetzt die Wildnistalente weiter skillen lasse, brauche ich die nächsten 2 bis 3 Runden gar nicht erst mitspielen, weil sie einfach keine Aufgabe in der Stadt hat und zu nichts, was die Verwaltung angeht, beitragen kann. Ich weiß halt zur Zeit nicht wirklich, wo ich mal mit ihr hin möchte.

  • weil sie einfach keine Aufgabe in der Stadt hat und zu nichts

    Du könntest dich um die Wilderer im Umland kümmern ;) Sprich doch mal mit dem Meister, es sollte nicht allzu schwer sein sinnvolle Ereignisse einzubauen, in denen deine Jägerin die Möglichkeit hat zu glänzen. Wie groß ist denn die Stadt? Haben die sowas wie Stadtbüttel/Gardisten? Falls ja, bring denen oder auch dem schon einheimischen Jäger das Bogenschießen (besser) bei. Wie gut ist das Umland denn erfasst/kartografiert? Evtl. kannst dich da nützlich machen?


    Ich weiß halt zur Zeit nicht wirklich, wo ich mal mit ihr hin möchte.

    Das ist in der Tat ein Problem, aber ich fürchte eines, welches nur du alleine für dich lösen kannst. Es ist dein SC. Wir helfen dir selbstredend gerne mit Ideen und Input, aber ob da der heilige Gral darunter ist? ;)

    Was für Interessen hat denn dein Elflein? Irgendein Hobby was infrage käme?

    Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


    Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

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  • Eigentlich sollte meine Halbelfe den Dorfbewohnern (insgesamt ca 600, wenn ich mich recht erinnere) Bogenschießen beibringen, damit sie die Stadt im enrtsfall mit verteidigen können. Einziges Problem: es gibt keine Bögen und wir haben davon Abstand genommen, dass meine Jägerin die Bögen baut, weil es einfach viel zu lange dauern würde. Um die Wilderer sollen sich die Gardisten kümmern, die im Umland Patrouillieren. Kartografiert ist es weitestgehend und die Stadtgardisten sind im Bogenschießen fast besser, als meine Halbelfe.

    Bisher war halt immer die Jagd ihr Thema und die Wildnis, vor alllem der Wald, das Gebiet in dem sie sich am besten auskannte. Sie hat ein paar handwerkliche Talente wie Holzbearbeitung, Gerber/Kürschner und Fleischer, typisch Jäger halt. Ich war mal am bberlegen, Fleischer und Kochen zu steigern, das bringt mir in meiner derzeitigen Situation aber auch nichts. Evtl könnte sie Tanzen und Singen für sich entdecken, das würde aber wieder in Richtung gesellschaftliche Schiene gehen.

    Vom Prinzip her braucht die Gruppe auch keinen weiteren gesellschaftlichen Charakter, zumal jetzt wohl der andere Magier wieder dazu trifft. Aber ohne gesellschaftliche Talente bin ich mit meiner Jägerin halt komplett raus.
    Eine andere Idee, von der ich allerdings nicht sehr überzeugt bin, war, dass sie sich anfängt für das Recht zu interessieren. Sie hat Zugriff auf einen haufen Rechtsbücher und der "Herrscherrat zu Zweimühlen" muss ja auch Gericht halten. Die anderen beiden Charaktere sind nicht so bewandert in Rechtskunde. Selbst wenn sie durch mein Würfelpech nicht glänzen würde, könnte sie die anderen Mitspieler evtl doch etwas überraschen.

    Ich habe bereits mit unserem SL über das Problem gesprochen, er meinte am Ende nur, ich soll ihm sagen, was ich will und er wird mir IT die Möglichkeiten eröffnen. Ich würde gern in eine Richtung gehen, die IT die anderen beiden Charaktere überrascht, sie unabhängiger vom Schwarzmagier werden lässt und mir eine Aufgabe gibt, dass ich auch eine Daseinsberechtigung habe und nicht nur aus langeweile Chips esse. Und bisher ist es leider in der Gruppe recht häufig, dass meine Jägerin ohne die gesellschaftlichen Talente außen vor ist und ihre Wildnistalente nur wenig gebraucht werden.

    Würde es dieses Problem nicht geben, würde ich mich auf Meisterschütze, verstecken und schleichen konzentrieren und evtl Holzbearbeitung als Hobby.:trauer:

  • Wieso hilft deine Elfe denn nicht einfach den Dorfbewohnern, die Bögen zu bauen? Wenn Material fehlt, kann sie das besorgen, ob es sich nun um Sehnen von Tieren oder Federn für Pfeile oder Holz für Pfeile und Bögen handelt. Sie kann dann in der Zeit auch mal die Sorgen und Nöte der Dorfbewohner abklopfen, Holzbearbeitung lehren oder lernen oder oder oder.


    Evtl. lernt sie ja auch einen Dorfbewohner kennen, der mit ihr aufs nächste Fest gehen will und vielleicht hilft ihr eine andere Person, sich darauf vorzubereiten.


    Ich würde den Charakter persönlich auch nicht so stark verändern wollen. Elfen sind eigentlich zu schade dafür, wie andere Menschen gespielt zu werden. Ich habe mal mit einer Firnelfe in einer sonst sehr homogenen Thorwaler-Gruppe gespielt. Da kam ich mir zum Teil auch nutzlos vor, habe dann aber auch zweimal die Gruppe verlassen, bis ich meinen Platz in der Gruppe gefunden hatte (die Elfe sah sich am Ende als die einzig vernünftige Person in einem Haufen von aus ihrer Sicht dummen, kleinen Kindern an).

  • Hallo Mentharion,


    weil unter den Dorfbewohnern kein Bogenbauer ist, sie einen TaW von 5 in Bogenbau hat und eine Werkstatt nur für eine Zeiteinheit pro Tag zur Verfügung stehen würde. Die Stadt wurde vom vorherigen Herrscher runtergewirtschaftet und es ist kein Geld da, um Bögen, eine Werkstatt oder einen Bogner zu kaufen. Im Schnitt dauert es wohl 11 Tage einen Bogen zu bauen, da die Werkstatt nur für eine ZE am Tag zur Verfügung steht, wird es wahrscheinlich 4 mal so lange dauern und dann kommt noch mein nicht vorhandenes Würfelglück dazu. Würde ich es trotzdem machen, hätte meine Halbelfe zwar etwas zu tun, aber ich würde trotzdem nur die meiste Zeit vom Spieleabend dumm dasitzen.
    Eine meiner Überlegungen ist, dass ich meine Halbelfe ihre Wildnistalente skillen lasse und erst wieder an den Spielerunden teilnehme, wenn das Abenteuer die Gruppe aus der Stadt herausführt. Dann kann es leider nur sein, dass ich erst in mehreren Wochen wieder bei einer Runde dabei bin. Denn selbst, wenn ich den Dorfbewohnern etwas beibringe, Rollenspieltechnisch bin ich trotzdem raus, weil das Hauptaugenmerk auf der Verwaltung ruht.

    Wenn man es genau nimmt, ist es eigentlich egal, was ich meine Jägerin machen lasse. Wenn sie den ganzen Tag mit lernen und lehren beschäftigt ist und keine Aufgabe bei der Verwaltung der Stadt übernimmt bzw übernehmen kann, langweile ich mich trotzdem. Es ist eine doofe Situation

  • Man braucht keine hohen Sozialtalente, um in einer Ortschaft sozial aktiv zu sein. In der Gaststube wird der Durchschnittsaventurier lieber mit der Jägerin als mit dem Schwarzmagier reden. Ein paar Leute auf ein Bier einladen, mit ihnen Karten zu spielen und dabei ein wenig über ihre und eure Probleme zu plaudern braucht keine hohen TaWs und eventuell nicht mal Würfelproben. In so ausgespielten Gesprächen kann der Meister auch einfach selbst entscheiden, was er dir jetzt preisgeben oder ermöglichen will.
    Man muss ja nicht immer direkt mit dem Chef des Ladens reden. Es reicht vielleicht schon, wenn man mit einer einfachen Wache ins Gespräch kommt und die dann für dich mit ihrem Vorgesetzten redet, der dich darauf hin anhört.
    Allgemein hängt soziale Interaktion in Städten meiner Spielerfahrung nach am meisten von der Initiative der Spieler am Spieltisch und nicht den TaWs der SCs ab.


    Wenn ihr schon einen Magier und einen Ritter für die hohen Sozialstände habt, wäre es dann nicht vielleicht besser die niedrigeren SOs zu bedienen. Also Gassenwissen statt Etikette. Von der Jägerin in der Natur wird sie zur Kopfgeldjägerin in der Stadt. Fährtensuchen, Klettern usw kann man auch in diesem Metier brauchen.
    Da muss man halt am ehesten mit dem Meister reden, damit er sich auch auf Interaktion in den niedrigeren sozialen Schichten vorbereiten kann. Wenn der Meister dazu die Möglichkeit hat, dann kann man in Zukunft vielleicht nicht mehr nur mit dem Baron, sondern auch mit dem Koch reden, der dir gejagtes Wild abkauft und aus Dankbarkeit was für dich deichselt.


    Edit: Wenn eurer Gruppe die Verwaltung der Stadt anvertraut wurde, dann kann sie ja vielleicht Sprecherin der Handwerkszünfte werden. Quasi die Stimme des Proletariats ;) 

    "Er hat die Grenzen der Unwissenheit erweitert. Im Kosmos gibt es vieles, von dem wir überhaupt nichts ahnen."
    Die beiden Männer sonnten sich in dem herrlichen Gefühl, weitaus weniger zu wissen als gewöhnliche Leute, die nur von gewöhnlichen Dingen nichts wussten.

  • Willkommen auf dem Orki, Siluna. :)


    Einen Wildnischarakter in einem städtischen Setting über längere Zeit spielen, kann in der Zeit wenig Einsatzmöglichkeiten bieten.


    Aber außer Bogenschießen und die Natur-Talente ist sie doch sicherlich auch noch in so einen körperlichen Talenten gut? Schleichen, verstecken, Sinnenschärfe, Körperbeherrschung, klettern? Da sollte sie auch in einer Stadt ihre Einsatzgebiete haben, da Ritter und Magier dahin gehend gar nicht prädestiniert sind. Der Magier kann wieder so einiges durch Zauber substituieren, gesetzt überhaupt den Fall, der hat den einen oder anderen entsprechenden Zauber.

    Dazu könnte sie zur obersten Jäger ernannt werden, die dann den anderen Jäger wahlweise neben oder unter sich hat.


    Wenn im MR gespielt wird, könnten aber durchaus ein paar Bögen bei Freien bauern zu erwarten sein. Es sollte dazu ein Bogenbauer ansässig sein (das wäre eine Sache des SL, und sei es, dass einer zuzieht, oder Flüchtling aus der Baronie neben an kommt, etc., eine Werkstatt kann man dann ja einrichten. Verteidigung der Baronie sollte wohl ganz oben für alle SC stehen) und dann können auch Bögen hergestellt werden. Die sind nach 3 Tagen nicht fertig samt Pfeilen, aber nach DSA Regeln brauchen die auch nicht so lange.


    Zusätzlich könntest Du Dich an Deinen SL wenden, dass er auch für Diene Jägerin entsprechende Szenarien mit einbringt, die zumindest teils auch außerhalb spielen (die erwähnten Wildere, aber da gibt es bestimmt auch komplexere mögliche Nebenplots für alle, in der dann die Jägerin glänzen kann).

    Die Gardisten finden doch keine Wilderer. Dazu muss man wissen, wo die Wildwechsel sind, muss auflauern können (also schleichen und verstecken), Fährtensuchen ... Da braucht es schon jemand wie Diener Jägerin, die sie führt und ihnen hilft, die Wilderer nach und nach zu finden und zustellen.

    Die Gardisten allein haben nicht die Fähigkeiten und Möglichkeiten, das selber zu tun.


    Davon abgesehen sind einige gesellschaftliche Talente Spalte B, also weder mit AP teuer zu steigern, noch IT zeitaufwendig oder schwer zu lernen. Zeit und Möglichkeit besteht ja sowieso, wenn da in der Stadt IT geblieben wird.

    Wenn also etwas in der Stadt gespielt wird, mit anderen Personen interagiert und Magier und Ritter zugeschaut wird, wie das machen, müssen weder Dämonen noch NL-Anhänger her (in der Tat, da würde ich drauf verzichten, erst recht für ein paar Spalte B-Talente), um das ein paar brauchbare Werte her zu bekommen.

    Wie auch schon erwähnt wurde: Sie bietet eine gute Ansprechpartnerin für die einfache Bevölkerung. So einen Schwarzmagier finden vermutlich die bauern und Bürger eher unheimlich, der Ritter ist adlig und gehört zu den hohen Herrschaften. Aber so eine Jägerin ist und gibt sich im Vergleich dazu bodenständig und "normal".

    Wie Du schon feststelltest, einen Ritter oder Magier wird sie eh nie schlagen können, von daher würde ich mich da nach und nach um gute Grundlagen kümmern bei so etwas wie Menschenkenntnis oder ein bisschen Etikette und ansonsten der Jägerin treu bleiben.

    Den Meisterschützen würde ich mitnehmen. Die AP, mal hier und da das eine oder andere B-Talent um 1 oder 2 Punkte heben, werden sich schneller finden, als die AP (und Gelegenheit) für den Meisterschützen. Und beim nächsten Kampf kann die Jägerin dann Gegner auf Entfernung abschießen, während der Ritter noch ungeduldig auf Nahkampfdistanz wartet.


    Eine Freundschaft mit jemandem aus der Stadt oder dem Dorf wäre aber in jedem Fall nicht schlecht. Es gibt etwas zu ausspielen, eine Freundschaft ist schön, und es entwickeln sich vielleicht später einmal wichtige Beziehungen.


    Wenn Dir das aber so gar keinen Spaß macht mit einem Wildnischarakter mittelfristig in einer Stadt zu spielen, wie wäre es mit einem neuen Charakter, der die AP Deiner Jägerin hat, damit Du nicht hinterher hinkst?


    Es spricht ja nichts dagegen, wenn die Jägerin erkennt, dass ein paar andere Kenntnisse gut ergänzen. Sich dahingehend etwas aneignen, wird sie aber natürlich nicht zur Gesellschaftstigerin machen. Völlig Abkehr von Natur zu Gesellschaft fände ich da ebenfalls unpassend und für den Fall wärst Du mit einem Charakter, der von vorn herein dafür besser ausgerichtet, ist besser bedient.


    Spielt ihr eine offizielle Kampagne? Ich glaube schon, nachdem Zweimühlen erwähnt wurde. Die Kampagne kenne ich nicht, aber das Umfeld, in dem sie angesiedelt ist, würde ich allgemein annehmen, dass Wildnistalente nicht schlecht sind.


    Grundsätzlich gilt im MR, dass Sklaverei verboten ist. Leibeigenschaft gibt es, aber ich wüsste nicht, dass man sich durch Leben retten in Leibeigenschaft zu begeben hat. Wenn die Jägerin das nicht möchte, kann er da gar nichts machen.

    Und wenn jemand, mit dem man sich gegenseitig das Leben rettet, solche Vorschläge macht, würde ich meinen Charakter IT drüber nachdenken lassen, ob das ein Freund und Kamerad ist, und OT das auch einmal ansprechen.

    OT würde ich mich erst gar nicht darauf einlassen.


    Hat der Schwarzmagier, oder gar auch der Ritter, so viele AP mehr?

    Vielleicht kannst Du mit Deiner Gruppe reden, je nachdem, wie groß die Differenz ist, dass die Jägerin ein paar AP mehr bekommt, oder eine Summe, die sie nach und nach ausgeben darf? Große AP-Klüfte unter SC finde ich nicht so schön, da kann ein Charakter wohl wirklich leicht zur Begleiterscheinung werden, wenn der Abstand sehr groß sein sollte.


    Was für eine Art Schwarzmagier ist das? Von welcher Akademie kommt er?


    Aus eigener Erfahrung weiß ich leider, dass gegen schlechtes Würfeln kein Kraut gewachsen ist. Du könntest Du trotzdem einen neuen Satz Würfel zulegen. Bisschen Auswahl ist immer gut, wenn man den oder die anderen Würfel gerade zu Würfel non grata erklärt hat.^^

  • Für mich klingt das so: die Helden sind neu in der Stadt, kennen Niemanden und sollen plötzlich den Laden schmeißen. Magier und Ritter kümmern sich um die großen Entscheidungen und machen einen guten Job... soweit sie wissen. Haben sie tatsächlich so hohe Werte in Staatskunst, Hauswirtschaft, Baukunst, Rechnen etc? Nur durch ein paar Startwerte in Menschenkenntnis und Überreden allein ist man nämlich noch kein guter Anführer.

    Dazu kommt, dass die beiden zwar von Stand sein dürften, aber vermutlich nicht zur Creme de la Creme gehören. Typischerweise hat ein solcher Held ja einen SO von ~10, da könnte man sich durchaus vorstellen, dass es einen Handwerksmeister, Großbauern, Junker oder Gelehrten in der Stadt gibt, der sich nicht unterordnen möchte und (blöderweise mit guten Ideen und Rückhalt in der Bevölkerung) eigene Ideen verwirklichen möchte. Dazu kommt, dass Schwarzmagier lokalen Aberglauben anregen und gerade SC-Magier und Ritter häufig mit Nachteilen wie Arroganz, Eitelkeit oder Jähzorn gesegnet sind. Nicht unbedingt ideale Voraussetzungen.


    Ich will die sicherlich kompetenten Helden der Mitspieler jetzt nicht bloß kleinreden, sondern durch eine Sicht auf deren Schwächen aufzeigen, dass sie deiner Heldin nicht in jeder Situation überlegen sind. Auch nicht in Gesellschaft.


    Die Elfe dagegen ist bodenständiger (SO 5-6?) und dürfte daher für einfache Menschen eher ein Ansprechpartner sein als "die Hohen Herren". Klar, als Nichtmensch bist du erst einmal merkwürdig, aber - du siehst gut aus. Und zwar regeltechnisch: es sollte der Elfe eigentlich sehr leicht fallen, im Dorf Freunde zu finden, da sie durch ihr Aussehen sowie den angeborenen Wohlklang insgesamt 3 Punkte Erleichterung auf alle relevanten Proben erhält; dies wurde mit 15 GP bei der Generierung teuer erkauft und sollte nicht vergessen werden.


    Als Waldläuferin kann sie vermutlich passabel mit Holz umgehen, Fleisch haltbar machen und durch ihre Magie (Heil)Pflanzen wachsen lassen. Ist das nichts, zumal in einem heruntergekommenen Dorf? Ist die natürliche Magie deiner Elfe im Alltag nicht viel nützlicher als jene des Schwarzmagiers? Ich nehme mal an, er hat sich auf Herrschaft oder Dämonologie konzentriert... beides kann mittelfristig dazu führen, dass er gehenkt wird, wenn die Dorfbewohner das spitz kriegen. Oder hast du nur die klassische Kombination aus Armatrutz, Falkenauge und Axxeleratus?

  • Hallo und danke für eure Antworten.

    der Ritter ist meiner Halbelfe nur im Nahkampf und in sozialen Dingen überlegen, allein in der Wildnis würde er niemals zurecht kommen. Der Magier allerdings ist, dadurch dass der Spieler den Vorteil Veteran gekauft hat, dem Ritter und meiner Jägerin in fast allem ebenbürtig oder überlegen, außer in unseren jeweilige Hauptwaffen. Wir bekommen mittlerweile doppelt so viele AP wie der Magier, damit er uns irgendwann nicht mehr in allem ausstechen kann.

    Das einfache Volk in Zweimühlen (ja wir spielen eine offizielle Kampagne) hat viel zu viel Respekt vor meiner Halbelfe, das sie ja zu den Herrschern von Zweimühlen gehört, die den bösen Nekromanten besiegt haben. Ich dürfte es aber hinbekommen sie mittels Rollenspiel davon zu überzeugen, dass meine Jägerin eher wie das Volk ist, weniger wie die anderen beiden Herrscher. Meine Halbelfe hat normal einen SO von 4, in Zweimühlen allerdings 7. Die anderen beiden Charaktere haben einen SO von 9 in Zweimühlen. Der Schwarzmagier kommt aus irgendeiner Akademie aus Al'Anfa, er hat sich auf Artefaktmagie spezialisiert, kann aber trotzdem irgendwie alles. Er war sogar im Kampf besser, als der Kampfmagier, den wir zeitweise mit dabei hatten.

    An Magie hat meine Halbelfe leider nichts vorzuweisen, außer ihren Schutzpatron, der ihr bereits mehrmals das Leben gerettet hat plus der gesamten Gruppe gegen die Untoten des Nekromanten.

    Aber im großen und ganzen habt ihr recht, ich werde meine Halbelfe nicht für dieses Abenteuer verbiegen und ich werde mit dem SL reden, ob er denn ein paar Möglichkeiten zulassen könnte, dass meine Halbelfe auch etwas zu tun bekommt. Er meinte schon zu mir, dass wir demnächst auch größere IT sprünge machen werden, damit wir nicht den Rest des OT Jahres mit der Stadtverwaltung beschäftigt sind. Es ist halt auch immer anstrengend für ihn, 3 verschiedenen Handlungssträngen zu Folgen und zu bedienen, das ist nämlich der nächste Nachteil an der Kampagne: jeder macht etwas anderes bzw muss etwas anderes machen und die Gruppe teilt sich auf. Die 3 Abenteurer sehen sich quasi nur zum Frühstück oder zum Abendbrot (wenn meine Jägerin ihre Wildniskundeprobe nicht wieder verpatzt und sich im Wald verirrt :D). Ich werde auch den Meisterschützen mitnehmen und evtl Tanzen zu ihrem Ding machen. Es müssen ja keine höfischen Tänze sein, sondern eher Volkstänze.

    Wie ich mit der Situation mit dem Schwarzmagier umgehe, muss ich mir noch durch den Kopf ghen lassen. Ich denke ich werde ihm gegenüber abweisender Spielen und meine Halbelfe IT definitiv nicht mehr an seinem Rockzipfel hängen lassen. Wenn es denn mal wieder raus in die Wildnis geht, werde ich versuchen mit meiner Jägerin einfach die Oberhand zu übernehmen und hoffen, dass ich nicht, wie fast immer, jeden Wurf verkacke. Ich habe bereits 6 W20, irgendwie Würfel ich mit allen ziemlich schlecht. Ich Würfel auch mit den Würfeln der anderen Spieler schlecht... vielleicht Würfel ich einfach nur falsch? Kann man da überhaupt etwas falsch machen? Oder ich bin einfach nur verflucht, was mein Würfelglück angeht 8o

    Die Absprache, dass meine Jägerin die Leibeigene des Schwarzmagiers wird, wenn er ihr 12 mal das Leben gerettet hat, besteht eigentlich nut OT. Das enstand damals nach dem 2. mal. 12 kam mir da noch unerreichbar für ihn vor. IT besteht diese Absprache allerdings nicht, unsere Charaktere wissen nichts davon, zumindest meiner nicht. Deswegen kann meine Jägerin das Sklavenhalsband interpretieren, wie sie möchte.

    Ich danke euch für eure Ideen und Ratschläge. Jetzt bin ich wieder etwas zuversichtlicher, dass ich doch noch etwas für meine halbelfische Jägerin finde, ohne, dass sie zu einem gesellschaftlichen Charakter wird. Sie soll in der Wildnis richtig gut werden und nicht von jedem ein bisschen was können. Es würde auch überhaupt nicht zu meinem Charakter passen, jetzt die soziale Schiene zu fahren.

  • der Ritter ist meiner Halbelfe nur im Nahkampf und in sozialen Dingen überlegen, allein in der Wildnis würde er niemals zurecht kommen. Der Magier allerdings ist, dadurch dass der Spieler den Vorteil Veteran gekauft hat, dem Ritter und meiner Jägerin in fast allem ebenbürtig oder überlegen, außer in unseren jeweilige Hauptwaffen. Wir bekommen mittlerweile doppelt so viele AP wie der Magier, damit er uns irgendwann nicht mehr in allem ausstechen kann.

    Das kommt mir dann doch sehr unfair vor. Über die Ungerechtigkeit des DSA4-Generierungssystems kann man sicherlich streiten und tatsächlich werden insbesondere Ritter gegenüber anderen Professionen benachteiligt. Aber nur halb so viele AP zu bekommen wie der Rest der Heldengruppe, weil man bei der Generierung einen bestimmten Vorteil gewählt hat wäre für mich ein No-Go.

    Der Magier hat vermutlich über 20 GP in diesen Vorteil investiert, musste dafür auf andere Voteile (Astralmacht, Astrale Regeneration, Gutes Gedächtnis, Merkmalsbegabungen) verzichten und ebenso große Nachteile wählen. Ist er zufälligerweise Einbeinig? Der Vorteil Veteran wächst sich im Laufe eines Heldenlebens sowieso heraus, ist also am Anfang der Karriere sehr mächtig, fällt aber gegen Ende weniger ins Gewicht.

    Bist du sicher, dass bei der Generierung alles geklappt hat? Ein typischer Fehler wäre beispielsweise, alle TaW aufzuaddieren; stattdessen bekommt man aber "nur" 50*GP AP.


    Außerdem sind gerade Artefaktmagier zu Beginn ihrer Karriere nicht sonderlich mächtig. Ist euch bewusst, dass man ein Applicatus-Artefakt normalerweise nicht berühren kann, ohne es auszulösen? Das Arcanovi-Artefakte normalerweise einen permanenten AsP kosten und nur einmalig funktionieren? Mächtige Artefakte sind wirklich schwer herzustellen.



    Wenn deine Heldin tatsächlich deutlich unterlegen ist, so hätte ich noch weine weitere Idee: lasst die Magie in ihr langsam erstarken.

    Ob sie sich etwas beim Magier abgeschaut hat, sie sich einfach weiter entwickelt, verborgene Talente entdeckt oder das Zweimühlener Land magisch übersättigt ist sei IG einmal dahin gestellt. Damit will ich nicht vorschlagen, dich von einer Viertel- zu einer Vollzauberin aufzustufen, sondern weiter Übernatürliche Begabungen (Balsam, Chamaelioni, Axxeleratus) oder Meisterhandwerke (Körperbeherrschung, Sinnenschärfe, Klettern, Holzbearbeitung) zu erwerben.

    Deine Halbelfe scheint hier ja recht schwach aufgestellt zu sein, dabei sind insbesondere die Meisterhandwerke wirklich sehr mächtig.

  • Das magische Meisterhandwerk ist doch ein Vorteil, kann man das auch im Laufe des Spiels noch erwerben?

    Der Schwarzmagier hat den Vorschlag selber gebracht. Auch wenn er ein Artefaktmagier ist, spielt er kaum mit Artefakten. Er hat noch alles mögliche an anderen Zaubern (u.a. auch Auge des Limbus) die ihn ziemlich mächtig machen. Ich kann nicht sagen, ob bei der Charaktererstellung alles geklappt hat, ich habe damals selbst kaum durchgeblickt und war froh, als mein Charakter fertig war. Eines seiner Nachteile ist Einäugikeit, aber das macht er alles durch seine hohen TaW wieder wet. Ansonsten ist er noch arrogant, eitel und brünstig, hat Zauberschwäche Dämonologie oder wie der Nachteil heißt und Vorurteil Kirchen. Er hat aber auch einige magische Vorteile, die ich aber nicht alle aufzählen kann.

    Da unser gildenloser Weißmagier wieder mitspielt, darf ich definitiv keine einfachen zauber lernen, zumal ich mich bei der Charaktererstellung zwischen zaubern und dem Schutzpatron wählen musste. Das mit dem magischen Meisterhandwerk werde ich aber mit unserem SL mal besprechen.

    Die größte Schwäche meines Charakters ist mein überdurchschnittliches Würfelpech. Ich glaube, ich würde selbst mit gezinkten Würfeln noch patzen ohne Ende.

  • Dann probiere es doch mal mit einem Würfelturm...
    Oder schau mal in diesen Thread hier, da findet sich so allerhand auf Würfel bezogener Rollenspieler-Aberglaube, mit dem die Spieler versuchen, ihre Würfelergebnisse zu verbessern. Manchmal helfen die dortigen Vorschläge...


    Vielleicht lastet aber auch ingame ein Fluch auf deinem Charakter und die Würfel haben sich dem nur angepasst.
    Das ist mir in der Phileasson-Saga passiert. Während der ersten Hälfte der Kampagne hat meine kleine maraskanische Schwertgesellin die Gegner schneller zerschnetzelt als irgendjemand gucken konnte. Doch dann kam das Abenteuer, in dem sie eine Waffe benutzen musste, die aus einem Seeschlagenzahn gefertigt war. Und Seeschlangen bringen Unglück, da waren sich ihre thorwalschen Begleiter einig. Den Kampf gegen den Dämon hat sie zwar mit Bravour gemeistert, doch danach hat ihr Glück im Kampf extremst nachgelassen. Ich habe damals zwar keine Patzer gewürfelt, doch immer ein - zwei Punkte über den Wert, was auf Dauer ziemlich frustrierend war. Besonders als im Echsental ihre Begleiter den Boss-Gegner schon besiegt hatten, während sie noch mit ihrem 08/15-Gegner zugange war.

  • So dramatisch finde ich den Veteran auch nicht. Bei einer Akademie für im Schnitt 25 GP (gibt teurere und günstigere) bekommt er 1400 AP. Das ist zwar eine Ecke mehr, aber dafür hätte er dann einer angenommenen 25 GP Akademie 53 GP gelatzt, die AP muss er aber gemäß der anderen Profession/Akademie anlegen, und nicht woanders, und hat - gerade bei einer teureren Akademie - keine GP für sonst noch etwas.


    MH muss man bei der Generierung wählen, weil es ein Vorteil ist.

  • Das magische Meisterhandwerk ist doch ein Vorteil, kann man das auch im Laufe des Spiels noch erwerben?

    Eigentlich nicht, streng genommen nach Meisterentscheid. Laut WdH ist der spätere Erwerb von Vorteilen als Optionalregel durchaus möglich, wenn diese eine erlernbare Fähigkeit darstellen - als Beispiele werden wenn ich mich recht erinnere Eisern, Regenerationsvorteile sowie Resistenzen gegen z.B. Krankheiten genannt. Ein GP ist dabei 50 AP wert, zudem wird empfohlen, den Erwerb an vergleichsweise hohe Voraussetzungen zu knüpfen (z.B. KO 15 für Eisern).


    Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen, dass deine Halbelfe zu den magischen Spätentwicklern gehört, insbesondere wenn der Held OG sonst keinen Spaß mehr macht. Wir lassen bei uns in der Gruppe auch noch nachträglich (kleinere) Korrekturen zu, wenn ein Spieler z.B. nach dem ersten Abenteuer bemerkt, dass er lieber Eitelkeit statt Arroganz gewählt hätte oder ein Bonuspunkt GE für den Akrobaten viel toller ist als einer in KO.


    Ziel dabei sollte natürlich sein, der Heldin eine sinnvolle Weiterentwicklung zu ermöglichen und nicht, ihr vollkommen neue Betätigungsfelder zu eröffnen. Ein spät erworbenes Meisterhandwerk auf Klettern wäre in meinen Augen also okay, eine Selbstverwandlung zwar rollenspielerisch reizvoll aber eigentlich zu viel des Guten und eine nachträglich erworbene Begabung auf Lanzenreiten gänzlich unpassend.

  • Es gibt kein dauerndes Würfelpech. Wenn du ständig in Würfel relevanten Situationen schlechter bist als deine Mitspieler, haben die entweder bessere Werte oder du setzt deine Möglichkeiten ineffektiv ein. Gerade im Kampf kann das schon mal passieren.


    Generell halte ich das mit dem 180° Wende für keine Gute Idee. Wenn dir das mit dem Wildnis-Ding nicht gefällt solltest du gleich einen neuen Charakter erschaffen. Außerdem: Ihr habt doch sowieso schon 2-3 Charaktere mit einem relativ hohem Sozialstatus. Die treten sich sowieso schon gegenseitig auf die Füße wenn es "wichtige Dinge" zu klären gibt. Ich würde den Charakter wenn dann auch in diese "heimliche" Unterwelt Schiene weiterentwickeln, das könnte zumindest Ritter und Weißmagier nicht bedienen und es ist vom Jäger nicht ganz so weit hergeholt.


    Insgesamt scheint mir das Problem aber eher beim SL zu liegen der dir nichts zu tun gibt. Im Zweifelsfall musst du dir und er sich halt irgendetwas aus den Fingern saugen. Gerade bei einer Kleinstadt/großem Dorf sollte es nicht so schwierig sein sich etwas zu überlegen was im Umland geschieht und wo Jägertalente gefragt sind. Die Erschaffungszeiten beim Bogenbau solltet ihr vielleicht auch nicht so ernst nehmen...

  • Wer benötigt den die Werkstatt noch außer dir/den Dorfbewohnern, die Bögen bauen sollen? Ich meine wenn da sonst Stühle gebaut werden sollen, sollen die sich gefälligst auf den Boden setzten, es ist schließlich Krieg(sähnlich). Ansonsten kann ich nur sagen halte durch, es kommen bessere Zeiten. Mein Charakter hat in unserer momentanen Kampange auch immer mal Abschnitte, wo der Rest am fluchen ist und ich nicht nützlich bin. Als impulsiver Charakter kommen halt leider sehr oft unpassende Kommentare oder unpassendes Verhalten.

    Zu den Würfeln, ich kenne das und ich hab es damit gebessert, dass ich meine Würfel nicht mehr selbst aussuche ;). Einer meiner Mitspieler, der unverschämtes Würfelglück hat legt mit jeden Abend meine Würfel hin. Ich weiß nur Aberglauben, aber vorher hab ich deutlich mehr Patzer geworfen. Versuch es einfach mal und sonst kann ich nur sagen, es wird alles wieder besser, da es nicht ewig so beschi..en sein kann.

  • Wenn ein Spieler so absolut gar nichts sinnvolles zur Geschichte beizutragen hat, dann liegt das in gerundet 100% aller Fälle am Spielleiter, denn selbst in den 50% aller Fälle wo es wider erwarten doch am Spieler liegen sollte ist es das Versagen des Spielleiters das nicht einfach zu kompensieren, wodurch wir wieder bei 100% sind. Da kann man dann aber auch als Spieler nur sehr wenig dran ändern, als Spielleiter jedoch umso mehr. Der Spielleiter hält schließlich fast alle Fäden in der Hand.


    Zumal ich in diesem konkreten Fall nicht nachvollziehen kann weshalb der Spielleiter aktiv Steine gelegt hat, aber keine Brücken baut. Warum kann die Stadtwache so gut mit Bögen, warum gibt es nicht genug Bögen, warum können keine gebaut werden und selbst wenn man mal davon gänzlich absieht (auch weil Miliz ausgehen ja allgemein eher totöde ist, wenn es nicht in einen echten Dramabogen eingebaut ist), warum wurden dann auch Betätigungen im Umland vermauert? Oberjäger gibt es also bereits und gebraucht wird da auch niemand mehr, weil es eine Stadtwache oder sowas änliches gibt die sich um alles kümmert. Ich sehe da jetzt ne Menge Steine. Wo sind die Brücken?


    Und zur Aufteilung der Gruppe muss ich mich doch wundern: Was verwalten die da bitte? Ich meine, was ist da groß zu verwalten? Das ist ein 600 Seelen Kaff. Eines der größten Probleme der Vormoderne ist das die Umsetzung guter Ideen so ewig in der Umsetzung dauert. Heute ist es genau anders herum und Dinge dauern ewig in der Planung, können dann aber ziemlich schnell umgesetzt werden, wenn der politische Wille vorhanden ist. Einzige Ausnahme wäre der BER. Der ist modern geplant und vormodern ausgeführt.

    Dennoch, bei 600 Personen können da kaum mehr als 120 Menschen lokale Oberschicht sein, bereits davon ausgehend das der Ort absurd reich ist. Da er das ja nicht ist wären wohl 60 Personen lokale Oberschicht wahrscheinlicher. Die Entscheidungsträger davon dürften einer von 10 sein, weil das ja auch Kinder und Greise einschließt. Blieben 6 relevante Führungspersonen im oberen Gefüge der "Stadt", zuzüglich nochmal einem halben Dutzend aus dem Rest. Das scheint mir jetzt doch recht überschaubar.

    Und das hat absolut nichts mit Gesellschaftstalenten und Sozialstatus zu tun. Die meisten da haben ohnehin keinen relevanten Sozialstatus und die wenigen die einen haben sind über eine Hierarchiepyramide mit lediglich 2 Stufen zu managen, sondern man direkte und persönliche Führung zum Ziel setzt. Lediglich eine Stufe, wenn man stärker delegiert. Da müsste eigentlich jede Menge für deine Halbelfe zu tun sein.


    Für mehr müsste ich jetzt anfangen zu spoilern, denn ich hätte spontan eine ganze Menge an Ideen für einen Charakter wie du ihn da hast.

    Ich habe das Abenteuer zwar nie gespielt, aber ich habe es gelesen und die Vorlage ist nicht annähernd so eine Betätigungs-Ödnis für Charaktere wie deinen, wie es hier aussieht. Euer Spielleiter kann davon selbstverständlich abweichen. Aber. Da sind wir beim guten alten Aber. Denn dann ist es seine Verantwortung nicht nur Türen abzuschließen und Brücken abzubrechen, sondern neue Türen aufzuschließen und neue Brücken zu bauen. Sonst muss sich keiner wundern das du auf dem Trockenen sitzt.


    Und dieses Master/Slave Ding mit dem Halsband und allem von eurem Magier? Das ist creepy. Da würde mich glatt mal interessieren A] wie alt der Spieler ist und B] wie die Geschlechterverteilung in eurer Spielergruppe ist, aber ich will allgemein immer viel zu viel wissen (hab ich mir sagen lassen). Das muss also keineswegs beantwortet werden.

    Die Frage juckt mich nur, weil ich so was bisher vor allem von pubertären und spät-pubertären männlichen Rollenspielern kenne, wenn sie von weiblichen Mitspielern durch deren alleinige Existenz aus dem Konzept gebracht werden, oder von Spielern gleichen Geschlechts die im Zuge ihrer sexuellen Identitätsfindung noch konfuse Machtfantasien haben.

    Da ist meine Datenlage jedoch, zugegeben, etwas veraltet. Mein Baujahr reicht weit genug zurück das mein erster Apple Macintosh Computer noch der erste Apple Macintosh Computer war. 8o


    Summa summarum: Es sollte eigentlich genug für dich zu tun geben und der Spielleiter müsste dafür eigentlich eine Menge Aufhänger und Hilfestellungen geben können. Rede mit ihm darüber, one-on-one, ob man das nicht fixen kann und zwar ohne das du deinen Charakter dabei durch den Mixer jagst. Wenn man nicht sinnvoll mit ihm darüber reden kann hilft auch sonst nicht mehr viel.

    Kein Zitat ist so genial, dass man es jeden Tag wieder und wieder lesen müsste.

  • Meine Überlegung: was ist denn mit den Kindern?

    Wenn die Halbelfe wirklich partout nichts in der Stadt oder Umgebung findet, das ihr Spaß machen könnte, wird es doch mit Sicherheit eine lokale Rasselbande geben, die man ein bisschen unter die Fittiche nehmen kann. Den Kurzen der Stadt Klettern und Schleichen beibringen, denen zeigen, wie man provisorisch Bögen bastelt, um die Häuser schleicht. Mit ein bisschen Glück und etwas gutem Willen vom SL findet sich ja vielleicht ein Halbwüchsiger mit Talent, den man für später ein wenig zurechterziehen könnte, dass aus ihm mal ein guter Jäger oder so was wird.


    Was den Schwarzmagier angeht, da ist das Kind wohl schon in den Brunnen gefallen, aber ich find's bedenklich, so einen Charakter überhaupt zuzulassen. Dass ein Held mehr AP verteilt als der Rest der Gruppe zusammen, um dann stur alles zu skillen, kann nicht Sinn der Sache sein ...