[DSA 4.1] Alptraum ohne Ende

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    • Roban hört zwar was gesprochen wird, ist aber noch zu tief in Borons Griff um darüber nachzudenken, geschweige denn das Gehörte zu bewerten. Als die Stimmen verstummen drifted er langsam wieder weg.


      Als er am nächsten Morgen beim ersten Licht des Tages aufwacht, ist er sich nicht mehr sicher, ob er das Gespräch tatsächlich gehört, oder nur geträumt hat. Ceridwen eine Hexe? Wäre schon möglich und würde auch Connars Anwesenheit erklären. Aber es könnte auch einfach nur ein Traum sein, eine wilde Mischung der Informationen, die Roban am Vorabend erfahren hat. Er schaut sich, noch auf dem Lager liegend, nach Akilos um - halb in Erwartung, dass sich dieser irgendwo zusammengerollt hat und schläft. Allzu überzeugt davon, das eine Wache nötig ist schien er ja nicht gewesen zu sein. Dann erblickt er den Magier jedoch am Bach. Also doch ganz zuverlässig. Noch ein wenig schlaftrunken setzt er sich auf und beginnt sich seine Stiefel wieder anzuziehen.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Das Wasser plätschert so angenehm dahin, dass Akilos einen Moment innehält, um sich am Anblick des Bachlaufs im ersten Licht zu erfreuen. Seine Gedanken schweifen weit zurück, an frühere Tage, und schließlich weg aus der Wirklichkeit…


      Wenn Roban den Magier am Bach einen Moment beobachtet, könnte ihm auffallen, dass der sich kaum rührt – ein bisschen zu lange, um einen Topf Wasser aufzufüllen. Beim genaueren Hinsehen sieht man, dass er wohl an einen jungen Baum gelehnt dahockt. Immerhin, allzu lange kann er noch nicht eingedöst sein, dazu ist die Haltung einfach zu unbequem.

    • Einen Moment hält Roban inne. Also doch... Dann zieht er die Schuhe fertig an und schleicht auf leisen Sohlen Richtung Fluss. Zumindest versucht er es. Kurz bevor er Akilos erreicht stößt er jedoch gegen einen kleinen Stein, der mit einem leisen Platschen ins Wasser rutscht.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Als der Stein ins Wasser fällt, kommt wieder Leben in den Magier, allerdings langsam. Er hebt den Kopf, massiert kurz den Nacken, während er in die Richtung sieht, wo das Platschen herkam. Dann füllt er kopfschüttelnd den Topf mit Wasser. Roban bemerkt er allerdings nicht.

    • Als der Stein im Wasser verschwindet, erstarrt Roban mitten in der Bewegung, hält den Atem an. Bei Akilos träger Reaktion schüttelt er den Kopf. Dann überbrückt er die restliche Distanz mit wenigen schnellen Schritten und lässt eine Hand schwer auf Akilos Schulter fallen. Nicht schmerzhaft, aber doch mit festem Griff. "Wäre ich ein Feind, wärst du jetzt tot", informiert er Akilos grimmig. Dann nimmt er die Hand von der Schulter und bietet sie ihm an, um ihm hochzuhelfen. "Und wir auch, was das betrifft."

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Als er die Schritte hört, sieht Akilos sich um, aber da ist Roban schon bei ihm. Er blinzelt. "Aber du bist kein Feind, und wir leben alle. Genau wie schon den ganzen Weg aus Donnerbach bis hierher." Er lächelt und lässt sich hoch helfen. "Magst du lieber Minze oder Melisse für den Tee? Beides geht auch."

    • Wieder einmal ist Roban von Akilos' umgänglicher Art entwaffnet, sodass ihm sogar ein Lächeln herausrutscht. "Ähm, beides", antwortet er. Dann wird er jedoch schnell wieder ernst. "Du hast recht, es ist nichts passiert, weil wir hier in einer friedlichen Umgebung sind", beginnt er in freundlichem, geduldigem Tonfall. Wie kann er Akilos begreiflich machen, worum es ihm geht? "Das Problem ist nicht, dass du eingeschlafen bist. Das kann passieren. Deswegen stellt man immer mehrere Wachen auf, wenn man wirklich in gefährlichem Gebiet ist." Er nimmt Akilos den Topf ab und schlendert zurück in Richtung Feuer. Dabei blickt er den Magier von der Seite an: "Das Problem war deine Reaktion, als du aufgewacht bist: Du hast Wache und nickst dabei weg. Dann hörst du ein ungewöhnliches Geräusch, das dich aufweckt. Und statt augenblicklich auf die Beine zu springen und dich zu orientieren, bleibst du erst einmal sitzen und massierst dir den Nacken."

      Nach ein paar Schritten bleibt er wieder stehen und blickt Akilos direkt in die Augen. "Verstehst du was ich meine? In einer solchen Situation entscheidet die Gewohnheit wie man handelt. Und wenige Augenblicke können im Ernstfall entscheidend sein. Deswegen behalte ich meine Wachsamkeit bei. Selbst hier." Eine Spur Bitterkeit schwingt in seiner Stimme mit. Er hat sich dieses Wissen auf die harte Tour aneignen müssen. Und das will er Akilos nach Möglichkeit ersparen - insbesondere da sich abzeichnet, dass sie wohl noch eine Weile gemeinsam unterwegs sein werden.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • "Warst du das mit dem Platschen? Ich dachte, da wäre vielleicht ein Fisch gesprungen, um den Tag zu begrüßen." Am Feuer nimmt ihm Akilos den Topf wieder ab und hängt ihn über dass Feuer. "Also – du sagst doch selbst, dass wir in einer friedlichen Umgebung sind. Hier ist Weiden. Das Land und vielleicht auch die Leute mögen manchmal etwas rau sein, aber auch herzlich. Ich erkenne und schätze, dass du dich um uns sorgst. Aber deswegen hinter jedem Platschen, Knacksen oder Rauschen gleich etwas Schlimmes zu erwarten, ist der falsche Weg, meinst du nicht auch?" Er wirft ein Büschel Minze in den Topf, dann hebt er den Kopf.


      "Sieh dir mal diesen Sonnenaufgang an. Ist das nicht schön? Ich möchte, dass es schön bleibt. Dass diese schrecklichen Visionen nur eine Ahnung bleiben. Wenn ich mich jetzt bereits darauf einlasse, die Furcht an mich lasse – dann ist das ein erster Schritt zur Wirklichkeit dieser Vision. Und das – will ich nicht." Er sieht Roban an, und eine Spur Bitterkeit hat sich in seinen Blick geschlichen. "Ich bin kein Narr. Wenn… wenn die Situation es erfordert, werde ich mich anpassen. Und auch tun, was du rätst, denn ich sehe, dass du Erfahrung mit gefahrvollen Situationen hast. Aber ich gehe nicht davon aus, dass das eintritt, also bewahre ich mein Vertrauen in die Schönheit und die Güte." Jetzt strahlt er wieder Zuversicht aus.

    • Roban lässt sich neben dem Feuer nieder. "Wenn das Wünschen nur alles wäre, was man braucht...", murmelt er. Dann schweigt er eine Weile, in Gedanken versunken, und schaut Akilos beim Teekochen zu. Schließlich blickt er wieder auf: "Ich denke, das genügt mir. Ich wünsche dir, dass du es nie nötig haben wirst, dein Vertrauen abzulegen." Wie geborgen muss ein Mensch aufwachsen damit er sich so eine Einstellung leisten kann? In dem Gedanke schwingen ein guter Teil Bitterkeit, eine Prise Wehmut, ein Qäuntchen Neid mit. Der Großteil ist aber Erstaunen und auch Freude, dass es in dieser Welt noch solch friedliche Orte zu geben scheint. Ich BIN es eben gewohnt, dass jedes Platschen, Knacksen Rauschen etwas schlimmes bringt. "Du warst in den letzten Jahren nicht im Svelltland, oder?", fragt er leise, gedankenverloren. Dann schüttelt er die trüben Gedanken ab und beschließt, dass er Akilos mit diesem Wissen nicht unbedingt belasten muss. Es ist zur Abwechslung auch mal ganz schön mit arglosen, freundlichen Leuten unterwegs zu sein.

      Robans Züge entspannen sich, dann grinst er Akilos fröhlich an: "Ja, das Platschen war ich. Sagen wir, ich habe mich etwas vertreten und dabei einen Stein ins Wasser gestoßen." Dann rappelt er sich auf. "Ich schau mal, was wir noch zum Frühstück da haben."

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Ceridwen schläft noch friedlich und lässt sich auch vom leisen Geplauder der Männer nicht stören, aber Connar kommt durch die Bäume angesegelt und landet neben Akilos am Boden. Er richtet den Blick aus seinen großen braunen Augen auf ihn und starrt ihn einige Herzschläge lang an.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

    • Das Svelltland? Da kommt er also her. Aber bevor Akilos antworten kann, ist Roban wieder guten Mutes, also lässt auch der das Thema fallen. "Ja, mach das, danke. Schade, dass ich gestern nicht daran gedacht habe, nach ein paar Eiern zu fragen, das wäre ein schönes Frühstück geworden. Aber so wirds auch gehen, wir können ja den Rest Eintopf von gestern aufwärmen und das Brot etwas anrösten." Dann sieht er den Kauz. "Guten Morgen, Connar. Kommst du, deinen Teil einzufordern?" Er hält ihm in der offenen Hand ein Stück Brot hin. "Tut mir Leid, eine Maus habe ich nicht parat."

    • Einen Augenblick war Allacaya versucht, anzubieten, dass sie die Nacht über aufbleibt und .... wacht. Im Augenblick brauche ich keinen Schlaf. Schlaf bringt Träume, und sie sind dieser Tage ..... nicht erfreulich. Als die anderen die Wachen unter sich aufteilen, wirkt sie aber nicht verärgert oder enttäuscht.


      ...


      Die Elfe hat die Nacht durchgeschlafen und wohl auch ohne schlechte Träume. Allacaya hilft mit, das Frühstück zu bereiten. Als Connar Akilos anschaut und der ihm Brot anbietet, lacht sie hell und klar. "Ich glaub, er hat genug Mäuse gehabt in der Nacht. Der kleine Räuber, der." Ihre Stimme klingt sanft dabei.



    • Connar schuhut leise, kommt zu Akilos heran und schnappt sich das Brotstück. Er hopst kurz und nickt, als wollte er sich bedanken, dann verschlingt er das Brot und wandert zu seiner schlafenden Ceridwen.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

    • "Ach, ein bisschen Platz für die Nachspeise ist da bestimmt noch," grinst Akilos, als Connar sich bedient. "Hast du gut geschlafen?" Immernoch mit einem Lächeln, aber auch etwas sorgenvoll sieht er sie an. Immerhin weiß er, dass Träume für Elfen noch einmal eine andere Bedeutung haben als für Menschen.

    • Kurz stocken Robans Schritte, als der Connan landet. Dessen Anwesenheit erinnert ihn an das Gespräch - den Traum? - von letzter Nacht. Er wirft einen nachdenklichen Seitenblick auf Ceridwen, die noch immer friedlich schlummert. Nun, wenn das Gespräch wirklich stattgefunden hat, wird er es heute erfahren. Dann kramt er aus seinen Satteltaschen ein Stück Käse und ein paar verschrumpelte Äpfel hervor. Einen davon gibt er Vanya, den Rest breitet er neben dem Feuer aus. "Wollen wir die Äpfel auch rösten, oder essen wir die so? Die sind vielleicht schon ein wenig alt", fragt er munter. Dann wendet er sich neugierig an Akilos und nimmt das Gespräch wieder auf: "Wo kommst du eigentlich her? Warst du schon länger in Donnerbach?"


      Groll, der die Szene bis hierhin mit mäßigem Interesse verfolgt hat, trottet nun zu Akilos herüber und stupst ihn mit der Schnauze an. Offensichtlich hofft er, auch noch etwas abgreifen zu können.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Connar reibt seinen flaumigen Kopf zärtlich an Ceridwens Wange und schuhut ganz leise. Noch weitgehend schlafend, kommt ihre Hand unter ihrer Decke hervor und tastet nach ihm, vielleicht wie eine Mutter, die nach ihrem Baby tastet, welches neben ihr erwacht ist. Sie murmelt mit geschlossenen Augen etwas unverständliches, Connar schuhut sanft zurück, dann nimmt er Wind unter die Flügel und fliegt davon, über die Wipfel der Bäume hinweg, gen Norden. Ceridwen gähnt und reibt sich die Augen. Sie ist vom Schlaf etwas zerzaust, und ihre Haare sind ein Chaos aus rotbraunen Locken.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

    • "Besser, ja ..... danke," meint Allacaya zu Akilos. "Zu viel Zeit zum Träumen, aber heute ist ein neuer Tag." Einfach spontan tanzt sie barfuss durch das Gras, wirbelt einmal herum, bleibt stehen und schaut die anderen an. "Auf nach Baliho. Vielleicht stellen wir dort fest, dass alle Träume nur Träume waren."

    • Akilos nickt Roban zu. "Das ist eine gute Idee. Dann haben wir noch was warmes dazu. Wir können sie ja einfach auf ein paar Stöcke stecken und über die Glut halten." Den Plan setzt er auch gleich in die Tat um, dann antwortet er auf Robans andere Frage. "Ich war zuletzt ein Jahr dort, um am Seminar zu lernen und zu lehren, aber eigentlich stamme ich aus Olat, am Neunaugensee. Zuletzt habe ich mich intensiv mit der Magie der Elfen beschäftigt, dabei hat mir Allacaya auch sehr geholfen." Kurz sieht er zur Elfe hinüber. "Und davor war ich auch in Weiden, aber weiter im Westen, beim Blautann." Dann erwacht Ceridwen langsam. "Ah… guten Morgen. Gut geschlafen? Brauchst du vielleicht noch ein bisschen?" Immerhin hat sie die mittlere Wache gehabt, die am meisten schlaucht. Allacayas Tanz nimmt er mit einem Lächeln zu Kenntnis. Gut, wenn sie ihre Leichtigkeit behält.

    • Ceridwen zuckt verschlafen die Schultern, schält sich aus ihren Schlafsachen und greift als erstes nach ihrer Wasserflasche, um sich den Mund auszuspülen und zu trinken, dann schlägt sie sich gähnend in die Büsche.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

    • Mit einem leisen Pfiff versichert sich Roban Grolls Aufmerksamkeit. Ein leichtes zucken mit den Fingern und der Hund trottet mit einem letzten enttäuschten Blick auf Akilos zu ihm herüber und lässt sich neben ihm nieder. Roban lächelt Akilos an "Entschuldige, normalerweise bettelt er nicht." Dann stockt er und beobachtet verwundert und auch ein wenig argwöhnisch Allacayas plötzliche Tanzeinlage. Da die anderen sich aber nicht darüber zu wundern scheinen, packt er das in die Kategorie "Elfendinge" und denkt nicht weiter drüber nach. "Morgen!", ruft er Ceridwen hinterher, dann wendet er sich wieder an Akilos: "Elfenmagie?", fragt er mäßig interessiert - eher um das Gespräch am laufen zu halten. "Da gibt es Unterschiede?" Wobei, das ergibt ja eigentlich Sinn. Die sind in allem so anders...

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein