[DSA 4.1] Alptraum ohne Ende

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    • Weiden im Frühsommer, 19. Ingerimm 1015 BF


      Über euch breitet sich der blankgeputzt blaue Himmel aus, an dem nur noch windstill ein paar weiß-graue Schäfchenwolken stehen. Kümmerliche Überbleibsel eines leichten Sommergewitters, das die Nacht über gegrummelt hatte. So schnell, wie es da war, hat sich das Gewitter aber auch schon wieder in Wohlgefallen aufgelöst und eine Landschaft zurückgelassen, die frühsommerlich in Blüte und Leben explodiert, nachdem sie Wasser und Sonne geradezu gierig in sich aufgesogen hatte. Die Weiden an den Ufern des Pandlaril stehen hüfthoch und sattgrün, und die Rinderbarone Weidens haben keine Zeit verloren, ihre gewaltigen Rinderherden dorthin zu treiben. Unter lautem, beinahe ohrenbetäubend lautem "MUH" und "MUUUHHHH" tummeln sich die Viehmassen zu tausenden und abertausenden auf den Weiden, umschwärmt von bellenden Hütehunden und aufmerksamen Weidener Kuhburschen zu Pferd und unter ihren breitkrempigen Hüten. "Yiaaaaahaaaa" und "Yiiiieeeehoo" und Lassoschwünge sorgen dafür, dass keins der Rinder ausreißt. Sie sind raue Gesellen, diese Kuhburschen, die ihr in den letzten Tagen an so manchem Lagerfeuer als ebenso herzlich kennengelernt habt.


      Die Kornfelder zeigen ihr erstes Gelb an den Spitzen, und auch in den Feldern wird fleißig zu Werke gegangen. Das Unkraut will zwischen den Korngarben beseitigt werden, und so sind schon frühmorgens die Leiterwagen, gezogen von struppigen aber satt zufriedenen Pferden mit nickenden Köpfen, hinausgerollt zu den Feldern; mit ihnen barfüßige, fröhlich lachende Kinder, singende Frauen mit Kopftüchern und ein paar neckende Bauernburschen, Harken und Sensen über der Schulter. Gesungen wurde auch auf den Feldern während der Arbeit - aller Armut zum Trotz. Denn bei allem Frohsinn, Weiden blieb ein wildes, armes Land.


      Ungeachtet aller Armut fielen euch auch hinter Trallop noch frischgedeckte Dächer und neu gekalkte Wände auf. In die Dörfer war das Leben stark und prall und mächtig zurückgekehrt nach dem letzten Winter und nach Krieg und orkischer Zerstörungswut der letzten Jahre.


      Dann habt ihr, der Reichsstraße II nach Süden folgend, die hier nicht mehr ganz so gut in Schuß ist, die muhenden Viehmassen und die bewirtschafteten Felder hinter euch gelassen. Von links und rechts drängen sich die Urwälder Weidens stellenweise bis an die Straße heran. Dann ein kleiner blauer Teich, ein kleines Geschwisterlein der gewaltigen Pandlaril auf einer sich plötzlich öffnenden Lichtung, über dem Mückenschwärme tanzen und über den ein lauer Wind hinwegstreicht. Stille. Ruhe. Einsamkeit der Waldwildnis.


      Der Frühsommer ist auch in Weiden eine gar herrliche Zeit. Laue Abende, romantische Sonnenaufgänge, bunte Farben von Vogel- und Blumenwelt, sinnliche Gerüche, grüne Hügel. Und sogar die Menschen scheinen besser gelaunt als noch wenige Wochen zuvor. Ritter und ihre Knappen kreuzen euren Weg, umflattert von bunten Wimpeln der Herren, denen sie dienen; Händlerkarren poltern von Nord nach Süd und umgekehrt, und die ersteren überholt ihr zu Pferd allemal, tauscht auch den einen oder anderen Gruß aus; Barden, Musikanten und Gaukler sind unterwegs und tragen Musik und Gesang in die Welt; die Liebe steht allerorten in Flammen; ein Obsthain in voller Blüte, den eine ganze Reiterschar in blinkender Rüstung passiert und kurz darauf schon wieder verschwunden ist - ganz wie ein flüchtiger Tagtraum. Eine Eselskarawane von "Iaaaahhhh" und "ÄÄÄHIIÄÄÄHHIII", schwer beladen und geführt von einem schweigsamen Bärtigen. Am Horizont wieder eine der nicht enden wollenden Viehherden, die schwarz über die grünen Hügel ausschwärmt.


      Ceridwen, Allacaya, Roban und Akilos sind in diesem Land unterwegs. Seit Tagen schon, und nur noch ein bis zwei Tage nach Baliho, zur Warenschau. Oder mag es andere Gründe geben, sie sie dorthin führen?


      Tage zuvor Akilos und Ceridwen (nur Lir und Alrike )



      Wochen und Tage zuvor - Allacaya (nur Undine )


      Wochen zuvor - Roban



      Noch jemand schloß sich ihnen an - eine Frau aus dem Volk der Waldelfen, in Begleitung eines herrlichen Blaufalken und eines großen Wolfshundes, der die ersten Tage auf vorsichtige Tuchfühlung mit Groll ging. Was sie nach Baliho führen sollte, konnte Roban nicht so genau so deuten, aber wer verstand schon die Frauen (siehe oben), oder erst recht die Frauen der Elfen?


      So seid ihr auf dem Weg, schon hinter Trallop und auf dem besten Wege nach Baliho, nach schon fünf Reisetagen, die euch erst um den Neunaugensee herumgeführt haben, dann über bessere Feldwege bis nach Trallop, von wo an die Reichsstraße II etwas mehr Leben und Begegnungen in euren Alltag spült.

    • Ceridwen zieht die frische, erdfeuchte Luft tief in ihre Lungen. Zu Hause wäre jetzt auch Frühling, aber hier ist er irgendwie noch betonter. Sie bedenkt die fröhlichen, singenden Menschen mit einem Lächeln, lauscht den Liedern und grinst Akilos an. Sämtliche düsteren Gedanken der Nacht verdrängt sie kurzerhand, heute ist sie bester Laune.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

    • Auch Roban genießt den lauen Sommertag. Das blühende Land und die ausgelassene Stimmung seiner Bewohner sind Balsam für seine Seele. Es tut gut zu sehen, wie schnell das Leben zurückkehrt und sich wieder Normalität einstellen kann, wenn die Orks erst einmal vertrieben sind. Sein Blick streift die beiden Hunde, die stumm neben den Pferden hertraben. Wie schon so oft in den letzten Tagen, bleibt er dabei bewundernd an dem großen, weißen Tier Allacayas hängen. Wo Groll gänzlich kraftstrotzende Muskelmasse ist, verfügt der Wolfshund über eine tödliche Eleganz die ihresgleichen sucht.

      Als er wieder aufschaut bemerkt er Allacayas undeutbaren Blick, der auf ihm ruht. Er nickt ihr freundlich zu: "Ein schönes Tier. Wo hast du ihn her?"

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Allacaya ist auch heute wieder ruhig und still wie an den vergangenen Tagen, seit sie aufgebrochen sind, und sie reitet als Letzte. Für eine Elfe ist diese Ruhe nicht unbedingt etwas Besonderes, aber Akilos, mit dem sie schon mehr Zeit verbracht hat, könnte diese Stille da hinten schon auffallen. Allacaya hat sich zum Reiten praktische, eng anliegende Kleidung aus Bausch angezogen. Das Oberteil ein himmelblaues Hemd, überreich verziert mit Ornamenten, die den filigran silbernen Ranken von Pflanzen ähneln, die sich mit Tierbildern abwechseln, die wiederum in abstrakte Muster überzugehen scheinen, die für Menschen keinen Sinn ergeben. Die Hose in einem hellen Grasgrün und ohne Verzierungen, dazu einen silberfarbenen ärmellosen Umhang, ebenfalls aus Bausch, über den ihr ewig langes Haar fällt und hinter ihr im leichten Wind auffliegt, während sie reitet. Um die Hüfte hat sie ein Tuch aus leichtem, cremefarbenem Bausch geschlungen, das an den Enden dunkelbraune Fransen aufweist. Die Schuhe stecken in den typisch hellbraunen Elfenstiefeln in Blütenkelchform. Über den Rücken trägt sie Köcher und den langen Elfenbogen, die Sehne ausgehakt. Der Bogen ist wirklich ein kleines Meisterwerk, wie jemand leicht feststellen kann, der sich ein bisschen damit auskennt.


      Robans Frage reisst sie aus den Gedanken, die sie gerade ein wenig mitgetragen haben. Sie wendet den Blick ihrer Mandelaugen von dem Wald ringsum und lächelt still nach vorne. [Garethi]"Er ist jetzt seit beinahe zwei Jahren mein treuer Gefährte. Huan-largra (Wolf) strich durch die Wälder bei Donnerbach .... ich vermute, dass sein alter Herr getötet wurde. Ich nahm ihn auf und er blieb bei mir, als mein wyn... mein Freund." Der Wolfshund, der wohl merkt, dass er gemeint ist, wendet den Kopf zu seiner Gefährtin, um wohlig zu grollen .... wie eine Art Antwort. "Und .... Groll? Ich muss zugeben, dass ich keine Angst vor ihm habe, aber .... er wirkt so ... wie ein thara ... eine Waffe? Aber ich mag ihn irgendwie."

    • Roban lässt sein Pferd ein paar Schritte zurückfallen, sodass er sich nicht im Sattel umdrehen muss, um mit Allacaya zu sprechen. Sein Lächeln wirkt nun ein wenig traurig, die gelöste Stimmung ist mit einem Mal verflogen, als er an seine geknechtete Heimat denkt. "Du hast eine feine Beobachtungsgabe. Wenn die Schwarzpelze im Land herrschen bleibt einem wenig anderes übrig. Wenn die Ordnung zusammenbricht, wird man zur Waffe oder stirbt früher oder später", er lacht trotzig, "das gilt selbst für Tiere. Groll begleitet mich nun schon seit vier Götterläufen und ich kann mir keinen besseren Gefährten wünschen. Er hat mir mehr als einmal das Leben gerettet. Ich durfte aus den Lowanger Tieren wählen, dafür dass ich ihnen geholfen habe, das Unvermeidlich ein wenig herauszuzögern. Damals bei der Belagerung..." Roban zuckt mit den Schultern. "Groll... hat mich sofort beeindruckt. Er ist so still, das habe ich bisher bei kaum einem Hund erlebt."

      Als der Hund seinen Namen hört, blickt er im Laufen auf und seine schwarzen Augen ruhen stumm auf Roban. Als jedoch kein weiterer Befehl folgt, wendet er sich schließlich wieder dem Weg zu.


      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Auch Akilos war zuletzt wieder etwas in Gedanken darüber, was ihn in Baliho jenseits der Warenschau erwarten könnte. Vielleicht war es gar nicht so verkehrt, dass Roban sich ihnen angeschlossen hatte. Immerhin, Ceridwen kennt ihn bereits seit längerem, und auch wenn er wohl einen gewissen Schmerz mit sich herum trägt - wer nennt einen Hund schon Groll? - so scheint er doch im Inneren ein aufrichtiger Kerl zu sein. Ob er einmal mit Allacaya sprechen sollte? Ihm kam es ein wenig so vor, als würde seiner elfischen Gefährtin auch etwas auf der Seele liegen. Ob sie ebenfalls eine Ahnung hat?


      So wälzt er die Gedanken und stellt plötzlich fest, dass Ceridwen ihn ansieht und grinst. Etwas ertappt huscht eine kurze Röte über sein Gesicht, dann lächelt er verlegen zurück und bekommt jetzt erst mit, dass Roban sich hinter sie und ihn zurückfallen hat lassen. Wie gut, dass er seinem Pferd vertrauen kann. Aber immerhin bemüht er sich auch, ihm den Reittieralltag so angenehm wie möglich zu machen, täglich eine gute Strecke zu Fuß zu gehen und das Halfter locker zu lassen. Im Gegenzug sucht sie die Schimmelstute meistens selbst ihren Weg, sodass Akilos' bescheidene Reitkünste nicht zu sehr gefordert werden. "Äh... entschuldige, ich war in Gedanken. Hattest du etwas gesagt? Wollen wir eine Rast einlegen?"

    • Madayas Träume fehlen mir in eurer Welt.


      "Niemand sollte zu lange im Zerza leben ..... im Vergehen," antwortet Allacaya und ihre Stimme klingt wie ein leise trauriges Singen. "Wir alle haben zu viel gekämpft in den letzten Jahren. Menschen und Elfen.... obwohl es nötig war, die Orks zu töten. Auch er hat zu viel gekämpft", ergänzt sie und schaut auf Groll. "Krieg und Tod stürzen in den Wahnsinn, wenn man zu viel davon hat. Die fialgra, die ihr Orks nennt .... sie sind völlig vom Wahnsinn befallen, schau sie dir an..... sie stören diese Welt..... Entschuldige, ich rede zu .... elfisch", lacht sie plötzlich hell auf, und da klingt sie wieder wie die alte Allacaya. "Es ist auf jeden Fall schön, dass ihr für einander so gute Gefährten seid. Und largra sind unglaublich freundlich, wenn man nur gut zu ihnen ist. Es ist so einfach, sie zum Freund zu haben." Allacaya schaut Roban freimütig an.

    • "Oh, nein. Ich hatte nichts gesagt. Vor lauter Frühling kann man heute beinah seine Sorgen vergessen, und der Tag ist einfach zu schön zum Grübeln - obwohl mir die Worte deiner Mutter nicht aus dem Kopf gehen wollen. Aber weißt du, sich Sorgen zu machen um etwas, von dem man einfach nicht genug weiß, bringt auch nichts." Ceridwen mustert amüsiert Akilos' rot angelaufene Wangen und Ohren, und legt ihm kurz eine Hand auf den Arm. Er ist wirklich süß, und so ein Lieber, denkt sie bei sich. "Aber rasten klingt gut. Komm, suchen wir uns ein schattiges Plätzchen. Vielleicht finden wir auch einen Bach, zum Trinken für die Pferde."

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      And miles to go before I sleep

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      (Robert Frost)

    • "Ja das stimmt..." Die Worte klingen ein wenig abwesend. Danach verstummt Roban für eine Weile und reitet schweigend neben Allacaya her ohne die Umgebung wirklich wahrzunehmen. Ihre Worte geben ihm zu denken. Schließlich schaut er wieder auf und spricht leise in nachdenklichem Ton, sodass selbst Allacayas feines Gehör die Worte nur mit Mühe wahrnimmt: " Vielleicht hast du recht. Ich habe es selbst schon erlebt." Nun blickt er ihr direkt in die Augen. Ein bitterer Zug liegt um seinen Mund: "Ich habe Menschen gesehen - gute Menschen - die das ewige Kämpfen zerstört hat. Irgendwann suchen sie dann den Tod - oder werden selbst zu Monstern. Das sind dann diejenigen die Leute wie ich jagen müssen..." Er schüttelt sich. "Es... höhlt einen aus, wenn man keinen Ausgleich findet."

      Sein Blick wandert kurz zu Ceridwen, die vor ihm reitet. Sie war heute morgen ungewöhnlich still, selbst für ihre Verhältnisse. Aber nun scheint wieder alles in Ordnung zu sein, so wie sie den Magier anhimmelt. Dann fährt er in einem fröhlicheren Tonfall fort, auch wenn es noch ein wenig gezwungen klingt. Immerhin findet er zu seinem Lächeln zurück. "Aber dafür sind wir ja hier. Was meinst du, was uns in Baliho wohl erwartet? Ob es so wird wie früher das Markt und Spiele in Lowangen? Ich habe gehört, sie richten die Warenschau zum ersten Mal aus."

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Ich habe meine Sorgen ihm aufgebürdet. Und ich habe noch niemandem gesagt, was mich in die Stadt der Menschen führt. Baliho.


      "Ja, wir sollten nicht zu schwermütig sein an einem solchen Tag," lacht Allacaya auch schon wieder und sieht, wie Roban Ceridwen anschaut. Sie kennen sich wohl schon länger .... lange vielleicht nach den Massstäben der Menschen. "Die Warenschau, wie die Menschen sie nennen ..... ich war schon einmal in Trallop und kenne sie, aber die in Baliho wird ganz gewiss grösser. Also sehr viele Menschen, wirklich sehr viele ..... wie Grashalme auf einer weiten Wiese..... ich hoffe, viele von ihnen gut gelaunt und fröhlich. Und natürlich werden sie ihre Waren verkaufen. In Trallop hatte ich manchmal auch etwas zu tauschen dabei, aber für Baliho ..... dieses Mal nicht. Und Du? Willst Du Dich nur umschauen, Dich .... vergnügen .... oder auch etwas kaufen?" Von hinten neben Roban hält Allacaya mal Ausschau nach einem guten Platz für die Rast.

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    • "Ach, du hast ja Recht. Aber ich denke, wir sollten bei Gelegenheit mit Allacaya dazu sprechen. Das Volk der Elfen ist empfänglich für Träume, vielleicht hatte jemand aus ihrer Sippe auch schon eine Ahnung zu dem, was da auf uns warten mag." Er seufzt. "Vielleicht heute Abend, jetzt wollen wir doch mal sehen, ob wir eine Stelle am Ufer finden, die nicht voller Schilf und Morast ist. So etwas wie gestern muss ich nicht noch einmal ausprobieren." Er lacht bei dem Gedanken zurück an sein Missgeschick, das einen ausgesprochen schlammigen Magier zur Folge hatte. "Dort vorn ist eine Baumgruppe, da finden wir mit etwas Glück festen Boden, und Schatten dazu."

    • "Das sieht gut aus." Einen gemütlichen Rastplatz zu finden, ist Ceridwens leichteste Übung, zumal dies hier weder Moor noch Eiswüste ist, und sobald sich eine schöne Stelle findet, breitet sie ihre geflochtene Reisigmatte aus und eine Decke darüber, damit sich alle setzen, etwas essen und trinken und ihre Füße ausruhen können.

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    • "Ganz recht. Ich will vor allem das Fest genießen. Mal wieder unter Leute kommen die Zeit haben das Leben zu genießen."

      Und falls möglich bei dem anwesenden Adel um Unterstützung werben. Zumindestens Lowangen würde sich gegen die Besatzer auflehnen, wenn nur die geringste Aussicht auf Erfolg bestünde. 

      Roban lässt sein Pferd neben den anderen halten. Er steigt ab und kramt in Vanyas Satteltaschen nach etwa Essbarem. Dann löst er ihre Führungsleine vom Sattel des Pferdes. So kann sie selbstständig nach den Stellen mit dem üppigsten Grün suchen. Weit wird sie sich nicht entfernen.

      Mit seinem Hut schöpft er ein wenig Wasser aus dem Fluss, von dem er zunächst das Pferd und Vanya und dann Groll trinken lässt. Den nassen Hut hängt er anschließend zum trocknen über einen niedrigen Ast, bevor er sich zu den anderen setzt und selbst etwas trinkt. Diesmal aus seinem Wasserschlauch, den er auch den anderen anbietet. "Eine gute Idee, hier kurz Rast zu machen."

      Es ist schön, mal ohne Hast unterwegs zu sein.


      Nachdem sein Durst gestillt ist, legt sich Groll hechelnd unter einen der Sträucher, die den Wald am Ufer säumen. Dabei behält er seine Schutzbefohlenen sorgsam im Auge.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Auch Akilos bindet sein Pferd nicht an, nimmt auch seine hinter dem Sattel aufliegende Satteltasche herunter und lässt es dann laufen, wohin es möchte. Den Wasserschlauch von Roban nimmt er an und trinkt einen tiefen Zug. "Danke, das tut gut. Aber ich glaube, wenn wir schon einmal so nah am Fluss sind, will ich auch ganz ins Wasser. Kommt jemand mit?" Gesagt, getan, er geht zum Ufer, testet mit einem Ast noch einmal vorsichtig den Boden, schließlich will er im flachen Randbereich bleiben, dann legt er kurzerhand seine ohnehin der Jahreszeit angepasste dünne Robe ab und steigt ins Wasser. Ein paar Schritte geht er noch vorsichtig, um nicht auszurutschen, dann lässt er sich platschend zurückfallen, schnauft ob der plötzlichen Kälte und schüttelt sich lachend. "Na los, es ist wunderbar warm!" Groll, dessen Platz dem Ufer recht nah ist, bekommt gleich ein paar Spritzer ab.

    • Ihre Stute lässt Allacaya mit den anderen über die Wiese grasen ..... absatteln muss sie gar nicht, da sie wie ihre Brüder und Schwestern, die vindha`a, die Elfen der Steppe, ungesattelt reitet. Ein paar leise Worte auf Isdira gibt Allacaya ihr noch ins Ohr geflüstert auf den Weg. Valar kreist ein wenig über ihnen, erhaben und majestätisch, bis auch er sich auf einem Ast in den Bäumen ringsum niederlässt. Und Huan sucht sich neben Groll sowieso seinen Weg zum Wasser, grollt leise an seiner Seite, trinkt ausgiebig und geht sogar ein paar Schritt ins Wasser, wo er hechelnd auf die andere Seite hinüber schaut. Ohne gross darüber zu reden, holt auch sie ihre Vorräte hervor und teilt sie mit den anderen an Ceridwens Reisigmatte. Mit einem stillen Lächeln lauscht sie den anderen und schaut zu, wie Akilos ins Wasser steigt. "Ich geh auch ein wenig Schwimmen," sagt sie einfach zu Ceridwen und Roban, schreitet langsam ans Wasser heran und zieht sich, anders als vielleicht Akilos, einfach aus. Dabei kann man einen leisen Gesang vernehmen, bis sie wirklich splitternackt ist und elegant ins Wasser gleitet .... und abtaucht.

    • Ceridwen zögert keine Sekunde. Nicht ganz so elegant wie Allacaya, aber sehr schnell, streift sie ihre Kleider ab, bindet sich noch kurz die Haare hoch, zieht ein Leintuch aus dem Rucksack und lässt sich dann ebenfalls ins Wasser gleiten. Uh, ist das kalt. Schnell macht sie ein paar kräftige Schwimmzüge. Schade, dass wir keine Zeit zum Fischen haben werden, denkt sie mit leisem Bedauern, dann beginnt sie, wieder näher am Ufer, energisch Schweiß und Straßenstaub abzuwaschen.

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    • Groll gibt ein empörtes Schnaufen von sich, als ihn das kühle Nass trifft. Er wirft Akilos einen vorwurfsvollen Blick zu und wechselt dann an ein trockeneres Plätzchen.


      Grinsend schaut Roban den anderen hinterher. Einen Moment zögert er - selbst in dieser friedlichen Umgebung behagt es ihm nicht, die Ausrüstung vollkommen unbeaufsichtigt zu lassen. Andererseits passen die Hunde ja auf, warum also nicht? Auch er lässt die Hüllen fallen und wartet kurz ab, bis die anderen drei wieder alle aufgetaucht sind, dann springt er mit Anlauf ins Wasser. Lachend taucht er danach wieder auf und schüttelt das Wasser aus seinen Haaren.

      "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

    • Akilos prustet, als Roban mit Schwung ins Wasser platscht, lacht aber. "Genau das richtige an einem Sommertag, oder? Wie schade, dass der Fluss in die falsche Richtung fließt, sonst könnten wir uns einfach treiben lassen. He, Ceridwen, so dreckig bist du doch gar nicht. Oder brauchst du vielleicht einfach noch ein bisschen mehr Wasser?" Und schon spritzt es in ihre Richtung. Dass Allacaya abgetaucht ist, hatte er zwar gesehen, doch da er ihren Gesang vernommen hatte, macht er sich keine Sorgen um sie.

    • Allacaya muss erst einmal das Wasser ganz im Element geniessen ...... sie taucht und taucht und taucht..... sehr, sehr lange ..... tief nach unten, wo sie eine Weile am Grund herumschwimmt und die anderen über sich sieht..... Bei den Männern sieht es schon etwas seltsam aus, aber nichts, was sie nicht schon gesehen hätte..... Dann schaut sie sich unten um stösst sich über den Grund zwischen den Wasserpflanzen ab.

    • Ceridwen grinst und spritzt zurück. Jetzt werden ihre Haare doch nass, aber egal, die trocknen dann halt wieder. Sie gibt sich große Mühe, Akilos viel Wasser ins Gesicht zu befördern, und dabei nimmt sie auch die Füße zu Hilfe. "Jetzt bist du auch sauber", kichert sie und schnaubt Wasser aus der Nase. Ein wenig bewundert sie die Anmut der Elfe, aber auf Elfen neidisch zu sein ist ohnehin eine Lektion in Frust, und an ihrem Körper gibt es kaum was auszusetzen, daher gibt sie sich ganz der Freude hin, im Wasser zu sein.

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