Alptraum ohne Ende

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  • Im Festzelt

    Zunächst einmal bleibt Roban im Eingang stehen, als er gegen eine Wand aus Lärm prallt. Groll bedeutet er, ein Stück vom Zelteingang entfernt im Schatten zu warten. Etwas verunsichert blickt er sich in dem stickigen Zelt um. Schließlich gelingt es ihm, Muster zu erkennen: Die Wettzecher am hinteren Ende, die Söldner in der Mitte, dazwischen allerlei Volk. Sein Blick sucht jedoch etwas bestimmtes: einen Tisch wo sich Adel und einfaches Volk mischen. Wenn ihn seine Erfahrungen aus Lowangen nicht täuschen, verschwimmen bei solchen Festen die Grenzen zwischen den Ständen, sodass man recht einfach mit höherstehenden ins Gespräch kommt. Und deswegen ist er schließlich hier.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Im Festzelt


    Jetzt, wo Roban so weiter ins Zelt eintritt, bemerkt er zum einen linksseitig eine Bühne, auf der ein Trupp Gaukler und Artisten in quietschbunter, teilweise obszön enger Kleidung eine Pyramidennummer zum Besten gibt. Gerade macht sich ein niedliches, zierliches Persönchen von Artistin auf, unter Hilfestellung ihrer Kollegen, die schon in der Formation nach oben stehen, die Spitze zu erklimmen. In den unteren Reihen rinnt der Schweiß, in den mittleren zittern Arme und Beine. Vor der Bühne halten die Erwachsenen den Atem an, während die Kinder mit offenem Mund staunen. In der Zeltmitte aber erhebt sich ganz zentral, wie es sich gehört, eine breite Tribüne, von der aus man Blick nach allen Seiten, auf alle Spektakel und alle Menschen hat. Dort oben speisen und zechen die offensichtlichen Würdenträger der Stadt aus Adel, Klerus und hohem Bürgertum. Auf einer Art hölzernem Thron sitzt ein hochgewachsener Recke von etwa dreißig Jahren, blond, kräftig, mit edel gestutztem Bart und kühnen Augen, der sich mit einer Dame zu seiner Rechten sehr angeregt unterhält.

  • Kuhfladensetzen - Sandro


    Noch als Sandro verhandelt, gehen schon die nächsten 10 Felder sozusagen über den Ladentisch. Anschließend schüttelt der Mann laaaaaaaangsam von liiiiiiiiinks und reeeeeeeeechts und zurück nach liiiiiiiiinks den Kopf. Was eindeutig "Nein" bedeutet. "Es ist eben ein Spiel", zwinkert der Mann. "Setzt und gewinnt, aber Ihr könnt auch verlieren. Betet zu Phex und hofft auf ein gutes Schicksal. Ich habe das meine schon mit den drei Silberstücken gewogen." Mit den letzten Worten endet der Mann in einem breiten Grinsen und kassiert. Tja, wenn man jetzt eine Kuh hätte und ein kleines Stück Wiese ...

  • Kuhfladensetzen - Sandro


    "Jedem das Seine, und den Tüchtigen hilft das Glück", raunt der Mann zurück und kann sich ein weiteres Grinsen nicht verkneifen. Dann bietet er schon wieder die noch offenen Felder munter an. "Heran, herbei, ihr Mutigen. Jaja, auch Ihr, gute Frau. Seht nur, seht - gerade ein Feld mit dem besonders grünen Gras ist noch frei. Und das mag die Frieda am liebsten. Also kauft ... Der Herr? 8 Felder? Sehr wohl, das macht 24 Silberstücke. Hier wählt Ihr die noch freien Felder aus. Ja, einfach ankreuzen!"

  • Ceridwen, Akilos und Allacaya


    "Keine Sorge, meine Schöne ..... ich hole Dich beizeiten wieder hier ab." Allacaya drückt noch ihren Kopf an Ufindel, streichelt ihre Flanke und nimmt so erst einmal Abschied. Nur ihr bisschen Gold und Silber nimmt sie mit, in den zwei braunen Lederbeutelchen. Dann macht sie sich auf, um zu Ceridwen und Akilos beim Tanz zu stossen, schaut sich aber unterwegs nach besonderen Attraktionen um. Ceridwen und Akilos findet sie im Plausch mit anderen Menschen und möchte da auch nicht gross stören. "Ich will gar nicht gross stören," sagt sie auch leise in die Runde und lächelt die beiden an, die schon so vertraut miteinander sind. Anschliessend stürzt sich nun Allacaya ins Gewühl und zeigt den Menschen etwas von der elfischen Tanzkunst.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Undine () aus folgendem Grund: Wahnvorstellungen "Bogen immer dabei" hat Allacaya doch gar nicht. :)))

  • Ceridwen, an Akilos' Schulter gelehnt, nickt und lächelt Allacaya zu und folgt dann mit den Augen ihren anmutigen Bewegungen. Elfen sind einfach unvergleichlich, denkt sie. Sie sind so wunderschön, geschmeidig, sie leben fast ewig, ihre Gelassenheit ist beneidenswert. Früher wäre ich jetzt wahrscheinlich tatsächlich neidisch gewesen, aber mittlerweile... ich glaube, es fällt ihnen schwer, glücklich zu sein. Sie können sich nicht so gut anpassen, wenn etwas nicht so ist, wie sie gewohnt sind, sinniert sie vor sich hin, während um sie das Leben tobt, die Leute reden und lachen und trinken und tanzen. Ich glaube, Menschen haben es, was das betrifft, meistens einfacher. Sie schließt die Augen und nimmt einen verstohlenen tiefen Atemzug. Er riecht so gut. Das bringt sie zum Lächeln. Es gibt Leute, die man einfach gut riechen kann.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Kuhfladensetzen - Sandro


    "Oho!" macht der Mann mit großen Augen und kassiert von Sandro, und notiert sich die Felder, die Sandro gekauft hat. Entsprechend erhält Sandro eine Anzahl Wachsblättchen. Spätestens da beginnt der Ausverkauf zum Kuhfladensetzen. Und irgendwann kann es dann endlich losgehen. Der Mann muss einige Enttäuschte und zu spät Gekommene zurückweisen und schließt endgültig seine Pforten. "Nein, tut mir leid! Alles ausverkauft!" Nachdem er endlich auch die letzten abgewimmelt hat, kehrt endlich Ruhe um das abgesteckte Feld ein. Am Zaun hängen diejenigen, die Felder gekauft haben, mit gespannter Erwartung, Neugierige und Schaulustige. Recht ruhig, bis der Mann seine Kuh Frieda, die währenddessen ruhig weitergegrast hat, als würde sie das alles nichts angehen, auf das Feld führt. Dann nämlich geht von links und rechts das Gebrüll los:


    "Na los doch, nach links!" - ermunternd

    "Nein, nach rechts, du doofes Vieh!" - wütend

    "Lass doch das arme Tier einfach scheißen!" - Gejohle


    Frieda orientiert sich derweil in die saftig grüne Reihe 10, wo sie erst einmal stehenbleibt und aus sanften Kuhaugen unverständig auf die brüllenden, grölenden und brüllenden Menschen starrt. Der Organisator lehnt zufrieden lächelnd am Gatter und genießt das Spektakel. Zumal er ja nicht mehr verlieren kann ...

  • Nachdenklich betrachtet Roban die Empore. Das ist doch anders, als er es sich vorgestellt hat. Duch die erhöhte Position der Tische besteht immer noch eine Distanz zum einfachen Volk - und damit wenig Chancen, unverfänglich ein Gespräch zu beginnen. Eigentlich war er davon ausgegangen, dass sich die hohen Herren bei so einem bedeutenden Fest auch unters Volk mischen. Kurz ärgert er sich über seine Naivität. Mach dich vor dem Kampf mit der Umgebung vertraut, das gilt offenbar auch in der Politik. 

    Ein angetrunkener Handwerker, der ihn im Vorbeigehen anrempelt, reißt ihn aus seinen Gedanken. Nachdem er sich kurz im Zelt orientiert hat, steuert er auf einen der Schankhähne zu und besorgt sich einen Humpen Bier. Vielleicht ist dieser Auftrag doch die beste Gelegenheit, beim hiesigen Adel einen Fuß in die Tür zu bekommen.

    Mit dem Bier in der einen Hand, dem Bogen in der anderen, sucht er sich einen freien Platz. Er nickt den anderen Leuten am Tisch kurz zu und beobachtet dann abwechselnd die Kunststücke der Gaukler und das Podest mit den Adligen. Ab und an nimmt er einen maßvollen Schluck Bier, während er auf den Beginn des Schießwettbewerbs wartet.

    "Es gibt keine Zufälle" M. Wittgenstein

  • Ceridwen, Akilos und Allacaya


    Auch Akilos still erst einmal seinen Durst, hängt den neuen Hut erst einmal auf dem Stecken auf und fährt sich durch die bereits etwas angeschwitzten Haare. Ceridwens Nähe genießt er, und es gelingt ihm, all die düsteren Ahnungen, die über diesem Ort hängen, für eine Weile zu vergessen. "Ach, du störst doch nicht," ruft er Allacaya zu, als die sich zu ihnen gesellt. Nach den ersten Schritten der Elfe steht er auf. "Ich glaube, den Tanz kenne ich. Komm, ich zeige dir, wie es geht. Auch wenn es auf diese Musik etwas ungewohnt ist…" Bei ihm sehen die Bewegungen zwar bei weitem nicht so elegant aus wie bei Allacaya, aber zumindest die grundlegenden Abläufe kennt er und versucht, auch Ceridwen ein wenig anzuleiten. Zwischendurch tanzt er bei Allacaya mit und lacht, als er durch eine falsche Bewegung seinerseits plötzlich Rücken an Rücken mit ihr steht.

  • Ceridwen konzentriert sich auf die Schritte und den Takt, aber nach einer Weile kommt sie rein und entspannt sich. Und wenn sie ihre Füße nicht ganz korrekt setzt, nun, damit kann sie leben.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Ceridwen, Akilos und Allacaya


    Huch! schiesst es Allacaya durch den Kopf, als sie dem falschen Mann ins Gesicht schaut ...... [Idsira] "Entschuldigung......" und zu Akilos herumgedreht..... [Garethi]"Sollte das nicht .... nicht so?" Elfische Tänze sind viel mehr Beinarbeit, und bei den Menschen muss man noch so viele merkwürdige Handbewegungen machen ..... Abklatschen...... an der Hand drehen..... Hände fassen ...... Immerhin lernt Allacaya schnell unter Akilos Anleitung, denn bis jetzt hat sie auch unter den Menschen immer mehr elfisch getanzt .... getanzt eben.

  • Ceridwen, Akilos und Allacaya


    "Ja, eigentlich schon," lacht Akilos, "da habe ich wohl bei der vorletzten Drehung nicht aufgepasst." Er schnauft ein bisschen und verlangsamt seinen Schritt ein wenig. "Ich hole uns noch etwas zu trinken, ja?" Und schon macht er sich auf den Weg. Währenddessen kommen zwei bunt angezogene Jongleure vorbei, die den Moment der sich etwas leerenden Tanzfläche nutzen, um ihre Kunst mehr oder weniger im Takt der Musik zu präsentieren. Mit diversen Hussa-hehs fliegen die Kegel von einem zum anderen, mal Rücken an Rücken, mal mit Positionswechsel, während das Publikum sie anfeuert.