Amazonen und Rondrianer in der Schlacht

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      Hallo,

      mich wurde mal das Schlachtverhalten von Amazonen interessieren. Da sie ja Rondragefällig sind richtet sich ja vieles von ihren Leben nachdem Kodex bzw. nach Rondra.

      Aber eine Schlacht ist in den meisten Fällen ja kein Ehrenhafter Kampf. Wie ist das dann dort mit dem Kodex?

      Ich meine in den meisten Fällen benutzt ja man die Umgebung mit um das sterben von vielen Leuten zu verhindern in dem Hinterhalte legt, aber das widerspricht sich ja mit Rondra.

      Wie läuft das dann ab mit Generälen hängt man doch egal ob Rondrageweihter oder Amazone häufig in Streit richtig?

    • Hallo,

      mich wurde mal das Schlachtverhalten von Amazonen interessieren. Da sie ja Rondragefällig sind richtet sich ja vieles von ihren Leben nachdem Kodex bzw. nach Rondra.

      Aber eine Schlacht ist in den meisten Fällen ja kein Ehrenhafter Kampf. Wie ist das dann dort mit dem Kodex?

      Ich meine in den meisten Fällen benutzt ja man die Umgebung mit um das sterben von vielen Leuten zu verhindern in dem Hinterhalte legt, aber das widerspricht sich ja mit Rondra.

      Wie läuft das dann ab mit Generälen hängt man doch egal ob Rondrageweihter oder Amazone häufig in Streit richtig?

      Das ist nicht so einfach. In Aventurien gibt es eine ganze Sammlung aus irdischen Epochen, die alle unterschiedlich Krieg geführt haben. Zur Hochzeit der Ritter haben nur die Adeligen Herren gegeneinander Gekämpft (siehe Weiden) - da hat es dann mal in einer "Schlacht" 30 beteiligte gegeben. Amazonen sehen ja z.T. Bögen als potenziell ehrenhafte Waffe - so der Gegner dies auch verwendet. Der Optimalfall für Amazonen wird wohl auch eine Schlacht in kleinerem Maßstab sein, wo man sich nach dem ersten Aneinandergeraten eh in viele einzelne Duellsituationen auflöst...

      Und ja, die Kommunikation zwischen Strategen und Rondrageweihten ist zum Teil nicht einfach...

      Schatten - wie du möcht' ich tanzen zwischen Licht und Dunkelheit
      Täuscher - lehr' mich zu verbinden Wahrheit und Lüge
      Spieler - durch dich erhalt' ich, was mein ist - Alles und Nichts

    • Also ist es so wie ich vermute richtig?

      Nehmen wir mal einfach an man hat ein Bataillon von 1.000 Leuten gegen eine Minderheit 600 Leute. Die Amazone kämpft auf der Seite von den 600 Leuten...

      Würden sie um Verluste (die ja in dem Fall 100 % entstehen) zu mindern auch mal von Ehrenhaften Kampf absehen?

      Man kann schlecht alles von Kodex immer beachten, der ist ja teilweise sehr widersprüchlich in verschiedenen Situationen. Sollte man je nach Situation nur immer 1-2 Punkte präzisieren?

      In dem Fall Schutz der Schutzbefohlenen zum Beispiel?

    • Also ist es so wie ich vermute richtig?

      Nehmen wir mal einfach an man hat ein Bataillon von 1.000 Leuten gegen eine Minderheit 600 Leute. Die Amazone kämpft auf der Seite von den 600 Leuten...

      Würden sie um Verluste (die ja in dem Fall 100 % entstehen) zu mindern auch mal von Ehrenhaften Kampf absehen?

      Man kann schlecht alles von Kodex immer beachten, der ist ja teilweise sehr widersprüchlich in verschiedenen Situationen. Sollte man je nach Situation nur immer 1-2 Punkte präzisieren?

      In dem Fall Schutz der Schutzbefohlenen zum Beispiel?

      Dazu gibt es gefühlt 100 Seiten Diskussion. Rondrageweihte und damit auch die Amazonen sehen im guten Zweikampf die höchste Erfüllung. Bloß weil es nützlich und bequem ist darf man nicht von diesen Idealen abweichen. Gerade Rondrageweithe kommen normalen Soldaten gerne als selbst selbstmörderische Irre vor. Ihre "Aufgabe" wenn du so willst ist es zum einen, die Gläubigen vor den Schergen des Chaos zu schützen, aber vor allem sollen sie die Streitigkeiten zwischen den Gläubigen betreuen. Wo der Rondrakult stark verehrt wird (va. Dominium und Weiden) treten häufig auf beiden Seiten des Konflikts Ronnies auf und die werden auch drauf pochen, dass die gesamte Kampfhandlung rondiranisch Abläuft. Dort sind auch die übrigen Kämpfer sehr auf Rondra fixiert und i.d.R. Ritter. Im Mittelreich pochen sie genauso, dort ist ihr Einfluss in einer Armee aber häufig geringer, und es gibt mehr korgefällige Sölder, Soldaten usw.


      Edit: Zum Thema Schutzbefohlene: Auch hier ist es schwer. Je nach dem, wie "fanatisch" der Ronddrianer veranlagt ist, wird er auch zum Schutz von Unschuldigen nicht von seinen Idealen abweichen. Ich empfehle dir dazu diesen Thread: Der Ehrenkodex der Rondra - seine Ausprägungen- dort solltest du alles finden, was es zu dem ganzen zu sagen gibt ;)

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    • Zu erst einmal unterscheidet sich der rondragefällige Kampf wie in die Amazonen sehen teils recht deutlich von der Ansicht des Schwertbundes. Und selbst innerhalb von diesem gibt es bei den drei unterschiedlichen Richtungen extreme Unterschiede: Für den konservativsten Honoren ist ein Bogen teufelszeug, für den liberalsten Salutaristen ist sein Einsatz nicht weniger Ehrenhaft als der Nahkampf mit dem Schwert (solange er im offenen Kampf und nicht aus dem Hinterhalt erfolgt).


      Schlachten sind für Rondrageweihte ein grundsätzliches Übel das sich manchmal nicht vermeiden lässt. Generell beteiligen sie sich unter anderem deshalb auch nicht an politischen Auseinandersetzungen Zwölfgöttlicher Länder. Anders sieht es natürlich aus wenn es gegen Ungläube, Orks, Dämonenanbeter o.ä. geht. Letztlich widerspricht der rondrianische Kodex (ich gehe hier jetzt vom Schwertbund aus) sich in einer Schlacht aber auch nicht mehr als er sowieso ständig tut. Der Rondrageweihte muss letztlich ständig abwägen welchem Ideal er den Vorzug gibt, gerade der Ehrenhafte Zweikampf und der Schutz Gläubiger widerspricht sich oft. Das ist auch das interessante am Rondrageweihten.


      Was man sich - nicht zuletzt auch im Bezug auf Schlachten - klar machen muss: Der Rondrageweihte sieht den Ehrenhaften Kampf nicht als Einschränkung, sondern er sieht ihn als besten Weg zu kämpfen. Es ist besser sich erhobenen Hauptes einer Übermacht auf dem Schlachtfeld gegenüberzustellen, die Kampfmoral der eigenen Truppe durch sein Beispiel zu beflügeln, auf den Segen Rondra zu vertrauen als sich im Schatten herum zu schleichen mit einer Truppe die wie Feiglinge agiert, und auch so kämpfen wird. Ich interpretiere es auch so das ein Rondrageweihter - sollte er denn einmal Heerführer werden - eine Schlacht durchaus auch als Zweikampf zwischen zwei Armeen sehen kann, wo man ähnlich diesem mit Manövern versucht die Deckung des Gegners zu durchbrechen. In gewissen Grenzen versteht sich.


      Letztlich kann man auch eine Schlacht entscheidend mit einem Duell Vor- oder Während dieser beeinflußen. Da gibt es durchaus auch historische Beispiele. Die generelle Auswirkung der Kampfmoral auf den Ausgang einer Schlacht kann (auch im historischen Kontext) kaum überschätzt werden: Es gibt viele Beispiele wo ein unterlegenes Heer auch ohne überlegene Taktik gesiegt hat. Und zu letzterer sei gesagt das sich die taktischen Möglichkeiten im Mittelalter schlicht in Grenzen halten. Helden neigen dazu komplizierte Schlachtpläne mit genauem Timing und der Annahme das der Gegner keine Gegenmaßnahmen ergreift zu entwerfen. So etwas funktioniert in der Realität aber oft nicht mal Ansatzweise, alleine schon weil es kaum eine Möglichkeit gibt in Echtzeit auf Änderungen der Situation zu reagieren. Deshalb ist es auch tatsächlich oft besser einem überlegenen Gegner an einer günstigen Stelle in geschlossener Schlachtordnung entgegenzutreten, anstatt viele Grüppchen für einen komplexen Hinterhaltsplan zu bilden.


      Schlachten in Rollenspiel- und Fantasywelten sind mmn aber eine etwas leidige Sache. Die meisten Leute sind das gewohnt was man in entsprechenden Büchern und Filmen zu lesen und sehen bekommt, und das ist vom Ablauf her oft recht unrealistisch. Dadurch ist es für den Zweck des Rollenspiels nicht falsch - man muss sich nur im klaren sein das die Ansicht dazu wie eine Schlacht abläuft sehr weit auseinandergehen kann. Da muss man sich halt auf irgendwas einigen. Wenn man jetzt aber irgendwelche eigentlich abwegigen Hinterhaltspläne zulässt, kann man dem Rondrageweihten auch mal zugestehen das er mit einem Duell den gegnerischen Heerführer tötet und dadurch die Schlacht entscheidet.

    • Schlachten sind nun nicht das Haupteinsatzgebiet eine Rondrianers, die sind eher ein notwendiges Übel.

      Auch in einer Schlacht möchte der Rondrianer, gleich ob vom Schwertbund oder Amazone, seinen Prinzipien und Idealvorstellungen folgen. Dass das nicht vollumfänglich geht, wird er irgendwann lernen.

      Kann er sich aber jederzeit davon verabschieden, wenn es notwendig ist, hat er sein Rondrianertum verloren.


      Amazonen in der Theorie - in der Theorie deshalb, weil sie faktisch einen anderen Ehrenkodex haben, wie man den Beschreibungen entnehmen kann, aber ihre Geweihten regeltechnisch leider den gleichen Moralkodex haben wie die RG des Schwertbunds, was ich gleichermaßen unglücklich wie unpassend finde - hat andere Richtlinien. Die Löwinnen haben (in der Theorie, gell) nicht den Aufsatz mit einer gleichwertigen Waffe, da sie allerdings auch praktischerweise an einer Einhandwaffe ausgebildet werden, fällt das nicht ins Gewicht (wobei auch der Schwertbund-Ronnie in der laufenden Schlacht nicht ständig die Waffe wechselt). Amazonen und damit auch ihre Geweihten sind berittene Kämpferinnen, die nichts dabei finden, auf einen unberittenen Gegner in der Schlacht zuzuhalten.

      Amazonen haben in ihrer Geschichte Fallen/Hinterhalte/wie auch immer gelegt, als sie früher noch auf Praiotenjagd waren. In welcher Form die rondrianischen Eckdaten unterlagen, wird nirgendwo beschrieben, da das immer ganz allgemein erwähnt wird. Wobei es halt durchaus die Möglichkeiten gibt, jemanden in der Tasche zu haben und dann nett aufzufordern, sich zu ergeben, statt dann einfach abzumurksen, oder sonstige Wege und Möglichkeiten zu nutzen, die mit offenem Kampf von vorn zu tun haben.

      Amazonen setzen den Bogen (nicht als Sniper, sondern von vorn), aber eben grundsätzlich im Kampf ein.

      Amazonen haben einen archaischeren und etwas wilderen Glauben, der aber leider nirgendwo in Regeln oder genaue Eckdaten, was geht oder nicht, gegossen wird, das ist stets unterlassen worden und bei DSA 4 dann eigentlich falsch unter Moralkodex Rondra ganz allgemein für alle unter einen Namen gepackt worden.


      Demnach zumindest, und ich meine, es war in einer alten DSA 3 Beschreibung stand auch, dass sie durchaus kriegskundliche Betrachtungen mit einsetzen, würden sie durchaus die Umgebung und ihre Möglichkeiten mit benutzen. Nur eben nicht in in einem Tal oder einer Sackgasse oder ähnlichem locken und dann von oben mit Beschuss drauf, bis alle tot sind.


      Wenn man sich die offiziellen Auftritte von Amazonen in Schlachten anschaut (Ogerschlacht, Silkwiesen, Dämonenschlacht) kamen sie angeritten, während der Schlacht oder vorher, haben in der Regel zu Pferde gekämpft als Einheit und sie danach wieder abgezogen, ohne da irgendwie ins Detail zu gehen bei der Beschreibung.


      Ob mit Generälen in Streit gelegen wird?

      Grundsätzlich hat der General nichts einem Geweihten zu sagen, und der/die Geweihte nichts einem General. Mit Glück können (sollten) sie sich aber gegenseitig respektieren und trotzdem wissen, dass diese Schlacht gewinnen werden muss und beide dazu beitragen können (schließlich haben RG Kriegskunst als Leittalent bei den Mirakeln, können also durchaus hilfreich sein, können motivierende Rede halten und mit eigenem rondrianischem Beispiel in der Schlacht vorangehen).

      Dass eine Amazone einem gerade männlichen Heerführer auch unrondrianisches Verhalten vorwerfen könnte, kann ich mir gut vorstellen.

      Dass ein RG jedweder Art und ein Heerführer nicht unbedingt konform gehen, kann ich mir auch gut vorstellen. Die Mittelwahl, Möglichkeiten und Prioritäten unterscheiden sich. Dazu wird der/die RG in der Schlachtlinie stehen, der Heerführer nicht. Aber man kann und sollte an einem Strang ziehen.


      Es ist obendrein immer eine Option, individuell auf einzelne Aspekte einer Überzeugung zu verzichten. Das gibt dann regeltechnische Abzüge.

      Ob es aber jemand tun möchte, obliegt hat der/dem Einzelnen. Es ist ja oft unangenehme rondrianische Wahrheit, dass man nicht allen Auflagen zugleich folgen kann, und dann eine präferiert in jener Situation. Gut möglich, dass in einer Situation auch mal jemand von hinten angegriffen wird, wenn es anders tatsächlich nicht geht (da haben wir Threads und Diskussionen bis zum Abwinken zu), doch mMn geschieht das nicht leichtfertig, und dann eher einmal, statt einer ganzen Schlacht über.


      Es spielt aber auch in Ansätzen mit hinein, gegen wen oder was gekämpft wird. Es gibt unterschiedliche Auffassungen und Interpretationen, ob so ein Kodex grundsätzlich erst mal gegen alles und jeden wirkt, oder nur gegen was menschlich ist, oder ehrenhaft, oder sonstigen Richtlinien unterliegt. Gegen Dämonen kann und sollte man alles vom Leder ziehen, die sind Feinde der Schöpfung (ob man es tut, unterliegt der persönlichen Auffassung, Interpretation und eventuell auch der persönlichen Arroganz^^).

    • Also wenn ich das richtig verstehe würde eine Prinzipientreue besser passen als der Moralkodex Rondra richtig?


      Also kann man sich das ganze so vorstellen?


      (Vorsicht könnte ein Spoiler für diejenigen sein die noch kein Wonder Woman gesehen haben)

    • Warum wundert es mich kein Stück, dass z.Z. vermehrt Leute nach Amazonen / Rondrageweihten fragen? :iek: xD

      Siehst reiten Du, jene neune? Die finster und verloren sind.


      Ash nazg durbatulûk, ash nazg gimbatul,

      ash nazg thrakatulûk agh burzum-ishi krimpatul.


    • Der Film ist erst vor ein paar Tagen angelaufen, und kann daher nicht so recht vermehrte Anfragen in meinen Augen erklären, erst recht solche nach halbelfischen, Handwerkerinnen oder nach Tagesablauf auf der Burg.


      Also wenn ich das richtig verstehe würde eine Prinzipientreue besser passen als der Moralkodex Rondra richtig?

      Amazonen-Geweihte haben automatisch den Moralkodex Rondra. Ich würde nur mit dem SL abklären, inwieweit der angepasst wird, bzw. dass eben manche Aspekte anders sind (das Ding aber dennoch seine 12 GP wert sein soll).


      Zum Clip: Welches "so vorstellen" im Einzelnen meinst Du?

      Zu Pferde auf Gegner zu Fuß losreiten? Ja.

      Sich in Pirouetten vom Pferd drehen als Angriff? Das lässt das DSA System nicht zu.

      Von hinten die Waffe in den Rücken? Das ist nicht rondrianisch.

      In der Lage sein und es auch tun, waffenlos anzugreifen, wenn keine Waffe zur Hand ist? Ich hoffe doch, dass waffenlos so viel hergibt!

      Drei Pfeile auf nebeneinander stehende drei Personen schießen? Geht in DSA nicht, höchstens mit dem Wfm und das wäre wie gezeigt schon diskutabel, die Pirouette in der Luft mal ganz unberücksichtigt lassend.

      Hartes Training, in dem alles verlangt wird und in dem man keine Späßchen macht? Das sind DSA-Amazonen.

      Training in Hinsicht darauf, dass Schlachten nicht fair sind? Nein. Rondra steht für Fairness und Ehrenhaftigkeit und frau soll sie zeigen, auch wenn es andere nicht tun. Darum geht es doch auch in der rondrianischen Sichtweise.

      Lasso der Wahrheit? Nein. Aber sie haben den Eidsegen (was ich persönlich unpassend finde, da der von Praios stammt).

      Mutig voran in eine für andere hoffnungslose Schlacht gehen, weil es für moralisch richtig gehalten wird? Ja, so etwas tun Rondrianer zuweilen.


      Die Sekretärinnen-Szene, wenn sie dabei wäre? Aber so was von! :D

    • Ursprünglich wollte ich noch nicht direkt mit der Geweihten Amazone starten, sondern mit entweder eine Akolythin bzw. ungeweihte Form.

      Allerdings ist es bei Amazonen allgemein so, dass sie den Kodex befolgen die Blutlöwinnen halt noch um einiges fanatischer.


      Dadurch das die Story die wir spielen (selbst ausgedacht von Meister), perfekt und unbewusst von ihm. Auf eine Art Queste für Rondra gesehen werden kann.

      Es geht um den Erzdämonischen Gegenspieler und dem seine Paktierer von denen eine akute Gefahr ausgeht.

      Wäre es in dem Fall mal nicht so schwierig sind Amazone durch evtl. Träume dort hinzugeleiten.


      Allerdings muss ich mir selbst eingestehen, dass es schwierig ist eine zu spielen.

      Da viele Quellen nicht für mich vorhanden sind, hab mir zwar ein Buch zugelegt die Gabe der Amazonen, aber das ist einiges vor der Zeit.


      Deswegen wäre es Nett das man mir zumindest den Kodex vielleicht aufbereiten könnte, wie das so ungefähr bei einer Amazone passen würde.

      Das ich es den Meister vorstellen kann.


      Ich bin noch etwas am Zweifeln, weil der Kodex der Rondra einer der faszinierendsten ist aber zugleich finde ich auch der schwerste zum spielen und ich hoffe das ich das ganze umsetzen kann.

    • Blutlöwinnen sind die zweifach geweihten, Löwinnen die einfach geweihten (und nach DSA 5 heißen sie wieder anders.) Und ja, die Löwinnen sind für Amazonen schon hardcore drauf, das ist richtig. Daher kann ich mir bei denen fast noch weniger vorstellen, dass die für eine ganze Schlacht alle Überzeugungen sausen lassen (aber eigentlich bei keinem Rondrianer so recht). Rondra schaut schließlich immer.


      Dämonen und ihre menschlichen Handlanger sind natürlich das, was jeden Geweihten auf den Plan rufen sollte, Rondrianer noch mehr.


      Ja, der Roman gibt einige gute Ansätze, aber vieles von dem, was drin dargestellt wurde, wurde von aktuelleren Hintergrundsetzungen abgelöst. Die Quellenlage zu Amazonen ist eh schwierig (gibt wenig, meistens kleine Einzelquellen, viele Infos werden jedes Mal aufgeführt, andere fast gar nicht), aber zu Amazonen haben wir insgesamt doch so einige Threads, in denen verschiedene Aspekte zu ihnen erläutert werden. Schau mal in unsere Linksammlung unter Amazonen und geweihter Amazone. Da gibt es Thredas zu verschiedenen Themen und Fragestellungen (die im Bedarfsfall dort diskutiert werden sollen).

      Eine ziemlich umfassende Zusammenfassung, welche Quellen es zu Amazonen gibt, findest Du hier.


      Nun, den Kodex habe ich für meine geplante Amazonen-SH ganz nach hinten geschoben, und nach jeweiliger Lust und Laune erst andere Dinge beschrieben.


      Wichtige Eckdaten sind aber: Rondra wird archaisch, also altertümlich, verehrt (leider gibt es zu den älteren Ausführungen des Rondra-Glaubens so recht auch kein Material zu), es wird die wildere Seite verehrt (Aspekte Sturm, Zorn, Gewitter, Schwerttänze), Blutopfer (eigenes) gehören dazu. Berittener Kampf ist okay. Gleichwertige Waffe ist nicht zwingend/wichtig gesetzt (aber mit einer Einhandwaffe und einer guten Ausbildung im waffenlosen Kampf sind sie dahingehend ohnehin gut ausgestattet: kommt ein Gegner mit einer größeren Waffe, stehen sie mit Einhandwaffe anstandslos gut dar, kommt einer mit einer kürzeren, hat er Pech gehabt, oder die Amazone beweist Rondra, dass sie auch ohne Waffe kann).

      Von hinten zuschlagen sollte auch bei ihnen ein Geht gar nicht sein. Ehrenhaft handeln und kämpfen, mutig auftreten. Taktisches Vorgehen ist in Ordnung, solange es halt gewissen (Amazonisch-rondrianischen) Eckdaten unterliegt.

      Ganz wichtig für Selbstverständnis und Glauben: Amazonen betrachten sich als das auserwählte Volk Rondras. Rondra schaut immer hin, Rondra ist die erste und Strahlendste unter Gleichen (und überhaupt, wer sind die anderen Gleichen?).


      Das wäre so grob eine erste Einordnung von mir, und jetzt muss ich flottig zum Zahnarzt.-^^

    • Schon, doch zugleich unterscheidet das Regelwerk auch zwischen PT und Moralkodex, da mal das eine, mal das andere automatisch vergeben wird.

    • und bei der Amazone bei DSA 4.0 kann man auswählen ob Prinzipientreue oder Moralkodex...


      Eine Frage haben eigentlich Amazonen Akolythen oder gibt es dort nur direkt die Geweihten?


      Drei weitere Fragen zum Verhalten...


      Wie verhält sich eine Amazone bei einer fast nur Männlichen Gruppe mit einer Frau...

      Geht sie zu ihr hin und fragt ob sie das sagen hat, obwohl es erkennbar wäre das da ein Offizier mit reist?


      Die zweite Frage ist wie reagiert eine Amazone, wenn sie Opfer eines Hinterhalt wirds gegen eine Überzahl kämpfen müsste?

      Versucht sie dort auch möglichst Rondrianisch zu kämpfen?


      Was wären Hinterhalte mit Rondrianischen Eckdaten?

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Nathan ()

    • Zum regeltechnischen Moralkodex: Wir zumindest generieren mit Software. Dann steht bei der geweihten Amazone zwar der normale Moralkodex des Rondrakirche auf dem Charakterbogen, aber es spricht m. E. absolut nichts dagegen, diesen dann einfach anders auszulegen und auszuspielen. Wenn nötig in Absprache mit SL, damit Einigkeit herrscht, welches Verhalten in welcher Situation zu erwarten/abgemessen ist. Das erleichtert dem SL auch die Planung von Schlüsselszenen.


      Wie Schattenkatze schon sagte: Was genau die Unterschiede zwischen Schwertbund und Amazonenglauben sind, wird offiziell nur grob angerissen (archaischer, blutiger, rauschhafter ...). Das muss jede Spielerin selbst für sich definieren. Genug Hilfe und Inspiration gibt es u.a. hier im Orki.

      Eine Frage haben eigentlich Amazonen Akolythen oder gibt es dort nur direkt die Geweihten?

      In meiner Amazonenwelt ^^ gibt es sehr junge "Löwinnen in Ausbildung", die ich aber nicht unbedingt als Charaktere in die Welt schicken würde (oder nur mit einem sehr guten Grund). Und dann gibt es Löwinnen und Blutlöwinnen (und ggf. die Schwertlöwin, je nach Zeitrahmen). Das Akoluthenkonzept sehe ich bei den Amazonen nicht (siehe Wiki Av.). Nach der Definition sind bei mir ALLE Amazonen Akoluthen. Auswerwähltes Volk, fanatisch, some call them Sekte und so ;-)


      Wie verhält sich eine Amazone bei einer fast nur Männlichen Gruppe mit einer Frau...

      Schwer so pauschal zu sagen. Deine Amazone ist ja (hoffentlich) kein klischeehaftes Abziehbild, sondern hat ihren Charakter und ihre Erfahrungen. Außerdem hängt es stark von der Gruppe ab. Sie wird aber sicherlich immer mit Frauen umgänglicher und weniger vorurteilsbehaftet sein. Wenn aber eine Gruppe aus hochgestellten, kampferprobten Männern und einer jungen, dicklichen, naiven Zuckerbäckerin besteht (warum auch immer!), wird auch eine Amazone nicht fragen, ob diese das Kommando führt.

      Die zweite Frage ist wie reagiert eine Amazone, wenn sie Opfer eines Hinterhalt wirds gegen eine Überzahl kämpfen müsste?

      Versucht sie dort auch möglichst Rondrianisch zu kämpfen?

      Natürlich wird sie das. Wieso auch nicht? Wie du mir, so ich dir, meinst du? Sie wird ihre Haut teuer verkaufen, auch gegen eine Überzahl. Und sie wird immer versuchen, die Schwächeren der Gruppe zu schützen (Männer zum Beispiel ^^) und sich ggf. die stärksten Gegner zu suchen.

    • Kann man, wenn man bemerkt das es in einem Kampf 1 gegen 1 unfair zu geht zum Beispiel Versteckte Klinge.

      Sich einmischen und den Gegner entwaffnen?


      Wie ist das, wenn unbewaffnete angegriffen werden würden und man selber nicht rechtzeitig hinkommen könnte.

      Wäre es da legitim nenn Bogen zu verwenden bzw. Peitsche zum entwaffnen?


      Durch diese Fragen versuche ich mir eine Persönlichkeit für die Amazone zu entwickeln.

    • Geweihte sind bei den Amazonen extrem selten. Jede Amazone (Kriegerin, Handwerkerin) ist aber extrem gläubig und würde ich als sozusagen Akoluthin betrachten, wenn man so will, ohne den Status oder Rang zu haben.

      In meinen Amazonien, äh, Aventurien gibt es nicht den Rang einer Akoluthin als Laienpriesterin, weil diese Zwischenstufe "bin zwar sehr gläubig aber (noch) nicht berufen" eigentlich dadurch wegfällt, dass jede Amazonen sehr rondranah ist, lebt und sich fühlt. Da bin ich ganz bei Jinx.

      Novizinnen gibt es natürlich, denn nur wer Novize ist, kann Geweihter werden (Auserwählte mal außen vorgelassen).


      Sowohl beim Moralkodex als auch bei einer PT "Ehrenhaftigkeit" muss man ohnehin bei einer Amazone festlegen, inwieweit das anders als beim Schwertbund ist. Da tut sich dann in meinen Augen wieder nicht viel, da eben "was ist Rondra-gefällig und ehrenhaft" in beiden Fällen in seinen Unterschieden bestimmt werden muss.


      Deine Fragen haben jetzt nichts mehr mit dem Verhalten in einer Schlacht zu tun und zumindest die nach der Amazonen und männlichen SC wurde kürzlich noch in einem der anderen Threads aus der Sammlung diskutiert.

      Frauen haben nun mal den 'Vorteil' (ob man es so sehen möchte^^) , dass eine Amazone sich eher an diese als an einen Mann als gleichwertigen Gesprächspartner wendet, gerade, wenn es eine rondrianisch-kämpferisch gesinnte Frau ist.

      Ein Mann ist da nicht unweigerlich für alle Zeiten raus, die haben halt nur etwas mehr Probleme, sich den Respekt einer Amazonen zu verdienen, aber auch das geht natürlich (und sollte OT betrachtet auch möglich sein).

      Diskutieren wir explizit über eine Löwin, oder eine Amazonenkriegerin?

      In jedem Fall hat es auch etwas mit Individualität zu tun, inwieweit eine Amazonen sich als Offizierin und Anführerin sieht (sich als solche auch durchzusetzen und wahrgenommen zu werden in einer Gruppe ist nochmals etwas anderes). Die Löwinnen und noch mehr die Blutlöwinnen haben bei sich auf der Burg den Rang einer Offizierin. Amazonenkriegerinnen sind nur dann Offizierinnen, wenn sie sich einen solchen Rang verdient haben, und sonst auf der Burg eben unten in der Rangfolge.

      Und da sie ja auch erwarten würden, dass ihre Ränge zu Hause gelten, falls mal Fremde auf der Burg sind, kann auch durchaus berücksichtigt werden, dass sich eine Amazone bewusst ist, dass sie nicht zu Hause ist und daher (auch) andere das Sagen haben. Wobei eine Geweihte sich dennoch ihres Standes bewusst ist.

      Inwieweit da eine eindeutige und in jedem Fall bestehende Befehlsgewalt und Anführerposition draus entsteht, kann dann jede Amazonen und Löwin selber verstehen (und mag auch durch einen Spieler beeinflusst werden, da nicht jeder einen Anführer spielen kann oder möchte). Nicht jeder Charakter möchte ein Anführer sein oder sieht sich unweigerlich so.

      Vielleicht sieht eine Amazonen sich auch als Vertreterin ihres Volkes, die auch dahingehend wenig mit anderen zu tun hat.


      Die zweite Frage ist wie reagiert eine Amazone, wenn sie Opfer eines Hinterhalt wirds gegen eine Überzahl kämpfen müsste?

      Versucht sie dort auch möglichst Rondrianisch zu kämpfen?

      Natürlich. Rondrianisch zu leben ist eine Lebensweise (in meinen Augen), etwas das gelebt und absolut verinnerlicht ist, nichts, was man macht, weil es gerade bequem ist und jederzeit abgelegt wird wie eine Jacke, wenn es zu warm wird.

      Natürlich kämpft sie so rondrianisch, wie sie nur kann, ganz egal, was andere machen. Es mag Ausnahme-Situationen geben, aus der einen oder anderen Situation heraus es unumgänglich sein kann, einmal zu Gunsten des einen Guten auf ein anderes Gutes zu verzichten, aber da sollte nicht erste Wahl sein, nicht leichtfertig sein und führt zu schlechtem Gewissen (und damit wohl zu der Überzeugung, das nie mehr zu machen) und ist insgesamt nichts, was ein Rondrianer tun möchte.


      Rondrianische Eckdaten hatte ich oben genannt: Nicht umzingeln oder in eine Sackgasse treiben, und dann mit Pfeilen, Steinen, was-auch-immer von oben drauf. Nicht verstecken und aus dem Versteck heraus angreifen. Oder auch keine Bodenfallen vorbereiten und dann reintreiben.

      Schlussendlich kommt es immer darauf an, was genau eine Situation beinhaltet, worum es konkret geht, individuelle mögliche frühere Erfahrungen mit solch ähnlichen Situationen ...


      Versteckte Klinge heißt höchst unrondrianisch, besagt aber nur, eine kurze Klingenwaffe im eigentlich unbewaffneten Kampf einzusetzen. Wenn der andere gar keine Waffe in der Hand hat, würde ich es nicht tun, schon weil man die eigene Überlegenheit und Mut mit so etwas nicht beweisen kann, hat er eine in der Hand, sehe ich da kein Problem.


      Peitsche? Ich wüsste nicht, wie eine Amazone zu einer Peitsche und dem Umgang kommen könnte, zumal die nicht so lang sind, dass man die ein oder zwei Schritte nicht noch schafft in der Zeit, mit einer Peitsche auszuholen, oder sie gar noch vorher zu lösen. Aber grundsätzlich setzen die Amazonen Bogen und Wurfspeere im Kampf ein.

      Wenn es passt, das Ziel wissen zu lassen, dass es gerade anvisiert wird, um so besser, wenn nicht, haben wir eine der lebensnahen Situationen, in den sich Rondrianer zuweilen wieder finden: Man kann nicht immer allen Auflagen gerecht werden, wenn man einzelnen Auflagen gerecht werden möchte.


      EDIT:

      Sich in einen anderen Kampf einmischen: Möchte die Amazone das? Vermutlich nicht. Dann tut sie es auch bei anderen nicht, wenigstens nicht bei anderen Kämpfern, oder vielleicht dich, wenn sie sieht, das geht gerade nicht gut. Aber kurz fragen (eine Freie Aktion, auf das Notwendigste reduziert) kostet wenig Zeit, oder auf eigenen Kappe einfach machen, oder beschließen, dass es nicht nötig ist.

      Da gibt es keine Antworten: In Situation x ist immer Handeln y einzig richtig.

      Da spielt eben sehr viel mit hinein, was beeinflusst.

      Gerade das rondrianische Dilemme wird in dem von Sternenfaenger verlinkten Thread und auch noch einem anderen immer wieder bis zum Abwinken diskutiert, wie man was sehen kann (und es ist schlussendlich extrem individuell und jedes Mal wieder einzigartig und neu definiert, was als richtig betrachtet werden kann).

    • Wie sieht es den bei den Löwinnen mit den Priesterlichen Aufgaben aus?

      Oder ist das allgemein eher in Richtung Offizier gelegt und auf die Ausbildung, junger Amazonen?


      Da ihr Gesellschaftliches Talent auch dort nicht stark ausgeprägt ist...

    • Natürlich erfüllt eine Löwin (und Blutlöwin) die priesterlichen Aufgaben auf ihrer Burg und in ihrem Volk. Vorbereitung der Göttinnendienste, Seelsorge, Geburt und Tod, Ausbildung des Nachwuchses (sowohl der Novizinnen als auch der anderen jungen Amazonen - eben in unterschiedlicher Intensität) usw.. Ich sehe - je nach Typ - auch weitere Betätigungsfelder, die zum Beispiel weiter ins Mystische mit viel Visionssuche gehen können.


      Für die Fachausbildung im Reiten, Fechten, Bogenschießen, Ringen etc. gibt es dann die Offizierinnen.

      Dennoch ist auch die Löwin natürlich eine Kriegerin und perfektioniert diese Fähigkeiten. Schließlich strebt sie danach, ihrer Göttin so nah wie möglich zu sein.

    • Die Priesterinnen sind vorrangig und vor allem Priesterinnen, schließlich gibt es Priesterinnen und Offizierinnen. Geweihten gelten nur in ihrem Rang als Offizierinnen (wobei nicht festgelegt wurde, welchen Offiziersrängen eigentlich) gleich.

      Offiziersaufgaben und pflichten übernehmen die deshalb nicht (es sei denn in Ausnahmefällen, dass keine Offizierin da ist).


      Woher sollen auch starke gesellschaftliche Fähigkeiten kommen in einem Leben, in dem sich alle seit ihrer Geburt kenne und nur eine überschaubare Kopfzahl pro Burg sind und dazu ohnehin alle in einer Hierarchie und im gleichen Glauben leben?

      Löwinnen und Blutlöwinnen bilden etwaige Novizinnen aus (wobei die eher selten sein dürften, angesichts so weniger Geweihter), machen die Messen, sind aber sicherlich auch am täglichen Drill mitbeteiligt.