Das orkenspalter-Kochbuch für ganz Aventurien (Band 2)

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      nach dem großen Erfolg des ersten Bandes wurden die Rufe, alle weiteren Rezepte in einen eigenen Thread auszulagern, immer lauter. In alter Tradition werde ich die geposteten Rezepte hier im ersten Beitrag nach Regionen sortiert verlinken und -sobald eine ansehliche Menge zusammen gekommen ist- ein entsprechendes pdf im Download-Bereich hochladen.


      Es bleibt also alles, wie es ist: jedes Rezept ist willkommen (auf Copyrights achten) und Bilder zu eigenen oder fremden Speisen sind hocherwünscht. Ein kleiner Fluff-Teil zu den Rezpten wird gerne gesehen, ist jedoch nicht nötig.
      Bei Fragen, Anmerkungen oder konstruktiver Kritik meldet euch am besten hier im Thread.



    • Einfaches bornländisches Gericht:
      Totes Mütterchen.png



      Totes Mütterchen (2 Personen)


      300g Blutwurst/Lose Rotwurst/Grützwurst (wahlweise mit oder ohne Speck)
      2-3 Zwiebeln
      Als Beilage: Kartoffeln und Sauerkraut


      Zwiebeln kleinschneiden und bis zur gewünschten Bräune anbraten. Diese dann separat lagern.
      Danach die Blutwurst in der Pfanne anbraten bis sie zu einem sämigen Brei geschmolzen ist. Nachwürzen ist in der Regel nicht nötig, da die Wurst einen deftigen Eigengeschmack hat, es müssen nur noch die Zwiebeln untergemischt werden.
      Einfach mit Kartoffeln und Sauerkraut servieren. Je nach Region wahlweise auch mit Kartoffelstampf und Apfelmus.

    • Bis dahin, ein kleines Rezept:


      Angbarer Salat
      "Der Medicus meint, ich solle mich gesünder ernähren und mehr Salat essen - da ist mir doch Angrosch sei Dank ein Rezept meiner Tante aus Angbar eingefallen." - Botox, Sohn des Relax, neuzeitlich


      1 Pfund Fleischwurst
      10-12 Essiggurken
      1/2 Schank des Gurkenwassers
      2 kleine Zwiebeln
      1-2 TL scharfer Senf
      Essig
      Pfeffer, gehackter Schnittlauch


      Die Wurst in dünne Scheiben schneiden, die Gurken ebenfalls. Die Zwiebeln in feine Halbringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
      Für die Marinade das Gurkenwasser mit dem Senf vermischen, mit Essig pikant abschmecken, bei Bedarf noch ein wenig salzen.
      Die Marinde zum Salat geben, gut vermischen und mit Pfeffer und Schnittlauch garnieren.
      Sommers vor dem Verzehr etwa eine halbe Stunde kaltstellen.

    • Charyptisches Fischgemetzel (2 Personen)


      Charyptisches Fischgemetzel.png


      300 g Seelachsfilet
      1 Zwiebel
      3 cm Ingwer
      4 Frühlingszwiebeln
      1 rote Paprika
      2 Limetten (nur der Saft)
      100 g Glasnudeln
      1 Avocado
      2 EL Mehl
      1 EL dunkle Sojasoße
      1 EL Sesamkörner
      Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer
      Öl zum anbraten



      Den Fisch in mundgerechte Happen schneiden und kurz in einer Mischung von Mehl, Pfeffer und einer ordentlichen Priese Salz wenden. Mit nicht zu wenig Öl von beiden Seiten heiß anbraten bis die Ränder knusprig-braun werden, aus der Pfanne nehmen und warm stellen.
      Die Zwiebel in Halbringe oder feine Spalten schneiden und mit dem kleingehackten Ingwer einige Minuten lang bei mittlerer bis hoher Hitze braten, bis die Zwiebel leicht anbräunt. Dann die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und die klein geschnittene Paprika zugeben und etwa drei Minuten lang unter Rühren bei mittlerer Hitze braten; die Paprika soll noch knackig sein.
      Derweil die Glasnudeln zwei Minuten lang in kochendem Wasser garen, eventuell ein mal durch schneiden und abtropfen. Das Gemüse mit dem Saft der Limetten ablöschen und die Glasnudeln in die Pfanne geben. Einen Schuss Sojasoße zugeben und mit Salz, Pfeffer und Cayenne-Pfeffer abschmecken.
      Zuletzt die Avocado in grobe Würfel schneiden und gemeinsam mit dem Fisch kurz unterrühren.


      Mit gerösteten Sesamkörnern garnieren – fertig.

    • Scharfe Currysuppe (2 Personen)


      Currysuppe.png


      200 g Hühnerbrust
      1 Bund Lauchzwiebeln
      3 grüne Peperoni, mittelscharf
      250 ml Limettensaft
      400 ml Kokosmilch, halbfett
      2 TL gelbe Currypaste, scharf
      2 EL Currypulver
      1 cm Ingwer
      etwas Öl
      Cayenne-Pfeffer
      Salz



      Die Hühnerbrust in kleine Stücke schneiden und mit etwas Öl und dem Currypulver einreiben, kurz anbraten und zur Seite stellen. Die festen Teile der Lauchzwiebeln in dünne Ringe und die weicheren, dunklen Teile in breitere Streifen schneiden. Die Peperoni in Ringe schneiden und den Ingwer hacken.
      Die feinen Lauchringe mit der Currypaste in etwas Öl etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze in einer hohen Pfanne oder einem Topf anbraten, dann Ingwer und Peperoni zugeben und alles anbraten, bis das Gemüse beginnt zu bräunen. Mit dem Limettensaft abschrecken und die Kokosmilch unterrühren. Das gebratene Huhn zugeben, mit Cayenne-Pfeffer würzen und etwa 10 Minuten lang köcheln lassen.


      Noch einmal abschmecken und kurz vor dem Servieren die dunkleren Stücke der Lauchzwiebeln darüber streuen. Die Suppe ist recht scharf und schmeckt gut mit Brot; lässt man sie weiter einkochen kann sie als Soße zu Reis gegessen werden.

    • Wie weit ists denn nun? Wo ist die Bestellliste? Wann? Wann?? WANN? ;)
      - mir ist grad klar geworden, dass Weihnachten nicht mehr allzu weit weg ist...


      für Band II:



      Maradas Matjes-Mampfe


      „Biste wehmütig?“ – „Sollte ich?“ – „Du schaust so…verloren…aufs Meer.“ – „Hm.“ – „Mir geht’s auch an die Nieren, dass wir seit Wochen nichts anderessehen als Wasser und Horizont“ – „Ach das, bei Swafnir, das ist es nicht. Mir geht auf den Geist, dass wir seit Wochen nichts anderes sehen als Dörrfleisch und Zwieback, das wohl.“
      – Dialog eines Matrosen mit seinem thorwalschen Kameraden, Südmeer, neuzeitlich



      200 Skrupel Matjesfilets


      200 Skrupel Sauerrahm


      1 -2 mittelgroße Kartoffeln


      1 Zwiebel


      1 Stück Butter, Öl


      Je ½ bis 1 TL Pfefferkörner, getrocknete Wacholderbeeren, ganzer Kümmel


      Salz



      In einer Pfanne das Stück Butter im Öl zerlaufen lassen, Kartoffel roh in dünnen Scheiben hineinhobeln und anbraten, vor dem ersten Wenden je nach Geschmack mit den Gewürzen und einer guten Prise Salz würzen. Die Zwiebel in feine Halbringe schneiden, die Matjesfilets in daumenlange Happen schneiden und mit Sauerrahm und Zwiebeln vermengen. Wenn die Kartoffeln goldig braun und an den Rändern ein wenig kross sind, neben dem Fisch anrichten und umgehend verspeisen.


      matjesmampf.png

    • Geht hier noch was? Ich vermisse nämlich ein Rezept zur Met-Zubereitung, das meiner Meinung nach in einem aventurischen Kochbuch nicht fehlen darf:


      Met-Rezept.jpg

      Die Wolkenfäden fest in den Händen / das Versprechen: ich nähe dir ein Kleid aus Traum und Dunst und Zuversicht / damit du es schön warm hast(o.h.)



      Avatar unter Verwendung eines Bildes von Nathie

    • @Traumweber Hast du das selbst geschrieben? Ansonsten ist das ggf was für den zweiten Band in ferner Zukunft

    • Das Rezept stammt aus einem Weinbereitungs-Buch. Ich habe einen neuen Text geschrieben und es auch optisch völlig neu gestaltet. Ob es damit einem Copyright unterliegt, weiß ich nicht. Natürlich könnte ich noch die Hersteller-Bezeichnung der Hefe rausnehmen.


      Jedenfalls habe ich das Rezept getestet und für gut befunden ^^


      Die Wolkenfäden fest in den Händen / das Versprechen: ich nähe dir ein Kleid aus Traum und Dunst und Zuversicht / damit du es schön warm hast(o.h.)



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    • Dann gucken wir doch mal, ob man in Richtung eines zweiten Bandes arbeiten kann. ^^

      Zyklopäische Ziegenkäsecreme


      Fetacreme Zutaten.jpg



      Zutaten:


      200 Skrupel Fetakäse


      200 Skrupel Ziegenrahm, Ziegenfrischkäse oder Frischkäse


      1-2 Knoblauchzehen


      Verschiedene Gartenkräuter



      Zubereitung:


      Die Grundvariante dieses Rezeptes ist schnell hergestellt und lässt sich danach noch schnell mit ein paar weiteren Zutaten variieren. Zunächst wird der Fetakäse in eine Schüssel gegeben und mit einer Gabel fein zerdrückt, ehe der Ziegenrahm oder Frischkäse hinzugegeben wird. Beide Käsesorten gut vermengen und je nach eigenem Geschmack ein oder zwei Konblauchzehen entweder fein geschnitten oder gepresst hinzugeben. Im Sommer sollten frische Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Kerbel, Thymian und Rosmarin hinzugegeben werden, wobei letztere beide sehr fein gehackt werden sollten. Im Winter lassen sich auch gut eingefrorene Kräuter verwenden. Dies alles noch einmal gut durchmengen und ein bis zwei Stunden vor dem Verzehr durchziehen lassen.


      Die Creme eignet sich gut als Aufstrich für verschiedene Brotsorten, schmeckt aber auch zu gegrilltem Gemüse.


      Fetacreme.jpg



      Variationen:


      Schnell umsetzbare Varianten sind eine Paprikacreme bei der das Grundrezept um Ajvar sowie kleingeschnittene Paprikastücke erweitert wird. Auch eine schärfere Variante, bei der zusätzlich Srirachasoße verwendet wird, ist zu empfehlen. Sollte jemand keinen Knoblauch vertragen kann der Geschmack durch die Verwendung von Bärlauch gut getroffen werden.

    • Das einzig wahre Punipan


      Zutaten:


      200 g gemahlene Mandeln


      4 - 6 Esslöffel Honig


      1 Esslöffel Rosenwasser



      Zubereitung:


      Die gemahlenen Mandeln in eine Schüssel geben und zum Rand streichen, sodass in der Mitte eine Vertiefung entsteht. In dieser Vertiefung den Honig mit dem Rosenwasser verrühren und dann mit den Mandeln verkneten, bis eine kompakte, feste Masse entsteht. Ist die Masse zu trocken, noch ein wenig Honig hinzufügen.


      Das frische Punipan kann man nun entweder direkt essen, zum Verschenken zu kleinen Figuren formen oder mit Schokoladenüberzug zu kleinen Pralinen verarbeiten.

    • Na dann. Weil wir grad in Andergast sind, da alles aus Schwein und Eicheln zu bestehen scheint, Eicheln aber solala sind, tatata:



      Andergastscher Schweinebraten


      „Schweinebraten überall, Schweinespeck, Krautsalat mit Speck, Brot mit Schweineschmalz, Schinkenröllchen allenthalben – ist denn hier alles aus Schwein?!?“
      – Khadil ben Nazzarim, verzweifelt


      2-3 Stein Schweinebraten mit Schwarte, aus der Schulter, gerne Eichelschwein


      3 Knoblauchzehen, gehackt
      viel Kümmel
      viel Salz, grob
      Pfeffer
      Senf


      2-3 Karotten
      halbe Sellerieknolle
      halber Bund Frühlingszwiebeln, fein geringelt
      2-3 Zwiebeln
      1 rote Paprika


      5-8 SchankFleischbrühe
      5 Schank dunkles Bier
      2-3 TLButterschmalz


      Die Schwarte rautenförmig einschneiden (sauscharfes Messer nehmen oder eingeschnitten kaufen), anschließend mit Schwarte nach unten in einen Topf legen und etwa 1 Finger Wasser einfüllen. Viel Kümmel (etwa 2-4 EL), viel Salz, Pfeffer und den gehackten Knoblauch vermischen und das Fleisch damit einreiben und anschließend mit etwas Senf bestreichen. Die Schwarte ca. 3 Stunden einweichen lassen, bis sie weiß geworden ist. Den Ofen auf 175 Grad Umluft vorheizen.


      Den Braten mit der Schwarte nach oben in einen Bräter geben, mit etwa 2,5 Schank kochender Fleischbrühe und gut einem Schank des Bieres übergießen und eine knappe Stunde auf mittlerer Schiene im Ofen garen lassen.


      Währenddessen Karotten und Sellerie in Würfel, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden und Zwiebeln sowie die Paprika achteln. Alles zum Braten geben, mit 3 – 5 Schank kochender Brühe übergießen (je nach Größe des Bratens) und für zwei Stunden in den Ofen schieben. Den Braten gelegentlich mit dem Bratensaft übergießen.


      Nach etwa 1 ½ Stunden den Ofen auf 220 Grad und Oberhitze stellen, das restliche Bier über den Braten geben und das Butterschmalz über die Schwarte rutschen.


      Die Soße im Anschluss durch ein Sieb in einen Topf geben und je nach gewünschter Geschmacksintensität reduzieren. Mit etwas Mehl abbinden und mit etwas Sauerrahm verfeinern. Den fertigen Braten daumendick tranchieren.


      Zu genießen als Tellergericht mit Gemüse, Soße und Knödeln oder als Spieltischimbiss zwischen zwei Semmelhälften auf die Hand.


      1 Schank = 0.2l, 1 Stein= 1 kg, 1 Finger = 2 cm

      Eichelsau.jpg

    • Schokaramelkäx (ca. 28 Stück)
       

      "Die besten Kekse der Stadt sagst Du?" - "Ja, so wahr ich Abu heiße" - "Oh endich was genießbares..." - nach einiger Zeit - "Perainehilf, wie wird mir? Alles so ... bunt ... was sind das für Kekse?" - "Die besten Kekse, die es in Selem gibt, so wahr Du hier in Abus Heim bist..." - gehört im Halbdunkel Selems.
       

      - mit Travias Dank an die Zuckerbäckerin Daggi -




      200 skr Zartbitterschokolade
      100 skr Vollmilchschokolade
      150 skr weiche Karamellbonbons (z.B. Rolo)
      110 skr zarte Haferflocken
      120 skr zimmerwarme Butter
      120 skr Margarine
      220 skr braunen Zucker
      220 skr Zucker
      1 Pck. Vanillzucker
      1 Ei
      2 EL Milch
      240 skr Mehl
      1 gestr. TL Backpulver
      1 gestr. TL Natron
      1/2 TL Salz


      Die Karamellbonbons und die Hälfte der Schokolade in kleine Stücke schneiden, die restliche Schokolade schmelzen und abkühlen lassen.
      Die Haferflocken mit einem Mixer häckseln. Butter, Margarine, Zucker und Vanillzucker gut verrühren. Ei und Milch hinzufügen und schaumig verrühren. Abgekühlte Schokolade unterrühren. Danach das Mehl, Backpulver, Natron, Haferflocken und Salz vermischen und auf zwei Mal zum Teig hinzufügen und kurz unterrühren.
      Anschließend gehackte Schokolade und Bonbons dazugeben und verkneten.


      Den Teig mit Frischhaltefolie abdecken und für eine halbe Stunde bis Stunde mit einem Caldofrigo "kühl" kalt machen (oder in den Kühlschrank stellen). Anschließend Kugeln (ca. 50 skr) formen und mit einem Caldofrigo "Firunswinter" mindestens 3 Stunden gefrieren lassen (oder einfach in einen Tiefkühlschrank legen).


      Bei Bedarf kann man dann die Käxe aufbacken:
      Die gefrorene Kugeln leicht antauen lassen und . Ein Backblech (keinen Rost!) mit Backpapier belegen und maximal sechs Kugeln mit genügend Abstand darauf setzen. Elf Minuten im vorgeheizten Backofen (170°C Umluft) backen. Wenn der Rand der Cookies leicht braun wird, sind sie fertig (auch wenn das Innere noch nicht ganz fertig aussieht). Rausnehmen und auf dem Backblech auskühlen lassen zwengs „chewy“.


      Ein skr(upel) entspricht einem Gramm

    • Abgestimmt hab ich natürlich auch, Ehrensache.



      Für alle, die weder Kübrissuppe noch Kürbiscurry mehr sehen können:


      Khunchomer Kürbiskompott
      "Da könnt ich mich reinsetzen." - Botox, Sohn des Relax, neuzeitlich


      3/4 Stein Kürbis (Muskatkürbis, falls zur Hand)
      1 1/2 Schank Wasser
      300 Skr Zucker
      1 Zimtstange
      einige kleine Ingwerstücke
      Schale eine Zitrone (gerieben)
      Saft derselben
      nach Belieben auch das Mark einer halben Vanilleschote


      Den Kürbis in kleinfingergroße Stücke schneiden.
      Die Gewürze im Wasser zu einem Sud aufkochen. Die Kürbisstücke in einzelnen Portionen in den Sud geben, kurz aufkochen, etwa 10 bis 15 MInuten bei geringer Hitze mit geschlossenem Deckel gar ziehen lassen, danach rausfischen und in eine Glasschüssel geben. Wenn alle Kürbisstücke gekocht sind, den Sud nochmal etwa 15 Minuten einköcheln und anschließend über die Kürbisstücke in der Schüssel gießen.


      @chaos-black: Gebraut hab ich noch nicht, mangels Zeit mich damit wirklich zu beschäftigen . Steht aber auf meiner Liste schon im oberen Drittel ;)

    • Mutter Travianes Seelentröster-Suppe


      "Liebeskummer? Oh je... Komm setz dich, mein Kind, und iss ein Schälchen von dieser Suppe, danach sieht die Welt schon wieder ganz anders aus..." - gehört in einem Traviatempel




      Zutaten:
      2,5 kg mehligkochende Kartoffeln
      ca. 4 l Gemüsebrühe
      3 rote Zwiebeln
      1 mittelgroßes Glas Gewürzgurken
      etwas Öl oder Butterschmalz
      3 EL Mehl
      3 Becher Schmand
      3 EL Ajvar
      Pfeffer
      evtl. Harissa


      Zubereitung:
      Die Kartoffeln schälen und in W6-große Würfel schneiden, in einen großen Topf geben, mit der Gemüsebrühe bedecken und ca. 10 Minuten gar kochen.
      Währenddessen die Zwiebeln und die Gewürzgurken in kleine Würfel schneiden. (dabei den Gurkensud auffangen!)
      Dann die Zwiebeln in einem zweiten Topf im Öl andünsten bis sie glasig werden, daraufhin mit dem Mehl bestäuben, kurz anschwitzen und dann mit etwas von der Brühe, in der die Kartoffeln gekocht wurden, ablöschen.
      Den Topf vom Herd nehmen und Schmand und Ajvar einrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist, diese dann zu den Kartoffeln in den großen Topf geben und gut verrühren.
      Dann die Gewürzgurken hinzufügen und auch den aufgefangenen Gurkensud durch ein Sieb in die Suppe geben.
      Das ganze noch einmal aufkochen lassen und mit den Gewürzen abschmecken.


      Für die optimale Wirkung die Seelentröster-Suppe möglichst heiß servieren, jedoch schmeckt sie gerade an heißen Sommertagen auch auf Zimmertemperatur sehr gut.

    • (Bin mir nicht sicher, ob sich nicht langsam ein neuer Faden lohnte?)


      Wehrheimer Wildschweinbraten


      [Anekdote und Bildmaterial folgt]


      Zutaten:

      • 1-2 Wildschweinkeulen (nach Größe)

      Für die Beize:

      • ein halbes Bund Möhren
      • ein halber Kohlrabi
      • ein halber Staudensellerie (mit Kraut)
      • eine halbe Stange Lauch
      • 2-3 Pastinaken
      • alternativ zum bisher genannten kann man auch (je nach Größe) 2-3 fertige Suppengrün aus der Kaufhalle des Vertrauens kaufen
      • Zwiebeln (so 2-4, je nach Größe)
      • Knoblauch
      • 3 Paprika
      • 300g Pilze (Waldpilze, wenn nicht vorhanden Pfifferlinge, wenn nicht vorhanden Champignons)
      • Tomaten (mindestens 200g, je mehr, desto fruchtiger wird es)
      • Brühe (Gemüse, wenn Bouillon vorhanden, lieber die!)

      Für die Gewürzmischung

      • Salz/Pfeffer/Zucker
      • Thymian
      • Oregano
      • Wachholderbeeren
      • Piment
      • Lorbeer
      • Kümmel
      • Curry (gelb, max. ein TLF)
      • Majoran
      • Basilikum
      • Liebstöckel
      • Senf
      • Rotwein*
      • 1 Becher saure Sahne



      Zubereitung


      Gemüse kleinschneiden und anschwitzen, anschließend mit Brühe auffüllen und aufkochen lassen. Gewürze dazugeben. Hier besteht die Kunst darin, es so abzuschmecken, dass kein Gewürz deutlich hervorsticht, sondern sie zusammen schmecken. Anmerkung: Die Mengen des Gemüses hängen vor allem von der Größe der Keulen ab. Am Ende sollte die Beize die Keulen komplett bedecken können. Hier muss also unter Umständen angepasst werden.


      Vom Wildschein überschüssige Haut etc. entfernen.


      Wildschwein in die Beize geben und einige Stunden ziehen lassen. Wenn das Wildschwein gefroren war: Gefroren in die Beize geben und über Nacht stehen lassen. Anschließend die Keulen scharf anbraten und zusammen mit der Beize im offenen Bräter ab in den Backofen. Bei Umluft mit 160°C (Ober-/Unterhitze 180°C) für ca. 1,5h braten lassen. Anschließend die Flüssigkeit für die Sauce auffangen. Einen Teil der Beize beiseite nehmen, mit dem Pürierstab kleinmachen und unter die Flüssigkeit als Saucenbinder rühren.


      Dazu passen die Klassiker: Rotkraut, Birnen mit Preiselbeeren und natürlich Klöße oder Böhmische Knöbel.


      *Und immer dran denken: Der Wein, der ans Essen kommt, kommt auch ins Glas. Hier also nicht knauserig sein.


      Mit Dank an die Jägerfamilie von der wir das Rezept einmal übermittelt bekommen haben (inzwischen abgewandelt, aber Ehre wem Ehre gebührt).

      Der Himmel hat dem Menschen als Gegengewicht gegen die vielen Mühseligkeiten des Lebens drei Dinge gegeben: die Hoffnung, den Schlaf und das Lachen.


      - Immanuel Kant