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    • Zorgan, am 21. Rahja 1029


      Ein kühler Wind trägt ein frische Meeresbrise durch die Gassen und Strassen Zorgans, vermag es aber nicht ganz die drückende Hitze des Sommertages zu vertreiben. So ist es nicht erstaunlich, dass sich jetzt nach der Prajosstunde nur wenige Leute auf den Strassen rumtreiben.
      Doch die Idylle ist trügerisch. Eine angespannte Stimmung liegt über der Stadt, denn seit einiger Zeit wird die Stadt von einer Welle der Gewalt und Verbrechen heimgesucht. Auch wenn es sich dabei hauptsächlich um kleine Straftaten, Einbrüche und Überfälle handelt, so vermochte die schiere Menge an Übergriffe wie auch die scheinbare Machtlosigkeit der Behörden die sonst so friedliche Stadt mit Schrecken heimzusuchen.
      Du warst nicht wenig überrascht als du gestern darauf angesprochen wurdest. Noch dazu war die Person äusserst wage, hat dir schlicht ein Angebot gemacht, dich bei einer Unternehmung zu beiteiligen und dir gute Bezahlung in Aussicht gestellt. Doch um was es genau geht wollte, oder konnte, sie nicht sagen. Lediglich dass du, bei Interesse, heute zur ersten Stunde nach dem Mittag im Roten Kamel einen doppelten Brabaker mit Arangenscheibe bestellen sollst.


      Die besagte Taverne und Karavanserei findest du direkt neben dem Pilgertor geich bei der König-Arkos-Allee. Ein leichtes Schmunzeln huscht über deine Lippen, wo dir auffällt dass die Taverne gleich gegenüber den Namen Weisses Kamel trägt. Der kühle und geräumige Speiseraum war grösstenteils Leer um diese Zeit. Mit einigen aufgehängten Schleiern werden vom Raum einige kleinere Séparées abgetrennt. Eine Gruppe Mittelländer gönnt sich in einer davon gerade eine Wasserpfeife und wird gerade von einer dunkelhäutigen Magd bedient. Kaum bist du eingetreten wirst du von einem fülligen glazköpfigen Mann herzlich begrüsst. Taref, denn so stellt er sich vor, ist der Besitzer des Roten Kamels und nimmt gerne deine Wünsche entgegen.


      Auf deine Bestellung des Brabakers teilt er dir zutiefst betrübt mit, dass er dieses Getränk leider nicht führt. Er könne dir jedoch einen Phexenstrunk anbieten und führt dich in einen separaten Raum im ersten Stock in dessen Mitte sich ein typsch aranischer niedriger Tisch umringt von Kissen steht. Darauf steht ein krug frischen Tees wie auch eine Flasche Dattelweins und eine Früchteschale. Durch ein Fenster hast du guten Blick auf den Innenhof.


    • Eigentlich ist sie nur auf der Durchreise nach Rashdul, aber es fällt ihr immer schwer, jemandem einen Gefallen abzuschlagen - vor allem, wenn es um magische Dinge geht, die obendrein haarscharf in ihr Fachgebiet fallen. Und so findet sich die junge Studiosa der Gildenmagie unverhofft in dem Raum über der Taverne wieder. Offensichtlich ist sie die erste. So macht sie es sich erst einmal gemütlich, nimmt einen guten Schluck vom Dattelwein, zieht ein paar handbeschriebene Papierbögen aus ihrer Umhängetasche und vertieft sich in deren Inhalt.


      Sumudai ist Anfang 20, mit 1,80 recht hochgewachsen, schlank und drahtig. Sie hat lange pechschwarze wilde Locken und auch dunkle Augen, ist weder besonders hübsch noch hässlich, besitzt aber eine recht beeindruckende Präsenz. Sie trägt ein leichtes graues Leinenhemd mit Kapuze über einer einfachen hellen Leinenhose, einen Schwertgürtel mit einem Kurzschwert und einen schlichten hüftlangen Stab aus Blutulmenholz. Ihre Kleidung ist simpel, aber praktisch und stabil, und lässt an eine Gelehrte auf Wanderschaft denken. In ihrem Gürtel steckt zusammengerollt ein violettes Seidentuch.

      The woods are lovely, dark and deep

      But I have promises to keep

      And miles to go before I sleep

      And miles to go before I sleep.

      (Robert Frost)

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Alrike ()

    • Gestern, 20. Rahja


      Zu Hause! Endlich! Wurde auch mal Zeit. Amir lächelt in sich hinein und strahlt förmlich nach außen hin. Nach all den langen Monaten mit Wahnfried und diesem schrecklichen Novadi Omar - der gar nicht so schrecklich war, aber halt Novadi - kann er endlich mal wieder Menschen wiedersehen, die weit weniger verrückt sind und durchgeknallt. Vor allem beinhaltet das seine Familie. Er fragt sich, wie groß seine kleine Schwester Sheiria geworden ist?! Sicher ist sie schon heiratsfähig und wird von diversen Verehrern überlaufen. Das gute Aussehen liegt halt in der Familie. Nichtsdestotrotz muss auch Amir, in Zorgan hinreichend bekannt, am Stadttor erst einmal die alltägliche Routine über sich ergehen lassen. So steht er dort, mit seiner weiß-grauen Schimmelstute Izar, die stoisch sein Gepäck trägt und viel lieber das Gras am Wegesrand anknabbern möchte, als hier in der prallen Sonne nichts zu tun. Dann ist er selbst an der Reihe. Er lächelt und er weiß, welche Wirkung sein Erscheinen hat. Er sieht gut aus - zu gut. Manchmal erwischt er sich dabei, wie er gar nicht mehr den Blick vom Spiegel lassen kann. Verrückt, aber es ist halt so. Schönheit muss honoriert und bewundert werden. Auch wenn die etwas grantige Offizierin sich nichts anmerken lässt, Amir weiß, dass er tief in ihrem Hinterkopf ein kleines Gefühl der Neugier geweckt hat. Oder er bildet es sich zumindest, in seinem Hochmut, ein.
      Nach einer kurzen Untersuchung seiner Sachen, einem kleinen Obulus und netten Worten (meist aus Amirs Mund) ist er dann im geschäftigen Treiben Zorgans unterwegs und atmet tief ein. "Das Wichtigste ist, dass ich wieder in einer Stadt wandeln darf.", murmelt er und winkt einer kleinen Gruppe Damen zu, die gerade die Straße kreuzt und wohl zum Basar will.
      Amir streift sich die Haare aus dem ebenmäßigen Gesicht. Es ist wie ein Kunstwerk, so gleichmäßig und schön ist es. Symmetrie kann an ihm gemessen werden. Seine Nase ist gerade, seine Lippen sinnlich und nicht zu voll, sodass er keinen Schmollmund hat, aber doch Temperament damit ausdrücken kann. Alles in Allem wirkt sein Gesicht sehr androgyn und würde er keine Männerkleider tragen, so könnte er glatt als Frau angesprochen werden. Allerdings trägt er keine Frauenkleider, sondern seine Reisekleidung. Er blickt mit den hellen blauen Augen an sich hinab. Eine rote Weste aus Damast mit siberfäden durchwirkt und silbrigen Absätzen. Eine rosa farbene leichte Pumphose wird an seiner Hüfte von einer kräftig blauen Schärpe gerefft und gehalten. Seine Füße sind mit leichten Schuhen bekleidet, die an Pantoffeln erinnern und an denen sind ein paar Messingglöckchen befestigt, die jeden seiner Schritte kommentieren. Dann fällt sein Blick auf den Ring an seinem Daumen - ein einfaches silbernes glattes Schmuckstück. Er wandert mit dem Blick seine Arme hinauf und mehrere silberne Armreife gesellen sich zu diesem Kunstwerk von Person hinzu. Und wenn man genau hinsieht, erkennt man, dass seine rechte Brust ebenfalls silbern geschmückt ist. Seine linke Brust hingegen wird von einer tanzenden Frau geziert, die nur in einem Schleieer bekleidet ist. Zu guter Letzt hat er noch einige Ringe an seinen Ohren und die kräftige Schminke im Gesicht - vornehmlich an seinen Augen (das verstärkt seine blaue Augenfarbe nur noch mehr) rundet alles ab. Seine Haare trägt er, schwarz wie die Nacht, offen und sie fallen seidig glatt hinab.
      "Ich will baden..." Und Amir weiß auch wo.


      Aber zuerst macht er sich auf den Weg nach Hause, zu seiner Familie. Diese wohnt unweit des Pilgertores. Das Haus ist nicht Groß, bietet aber allen Luxus, den man sich als Künstler leisten kann. Sein Vater, Nasreddin, hat ganz gut bezahlte Anstellungen. Dennoch reicht es nicht, um in bester Lage zu leben. Auf dem Weg dahin sieht er die bekannten Fassaden und auch einige bekannte Gesichter. Die älteren unter ihnen grpüßen ihn aus der Ferne und amir bleibt immer mal wieder stehen, um hallo zu sagen. Die jüngeren Anwohner seiner Nachbarschaft bekommen große Augen. Er war jetzt 3 Jahre nicht daheim, da verändert man sich schon etwas. Amir ist noch mal ein gute Stück gewachsen und seine Haare sind länger. Er ist etwas stabiler geworden und sieht erwwachsener aus. Das hindert die Kinder aber nicht, auf ihn zuzustürmen und ihn wild schreiend zu umlagern. Einige der kleinen Bälger sind ganz schön groß geworden. Er drückt jedem ein bisschen Geld in die Hand, damit die Kinder sich was Süßes beim alten Taruk holen können. "Jikhbald!" einer der größeren Jungen, die ihn begrüßen dreht sich noch mal um. "Tu mir einen Gefallen, ja? Bringst du mein Pferd auf eine Weide, drüben?" er will Izar ungerne in einem Stall verkommen lassen. Der ein oder andere Bauer der Stadt wird schon ein Plätzchen haben. Er drückt Jikhbald einige Münzen in die Hand und sattelt Izar schonmal ab. Einige der Kinder helfen ihm beim Tragen.



      Das Wiedersehen mit seiner Familie ist dann so, wie es eben ist. Man erzählt wie es war und wie es wird, man lacht, albert rum und isst. Amir erzählt Geschichten davon, wie er in Khunchom auf einem fliegenden Teppich geflogen ist und in der Wüste Khom doch tatsächlich allen Novadi die Sprache verschlug, als er einen eleganten Auftritt vollzogen hat, der jeden begeisterte. Sein Vater schmunzelt dabei ein wenig gerührt. Leider konnte er sein großes Ziel, von einer waschechten Sharisad zu lernen, nicht umsetzen. Dafür war er meist mit wichtigeren Dingen betraut. Wie zum Beispiel, dass er im Auftrag des Almadanischen Fürsten ein paar Dinge erledigen musste, über dessen Inhalt er weniger gern redet, aber dessen Ausgang umso mehr bewundert: Seine Belohnung war Izar. Ein wunderschönes Warunker Pferd, das Amir bis hier hin treu und sicher dient. Doch das Beste kommt zum Schluss. Er hat ein goldenes Collier von seinen Reisen mitgebracht, welches in Form einer Weinrebe mit rosa Diamanten versetzt ist, die die Trauben bilden.
      Das Staunen nimmt kein Ende, doch Amir wäre nicht Amir, wenn er nicht den Abend genießen wollen würde. Ihn zieht es in die Nacht, zum Feiern. Er will tanzen, trinken, lachen und Spaß haben.


      Bei eben dieser abendlichen Vergnügung erfährt er dann von diesen schwierigen Zeiten, denen sich seine Heimat erwehren muss. Seine Familie hat ihm davon nichts gesagt, wohl um ihn nicht zu beunruhigen. Dennoch, Amir ist neugierig und fest entschlossen, sich das mal anzuhören. Nach all dem Unfug, den er bisher mitgemacht hat, klingt das hier so anspruchslos und normal, dass er dabei fast schon entspannen kann.


      Heute, 21. Rahja



      Die Sonne knallt Amir ins Gesicht. Wie zum Geier ist er nach Hause gekommen? Sein Kopf ist das reinste Schlachtfeld und sein Mund die Wüste Khom. Es wurde gestern doch zu lang und zu bunt. Hatte er nicht gestern noch so ein junges Ding im Arm? Egal... sie ist gerade nicht bei ihm. Vielleicht auch besser so, denn sonst hätte er sich was einfallen lassen müssen, sie irgendwie aus dem Haus zu bekommen. Und wer bei aller Götter Weisheit hat meinen Vorhang offen gelassen!!!! brüllt er innerlich, da er es nur bereuen würde, wenn er es ausspricht. Amir dreht sich noch mal um. Mittag hin oder her, er hat noch Zeit und er steht sowieso nicht vor der 10. Tagesstunde auf. Das ist eines seiner Grundprinzipien. Wer ihn früher weckt - und heute war es der Herr Praios - ist sein geschworener Feind des Tages. Aber wo er über den Mittag nachgrübelt und im dickflüssigen Sumpf seiner Gedanken klebt, schleicht sich etwas in seinen Kopf. Das Wissen, dass er heute irendwo sein soll. Soll er die junge Schwarzhaarige nochmal treffen? Das wäre schön... Wobei es ihm vorkommt, als sei es irgendwie anderer Natur, was ihn heute außer Haus lockt. Was hat er da gestern nur wieder angestellt?
      Nach einigen Stunden des Wachwerdens rappelt er sich dann auf, schlurft umher, trinkt mehr Wasserals gut für ihn wäre und macht sich frisch. Das Wichtigste ist, jetzt einen klaren Kopf zu bekommen, zu baden, sich zu schminken und die zotteligen Haare wieder in Form zu bürsten.
      Die letzten Handgriffe sind die, mit denen er sanft die Kholränder um seine Augen zeichnet. Der Pinsel ist zart und weich und die Farbe fühlt sich gut an; und sieht im Spiegel auch gut aus, den er auf seinen Nachtschrank gelegt hat - irgendwie, denn er wollte anfangs nicht so recht stehen. Es ist halt nur ein Handspiegel.
      "Übertrieben? Ich denke nicht." Heute hat Amir etwas weniger Farbe aufgelegt. Ein Wams aus Pardelfell, darüber eine grüne Seidenschärpe, eine dunkle Hose aus Leder - diese hat er im Norden gekauft und fand sie irgendwie attraktiv an ihm - und einfache Stiefel aus dunkel gefärbtem Stoff. Er sieht aus wie ein Gott. Naja, zumindest in seinen Augen. Alles in Allem wirkt sein Aufzug gut abgestimmt und etwas zu pompös vielleicht, aber Amir macht aus Eitenkeit eine Tugend. Seinen Kopf umwickelt er mit einem grünen Kopftuch aus Seide, aus dem die langen Haare hervorgehen. So kann er gut außer Haus treten.


      Im Roten Kamel angekommen begrüßt er Taref und wechselt ein paar Worte mit ihm. Amir war oft hier und kennt sich aus. Taref war ein guter Kerl. Er hat Amir desöfteren mal jemanden zur Seite gestellt, der ihn Heim bringt, wenn er mal wieder nicht den Weinbecher loswerden wollte.
      Die größte Überraschung für ihn ist aber, dass er wohl einer der ersten hier ist! Bei Rahja, wie unerwartet... Normalerweise schreit mich jeder an, dass ich zu lange brauche. Mit diesem Gefühl der Genugtuung und dem geistigen Memo, dass er dies einmal Wahnfried vorhalten wird, setzt er sich hin und lässt sich von Taref etwas Tabak für die Wasserpfeife bringen. Ebenso bestellt er sich dazu etwas leichtes für den Magen. Er braucht noch irgendwie einen Ausgleich zur letzten Nacht...
      Das war fast schon so wichtig, wie die Begrüßung in Richtung der jungen Dame, die schon anwesend ist. Er verneigt sich elegant und setzt sich dann so in ihr Blickfeld, dass sie ihn unauffällig beobachten kann.
      "Marhaba, liebreizende Tochter des Himmels. Wie ich sehe, bleibe ich heute nicht der einzige hier. Einsamkeit ist nicht so meine Stärke." Amir legt den Kopf schief, betrachtet die junge Frau ganz neugierig. "Du bist eine Magierin!" stellt er dann fest und zieht an der Wasserpfeife. "Ach, Rahja bestrafe mich, wo bleiben meine Manieren?" Er steht noch mal auf und verneigt sich noch einmal. "Amir al'Jamil ibn Nasreddin Farukandi - zu Deinen Diensten, meine teure."

      There are some battles that you can never win. Trying to explain jokes is one of them.

    • "Ah... Sumudai Maurenbrecher, aus Riva. Sehr erfreut." Ihrer Stimme hört man die Nordlande an, seine hingegen ist Musik, und dieses Gesicht... Sie muss all ihre Selbstbeherrschung aufbringen, dass ihr nicht der Unterkiefer runterfällt, und findet mühevoll den Gesprächsfaden wieder. "Ich bin Studiosa, noch keine volle Adeptin, aber meine Studienzeit ist um. Und die Gildenmagie ist mein Metier, ja, Herr... Farukandi." Sie überlegt kurz. "Wurdet Ihr auch angeworben?" fragt sie direkt.

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      And miles to go before I sleep

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      (Robert Frost)

    • "Amir reicht. So nennt mich jeder. Ich darf dich hoffentlich... Sumudai nennen? Ich weiß, dass Personen aus dem norden gerne gewisse Regeln befolgen, aber ein schöner Vorname ist für mich angenehmer zu tragen, als kantige Regeln."
      Er setzt sich wieder und schaut sich um. Der Raum hat sich nicht verändert. Das letzte mal hatte er sich hier mit einem Freund versteckt, als er die dicke Shuleika beleidigt hatte. Das waren noch Zeiten... "Ich bin hier aufgewachsen. Und ich kann es nicht mit ansehen, dass meine Heimat nicht so strahlt, wie sie es verdient hat. Ganz besonders, wenn es auf den wichtigsten Tag überhaupt zugeht." Man sieht Amir seine Beweglichkeit an. Tatsächlich hört man seine Bewegungen so gut wie gar nicht. Selbst die Bodendielen knarzen kaum. Und jetzt bemerkt auch Sumudai und im Nachhinein wohl jeder weitere Gast: Amir hat Duftwasser aufgelegt. Irgendeine Mischung, die angenehm rosig duftet.

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    • "Sicher, Amir. Deinen Worten entnehme ich, dass wir hier wohl gemeinsam tätig werden sollen. Ähm, sag mal, weisst du genauer, um was es geht?" Neben diesem schönen und wortgewandten jungen Mann fühlt sie sich wie ein Trampel, aber darauf kommt es hier ja wohl nicht an.

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    • "Nicht im Geringsten. Ich lasse mich überraschen. Ich habe alles, bis auf die Zeit und den Ort hier vergessen seit gestern Nacht."
      Er legt die Hand ein wenig peinlich berührt an den Hinterkopf. "Gestern wurde es etwas... zu viel. Aber soviel ich gestern vergessen habe, so glücklich bin ich heute. Ich bin mir sicher, ich werde heute in wunderbarer Gesellschaft schwelgen."
      Amir beginnt sein leichtes Mittag. Auch da wirkt er ziemlich hübsch. Wenn er es drauf anlegen möchte, könnte er es wirklich lasziv gestalten, aber er ist innerlich noch total erschöpft und platt und will eigentlich erst einmal richtig auf die Beine kommen.
      Jetzt erst verdaut er den Rest dessen, was gesagt wurde. Riva... Adepta (nicht ganz) und Reisen. Sie macht das freiwillig, was er nicht machen will. Sie kommt aus dem Norden, zaubert und reist freiwillig durch die Gegend. Immer wenn diese drei Dinge aufeinander treffen in seinem Kopf, vergleicht er sie mit Edorian. Ein Nordländer in grauer Robe, Magierstab und dem Drang, durch jeden Wald zu springen wie ein Frosch. Aber wenn Edorian nicht wäre, er hätte heute sicher keine Freude mehr an seiner Schönheit. Da fällt ihm ein, er muss noch die Stelle begutachten, die seit Wochen zwar verheilt ist, aber in Amirs Hypochondrie eine immerwährende Narbe hinterlässt, die er sich offenbar nur einbildet. Das sollte er dann lieber zu Hause machen. Dazu müsste er sich halb ausziehen und das ist auch nicht gerade das, was er hier und jetzt tun sollte.

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    • „N’doppelten Brabacker’Arange“ murmelt Jasper dem Wirt Taref entgegen, als dieser in begrüßt. Wenig überrascht folgt er dessen Ausführungen und macht sich auf den Weg ins Obergeschoss. So in etwa hatte er sich das vorgestellt, vielleicht nur nicht so schnell.


      Jasper war erst am Vortag in Zorgan angekommen. Über den Darpat mit dem Flußkahn nach Perricum, von dort an Bord einer bornländischen Kogge nach Zorgan. Sechs Goldstücke hatte ihn die Reise gekostet, nun war er erpicht darauf, die Münzen in seinem Geldbeutel wieder aufzufüllen. „In Aranien gibt es Probleme..“ hatte ihm Rahjadon gesagt, der alte Korporal, der mit nur einem verbliebenen Bein, dem krummen Rücken und der mehrfach gebrochenen Nase so wenig zu seinem Namen passte. „In Aranien gibt es Probleme, und wo es Probleme gibt, da gibt Arbeit für unsereins. Und wo es Arbeit für unsereins gibt da gibt es auch Gold.“ Und Jasper hatte auf ihn gehört. Nach der Schlacht um Wehrheim hatte er sich hauptberuflich mit Problemlösungen dieser Art beschäfigt. Und er war gut darin. Seine Zeit als Korporal und Weibel half ihm dabei, schnell Entscheidungen zu treffen. Und wer in einem Kampf die schnellere Entscheidung traf, der siegte.
      Wenn es nur nicht so warm wäre. Er hatte – Mittelreicher wie er nun mal ist – seine Tagesplanung in den späten Vormittag und Mittag verlegt, wollte über den Markt gehen und den Hafen bewundern. Stattdessen verbrachte er den Großteil der Zeit unter den schattigen Arkaden der Innenstadt. Immerhin konnte er die Momente nutzen, um sich einen Eindruck von der Stadt zu verschaffen und den ersten Kaffee seines Lebens trinken. Natürlich ein exclusiver Import aus Uthuria, hatte ihn der Wirt versichert. Trotzdem schmeckte er auffällig nach jenen gerösteten Gerstenaufgüssen, die man in Gareth und Wehrheim seit je her bei Straßenhändlern kaufen konnte.
      Zur verabredeten Stunde fand er sich schließlich im Roten Kamel ein. Die ungewöhnlich präzise Zeitangabe und die Nutzung eines Schlüsselwortes hatten ihn neugierig gemacht und auch dazu bewogen, den versteckten Dolch im Stiefel mitzuführen.


      Als er den Raum im Obergeschoss betritt, fällt seine Anwesenheit sofort auf. Präsenz, das ist das Wort, welches ihn wohl am besten beschreibt. Denn er ist sehr präsent, fast 2 Schritt hoch und knapp 100 Stein schwer. Letztere ruhen zu einem nicht unerheblichen Teil in den breiten Schultern des auch im übrigen sehr athletischen Körpers. Er trägt eine dunkle Lederhose, ein Hemd aus Leinen und einen fast bodenlangen Mantel aus hellem Leder. Dieser und die Lederstiefel sind zwar vom Staub der Stadt gezeichnet, aber intakt. Extra herausgeputzt hat er sich offensichtlich nicht. Auf dem Kopf trägt er einen Lederhut mit breiter Krempe, den er beim Eintreten abnimmt. Das Haar darunter ist kurz, schwarz und dicht, das trotz Hut sonnengebräunte Gesicht wird von einem Dreitagebart ergänzt. Japser ist attraktiv, er strahlt dabei jedoch die maskuline und raue Art eines Unabhängigen aus und steht damit im Kontrast zu seinem harmonischen symmetrischen und wohlgestaltenen/-gekleideten Gegenüber.


      „Jasper“ murmelt er den beiden zu und geht zu einem freien Stuhl. Er wirft den Hut vor sich auf den Tisch, löst den Mantel und legt diesen über den Nachbarstuhl, setzt sich und gießt sich eine Tasse Tee ein. Dann nimmt einen Schluck, zieht eine Pfeife aus seinem Mantel und steckt sich diese in den Mund, ohne sie jedoch anzuzünden.
      Jemand, der ein Gefühl dafür hat, wird spüren, dass er nicht nur präsent ist, sondern auch gefährlich.


      "Nichts dringt in mein Hirn vor! Meine Reflexe sind zu schnell!"

      Drax, Guardians of the Galaxy

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    • Sumudai betrachtet den Neuankömmling interessiert. "Sumudai", erwidert sie auf seinen knappen Gruß ebenso knapp und lächelt ihn an. "Lass mich raten: Du verstehst dich aufs Waffenhandwerk." Sie mustert seine Kleidung. "Und du scheinst auch nicht von hier zu sein, Jasper...?"

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      (Robert Frost)

    • "Richtig, Mädchen" murmelt er undeutlich mit Pfeife im Mund und läßt dabei offen ob er erstere, zweitere oder beide Bemerkungen meinte.


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      Drax, Guardians of the Galaxy

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    • Sumudai zuckt die Schultern. Wortkarge Nordländer sind ihr nicht fremd. Da Amir auch erst einmal isst, nimmt sie noch einen Schluck vom Dattelwein und studiert wieder ihre Zettel. Ihr Gesicht verzieht sich in Konzentration. Sie schließt die Augen, und ihre Lippen bewegen sich leicht. Unregelmäßige Verben im Bosparano sind einfach die Pest.

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    • Amir ist durchaus neugierig und betrachtet den großen Kerl. Er war selten von einem Menschen so fasziniert und abgestoßen zugleich. Die wiedersprüche sind überdeutlich. Ein starker, maskuliner Mann, der durchaus Fantasien wecken konnte in der barbarischen Haarkluft eines Nordländers, in dessen Windungen sich Gestank und Mief breit macht. Und dazu raucht er, aber keine Wasserpfeife. Amir ist sich nicht sicher, ob er diesen Kerl an seine Pfeife lassen sollte. Er grinst etwas angewiedert, als er sich die Zweideutigkeit seiner Gedanken noch einmal vor Augen führt. Er schüttelt sich und Gänsehaut macht sich breit. Er blickt wieder zu Sumudai, dann zu Jasper. Er ist wie ein Kutschenunfall: Man ist gefesselt und angewidert zugleich. Er wechselt bewusst ins Tulamidya, auch wenn er mit Sumudai bisher Garethi sprach.
      "Alam Effendi. Amir al'Jamil ibn Nasreddin Farukandi. Freut mich, Yiaspa." Er spricht den Namen mit Absicht etwas falsch aus. Er will einmal sehen, wie der große Mann darauf reagiert.

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    • Jasper runzelt kurz die Stirn, als die zweite Frau im Raum ihn mit einer wohlklingenden Männerstimme anspricht. Derart herausgeputzt und bemalt hat er bislang nur alternde Hafenhuren erlebt. Gleichwohl kann die Anwesenheit eines gut gekleideten und hübschen jungen Mannes in diesem Raum nur eins bedeuten. Er nimmt die Pfeife aus dem Mund.
      "Hast du nach uns geschickt, Amir?" antwortet er in Garethi. Offensichtlich versteht er Tulamidya, zumindest soviel, um einen Vornamen zu erkennen.


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      Drax, Guardians of the Galaxy

    • "Nein. Ich bin ebenso wie die liebliche Dame hier aus reinem Interesse. Unser Gastgeber hat mich selbst im unklaren gelassen. Taref ist ein Geheimniskrämer, musst Du wissen."
      Er redet Garethi. Offenbar war es hier die Verkehrssprache in diesem Raum. Auch wenn Amir dabei etwas plumper wirkte als im Tulamidya.

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    • "Liebliche Dame!" Sumudai schnaubt amüsiert. "Du bist zu reizend." Sie wechselt in fehlerloses Tulamidya, wenn auch mit nördlich geprägter Klangfarbe: "Wenn hier jemand lieblich ist, dann du, und du weisst es auch."

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    • Das trifft die Wirkung. Ja, Amir ist eitel und er lässt sich gerne hofieren. Als Zeichen der Anerkennung nickt er lächelnd. "Ach. Das bekommt jeder hin, wenn er sich nur anstrengt." Kurz wandern seine Gedanken zu Jasper und er überlegt, wie der große Affe denn enthaart aussehen könnte. "Naja... fast jeder - da bin ich mir sicher. Wenn du möchtest, zeige ich dir, wie man sich hierzulande herausputzt. Das würde dir gut stehen, meine Liebe."

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    • Am späten Morgen erreicht Maharbal nach mehrtägiger Reise mit einem Handelszug die sogenannte Rose Araniens. Am Pilgertor wird er in der Schlange von einigen Wartenden ehrfürchtig vorgelassen - vielleicht auch, um ihn möglichst schnell von hinten zu sehen. Er dankt mit freundlicher Geste und gelangt auf dem Rücken des "Leihpferdes" Târnury ohne weitere Untersuchung seiner Habe in die Stadt. Am Roten und Weißen Kamel vorbei führt sein Weg zunächst die Hauptstraße hinauf, bis er linkerhand im Mondsilberpalast das getreue Reittier wieder in die Obhut des Händlerordens gibt. Dann geht er, wie gewohnt unbehelligt, zurück zur Karawanserei. Nach einer für Wirtsleute etwas zurückhaltenderen Begrüßung, gibt der Boroni die vereinbarte Bestellung auf - zumindest teilweise: "Doppelter Brabaker mit..." Die Lücke füllt er mit einer Geste, die "na, du weißt schon" vermitteln soll. Denn wozu schwadronieren, wenn doch eigentlich bereits alles gesagt ist? Taref ist dies auch Antwort genug und er führt den Geweihten in die oberen Räumlichkeiten.


      Der Geweihte nickt Sumudai, Amir und Jasper jeweils mit einem höflichen Lächeln zu. Dann erst stellt er sich vor: "Maharbal ai Terchab, die Zwölfe zum Gruße!" Der Boroni nimmt einen Schank Dattelwein, stellt sich an das Fenster und nippt sparsam am Becher. Eine leichte Ahnung von Salbei und Weihrauch liegt nun in der Luft. Die Magierin und der Hüne sind auf den ersten Blick gemeinsam nur halb so interessant, wie der bunte Geck. Maharbal versucht sich zunächst vorzustellen, wie er wohl kosmetisch vorgehen würde, falls es ihm obläge, dessen Leichnam für die letzte Reise herzurichten? Welch Herausforderung, dabei sowohl die persönliche Eigenart des Jünglings wertzuschätzen, als auch die Würde des Todes nicht durch allzu üppigen Auftrag von Schminke zu verletzen. Und wie dieser Mann wohl aussehen möge, wenn dereinst Satinav seine Spuren auf dessen wohlgefälligem Antlitz hinterlassen hatte? Spontan kommt ihm der Kehrreim eines geläufigen Liedes in den Sinn: Hüt dich, schöns Blümelein...


      Maharbal ai Terchab ist ein junger Mann (Anfang 20) von unauffälligem Aussehen, wirkt jedoch charismatisch. Er ist nicht gerade groß (86 Finger) und von schmaler Statur. Das Haupthaar ist nach alter Tradition geschoren, die Brauen über den schwarzen Augen lassen jedoch ahnen, dass es gleichfalls schwarz ist. Von eben dieser Farbe sind auch die Robe, ein darüber getragenes Skapulier und Sandalen. Abwechslung bieten auf den Ärmelsaum gestickte silberne Raben und der auf die Brust genähte weiße fliegende Rabe. Um den Hals trägt der Geweihte ein silberners Amulett in Form des Boronsrades. Ein über die linke Schulter gehängter Lederranzen vervollständigt das Erscheinungsbild.

      "In den Rachen der Drachen hexen die Echsen!"
      getreulich gehört auf den Hesinde-Disputen 1030 BF

      Dieser Beitrag wurde bereits 9 Mal editiert, zuletzt von Zwerg Nase ()

    • Jasper verdreht während der Unterhaltung von Sumudai und Amir die Augen, enthält sich aber eines Kommentars. Den Neuankömmling begrüßt er in dem er aufsteht, "Euer Gnaden" murmelt und kurz nickt.


      Eine interessante Runde - denkt er sich. Ob wohl der Pfaffe der Auftraggeber ist? Aber Boronis sind nicht für ihr Geschwafel bekannt, vermutlich würde er gleich zur Sache kommen. Er langt in die Früchteschale und greift etwas heraus was er anschließend mit einem Messer grob filetiert und isst. Seine Tischmanieren sind dabei nicht die schlechtesten, immerhin legt er Obstgehäuse und Schale sorgsam auf einen Haufen und fängt herunterlaufenden Saft im Wundwinkel mit einem Tuch auf.


      "Nichts dringt in mein Hirn vor! Meine Reflexe sind zu schnell!"

      Drax, Guardians of the Galaxy

    • "Lucius du nichtsnutziger Sohn einer Kellerassel! Es wird jetzt nicht mehr geschlafen. Du hast gleich einen Termin. Versau das nicht oder du wirst dich an Stelle von Yussufried eine Woche um die Latrinen kümmern." Die Koschbasalt durchdringende Stimme seiner Schwiegermutter Sybia Saba Emerbeth ließ keinen Zweifel daran, weiterschlafen ging nicht mehr. Sie war das Oberhaupt der Familie und es mußte getan werden was sie sagte. "Dumme aranische Gesetze." murmelte er, wie er es jeden Tag tat. Lucius streckt seinen Arm aus, aber das Bett war leer. Sherizeth war immer noch unterwegs und nur Phex mochte wissen, wann sie wieder von der Handelsreise zurück war. Lucius stand auf und wusch sich in der Waschschüssel. Dann zog er seine abgewetzte Lederbekleidung an, bürstete sein dunkelblondes Haar und bindet es wie gewohnt zu einem Pferdeschwanz zusammen. Schnell in die Stiefel geschlüpft und danach noch schnell den Kinnbart gekämmt und den Schnurbart mit Wachs gezwirbelt. Sybia konnte das Ding nicht leiden. Ein Grund mehr ihn zu stattlicher Größe wachsen zu lassen. Dann das grüne Barett mit der kleinen Uhu-Feder auf. Fertig. Allzu schäbig sah er nicht aus. Mit 1,76 ist er durchschnittlich groß und mit 76 Steinen auch nicht zu schwer. Aber er musste aufpassen. Ein Bauchansatz war im Begriff zu entstehen. Noch ein Rundumblick im Zimmer und dann war schon wieder diese Stimme zu hören.
      "Lucius, bei den Zwölfen, womit habe ich diese Schande nur verdient dich zum Schwiegersohn zu haben. Meine allerliebste Tochter hat etwas besseres verdient. Sie hätte Deniz Al'Kassim heiraten sollen. Der hatte Geld und seine Familie hatte Einfluß. Jetzt mach endlich." "Ja, ich komme ja schon, herzallerliebste Schwiegermutter," und fügt noch leise hinzu "giftigste aller Taranteln." Auf der Kommode stand noch eine fast leere Flasche Dattelbrand. Ein kräftiger Schluck und sie war leer. Wie sollte er das nur ertragen? Irgendwie musste er Sherizeth überzeugen mit nach Mengbilla zukommen. Er vermisste diese schäbige Stadt. Schließlich gürtet er sich noch seinen Sklaventod um und schnallt sich seinen Metall-Buckler um. Die Balestrina ist heute vielleicht auch notwendig. Man weiß ja nie. Er hakte sie an seinen Gürtel ein.
      Bevor er das Haus verließ reicht ihm Yussufried noch etwas Brot und kaltes Fleisch. Lucius nimmt sich das Essen und beschließt es unterwegs zu essen. Keine Sekunde länger wollte er in Anwesenheit von Sybia verbringen. Er dankt Yussufried und geht los. Halbherzig isst er etwas von dem Brot. Das Fleisch giebt er einem Bettler, welcher es dankend annimmt. Mit denen muss man sich gut stellen denkt er. Die wissen viel. Zielstrebig geht er zum Pilgertor und fand die Taverne auf anhieb. Er wohnte zwar erst seit kurzem in Zorgan, aber er kannte sich schon sehr gut aus.
      In der Taverne bestellt er wie aufgetragen den doppelten Brabaker mit Arangenscheibe. Tarefs Anweisung folgend geht er in den ersten Stock und betritt den Raum. "Den Zwölfen zum Gruße." sagt er in die Runde, "Euer Gnaden," nickt dem Boroni zu und, als er sieht, dass schon so viele vor ihm eingetroffen sind, "ich hoffe ich bin nicht zu spät. El'Cuervo mein Name, Lucius El'Cuervo." Dann legt er seine Waffen an die Seite und setzt er sich auf ein freies Kissen. Er riecht kurz an dem Tee und wählt dann den Dattelwein. Er gießt einen Becher fast randvoll und trinkt ihn mit einem Schluck aus. Dann füllt er den Becher nach, nippt daran und stellt ihn vor sich auf den Tisch.

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