[FAB] Der Weg des Helden

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  • Mit einem Nicken quittiert die Geweihte Marleens Antwort und lässt sie sich verdrücken. Die anderen Zecher am Tisch behält Siannah der Reihe nach im Blick - mit prüfenden Blicken, bis sie mehr Namen bekommt. Soviel Manieren müssen sein, auch im Suff, findet sie. Ein Fingertrommeln auf die Tischplatte macht klar, dass sie noch auf weitere Antworten wartet.

    Sie seufzt. Herrin Hesinde, was macht man mit solchen Leuten? Sie schaden doch immer wieder ihrer Dorfgemeinschaft. Und es scheint, als ob sie sich kaum belehren ließen. Im schlimmsten Fall stellen sie dem unschuldigen Tier das nächste Mal noch schlimmer nach und zahlen es uns so heim, dass ich mich eingemischt habe.

  • Nun hat der Wirt doch genug von den Saufbolden. Er kommt an den Tisch und schlägt kräftig einmal mit der Faust drauf. "So, Saubande", grollt er. "Das ist kein Benehmen, schon gar nicht gegenüber einer Priesterin. Ich will jetzt Geldsehen, und dann macht ihr, dass ihr rauskommt, verstanden?"


    Verschämtes Nicken. Heller werden aus Taschen gekramt und auf den Tisch gelegt, und allgemeine, wenn auch gedämpfte Aufbruchstimmung kommt auf. Der Wirt sieht Siannah verlegen an. "Tut mir Leid, Eur' Gnaden. Sind nich' alle so, hier. - Noch Wein?"


    Altalia am Kamin hat derweil das Geschehen verfolgt, und der Anblick der misshandelten Katze hat ihr Tränen in die Augen getrieben. Stumm greift sie nach Amuris Hand.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Siannah nimmt sich zurück, als der Wirt die maulfaule Bande hinauswirft. Sie schüttelt den Kopf zu dem angebotenen Wein und schaut sich nach der Unglückskatze um. "Stellt ihr in den nächsten Stunden immer Wasser zum Trinken hin. Das Beste ist, wenn sie irgendwo in Ruhe ihren Rausch ausschlafen kann. Die Arme." Mit hängenden Schultern verlässt Siannah den nun leeren Tisch, bringt ein schiefes Lächeln für Irjan zustande, der als Wächter hinter ihr Position bezogen hat, und kehrt an den ursprünglichen Tisch zu Zoe, Turinia und den anderen zurück.

    Sie murmelt: "So eine Sauerei! Und das ist noch eine Beleidigung für die Schweine."

  • Irjan steht während der gesamten Szenerie hinter der Geweihten, nimmt aber seine Hand recht schnell vom Schwertknauf.

    Dummes Volk - geht es ihm durch den Kopf.


    Er erwidert Siannahs Lächeln und nickt ihr anerkennend zu. Mumm hat sie genug. Dann folgt er ihr zum Tisch der Anderen.

    ~~you never see him comin´~~


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  • Turinia hatte das Ganze fassungslos und gleichzeitig gespannt beobachtet. Sie kann nur den Kopf schütteln über solche Leute. Ein Glück das sie hier bisher nicht musiziert hatte. Sie nickt Siana und Irjan zu, als diese an den Tisch zurückkehren. Nur am Rande hat sie wohl mitbekommen wie Eichwart herein kam und sich auf ein Zimmer verzogen hat. "Das stimmt wohl... Das sind schon keine Dumme-Jungen-Streiche mehr..." Sie seufzt. "Aber warum? Was haben die denn gegen die armen Katzen? Mir wären Katzen deutlich lieber als Mäuse und ratten."

    ~“Adieu,” sagte der Fuchs. ”Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar!”~ (Der kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry)

  • Amuri erwidert Altalias Händedruck. Die Szene lässt ihren Ärger über sich selbst und die gemeine Welt, die der Junghexe neben ihr bereits Tier und Holz gegeben (und teilweise wieder genommen) hat und ihr selbst nicht auf die Trinkrunde übergehen. Es ist wohl Siannahs Präsenz geschuldet, dass sie sich zurückhält uns es dabei belässt, sie bitterböse anzufunkeln. Sie wartet noch, bis sie alle das Wirtshaus verlassen haben, dann entspannt sie sich etwas und dreht sich wieder zu Altalia. "Machen die sowas öfter?"


    Als Siannah dann wieder zu dem anderen Tisch zurückkehrt, sieht sie ihr etwas verwundert hinterher und wirft ihr einen fragenden Blick zu, falls sie sich nochmal umdreht. Was ist denn nun, sie kann doch bestimmt helfen.

  • Altalia schluckt nur und nickt betrübt. Sie hält sich immer noch an Amuris Hand fest.


    Rahjanis, die kräftige junge blonde Frau, die mit Irjan reingekommen war und immer noch die struppige, dösige, alkoholisierte Katze hält, schnaubt dagegen empört. "Ja, leider. Katzen gelten hier im Dorf als notwendiges Übel, aber die Leute sind furchtbar abergläubisch und denken, Katzen brächten Unglück. Nicht nur schwarze. Wenn es nicht so viele Mäuse und Ratten gäbe, würde niemand hier Katzen haben. Ich weiß nicht mal, warum eigentlich." Ihr Blick folgt einem Mann, der am Tisch der Säufer gesessen hat. Er hatte sich dort etwas im Hintergrund gehalten und steht gerade unschlüssig neben der Tür. Er sieht zu ihr zurück, und ihre Blicke treffen sich. Er ist groß, breit und dunkelhaarig. Einen langen Moment sehen die beiden sich an, dann zuckt er die Schultern und verlässt die Taverne, nachdem der Wirt sich laut und ärgerlich räuspert. Rahjanis seufzt. "Ich mach das mit dem Wasser."

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  • Etwas forschend sieht Amuri von dem Mann, der die Taverne zuletzt verlässt zu Rahjanis, dreht sich dann aber wieder zu Altalia. "Also, ich werde dir jedenfalls helfen. Hast du denn schon nach Racla suchen können? Oder irgendeine Ahnung? Dann kann ich mich ja auf die Suche machen. Du Arme siehst ja nicht so aus, als ob du jetzt draußen herumlaufen solltest." Zärtlich streicht sie ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht, der Zorn ist schon wieder verflogen. "Woher kommst du eigentlich, ist dein Zirkel weit weg?"

  • "Nein, eigentlich nicht. Ich gehöre zu dem lokalen Zirkel, hier so in der Gegend um Donnerbach", erzählt Altalia Amuri - allerdings leise, um nicht die Aufmerksamkeit anderer Leute auf sich zu ziehen. "Aber wir sollten das nicht hier besprechen, hatte ich schon erwähnt, dass die Leute hier sehr abergläubisch sind? Und die hiesigen Praioten machen es nicht besser."

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  • Da Irjan ihr gerade folgt, fragt Siannah ihn im Hinsetzen: "Was sagt Euer Orden denn zu so etwas? Ich nehme nicht an, dass Tierquälerei vom Widderorden geduldet wird, wenn Ihr neben Rondra auch Firun ehrt. Gibt es da irgendwelche festgelegten Strafen in der Ordensregel?"

    Sie greift in den Ärmel ihrer geliehenen Tunika und zieht beherzt ihre Smaragdnatter hervor, die sich zuletzt schmerzhaft ihren Oberarm gedrosselt hat. Sie streichelt sie und genießt, wie warm und glatt die Schuppen sind. Das beruhigt sie selbst und die Schlange. Das junge Tier hat sich von Siannahs Wut anstecken lassen und ist unruhig geworden. Und vielleicht, überlegt Siannah, hat sie auch Hunger. Ihr letztes Fressen hat sie am vorigen Abend in Olat im Gasthaus der beiden Traviapriester bekommen.


    Sie blickt mit großen Augen zu der großen, blonden Frau. "Was sagst du da? Weshalb denn ausgerechnet Katzen? Raben gelten ja manchmal als Unglückboten... oder sogar Schlangen!" Sie schaut auf das schöne Tier, das vor ihr auf dem Tisch und in ihren Händen liegt. "Aber jede Katze ist doch auch eine kleine Löwin, das Wappentier Rondras! ...Naja, uns allen brauch ich das ja nicht zu predigen.

    So ist das mit dem Aberglauben, keiner weiß warum." Ihre Stirn liegt in Falten, als sie von ihrer Ziegenmilch nippt.

    Den Wirt fragt sie: "Was ist mit diesen Leuten? Was arbeiten die? Und erzählt ihr mir mal mehr über den Ort hier, bitte? Wie groß ist Garben denn zum Beispiel?"

  • Tisch am Kamin


    "Hier gibt es Praioten?" Amuri überlegt kurz. Sie war selbst noch nie welchen begegnet, aber ihr war beigebracht worden, sich in der Gegenwart der Sonnenroben unauffällig und artig zu verhalten, und nicht aufzufallen. Die konnten gefährlich sein. "Etwa hier im Dorf?" Unwillkürlich sieht sie kurz zur Tür, als würd dort jeden Augenblick ein Diener des Götterfürsten eintreten und… ja, was eigentlich? Etwas schlimmes tun, gewiss! Satuaria, steh uns bei. "Sollen wir lieber woanders hingehen?" Hatte sie zuvor schon leise gesprochen, so ist sie jetzt im Flüsterton angelangt. "Und vielleicht sprechen wir auch mit Zoe, sie ist auch eine Schwester." Und weiß bestimmt, was wir am besten tun können.

  • Rahjanis zuckt zu Siannahs Worten die Schultern. "Ich versteh es auch nicht." Mit der Katze auf dem Arm geht sie zum Tresen rüber und beginnt, ihr Wasser einzuflößen, geduldig und sanft.


    Der Wirt sieht ihr nach und antwortet dann Siannah: "Also, so ganz genau weiss ich das gar nicht, aber hier im Dorf leben so um die 200 Leute, denke ich. - Was die arbeiten, nun, alles Mögliche. Der, der als als letztes gegangen ist, das ist der Odilo. Der ist eigentlich ganz anständig, ich weiss gar nicht, warum der sich mit diesen Nichtsnutzen rumtreibt. Er ist Torfstecher. Ein paar von den anderen auch. Holzfäller, Bauern, die eine ist Schmiedelehrling..." zählt er auf.


    Altalia nickt auf Amuris Fragen. "Ja, es gibt hier im Dorf einen kleinen Schrein, in der Amtsstube des Dorfschulzen. Er ist auch Priester. Ich bin ihm aber noch nicht begegnet, er war bisher noch nicht in der Taverne. - Ich habe oben ein Zimmer, da hätten wir Ruhe", bietet sie an. "Ich würde mich auch gern wieder hinlegen."

    Zoe sieht die beiden flüstern, kommt rüber und setzt sich neben Amuri auf die Kaminbank. Sie mustert Altalias blasses Gesicht eingehend. Als könnte sie Gedanken lesen, meint sie freundlich, aber bestimmt: "Du gehörst ins Bett."

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  • Erleichtert atmet Amuri auf, als Zoe wie gerufen herüberkommt. "Ja, wir wollten gerade nach oben gehen, da hat Altalia ein Zimmer. Oh, ja, ähm… Zoe, das ist Altalia, Altalia, Zoe." Sie lächelt verlegen. "Kommst du kurz mit hoch?"

  • Noch bevor die zwei Anderen antworten überlegt Irjan einen kurzen Moment.

    "Tatsächlich kann ich Euch gar nicht sagen, wie so etwas bestraft werden würde, was es sicherlich wird. Keiner meiner Brüder und Schwestern würde auf den Gedanken kommen so etwas zu tun. Dazu haben wir in den Überwals auch zu viele Konflikte um die wir uns rund um die Uhr kümmern. Doch in anderen Fällen können Strafen sehr drastisch sein" endet er bevor Rhajanis redet.


    "Langeweile lässt Menschen zu oft dumMe Dinge tun und Opfer sind meist die, die sich nicht wehren können oder es nicht wollen" gibt der Krieger dem Wirt zurück.

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  • "Und da können die mitten am Tag saufen!? Wo nehmen die denn die Zeit her, für ihre Langeweile? Dass die nicht arbeiten müssen?", wundert sich die Priesterin und fragt dann den Wirt: "200 Seelen, das ist ja eine ganz ordentliche Größe. Was würdest du mir als Sehenswürdigkeit empfehlen? Was ist das Besondere an Garben?"

  • "Sicher arbeiten sie, aber danach kommen sie her. Keiner von denen hat Familie oder Kinder - abgesehen von ihren Eltern und so - , daher ja, wollen sie abends mit ihren Freunden hier sein, statt sich daheim zu langweilen." (Sooo früh ist es auch nicht mehr. Am Nachmittag wart Ihr auf der Wiese mit den Ziegen gelandet, dort wurde noch gezeichnet und geschrieben, und von dort seit Ihr noch eine Weile bis Garben gewandert.) "Beinah jeden Tag. Gute Kundschaft an sich, aber was zu weit geht, geht zu weit. - Na, sie kommen ohnehin wieder. Ja, so 200 Leute, man lebt hier ganz anständig." Dem Wirt ist etwas Stolz anzuhören. "Wir verkaufen Torf nach Donnerbach, im Moor kann man auch Kräuter, Pilze und Beeren finden, und zur anderen Seite raus haben wir in paar Felder. Die Leute hier sind eigentlich fleißig und götterfürchtig." Er überlegt kurz zu Siannahs Frage nach Sehenswürdigkeiten und zögert, dann meint er, "Wir haben einen sehr hübschen... Praiosschrein?"


    Bei diesen Worten stoßen sowohl Altalia als auch Zoe nahezu gleichzeitig ein leises, aber definitiv verächtliches Schnauben aus. Dann sehen sie sich an und müssen grinsen. "Altalia, hm?" macht Zoe und legt der Kleinen einen Arm um die Schulter. "Ja, kommt, ihr Beiden, gehen wir rauf. Oder geht Ihr schon mal vor. Ich werde noch Tee mitbringen."

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  • Natürlich lässt es sich auch Amuri nicht entgehen, leise mitzuschnauben, wenn vielleicht auch ein kleines bisschen später als ihre beiden Gesinnungsgenossinnen. Dann steht sie auf und bietet der etwas matten Altalia ihre Hand. "Kommst du?" Zoe nickt sie dankbar zu und lächelt dann. "In Ordnung, ich packe sie schonmal ins Bett."

  • Altalia nickt. Ihre Gesichtsfarbe ht sich inzwischen von einfach nur blass zu leicht lilastichig verändert, mit tiefen violetten Augenringen. Sie sieht wirklich sehr fertig aus und folgt Amuri willig nach oben. Ihr Zimmer ist klein und kahl, ein Bett, zwei Stühle, ein kleiner Tisch, eine Kommode, ein Waschtisch und an der Wand lehnend ihr Rucksack. Sie geht langsam zum Bett rüber und lässt sich hineinsinken.


    Wenig später folgt Zoe mit einer großen Kanne warmes Kräutertees.

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