Die kleine Elfe - Abenteuer im Weidener Land

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    • Livia stupst Rumroxtax an. "Ich denke, sie kann von den Lippen ablesen", sagt sie leise zu ihm.

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

    • Die merkwürdige, unansehnliche Halbelfe nimmt den beschriebenen Stoff entgegen, als er ihr mitsamt dem Stück Kohle in die Hände gedrückt wird. Mit dem Finger fährt sie vorsichtig, um die Zeichen nicht zu verwischen, unter den Zeilen entlang. Offenkundig kann sie zumindest einen Teil entziffern, beim Lesen fährt der Finger manchmal wieder zurück und geht noch einmal ein Wort entlang und ihre Zungenspitze fährt, als würde sie versuchen, mitzusprechen, in die Hasenscharte. Als sie bei dem Namen "Edil" anlangt blickt sie auf, umkreist das Wort, tippt sich dann auf die Brust und nickt.

      Anscheinend hat sie genug von dem Geschriebenen verstanden, denn sie gibt Rumroxtax das Hemd zurück und deutet dann in eine Richtung, die euch wie jede beliebige Stelle im Lichtermoor zum Westen des Tals hin erscheint, und macht drei Schritte in diese Richtung bevor sie sich umwendet und abwartend anblickt.

      'Schnell, schnell!'. scheint das schnelle Winken ihrer zierlichen Hände zu sagen.

    • "Bei Aves Federkleid, Rumroxtrax! Ich dachte sie sei nur stumm, so schön wie sie spielte... wie... wie soll sie so schön spielen aber taub sein..." bedrückt blickt Finvean Edil an, lächelt dann aber und nickt. "Puh, dann mal weiter!" Er geht in die Hocke und versucht, auch wenn er nicht wirklich kräftig ist, die Bahre mit dem kleinen Mädchen zu tragen.

      Per noctem ad lucem.
      Durch die Nacht zum Licht.
      ____


      Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

    • Livia nimmt ihren Rucksack auf den Rücken, hebt die Trage ebenfalls mit an und folgt den anderen, die Edil hinterhergehen. Puh, zum Glück kann sie lesen, und Kusliker Zeichen obendrein, denkt sie bei sich.

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

    • Trotz ihrer abstoßenden Erscheinung entbehrt es nicht einer gewissen Eleganz und Leichtfüßigkeit, wie sich Edil gleich einem wilden Tier, einem scheuen Reh vielleicht, einen Pfad am Rande von glitzernden Wasserflächen und an krummen Nadelbäumen vorbei sucht. Es geht über Steinbrocken, die gelb vom Flechten- und grün vom Moosbewuchs sind, durch kniehohes Blaubeeren- und Preiselbeerengestrüpp und knöcheltiefe Teppiche aus Moos, das mal trocken, mal vollgesogen mit Nässe ist. Keiner bleibt wirklich stecken, aber trockenen Fußes kommt niemand durch und an einer morastigen Stelle saugt die feuchte Erde gefährlich an den Stiefeln von Rumroxtax und den beiden Trägern Finvean und Livia. Als wolle die Landschaft mit Schönheit über ihre Tücke hinwegtäuschen, leuchtet das Licht der Nachmittagssonne auf den Sumpf und lässt die Farben des Moores erstrahlen: Die lilanen Blüten des Heidekrautes, die goldbraunen Ähren der Riedgräser, die silberig grünen Flechten und Moose in allen Grüntönen, die die Natur hergibt.

      Die junge Frau kennt sich allem Anschein nach wirklich gut aus, denn wo keiner von euch einen Pfad erkennen könnte, biegt sie manchmal ab und umrundet ein Stück das sich durch nichts Offensichtliches von dem Land außen herum unterscheidet. Immer wieder bleibt sie stehen und vergewissert sich mit einem raschen Blick aus ihren hervortretenden Augen, dass die Gruppe zu ihr aufschließt. Dann verzieht sie ihre gespaltenen Lippen zu so etwas zu einem flüchtigen Lächeln, das sie Finvean und Livia schenkt, und manchmal winkt sie wieder mit den Händen.

      Dann wird sie langsamer und wartet wieder. Doch irgend etwas scheint nicht zu stimmen, denn sie blickt hektisch hin und her, obwohl auch für die Gruppe hinter ihr nichts zu hören ist außer dem gelgentlichen Flöten der Vögel. Und mit einem Mal steht vor ihnen eine Gestalt.

    • Livia bleibt stehen und bedeutet auch Finvean hinter ihr mit einer Geste, zu stoppen, bevor er in sie hineinläuft. Dann mustert sie die Gestalt vor Edil und versucht abzuschätzen, ob Gefahr droht.

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

    • Finvean horcht in die Stille hinein, nachdem er gestoppt hat. Während er auf die schlafende Gestalt auf der Bahre blickt, neigt er den Kopf mit den spitzen Ohren in die verschiendesten Richtungen, in Erwartung eines Geräusches.

      Per noctem ad lucem.
      Durch die Nacht zum Licht.
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      Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

    • Plötzlich, woher auch immer, steht auf dem Weg eine dunkle Gestalt. Ein schwarzer Mantel schlägt leise Wellem im schwachen Wind und ein Topfhelm schützt den Kopf des großen, breitschultrigen Mannes. Diese Rüstung ist einzigartig mit ihren Mustern und geschlungenen Ranken, die sich ganz fein auf dem geschwärzten Leder winden, und doch nicht, denn vor wenigen Stunden habt ihr die gleiche Rüstung an einem Mann gesehen, dessen Schatten gewütet hat, dessen sterblicher Körper in der Rüstung gekleidet in einem flachen Grab unter groben Steinbrocken im Lichtermoor ruht und dessen Geist nun in Borons Hallen weilt und... oder wo auch immer.

      Ein zweiter Bewaffneter tritt neben den ersten Ritter, sein Schwert ist ein Kurzschwert im Gegensatz zu dem Anderthalbhänder und Streitkolben des Gerüsteten. Dieser Zweite scheint von schlanker Gestalt zu sein und ein graues Skapulier unterbricht das Schwarz seiner Kleidung. Gerade noch betrachtet ihr die beiden Männer, die sich wie ein Mann in Bewegung setzen und nun gemessen auf euch zu kommen, als ihr rechts und links von euch Bewegungen wahrnehmt weil weitere schwarz gepanzerte Gestalten aus den Schatten der Gestäucher treten. Schwarze Mäntel und dieselben schwarzen, schmucken Lederrüstungsteile kleiden auch sie.

      Die vier bleiben stehen und der Mann mit dem Skapulier grüßt Edil mit der gleichen Geste, die sie selbst verwendet hat.

      "Sei gegrüßt, Edil, und seid auch Ihr gegrüßt, Reisende. Wir sehen nicht mehr häufig neue Gesichter in diesem Tal, vor allem nicht andere Ritter, die es noch wissen, sich an alte Gesetze und Sitten zu halten!", meint er und spielt auf Wulfrik an.




    • Livia sieht ganz kurz und nervös zwischen ihren Gefährten hin und her, und da keiner das Wort ergreift, holt sie tief Luft. "Seid ebenfalls gegrüßt, die Zwölf mit Euch. Wir sind hier an sich nur auf Durchreise." Sie räuspert sich - ihr ist noch nicht ganz klar, was sie von den Schwarzgekleideten halten soll - und beschließt, das Augenscheinliche zu rechtfertigen. "Wir haben ein verletztes elfisches Kind gefunden und trachten danach, es heimzubringen."

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

    • Finvean wackelt mit der Bahre, als er sich hektisch nach den Männern umschaut. Leichte Angst befällt ihn: Diese Männer waren jene, die zu dem Ritter mit dem Geisterschatten gehörten. "Greift ihr uns auch an? Oder werdet ihr erst zu Rachegeistern wenn ihr sterbt, so wie der andere Ritter von euch? Wir haben ihn des auf dem Pfad zum Dorf beerdigt."

      Per noctem ad lucem.
      Durch die Nacht zum Licht.
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      Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

    • Andonar stöhnt als ihre Trage schwankt, ihre schmalen Hände krallen sich um die Stangen. Sie ist seit ihrem Aufwachen in der Torfstecher-Ansiedlung mehr wach als im Dämmerzustand. Mit fiebrigen, glasigen Augen schaut sie in den Himmel, manchmal mit einem so leeren Blick auf Finvean oder den Hinterkopf von Livia, ihre beiden Träger, dass sich der Avesgeweihte nicht einmal sicher ist, ob sie sie wirklich erkennt.

      Der Blick des Mannes wandert von Wulfrik zu Livia und mustert diese von oben bis unten. Als er fertig ist und Finvean geendet hat, stellt er klar: "Auf der Durchreise, nach Feynhaag also. - Wir greifen euch an, wenn ihr eine Bedrohung für dieses Tal darstellt." Nach einem Augenblick der Stille fährt er fort:

      "Ihr habt das Kind gefunden? Es nicht auf Geheiß des Landvogts oder verletzt? Und dieses Schwert-", seine behandschuhte Rechte deutet auf die Schwertscheide, die an Wulfriks Rucksack hängt und den Anderthalbhänder des gefallenen Schattenritters beherbergt, "ist unser." Damit streckt er seine Hand fordernd nach vorne, mit geöffneter Handfläche nach oben.

    • Wulfrik nimmt Haltung an und tritt einen Schritt vor, damit er von den fremden Rittern gut gesehen werden kann.

      "Meine Name ist Wulfrik Orkenwehrer von Anderstein zu Andergast, Ritter im Namen des Königs und der Herrin Rondra. Meine Pflicht ist es für das Recht und die Ordnung zu kämpfen und die Schwachen zu beschützen. Dieses Kind haben wir in Not und bei wirrem Verstand aufgefunden und wollen es dorthin bringen, wo es Weise gibt, die es helfen können.

      Wir haben nichts mit dem sogenannten Landvogt im Sinne der sich mit Orken und anderem zweifelhaften Gezücht einlässt und wir wären außerordentlich beglückt wenn ihr mit uns diese Einstellung teilt.

      Allerdings - (Wufrik zieht das Schwert und hält es in die Höhe) habe ich dieses Schwert im ehrlichem Kampf erbeutet und bevor ich es Euch übergebe verlange ich ich eine Antwort, wem ich es gebe, warum ich dies tun sollte und welche Bewandnis es sich mit dieser Waffe und seinem vorherigen Besitzer auf sich hat!"

    • Livia nickt Finvean zu und macht grosse Augen. Da das Gespräch evtl. etwas dauern wird, macht sie Anstalten, die Trage abzusetzen.

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

    • Rumroxtax verfolgt aufmerksam das Gespräch, irgendwie scheint er eine Menge verpasst zu haben, als er von der Grupp getrennt war.

      Schweigend stellt er sich vor die Trage (zwischen Trage und Schwarzgekleidete) und wartet ab, wie sich die Lage entwickelt.

      Nach den letzten Stunden scheint ihn wenig aus der Ruhe bringen zu können und doch nimmt seine Anspannung zu.

    • Der Befragte entgegnet den Blick des Andersteiner Ritters fest. "Trefflich gesprochen, Herr Wulfrik Orkenwehrer, und unser aller Glückwunsch, dass Ihr einen der Unseren im ehrlichen Kampf besiegt habt. Ihr müsst uns unbedingt berichten, wie es zu diesem Kampf kam, denn wir pflegen nicht, ehrenhafte Menschen anzugreifen.

      Ein hochheiliger Eid bindet mich, all Eure Fragen zu beantworten, vor allem in Bezug auf die zuletzt genannte." Ein fragender Blick wird zwischen dem Wortführer und einem seiner Begleiter - derjenige, der direkt vor euch steht - gewechselt, ein Nicken des schweigenden Ritters erfolgt, woraufhin er fortfährt:

      "Jedoch wollen wir uns Euch anvertrauen. Doch zuerst: Was habt Ihr uns noch zu erzählen über diesen Kampf, in dem einer unserer Schwertbrüder im Moor gefallen ist?"

    • Endlich etwas, das sie kann. Livia referiert kurz die Begegnung mit dem schwarzen Ritter, an die sie sich noch allzu gut erinnert. "Wir waren gerade dabei, das Moor im Alfendaal zu durchqueren und die Residuen hochelfischer Baukunst zu bewundern, als wir vom Weg vor uns Kampflärm hörten, Waffenklirren und Schreie. Beim Näherkommen sahen wireinen Krieger in schwarzer Rüstung im Kampf gegen zwei Orks und zwei Söldner, jeweils mit den Abzeichen des Landvogtes. Sie hatten ihm wohl einen Hinterhalt gelegt. Sein Pferd war schwer verwundet und am Verbluten, und er selbst hat zwar gut gekämpft, hatte aber in Unterzahl keine Chance. Unser Avespriester", sie deutet auf Finwaen, "konnte durch einen lauten Ruf den Kampf unterbrechen, und unser Magier", sie deutet auf Fargej, "hat einen Windzauber losgelassen und die Söldner und Orks damit verwirrt. Wir konnten ein Gespräch beginnen. Die Söldner und Orks haben sich vorgestellt als 'Ordentliche Einheit zur Wahrung und Sicherung des Landfriedens', und dass sie Vogt Egelbert Robak dem Ersten von Alfendaal unterstehen würden. Sie haben behauptet, ihr schwarz gerüsteter Gegner gehörte einem verbotenen Orden an, dessen Ziel es sei, die rechtmäßige Herrschaft des Vogts zu stürzen. - Ein wahrhaft verdientes Ziel, wie ich meine. - Nun, während wir noch im Gespräch waren, geschah eine seltsame Verwandlung mit dem Ritter..."


      Sie pausiert kurz und lässt die Ereignisse noch einmal kurz vor ihrem inneren Auge vorbeiziehen. "Es wurde dunkler. Eine Wolke schob sich just in dem Moment vor die Praiosscheibe, und der Ritter... er verwandelte sich in eine Schattengestalt und griff die Söldner und Orks an. Wie ein Rachegeist. Es war schrecklich anzusehen, er war in seinen Bewegungen geradezu unnatürlich schnell, und hat mit seinen Gegnern kurzen Prozess gemacht, dann hat er uns angegriffen. Wir konnten ihn nur mit Mühe und unter Einsatz mehrerer Lichtzauber überwältigen. Er hat sich in eine Art Rauch aufgelöst. - Ein kurzer Hellsichtszauber enthüllte mir einen mächtigen Zauber, in seiner Natur der Magica Mutanda ähnlich - aber irgendwie alt, sehr alt. Er hat auch eine mir unbekannte elementare Komponente und speiste sich auch aus der Emotion Hass. Schwarz und aggressiv."


      Livia endet. Sie denkt kurz nach, ist dann der Meinung, nichts vergessen zu haben, und nickt bekräftigend.

      Odi et amo. quare id faciam, fortasse requiris.

      nescio, sed fieri sentio et excrucior. (G. V. Catullus)

      If life gives you lemons, ask for tequila and salt, too.

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    • Aufmerksam und stolz verfolgt Wulfrik Livias Worte, wobei ihm nicht immer klar ist, was sie genau damit meint. Anschließend verharrt er noch einige Sekunden bis er zustimmend antwortet: "Ja, genau so hat es sich zugetragen. Schwarz und aggressiv und rauchig ist er gewesen."