Die kleine Elfe - Abenteuer im Weidener Land

  • Fargej hört draußen den Lärm und macht sich Sorgen, ob alles in Ordnung sei. Doch die Elfe wimmert auf dem Tisch und besorgt schaut er auf sie. Ihre Worte klangen nicht gerade gut. Anscheinend konnten oder sollten sie nicht zurück nach Lichtermoor. Er legt behutsam paar Decken und seinen Arm beruhigend um sie. Er zieht sie nah an sich heran, um Körperwärme und Ruhe zu spenden. Sonst weiß er nicht sich zu helfen.

    - Der Unterschied zwischen Genialität und Dummheit ist der, dass die Genialität ihre Grenzen hat -
    Jonas Jonasson


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    Schöne Bilder der Marke Eigenbau ;)

  • Da Andonar doch nicht schläft, bleibt Livia bei ihr, hört ihr zu und versucht, aus ihren Wortfetzen schlau zu werden. Schliesslich seufzt sie. Es bleibt ihr wohl nichts anderes übrig... sie muss versuchen, auf magische Weise herauszubekommen, was es mit Andonar auf sich hat, sonst wird sie ihr nicht helfen können.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Rumroxtax hatte den ganzen Streit über die Augen geschlossen, seine Lippen formten ein stummes Gebet.

    Als die Hufschläge leiser werden, sprudeln die Worte aus ihm heraus, wie die Quellen des Grolomthûr:

    "Danke. Hört nem verdammten käuflichen Staubfresser zu.

    Warnt den Ort, Söldner werden bald jeden Widerstand hier ausräuchern.

    In dem verdammten Sumpf wird man von verhextem Grünzeug angegriffen.

    Masch romdra ka ..., Sind alle O.K.?"

  • Weil niemand ( Karasimof , Gillion Feuerglanz ) antwortet, tritt der Halbelf einen Schritt auf den Angroscho zu. "Woher heißt du das?", fragt er mit einer Betonung die darauf schließen lässt, dass er eine Ankunft von Söldnern vorhergesehen hat. "Was hast du mit den Söldnern des Egels zu schaffen, Zwerg, dass du in ihrer liebreizenden Begleitung hier einreitest?"

    Im benachbarten Haus tritt ein weiterer Mann, der mindestens 60 Sommer gesehen hat, an die Türe und reckt sich um etwas zu sehen und fragt den Gastgeber der Gruppe: "Probleme, Hallir?" Der Angesprochene winkt ab.

  • Rumroxtax verdreht seine Augen und antwortet:

    "Vom Anführer der 'liebreizenden Begleitung' Amon.

    Er ist zwar ein Großmaul, aber er hatte keinen Grund zu lügen."

    Rumroxtax atmet tief durch, blickt dem unbekannten Halbelfen in die Augen und fährt dann fort:

    "Nunja, das Wesentliche ist, dass ich eingekerkert werden sollte, um über meine Vefehlungen nach zu denken.

    Zu Fuß hätte ich das Ganze nur verzögert.

    Genügt euch das zur Antwort, oder wollt ihr die lange Version?"

  • Finvean musste sich erstmal nach dem Wutausbruch beruhigen. So zu reden war sonst nicht seine Art. Dieses poltern und drohen, zetern und schreien, war sonst immer die Art seines Lehrmeisters. 'Der alte wird doch nicht auf mir abgefärbt haben', denkt er sich.

    Er schenkt dem Zwerg ein aufmunterndes Lächeln und schaut dann den Halbelfen an.

    "Das klingt aber garnicht gut. Wenigstens haben wir es mit dem Drohen geschafft, euch zu befreien. Aber jetzt werden diese Söldner sicher auch hinter uns her sein." Er seufzt. Er fühlt sich gerade sehr müde.

    Per noctem ad lucem.
    Durch die Nacht zum Licht.
    ____


    Pardona? Ist das nicht ein Kochrezept?

  • Wulfrik verfolgt misstrauisch und mit zuckenden Lippen den Abmarsch der drei windigen Gestalten. Auch er braucht einige Zeit, bis er wieder klare Gedanken fassen kann. Dann wendet er sich an den Zwergen: "Verzeiht Meister Rumroxtax, wenn ich mit meinen Worten Eure Ehre verletzt habt. Tatsächlich erfreut es mein Herz, Euch hier wohlbehalten wieder zu sehen."

    In seinem Kopf spielen sich mögliche strategische Szenarien ab. Er wendet sich an den an den blonden Halbelfen: "Wie kommen wir jetzt nach Feyenhaag, ohne diesem Gesindfel über den Weg zu laufen? Wie sollen wir der kleinen Elfe helfen. Und dann ihr: Seht ihr Euch in der Lage eine schlagkräftige Landwehr zu bilden, oder kennt ihr einen geeigneten Rückzugsort, im Wald, oder im Moor, oder sonstwo? Was weiß ich! Auf jeden Fall stimme ich mit Rumroxtax überein, das wir schnell handeln sollten.

    Wulfrik blickt den anwesenden Dorfbewohnern in die Augen und versucht herauszufinden, in welche Richtung ihr Herz schlägt.

  • Romroxtax Blick entspannt sich als statt eines weiteren Verhörs seine Gefährten das Wort ergreifen und er beginnt zu antworten;

    an Finwean gewandt: "Habt Dank. Tut mir Leid, dass ich die Söldner nicht länger fernhalten konnte und die Mission gefährdet haben könnte,

    bevor ich es vergesse, der Magier des Vogtes soll magisch bewanderte Durchreisende zu sich bringen lassen ."

    An Wulfrik gewand: "Vielen Dank, macht Euch keine Sorgen, ihr habt ja (leider) zu sehr Recht, was meinen Berufsstand (und auch mich) angeht."

    sieht die Spuren des Kampfes an Wulfrik "Was ist mi - "

    Er bricht im Satz ab, ihm rasen noch viele Gedanken durch den Kopf --

    Woher stammen die Verletzungen. Ist die junge Elfin in Sicherheit? Wie können wir gleichzeitig die Medizin ans Ziel bringen uns bedeckt halten und den Leuten hier helfen?

    da er Wulfriks Eifer nicht unterbrechen will, wartet er ab wie sich die Lage weiter entwickelt.

  • Diese Antworten scheinen den Mann zufriedenzustellen. Er verschränkt die Arme und meint: "Eine Landwehr werden wir nicht bilden. Aber wir kennen das Moor besser als jeder andere hier. Außer vielleicht... Egal. Die früheren Bewohner. Die Söldner hingegen haben keine Ahnung von diesem Tal. Sie fischen im Sternensee und zwingen unsere eigenen Leute, in den Minen zu graben und gegen die Gesetze der Karte zu verstoßen. Aber genug geredet. Wenn nach euch gesucht wird habt ihr nur die Möglichkeit, vom Knüppeldamm abzuweichen und euch durch das Moor zu schlagen. Mit dem Eselskarren geht das auf keinen Fall.

    Wenn der Albernier und seine zwei Schergen alles war, was hinter euch her ist, müsst ihr euch auf das konzentrieren, was vor euch liegt. Das Moor und die Söldner, die kommen werden.

    Ich kann euch nicht begleiten. Aber vielleicht... Edil würde euch vielleicht bis zum Rand des Moores führen, wenn ihr sie lieb bittet."

  • Der Krieger blickt sich um. "Also dann. Finwean, geh in die Hütte und gebe den anderen Nachricht, was hier geschehen ist." An den Halbelfen gewandt: "Wie heißt du eigentlich? Gibt es einen vertrauenswürdigen Dorfvorsteher? Wir sollten sofort die anderen Dorbewohner alarmieren und dann kannst du uns gleich den Weg zu dieser Edil zeigen. Aber vielleicht gibst du dem braven Rumroxtax einen Becher mit frischem Wasser oder besser kühlem Bier, er sieht so aus, als hätte er auch so einiges mitgemacht."

    Wulfrik wischt sich den Schweiß von der Stirn.

  • Der Avesgeweihte geht Wulfriks Bitte nach und kurz darauf wissen Livia, Fargej und Raouuka über das Vorgefallene Bescheid.

    "Ich heiße Hallir.", gibt der Halbelf auf die Frage des Ritters zurück. "Das Warnen kann Moriel übernehmen." Auf seinen Wink kommt der alte Mann und Hallirs Nachbar herbei, der sich eben bei ihm erkundigt hat ob es Probleme gebe. Sie wechseln ein paar Worte und Moriel huscht davon, erstaunlich rüstig für sein hohes Alter.

    "Holt euer Mädel und dann kommt." Wenn alle versammelt sind, führt er sie an den Rand des Dorfes und darüber hinaus. In der Ansiedlung selbst gibt es stellenweise trockenen Boden, doch dann beginnt wieder der Bohlenweg. Der Halbelf folgt diesem sicheren Pfad ein paar Minuten. Dann springt er an einer Stelle in das farbenfroh rot-violett blühende Heidekraut, das ein matschiges Geräusch von sich gibt, ihn aber augenscheinlich trägt.

  • Livia hält während der Abreise und des Marsches ein aufmerksames und besorgtes Auge auf Andonar. Sie sorgt auch dafür, dass immer ein grösserer beim Kopf trägt als bei den Füssen.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Fargej stürzt die Elfe so wie es gebraucht wird, das sie sanft auf die Trage gelegt wird. Er geht neben dem Wagen her und beobachtet den Esel und die Elfe abwechselnd.

    - Der Unterschied zwischen Genialität und Dummheit ist der, dass die Genialität ihre Grenzen hat -
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  • Raouuka bleibt ein wenig zurück und folgt der Gruppe in etwas Abstand, damit ihre scharfen Sinne Verfolger schneller wahrnehmen können. Sie schnüffelt und horcht immer wieder...

    Die Dummheit ist eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert.

  • Rumroxtax hält sich kurz hinter Hallir, seine Schritte setzt er schwerfällig aber mit Bedacht, Das ungewohnte Reiten, die Anstrengungen und die Aufregung der vorherigen Stunden haben ihre Spuren hinterlassen. Immer noch sind große Teile seiner Kleidung, Haare und Haut von den Resten des inzwischen angetrockneten Schlamms bedeckt, die Muskeln brennen. Schweigend lässt er seinen Blick immer wieder schweifen, auf der Suche nach Gefahren. Selten blickt er zurück auf Andonar, unsicher ob er ein(e)n

    Träger(in) ablösen sollte, wohl wissend, dass sein Anblick für die kleine Elfe im Moment wohl furchterregend sein müsste.

  • Wulfrik folgt und beteiligt sich beim Tragen der Bahre, soweit es die Verletzungen und sonstigen Anstrengungen des Tages zulassen. Wenn es die Gelegenheit zulässt fragt er den Führer: "Was hat es eigentlich mit diesen alten Geschichten auf sich? Gibt es die früheren Bewohner noch, wo verstecken die sich. Und was soll das für ein See mit Sternen sein?"

  • Der Mann wirft einen raschen, prüfenden Blick auf den Ritter, als der ihn anspricht. "Es gibt die alten Geschichten und die alten Gesetze, und wir hier sind stolz darauf, dass wir im Tal sie noch achten und weitergeben. Der Sternensee zum Beispiel ist der große See bei Feynhaag. Es ist verboten, dort zu fischen und viel Unglück der letzten Wochen rührt daher, dass genau das getan wird. Im Wald haben sich Hexen angesiedelt und verfluchen die Tiere... Aber welche Bewohner meint Ihr?"

    Bis zum Holzsteg lässt sich der Eselskarren mitführen, aber wieder ergibt sich das Problem, dass der Wagen nicht ohne Weiteres vom Weg heruntergehoben oder gar im Moor fahren kann.

  • Livia verfolgt das Gespräch aufmerksam, bislang ohne sich einzumischen.

    Wenn's alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich aufs neue. Und war es schlecht, ja dann erst recht. (Albert Einstein)

  • Der Halbelf räuspert sich verlegen. "Chrrmh. Naja, das hab ich ja selbst gesagt, also... Es gab hier einst Elfen im Tal. Das ist in Lichtermoor, in unserer Moorsiedlung, auch kaum zu leugnen. In Dämmerwald am Taleingang und in der Stadt Feynhaag ist das alte Erbe nicht mehr so stark." Er wird wieder unwillig als er sich nicht verkneifen kann, wieder auf den schlechten Lebenswandel der modernen Zeit hinzuweisen: "Und dort achten sie auch nicht mehr auf die Karte und die alten Gesetze. Das wird noch unser aller Untergang sein, und der Egel und sein Gefolge sollen verdammt sein!"

    Mit einer leichten, vom Moordunst schweren Brise weht sanfte, verstreute Töne einer Schilfrohrflöte über den blühenden, glitzernden Sumpf. Manche erinnern sich an das Lied, das sie vor kurzer Zeit beim Näherkommen an das Dörfchen gehört haben - es ist die gleiche Melodie, die bisweilen von längeren Pausen unterbrochen ist. Fetzen von Gesang sind dazwischen auszumachen: "... im Sternenseetal. Stieg aus Seengrunde auf böser Zauberfeengeist... am Seenufer da. ...hüt' gut mir See und Ufer..."